Eine Dürre im Schwarzwald, Wetterumschwünge oder Bea in Gefahr im brennenden Haus: Manchmal ist es schon unheimlich, mit welchen Vorhersagen Lioba richtig liegt. Sie hat auch vorausgesehen, dass ihr altes Bauernhaus ihr böse will – und tatsächlich wäre sie bei einem Deckeneinsturz beinahe umgekommen. Jetzt wohnt sie in einem kleineren Waldhäuschen der Gemeinde und hat schon wieder einen Kräutergarten angelegt. Denn bei Heilkräutern und Pflanzen macht ihr niemand etwas vor. Lioba verfügt über einen jahrhundertealten Wissensschatz, den sie nicht mit jedem teilt. Hermann ist ihr suspekt, Franz sowieso. Vertrauen hat sie in Karl, der, wie sie findet, nach seinem Großvater Wilhelm kommt und in Johanna. Die konnte sie auch überreden, ihre Tees über das Internet zu verkaufen, dem Lioba mit Argwohn gegenübersteht. Sie ist halt ein Original, das es nur im Schwarzwald gibt.
Letzte Änderung am: 14.08.2009, 09.34 Uhr
Lioba Weber
Als Tochter von Kleinbauern wuchs sie im 800-Seelendorf Zeihen in der Schweiz auf und wurde zunächst Grundschullehrerin. Doch nach drei Jahren im Schuldienst folgte sie ihrer wahren Leidenschaft und ergriff den Beruf der Schauspielerin. Sie spielte unter anderem an staatlichen Theatern in Tübingen, Pforzheim, Freiburg, Konstanz, Basel, Winterthur, Karlsruhe, sowie am Neumarkttheater Zürich und für das Berner Festival „Aua, wir leben“ unter der Leitung von Peter Borchardt.
Auf Kleinkunstbühnen in Deutschland, der Schweiz und Südtirol war sie bereits mit elf Soloprogrammen vertreten. Daneben entstanden auch etliche freie Projekte, u.a. mit Michael Maassen in Basel und Karl-Heinz Maurer in Freiburg. Die Rolle der Lioba verkörpert sie so authentisch, dass viele Zuschauer der FALLERS gar nicht glauben, dass eine Schauspielerin dahinter steckt. Doch Lisbeth Felder hat eine ganz eigene Methode, sich in Lioba hineinzuversetzen: Immer, wenn sie sich „verwandelt“, denkt sie an ihre Großmutter oder andere alte Damen in ihrer Umgebung, denn die Lioba erinnert sie an die tapferen, selbständigen alten Frauen aus ihrer Kindheit. Lisbeth Felder schätzt es sehr, dass ihre störrische Lioba noch nicht in der Wegwerfgesellschaft angekommen ist und sich nicht darum schert, was die anderen von ihr denken. Am Schwarzwald mag sie die Luft, die Wanderwege oder ein einfaches Vesper irgendwo, wo man mit den Menschen ins Gespräch kommt.
Letzte Änderung am: 14.08.2009, 09.34 Uhr