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Hallo Buffet Hausratversicherung

aus der Sendung vom Donnerstag, 26.1. | 12.15 Uhr | Das Erste

Die Hausratversicherung ist die am stärksten verbreitete Versicherung in Deutschland - noch vor der privaten Haftpflicht. Aber was steckt eigentlich drin und worauf sollte man beim Abschluss achten? Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten gibt Antworten.

Zwei Personen sitzen am Wohnzimmertisch.

Der Überbegriff Hausrat umfasst im Prinzip alle verrückbaren Gegenstände, die sich in einer Privatwohnung oder einem Wohnhaus befinden.


Zum Beispiel:

  • Möbel und andere Einrichtungsgegenstände
  • Küchengeräte
  • Freizeitgeräte
  • Arbeitsmittel
  • Kleidung

Merke:
Für bewegliche Gegenstände im Haus ist die Hausratversicherung zuständig.

Für Schäden am Haus und allem, was fest mit ihm verbunden ist, kommt nur eine Gebäudeversicherung auf.

Als Hausrat gilt auch alles, was Sie mit auf Reisen nehmen - das heißt auch ein Notebook, das aus einem aufgebrochenen Hotelzimmer gestohlen wurde, ist in der Regel ein Fall für die Hausratversicherung.

Anders sieht es bei einer Zweitwohnung aus. Soll der Versicherungsschutz auch hier gelten, muss mit einem Beitragsaufschlag gerechnet werden. Und: Meist können Wertgegenstände oder Bargeld nicht mitversichert werden.


Wann und wie viel wird von der Versicherung gezahlt?

Die Hausratversicherung greift bei:

  • Feuerschäden
  • Diebstahl / Raub
  • Sturmschäden (ab Windstärke acht)
  • Hagelschäden
  • Schäden durch ausgetretenes Leitungswasser

Eine Hausratversicherung ist eine Neuwertversicherung. Mit anderen Worten: Der Versicherer erstattet entweder die Reparaturkosten oder den Wiederbeschaffungspreis eines neuen, gleichwertigen Gegenstandes - unabhängig davon, wie alt der zu ersetzende Gegenstand war.

Außerdem werden Kosten für Aufräumarbeiten, Hotel (bei Unbewohnbarkeit der eigenen Wohnung, Achtung: Höhe der Erstattung hängt vom Vertrag ab), Maler oder Möbeleinlagerung übernommen.

Die Versicherung bezahlt allerdings nur, wenn Sie den Besitz der zu erstattenden Gegenstände zum Beispiel durch Kaufbelege, Fotos oder Videos nachweisen können.

Tipp: Bewahren Sie die im Versicherungsfall wichtigen Dokumente an einem sicheren Ort auf. Am besten außerhalb der Wohnung.


Wer besonders teure Wertsachen wie Antiquitäten, Teppiche oder Bargeld zuhause aufbewahrt, sollte sich bei seinem Versicherungsanbieter erkundigen, ob und in welchem Fall die Gegenstände optimal mitversichert sind. So kann es sein, dass wertvoller Goldschmuck nur dann komplett ersetzt wird, wenn er sicher - zum Beispiel in einem Tresor - untergebracht wurde.


Was muss extra versichert werden?

Sogenannte "Elementarschäden", die durch Überschwemmung, Erdbeben, Erdrutsch, Schneedruck oder gar einen Vulkanausbruch entstanden sind, sind über die reguläre Hausratversicherung nicht abgedeckt. Eine Elementarschadenversicherung kann als Ergänzung sehr sinnvoll sein - auch weil derartige Schäden immer häufiger auftreten.

Die Kosten für eine solche Versicherung hängen dabei auch von der Lage Ihrer Immobilie ab. Zur Einordnung berufen sich die Anbieter auf die sogenannten "ZÜRS-Zonen", nach denen sich Häuser und Wohnungen vier unterschiedlichen Gefährdungsklassen zuweisen lassen. In Risikogebieten muss mit hohen Aufschlägen gerechnet werden, im Extremfall bietet die Versicherung überhaupt keinen Vertrag an.

Wasserschäden, die zum Beispiel durch Wasserbetten oder Aquarien verursacht wurden, müssen meist ebenso zusätzlich versichert werden, wie Glasbruch bei sehr teuren Glasflächen. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Versicherungsanbieter!


Kosten

Bei der Berechnung der Beitragshöhe spielen eine wichtige Rolle:

  • Versicherungssumme: Entweder wird eine Pauschale pro Quadratmeter Fläche vereinbart, oder der tatsächliche Hausrat wird geschätzt. Die Versicherungssumme individuell zu berechnen ist besser, als die Pauschale anzunehmen - so vermeiden Sie eine Unter- oder Überversicherung.
  • Versicherungsbedingungen
  • Wohnort (Risikogebiet?)
  • Wohnumfeld (z.B. feuergefährliche Betriebe in der Nähe?)
  • Bauart
  • Nutzung der Immobilie

Euro-Geldscheine


Darauf sollten Sie achten

  • orientieren Sie sich bei der Bestandsaufnahme an Kaufbelegen, Katalogen und anderen Preislisten
  • schließen Sie einen Vertrag mit Unterversicherungsschutz ab
  • der Versicherer sollte im Kleingedruckten auf den "Einwand der groben Fahrlässigkeit" verzichten
  • passen Sie Ihre Versicherungssumme bei teuren Neuanschaffungen an

Hausratversicherung - muss das sein?

Eine Hausratversicherung ist in den meisten Fällen sinnvoll - aber kein Muss. Überlegen Sie sich, ob Sie im Notfall auf das Geld der Versicherung angewiesen wären, oder selbst genügend Rücklagen haben.


Im Studio:

Thorsten Rudnik

Bund der Versicherten


Letzte Änderung am: 16.12.2011, 23.15 Uhr

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