Wenn eine Krankheit nur durch ein einzelnes defektes Gen verursacht wird, sollte es eigentlich möglich sein, diese Krankheit zu heilen, in dem man dieses defekte Gen durch ein intaktes ersetzt. Doch was so simpel und einleuchtend klingt, ist in der Praxis extrem schwierig. Das beginnt schon damit, wie man Reparaturgene in Zellen einschleust. Bislang geschieht dies mit harmlosen Viren als Genfähren oder Gentaxis. Viren schleusen ja auch ihr eigenes Erbgut in die Zelle ein und programmieren die Zellen damit um. Das funktioniert im Prinzip ganz gut, hat aber u. a. einen gravierenden Schönheitsfehler. Wo das Reparaturgen schließlich landet und eingebaut wird, ist purer Zufall. Und wenn man Pech hat, bleibt das Gen nicht nur funktionslos, sondern es kann sogar gravierende Schäden anrichten bis hin zu Krebs. Amerikanische Wissenschaftler haben nun aber erstmals eine ziemlich ausgebuffte Methode erfolgreich eingesetzt, die diese Gefahr vermeidet, wenn auch nur im Tierversuch. Klaus Herbst hat nachgefragt.





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