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Traubenrückstände können das Klima schützen. Das haben australische Forscher herausgefunden. Sie fütterten Kühe mit dem Trester und haben überraschende Entdeckungen gemacht. Von Werner Eckert:
Peter Moate hat seinen Versuchstieren schon so ziemlich alles verfüttert: Von Baumwollsamen bis Akazienmehl. Immer auf der Suche nach einem Katalysator für Kühe.
Eine Milchkuh ist für das Klima etwa so belastend wie ein großes Auto, sagt der Wissenschaftler. Er arbeitet an einem staatlichen Forschungszentrum im Bundesstaat Victoria. Dem Milchviehzentrum Australiens. Weltweit stammen 2o Prozent des Methans aus Kuhmägen. Methan ist das Klimagas Nummer 2 – hinter Co2. Moate wusste, dass fettreicher Baumwollsamen und Gerbstoffe aus Akazien da eine Wirkung haben.
Deshalb sind wir drauf gekommen, dass Traubentrester, der sowohl Fett wie auch Gerbstoffe enthält, ein gutes Futter gegen den Klimawandel sein könnte.
5 Kilo am Tag hat er seinen Kühen mehr als einen Monat lang zugefüttert. Das Ergebnis – im Vergleich zu einer normal weiter gefütterten Gruppe:
Wir konnten den Treibhausgasausstoß um 20 Prozent verringern. Das ist schon ein bedeutender Effekt.
Aber: es ist nicht der einzige! Kühe sind mit ihren vier Mägen in der Lage ziemlich viele Stoffe zu verdauen. Aber das, was sie essen, schlägt auch stark auf die Milch, die sie produzieren durch. Deshalb verbieten Molkereien ihren Lieferanten auch schon mal bestimmte Futtermittel. Der Trester im Trog hatte aber einen deutlich positiven Effekt:
Wir hatten das überraschende Ergebnis, dass die Milch viel mehr einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren hatte. Das sind die „gesunden“ Fette. Der Gehalt an Linolensäure zum Beispiel hat sich versechsfacht. Wir haben da eine sehr gesunde Milch erzeugt.

Der nach dem Pressen von Weintrauben verbliebene Rückstand (Trester) lässt sich dem Kuhfutter beimischen
Die Erkenntnisse aus Victoria dürften auch deutsche Wissenschaftler animieren. Traubentrester gibt’s es nämlich auch bei uns genug. Rund eine halbe Mio. Tonnen im Jahr werden überwiegend wieder als Dünger in die Weinberge gefahren.
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schreibt am 7. Februar 2012 12:50 :