. . Ein Projekt vom SWR2

Industrie 4.0 – Eine Vision nimmt allmählich Gestalt an.

12.04.2014, von

Industrie 4.0. Dieses Schlagwort geistert seit nunmehr drei Jahren durch die Hallen der Hannover Messe, und auch in diesem Jahr war es dort omnipräsent. Fragt man aber naiv nach, was das denn sein soll, was sich dahinter verbirgt, dann kommen auch Fachleute oft entweder ins Stocken oder ins Schwafeln. Vordergründig betrachtet bezeichnet Industrie 4.0 einfach die vierte Industrielle Revolution. Auf Dampfmaschine, Fließband und Elektronik folgt nun die Vernetzung als treibende Kraft einer weiteren gewaltigen Umwälzung in den Fabriken weltweit. Michael Engel hat sich in den Messehallen an der Leine mal auf die Suche gemacht nach ersten konkreten Beispielen.

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Mehr Zulassungsbeschränkungen an Fachhochschulen – Die Kehrseite einer Erfolgsgeschichte.

12.04.2014, von

Fachhochschulen sollten eigentlich mal das Gros der Studierenden ausbilden, all jene nämlich, die ihr erworbenes Fachwissen später im Beruf vor allem praktisch anwenden. Wie Ingenieure beim TÜV beispielsweise. Die Unis hingegen sollten sich vor allem um den wissenschaftlichen Nachwuchs kümmern, um jene also, die forschen wollen. So war das ursprünglich mal gedacht. Die Realität sieht zwar immer noch anders aus. Noch sind an den rund 100 Universitäten in Deutschland etwa doppelt so viele Studierende eingeschrieben wie an den etwa 200 Fachhochschulen.

Doch die Fachhochschulen holen rasant auf. Das ist einerseits erfreulich, hat jedoch auch eine Kehrseite.

Für immer mehr Studiengänge an den FHs muss der Zugang beschränkt werden. Das hat das Centrum für Hochschulentwicklung in dieser Woche erneut mit aktuellen Zahlen belegt. Anja Braun kommentiert.

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Die Achillesferse der Grippeviren – Ein neuer Angriffspunkt für universelle Medikamente.

12.04.2014, von

Die beiden bekanntesten Medikamente gegen Grippeviren, Tamiflu und Relenza, sind offenbar kaum besser als ein Placebo. Sie verkürzen die Dauer einer Grippe nur marginal von 7 auf 6,3 Tage, das ist eigentlich nicht der Rede wert. Und schwere Komplikationen verhindern sie wohl auch nicht. Dafür aber haben sie beträchtliche Nebenwirkungen. Diesen Befund, der sich auf Studien an rund 24.000 Patienten stützt, hat die Cochrane Collaboration in dieser Woche veröffentlicht. Die Vorräte an Tamiflu und Relenza, die viele Staaten für hunderte Millionen Dollar angelegt haben, wären also wahrscheinlich wenig hilfreich, sollte es tatsächlich zu einer schweren Grippe-Epidemie kommen. Das ist die schlechte Nachricht. Eine gute kommt hingegen aus Kanada. Dort haben Forscher jetzt sozusagen eine Achillesferse der Grippeviren entdeckt. Und das könnte in einigen Jahren vielleicht zu wirklich nützlichen Medikamenten gegen diese Erreger führen. Klaus Herbst hat sich die neuen Befunde erläutern lassen.

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Ultraschall in der Prostatakrebs-Diagnostik – Gezielte Biopsien werden zuverlässiger.

12.04.2014, von

Prostatakrebs ist bei Männern zwar eine der häufigsten Krebsarten. Aber ihn frühzeitig zu erkennen, ist nach wie vor schwierig. Ertasten kann man ein Prostatakarzinom nämlich erst, wenn es bereits eine gefährliche Größe erreicht hat. Andererseits kann eine vergrößerte Prostata auch völlig harmlos sein. Und der bekannte Bluttest, bei dem ein sogenannter PSA-Wert ermittelt wird, ist leider auch nicht sehr zuverlässig. Er löst nämlich häufig Fehlalarme aus. Um einen Verdacht auf Prostatakrebs abzuklären, müssen deshalb in der Regel Gewebeproben entnommen werden. Doch selbst die bieten keine absolute Sicherheit. Denn es ist mehr oder weniger Zufall, ob die Nadel des Urologen gesunde oder bösartig veränderte Zellen erwischt. Um hier endlich voranzukommen, setzen Urologen zunehmend auf ein neueres Verfahren, das die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin jüngst vorgestellt hat.

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Absturz für Europas Raumfahrt? – Deutschland und Frankreich blockieren sich in zentralen Zukunftsfragen.

05.04.2014, von

Europas Weltraumorganisation ESA hat zwanzig Mitgliedsstaaten – Deutschland und Frankreich zählen zu den größten. Fatalerweise haben sich die Fronten zwischen den Nachbarländern völlig verhärtet: beide haben ganz unterschiedliche Vorstellungen davon, wie die Zukunft der ESA aussehen soll. Dabei geht es um viel Geld: rund drei Milliarden Euro im Jahr für wissenschaftliche und technische Programme, für Satellitenmissionen und Flüge zur Internationalen Raumstation. Die nächste Tagung der ESA-Raumfahrtminister steht zwar erst im Dezember an – doch schon jetzt gibt es hinter den Kulissen ein Hauen und Stechen. Dirk Lorenzen kommentiert:

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Das Märchen von der digitalen Demenz – Aktuelle Studie widerlegt Vorbehalte gegen intensive Computernutzung.

05.04.2014, von

Dick, dumm und aggressiv – das werden Jugendliche manchen Wissenschaftlern zufolge, wenn sie viel Zeit am Computer und im Internet verbringen. Der Hirnforscher Manfred Spitzer hat dafür das Schlagwort von der “Digitalen Demenz” geprägt – und bei Eltern und Pädagogen für große Verunsicherung gesorgt. Jetzt geben Medienpsychologen der Universität Koblenz-Landau Entwarnung: sie haben eine Vielzahl von Studien analysiert und stellen fest: viele Ängste rund um die digitalen Medien sind unbegründet. Anja Braun fasst die Ergebnisse zusammen:

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Blockierte Müllabfuhr im Tumor – Neuer Ansatz hemmt Schlüsselenzym bei Krebs.

05.04.2014, von

Die meisten Medikamente gegen Krebs richten sich entweder direkt gegen die Tumorzellen – oder sie greifen den Tumor auf Umwegen an, indem sie die körpereigene Abwehr stimulieren. Und dann gibt es noch Wirkstoffe, die den Krebs gewissermaßen aushungern – möglicherweise hat eine internationale Forschergruppe hier jetzt einen ganz neuen Ansatz gefunden: bei Versuchen mit Mäusen war die Blockade eines bestimmten Enzyms verblüffend erfolgreich. Das Wissenschaftsmagazin “Nature” berichtet darüber diese Woche gleich in zwei Artikeln – Klaus Herbst hat mit den Autoren gesprochen:

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Schutz vor dem plötzlichen Herztod – Tübinger Forscher entdecken Warnzeichen im EKG.

05.04.2014, von

Der plötzliche Herztod ist in der westlichen Welt eine der häufigsten Todesursachen – und eine besonders unheimliche: denn meistens gibt es keinerlei Warnzeichen; das Herz versagt scheinbar aus heiterem Himmel. Meist trifft es Menschen im mittleren und höheren Lebensalter; Männer dreimal häufiger als Frauen. Ursache ist in der Regel Kammerflimmern, der Kreislauf und damit auch das Gehirn werden nicht mehr mit Blut versorgt. Die Opfer sind in der Regel herzkrank – aber ohne es zu wissen. Jetzt haben deutsche und finnische Ärzte herausgefunden, dass eine bisher unbeachtete Kurve im EKG das Risiko voraussagen kann. Studiogespräch mit Professor Axel Bauer, er hat die aktuelle Studie an der Kardiologischen Uniklinik Tübingen geleitet. Ulrike Till im Gespräch mit Prof. Axel Bauer

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Zerfällt das Internet? – Die USA verzichten auf die “Oberaufsicht” der Adressverwaltung.

29.03.2014, von

Wie geht es weiter mit dem Internet? Wer soll künftig die Oberaufsicht haben über die Adressverwaltung, also über die Namen, unter denen man einzelne Seiten finden und aufrufen kann? Was wie ein dröges Technik-Problem daherkommt ist in Wahrheit eine hoch politische Frage. Und die stand in dieser Woche im Mittelpunkt des 49. Treffens der Internet-Verwaltung ICANN in Singapur. Bereits im Vorfeld hatten die USA angekündigt, diese Funktion abgeben zu wollen. Bislang hat ICANN, die Internet Corporation für Assigned Names and Numbers, ihren Hauptsitz in Los Angeles in Kalifornien und wird defacto vom US-Handelsministerium kontrolliert. Aber das soll sich voraussichtlich im nächsten Jahr ändern.

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Fachhochschulen auf dem Holzweg? – Eine FH-Forscherin sorgt sich um das Erfolgsmodell.

29.03.2014, von

Seit langem streiten die klassischen Universitäten und die Fachhochschulen hierzulande um das Recht, den Doktortitel zu verleihen. Wir haben darüber schon des öfteren berichtet. Und bislang waren die Positionen in diesem Gerangel klar und übersichtlich. Die Universitäten betrachten das Promotionsrecht als ihr ureigenstes Privileg und wollen es um keinen Preis teilen. Die Fachhochschulen hingegen, die mittlerweile als Universitäten für angewandte Wissenschaften firmieren, wollen dieses Statussymbol endlich auch haben, weil sie ja mittlerweile auch eigene Forschung betreiben. Doch nun meldet eine Wissenschaftlerin der Fachhochschule Köln öffentlich Zweifel an, ob diese Forderung wirklich sinnvoll ist.

Elisabeth Holuscha hat sich im Rahmen ihrer Doktorarbeit mit dem ursprünglichen Bildungsauftrag der Fachhochschulen beschäftigt und plädiert nun für eine Rückbesinnung. Anja Braun hat mit ihr gesprochen.

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