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Shopping-Clubs im Internet werden immer beliebter. Wer sich dort anmeldet, kann mit etwas Glück zum Beispiel einen Markenpulli bis zu 80 Prozent günstiger erstehen. Erstmals hat Finanztest die deutschen Online-Portale genau unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Es lohnt sich – aber nicht für jeden.
Das Prinzip funktioniert bei allen Shopping-Clubs ähnlich: Wer dort einkaufen will, muss sich erst anmelden. Nach der Eingabe von Name, E-Mail-Adresse, Anschrift und Geburtstag kann es losgehen. In wechselnden Verkaufsaktionen werden Kleidung und Schuhe verschiedener Markenkonzerne angeboten sowie elektronische Artikel, Accessoires, manchmal auch Kurztrips oder Fahrräder. In der Regel ist die Ware mindestens um die Hälfte reduziert.
Rüdiger Stumpf von Finanztest hat die fünf großen Shopping-Clubs in Deutschland unter die Lupe genommen. Sein Fazit: "Für Schnäppchenjäger kann es sich lohnen." Wer allerdings einen konkreten Artikel suche, würde selten fündig.
Die Shopping-Clubs im Vergleich (Quelle: Finanztest):
Denn im Unterschied zu anderen Online-Shopping-Portalen wechseln die Angebote bei den Clubs ständig. Verkaufsaktionen sind auf wenige Tage begrenzt. Welche Marken gerade angeboten werden, erfahren die Mitglieder höchstens eine Woche im Voraus per e-Mail. Die Produkte können sie erst im Detail inspizieren, wenn die Verkaufsaktion startet. Einige Artikel sind schon nach kurzer Zeit ausverkauft.
Obwohl das etwas umständlich klingt, locken die Shopping-Clubs immer mehr Mitglieder an. Vor allem jüngere Menschen seien dort angemeldet, sagt Rüdiger Stumpf. Der typische Kunde sei weiblich und zwischen Anfang und Mitte Dreißig. Für die Clubs rentiert sich das Verkaufsmodell, wie der Finanztester erklärt: "Sie sammeln erst die Anfragen. Dann bestellen sie die Produkte in großen Mengen. Manchmal verkaufen sie Ware der Vorsaison oder aus Überproduktionen, also Produkte, die abverkauft werden müssen." Weil die Shopping-Clubs die Ware nicht vorrätig haben, dauert es etwa zwei bis vier Wochen, bis der Kunde seine Bestellung erhält.
Die Anmeldung bei solchen Clubs hält Rüdiger Stumpf für unbedenklich. Bei keinem Portal besteht Kaufzwang. Auch datenschutzrechtliche Probleme konnte der Tester nicht feststellen. Werbemails können widerrufen, die Ware ohne Angabe eines Grunds innerhalb von 14 oder 30 Tagen zurückgeschickt werden.
| Vorteile | Nachteile |
| Markenartikel um 50 Prozent und mehr reduziert | Anmeldung erforderlich |
| kein Kaufzwang | Angebot nur wenige Tage verfügbar |
| Ware kann ohne Angabe eines Grundes innerhalb der Widerruffrist zurückgesendet werden | lange Versandzeiten |
| Newsletter kann jederzeit abbestellt werden | Ware teilweise schnell ausverkauft |
Online-Redaktion: Solveig Merkel
Letzte Änderung am: 19.04.2011, 14.04 Uhr