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Maren heiratet ihren Freund Arno. Mit Hochzeitsparty, weißem Kleid und jeder Menge Gäste. Doch schon bei den letzten Vorbereitungen fühlt Maren, wie die Gewissheit, das Richtige zu tun, wieder zu bröckeln beginnt. Kaum hat das Fest begonnen, schieben sich wachsende Zweifel zwischen sie und den „schönsten Tag in ihrem Leben“. Ist sie wirklich dort, wo sie hingehört?
Sind Arno und sie wirklich mehr als hundertprozentig die Richtigen füreinander? Maren kommt es vor, als ob die ganze Hochzeit eskaliert und sie immer stärker zum Spielball der Ereignisse wird. Die Selbstverständlichkeit ihrer Beziehung gerät ins Wanken. Dauernd passiert irgend etwas, das sie von Arno fortzutreiben scheint, und immer mühsamer wird es, sich wieder zu ihm und ihren Gefühlen zurückzukämpfen. Obendrein taucht ihr Exfreund Peter auf, der ihre Zweifel zusätzlich schürt. Das ganze Fest scheint sich unaufhaltsam gegen sie zu wenden.
Den Aggregatzustand des Lebens vom Fließenden in etwas Festes zu verwandeln, scheint der Generation der heute 30-jährigen unendlich schwer zu fallen. Woher soll man auch wissen, ob von all den Möglichkeiten, die unsere Welt bietet, die aktuelle Wahl die beste ist. Was kann man nicht alles verpassen, wie sehr kann man sich täuschen und hat dann sein Leben verpasst? Friederike Jehn trifft mit ihrem Film den Nerv einer Generation, die sich entscheiden soll und sich nicht entscheiden kann. Dabei geht sie mit dem Problem durchaus spielerisch um. Der Film nimmt formal manchmal selbst das Ungefähre, Unverbindliche, nur Geträumte auf und entwickelt gerade in diesen Sequenzen seine größte Stärke.
| Maren | Marie-Christine Friedrich |
| Arno | Barnaby Metschurat |
| Peter | Stipe Erceg |
| Maja | Ingrid Caten |
| Buch und Regie | Friederike Jehn |
| Kamera | Sten Mende |
| Schnitt | Ben von Grafenstein |
| Musik | Thomas Mehlhorn |
| Szenenbild | Ina Timmerberg |
| Kostümbild | Sandra Ernst |
| Besetzung | Nina Haun |
| Produktion | Alexander Funk, Florian Rothenberger, Michael Jungfleisch |
| Redaktion | Brigitte Ditthard |
Eine Produktion der Gambit Film und Fernsehproduktion in Koproduktion mit dem SWR.
Mit Unterstützung der MFG Baden-Württemberg Filmförderung
| Drehzeit | Herbst 2007 |
| Drehort | Freudenstadt |
| Länge | 82 Minuten |
| Format | 16 mm |
„weitertanzen“ erhielt 2008 den Eastman Förderpreis für Nachwuchstalente bei den Hofer Filmtagen und wurde beim Festival Deutscher Film in Ludwigshafen mit dem Filmkunstpreis 2009 ausgezeichnet.
Letzte Änderung am: 13.11.2009, 10.31 Uhr