. . Ein Projekt vom SWR2

Mikroskopischer Blick ins lebende Fliegengehirn – Fluoreszenz macht die Aktivität einzelner Synapsen sichtbar

11.04.2015, von

Immer wieder wird behauptet, man könne heute dem menschlichen Gehirn live beim Denken zusehen mit modernen Bild gebenden Verfahren wie z. B. der funktionellen Magnetresonanz-Tomografie. Aber das ist leider maßlos übertrieben. Was einzelne Gehirnzellen tun und wie sie mit anderen zusammenspielen wenn wir etwa einen Geruch wahrnehmen, das lässt sich auch mit diesen großen und teuren High-Tech-Geräten nicht annähernd erfassen. Dafür sind die Neurone viel zu klein und die elektrischen Signale zwischen ihnen viel zu schnell. Ein  neuartiges Verfahren könnte die Forschung nun aber doch einen großen Schritt voran bringen. Mit einem sogenannten Multiphotonen-Mikroskop und fluoreszierenden Proteinen lässt sich nämlich jetzt erstmals direkt beobachten, wie einzelne Nervenzellen miteinander kommunizieren. Und zwar im lebenden Gehirn, nicht nur an Gewebeproben. Allerdings sind die bislang untersuchten Gehirne sehr klein, sie gehören nämlich Fruchtfliegen.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Forschungsgelder sammeln im Netz – Die Crowdfunding-Plattform der Uni Karlsruhe (KIT)

11.04.2015, von

Crowdfunding, auf Deutsch sagt man auch Schwarmfinanzierung dazu, ist eine recht junge Idee: Die beiden Begriffe geistern erst seit wenigen Jahren durchs Internet. Aber der Grundgedanke dahinter ist sehr pfiffig. Braucht man Geld um ein Forschungsprojekt zu verwirklichen oder auch ein Hilfsprojekt in der Dritten Welt, dann ist es heutzutage oft leichter, im Netz viele Geldgeber zu finden, die sich mit kleineren Beträgen engagieren, als einen Großsponsor zu überzeugen, der das alleine stemmt. Am KIT, dem Karlsruher Institut für Technologie, hat man deshalb jüngst eine eigene Plattform geschaffen, die KIT-Crowd. Anja Braun hat darüber mit Projektmanager Thomas Neumann gesprochen.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Ein Anti-Allergikum hilft auch bei Hepatitis-C – Extrem teure Medikamente bekommen vielleicht Konkurrenz

11.04.2015, von

Gegen Hepatitis C sind seit etwa einem Jahr neuartige Medikamente verfügbar, mit denen sich diese Krankheit in vielen Fällen vollständig heilen lässt und das in wenigen Wochen mit relativ geringen Nebenwirkungen. Allerdings haben diese Medikamente einen gravierenden Nachteil: Sie sind extrem teuer.
Eine Behandlung damit kostet je nach Dauer rund 45.000 bis 90.000 Euro. Zwar könnten die Preise noch deutlich nachgeben, wenn weitere Konkurrenzprodukte auf den Markt kommen. Aber für die Gesundheitssysteme ärmerer Länder bleiben sie wohl auf absehbare Zeit unerschwinglich. Da lässt eine Entdeckung aufhorchen, über die amerikanische Forscher in dieser Woche im Fachblatt science translational medicine berichten. Ein lange bekanntes und obendrein spottbilliges Anti-Allergikum wirkt ebenfalls gegen Hepatitis C – zumindest im Tierversuch. Klaus Herbst hat nachgefragt.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Tiefe Hirnstimulation bei Parkinson – Elektroden auf der Kopfhaut zeigen die Wirkung an

11.04.2015, von

Parkinson entsteht, wenn bestimmte Gehirnzellen, die den Botenstoff Dopamin produzieren, nach und nach absterben. Der Mangel an Dopamin führt dann zu den typischen Symptomen, einem Zittern einerseits und einer sporadischen Starre andererseits.
Bei den meisten Patienten genügt es, das Dopamin durch Medikamente zu ersetzen. In besonders schweren Fällen kann aber auch ein sogenannter Hirnschrittmacher nötig werden. Der schickt kleine Stromstöße an Elektroden, die ins Gehirn eingesetzt werden.
Das wirkt oft erstaunlich gut. Allerdings weiß man noch gar nicht so genau wie und warum. Tübinger Forscher haben jetzt aber zumindest etwas Licht in dieses Dunkel bringen können. Und sie haben obendrein eine Methode entwickelt, mit der sich Elektroden und Schrittmacher im Einzelfall optimal einrichten lassen.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Marathon auf dem Mars – Rekorde und Erkenntnisse der Rover Opportunity und Curiosity

04.04.2015, von

Die Fahrt eines Oldtimers hat kürzlich mal wieder den Mars in die Schlagzeilen gebracht.
Der Rover Opportunity, der seit Januar 2004 auf dem roten Planeten herum kurvt, hat nämlich am Dienstag voriger Woche die klassische Marathon-Distanz von etwas mehr als 42 Kilometern geknackt und ist damit weiter gefahren als jedes andere Gefährt auf einem fremden Himmelskörper bisher. Bereits Mitte 2014 hat Opportunity den bisherigen Rekordhalter geschlagen, die russische Mond-Sonde Lunokhod 2, die es anno 1973 auf rund 39 km gebracht hatte.
Frage an unseren Raumfahrtexperten Dirk Lorenzen:
Der Rover Opportunity ist offenbar so was wie der Käfer auf dem Mars. Er läuft und läuft und läuft…

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Angeborene Herzfehler – Ein Eiweiß lässt neue Muskelzellen sprießen

04.04.2015, von

Herzfehler sind die häufigsten angeborenen Defekte überhaupt. Jedes hundertste Baby in Deutschland ist davon betroffen. Und das Risiko dafür steigt mit zunehmendem Alter der Mütter. Amerikanische Wissenschaftler haben nun herausgefunden, dass ein bekanntes Eiweiß solche Schäden in Zukunft vielleicht mildern oder gar beheben kann, sofern man es in den ersten sechs Lebensmonaten einsetzt. Das legen die Ergebnisse von Experimenten an Tieren und an menschlichem Herzmuskelgewebe nahe. Klaus Herbst hat sich die Befunde erläutern lassen.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Herzkatheter über Handgelenk oder Leiste? – Ergebnisse einer neuen Vergleichsstudie

04.04.2015, von

Mehr als 700.000 Patienten werden in Deutschland jährlich mit einem Herzkatheter untersucht – bei vielen von ihnen setzen die Ärzte dabei auch gleich einen oder mehrere Stents, um verengte Herzkranzgefäße zu weiten. Um an die Engstellen heranzukommen, können Kardiologen den Herzkatheter entweder über die Leistenarterie oder über eine Schlagader am Handgelenk einführen. Beide Möglichkeiten werden seit vielen Jahren genutzt und haben jeweils spezifische Vor- und Nachteile.
Standard ist derzeit noch der Zugang über die Leiste. Doch jetzt belegt eine weitere internationale Studie im Fachblatt “Lancet”, dass der technisch schwierigere Zugang übers Handgelenk seltener zu schweren Blutungen und Todesfällen führt.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Cybersöldner im Auftrag des Islamischen Staats – Profihacker attackieren staatliche Institutionen.

28.03.2015, von

Die Terrororganisation Islamischer Staat ist nicht nur militärisch hoch gerüstet, sondern sie zeigt sich auch im Netz erstaunlich schlagkräftig. Ihre Propaganda-Videos erzielen ja seit langem hohe Reichweiten. Doch das genügt den islamistischen Gotteskriegern offenbar nicht. Seit Anfang des Jahres werden immer wieder auch digitale Spionage- und Sabotageangriffe festgestellt, die auf das Konto des IS gehen sollen. Angriffsziele waren u. a. die jordanische Luftwaffe, das ägyptische Außenministerium und Server der türkischen Armee. Hinter diesen Attacken stecken aber offenbar keine fanatischen Kämpfer, die mit Kalaschnikow und Laptop gleichermaßen umgehen können, sondern erstklassig ausgebildete IT-Spezialisten, die sich als Cybersöldner verdingen.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Wer wird neuer Chef der Hochschulrektoren? – Die Kandidaten stehen fest – gewählt wird im Mai.

28.03.2015, von

Die Hochschulrektorenkonferenz HRK ist die Lobby, die Interessenvertretung der staatlichen und staatlich anerkannten Universitäten und Fachhochschulen in Deutschland. Sie hat derzeit 268 Mitgliedseinrichtungen, an denen rund 95 % aller Studierenden hierzulande eingeschrieben sind. Im Mai soll der Präsident der HRK neu gewählt werden. Und Amtsinhaber Horst Hippler würde gerne weitermachen. Aber er hat zwei Gegenkandidaten, die seit Montag dieser Woche feststehen. Da ist zum einen Klaus Dicke, der ehemalige Rektor der Universität Jena und zum anderen Walther Christoph Zimmerli, bis 2013 Präsident der Uni Cottbus. Über die derzeitige Stimmungslage in der HRK hat Anja Braun mit deren Vizepräsident Holger Burckhardt gesprochen.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Vielversprechender Impfstoff-Kandidat gegen Ebola – Weniger Nebenwirkungen mit abgetöteten Viren.

28.03.2015, von

Aus den Schlagzeilen ist Ebola mittlerweile weitgehend verschwunden, aber überwunden ist die Epidemie leider noch nicht. Allein zwischen dem 16. und 22. März sind in Guinea, Sierra Leone und Liberia rund 80 neue Fälle registriert worden. Und noch immer suchen Forscher nach einem geeigneten Impfstoff. Etliche Kandidaten sind derzeit im Rennen, einige werden auch schon klinisch getestet. Aber Versuche mit einem Lebendimpfstoff mussten wieder eingestellt werden wegen schwerer Nebenwirkungen. Forscher in den USA und Japan haben deshalb einen anderen Weg eingeschlagen und erste Ergebnisse sehen recht vielversprechend aus. Das berichten die Wissenschaftler in dieser Woche im Fachblatt science. Klaus Herbst hat nachgefragt.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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