. . Ein Projekt vom SWR2

Wissenschaftsstandort Israel – Start-up-Unternehmen als Motor der Wirtschaft.

22.08.2015, von

World Science Conference Israel. Das klingt nach einem Kongress, der Schaufenster der Wissenschaft sein will, wie etwa die Mammutveranstaltung AAAS, die von der American Association for the Advancement of Science regelmäßig in den USA abgehalten wird. Oder wie das noch vergleichsweise junge EuroScience Open Forum ESOF, das die Wissenschaft in Europa präsentieren will. Aber die World Science Conference Israel, die in dieser Woche ihre Premiere hatte, will etwas anderes. Sie lädt 400 herausragende Studentinnen und Studenten aus aller Welt nach Israel ein und bringt sie dort mit Spitzenforschern des Landes zusammen. Darunter etliche Nobelpreisträger. Und das Ziel dahinter liegt auf der Hand. Auch Israel konkurriert – wie alle hochentwickelten Länder – um die besten Köpfe und wirbt so für sich als Wissenschaftsstandort. Eine gute Gelegenheit also, den mal in Augenschein zu nehmen. Michael Stang war für uns dabei.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Masterplan Medizinstudium 2020 – Was sich bei der Ausbildung der Ärzte ändern soll.

22.08.2015, von

Das Fach Humanmedizin ist eines der gefragtesten überhaupt. Zum vorigen Wintersemester haben mehr als 43.000 junge Menschen versucht, einen der 9.000 Studienplätze zu ergattern. Nach Adam Riese sind also 34.000 leer ausgegangen, das sind rund 80 %. Und das ist seit vielen Jahren so. Kein Wunder also, dass sich mittlerweile eine lange Warteschlange gebildet hat. Wer auf diesem Weg, also über Wartesemester, doch noch zum Zug kommen will, muss sich inzwischen länger in Geduld üben, als ein Medizinstudium eigentlich dauern sollte, nämlich geschlagene sieben Jahre. Ein unhaltbarer Zustand und vielleicht sogar verfassungswidrig. Dass sich am Zulassungsverfahren und auch am Medizinstudium selbst einiges ändern muss, ist also längst klar, und steht sogar im Koalitionsvertrag der Bundesregierung. Und unter dem hochtrabenden Titel „Masterplan Medizinstudium 2020″ will die Politik jetzt endlich auch eine Reform auf den Weg bringen. Welche Punkte den Medizinstudierenden dabei besonders wichtig sind, hat Anja Braun mal gefragt. Und die erste Antwort ist nicht wirklich überraschend: Die Abinoten sollten bei der Studienplatzvergabe weniger Gewicht haben.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Wie Übergewicht Brustkrebs fördert – Steiferes Fettgewebe begünstigt das Tumorwachstum.

22.08.2015, von

Starkes Übergewicht erhöht das Risiko, an Krebs zu erkranken. Das ist statistisch eindeutig belegt und seit Jahren bekannt. Aber die Frage nach dem wie und warum ist im Einzelfall oft schwierig zu beantworten. Wer Übergewicht hat, ernährt sich meist ungesund. Zuviel Fleisch und fette Wurst, vielleicht auch zu viel Alkohol können zu den überflüssigen Pfunden beitragen und die fördern Krebs jeweils auf ganz verschiedenen Wegen. Außerdem geht Übergewicht oft mit Diabetes einher, auch das kann – über hormonelle Effekte – Krebs begünstigen. Kurzum: Auch wenn zwischen Übergewicht und Krebs eindeutig ein Zusammenhang besteht, liegen die wahren Ursachen, die Mechanismen, die dahinter stecken, oft noch im Dunkeln. Im Fall von Brustkrebs aber haben Forscher in den USA nun klären können, wie zu viel Körperfett das Tumorwachstum antreibt. Klaus Herbst hat nachgefragt.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Kapillar-Schäden im Gehirn und in der Netzhaut – Ein Protein steuert die Stabilität kleiner Blutgefäße.

22.08.2015, von

Damit all unsere Zellen mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden können, müssen haarfeine Blutgefäße noch die hintersten Winkel unseres Körpers erreichen. Diese feinen Blutgefäße, Kapillaren haben insgesamt eine Länge von sage und schreibe 1200 km, das ist ungefähr die Strecke Hamburg-Rom per Luftlinie. Wenn diese Kapillaren undicht werden, kommt es zu kleinen und langfristig auch größeren Blutungen. Und die sind im Gehirn und in der Netzhaut des Auges natürlich besonders kritisch. Ärzte sprechen hier von der Kleingefäßerkrankung, sie ist für jeden fünften Schlaganfall und auch für bestimmte Formen der Demenz verantwortlich. Tübinger Ärzte haben nun entdeckt, dass die Stabilität der kleinen Blutgefäße vor allem von einem bestimmten Eiweiß beeinflusst wird – dem sogenannten Serum Response Faktor. Im Moment ist das „nur“ ein Erkenntnisfortschritt. Mittelfristig könnte diese Entdeckung aber auch zu neuen Medikamenten führen.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Big Data am Europäischen Kernforschungszentrum – Software für die Teilchenforschung taugt auch zum „Hellsehen“.

15.08.2015, von

Big Data hat als Schlagwort in den letzten Jahren eine beachtliche Karriere gemacht. Gemeint sind damit zunächst einfach nur riesige Datenmengen, die man allein aufgrund ihres Volumens nicht mehr klassisch verarbeiten kann. Vor allem aber, und da wird es spannend, geht es um neue Möglichkeiten, auch aus einem völlig unstrukturierten Datenwust wichtige neue Erkenntnisse heraus zu destillieren mit ausgebufften Computerprogrammen. Die Überwachungsmethoden der NSA sind dafür das meist diskutierte Beispiel der letzten Zeit. Aber es gibt viele weitere. Eine Institution, die sich seit langem notgedrungen und intensiv mit Big Data beschäftigt, ist auch das Europäische Kernforschungszentrum CERN bei Genf, wo man vor drei Jahren das Higgs-Boson, das sogenannte Gottesteilchen gefunden hat. Dort haben Informatiker sozusagen als Nebenprodukt mittlerweile mächtige Werkzeuge geschaffen, mit denen sich auch wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen erstaunlich präzise vorher sagen lassen.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Von Chancengleichheit keine Spur – In der außeruniversitären Forschung sind nur wenige Frauen Chefs.

15.08.2015, von

51 % der Mädchen eines Jahrgangs machen derzeit Abitur, bei den Jungen sind es nur 41 Prozent. Kein Wunder also, dass bei den Studierenden die Frauenquote nicht zu beanstanden ist. Das gilt auch noch für die normalen Studienabschlüsse und mit Abstrichen für die Promotionen. 45 % aller Doktortitel werden derzeit an Frauen vergeben. Bei den Habilitationen sieht es dann aber schon deutlich schlechter aus. Da kommen die Frauen nur noch auf einen Anteil von 27 %. Und bei den Professuren, na ja…da wird‘ s dann düster. Vollends ins Hintertreffen aber geraten die Frauen, wenn man die Führungspostionen in der außeruniversitären Forschung in den Blick nimmt, also an Helmholtz-, Fraunhofer-, Max-Planck- und Leibniz-Instituten. Das ist alles lange bekannt und vielfach beklagt worden. Getan hat sich aber wenig. Das zeigt auch der jüngste Monitoring-Bericht zum Pakt für Forschung und Innovation, den die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz kürzlich veröffentlicht hat.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Entzündliche Darmerkrankungen gezielt behandeln – Ein Gel dient als Medikamenten-Taxi.

15.08.2015, von

Chronische Entzündungen des Magen-Darm-Traktes sind oft schwierig zu behandeln. Das liegt u. a. daran, dass die Schleimhäute Medikamente nicht so ohne weiteres dorthin gelangen lassen, wo sie wirken sollen. Außerdem muss man dem Körper i. d. R. eine relativ hohe Dosis an diesen Medikamenten zumuten, damit wenigstens ein Teil davon die entzündeten Stellen erreicht. Und das wiederum führt unweigerlich zu unerwünschten Nebenwirkungen. Forscher in den USA haben nun aber offenbar einen eleganten Weg gefunden, um diese Probleme zu überwinden.
Sie haben ein Gel entwickelt, sozusagen ein Medikamenten-Taxi, das seine Fahrgäste zielgenau nur an den gewünschten Stellen aussteigen lässt. Klaus Herbst hat nachgefragt.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Mikrotumore für die personalisierte Krebsmedizin – Ein neuer Labor-Test hilft, die optimale Therapie zu finden.

15.08.2015, von

Kein Tumor gleicht einem anderen. Auch wenn zwei Krebsgeschwulste äußerlich völlig identisch erscheinen, weisen die Krebszellen jeweils individuelle genetische Veränderungen auf, und deshalb reagieren sie auch verschieden auf mögliche Therapien. Das haben die Mediziner in den letzten zehn Jahren gelernt, seit die Totalanalyse des Erbguts zu einem schnellen und relativ preiswerten Verfahren geworden ist. Allerdings ist man immer noch weit davon entfernt, allein aus solch einer individuellen Erbgutanalyse die optimale Behandlung des jeweiligen Tumors abzuleiten. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, muss man die beste Therapie immer noch durch Probieren finden. Vielleicht schon bald wird dafür aber nicht mehr der Patient selbst als Versuchskaninchen herhalten müssen. Stattdessen können die Tests auch an einer Tumorprobe in der Petrischale vorab stattfinden.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Gras fressende Tiere in Afrika – Was Zähne über die Evolution von Ökosystemen verraten.

08.08.2015, von

Es ist immer wieder verblüffend, welch weitreichende Schlussfolgerungen Wissenschaftler aus winzigen Bruchstücken von Fossilien ziehen können, z. B. aus einem Zahn. In diesem Fall, von dem wir gleich berichten, haben die Forscher allerdings nicht ein einzelnes versteinertes Beißerchen unter die Lupe genommen, sondern rund 1000. Und noch 2000 von heute lebenden Tieren dazu. Und herausgekommen ist dabei nicht weniger, als eine kleine Evolutionsgeschichte der Afrikanischen Graslandschaften und ihrer Bewohner.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Karriere-Steigbügel für Nachwuchswissenschaftler – Das Young Investigator Network am KIT in Karlsruhe.

08.08.2015, von

YIN und YANG gehören in der asiatischen Philosophie untrennbar zusammen. Als zwei Seiten einer Medaille, als entgegengesetzte Polaritäten, Prinzipien oder wie immer man das auch nennen mag. Am Karlsruher Institut für Technologie aber gibt es YIN auch ohne seinen Gegenspieler. Dort steht das Kürzel für Young Investigator Network, also für Netzwerk junger Forscherinnen und Forscher. Es ist ein recht kleiner, elitärer Club, denn nicht jeder Nachwuchswissenschaftler kann ihm beitreten. Aber für diejenigen, für die er gegründet wurde ist er zweifellos eine feine Sache.
Und wer weiß, vielleicht findet ja einer dieser oberschlauen Köpfe eines Tages einen magnetischen Monopol, Nord oder Süd alleine. Wo YIN ohne YANG existieren kann, scheint nichts unmöglich.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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