. . Ein Projekt vom SWR2

Das fliegende Infrarot-Teleskop SOFIA – Wissenschaftler hoffen auf den weiteren Betrieb.

06.09.2014, von

Der Faschingsdienstag 2014 war für einige Weltraumforscher hierzulande gar nicht lustig. Denn an diesem Tag hat die NASA ihren Budget-Plan für die nächsten Jahre vorgestellt. Und darin war für SOFIA fast kein Geld mehr vorgesehen. Jedenfalls nicht genug, um dieses fliegende Infrarot-Teleskop an Bord einer umgebauten Boeing 747 weiter zu betreiben. An SOFIA sind neben der NASA auch Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt sowie der Universität Stuttgart beteiligt. Und die haben natürlich zunächst mal lange Gesichter gemacht. Darüber haben wir hier in SWR2 CAMPUS berichtet. Doch nun kommen ermutigende Signale aus dem US-Kongress über den großen Teich. Und die sorgen für Erleichterung in Stuttgart, in Köln und auch in Hamburg, wo die Maschine derzeit gewartet wird. Dirk Lorenzen hat diese Gelegenheit genutzt um sich nach dem aktuellen Stand der Dinge zu erkundigen.

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Hepatitis E – Müssen Blutprodukte auf den Erreger getestet werden?

06.09.2014, von

Hepatitis E galt vor zehn Jahren noch als eine exotische Krankheit, die man sich allenfalls als Tourist in fernen Ländern einfangen konnte. Aber mittlerweile sind die Viren auch bei uns recht verbreitet. Wenn z. B. das Hackfleisch oder die Schweineleber nicht durchgegart sind, besteht ein gewisses Risiko, sich damit zu infizieren. Zum Glück ist das meist nicht schlimm. Die Krankheit verläuft i. d. R. glimpflich. Gefährlich werden kann es aber, wenn eine Immunschwäche vorliegt. Bei Organtransplantierten zum Beispiel, die das Virus sogar bei der Operation abbekommen können, denn Blutkonserven werden in Deutschland bislang noch nicht auf Hepatitis E getestet. Aber genau das ändert sich vielleicht schon bald. Ein Beitrag von Michael Engel.

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Schutz für Spenderlungen – Hirnverletzungen gefährden die wertvollen Organe.

06.09.2014, von

Viele Patienten, die ein Ersatzorgan benötigen, müssen sterben, weil nicht genügend Herzen, Nieren oder Lebern zur Verfügung stehen. Noch immer sind viel zu wenige Menschen bereit, im Fall des eigenen Ablebens ihre Organe zu spenden. Aber der Mangel hat zuweilen auch andere Gründe. Wenn z. B. Menschen durch einen Unfall eine tödliche Schädelverletzung erleiden, die Lungen aber unversehrt bleiben, dann können diese Lungen oft trotzdem nicht verpflanzt werden, weil die Schädelverletzung die Lungen noch nachträglich schädigt oder gar zerstört. Wie das im Einzelnen vor sich geht und vor allem wie man es verhindern kann, das haben nun Wissenschaftler in den USA herausgefunden. Klaus Herbst hat sich diese – auf den ersten Blick erstaunlichen – Zusammenhänge erläutern lassen.

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Impfung gegen Hirntumore? – Eine Immuntherapie soll Gliome in Schach halten.

06.09.2014, von

Im Kampf gegen Krebs setzen Wissenschaftler weltweit derzeit große Hoffnungen auf sogenannte Immuntherapien. Dahinter verbergen sich ganz unterschiedliche Strategien und Verfahren. Aber allen gemeinsam ist, dass die körpereigene Abwehr dabei die Hauptrolle spielen soll. Beim schwarzen Hautkrebs ist solch eine Immuntherapie schon in der klinischen Praxis angekommen. Und auch bei einigen anderen Tumorarten gibt es bereits Pilotstudien mit vielversprechenden Ergebnissen. So haben Krebsforscher in Heidelberg nun an Mäusen erfolgreich eine Impfung gegen Gliome getestet. Eine therapeutische Impfung um genau zu sein. Denn sie soll diese spezielle Form von Hirntumoren nicht verhindern, sondern bekämpfen. Ulrike Till stellt die Ergebnisse vor:

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Minimal-invasive Präzisions-Chirurgie – Ein hochflexibler Operationsroboter soll dabei helfen.

30.08.2014, von

Wenn von Operationsrobotern die Rede ist, gruselt es viele Menschen, weil sie fürchten, im Ernstfall von einem gefühllosen Automaten behandelt zu werden. Aber die sogenannten Roboter sind meist gar keine. Es handelt sich vielmehr um Manipulatoren, die in Echtzeit von Chirurgen aus Fleisch und Blut ferngesteuert werden. Präzisere Schnitte, weniger Schmerzen und kürzere Liegezeiten versprechen die Hersteller dieser Maschinen. Aber viele Fachleute sehen das eher skeptisch. Bei großen Eingriffen, wie dem Ersatz eines Hüftgelenks, sind die Vorteile durchaus umstritten. Bei sehr heiklen Operationen, wie in der Gehirnchirurgie können solche Manipulatoren aber sehr hilfreich sein. Am Mechatronik-Zentrum der Universität Hannover entwickeln Wissenschaftler derzeit so ein High-Tech-Gerät zur Serienreife. Sein Herzstück ist ein millimeterdünnes Tentakel aus Titan, das fast so beweglich erscheint wie der Arm eines Kraken. Schon in wenigen Jahren könnte es dabei helfen, Blutgerinnsel nach einem Schlaganfall aus dem Gehirn zu entfernen. Michael Engel hat die Tüftler besucht.

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Private Hochschulen in Deutschland – Teuer aber doch sehr gefragt.

30.08.2014, von

Private Hochschulen erfreuen sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Gemessen an ihrer Zahl haben sie bereits einen beträchtlichen Anteil erreicht: Von den rund 430 Hochschulen in Deutschland befindet sich jede vierte in privater Trägerschaft, also 25 %. Allerdings machen ihre insgesamt 140.000 Studierenden nur 6 % aller Nachwuchsakademiker hierzulande aus. Mit anderen Worten: Privathochschulen sind i. d. R. klein, und sie sind meist auch nicht gerade billig. Warum sie dennoch so viel Anklang finden, darüber hat Anja Braun mit Dr. Volker Meyer-Guckel gesprochen. Er ist der stellvertretende Generalsekretär des Stifterverbands für die deutsche Wissenschaft.

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Mit flüssigen Salzen gegen hartnäckige Geschwüre – Wie Antibiotika Schleimschichten durchdringen können.

30.08.2014, von

Wenn man benutztes Geschirr nur grob unterm Wasserhahn abspült und dann eine Weile stehen lässt, dann kann man auf der Wasseroberfläche und an den benetzten Innenseiten schon nach wenigen Stunden eine matte, schmierige Schicht beobachten. Wissenschaftler nennen diese Schicht einen Biofilm, weil sie überwiegend aus Bakterien, Pilzen und Algen besteht und aus einem Schleim, den diese Mikroorganismen absondern. Vom Geschirr lassen sich solche Biofilme leicht mit einem Schwämmchen oder einer Bürste entfernen. Aber leider können sich Biofilme gelegentlich auch in unserem Körper bilden, z. B. in der Haut. Und dann hat man ein ernsthaftes Problem. Denn dann ist den Bakterien und Pilzen darin mit Medikamenten kaum mehr beizukommen. Und es können schlimme Geschwüre entstehen.

Amerikanische Wissenschaftler haben nun aber doch einen Weg gefunden, um solche Biofilme aufzulösen. Klaus Herbst hat nachgefragt.

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Elektroden im Kopf lindern schwere Depressionen – Die Tiefe Hirnstimulation zeigt verblüffende Wirkungen.

30.08.2014, von

Depressionen sind weltweit die häufigste psychische Erkrankung: jeder fünfte Mensch macht im Laufe seines Lebens mindestens eine depressive Episode durch. Medikamente und Psychotherapie können den meisten Betroffenen helfen. Jedoch bei zwanzig Prozent der Patienten mit wiederkehrenden Depressionen wirkt keine der gängigen Therapien. Als letzten Ausweg haben Ärzte deshalb in den vergangenen Jahren einige dieser scheinbar hoffnungslosen Fälle mit der sogenannten Tiefen Hirnstimulation behandelt – mit geradezu verblüffendem Erfolg. Ulrike Till hat darüber mit dem Bonner Psychiater Professor Thomas Schläpfer gesprochen.

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Online-Seiten merken sich ihre Besucher – Auch Computer hinterlassen “Fingerabdrücke”.

23.08.2014, von

Wer in einem Onlineshop einkauft, ist dort natürlich mit allen relevanten Daten registriert. Name, Anschrift, e-mail-Adresse usw. Und wer mehrfach einkauft, offenbart damit auch seine Vorlieben für bestimmte Produkte und wird entsprechend mit Werbung zugemüllt.

Aber selbst wenn man nichts bestellt, sondern nur im Internet herum surft, merken sich viele der besuchten Seiten, ob man schon mal da war und wofür man sich interessiert hat. D. h. genau genommen speichern sie das Surfverhalten auf der Festplatte des Besuchers, und lesen und ergänzen diese Daten dann, wenn man das nächste Mal vorbeischaut. Das funktioniert über sogenannte Cookies. Wer das nicht will, kann diese kleinen Spione am Ende jeder Sitzung einfach löschen und ist dann sozusagen wieder ein unbeschriebenes Blatt. Inzwischen benutzen die Betreiber mancher Internetseiten aber auch eine ganz andere Methode um ihre Besucher zu identifizieren, und dagegen etwas zu tun ist für Otto Normalsurfer weitaus schwieriger. Canvas fingerprinting heißt dieses zwielichtige Verfahren. Und was sich dahinter verbirgt, erklärt Peter Welchering.

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Deutschland will mehr ausländische Studierende – Was unsere Unis noch attraktiver machen kann.

23.08.2014, von

Deutschland ist bei ausländischen Studierenden so beliebt wie nie. Derzeit studieren bei uns bereits 300.000 junge Menschen mit einem ausländischen Pass, das sind rund 10 % aller Studies.

Erst einen Monat ist es her, dass wir diese erfreuliche Bilanz hier präsentieren konnten. Aber das ist noch lange kein Grund, sich selbstzufrieden zurückzulehnen. Denn die Konkurrenz schläft nicht. Wer die weltweit besten Köpfe unter den Nachwuchswissenschaftlern anlocken will, muss sich kontinuierlich anstrengen und stetig versuchen, noch attraktiver zu werden. Was Bildungspolitiker und Hochschulen dafür tun können, darüber hat Anja Braun mit Dr. Simone Burkhart gesprochen. Sie leitet beim Deutschen Akademischen Austauschdienst DAAD die Gruppe Strategie.

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