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Wer durch Odernheim fährt, staunt über das imposante Sandsteingebäude. Ein absoluter Blickfang. Die Bannmühle überragt alle anderen Gebäude im Dorf - mit einer Höhe von fast 30 Metern. Sie liegt direkt am Glan kurz bevor dieser in die Nahe mündet. Eine Szenerie, die fast schon wie eine Postkarte wirkt.
Die Bannmühle ist Teil einer langen Geschichte. Schon im Mittelalter ist eine Mühle an dieser Stelle belegt - nur wenige Hundert Meter entfernt vom Kloster Disibodenberg, wo auch Hildegard von Bingen wirkte. Die mittelalterlichen Gebäude stehen längst nicht mehr. Die neue Mühle stammt aus dem Jahr 1890, brannte dann aber ab und wurde 1910 wiederaufgebaut. Bis in die 1950er Jahre betrieb die Familie Lellbach die Müllerei in Odernheim. Dann standen die Räder still. Lange passierte nichts in der Bannmühle. Erst 1992 kaufte Hans Pfeffer das Anwesen und belebte es wieder. Zusammen mit seiner Familie und gleichgesinnten Freunden gründete er einen Bauernhof, der nach ökologischen Richtlinien arbeitet. Heute beherbergt die Bannmühle eine Kelterei, einen Hofladen, Gästezimmer und sogar ein Tagungshaus.
Wichtiges Standbein des Betriebs sind die Streuobstwiesen und die zum Teil seltenen heimischen Obstsorten, aus denen Hans Pfeffer hochwertigen Saft keltert. Eine Spezialität des Bauernhofs sind auch die Glanrinder, eine seltene Rinderrasse, die lange vom Aussterben bedroht war. Die Aufzucht dieser Tiere ist eine Herzensangelegenheit für Hans Pfeffer. Der umtriebige Bauer hat dafür gesorgt, dass die alte Bannmühle auch eine Zukunft hat.
Letzte Änderung am: 05.08.2011, 10.07 Uhr