. . Ein Projekt vom SWR2

“Wissenschaft weltoffen” – Deutsche Hochschulen sind bei Ausländern beliebt wie nie.

19.07.2014, von

Deutschland ist nach den USA und Großbritannien das beliebteste Gastland für ausländische Studierende. Und im vergangenen Wintersemester lag deren Zahl mit rund 300.000 so hoch wie nie zuvor. Das belegt der Bericht “Wissenschaft weltoffen”, den Bundesforschungsministerin Johanna Wanka und die Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes DAAD am Dienstag in Berlin vorgestellt haben. Was in diesem Bericht sonst noch an Erfreulichem zu finden ist, hat sich Anja Braun von den beiden Autoren Dr. Simone Burkhart vom DAAD und Dr. Ulrich Heublein vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung erläutern lassen.

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Biologische Herzschrittmacher – Wie aus Muskelzellen neue Taktgeber werden.

19.07.2014, von

Herzschrittmacher sind Lebensretter. Und das seit mehr als einem halben Jahrhundert. Das erste voll implantierbare Gerät ist bereits im Oktober 1958 einem Patienten in Stockholm eingesetzt worden. Ein Produkt der Firma Siemens-Elema, das lediglich zwei Transistoren, eine Spule und einen Akku enthalten hat. Heute sind Herzschrittmacher hochgezüchtete Wunderwerke der Elektronik, mit einer Vielzahl von Funktionen, mit denen sich die unterschiedlichsten Herzprobleme beherrschen lassen. Trotzdem arbeiten Forscher weltweit daran, diese High-Tech-Ersatzteile wieder überflüssig zu machen, indem sie versuchen, die natürlichen Taktgeber im Herzen zu regenerieren. Und auf diesem Weg haben Forscher in Kalifornien nun einen ersten kleinen Erfolg errungen. Sie konnten zeigen, dass es zumindest prinzipiell möglich ist, Herzmuskelzellen genetisch in Taktgeberzellen umzuprogrammieren. Im Moment sind die Ziele der Wissenschaftler noch recht bescheiden. Sie wollen damit nur Zeiten überbrücken, in denen ein Schrittmacher vorübergehend entfernt werden muss. Aber wer weiß, was daraus mal werden kann. Klaus Herbst hat nachgefragt.

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Risiken und Nebenwirkungen von Ärzten und Apothekern – Wie sich Nocebo-Effekte vermeiden lassen.

19.07.2014, von

Wenn eine Pille Schmerzen lindert, obwohl sie überhaupt keinen Wirkstoff enthält, sprechen Mediziner vom Placebo-Effekt: Dann hat offenbar allein schon der Glaube an das Mittel geholfen. Das funktioniert übrigens bei erstaunlich vielen Menschen. Und deshalb werden neue Medikamente in Arzneimittelstudien ja stets im Vergleich zu Placebo-Pillen getestet und nicht einfach gegen keine Behandlung. Dieser positive Placebo-Effekt hat aber auch ein Pendant in die Gegenrichtung: Wenn Patienten glauben, dass ihnen eine Pille schadet, dann kann das die gewünschte Wirkung herabsetzen und im Extremfall bleiben nur noch unerfreuliche Nebenwirkungen übrig. Das ist der Nocebo-Effekt – und der kann den Erfolg einer Behandlung nachhaltig gefährden. Deshalb hat der Tübinger Psychosomatiker Professor Paul Enck gerade im Fachblatt “Journal of the American Medical Association” Strategien vorgestellt, wie sich solche Nocebo-Effekte vermeiden lassen. Ulrike Till hat mit ihm gesprochen:

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Russlands neue Rakete Angara – Ein erster Teilerfolg für den Hoffnungs- und Satellitenträger.

11.07.2014, von

Eine neue russische Rakete hat am Mittwoch dieser Woche ihren ersten Testflug erfolgreich absolviert. Angara heißt sie, nach einem Fluss in Sibirien, und sie ist das erste Trägersystem seit dem Ende der Sowjetunion 1991, das komplett in Russland gebaut worden ist. Ihre Entwicklung hat mehr als zehn Jahre gedauert und mehrere Milliarden Euro gekostet.

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Endspurt auf Numerus-Clausus-Fächer – Noch immer klemmt es beim online-Portal hochschulstart.de

11.07.2014, von

Am Dienstag nächster Woche endet die Bewerbungsfrist für zulassungsbeschränkte Studiengänge. Das betrifft z. B. all jene, die im kommenden Wintersemester ein Studium der Medizin, Tiermedizin, Zahnmedizin oder Pharmazie aufnehmen wollen. Denn diese Fächer sind bundesweit mit einem Numerus Clausus belegt. Es betrifft aber auch diejenigen, die sich um einen Studienplatz mit örtlichem Numerus Clausus bewerben wollen. Insgesamt sind das gut 45 % aller Studiengänge in Deutschland. Erste Anlaufstelle ist dann das online-Portal “hochschulstart.de”. Aber bei den Fächern mit örtlicher Zulassungsbeschränkung reicht das leider nicht. Denn seit Jahren wird darüber nur ein Bruchteil der Plätze angeboten.

 

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Ekzem oder Schuppenflechte? Ein einfacher Gentest hilft bei der Diagnose.

11.07.2014, von

Ekzeme und die Schuppenflechte Psoriasis sind zwei weitverbreitete chronisch entzündliche Hauterkrankungen, die ganz unterschiedliche Ursachen haben und entsprechend unterschiedlich behandelt werden müssen. Das Problem ist nur: Oft sehen die befallenen Hautpartien derart ähnlich aus, dass auch erfahrene Ärzte Schwierigkeiten haben, auf Anhieb die  richtige Diagnose zu stellen. Dann wird häufig einfach ausprobiert, worauf der Patient anspricht. Und das kostet unnötig Zeit und Geld. Doch jetzt haben Wissenschaftler in München, London und Rom in den Genen betroffener Hautzellen Merkmale entdeckt, die eine klare Unterscheidung möglich machen. Der neue Test dauert nur einen Tag und ist bereits zum Patent angemeldet. Klaus Herbst hat sich die Details erläutern lassen.

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Erst HO-1 macht Dicke krank – Ein Schlüssel-Enzym steuert das Diabetes-Risiko

11.07.2014, von

Mehr als zwei Milliarden Menschen weltweit sind zu dick: Und die meisten von ihnen entwickeln mit der Zeit Folgeerkrankungen wie Diabetes,  Herz-Kreislauf-Leiden oder Krebs. Aber es trifft nicht alle. Immerhin ein Viertel der Dicken bleibt gesund. Woran liegt das?

Dieses Rätsel war bislang ungelöst. Doch jetzt haben Forscher in Freiburg und Wien eine mögliche Erklärung gefunden: Offenbar spielt ein Enzym mit der Bezeichnung HO-1 eine Schlüsselrolle bei der Entstehung von Diabetes und einigen entzündlichen Erkrankungen. Ulrike Till hat darüber Dr. Andrew Pospisilik gesprochen. Er leitet am Freiburger Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik u. a. diese Studie.

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Pisa-Forscher übernimmt Vorsitz im Wissenschaftsrat – Manfred Prenzel zu den Baustellen der Hochschulpolitik.

05.07.2014, von

Der Wissenschaftsrat ist hierzulande das wichtigste Beratergremium in Sachen Hochschul- und Forschungspolitik. Er berät sowohl den Bund als auch die Länder. Und seine Empfehlungen haben stets ein hohes Gewicht. Wenn der Wissenschaftsrat über einer Institution den Daumen senkt, wird es eng für diese. Und wenn er sich zu Strukturmängeln äußert z. B. in der Universitätsmedizin, dann bekommen die Politiker und die Uni-Chefs sozusagen ihre Hausaufgaben aufgeschrieben. Seit Dienstag dieser Woche hat der Wissenschaftsrat nun einen neuen Vorsitzenden. Es ist der Bildungsforscher Manfred Prenzel, der seit gut 10 Jahren die deutschen Pisa-Tests koordiniert. Anja Braun hat mit ihm über die aktuellen Baustellen der Wissenschaftspolitik gesprochen und ihn zunächst gefragt, inwiefern ihm seine Erfahrungen aus der schulischen Bildung auch bei den Problemen der Hochschulen zu Gute kommen.

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Genetische Ursachen psychischer Krankheiten – Eine neue Methode kann Licht ins Dunkel bringen.

05.07.2014, von

Viele psychiatrische Erkrankungen haben Ursachen, die vermutlich in den Genen liegen. Dafür gibt es zumindest zahlreiche Hinweise. Aber es ist bislang ausgesprochen schwierig, das zu belegen und vor allem auch die Mechanismen aufzuklären, die jeweils hinter einzelnen Krankheiten stecken. Bei Psychiatriepatienten nach auffällig veränderten Genen zu suchen, dieser Weg hat bisher nicht viel gebracht. Und direkte Untersuchungen an Zellen im Gehirn sind halt ausgesprochen heikel und kommen deshalb als Routineverfahren auch nicht in Frage. Doch nun haben Forscher in den USA eine ziemlich raffinierte Methode ausgetüftelt, mit der sich all diese Schwierigkeiten elegant umschiffen lassen. Sie versuchen gar nicht erst, an Nervenzellen im Gehirn heran zu kommen. Sie züchten sie einfach nach. Und zwar aus Hautzellen, die sie zuvor in Stammzellen verwandelt haben. Wie das geht und was man damit machen kann hat sich Klaus Herbst erläutern lassen.

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Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs – In Deutschland entwickelt aber bislang wenig genutzt.

05.07.2014, von

Bei der Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs ist Deutschland gleich in doppelter Hinsicht ein “Entwicklungs”land.

Zum einen sind hierzulande die Grundlagen für diese Impfung entwickelt worden. Denn hier wurde entdeckt und bewiesen, dass Gebärmutterhalskrebs durch bestimmte humane Papilloma-Viren ausgelöst wird. Das hat dem früheren Chef des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg, Harald zur Hausen, im Jahr 2008 den Medizinnobelpreis eingebracht. Zum anderen aber wird diese segensreiche Impfung ausgerechnet  bei uns nur beschämend wenig genutzt. Einmal mehr bestätigt sich da offenbar die alte Erfahrung, dass der Prophet nichts gilt im eigenen Land. Bei einem Symposium in Heidelberg in dieser Woche gaben sich die Experten aber dennoch optimistisch. Über die Aussichten im Kampf gegen Gebärmutterhalskrebs hat Ulrike Till mit dem Tübinger Virologen Professor Thomas Iftner gesprochen.

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