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Unsere Sendung vom 24.05.2012 noch einmal zum Anschauen!

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Hallo Buffet Kartoffeln

Die Kartoffel ist ein wichtiges Grundnahrungsmittel, etwa 60 Kilogramm verspeist jeder Deutsche im Jahr. Unter den Kartoffelerzeugernationen nimmt Deutschland den sechsten Platz ein. Grund genug, die Knolle einmal genauer unter die Lupe zu nehmen: Wie gesund ist sie, wie schmeckt sie am besten? Wir fragen die Öktotrophologin Brigitte Neumann.

Dampfende Kartoffeln

Kartoffeln enthalten fast alle Nährstoffe für eine ausgewogene Ernährung: leicht verdauliche Kohlenhydrate, wertvolle Mineralien wie Kalium, Calcium, Magnesium, Phosphor und Zink, reichlich B-Vitamine und Vitamin C sowie hochwertiges Eiweiß. Nur das Fett fehlt.

Dennoch fristet das Nachtschattengewächs Solanum Tuberosum immer mehr ein Schattendasein auf dem täglichen Speiseplan. Statistisch ging der Kartoffelverbrauch in den letzten Jahren jährlich um ein Kilo pro Person zurück. Mit ca 33 kg Kartoffeln pro Jahr verzehren die Bundesbürger nur noch knapp ein Drittel der Menge, die vor 30 Jahren noch auf den Tellern lag.

Allerdings kommt ungefähr die gleiche Menge an verarbeiteten Kartoffelprodukten wie Pommes Frites, Kroketten, Schupfnudeln, Klossteig und pulverisierten Kartoffelprodukte wie Kartoffelpüree-Pulver hinzu. Doch Pell- und Salzkartoffeln, auch Bratkartoffeln mit Speck sind es wert, wieder stärker in den Mittelpunkt unserer Ernährung zu rücken.

Regional ist optimal

Nicht jede Kartoffel schmeckt. Im Lebensmittelhandel erfahren Verbraucher zwar, welche Sorte von welcher Packstation und aus welchem Land in der Verpackung sind, auch, ob es sich um mehlig oder festkochende Kartoffeln handelt, doch über den Geschmack sagt das wenig aus.

Für wohlschmeckende Knollen müssen sowohl der Boden, in dem sie wachsen als auch der Erntezeitpunkt der Kartoffelsorte angepasst sein. Hier lohnt sich oft der Gang zum direkt vermarktenden Kartoffelbauern, der seine Kunden nur mit qualitativ überzeugender Ware halten kann.

Hauptsache frisch zubereitet

Kartoffeln mögen's nicht lau. Warmhalten in jeder Form nimmt ihnen Geschmack und Genuss. Sie wollen entweder frisch zubereitet gegessen werden oder rasch abkühlen können, um später für Bratkartoffeln wieder erhitzt oder als Salatkartoffeln verwendet zu werden.

Während junge Kartoffeln mit dünner Schale gut geeignet sind für Pellkartoffeln, hat es sich bewährt, die dickere Schale von Lagerkartoffeln vor dem Kochen zu schälen. Denn je länger eine Kartoffel aufgehoben wird, desto größer wird der Gehalt an Solanin in der Schale, besonders hoch ist er an Keimstellen (Augen) oder dort wo die Kartoffel unter Lichteinfluss grün geworden ist.

Solanin ist ein Bitterstoff, der die Knolle vor Fraßschädlingen und Verderb schützt und auch für den Menschen nicht gesund ist.

Keine Angst vor Kalorien

Kartoffeln machen nicht dick. Mit 71kcal/100g sind sie sogar kalorienärmer als gekochter Reis (120 kcal/100g) oder gekochte Nudeln (150kcal/100g) und sättigen langanhaltend, gut und vollwertig.

Fett wertet den Geschmack der Kartoffel auf. Viel Fett bringt viele Kalorien, doch Kartoffeln brauchen nicht viel. Es genügt der Stich Butter zur Pellkartoffel oder der Löffel Öl an der Sauce zu Salzkartoffeln oder zum Braten mit Zwiebeln in der Pfanne für den guten Geschmack.

Vorsicht vor dem "Knack"

Tatsächliche "Kalorienbomben" sind vor allem Knabberartikel aus Kartoffeln oder Kartoffelpulver wie Chips, Chipsletten oder Sticks. Diese knusprig frittierten Produkte enthalten über ein Drittel Fett und schlagen mit mehr als 500kcal/100g schnell zu Bauche.

Der spezielle Knack und die verwendeten appetitanregenden Gewürze unterdrücken bei diesen Produkten das bei hohem Fettverzehr normalerweise eintretende Sättigungsgefühl.

Fix und fertig

Obwohl sich Kartoffelfertigprodukte immer größerer Beliebtheit erfreuen, sind sie nicht die besseren Kartoffelgerichte. So können für Kartoffelpüreepulver inzwischen all jene Kartoffelreste verwendet werden, die bei der Herstellung von Pommes Frites abfallen.

Um vakuumverpackte, teils vorgegarte Kartoffelscheiben schmackhaft zu halten sind eine Reihe technologischer Tricks erforderlich und welche Fette in tiefgekühlten Produkten enthalten sind, erfahren Verbraucher auch eher nicht. Wer also wissen möchte, was er isst, für den lohnt es sich, auf die Suche nach guten Kartoffeln zu gehen und daraus leckere Gerichte zuzubereiten.


Im Studio:

Brigitte Neumann

Diplom-Ökotrophologin



Letzte Änderung am: 20.01.2012, 23.09 Uhr

Hallo Buffet

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