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Spannend und voller Geheimnisse ist das weitverzweigte Labyrinth unter der Altstadt von Oppenheim am Rhein. Dieses Kellersystem, das erst vor wenigen Jahren wiederentdeckt wurde, reicht bis zu fünf Stockwerke in die Tiefe. Im frühen Mittelalter hat man dort Lebensmittel und Bier gelagert
Die Entstehung des Kulturdenkmals liegt weitgehend im Dunkeln. Experten vermuten, dass die früher wichtige Handelsstadt weitere Lagerräume benötigte, und daher die tiefen Keller angelegt wurden. Später nutzten die Einheimischen sie als Krankenhaus oder Zufluchtsstätte. Irgendwann geriet die Unterwelt in Vergessenheit, bis sie sich mit einem eingebrochenen Polizeiauto in Erinnerung rief.
Heute hat die Stadt rund 420 Meter Kellergänge touristisch erschlossen und weitestgehend historisch erhalten. Weitere rund 6000 Quadratmeter unterirdische Fläche wartet noch darauf, enträtselt zu werden. Einblicke gewähren regelmäßige Führungen an Wochenenden und Feiertagen.
Letzte Änderung am: 30.03.2010, 12.02 Uhr