. . Ein Projekt vom SWR2

Minimal-invasive Präzisions-Chirurgie – Ein hochflexibler Operationsroboter soll dabei helfen.

30.08.2014, von

Wenn von Operationsrobotern die Rede ist, gruselt es viele Menschen, weil sie fürchten, im Ernstfall von einem gefühllosen Automaten behandelt zu werden. Aber die sogenannten Roboter sind meist gar keine. Es handelt sich vielmehr um Manipulatoren, die in Echtzeit von Chirurgen aus Fleisch und Blut ferngesteuert werden. Präzisere Schnitte, weniger Schmerzen und kürzere Liegezeiten versprechen die Hersteller dieser Maschinen. Aber viele Fachleute sehen das eher skeptisch. Bei großen Eingriffen, wie dem Ersatz eines Hüftgelenks, sind die Vorteile durchaus umstritten. Bei sehr heiklen Operationen, wie in der Gehirnchirurgie können solche Manipulatoren aber sehr hilfreich sein. Am Mechatronik-Zentrum der Universität Hannover entwickeln Wissenschaftler derzeit so ein High-Tech-Gerät zur Serienreife. Sein Herzstück ist ein millimeterdünnes Tentakel aus Titan, das fast so beweglich erscheint wie der Arm eines Kraken. Schon in wenigen Jahren könnte es dabei helfen, Blutgerinnsel nach einem Schlaganfall aus dem Gehirn zu entfernen. Michael Engel hat die Tüftler besucht.

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Private Hochschulen in Deutschland – Teuer aber doch sehr gefragt.

30.08.2014, von

Private Hochschulen erfreuen sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Gemessen an ihrer Zahl haben sie bereits einen beträchtlichen Anteil erreicht: Von den rund 430 Hochschulen in Deutschland befindet sich jede vierte in privater Trägerschaft, also 25 %. Allerdings machen ihre insgesamt 140.000 Studierenden nur 6 % aller Nachwuchsakademiker hierzulande aus. Mit anderen Worten: Privathochschulen sind i. d. R. klein, und sie sind meist auch nicht gerade billig. Warum sie dennoch so viel Anklang finden, darüber hat Anja Braun mit Dr. Volker Meyer-Guckel gesprochen. Er ist der stellvertretende Generalsekretär des Stifterverbands für die deutsche Wissenschaft.

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Mit flüssigen Salzen gegen hartnäckige Geschwüre – Wie Antibiotika Schleimschichten durchdringen können.

30.08.2014, von

Wenn man benutztes Geschirr nur grob unterm Wasserhahn abspült und dann eine Weile stehen lässt, dann kann man auf der Wasseroberfläche und an den benetzten Innenseiten schon nach wenigen Stunden eine matte, schmierige Schicht beobachten. Wissenschaftler nennen diese Schicht einen Biofilm, weil sie überwiegend aus Bakterien, Pilzen und Algen besteht und aus einem Schleim, den diese Mikroorganismen absondern. Vom Geschirr lassen sich solche Biofilme leicht mit einem Schwämmchen oder einer Bürste entfernen. Aber leider können sich Biofilme gelegentlich auch in unserem Körper bilden, z. B. in der Haut. Und dann hat man ein ernsthaftes Problem. Denn dann ist den Bakterien und Pilzen darin mit Medikamenten kaum mehr beizukommen. Und es können schlimme Geschwüre entstehen.

Amerikanische Wissenschaftler haben nun aber doch einen Weg gefunden, um solche Biofilme aufzulösen. Klaus Herbst hat nachgefragt.

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Elektroden im Kopf lindern schwere Depressionen – Die Tiefe Hirnstimulation zeigt verblüffende Wirkungen.

30.08.2014, von

Depressionen sind weltweit die häufigste psychische Erkrankung: jeder fünfte Mensch macht im Laufe seines Lebens mindestens eine depressive Episode durch. Medikamente und Psychotherapie können den meisten Betroffenen helfen. Jedoch bei zwanzig Prozent der Patienten mit wiederkehrenden Depressionen wirkt keine der gängigen Therapien. Als letzten Ausweg haben Ärzte deshalb in den vergangenen Jahren einige dieser scheinbar hoffnungslosen Fälle mit der sogenannten Tiefen Hirnstimulation behandelt – mit geradezu verblüffendem Erfolg. Ulrike Till hat darüber mit dem Bonner Psychiater Professor Thomas Schläpfer gesprochen.

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Online-Seiten merken sich ihre Besucher – Auch Computer hinterlassen “Fingerabdrücke”.

23.08.2014, von

Wer in einem Onlineshop einkauft, ist dort natürlich mit allen relevanten Daten registriert. Name, Anschrift, e-mail-Adresse usw. Und wer mehrfach einkauft, offenbart damit auch seine Vorlieben für bestimmte Produkte und wird entsprechend mit Werbung zugemüllt.

Aber selbst wenn man nichts bestellt, sondern nur im Internet herum surft, merken sich viele der besuchten Seiten, ob man schon mal da war und wofür man sich interessiert hat. D. h. genau genommen speichern sie das Surfverhalten auf der Festplatte des Besuchers, und lesen und ergänzen diese Daten dann, wenn man das nächste Mal vorbeischaut. Das funktioniert über sogenannte Cookies. Wer das nicht will, kann diese kleinen Spione am Ende jeder Sitzung einfach löschen und ist dann sozusagen wieder ein unbeschriebenes Blatt. Inzwischen benutzen die Betreiber mancher Internetseiten aber auch eine ganz andere Methode um ihre Besucher zu identifizieren, und dagegen etwas zu tun ist für Otto Normalsurfer weitaus schwieriger. Canvas fingerprinting heißt dieses zwielichtige Verfahren. Und was sich dahinter verbirgt, erklärt Peter Welchering.

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Deutschland will mehr ausländische Studierende – Was unsere Unis noch attraktiver machen kann.

23.08.2014, von

Deutschland ist bei ausländischen Studierenden so beliebt wie nie. Derzeit studieren bei uns bereits 300.000 junge Menschen mit einem ausländischen Pass, das sind rund 10 % aller Studies.

Erst einen Monat ist es her, dass wir diese erfreuliche Bilanz hier präsentieren konnten. Aber das ist noch lange kein Grund, sich selbstzufrieden zurückzulehnen. Denn die Konkurrenz schläft nicht. Wer die weltweit besten Köpfe unter den Nachwuchswissenschaftlern anlocken will, muss sich kontinuierlich anstrengen und stetig versuchen, noch attraktiver zu werden. Was Bildungspolitiker und Hochschulen dafür tun können, darüber hat Anja Braun mit Dr. Simone Burkhart gesprochen. Sie leitet beim Deutschen Akademischen Austauschdienst DAAD die Gruppe Strategie.

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Neue Strategie zur Ausrottung der Kinderlähmung – Synergie-Effekte von Tot- und Lebend-Impfstoffen.

23.08.2014, von

Poliomyelitis, die Kinderlähmung sollte eigentlich längst ausgerottet sein. Schon 1988 hatte sich die Weltgesundheitsorganisation dieses Ziel auf die Fahnen geschrieben. Und in den meisten Ländern wurde es auch erreicht. Aber eben nicht in allen. Und im Frühjahr 2014 sah sich die WHO gar genötigt, die erneute Ausbreitung der Kinderlähmung zu einer gesundheitlichen Notlage von internationaler Bedeutung zu erklären und Auffrischungsimpfungen zu empfehlen. Seit den 1950er Jahren stehen dafür prinzipiell zwei Impfstofftypen zur Verfügung. Die sogenannte OPV, die Schluckimpfung mit abgeschwächten Lebend-Viren und die sogenannte IPV, eine Injektion von abgetöteten Viren. Und seither wird darüber gestritten, welcher Typ der bessere ist. Eine Impfstudie aus Indien, die in dieser Woche im Fachblatt science veröffentlicht wurde, könnte diese Debatte nun endgültig beenden. Klaus Herbst hat nachgefragt.

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Im Doppelpack gegen Diabetes – Wie Gliflozine und Metformin den Blutzucker senken.

23.08.2014, von

Über die sogenannten Gliflozine, eine neue Gruppe von Medikamenten gegen Diabetes, haben wir hier in SWR2 CAMPUS im Frühjahr schon einmal berichtet: Diese Wirkstoffe sorgen dafür, dass mehr Zucker über die Nieren ausgeschieden wird und bei Patienten, die auf eine Standardtherapie nicht ausreichend ansprechen, haben sich diese Gliflozine bereits bewährt. Oft werden sie aber auch gemeinsam mit einem Klassiker der Diabetes-Medikamente verordnet, nämlich mit Metformin. Und dass das durchaus sinnvoll sein kann, zeigt eine neue Studie mit zuckerkranken Mäusen. Die gleichzeitige Gabe von Metformin mit Gliflozinen wirkt nämlich deutlich besser als jedes der beiden Mittel alleine. Viele Ärzte hatten das bereits an ihren Patienten beobachtet. Aber erst jetzt weiß man auch, warum das so ist, welcher Mechanismus dahinter steckt.

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Zwei europäische Navigationssatelliten vor dem Start – Doch das System Galileo kommt nur langsam voran.

16.08.2014, von

Die europäische Raumfahrt hat in diesem Monat schon zweimal für Schlagzeilen gesorgt. Am Dienstag dieser Woche hat der fünfte und letzte europäische Raumtransporter planmäßig an der Internationalen Raumstation festgemacht und in der Woche zuvor hatte die Sonde Rosetta nach zehnjährigem Flug ihr ambitioniertes Ziel erreicht, den Kometen Tschurjumov-Gerasimenko. Zwei astreine Erfolgsgeschichten sind das – auf beide kann die ESA sehr stolz sein, das ist gar keine Frage. In der nächsten Woche nun wird die europäische Raumfahrt erneut von sich reden machen. Am Donnerstag nämlich sollen gleich zwei weitere Satelliten des Navigationssystems Galileo in ihre Umlaufbahnen geschossen werden und man kann nur hoffen, dass auch dabei alles glatt läuft. Aber eine Erfolgsstory wäre Galileo auch dann nicht wirklich, eher eine schier endlose Geschichte mit immer noch ungewissem Ausgang. Frage an unseren Raumfahrtexperten Dirk Lorenzen:

Wie haben denn die ursprünglichen Pläne für Galileo ausgesehen und wo stehen wir heute tatsächlich?

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Reform des Medizinstudiums – Ärztliches Handeln soll in den Mittelpunkt rücken.

16.08.2014, von

Das Medizinstudium in Deutschland vermittelt zwar eine ungeheure Fülle an theoretischem Wissen, bereitet aber nur ungenügend auf die praktische Tätigkeit als Arzt vor. So lautet eine Klage, die schon seit Jahrzehnten erhoben wird und die trotzdem immer noch berechtigt ist. Der Wissenschaftsrat, das wichtigste Beratergremium für die Hochschul- und Forschungspolitiker hierzulande, hat deshalb erst kürzlich wieder empfohlen, das Medizinstudium konsequent weiter zu entwickeln und die Lerninhalte vor allem am ärztlichen Handeln auszurichten. Allerdings hat sich in den letzten Jahren schon viel getan. So hat man eine Modellklausel in die Approbationsordnung eingeführt, die es den Universitäten ermöglicht, neue Ideen auszuprobieren. Insgesamt neun solcher Modellstudiengänge gibt es bereits und das heißt, rund ein Viertel aller angehenden Mediziner lernt heute schon sehr viel praxisorientierter. Dennoch bleibt viel zu tun. Anja Braun hat darüber mit dem Magdeburger Neurologen Prof. Hans-Jochen Heinze gesprochen. Er leitet den Medizin-Ausschuss des Wissenschaftsrates.

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