. . Ein Projekt vom SWR2

Altersbestimmung für ferne Sonnensysteme – Ein wichtiger “Beifang” der Kepler-Mission.

24.01.2015, von

Das Weltraumteleskop Kepler ist seit März 2009 im All und hat seither vor allem nach sogenannten Exoplaneten Ausschau gehalten, also nach Planeten in fernen Sonnensystemen. Mittlerweile kennt man rund 2000 dieser “Exos” und viele schlummern wohl noch in den riesigen Datenmengen, die dieser NASA-Satellit inzwischen angehäuft hat. Allerdings: Eine zweite Erde war bislang nicht dabei, aller anders lautenden Schlagzeilen zum Trotz. D. h. man weiß es nicht wirklich, denn mit den heute verfügbaren Methoden lässt sich nicht einmal feststellen, ob es auf so einem Planeten überhaupt Wasser gibt. Von Lebensspuren ganz zu schweigen. Und das macht die ganze Sache ein bisschen öde. Zumindest einwichtiges Resultat hat die Kepler-Mission aber doch erbracht. Mit Hilfe der Kepler-Daten können die Astronomen nämlich nun das Alter von Sternen bestimmen.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Neues Förderpaket für Nachwuchswissenschaftler – Wie die DFG die Exzellenzinitiative weiter entwickeln will.

24.01.2015, von

Wer als Wissenschaftler an einer Universität Karriere machen will, hat nicht nur einen langen und steinigen Weg vor sich, sondern auch einen ziemlich gefährlichen. Nach Studium, Promotion und Habilitation – oder auch nach einer Juniorprofessur – könnte er oder sie nämlich mit knapp vierzig Jahren vor dem Nichts stehen: Kein Ruf auf eine Professur, und zu alt für einen Job in der freien Wirtschaft.

Denn es gibt an unseren Hochschulen kaum attraktive Dauerstellen unterhalb der Professur. Und auch schon der Weg dorthin ist oft eine Zumutung. Denn wer promoviert oder habilitiert, muss sich oft im Halbjahres-Rhythmus von Zeitvertrag zu Zeitvertrag hangeln. Um diese Situation zumindest ein wenig zu entschärfen, will Bundesforschungsministerin Johanna Wanka das Wissenschaftszeitvertragsgesetz in den nächsten Monaten ändern. Und auch die Deutsche Forschungsgemeinschaft als wichtigster Drittmittelgeber denkt darüber nach, was sie für den Nachwuchs tun kann. Anja Braun hat darüber mit dem Präsidenten der DFG, Prof. Peter Strohschneider, gesprochen.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Dauerhaft mit dem Rauchen aufhören – Der Nikotinstoffwechsel verrät die Erfolgsaussichten.

24.01.2015, von

Viele Millionen Raucher werden sich zum Jahreswechsel wohl wieder einmal vorgenommen haben, mit diesem Laster endlich aufzuhören. Aber das ist halt leichter gesagt als getan, aller Nikotinpflaster und Entwöhnungspillen zum Trotz. Dass die einen es tatsächlich schaffen, andere aber nicht, hat natürlich vor allem mit Selbstdisziplin zu tun. Aber nicht nur. Eine wichtige Rolle spielt offenbar auch der individuelle Nikotinstoffwechsel. Das belegt eine Studie, die kürzlich im Fachblatt “The Lancet” veröffentlicht worden ist. Klaus Herbst hat sich die Details erläutern lassen.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Wie Krebszellen trotz Zuckermangel wachsen können – Ein Enzym erschließt andere Nährstoffe.

24.01.2015, von

Wenn ein Tumor eine gewisse Größe erreicht hat, braucht er zusätzliche Blutgefäße, um sich ausreichend mit Nährstoffen und Sauerstoff zu versorgen. Das hat Wissenschaftler schon vor vielen Jahren auf die Idee gebracht, die sogenannten Angiogenesehemmer zu entwickeln, also Medikamente, die eben diese Neubildung von Blutgefäßen unterbinden. Der Tumor soll gewissermaßen ausgehungert werden. Tumorzellen haben aber eine breite Palette an Tricks, mit denen sie Mangelzustände überwinden können. Und einen dieser Tricks hat nun ein Internationales Forscherteam aufklären können. In diesem Team hat auch Almut Schulze mitgearbeitet hat. Sie ist Professorin für Biochemie und Molekularbiologie an der Universität Würzburg. Und Ulrike Till hat mit ihr gesprochen.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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“Erfolgreich starten” ins Studium – Programme und Initiativen gegen den Abbruch.

17.01.2015, von

Bund und Länder wollen in den kommenden Jahren weiterhin viele Milliarden Euro in den Ausbau von Studienplätzen investieren. Und das ist gut so. Aber inzwischen hat man erkannt, dass es nicht ausreicht, immer mehr junge Menschen an die Hochschulen zu locken. Man muss auch dafür sorgen, dass möglichst viele mit den Anforderungen dort zu recht kommen und bei der Stange bleiben. Die anhaltend hohen Abbrecherquoten, je nach Fach bis zu 50 %, sind schlicht ein Skandal. Letzte Woche haben wir hier einen Physik-Professor an der Universität Osnabrück vorgestellt, dessen einzige Aufgabe darin besteht, Studierenden mit Schwächen individuelle Nachhilfe zu erteilen. Heute wollen wir ein Projekt der Hochschule Karlsruhe (für) Technik und Wirtschaft präsentieren mit dem programmatischen Titel “Erfolgreich starten”.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Genetisch bedingte Herzmuskel-Erweiterung – Ursache ist ein Fehler im größten Eiweiß Titin.

17.01.2015, von

Die sogenannte dilatative Kardiomyopathie ist die häufigste Erkrankung des Herzmuskels. Pro Jahr werden in Deutschland rund 5000 Fälle erstmals diagnostiziert. Männer sind doppelt so häufig betroffen wie Frauen. Bei dieser Erkrankung werden die Wände der Herzkammern immer dünner, sie blähen sich auf und das Herz kann nicht mehr genügend Blut pumpen. Was diese Krankheit auslöst, ist in vielen Fällen nicht bekannt. Man weiß aber, dass sie familiär gehäuft auftritt, dass also offenbar mindestens eine erbliche Variante existiert. Forscher in den USA haben nun herausgefunden, dass bei vielen der Patienten eine typische Genveränderung vorliegt, die dafür sorgt, dass ein wichtiges Muskeleiweiß namens Titin fehlerhaft gebildet wird. Diese Erkenntnis könnte jetzt schon für die Früherkennung genutzt werden. Und mittelfristig wird sie hoffentlich auch zu neuen Behandlungsmethoden führen. Klaus Herbst hat nachgefragt.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Gefährliche Schläfer im Mark – Wie Keime den Knochen von innen zersetzen.

17.01.2015, von

Das Bakterium Staphylococcus Aureus sorgt immer wieder für Schlagzeilen. Besonders gefürchtet sind jene Varianten, die gegen gängige Antibiotika bereits resistent geworden sind, die sogenannten MRSA-Erreger. Doch nicht nur sie gefährden die Gesundheit: auch ganz normale Exemplare von Staphylococcus Aureus können großen Schaden anrichten, z. B. wenn es ihnen gelingt, bis ins Knochenmark vorzudringen. Denn dort verursachen sie dann eine Osteomyelitis, eine Entzündung, die oft auf den gesamten Knochen übergreift. Wie die Keime im Knochen überleben und wie sie ihn von innen heraus zerstören, das haben Infektionsforscher in Braunschweig jetzt erstmals am lebenden Organismus zeigen können.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

 

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Professor Dr. Nachhilfe – Der Studenten-Coach der Uni Osnabrück.

10.01.2015, von

Noch immer begeistern sich zu wenige junge Menschen für die sogenannten MINT-Fächer, also Mathe, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – auch wenn die Zahlen in den letzten Jahren angestiegen sind, insbesondere unter den jungen Frauen. Darüber haben wir hier ja schon öfter berichtet. Umso bedauerlicher ist es, dass viele Studienanfänger in MINT-Fächern schon nach wenigen Semestern wieder das Handtuch werfen und ihr Studium abbrechen. In der Physik z. B. jede und jeder Dritte. An der Uni Osnabrück hat man das schon vor sechs Jahren zum Anlass genommen, eine Professur einzurichten mit der einzigen Aufgabe, Studierenden in Schwierigkeiten gezielte Nachhilfe anzubieten. Anno 2008 war das noch ein durchaus mutiger Versuch, aber mittlerweile hat sich diese Einrichtung bewährt und könnte eigentlich Schule machen.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Neues Antibiotikum aus Bodenbakterien – Forscher erschließen ein Riesen-Reservoir für künftige Wirkstoffe.

10.01.2015, von

Um multiresistente Krankheitserreger in Schach zu halten, gibt es mehrere Wege. Man kann z. B. die Hygiene in den Krankenhäusern verbessern. Da haben wir hier in Deutschland leider immer noch einen erheblichen Nachholbedarf etwa im Vergleich zu den Niederlanden.

Ein anderer Weg ist, nach immer neuen Antibiotika zu suchen. Aber das ist leichter gesagt als getan. Denn neue Antibiotika sind in der Vergangenheit vor allem aus den wenigen Bodenbakterien isoliert worden, die sich überhaupt im Labor vermehren lassen. Das sind aber nur etwa 1 % aller Bodenbakterien. Und diese wichtigste Quelle hat man schon in den 1960er Jahren weitestgehend ausgeschöpft. Deshalb sind neue Wirkstoffkandidaten seither Mangelware. Aber vielleicht ändert sich das ja schon bald wieder dank einer ganz neuen und verblüffend einfachen Methode, mit der man nun auch viele weitere Bodenbakterien im Labor kultivieren kann, die sich dem bisher hartnäckig widersetzt haben. Bei ersten Versuchen an solchen Keimen sind Forscher in den USA und in Deutschland jedenfalls prompt fündig geworden und das ist auch dringend nötig. Klaus Herbst hat nachgefragt.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Resistenzverbreitung unter Krankheitserregern – Bakterien tauschen Gene per Schneeballsystem.

10.01.2015, von

Immer mehr Krankheitserreger werden unempfindlich gegenüber allen gängigen Antibiotika. Insbesondere in unseren Krankenhäusern sind solche multiresistenten Keime auf dem Vormarsch und das kann für Patienten, die z. B. eine Lungenentzündung oder eine Blutvergiftung bekommen, tödlich enden. Wie oft das passiert, darüber kursieren höchst unterschiedliche Angaben: Das Bundesgesundheitsministerium geht von jährlich bis zu 15.000 Todesfällen durch multiresistente Erreger aus. Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene schätzt die Zahl mehr als doppelt so hoch – auf 30 bis 40.000 Todesfälle. Doch wie ist es überhaupt möglich, dass sich diese Keime so rasch in unseren Kliniken verbreiten? Das haben Forscher aus Gießen an einem Ausbruch in Südhessen untersucht.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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