Unsere neue SerieStadt Land Kind

Einmal in der Wochen geben wir Ihnen einen ganz persönlichen Einblick in das Familienleben unserer Stadt- und Landfamilie. Egal ob klassische Familienform, Patchwork-Familie oder allein erziehend, Eltern haben immer mit Erziehungsfragen und Alltagsorganisation zu kämpfen.

Land und doch nicht Land Familie Ramsl, bei Prien am Chiemsee

Maria (45) und Robert Ramsl (41) sind nur bedingt typisch bayerische Landbewohner. Ihre Kinder Alexander (6) und Ludwig (3) stecken schon mal in der Lederhose, gehen aber auch in den Waldorfkindergarten. Seit 14 Jahren sind Maria und Robert ein Paar, aber erst seit drei Jahren verheiratet. Maria hat keinen Hof, sondern ein Schuhgeschäft, mit dem sie Mailand, Paris und London ins Dorf bringen will.

Robert arbeitet bei einem Felgenhersteller. Weil dort noch bis Februar Kurzarbeit gilt, hat er Zeit für große Pläne: Den Verkauf von Weihnachtsbäumen, die er hinter dem Haus gepflanzt hat, Klettertouren in den nahen Bergen. Endlich den alten Bulldozer wieder zusammenbauen, den er einst so erfolgreich zerlegt hat. Ihren Alltag bewältigen die Ramsls mit Humor und pragmatischem Chaos-Management. Eine ländliche Struktur ist auch bei den Ramsls voll intakt: Die Großeltern sind nah, und sie springen ein, wann immer es sein muss. Den Kindern macht das Spaß, denn der Großvater betreibt eine Mühle – und das ganze Umland kommt zum Mahlen.

Rund um die Uhr im Einsatz: Familie Maslaton, München

Nicole Maslaton hat in den nächsten Monaten Großes vor: Sie möchte gemeinsam mit Kollegen einen Veranstaltungsraum eröffnen. Kein leichtes Unterfangen, denn Nicole Maslaton ist als allein erziehende Mutter von drei Kindern dauernd gefordert. Lea (12), Noah (9) und Ezra (4) haben viele Hobbys, und so ist die Mutter nicht nur Veranstaltungsmanagerin, sondern auch "Mama-Taxi": Regelmäßig fährt sie die Kinder zum Fußball, Tennis und Reiten.

Nicole Maslaton hat sich vor nicht langer Zeit von ihrem Mann getrennt – eine Umstellung für die junge Familie: weniger Geld, eine kleinere Wohnung. Dennoch: "Ich fühle mich erleichtert" sagt Nicole.

Wie in vielen Patchwork-Familien füllen andere die Lücken. "Ohne meine Freunde wäre selbst die Trennung gar nicht möglich gewesen." Zwei mal die Woche geht Nicole mit ihren Freundinnen aus. Zu großen Festen nimmt sie die Kinder einfach mit. "Eine Mutter darf nicht nur funktionieren, sie muss auch Freude am Leben haben. Das tut dann auch der Familie gut." Für die Zukunft wünscht sie sich eine "neue" Nicole: selbständig und unabhängig.

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Letzte Änderung am: 21.12.2009, 16.43 Uhr

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