Das neue Riesenteleskop auf Teneriffa
Die Astronomen müssen nicht Milliarden Lichtjahre weit hinaus in den Weltraum blicken, um rätselhafte Objekt zu beobachten. Das geht auch ganz nah: Die Sonne, der uns mit Abstand nächste Stern, schickt uns zwar Tag für Tag zuverlässig Licht und Wärme – aber der Stern von nebenan gibt den Forschern noch immer viele Rätsel auf. Jetzt soll das neue Gregor-Teleskop den Forschern auf die Sprünge helfen. In dieser Woche ist Europas größtes Instrument dieser Art eingeweiht worden. Dirk Lorenzen berichtet: „Das neue Riesenteleskop auf Teneriffa“ weiterlesen →
Reis im Hochhaus
Medien
Ein Hochhaus. 30 Etagen strecken sich Richtung Himmel. – Doch drinnen leben keine Menschen, sondern Reis sozusagen. Der wird nämlich in diesem Hochhaus angebaut. Landwirtschaft gen Himmel also, Skyfarming heißt diese Idee dann auch folgerichtig. Noch gibt es das nicht. Aber ein Forschungsprojekt der Universität Hohenheim in Stuttgart beschäftigt sich damit. Aus gutem Grund: Immer mehr Menschen haben zunehmend weniger Ackerfläche für Lebensmittel zur Verfügung. Die Hohenheimer haben sich deshalb auf ein Grundnahrungsmittel spezialisiert: Reis, um mit Skyfarming zukünftig möglichst viele Menschen ernähren zu können. Heute (11 Uhr) haben die Forscher ihr Modell-Hochhaus präsentiert. Sabine Schütze hat sich erklären lassen, wie dieses Gewächshochhaus aussehen soll und welche Vorteile es hat: „Reis im Hochhaus“ weiterlesen →
Trinkwasser aus Babywindeln
Babywindeln sind erstaunlich saugfähig. Da passt jede Menge Flüssiges rein. Der Geheimnis vom Aufsaug-Effekt bei Einmal-Windeln liegt in den Polymeren. Der künstlich hergestellte, makromolekulare Stoff, der in die Windelfasern eingelassen ist, kann aufquillen und Wasser binden. Am Karlsruher Institut für Technologie sind nun ein Professor und sein Doktorand auf die Idee gekommen, mittels Polymer salzhaltiges Meerwasser zu filtern. Vielleicht lässt sich auf diese Weise in Zukunft kostengünstig Trinkwasser gewinnen? Sven Scherz hat die beiden Forscher getroffen: „Trinkwasser aus Babywindeln“ weiterlesen →
Null Bock auf die Arbeit als Arzt? – Eine Studie widerlegt Vorurteile und Propaganda.
Fast jeder zweite Medizinstudent erwägt, nach dem Studium nicht Arzt zu werden. Dieses Ergebnis einer Umfrage unter 20.000 Studierenden hat die Ärzteorganisation Hartmannbund erst vor knapp zwei Wochen verbreitet. Das sei “bei einem so beliebten Studiengang wie der Humanmedizin ein Armutszeugnis für all jene, die für die Rahmenbedingungen der ärztlichen Ausbildung und Berufsausübung verantwortlich sind.” Sagte ein Vertreter des Hartmann-Bunds. Solche und ähnliche Klagen gibt es schon seit Jahren von Seiten der Ärztelobby. Aber die Realität sieht offenbar deutlich anders aus. Das belegt der Medizinreport 2012, eine Studie der Hochschulinformationssystem GmbH, kurz HIS. Und dafür wurden nicht Medizinstudenten nach ihren Absichten befragt, sondern die HIS-Forscher haben sich angeschaut, was fertige Mediziner nach ihrem Studium tatsächlich machen. Das ist eindeutig eine verlässlichere Datenbasis, und so entlarven diese Ergebnisse viele Alarmmeldungen als pure Propaganda. Anja Braun hat darüber mit Gregor Fabian gesprochen, der an der HIS-Studie beteiligt war.
Reparatur am Wächter des Erbguts – Ein überraschender Erfolg im Kampf gegen Krebs.
Anno 1993 hat die amerikanische Wissenschaftszeitschrift science ein Eiweiß zum Molekül des Jahres ernannt, das Protein 53 oder kurz p53. Denn dieses Eiweiß hat für unsere Gesundheit eine überragende Bedeutung. Es passt sozusagen auf, ob in unseren Körperzellen das Erbgut irgendwie verändert worden ist. Durch UV-Strahlen, Viren oder irgendwelche anderen Einflüsse. Ist das der Fall, dann stoppt p53 die Teilung der betroffenen Zelle und setzt Reparaturmechanismen in Gang. Und wenn eine Reparatur nicht möglich ist, sorgt es dafür, dass die Zelle sicherheitshalber Selbstmord begeht, bevor weitere schadhafte Zellen entstehen. So verhindert p53 u. a. das Entstehen von Krebs. Nun kann es aber auch passieren, dass dieses p53 selbst fehlerhaft ist, weil das Gen mit seinem Bauplan beschädigt wurde. Und dann wird es gefährlich. Deshalb suchen Krebsforscher seit langem nach Möglichkeiten, genau an dieser Stelle einzugreifen und diesen körpereigenen Schutzmechanismus wieder in Ordnung zu bringen. Und da sind amerikanische Wissenschaftler nun offenbar einen wesentlichen Schritt weiter gekommen. Klaus Herbst hat mit ihnen gesprochen.
Feinstaub und Diabetes – Wie Luftschadstoffe auf den Stoffwechsel wirken.
Rund acht Millionen Deutsche leiden an Diabetes. Und jedes Jahr wird die Krankheit bei 270.000 Bundesbürgern erstmals erkannt. Nach wie vor gelten ein ungesunder Lebensstil, vor allem Übergewicht und Bewegungsmangel, als Hauptursache dafür, dass der sogenannte Altersdiabetes Typ 2 stetig zunimmt. Doch möglicherweise spielen auch Umweltfaktoren eine größere Rolle als bisher vermutet. Dass bestimmte Pestizide und verschiedene andere Chemikalien das Diabetesrisiko erhöhen, weiß man schon länger – nun mehren sich die Hinweise darauf, dass auch Feinstaub den Insulinhaushalt stören kann. Bei der Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft, die heute in Stuttgart zu Ende geht, war das ein zentrales Thema.
Wissenschaftler entdecken faszinierende Bakterien
Immer wieder staunen Wissenschaftler darüber, wie anpassungsfähig Lebewesen sein können. Ob in der Antarktis, in den trockensten Wüsten – all diese Lebensräume hat man früher für tot gehalten, bis man feststellte: Selbst in diesen unwirtlichen Gegenden gibt es Leben. Gerade auch das Leben in der Tiefsee hat Wissenschaftler immer wieder erstaunt. Und dort haben sie jetzt erneut ganz besondere Lebensformen entdeckt, die sich noch einmal von allen bisher bekannten unterscheidet. Von Gabor Paal: „Wissenschaftler entdecken faszinierende Bakterien“ weiterlesen →
Warum Härte in Verhandlungen Erfolg verspricht
Wenn man von vorneherein wüsste, mit welcher Verhandlungsstrategie man am besten beim Autokauf oder bei der Gehaltsverhandlung beim Chef auftritt, dann könnte man hier wirklich Einiges herausholen. Doch auch die Verhandlung mit der Partnerin um den Ferienort oder den umstrittenen Kauf einer Spielkonsole könnte man dann so zu seinen Gunsten entscheiden. Starthilfe gibt hier eine Studie von Wissenschaftlern der Leuphana Universität Lüneburg und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster . Sie untersuchen den Erfolg unterschiedlicher Verhandlungsweisen. Anja Braun berichtet: „Warum Härte in Verhandlungen Erfolg verspricht“ weiterlesen →
Studie über Lebenseinschätzungen im Alter
Die Überzeugung, alles im Leben im Griff zu haben, ist bei den Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt. Manche fühlen sich dem Schicksal ausgeliefert, während andere das Gefühl haben, alles unter Kontrolle zu haben und auch Einfluss nehmen zu können. Ein Team von Psychologen der Universitäten Münster, Mainz und Leipzig hat nun erforscht, wovon das abhängt. Anja Braun mit Einzelheiten: „Studie über Lebenseinschätzungen im Alter“ weiterlesen →
Die Störche sind wieder da
Am Bodensee und seinem Hinterland kann man sie schon überall fliegen sehen – am Hochrhein, am südlichen Oberrhein – da sitzen sie stolz in ihren Nestern, die Störche, mit ihren roten Schnäbeln kann man sie schon von weitem erkennen. Gefühlt sind es schon viel mehr geworden, als noch vor zwanzig Jahren, als man sich richtig Sorgen machen musste, weil bei den Storchzählungen immer weniger gezählt wurden. Heute ist in Hamburg sogar eine Storchen-Presse- und Fototermin: “Rolf und Maria zeigen ihre Jungen” – also alles wieder heile Storchenwelt? Nicht ganz. Von Alice Thiel-Sonnen: „Die Störche sind wieder da“ weiterlesen →








Letzte Kommentare