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Die Zukunft gehört dem PC für unterwegs: dem Smartphone. Was für Verbraucher demnächst Standard sein wird, zeigen jetzt die Hersteller auf der Mobilfunkmesse in Barcelona. Die Trends: Handys werden schneller, komfortabler - und teurer.

Solche Handys werden Standard
SWR3-Handyman Josh Kochhann testet in Barcelona Geräte, die bald den deutschen Markt erobern sollen [zum Handyman-Blog]. Mails schreiben, im Internet surfen und sich per Navi durch fremde Städte bewegen - das können heute schon so genannte Smartphones. Morgen werden sie auch selbst gedrehte Filme in HD zeigen und uns per Videokonferenz weltweit verbinden. Dazu wird jetzt ein superschnelles Netz entwickelt. Denn die Anbieter wollen, dass möglichst viele Verbraucher die neuen Technologien nutzen. Und sie wollen den Markt nicht allein Apple mit seinen iPhones überlassen.

Auf den ersten Blick ein Navigationsgerät - auf den zweiten ein Handy der Zukunft: Das Nüvifone
Große Displays, auf denen man auch bei starkem Sonnenlicht alles gut erkennen kann - das ist ein Handy-Trend, der sich in Barcelona abzeichnet. Ein anderer sind neue Navigations-Applikationen, die vor allem für Fußgänger interessant sein könnten. Josh Kochhann: "Ich stehe zum Beispiel in einer fremden Stadt, muss mich zurechtfinden und in mein Hotel kommen. Meine 'App' zeigt mir die nächste U-Bahn-Station, wann die nächste U-Bahn fährt, und wo ich aussteigen muss, um ans Ziel zu kommen." Damit das alles zuverlässig funktioniert, wird in Barcelona der neue Mobilfunkstandard LTE präsentiert, der das Handy so schnell durchs Netz surfen lässt, wie der PC zuhause. Ohne diese Technik sähen die Handy-Entwickler alt aus, denn ein einziges "Youtube"-Video entspricht der Datenmenge von 500.000 SMS.
Josh Kochhann präsentiert ein Handy der Zukunft:
Eine wichtige Zielgruppe auf der Mobilfunkmesse sind Senioren. Für sie werden Handys mit einer größeren Tastatur, einem größeren Display und einem Notruf-Button entwickelt. Damit können dann im Ernstfall automatisch die Verwandten oder auch die Rettungszentrale angerufen werden.

SWR3-Handyman Josh Kochhann
An klassischen Tastaturen hängen aber nicht nur ältere Menschen. Handyman Kochhann: "Viele Nutzer finden offenbar die Touchscreen-Handys zu kompliziert: Man muss sich konzentrieren, damit man die richtigen Tasten erwischt und korrekt schreibt. Deswegen setzen einige Hersteller in Barcelona auf komplette Tastaturen, quasi eine Schreibmaschinen-Tastatur im Kleinformat, die man ausziehen, ausschieben oder umklappen kann." Für Hersteller und Nutzer macht das Sinn, weil Mails schreiben und im Internet surfen in Zukunft Standard sein sollen.
Der Favorit des Handyman: Der "Backflip"
Josh Kochhann, Andreas Braun
Letzte Änderung am: 16.02.2010, 10.22 Uhr