. . Ein Projekt vom SWR2

Wie man Frauen für MINT-Fächer gewinnen kann – Der Einfluss von Vorbildern in den Medien.

18.10.2014, von

Junge Männer und junge Frauen, die sich für ein Studium entscheiden, haben eines gemeinsam. Ihr Lieblingsfach Nummer eins ist Betriebswirtschaft. Aber bei den übrigen Vorlieben zeigen sich dann doch gravierende Unterschiede. Auf den Plätzen zwei und drei bei den Männern folgen Maschinenbau und Informatik, bei den Frauen Germanistik und Erziehungswissenschaften. Mit den sogenannten MINT-Fächern, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik hat der weibliche Teil der Nachwuchsakademiker wenig am Hut. Wenn man von der Biologie mal absieht. Und von der Medizin. Warum das so ist und wie man das ändern könnte, darüber hat Anja Braun mit der Berliner Medienwissenschaftlerin Dr. Marion Esch gesprochen.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Bessere Überlebens-Chancen bei Blutvergiftung – Spezielle Lipidsenker sollen Antibiotika ergänzen.

18.10.2014, von

Sepsis, umgangssprachlich auch Blutvergiftung genannt, ist eine sehr häufige und zugleich auch höchst gefährliche Entzündungsreaktion des Körpers. In Deutschland trifft es jährlich rund 150.000 Menschen. Fast 60.000 von ihnen sterben daran. Ausgelöst wird eine Sepsis vor allem durch Bakterien und Pilze.

Und deshalb wird sie vorrangig mit Antibiotika behandelt. Oft sind aber auch Gifte im Spiel, die von den abgetöteten Mikroben stammen. Und dagegen sind Antibiotika natürlich machtlos. Doch jetzt haben Forscher in den USA, in Kanada und Japan herausgefunden, dass ein körpereigenes Eiweiß, das an der Regulierung des Cholesterinstoffwechsels beteiligt ist, den Verlauf einer Sepsis deutlich beeinflusst. Wird dieses Eiweiß blockiert, steigen die Überlebenschancen. Klaus Herbst hat mit den Wissenschaftlern gesprochen.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Gefahr durch Gefäß-Stützen im Gehirn – Mit Stents treten mehr Schlaganfälle auf als ohne.

18.10.2014, von

Wer schon einmal einen Schlaganfall erlitten hat, lebt ziemlich gefährlich. Denn häufig folgt dem ersten auch ein zweiter. Um das zu verhindern bekommen jene Patienten, bei denen ein Gerinnsel die Ursache war, Medikamente, die die Blutgerinnung vermindern. Zusätzlich wird oft auch ein kleines Röhrchen aus einem Drahtgeflecht in das wieder eröffnete Blutgefäß eingesetzt, ein sogenannter Stent. Der soll die Gefäßwände stützen und so einen erneuten Verschluss verhindern.

Bei der Behandlung von Herzinfarkten haben sich solche Stents seit langem bewährt. Ihr Einsatz im Gehirn jedoch ist zunehmend umstritten. Erst kürzlich hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen davor gewarnt, dass Schlaganfälle bei Patienten mit einem Stent womöglich sogar häufiger auftreten, als bei einer medikamentösen Behandlung alleine. Ulrike Till hat darüber mit Dr. Stefan Sauerland gesprochen. Er leitet die Abteilung Nichtmedikamentöse Verfahren an diesem Institut.

(Redaktion /Moderation: Markus Bohn)

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Virtuelle Realität in der Überwachungstechnik – Wie Beobachter das Geschehen hautnah miterleben können.

11.10.2014, von

Die Überwachung des öffentlichen Raumes mit Videokameras ist mittlerweile fast flächendeckend. Daran haben wir uns längst gewöhnt. Denn in Krimis oder nach verhinderten Terroranschlägen wird uns ja auch ständig augenfällig demonstriert, wie nützlich das sein kann. Aber mit Videobildern alleine werden sich die Ermittler in Zukunft wohl nicht mehr zufrieden geben, denn die Technik bietet weit mehr Möglichkeiten.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Streit um die Nebenkosten der Forschung – Wer zahlt für Heizung und Hausmeister?

11.10.2014, von

Ohne sogenannte Drittmittel läuft an unseren Hochschulen schon lange nichts mehr. Jedenfalls keine Forschung. Deshalb ist jeder Professor nachdrücklich gehalten, so viele Forschungsgelder wie möglich von außen einzuwerben. Vor allem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die aus Steuermitteln finanziert wird und jährlich mehr als zweieinhalb Milliarden Euro dafür ausschütten darf.

Aber diese Forschungsgelder decken nur die direkten Kosten neuer Projekte, z. B. für zusätzliche Geräte oder wissenschaftliche Mitarbeiter. Nebenkosten sind damit nicht abgedeckt. Das kann gerade die besonders erfolgreichen Universitäten in erhebliche finanzielle Bedrängnis bringen. Um diesen Effekt abzumildern schießt der Bund seit einigen Jahren pauschal noch einmal 20 % zu den Drittmitteln zu. Ab 2016 könnte damit allerdings Schluss sein. Denn die Bundesforschungsministerin will, dass sich die Länder künftig an dieser Pauschale beteiligen, die lehnen das aber bislang ab. Was es bedeuten würde, wenn keine Einigung zustande käme, darüber hat Anja Braun mit Prof. Hans-Jochen Schiewer gesprochen. Er ist Rektor der Universität Freiburg und Vorsitzender der baden-württembergischen Landesrektorenkonferenz.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Neues vom Kuschelhormon – Wie Oxytocin das Sexualverhalten im Gehirn steuert.

11.10.2014, von

Als sogenanntes “Kuschelhormon” ist Oxytocin in den letzten Jahren ziemlich berühmt geworden. Weil man es leicht als Nasenspray applizieren kann, wird es vor allem von Psychologen gerne auf alle möglichen Wirkungen hin getestet. So soll es bei Männern den Hang zur Monogamie fördern, es soll Kreditgeber großzügiger machen, aber auch Vorbehalte gegenüber Fremden verstärken und vieles andere mehr. Doch ist bei derlei Studien generell ein gesundes Misstrauen angebracht. Denn dass so komplexe Verhaltensweisen von einem einzelnen Hormon in immer gleicher Weise gesteuert werden, ist eher unwahrscheinlich. Neurowissenschaftler, die es genauer wissen wollen, suchen deshalb zunächst einmal nach Stellen im Gehirn, die überhaupt auf Oxytocin reagieren können, weil sie dafür Antennen haben, sogenannte Rezeptoren. Und dabei sind Forscher in den USA nun fündig geworden. Klaus Herbst hat nachgefragt.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Methadon als Krebsmedikament – Bei Hirntumoren unterstützt es die Chemotherapie.

11.10.2014, von

Methadon ist seit mehr als 60 Jahren als sehr starkes Schmerzmittel auf dem Markt. Es ist ein vollsynthetisches Opiod, und wird fast ebenso lange auch zur Behandlung von Heroinsüchtigen eingesetzt. Doch damit sind seine Möglichkeiten offenbar noch längst nicht ausgeschöpft. Bei Krebspatienten, die Methadon als Schmerzmittel bekommen haben, hat sich nämlich gezeigt, dass dieses Medikament zugleich auch die Wirkung einer Chemotherapie drastisch steigern kann. Bei welchen Krebsarten dies funktioniert und unter welchen Bedingungen, das soll nun systematischer untersucht werden. Z. B an besonders bösartigen Hirntumoren, sogenannten Glioblastomen. Darüber berichten Forscher an diesem Wochenende bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie in Hamburg. Und Ulrike Till hat sich den aktuellen Stand vorab schon mal erläutern lassen.

(Redaktion / Moderation: Markus Bohn)

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Neuer Mechanismus bei Brustkrebs – Wie Östrogen Tumorzellen beim Wachsen hilft

02.10.2014, von

Östrogen ist ein Hormon mit vielen Funktionen: Vor den Wechseljahren schützt es Frauen vor Schlaganfall und Herzinfarkt, es hält die Haut straff und die Knochen stabil. Gleichzeitig sind hohe Östrogenspiegel aber bei bestimmten Formen von Brustkrebs gefährlich. Und auch bei einer Hormonersatztherapie sind die Risiken schon lange bekannt. Jetzt zeigen Forscher aus den USA, wie Östrogen das Wachstum von Tumoren fördern kann. Klaus Herbst stellt den neu entdeckten Mechanismus vor.

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Die Juniorprofessur auf dem Prüfstand – Akademisches Sprungbrett oder Sackgasse?

02.10.2014, von

Vor zwölf Jahren haben die ersten Juniorprofessoren die Arbeit aufgenommen – die Erwartungen waren groß: Die Hochschulen wollten jungen Akademikern auch ohne Habilitation den schnellen Einstieg in Lehre und Forschung ermöglichen. Und der wissenschaftliche Nachwuchs hoffte, die zeitlich begrenzte Juniorprofessur würde zum Sprungbrett für eine dauerhafte Uni-Karriere. Inzwischen gibt es in Deutschland rund 1.500 Juniorprofessorinnen und -professoren. Ihre Situation war jetzt Thema einer Tagung in Berlin. Anja Braun erklärt, warum viele junge Hochschullehrer frustriert sind.

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Dampf ablassen auf alten Deponien – Wie sich gefährliche Gase unschädlich machen lassen

02.10.2014, von

Alte Mülldeponien haben’s in sich. Was man von außen kaum noch mitbekommt: Innendrin brodelt es. Denn wenn organischer Müll verrottet, entstehen Gase – und zwar auch noch dann, wenn die Deponie längst nicht mehr in Betrieb ist. Vor allem Methan gilt als ausgesprochen klimaschädlich. Forscher an der Technischen Fachhochschule Georg Agricola in Bochum haben jetzt Verfahren entwickelt, wie man aus diesen alten Mülldeponien sozusagen „die Luft raus lassen kann“ Alice Thiel-Sonnen war mit den Wissenschaftlern unterwegs.

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