. . Ein Projekt vom SWR

Veganes muss nicht zwangsläufig gesund sein

04.04.2014, von

Der Verzicht auf tierisch erzeugte Lebensmittel gilt als trendy. Ist ja auch grundsätzlich nicht falsch, viel Gemüse und ähnliches zu essen. Und auf Eier und Milchprodukte zu verzichten ist unter bestimmten Bedingungen auch ok. Nur: wo ein Trend ist, sind leider auch Trittbrettfahrer und Abzocker.

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat sich deshalb 20 Lebensmittel für Veganer genauer angesehen. Die erste negative Feststellung, die sie dabei machte, ist, dass nur vier von zehn angeschriebenen Firmen Fragen zu ihren veganen Produkten beantworteten. Und auch bei den restlichen 60 Prozent ist man mit der Auskunftsfreudigkeit so unzufrieden, dass man dies im nun vorgestellten Ergebnis extra erwähnt.

via “Einige dieser Produkte sollten nicht zu häufig auf dem Speiseplan stehen” | Telepolis.

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Vom Artenschutz hin zum Schutz der Vielfalt?

03.04.2014, von

Spannend, was die Kollegen bei SWR2 im Programm haben: Wenn sich die wissenschaftlichen Erkentnisse zur zoologischen Systematik ändern, dann muss der Artenschutz daraus Konsequenzen ziehen. Hörenswert.

Im herkömmlichen Artenschutz spielen die so genannten Roten Listen immer noch eine Hauptrolle. Sie führen einzelne Pflanzen-, Pilz- oder Tierarten auf, die vom Aussterben bedroht sind. Das sei natürlich keineswegs überflüssig, meinen die Vertreter des neuen Ansatzes. Doch auch Werner Kunz vom Institut für Genetik an der Universität Düsseldorf fordert, das Schutzkonzept auszuweiten. Hin zur Artenvielfalt.

via Was ist eine “Spezies”?: Neue Definition könnte den Artenschutz verändern – SWR2 :: Wissen | SWR.de.

Windkraft auf Halbmast aber nicht abgetakelt

02.04.2014, von

Auch künftig gibt’s Unterstützung für Windkraft, mehr als bisher vorgesehen, ein Ergebnis des gestrigen Bund-Länder-Treffens:

Eine wesentliche Änderung zu den bisherigen Regierungsplänen ist, dass das sogenannte Repowering von Windkraftanlagen nicht auf vorgesehene Obergrenzen angerechnet werden soll.

Weniger gut: der Maisanbau für Biomasseanlagen wird nicht drastisch eingeschränkt, was ökologisch überfällig wäre.

via EEG-Reform steht: „Ein guter Tag für die Windenergie in Deutschland“ – Deutschland – Politik – Handelsblatt.

natürlich! ab heute für Umwelt und Natur

01.04.2014, von

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Wilde Gegend – auf dem Lotharpfad im neuen Nationalpark Schwarzwald. Erstes Thema heute bei “natürlich!”, der neuen Umwelt- und Natursendung im SWR-Fernsehen. Dienstags, 18.15 Uhr oder in der SWR-Mediathek.
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Nachhaltig heiraten: Green Wedding

11.03.2014, von

Der schönste Tag im Leben, das soll ja angeblich der Hochzeitstag sein. Nun gut, man oder frau muss das ja nicht wörtlich nehmen, es gibt viele Arten, glücklich zu werden. Aber wenn schon heiraten, dann wenigstens mit einem guten Gefühl. Das muss sein. Dem Wissen etwa, dass für das Brautkleid keine Textilarbeiterinnen in Bangladesh zum Billigstlohn schuften. Dass für die Eheringe keine Goldwäscher in der Dritten Welt mit hochgiftigen Chemikalien unter Einsatz ihres Lebens den Rohstoff besorgen.
Auch das Klima wird’s danken, wenn dort gefeiert wird, wo die meisten Gäste wohnen. Die Hochzeit geht zu den Gästen und nicht umgekehrt, ein interessanter Gedanke, den sich zum Beispiel Laura und Florian gemacht haben. Zwei bloggende grüne Überzeugungstäter, die sich seit drei Jahren „stets Gedanken machen, welche Auswirkungen unser Handeln auf die Umwelt hat und wie wir einen Beitrag für eine bessere Umwelt leisten können“.
So stets geschrieben im Hochzeitsblog mit dem schönen Namen www.fraeulein-k-sagt-ja.de. Kurzfassung: Hochzeitsort dort gewählt, wo die meisten Gäste wohnen: das spart konkret bei einem Drittel der Gäste weite Wege und damit CO2. Gut für die Klimabilanz. Zudem gute Zuganbindung von Location und Hotel. Das Hotel ist zudem vom Ort der Feier zu Fuss erreichbar. Natürlich CO2-neutrale Deko, weitgehend aus recycelten Materialien. Die Namenskärtchen: bemalte Steine, aus dem Rhein gesammelt. Menükarten aus Recyclingpapier. Caterer, Friseur, Stylistin etc. aus der nahen Umgebung. Dazu regionale Getränke.

Ok, die Bio-Seide fürs Kleid war dann doch etwas zu teuer und wurde ausgemustert, aber wenigstens war das Brautkleid “Made in Germany”. Die Eheringe: recyceltes Gold von der regionalen Goldschmiedin ohne hochgiftige Arbeiten wie Galvanisieren verarbeitet. Keine Selbstverständlichkeit sowas, da gehört ganz schön Rechercheaufwand dazu, um all diese Dinge auf Nachhaltigkeit zu checken.
Weil die Hochzeitsreise nach Schottland gehen sollte, haben Laura und Florian die entstandenen Treibhausgase wie auch die der 70 Hochzeitsgäste kompensiert, dank Organisationen wie den Klimarebellen oder Atmosfair ist das ja nur eine Finanzfrage.

Also, ich bin ehrlich gesagt ziemlich beeindruckt von der Fülle der durchdachten Details und wünsche den beiden eine lange, nachhaltige Beziehung. Alles über Green Wedding, noch mal nachzulesen unter www.fraeulein-k-sagt-ja.de.

Wie verantwortlich ist Chevron für versifften Urwald?

08.03.2014, von

Das Ausmaß der Umweltzerstörung in Ecuador war enorm:

5.000 Quadratkilometer verseuchter Regenwald, vergiftete Gewässer, mehr als 114 Milliarden Liter giftige Abwässer und ausgelaufenes Rohöl – darum ging es im Prozess um Umweltschäden.

Das juristische Hickhack in der Folge der Schäden ist unübersichtlich. Erst ein Urteil mit 19 Milliarden Dollar Schadensersatz, dann eine Halbierung, jetzt ein fast-schon Freispruch. Mal Gerichte in Ecuador, mal USA. Klar ist nur: die Umweltsauerei war heftig, die Chevron im Urwald durch die Ölförderung hinterlassen hat, und offenbar kommen die Verantwortlichen wieder mal billig davon. Ein Grund mehr, sich für Erneuerbare Energien zu engagieren.

via Nicht schuldig, sondern nur "in gewisser Weise" verantwortlich | Telepolis.

Wenig nachhaltig: die 20 größten Konsumsünden

07.03.2014, von

Wir konsumieren vieles, was umweltschädlich erzeugt wurde oder schädliche Folgen hat. Wie konsequent sind wir beim Umweltschutz? Blogger Leena Vollandh hat Erkenntnisse über unser Konsumverhalten zusammengefasst. Lesenswert.

Im Durchschnitt besitzt ein Europäer rund 10.000 Dinge. Das neuste Smartphone, ein neues Outfit, diese Vase und die Entsaftungsmaschine… Auf welche Konsumsünden wollen wir Deutschen auf keinen Fall in unserem Leben verzichten?

via Die 20 größten Konsumsünden.

Fleischlos im Raum Trier. Ach was: Vegan gar.

17.02.2014, von

Na also, wird doch.

In Zeltingen-Rachtig gibt es das erste vegane Restaurant in der Region Trier.

via SWR Fernsehen :: Odysso :: Umwelt | SWR.de.

Grüne Gentechnik trotz klarer Mehrheit dagegen

12.02.2014, von

Das stinkt zum Himmel: 19 Staaten waren gestern dagegen, den Genmais 1507 von Dupont-Pioneer in Europa zuzulassen. Er kommt trotzdem, wegen Enthaltungen bevölkerungsreicher Staaten und dem Eiertanz um sogenannte “qualifizierte Mehrheiten”. Klar ist:

Nur fünf Länder waren für die Genehmigung: Estland, Finnland, Großbritannien, Schweden und Spanien.

Auch wenn regionale Anbauverbote damit noch nicht ausgeschlossen sind, schwieriger wird die rechtliche Situation für Gentechnikgegner allemal. Die Frage ist: Hat jemand schon ein geändertes Genehmigungsverfahren beantragt, um solche Fälle künftig zu vermeiden?

via Lebensmittel Gentechnik Mais TC1507 EU Abstimmung – SPIEGEL ONLINE.

Ein Löwe frisst Giraffenfleisch. Na sowas.

11.02.2014, von

Viele denken, Koteletts vom Schwein wachsen auf dem Acker. Nein. Tun sie nicht. Das gilt übrigens auch für Giraffen. Aber so genau wollen es viele dann doch lieber nicht wissen, wie Räuber-Beute-Beziehungen aussehen und wie das mit der fleischlichen Ernährung bei Mensch und Tier abläuft. (Tierschutz, ja, bitte – aber darum geht’s bei der Debatte um eine getötete Giraffe im Kopenhagener Zoo ja gar nicht.)

Beim neuerdings so beliebten Instrument der Online-Petition hatten über 25.000 Unterzeichner gefordert, das Huftier zu verschonen – und hätten vermutlich wenig Bedenken gehabt, im Austausch dafür Markus Lanz anzubieten. Nun fordern sie wenigstens den Kopf von Zoodirektor Bengt Holst.

via Raubtierfütterung in Kopenhagen: Lecker Giraffe – taz.de.

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Ein Blog von Axel Weiß, SWR-Fachredaktion Umwelt und Ernährung

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