Tages- oder Festgeldkonto, Aktien, Gold oder Immobilien - wie lässt sich Geld auch in unruhigen Zeiten gewinnbringend anlegen? Der ARD-Börsenexperte Frank Lehmann beantwortet Ihre Fragen.

Grundsätzlich lässt sich festhalten: Mit Kapital läßt sich Anfang 2012 nicht wirklich viel verdienen. Bei einer Laufzeit von zwölf Monaten gibt es auf kleinere und mittlere Anlagebeträge zwischen einem und drei Prozent Zinsen.
Wer Geld kurz- und mittelfristig parken will, kann zwischen Tages- und Festgeldkonten wählen. Es gibt diverse Onlinebanken, die entsprechende Angebote haben. Aber Achtung: Hier sind die Zinsen zwar höher, allerdings sind Kontoeröffnung und Kontoführung nur online möglich.
Tipp:
Unter www.festgeldvergleich.org kann man sich die Angebote der Banken anschauen.
Das Sparbuch ist keine Alternative, denn hier liegen die Zinsen meist unter einem Prozent.
Fazit: Wer sein Geld ganz sicher anlegen will, muss sich aktuell eher bescheiden.

Nach diesem Motto bietet der Markt natürlich genügend Alternativen. Wer bereit ist, Risiken einzugehen, kann höhere Erträge erzielen - es kann aber auch Geld verloren gehen.
Wie immer gilt die alte Regel: Nicht alles in ein Produkt investieren, sondern mischen.
Wer Gebühren sparen will, sucht sich seine Produkte trotz des hohen Zeitaufwands selbst zusammen.
Tipp:
Beträge bis 50.000 Euro auf ein Festgeldkonto für zwölf Monate und vielleicht drei Prozent Zinsen legen.
Bei Gesamtbeträgen bis 100.000, die zweiten 50.000 je zu 25.000 in Aktien und Gold investieren.
Wirtschaftsjournalist
Letzte Änderung am: 26.01.2012, 16.52 Uhr