. . Ein Projekt vom SWR2

Digitales Tor zu den Archiven – Das nationale Archivportal D geht an den Start.

26.09.2014, von

Rund 2000 Archive gibt es in Deutschland und dort schlummern viele Schätze. Bekannte wie die Goldene Bulle von Kaiser Karl dem Vierten, die als zentrales Verfassungsdokument des Heiligen Römischen Reiches seit Kurzem zum UNESCO-Weltdokumentenerbe zählt, aber auch unbekannte, die noch gehoben werden können. Doch die Suche nach solchen Archivschätzen war bisher ziemlich umständlich. So ist zwar die Mehrheit der deutschen Archive dabei, ihre Bestände zu digitalisieren und auch übers Internet zur Verfügung zu stellen. Was aber fehlte, war ein übergreifendes Rechercheinstrument für die vielen und je nach Bundesland oft unterschiedlich organisierten Archiven. Das gibt es seit diesem Mittwoch. Auf dem deutschen Archivkongress in Magdeburg ist das Archivportal D freigeschaltet worden. Professor Gerald Maier, der stellvertretender Präsident des Landesarchivs Baden-Württemberg, hat den Aufbau des deutschlandweiten Archivportals D geleitet.

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Planbare Krankenzeit – Neuer Bluttest soll Genesungsdauer vorhersagen.

26.09.2014, von

Stellen Sie sich vor, Sie müssen sich einer Operation unterziehen und können sich vorher testen lassen, um zu erfahren, wie lange es dauern wird, bis Sie wieder gesund und einsatzfähig sind. Und es wäre sicherlich auch spannend, nach einem Unfall zu erfahren, wie lange man ans Krankenbett gefesselt sein wird. Eine Information, die schließlich nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für die Krankenkassen und den Arbeitgeber interessant werden könnte. Doch soweit ist es noch nicht. Die Grundlagen zu einem Bluttest, der die Heilungschancen prognostizieren soll, erforschen Mediziner im kalifornischen Stanford. Klaus Herbst hat mit ihnen gesprochen.

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Kritik am Human Brain Project – Ein europäisches Flaggschiffprojekt auf Geisterfahrt?

26.09.2014, von

Eines der größten Rätsel der Wissenschaft ist nach wie vor das menschliche Gehirn. Nur zu gerne wüssten die Forscher, wie die Milliarden Nervenzellen in unserem Kopf zusammenarbeiten. Im europäischen Human Brain Project wollen sie das nun herausfinden. Die Idee ist, mit Computern das Gehirn zu simulieren. Indem die Rechner lernen, wie ein Gehirn zu arbeiten und zu denken. So soll innerhalb von zehn Jahren ein Gehirn im Computer entstehen, an dem sich der Nervencode erforschen lässt. Eine Milliarde Euro stellt die EU für dieses Flaggschiff-Projekt zur Verfügung. 112 Institute aus 24 Ländern sind am Projekt beteiligt. Nach dem ersten Forschungsjahr treffen sich nun Wissenschaftler in Heidelberg zu einer Zwischenbilanz. Dabei gibt es nicht nur Grund zum Jubeln. Denn in den letzten Wochen hagelte es in der Fachwelt jede Menge Kritik. Auch der Wissenschaftsjournalist Michael Lange hat Zweifel, dass ein Computer heute schon ein Gehirn simulieren kann

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Proteinmüll im Gehirn – Freiburger Forscher entdecken zentralen Mechanismus bei Alzheimer

26.09.2014, von

Mehr als eine Million Menschen in Deutschland sind dement, die meisten von ihnen leiden an Alzheimer. Mit Medikamenten können Ärzte die Krankheit im Moment nur etwas verzögern; aufhalten lässt sich der Gedächtnisschwund derzeit nicht. Dass die Suche nach einem Heilmittel so frustrierend langsam verläuft, liegt auch daran, dass zentrale Fragen zur Entstehung von Alzheimer immer noch offen sind. Jetzt haben Biochemiker der Universität Freiburg einen entscheidenden Mechanismus entdeckt: Sie können erstmals erklären, wie Proteinmüll im Gehirn die Kraftwerke der Zellen lahmlegt.

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Das fliegende Infrarot-Teleskop SOFIA – Wissenschaftler hoffen auf den weiteren Betrieb.

06.09.2014, von

Der Faschingsdienstag 2014 war für einige Weltraumforscher hierzulande gar nicht lustig. Denn an diesem Tag hat die NASA ihren Budget-Plan für die nächsten Jahre vorgestellt. Und darin war für SOFIA fast kein Geld mehr vorgesehen. Jedenfalls nicht genug, um dieses fliegende Infrarot-Teleskop an Bord einer umgebauten Boeing 747 weiter zu betreiben. An SOFIA sind neben der NASA auch Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt sowie der Universität Stuttgart beteiligt. Und die haben natürlich zunächst mal lange Gesichter gemacht. Darüber haben wir hier in SWR2 CAMPUS berichtet. Doch nun kommen ermutigende Signale aus dem US-Kongress über den großen Teich. Und die sorgen für Erleichterung in Stuttgart, in Köln und auch in Hamburg, wo die Maschine derzeit gewartet wird. Dirk Lorenzen hat diese Gelegenheit genutzt um sich nach dem aktuellen Stand der Dinge zu erkundigen.

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Hepatitis E – Müssen Blutprodukte auf den Erreger getestet werden?

06.09.2014, von

Hepatitis E galt vor zehn Jahren noch als eine exotische Krankheit, die man sich allenfalls als Tourist in fernen Ländern einfangen konnte. Aber mittlerweile sind die Viren auch bei uns recht verbreitet. Wenn z. B. das Hackfleisch oder die Schweineleber nicht durchgegart sind, besteht ein gewisses Risiko, sich damit zu infizieren. Zum Glück ist das meist nicht schlimm. Die Krankheit verläuft i. d. R. glimpflich. Gefährlich werden kann es aber, wenn eine Immunschwäche vorliegt. Bei Organtransplantierten zum Beispiel, die das Virus sogar bei der Operation abbekommen können, denn Blutkonserven werden in Deutschland bislang noch nicht auf Hepatitis E getestet. Aber genau das ändert sich vielleicht schon bald. Ein Beitrag von Michael Engel.

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Schutz für Spenderlungen – Hirnverletzungen gefährden die wertvollen Organe.

06.09.2014, von

Viele Patienten, die ein Ersatzorgan benötigen, müssen sterben, weil nicht genügend Herzen, Nieren oder Lebern zur Verfügung stehen. Noch immer sind viel zu wenige Menschen bereit, im Fall des eigenen Ablebens ihre Organe zu spenden. Aber der Mangel hat zuweilen auch andere Gründe. Wenn z. B. Menschen durch einen Unfall eine tödliche Schädelverletzung erleiden, die Lungen aber unversehrt bleiben, dann können diese Lungen oft trotzdem nicht verpflanzt werden, weil die Schädelverletzung die Lungen noch nachträglich schädigt oder gar zerstört. Wie das im Einzelnen vor sich geht und vor allem wie man es verhindern kann, das haben nun Wissenschaftler in den USA herausgefunden. Klaus Herbst hat sich diese – auf den ersten Blick erstaunlichen – Zusammenhänge erläutern lassen.

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Impfung gegen Hirntumore? – Eine Immuntherapie soll Gliome in Schach halten.

06.09.2014, von

Im Kampf gegen Krebs setzen Wissenschaftler weltweit derzeit große Hoffnungen auf sogenannte Immuntherapien. Dahinter verbergen sich ganz unterschiedliche Strategien und Verfahren. Aber allen gemeinsam ist, dass die körpereigene Abwehr dabei die Hauptrolle spielen soll. Beim schwarzen Hautkrebs ist solch eine Immuntherapie schon in der klinischen Praxis angekommen. Und auch bei einigen anderen Tumorarten gibt es bereits Pilotstudien mit vielversprechenden Ergebnissen. So haben Krebsforscher in Heidelberg nun an Mäusen erfolgreich eine Impfung gegen Gliome getestet. Eine therapeutische Impfung um genau zu sein. Denn sie soll diese spezielle Form von Hirntumoren nicht verhindern, sondern bekämpfen. Ulrike Till stellt die Ergebnisse vor:

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Minimal-invasive Präzisions-Chirurgie – Ein hochflexibler Operationsroboter soll dabei helfen.

30.08.2014, von

Wenn von Operationsrobotern die Rede ist, gruselt es viele Menschen, weil sie fürchten, im Ernstfall von einem gefühllosen Automaten behandelt zu werden. Aber die sogenannten Roboter sind meist gar keine. Es handelt sich vielmehr um Manipulatoren, die in Echtzeit von Chirurgen aus Fleisch und Blut ferngesteuert werden. Präzisere Schnitte, weniger Schmerzen und kürzere Liegezeiten versprechen die Hersteller dieser Maschinen. Aber viele Fachleute sehen das eher skeptisch. Bei großen Eingriffen, wie dem Ersatz eines Hüftgelenks, sind die Vorteile durchaus umstritten. Bei sehr heiklen Operationen, wie in der Gehirnchirurgie können solche Manipulatoren aber sehr hilfreich sein. Am Mechatronik-Zentrum der Universität Hannover entwickeln Wissenschaftler derzeit so ein High-Tech-Gerät zur Serienreife. Sein Herzstück ist ein millimeterdünnes Tentakel aus Titan, das fast so beweglich erscheint wie der Arm eines Kraken. Schon in wenigen Jahren könnte es dabei helfen, Blutgerinnsel nach einem Schlaganfall aus dem Gehirn zu entfernen. Michael Engel hat die Tüftler besucht.

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Private Hochschulen in Deutschland – Teuer aber doch sehr gefragt.

30.08.2014, von

Private Hochschulen erfreuen sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Gemessen an ihrer Zahl haben sie bereits einen beträchtlichen Anteil erreicht: Von den rund 430 Hochschulen in Deutschland befindet sich jede vierte in privater Trägerschaft, also 25 %. Allerdings machen ihre insgesamt 140.000 Studierenden nur 6 % aller Nachwuchsakademiker hierzulande aus. Mit anderen Worten: Privathochschulen sind i. d. R. klein, und sie sind meist auch nicht gerade billig. Warum sie dennoch so viel Anklang finden, darüber hat Anja Braun mit Dr. Volker Meyer-Guckel gesprochen. Er ist der stellvertretende Generalsekretär des Stifterverbands für die deutsche Wissenschaft.

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