. . Ein Projekt vom SWR2

Küstenschutz mit Mobilfunkwellen – Wie sich die Strahlung als Radar nutzen lässt.

06.12.2014, von

Viele Küsten und Hafenstädte sind heute weitgehend ungesichert, d. h. sie werden nicht kontinuierlich überwacht. Für Terroristen wäre es deshalb ein Leichtes, z. B. mit Schnellboten Sprengstoff an Land zu bringen. Darauf macht eine aktuelle Pressemitteilung des Fraunhofer-Instituts für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie in Bonn aufmerksam. Aber die Forscher dieses Instituts haben auch gleich Abhilfe zu bieten. Sie haben nämlich eine Art Radarsystem entwickelt, dessen besonderer Charme darin besteht, dass man dafür gar keine neuen Radaranlagen braucht. Jedenfalls keine, die aktiv Strahlen aussenden. Denn die Strahlen, die die Fraunhofer-Leute nutzen, sind ohnehin überall präsent: Mobilfunkwellen.

Unser Experte für Informations- und Kommunikationstechnik aller Art ist Peter Welchering. Herr Welchering, das klingt so bestechend einfach, dass man sich fragt, warum ist da nicht schon längst jemand drauf gekommen?

Moderator im Gespräch mit Peter Welchering

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Streit um die Zukunft der Promotion – Die Forschungsleistung soll weiterhin im Mittelpunkt stehen.

06.12.2014, von

Im Zug der Bologna-Reform ist das Studium z. T. regelrecht verschult worden. D. h. den Studierenden wird bis ins Detail vorgegeben, was sie in welcher Zeit zu lernen haben. Und für den vielzitierten Blick über den fachlichen Tellerrand bleibt dann kaum noch Zeit. Das gilt insbesondere für die erste Phase, also das Bachelorstudium, aber leider oft auch für die zweite, also wenn man den Master drauf setzen will. Und nun fürchten viele Hochschulrektoren, die EU könnte in ihrem Regulierungsdrang auch noch die Promotion in diese Richtung verändern, also Lernziele vorgeben und Leistungspunkte verlangen. In einer gemeinsamen Deklaration haben deshalb die Hochschulrektorenkonferenzen von fünf europäischen Ländern davor gewarnt, die Promotion zu verwässern. Im Mittelpunkt müsse weiterhin die eigene Forschungsleistung stehen, ein eigener Beitrag zum Fortschritt in einer Wissenschaft. Anja Braun hat darüber mit Dr. Thomas Kathöfer gesprochen. Er ist der Generalsekretär der Deutschen Hochschulrektorenkonferenz und erläutert zunächst einmal, warum das Thema gerade jetzt hoch kocht.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Mit Epigenetik gegen Herpes-Viren – Wie sich latente Infektionen in Schach halten lassen.

06.12.2014, von

Herpes-Viren sind extrem weit verbreitet. Bei 80-90 % der Bundesbürger lassen sich Antikörper gegen Herpes simplex im Blut nachweisen. Und wer sich einmal damit angesteckt hat, wird das Virus nie mehr ganz los. Oft schlummert es unbemerkt und macht keinerlei Beschwerden. Doch wenn es sporadisch aktiv wird, können flächige Haut-Entzündungen entstehen zum Beispiel um die Lippen, im Genitalbereich oder auch in den Augen. Solchen Ausbrüchen ist dann mit den üblichen antiviralen Medikamenten nicht leicht beizukommen. Denn viele Herpesviren sind dagegen mittlerweile resistent. Forscher in den USA haben nun aber einen ganz neuen Ansatz gefunden um Herpes in Schach zu halten und der funktioniert bereits in der Latenz-Phase. Klaus Herbst hat nachgefragt.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Patienteneigene Immunzellen gegen Krebs – Ein aufwändiger aber vielversprechender neuer Ansatz.

06.12.2014, von

Die wichtigste Waffe im Kampf gegen Krebs ist immer noch unser eigenes Immunsystem. Ständig entstehen in unserem Körper irgendwelche Tumorzellen, und ebenso beständig werden sie von Killerzellen wieder entfernt. Aber oft versagt die Immunabwehr auch, z. B. weil Tumorzellen sich trickreich tarnen. Deshalb suchen Forscher weltweit nach Methoden, mit denen man das Immunsystem gezielt unterstützen kann. Das ist die generelle Idee hinter den sogenannten Immuntherapien. Ansätze dazu gibt es inzwischen eine ganze Reihe. Der jüngste und vielleicht radikalste setzt darauf, patienteneigene Killerzellen außerhalb des Körpers biochemisch aufzurüsten und zu vermehren, um sie dann wieder in den Kampf zu schicken.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)
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Die Sprache der Fledermäuse – Ultraschall dient nicht nur der Orientierung.

29.11.2014, von

Die nachtaktiven Fledermäuse sehen gewissermaßen mit den Ohren, sie navigieren mit Ultraschall. Dazu senden sie Töne aus, die für das menschliche Ohr unhörbar sind. Und am Echo, das von einem Baum oder von einem fliegenden Insekt reflektiert wird, erkennen die Fledermäuse ihre Umgebung und ihre Beute. Das ist lange bekannt. Doch Fledermäuse können mehr: Sie nutzen Ultraschall-Laute auch um Informationen auszutauschen, um soziale Gruppen zu bilden, Partner anzulocken und um fremde Fledermäuse zu vertreiben. Das erforscht eine Wissenschaftlerin an der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Und Michael Engel hat sie besucht.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Studieren in den Neuen Bundesländern – Frühere Werbekampagnen waren offenbar erfolgreich.

29.11.2014, von

Prof. Hans Müller-Steinhagen ist seit 2010 Rektor der Technischen Universität Dresden und seit knapp zwei Wochen Hochschulmanager des Jahres. Das Centrum für Hochschulentwicklung und die Wochenzeitung DIE ZEIT haben ihm diesen Titel verliehen u. a. mit der Begründung, er sei ein “Visionär mit Bodenhaftung”. Immerhin hat es die Uni Dresden unter seiner Leitung in den exklusiven Kreis der Deutschen “Eliteunis” geschafft, als einzige Hochschule in den Neuen Bundesländern.

Aber nicht nur an seiner Uni hat sich viel getan in den letzten Jahren. Diverse Werbekampagnen wie “Studieren in Fernost” haben die Hochschullandschaft im Osten Deutschlands insgesamt verändert.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Neuer Wirkstoff gegen den Magenkeim Helicobacter Pylori – Linolen-Säure in Nano-Form vermeidet Resistenzbildung.

29.11.2014, von

Noch vor wenigen Jahrzehnten galten Magengeschwüre als typische Managerkrankheit, vermeintlich ausgelöst durch Stress. Heute weiß man, dass in den allermeisten Fällen eine Infektion dahintersteckt. Und der Bösewicht hat auch einen Namen: Helicobacter pylori. Dieses Bakterium ist vor allem deshalb sehr gefährlich, weil es auch Magenkrebs auslösen kann. Und leider ist ihm nur schwer beizukommen. Denn Helicobacter pylori ist sehr gut angepasst an das aggressive saure Milieu des Magens und es versteckt sich gerne in der Magenschleimhaut, wo Antibiotika ihm kaum etwas anhaben können. Forscher in den USA haben jetzt aber eine neue Methode entwickelt, um diese Schwierigkeiten zu überwinden. Sie greifen das Bakterium gezielt mit Nanopartikeln an, in die eine einfache Fettsäure eingebaut ist. Klaus Herbst hat nachgefragt.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Gerinnsel entfernen nach Schlaganfall – Mikro-Katheter bringen bessere Erfolge als Medikamente alleine.

29.11.2014, von

Ein Schlaganfall kommt meist wie der sprichwörtliche Blitz aus heiterem Himmel. Nur schlägt er leider sehr viel häufiger zu. Pro Jahr trifft es allein in Deutschland mehr als eine Viertelmillion Menschen. Rund 40 Prozent dieser Patienten sterben innerhalb des ersten Jahres danach. Und wer überlebt, ist oft dauerhaft geschädigt. Wie sehr, das hängt vor allem davon ab, wie rasch es gelingt, das Blutgerinnsel im Gehirn zu beseitigen. Bei kleineren Gerinnseln genügen dazu i. d. R. Medikamente, bei großen Gerinnseln aber ist die operative Entfernung mit einem Mikrokatheter vorzuziehen. Das ist zumindest das Ergebnis einer neuen Vergleichsstudie aus den Niederlanden.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Der Streit um Europas Ariane-Rakete – Deutschland und Frankreich ringen um einen Kompromiss.

22.11.2014, von

Bei der Europäischen Raumfahrtagentur ESA hat man in diesen Tagen reichlich Grund zu feiern. Auch wenn bei der Landung der Kometensonde Philae nicht alles geklappt hat wie geplant, ist die Mission Rosetta schon jetzt eine grandiose Erfolgsgeschichte und sie ist ja noch gar nicht zu Ende. Und am Montag dieser Woche hat es schon das nächste Highlight gegeben. Da ist nämlich in Berlin der Industrievertrag für jenes Service-Modul unterzeichnet worden, das die Europäer zum amerikanischen Raumschiff Orion beisteuern werden. Dass diese prestigeträchtige Zusammenarbeit mit der NASA jetzt in trockenen Tüchern ist, darauf kann die ESA ebenfalls sehr stolz sein. Und nicht zuletzt zeichnet sich endlich auch ein Kompromiss ab im jahrelangen Streit zwischen Deutschland und Frankreich um die Zukunft der Ariane-Rakete. Und das sozusagen auf den letzten Drücker. Denn schon in anderthalb Wochen wollen sich ja die zuständigen Minister der ESA-Mitgliedsstaaten treffen. Unser Raumfahrt-Experte ist wie immer der Physiker und Wissenschaftsjournalist Dirk Lorenzen. Herr Lorenzen, die Ariane ist ja eine tolle Rakete, leistungsstark und zuverlässig. Warum brauchen wir überhaupt ein neues Modell?

Moderator im Gespräch mit Dirk Lorenzen

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Hochschulpatente sind ein Innovationsmotor – Aber die Unis werden nicht reich damit.

22.11.2014, von

In unseren Universitäten wurde und wird zwar vieles ausgetüftelt, was man zum Patent anmelden könnte. Aber allzu oft passiert das eben nicht. Denn Professoren veröffentlichen ihre Forschungs-Ergebnisse lieber in angesehenen Fachzeitschriften. Das stärkt ihr Ansehen unter Kollegen und erhöht ihren persönlichen Marktwert. Ist eine neue Erkenntnis aber erst einmal veröffentlicht, kann sie in der Regel nicht mehr zum Patent angemeldet werden. Bis 2002 konnten die Professoren alleine darüber entscheiden, wie sie verfahren wollten. Doch dann ist dieses sogenannte Hochschullehrerprivileg abgeschafft worden. Und seither haben die Universitäten hier ein entscheidendes Wörtchen mitzureden. Ob das den Technologietransfer wesentlich beflügelt hat, diese Frage stand am Dienstag dieser Woche im Mittelpunkt einer Tagung in Frankfurt und sie wird derzeit auch wissenschaftlich untersucht. Anja Braun hat darüber mit Dr. Rainer Frietsch gesprochen. Er ist Wirtschaftswissenschaftler am Fraunhofer-Institut ISI in Karlsruhe.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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