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Brief an einen Freund

Ein Penner am Bahnhof hebt das verlorene Portemonnaie einer eleganten Frau auf. Er findet darin einen Schließfachschlüssel und im Schließfach eine geheimnisvolle Botschaft, die ihn in eine intakte, aber zurzeit verlassene Villa führt. Er nimmt die Gelegenheit wahr, es sich gut gehen zu lassen. Der Penner, Werter mit Namen, duscht und rasiert sich, zieht den Anzug des Hausherrn an und verwandelt sich so in einen glaubhaften Villenbewohner. Der Preis dafür wird ihm klar, als zwei Männer an der Tür klingeln: Der wahre Adressat der Botschaften sollte zwei Selbstmordattentäter mit Sprengstoff versorgen. Werter spielt zunächst mit. Am Ziel des Anschlags angelangt, muss er sich aber fragen, ob er die beiden den Weg wirklich zu Ende gehen lassen soll.


Der Film spielt mit den unterschiedlichen Identitäten, die wir uns geben können. Äußerlichkeiten scheinen darüber zu entscheiden, wer wir sind und was wir tun. Im Designeranzug wird ein harmloser Penner, der zuvor aufgrund seines abenteuerlichen Aussehens vom Sicherheitsdienst energisch verfolgt wurde, erst wirklich zum Terroristen, den man, mit den Insignien des Geldes und der Macht ausgestattet, nun nicht mehr erkennt. Er muss sich dann aber fragen, ob er sich selbst noch erkennt. Der Film beantwortet diese Frage bewusst nicht eindeutig.

Besetzung

WerterMichael Schreiner
LiranOliver Mallison
JanisGabriel Raab
FrauKatharina Hauter

Stab

Buch und RegieSebastian Blank
KameraFlorian Schilling
ProduzentenPhilipp Dettmer, Alex Glehr, Alexis Wittgenstein
RedaktionBrigitte Ditthard (SWR), Mado Le Fur (ARTE)

Produktion

Peng Gang Film

Länge20'12"
Material16 mm

Letzte Änderung am: 12.11.2009, 13.29 Uhr