. . Ein Projekt vom SWR2

Drohnen und Smartphones in der Landwirtschaft – Bilderkennung per Computer kann Umweltschäden vermeiden.

16.05.2015, von

Schon vor vielen Jahren haben findige Tüftler darüber nachgedacht, wie man mit High-Tech die Landwirtschaft umweltverträglicher machen könnte. Im Rahmen eines Ideenwettbewerbs für das europäische Satellitennavigationssystem Galileo wurde z. B. vorgeschlagen, die zentimetergenauen Positionsdaten, die dieses System einmal liefern soll, eben dafür zu nutzen. Rollende Roboter sollten sich exakt jene Stellen merken, wo sie Saatgut ausgebracht haben. Um bei einer späteren Fahrt über den Acker alles mechanisch zu entfernen, was etwas daneben sprießt. Denn dabei kann es sich ja dann nur um Unkraut handeln. So die pfiffige Idee. Bis heute müssen derlei Geschäftsmodelle leider in den Schubladen verstauben, weil das europäische Satellitennavigationssystem Galileo einfach nicht in die Gänge kommt. Und so tüfteln andere an alternativen Methoden, die auf bereits verfügbarer Technik aufbauen. Michael Engel hat sich zwei Beispiele vorführen lassen.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Verwirrende Vielfalt an Bachelor-Studiengängen – Erstsemester müssen aus 3000 Angeboten auswählen.

16.05.2015, von

Was taugt ein Bachelor-Abschluss? Darüber ist in den letzten Wochen wieder viel geschrieben und diskutiert worden und die Bewertungen sind höchst unterschiedlich. Der deutsche Industrie- und Handelskammertag behauptet, mehr als die Hälfte aller Unternehmen sei mit den Bachelorabsolventen unzufrieden.
Hingegen kommt eine Studie des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft zu dem Schluss, das Bachelor- und Master-Absolventen annähernd gleiche Karrierechancen haben.
Vielleicht liegt diese unterschiedliche Wahrnehmung ja auch mit daran, dass man einer Bewerberin oder einem Bewerber heute nicht mehr ansehen kann, was in ihr oder in ihm steckt, wenn Bachelor draufsteht. Die Personalauswahl wird zur Lotterie. Aber daran sind nicht die Bachelorstudierenden schuld, sondern zu einem großen Teil die Hochschulen, die in den letzten 15 Jahren eine geradezu absurde Vielfalt an Studiengängen geschaffen haben. Das zeigt z. B. eine Analyse von Dr. Marco Schröder von der Universität Augsburg.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Biomarker zeigen Strahlenschäden an – Ein neuer Test für die Betroffenen von Reaktorkatastrophen.

16.05.2015, von

Wenn ein Kernkraftwerk havariert, dann sind in kurzer Zeit sehr viele Menschen einer erhöhten Strahlenbelastung ausgesetzt. Aber eben in ganz unterschiedlichem Ausmaß. Und mit den heute üblichen Methoden ist es fast unmöglich, festzustellen, wer eine noch ungefährliche Dosis abbekommen hat und wer so stark verstrahlt wurde, dass er auf längere Sicht wahrscheinlich schwere Gesundheits-Schäden wie Krebs davon tragen wird. Selbst Strahlenbelastungen, die binnen Wochen zum Tode führen, sind nicht sofort zu erkennen oder allenfalls mit aufwändigen Labormethoden. Forscher in den USA haben nun aber offenbar einen Weg gefunden, die effektive Dosis über einfache Moleküle im Blut zu bestimmen, so dass man schwer Betroffenen möglichst rasch helfen kann. Klaus Herbst hat nachgefragt.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Personalisierte Medizin auch für Diabetiker – Zuckerkranke reagieren unterschiedlich auf Medikamente und Sport.

16.05.2015, von

Die sogenannte “Personalisierte Medizin” ist ein Megatrend.
Seit gut 20 Jahren beherrscht sie die medizinische Forschung und zunehmend findet sie auch Eingang in den ärztlichen Alltag. Begonnen hat diese “Medizin nach Maß” bei der Behandlung von Krebspatienten. Denn schon früh hat man erkannt, dass Tumore, die äußerlich völlig gleich aussehen, ganz verschiedene genetische Ursachen haben können und deshalb auch unterschiedlich angegangen werden müssen. Und mittlerweile greift diese Sichtweise auf immer mehr Bereiche über. Auch Herz-Kreislauf-Leiden beispielsweise werden heute oft individuell betrachtet und ebenso die Zuckerkrankheit oder besser die Zuckerkrankheiten.
In Berlin tagt seit Mittwoch die Deutsche Diabetesgesellschaft – und auch dort ist die personalisierte Medizin ein zentrales Thema. Ulrike Till hat darüber mit Professor Norbert Stefan gesprochen. Er ist der Präsident dieses Kongresses.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Neustart der “Urknall-Maschine” mit doppelter Leistung – Am LHC will man endlich Licht in die Dunkle Materie bringen.

09.05.2015, von

Zwei Jahre lang ist die größte Elementarteilchenschleuder der Welt generalüberholt worden.  Seit rund einem Monat ist der Large Hadron Collider LHC am Europäischen Kernforschungszentrum CERN bei Genf wieder in Betrieb und in dieser Woche sind dort nun auch erstmals wieder Protonen aufeinander geprallt, die Kerne von Wasserstoffatomen. Künftig soll der LHC mit glatt der doppelten Leistung betrieben werden wie bisher. Aber bis es soweit ist, müssen sich die Physiker noch ein bisschen gedulden. Denn das Hochfahren dieser gigantischen Maschine geschieht sehr vorsichtig. Schließlich sind da gewaltige Energien im Spiel.
Frage an unseren Astro-und Teilchenphysik-Experten Dirk Lorenzen:
Was geschieht gerade am LHC und wann können die physikalischen Experimente tatsächlich wieder beginnen?

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Mehr als Regeln gegen Fälscher und Plagiatoren – Wissenschaftsrat will eine “Haltung der Integrität” fördern.

09.05.2015, von

Gefälschte Daten in wissenschaftlichen Studien und abgekupferte Doktorarbeiten prominenter Politiker haben in den vergangenen Jahren dem Ansehen  der Wissenschaft hierzulande massiv geschadet.  Um verloren gegangenes Vertrauen wieder zu gewinnen, hat  vor allem die Deutsche Forschungsgemeinschaft als wichtigster Drittmittelgeber schon vor längerem strengere Regeln für eine gute wissenschaftliche Praxis aufgestellt und ein Ombudsgremium installiert, das Verdachtsfällen nachgehen soll. Ob diese Maßnahmen auch im Alltag der Universitäten angekommen sind, wollte nun der Wissenschaftsrat herausfinden und hat dazu eine bundesweite Umfrage veranlasst.
Das Ergebnis ist – gelinde gesagt – ernüchternd.  Anja Braun hat darüber mit Professor Manfred Prenzel gesprochen. Er ist der Vorsitzende des Wissenschaftsrates.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Masern-Impfungen schützen nicht nur vor Masern – Sie verhindern auch einen Gedächtnisverlust des Immunsystems.

09.05.2015, von

Impfkampagnen gegen Masern gibt es weltweit seit den 1960er Jahren. Und schon früh hat man beobachtet, dass diese Impfungen nicht nur vor Masern schützen, sondern dass sie auch die Kindersterblichkeit insgesamt  enorm verringern, teilweise um mehr als 50%. Warum das so ist, darüber konnte man freilich nur spekulieren. Und eine naheliegende Erklärung lautete: Masernimpfungen regen halt das gesamte Immunsystem auf eine unspezifische Weise zusätzlich an und schützen so vor weiteren lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten. Klingt einleuchtend, muss deshalb aber noch lange nicht richtig sein. Oder vielleicht ist es auch nur die halbe Wahrheit. Wissenschaftler in den USA sind deshalb noch einer anderen Hypothese nachgegangen. Wenn jemand an Masern erkrankt, so ihre Vermutung, dann richten die Masern-Viren einen zusätzlichen Gesundheitsschaden an, der zunächst gar nicht bemerkt wird. Sie löschen die Erinnerungen des Immunsystems an andere Krankheitserreger, mit denen ein Mensch bereits in Berührung gekommen ist. Und damit geht auch der  bereits erworbene Schutz vor diesen anderen Infektionskrankheiten wieder verloren. Mit oft fatalen Folgen. Klaus Herbst hat nachgefragt.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Schwarzer Hautkrebs – nicht nur unter der Lupe – Ein Ganzkörper-Scanner soll die Früherkennung verbessern.

09.05.2015, von

Das Melanom ist die mit Abstand gefährlichste Form von Hautkrebs, weil Melanome schon in relativ frühen Stadien Metastasen bilden. Und dann ist diesem sogenannten schwarzen Hautkrebs oft kaum noch beizukommen. Früherkennung ist hier also besonders wichtig, aber – gerade bei Risiko-Patienten – oft auch besonders schwierig. Denn wenn jemand Hunderte von Muttermalen hat, verlieren auch erfahrene Hautärzte mit ihrer klassischen Leuchtlupe schnell den Überblick.  An der Dermatologischen Universitätsklinik Magdeburg kommt deshalb seit kurzem der erste Ganzkörperscanner für die Haut zum Einsatz. Ulrike Till stellt die neue Diagnosetechnik vor.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Messe-Rundgang real und virtuell – Was “Social commerce” Ausstellern und Besuchern bringen kann.

02.05.2015, von

Das Smartphone ist für professionelle Messebesucher längst zu einem unentbehrlichen Kompass geworden. Jede große Messe bietet mindestens eine spezielle App an, also ein kleines Programm, mit dem man bequem all jene Informationen abrufen kann, die man früher in dicken schweren Katalogen mit sich herumschleppen musste. Und natürlich dient eine Messe-App auch als Navi, wenn man gezielt die Stände einzelner Aussteller aufsuchen möchte. Aber die meisten Apps bleiben derzeit noch weit hinter dem zurück, was man mit der heutigen Technik und einer intelligenten Vernetzung bereits verfügbarer Dienste erreichen könnte.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Was wird aus der Exzellenz-Initiative? – Zehn Vorschläge des Centrums für Hochschulentwicklung.

02.05.2015, von

Knapp zehn Jahre ist es her, dass mit der sogenannten Exzellenz-Initiative ein großer nationaler Wettbewerb unter den Universitäten hierzulande gestartet worden ist – um zusätzliche Forschungsgelder einerseits und um den – allerdings inoffiziellen – Ehren-Titel „Elite-Uni“ andererseits. Damit wollte man die Hochschulen anspornen, ihre Profile zu schärfen, ihre jeweiligen Stärken gezielt weiterzuentwickeln und vor allem auch nach außen deutlich sichtbar zu machen. Leuchttürme der Wissenschaft sollten entstehen, die international wahrgenommen werden. Und das ist ganz gut gelungen. Aber 2017 läuft dieser Wettbewerb aus und es stellt sich die Frage, wie soll es danach weitergehen? Klar ist bislang nur, es soll weitergehen und es gibt dafür auch künftig einen Batzen Geld. Vier Milliarden Euro für die nächsten zehn Jahre sind im Jackpot. Aber wie lässt sich damit möglichst viel bewegen? Die Diskussion darüber ist schon in vollem Gang und nun hat sich auch das Centrum für Hochschulentwicklung mit 10 Thesen zu Wort gemeldet. Was sich die Hochschulforscher in Gütersloh wünschen, darüber hat Anja Braun mit Professor Frank Ziegele gesprochen. Er ist Geschäftsführer am CHE.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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