. . Ein Projekt vom SWR2

Schnelltest für die Spann-Seile in Autobahnbrücken – Was Schwingungen über Schäden verraten.

26.07.2014, von

Deutschlands Straßen sind vielerorts marode. Das wird seit langem und zu recht beklagt. Und in erschreckend schlechtem Zustand sind vor allem viele Brücken. Denn ihnen setzt der stetig steigende Schwerlastverkehr besonders zu. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt will deshalb in den nächsten drei Jahren eine Milliarde Euro in ein spezielles Brückensanierungsprogramm stecken. Das ist sicher mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein, aber bei weitem nicht genug. Damit das Geld wenigstens dort investiert werden kann, wo der Sanierungsbedarf am dringendsten ist, müssen die Schäden an den Brücken erst mal genau erfasst werden. Und da könnte ein neues Prüf-Verfahren hilfreich sein, das am Karlsruher Institut für Technologie entwickelt worden ist.

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Mehr Geld für die Hochschulen in Baden-Württemberg – Aber vieles ist noch im Unklaren.

26.07.2014, von

Die Hochschulen in Baden-Württemberg bekommen in den nächsten sechs Jahren bis 2020 insgesamt 1,7 Milliarden Euro mehr als bisher. Das haben Wissenschaftsministerin Theresia Bauer und Finanzminister Nils Schmid am Mittwochabend in Stuttgart bekannt gegeben. Und die offiziellen Reaktionen waren ganz überwiegend positiv. Die Landesrektorenkonferenz nannte diese Eckdaten sogar einen Durchbruch. Aber zwischen den Zeilen kann man herauslesen, dass es durchaus noch Zweifel gibt, und dass auch noch Zoff ins Haus stehen könnte: So meinte z. B. der Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie: “Nun blicken wir mit Spannung auf die demnächst folgenden Verhandlungen, welche die neuen Mittel konkret den einzelnen Hochschularten zuweisen.” Das könnte noch spannend werden.

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Magenkrebs ist nicht gleich Magenkrebs – Genetiker finden vier verschiedene Klassen.

26.07.2014, von

Magenkrebs wird bislang als eine ziemlich einheitliche Krebsart betrachtet. Man unterscheidet nur wenige Subtypen, die sich vor allem durch verschiedene Formen Ihres Wachstums zu erkennen geben, also durch rein äußerliche Merkmale.

Für die Entwicklung spezifischer Medikamente ist das leider nicht sehr hilfreich. Dazu muss man die Unterschiede auf der Ebene der Gene und des Stoffwechsels der Krebszellen ermitteln. Und das war bislang nicht möglich. Nun aber melden Wissenschaftler in den USA hier einen wesentlichen Fortschritt. Klaus Herbst hat nachgefragt.

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Ein simpler Trick macht Bauch-Operationen sicherer – Folien verhindern Wund-Infektionen.

26.07.2014, von

Wenn bei einer Operation Keime in die Wunde gelangen, kann das schwerwiegende Folgen haben: die Patienten müssen dann auf jeden Fall deutlich länger in der Klinik bleiben, und vereinzelt kommt es sogar zu Todesfällen durch eine Blutvergiftung. Besonders häufig sind solche Wundinfektionen bei offenen Operationen am Bauch. Denn hier können Bakterien aus dem Darm die Schnittflächen infizieren. Doch dieses Risiko lässt sich offenbar mit einem einfachen Trick deutlich verringern, nämlich wenn die Chirurgen die Wundränder nicht wie üblich mit Tüchern abdecken, sondern mit einer für Keime undurchlässigen Folie. Dass das funktioniert, hat gerade eine Studie unter Federführung des Münchner Klinikums rechts der Isar gezeigt. Ulrike Till hat mit dem Studienleiter Prof. Jörg Kleeff gesprochen:

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“Wissenschaft weltoffen” – Deutsche Hochschulen sind bei Ausländern beliebt wie nie.

19.07.2014, von

Deutschland ist nach den USA und Großbritannien das beliebteste Gastland für ausländische Studierende. Und im vergangenen Wintersemester lag deren Zahl mit rund 300.000 so hoch wie nie zuvor. Das belegt der Bericht “Wissenschaft weltoffen”, den Bundesforschungsministerin Johanna Wanka und die Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes DAAD am Dienstag in Berlin vorgestellt haben. Was in diesem Bericht sonst noch an Erfreulichem zu finden ist, hat sich Anja Braun von den beiden Autoren Dr. Simone Burkhart vom DAAD und Dr. Ulrich Heublein vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung erläutern lassen.

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Biologische Herzschrittmacher – Wie aus Muskelzellen neue Taktgeber werden.

19.07.2014, von

Herzschrittmacher sind Lebensretter. Und das seit mehr als einem halben Jahrhundert. Das erste voll implantierbare Gerät ist bereits im Oktober 1958 einem Patienten in Stockholm eingesetzt worden. Ein Produkt der Firma Siemens-Elema, das lediglich zwei Transistoren, eine Spule und einen Akku enthalten hat. Heute sind Herzschrittmacher hochgezüchtete Wunderwerke der Elektronik, mit einer Vielzahl von Funktionen, mit denen sich die unterschiedlichsten Herzprobleme beherrschen lassen. Trotzdem arbeiten Forscher weltweit daran, diese High-Tech-Ersatzteile wieder überflüssig zu machen, indem sie versuchen, die natürlichen Taktgeber im Herzen zu regenerieren. Und auf diesem Weg haben Forscher in Kalifornien nun einen ersten kleinen Erfolg errungen. Sie konnten zeigen, dass es zumindest prinzipiell möglich ist, Herzmuskelzellen genetisch in Taktgeberzellen umzuprogrammieren. Im Moment sind die Ziele der Wissenschaftler noch recht bescheiden. Sie wollen damit nur Zeiten überbrücken, in denen ein Schrittmacher vorübergehend entfernt werden muss. Aber wer weiß, was daraus mal werden kann. Klaus Herbst hat nachgefragt.

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Risiken und Nebenwirkungen von Ärzten und Apothekern – Wie sich Nocebo-Effekte vermeiden lassen.

19.07.2014, von

Wenn eine Pille Schmerzen lindert, obwohl sie überhaupt keinen Wirkstoff enthält, sprechen Mediziner vom Placebo-Effekt: Dann hat offenbar allein schon der Glaube an das Mittel geholfen. Das funktioniert übrigens bei erstaunlich vielen Menschen. Und deshalb werden neue Medikamente in Arzneimittelstudien ja stets im Vergleich zu Placebo-Pillen getestet und nicht einfach gegen keine Behandlung. Dieser positive Placebo-Effekt hat aber auch ein Pendant in die Gegenrichtung: Wenn Patienten glauben, dass ihnen eine Pille schadet, dann kann das die gewünschte Wirkung herabsetzen und im Extremfall bleiben nur noch unerfreuliche Nebenwirkungen übrig. Das ist der Nocebo-Effekt – und der kann den Erfolg einer Behandlung nachhaltig gefährden. Deshalb hat der Tübinger Psychosomatiker Professor Paul Enck gerade im Fachblatt “Journal of the American Medical Association” Strategien vorgestellt, wie sich solche Nocebo-Effekte vermeiden lassen. Ulrike Till hat mit ihm gesprochen:

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Russlands neue Rakete Angara – Ein erster Teilerfolg für den Hoffnungs- und Satellitenträger.

11.07.2014, von

Eine neue russische Rakete hat am Mittwoch dieser Woche ihren ersten Testflug erfolgreich absolviert. Angara heißt sie, nach einem Fluss in Sibirien, und sie ist das erste Trägersystem seit dem Ende der Sowjetunion 1991, das komplett in Russland gebaut worden ist. Ihre Entwicklung hat mehr als zehn Jahre gedauert und mehrere Milliarden Euro gekostet.

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Endspurt auf Numerus-Clausus-Fächer – Noch immer klemmt es beim online-Portal hochschulstart.de

11.07.2014, von

Am Dienstag nächster Woche endet die Bewerbungsfrist für zulassungsbeschränkte Studiengänge. Das betrifft z. B. all jene, die im kommenden Wintersemester ein Studium der Medizin, Tiermedizin, Zahnmedizin oder Pharmazie aufnehmen wollen. Denn diese Fächer sind bundesweit mit einem Numerus Clausus belegt. Es betrifft aber auch diejenigen, die sich um einen Studienplatz mit örtlichem Numerus Clausus bewerben wollen. Insgesamt sind das gut 45 % aller Studiengänge in Deutschland. Erste Anlaufstelle ist dann das online-Portal “hochschulstart.de”. Aber bei den Fächern mit örtlicher Zulassungsbeschränkung reicht das leider nicht. Denn seit Jahren wird darüber nur ein Bruchteil der Plätze angeboten.

 

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Ekzem oder Schuppenflechte? Ein einfacher Gentest hilft bei der Diagnose.

11.07.2014, von

Ekzeme und die Schuppenflechte Psoriasis sind zwei weitverbreitete chronisch entzündliche Hauterkrankungen, die ganz unterschiedliche Ursachen haben und entsprechend unterschiedlich behandelt werden müssen. Das Problem ist nur: Oft sehen die befallenen Hautpartien derart ähnlich aus, dass auch erfahrene Ärzte Schwierigkeiten haben, auf Anhieb die  richtige Diagnose zu stellen. Dann wird häufig einfach ausprobiert, worauf der Patient anspricht. Und das kostet unnötig Zeit und Geld. Doch jetzt haben Wissenschaftler in München, London und Rom in den Genen betroffener Hautzellen Merkmale entdeckt, die eine klare Unterscheidung möglich machen. Der neue Test dauert nur einen Tag und ist bereits zum Patent angemeldet. Klaus Herbst hat sich die Details erläutern lassen.

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