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Moderator Holger Wienpahl und Koch Vincent Klink

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Garten Rosen

aus der Sendung vom Freitag, 10.5.2013 | 11.05 Uhr | Das Erste

Rose 'Golden Gate'

Rosen haben unzähligen Arten, Klassen und Facetten. Edelrosen bereichern den Garten mit feinen Düften, prächtigen Farben, wachsen einzeln oder in Gruppen und haben meist einen aufrechten Wuchs, weshalb sie sich gut für den Vasenschnitt eignen. Strauchrosen sind vielseitig: ihre Farbpallette reicht von zartgelb, rosa, orange, bis dunkelrot. Sie haben einen buschigen Wuchs, der aber bis zu zwei Meter in die Höhe wachsen kann. Schön sind vor allem die starken Triebe, die einfache oder gefüllte Blütendolden ausbilden können. Kletterrosen ranken sich an Wänden und Rankhilfen empor, oft haben sie starke, dornige Triebe und erreichen eine Länge von bis zu sechs Metern. Ihr Farbspektrum reicht von weiß bis dunkelrot. Ihre Verwandten, die Ramblerrosen, bewachsen Rosenbögen, Lauben und Bäume. Sie haben weiche und biegsame Triebe. In der Regel blühen sie nur einmal im Jahr, im Frühsommer, dafür aber reich und über mehrere Wochen.

Rosenschnitt

Eine alte Weisheit besagt: "Wenn die Forsythien zu blühen beginnen, ist es Zeit für den Rosenschnitt." Da dieses Jahr die Natur etwas später aus dem Winterschlaf erwacht ist und nun alles gleichzeitig zu blühen scheint, können Rosen heuer ausnahmsweise noch bis Mitte Mai geschnitten werden. Eine scharfe Rosenschere ist ein absolutes Muss, damit die Triebe glatt und sauber abgeschnitten werden. Etwa fünf Millimeter oberhalb einer Knospe sollte der Schnitt erfolgen und dabei leicht schräg ansteigen, so kann das Regenwasser gut ablaufen. Die Wundfläche sollte so klein wie möglich sein. Schneiden Sie also lieber etwas zu gerade als zu schräg. Außerdem sollte der Schnitt so angesetzt werden, dass die oberste Knospe nach außen zeigt.
Da es für jede Rosenart unterschiedliche Schnittregeln gibt, sollte die Klasse und Wuchsform feststehen. Für alle gilt jedoch, dass beim "Frühjahrsschnitt" dünne und dürre Hölzer geschnitten werden. Das Grüne bliebt stehen.

Rosenkrankheiten - Pflanzenschutz

Rosenrost, Mehltau und Sternrußrost sind die häufigsten Rosenkrankheiten. Sie alle sind Pilzinfektionen und lassen sich mit der richtigen Standortwahl und gute Pflege minimieren. Für Rosen sind sonnige, luftige Bereiche im Garten mit lockerem, humusreichem Boden ideal. Die Pflanzen sollten ausgewogen mit Nährstoffen versorgt und in Trockenperioden rechtzeitig gewässert werden. Einen ausreichenden Abstand zwischen den Sträuchern ist ebenfalls wichtig, so können Krankheiten und Schädlinge nicht so leicht auf die benachbarten Pflanzen übergreifen und die Rosenblätter nach Regenschauern schnell wieder abtrocknen.

Rosenrost (Phragmidium mucronatum)
Er verursacht auf den Oberseiten der Rosenblätter meist zahlreiche, gelborange bis rostrote Flecken mit zum Teil dunklen Rändern. Bei starkem Befall gehen sie ineinander und bilden auf den Blattunterseiten längliche, aus der Blattoberfläche hervorstechende Sporenlager. Daraus entweichen erst gelbliche, später dunkle Sporen, die vom Wind verbreitet werden und auf andere Rosenblätter übergreifen können. Bei starkem Befall werfen die Rosen ihre Blätter ab. Rosenrost breitet sich vor allem bei Feuchtigkeit aus. Ihr Rosenbeet sollte daher vom Wind gut durchlüftet werden, Strauchrosen müssen regelmäßig ausgelichtet werden, damit die Kronen locker und luftig bleiben. Infiziertes Falllaub müssen Sie umgehend entfernen, denn die alten Blätter beherbergen die Wintersporen, über die im nächsten Jahr eine Neuinfektion erfolgen kann.

Mehltau
Sowohl der Echte als auch der Falsche Mehltau können an Rosen auftreten. Der Echte Mehltau ist aber wesentlich häufiger. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Schönwetterpilz, der sich vor allem bei schwül-warmem Wetter stark ausbreitet. Meist werden Rosen von Mehltau befallen, die "gut im Futter" stehen, da ihre weichen Blätter dem Pilzgeflecht kaum Widerstand bieten. Vor Juni ist nach derzeitigem Witterungsstand kaum mit einem Befall zu rechnen. Weißlicher, schimmelartiger Pilzbelag, der vor allem auf den Blattoberseiten auftritt, aber auch die Blütenstiele sowie die Knospen und Kelchblätter befällt, sind die typischen Symptome des Mehltaus. Meist ist ein etwas schwächerer Befall auf den Blattunterseiten. Das mit Mehltau befallene Laub sollten Sie übrigens nicht kompostieren, denn der Pilz bildet Dauersporen, die auch im nächsten Jahr noch aktiv sein können. Abhilfe können Stärkungsmittel wie Schachtelhalmbrühe oder schwefelhaltige Präparate schaffen. Stickstoffreiche Dünger sollten dagegen eher sparsam eingesetzt werden.

Sternenrußtau
Die häufigste Rosenkrankheit ist der Sternrußtau. Der Sternrußtau ist die häufigste Rosenkrankheit. Er tritt in Jahren mit kühler, feuchter Witterung besonders stark auf. Befallene Blätter haben unterschiedlich große und unregelmäßig geformte, grauschwarze Flecken mit strahlenförmig auslaufenden Rändern. Das Rosenblatt ist in der Umgebung der Flecken meist gelblich oder gelbrötlich verfärbt. Stark befallene Rosen werfen im Lauf des Sommers einen großen Teil ihres Laubs ab und können durch die Pilzkrankheit stark geschwächt werden. Bei den ersten Anzeichen eines Befalls sollten Sie Ihre Rosen mit einem geeigneten Pilzbekämpfungsmittel (Fungizid) in einem zeitlichen Abstand von jeweils sieben bis zehn Tagen behandeln. Entfernen Sie außerdem alle abgefallenen Blätter sorgfältig aus dem Beet. Von ihnen kann im nächsten Jahr eine erneute Infektion ausgehen, da der Pilz auf den Blättern am Boden überwintert. Waren Ihre Rosen bereits im Vorjahr befallen, sind beginnend mit dem Blattaustrieb vorbeugende Behandlungen empfehlenswert. Selbst hergestellte Kräuterpräparate wie Schachtelhalmbrühe, Beinwellbrühe und Knoblauchbrühe sind hierfür nützliche Helfer. Ab dem Blattaustrieb werden diese im Abstand von rund zwei Wochen mehrmals auf die Blätter gesprüht.

Buchtipps der Redaktion:

Buch

Titel der Reihe:
Alte Rosen für Gärten von heute
Autor:
Annie Lagueyrie-Kraps
Verlag:
Delius Klasing
Produktion:
2012
Genre:
Sachbuch
Preis:
29,90 Euro
Bestellnummer:
3-7688-3315-1

Buch

Titel der Reihe:
Rosen pflegen
Schritt für Schritt zum Rosenparadies.
Autor:
Silke Kluth
Verlag:
Gräfe & Unzer Verlag
Produktion:
2013
Genre:
Sachbuch
Preis:
9,99 Euro
Bestellnummer:
3-8338-3458-7

Buch

Titel der Reihe:
Ein Garten voller Rosen
klassisch, ländlich, naturnah und modern gestalten
Autor:
Bettina Rehm-Wolters
Verlag:
Ulmer Verlag
Produktion:
2011
Genre:
Sachbuch
Preis:
24,90 Euro
Bestellnummer:
3-8001-5896-5

Buch

Titel der Reihe:
Rosen schneiden
Schnitt für Schnitt
Autor:
Heiko Hübscher
Verlag:
Ulmer Verlag
Produktion:
2012
Genre:
Sachbuch
Preis:
9,90 Euro
Bestellnummer:
3-8001-7542-8

Experte im Studio:

Heiko Hübscher

Gärtnermeister

Letzte Änderung am: 06.05.2013, 16.59 Uhr