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Der Sonnenhof im Wolpertshausen ist ein Musterbeispiel an Kontinuität und Innovation gleichzeitig.
Im Jahr 1387 ließ sich Ritter Eberhard von der Bühler auf einer Anhöhe über dem Fluss nieder. Seither befindet sich der Sonnenhof - an der historischen Salzstraße zwischen Schwäbisch Hall und Prag gelegen - in Händen der Familie Bühler. Das Fachwerkgebäude ist in weiten Teilen historisch, wurde jedoch über die Jahre ständig erneuert und erweitert.
Seit 1984 nun wird der Hof nun von Rudolf Bühler geführt. Er verweist mit mächtigem Stolz auf die Familientradition und die lange Geschichte seines Hauses. Doch allzu lange mag er nicht in die Vergangenheit blicken. "Immer schon hat der Sonnenhof eine Vorreiterrolle eingenommen", sagt er.
Auch Rudolf Bühler sieht sich als Erneuerer. 1988 rief er die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch-Hall (BESH) ins Leben, ein Zusammenschluss von Bauernhöfen aus der Region Hohenlohe. Er machte sich stark für den Erhalt des schwäbisch-hällischen Landschweins, einer Rasse, die nahezu ausgestorben war. Darüber hinaus gründete er Erzeugergemeinschaften in Serbien und Indien – das Ziel: Anbau und Verkauf von Gewürzen zu einem fairen Preis.
Die Innovation ist für Rudolf Bühler die Tradition von morgen. "Man muss sich schon einiges einfallen lassen, damit ein solcher Bauernhof eine Zukunft hat", bekräftigt der umtriebige Landwirt. Einer seiner drei Söhne soll einmal sein Erbe antreten.
Letzte Änderung am: 05.08.2011, 09.47 Uhr