. . Ein Projekt des SWR

Apple: Abkassieren durch Elektroschrott?!

30.11.2016, von

Wie lange will unser Gesetzgeber eigentlich noch zugucken ohne einzugreifen, wie Firmen wie Apple munter dazu beitragen, wertvolle Ressourcen wie Metalle zu verschwenden? Gerade mal fünf Jahre alte Rechner werden demnächst wohl faktisch zu nicht-reparierbarem Müll deklariert.

Apple will demnächst verschiedene bekannte Mac-Modelle nicht einmal mehr gegen Geld reparieren. Darunter sind Geräte, die noch nicht wirklich alt sind.

Bei allem Verständnis, dass der Support auch von Hardware nicht unbegrenzt lange gehen kann weil er sich irgendwann betriebswirtschaftlich nicht mehr rechnet: dass sich Apple wie auch die entsprechend authorisierten Werkstätten schlichtweg weigern, Geräte zu reparieren, die noch nicht alt sind, das ist ein echtes Ärgernis. Manches Apple-Produkt ist eh schon katastrophal reparaturunfreundlich konstruiert, wie z.B. die Timemachine, und dann auch noch die Totalverweigerung nach fünf Jahren für Laptops…

In Kalifornien und der Türkei scheint es allerdings auch anders zu gehen: dort gelten offenbar längere Fristen, in denen ein Hersteller sich noch um seine Gerätschaften kümmern muss. So etwas ist auch bei uns bzw. in der EU überfällig. Da könnte doch z.B. die Ecodesign-Richtlinie der EU mal entsprechend angepasst werden, dass sie längere Reparaturzeitfenster erzwingt.

Milliardengewinne einfahren auf Kosten von Lieferanten und Kundschaft und gleichzeitig Elektro-Schrottberge anwachsen lassen durch Reparaturverweigerung, das passt nicht in die Zeit und sollte auch politisch nicht noch länger geduldet werden.

 

Quelle: Ausgelistet: 2011er Macs werden „obsolet“ | Mac & i

Unterm Sarkophag strahlt’s weiter

29.11.2016, von

Dreißig (!) Jahre hat es gedauert, bis mit gigantischem technischem und finanziellen Aufwand ein erster großer Schritt zur Aufarbeitung der Atomkatastrophe von Tschernobyl gelang:

Der Reaktor von Tschernobyl ist unter einem gigantischen Hightech-Sarkophag verschwunden.

Leider ist damit das Problem nicht gelöst. Hundert Jahre hat die Ukraine jetzt Zeit gewonnen, um den hochproblematischen strahlenden Sondermüll unter der Hülle zu beseitigen. Hundert Jahre hält die Hülle. Danach? Mh. Tja. Also. Ähm. Soviel zum Thema: Atomkraft als Alternative zu fossilen und erneuerbaren Energien.

Quelle: Tschernobyl-Schutzhülle: „Yes! Wir haben es geschafft!“ | tagesschau.de

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Mörderisches Honduras: No-Go-Area für Aktivisten

20.10.2016, von

Für Umweltaktivisten und Menschenrechtler gibt es zur Zeit wohl kaum ein gefährlicheres Land als den mittelamerikanischen Staat Honduras. Vor wenigen Wochen war dort die Umwelt- und Menschenrechtsaktivistin Berta Caceres ermordet worden, die sich gegen ein strittiges Staudammprojekt gewehrt hatte – und schon wieder gibt’s es zwei Morde. Diesmal traf es den Bauernaktivisten Jose Angel Flores und einen weiteren Mann. Silmer Dionision George und der 64-jährige Flores hatten sich für die Landrechte der armen Landarbeiter eingesetzt, Flores war Präsident des Movimiento Unificado Campesino. Beide wurden am Abend des 18. Oktober im Norden von Honduras von einer Gruppe unbekannter Männer erschossen.

„Honduras ist ein „No-Go“-Gebiet für jeden geworden, der sich für die Umwelt einsetzt“, erklärte jetzt die Menschenrechtsorganisation Amnesty International und fragte: „Wieviele Aktive müssen erst noch brutal ermordet werden bevor die Behörden sich für einen effektiven Schutz einsetzen oder überhaupt mal sich herablassen, mit uns über die Krise zu reden?“ Der honduranische Präsident Juan Olrando Hernandez hatte letzte Woche ein Treffen mit Amnesty abgesagt.

Wasserkrieg am Himalaya?

03.10.2016, von

Wenn in den letzten Jahren vom Krieg um  Wasser die Rede war, schienen Rangeleien um die Nutzung natürlicher Ressourcen wie Wasser keine wirkliche, eher eine abstrakte Gefahr. Potentielle Konfliktherde gibt’s allerdings genügend: Euphrat und Tigris werden in der Türkei auf dem Weg in den Irak gestaut, um Wasserkraftwerke zu betreiben (und nebenher den kurdischen Rebellen die Fortbewegung zu erschweren). Der Jordan  wird von Israel sehr stark genutzt, auch da gibt’s Anrainer, die das Wasser ebenfalls  brauchen könnten. 

Oder jetzt Indien und Pakistan. Seit einem Überfall auf ein indisches Militärcamp vor einigen Wochen, den die Inder Pakistan zurechnen,  ist das Verhältnis der beiden Nachbarstaaten wieder sehr gespannt. Das ist besonders im Grenzgebiet zu Pakistan zu spüren. Diverse indische Zeitungen haben in den letzen Wochen mehr oder minder offen eine „Reaktion“ ihrer Regierung auf den Überfall gefordert. 

Inzwischen sind zahlreiche Dörfer im Grenzbereich geräumt, Händler sitzen auf ihren Waren, auf den Feldern vergammelt die Reisernte. Laut Zeitungsmeldungen hat es in Kaschmir mehrer gezielte Angriffe entlang der Grenze zu Pakistan gegeben. Im Prinzip nichts Neues, die Konflikte dauern ja bereits Jahrzehnte an. Allerdings könnten sie eine neue unerfreuliche Qualität gewinnen, wenn Indien tatsächlich das Wasserabkommen mit Pakistan aufkündigen sollte. 

Pakistan wird es kaum ohne Reaktion akzeptieren, wenn ihm die Inder für neue Wasserkraftwerke den Hahn abdreht. Als ob der Krieg in Syrien nicht genug wäre, jetzt droht im Vorland des Himalaya ein weiterer Konfliktherd zu eskalieren, zwischen zwei Atommächten übrigens. Und wieder mal geht es um die Nutzung natürlicher Resourcen. 

https://deutsch.rt.com/asien/41392-atommachte-auf-konfrontationskurs-droht-wasserkrieg/

Plastiktütenverbot soll Ganges retten

24.09.2016, von

Die Inder nennen den Ganges zärtlich „Mutter Ganga“ und verehren den mächtigen Strom aus dem Himalaya schon lange. Kein Wunder angesichts der gewaltigen Wassermengen, die die heilige Ganga in jedem Moment zum Meer spült, fruchtbare Überschwemmungen hinterlassend, die Wasserversorgung weiter Landstriche garantierend, aber auch immer wieder mit wilden Ausbrüchen ihre unbändige Kraft demonstrierend. 

Ein Bad im Fluß ist für Hindi ein Muss, für Westler eher, sagen wir: gewöhnungsbedürftig angesichts dessen, was alles in der Ganga landet. Tote Mönche in Tuch eingewickelt sind da noch das geringste Problem. Es ist vor allem, was uns in Deutschland an Rhein, Elbe und Co. ebenfalls zuschaffen macht: die Plastikverschmutzung. Grober Müll, versiffte Tüten allerorten. Bergeweise. Unhygienisch, verstopfen die Kanalisation. Und: Feinste Partikel zerriebenen Plastiks schleichen sich über das Wasser allmählich in die Nahrungskette, vergiften die Tierwelt und letzlich auch uns. 

Das Ausmaß der Belastung ist hier am Rand des Himalaya allerdings noch um ein Vielfaches größer und sichtbarer als bei uns in Deutschland. Traditionell wird hier jeder Müll einfach mal in die Landschaft geworfen. Solange das verrottende Materialien waren wie Blätter u.ä. war das eher ein ästhetisches Problem. Inzwischen ersticken weite Teile Indiens im (plastikdominierten) Müll. Doch das Problem ist inzwischen erkannt und langsam tut sich auch was. Es sind einzelne Initiativen wie etwa ein Trupp Frauen, die morgens die Pilgertreppen zur Ganga vom Müll reinigen. Eine Sisyphusarbeit, denn jeden Tag lässt dort jeder alles fallen wo er oder sie steht und geht. Diverse Hinweisschilder appellieren an die Pilger: Lasst Mutter Ganga nicht zur Mutter Müll verkommen. 

Ein mühsames Geschäft: Die Herausforderung einer Verhaltensänderung betrifft in Indien bei rund einer Milliarde Menschen nicht gerade wenige. Aber sie trauen sich dran, auch wenn der Müll angesicht anstehender Wahlen ein unpopuläres Thema ist: Ein Verbot der noch allgegenwärtigen Plastiktüte ist zumindest im Bundesstaat Punjab bereits seit 1. April 2016 da, auch wenn die Umsetzung noch hängt. Städte und Gemeinden sind seither eigentlich verpflichtet, in ihren Bereichen ein Verbot der Herstellung, Verkauf und Gebrauch von Plastiktüten durchzusetzen. 

Davon ist freilich in der Praxis beim Einkauf nichts zu spüren. Der Handel weigert sich, den Bann umzusetzen, denn die Alternativen kämen ihn deutlich teurer: Netze, Stofftaschen oder Papiertaschen. Und mal eben die Kunden zur Kasse zu bitten wie das bei uns geschieht ist angesichts oft geringster Einkommen nicht so einfach. Jetzt sollen es Subventionen richten, fordert etwa ein Kommentator in der Zeitung „The Tribune“. Die Kosten für die Beseitigung der durch das Plastik angerichteten Schäden lägen schließlich um ein Vielfaches höher als die  Subventionierung des Plastikersatzes. In der Tat. Die Müllberge in erheblichen Teilen Nordindiens haben ein Ausmaß erreicht, das einfach nur noch unerträglich ist, für Mensch und Natur.

Klimaschutzabkommen: USA und China jetzt dabei

03.09.2016, von

 

Die USA und China sind dem Klimaschutzabkommen von Paris formell beigetreten. US-Präsident Barack Obama und sein chinesischer Kollege Xi Jinping übergaben UN-Generalsekretär Ban Ki Moon vor dem G20-Gipfel in Hangzhou die entsprechenden Dokumente, mit denen ihre Länder Vertragspartner des Abkommens werden.

Gute Nachricht. Nur mal sehen, wie das nach der US-Wahl im November weiter geht.

Quelle: Ratifizierung des UN-Vertrags von Paris: USA und China treten Klimaschutzabkommen bei | tagesschau.de

Der frühe Vogel scheut den Fluglärm

31.08.2016, von

Fluglärm stört nicht nur uns Menschen, sondern hat auch Auswirkungen auf die Tierwelt. Bis zu einem Viertel weniger Zeit steht etwa den Buchfinken in der Nähe des Flughafens Berlin-Tegel morgens zur Vefügung, um ungestört zu zirpen. Das hat eine Studie ergeben, bei der Wissenschaftler 2013 und 2014 zeitweilig die Vogelgesänge am Flughafen und einer entfernten Kontrollstelle mindestens eine Stunde vor Sonnenaufgang erfasst haben. Das Ergebnis: von zehn Singvogelarten starteten die Hälfte am Flughafen signifikant früher zu singen als im Bereich der ruhigeren Kontrollstelle. Das ist zwar schön, dass sich die Vögel offenbar anpassen können, es kann aber ihre Fitness verschlechtern und damit langfristig schädigen.

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/ece3.2357/full

Beluga auf Plastiksuche

17.06.2016, von

Greenpeace tourt mit einem 30-Meter-Boot durch Deutschland. Gegen die Plastikverschutzung unserer Gewässer. 135 Kilo Plastik verbraucht jeder Deutsche. Und irgendwo geht das Zeug halt später hin. Als Mikroteilchen ins Wasser zum Beispiel. Ein unbekanntes Riesenproblem. Die „Beluga II“ macht am 18./19.6. in Mainz fest, Zeit, um sich im Inneren über Plastikmüll und -vermeidung zu informieren. Unsere Sendung über die Menschen der Beluga läuft am 28.6. um 18.15 Uhr im SWR-Fernsehen. natürlich! 

Eigenstrom-Steuer trifft nicht nur Solarbranche!

25.05.2016, von

Die Bundesregierung will in Zukunft Stromsteuer auch auf selbstverbrauchten Strom erheben. Dagegen hat sich dieser Tage vor allem die Solarwirtschaft positioniert. Solaranlagen rechnen sich ja seit Änderungen am EEG vor einiger Zeit im Allgemeinen nur noch, wenn der Strom selbst verbraucht wird. Die jüngsten Steuerpläne für den Eigenverbrauch stammen aus dem Bundesfinanzministerium und dort heißt es: die EU verlangt das so. Und es trifft eben nicht nur die Solarbranche. Ich habe meinen Kollegen Werner Eckert aus der SWR Umweltredaktion gefragt: wen trifft das wirklich?

„Es geht nicht nur um Solarkraftwerke, sondern um schlichtweg allen Strom, der von den Erzeugern selbst verbraucht wird. Also auch um die Kraftwärme-gekoppelte Anlagen von Industriebetrieben, um Biogasanlagen und anderes. Den größten Nutzen von der Stromsteuerbefreiung hatten tatsächlich bislang konventionelle Anlagen bis 2 MW elektrische Leistung. Für die alleine rechnet das Finanzministerium mit rund 1 Milliarde Euro Mehreinnahmen in den Jahren 2018-2023. Bei den Solaranlagen geht es wohl nur um einen Bruchteil davon.
Den Versuch, die Stromsteuer auch für all das einzuführen, hat es schon mal gegeben. Er ist aber gescheitert. Auch jetzt handelt es sich erst mal um eine Idee des Finanzministeriums. Und der Entwurf muss mit dem Umwelt- und dem Wirtschafts-Ministerium abgestimmt werden – da gibt es erhebliche Vorbehalte – und dann eben auch mit der Wirtschaft. Und die ist nicht amüsiert. 2 Cent verändern halt die Kalkulation nachhaltig.“

In der politischen Diskussion ging es diese Woche aber interessanterweise nur um die Solaranlagen. Warum das?

„Die Solarlobby ist besonders empfindlich derzeit. Denn auf der Agenda steht ja auch ein neues EEG- Erneuerbare-Energien-Gesetz. Da gibt es jede Menge Streit, weil in diesem Fall dann Wirtschaftsminister Gabriel die Förderung deutlich eindampfen will. Die Sorge: wenn das zusammen kommt, dann ist Schicht im Schacht mit Sonnenstrom. Da gehen die Neubauzahlen sowieso drastisch zurück. Das dritte Jahr in Folge wird die Mindestmenge nicht erreicht.
Und gerade jetzt geht es eigentlich erst richtig los mit der Energiewende. Bislang war das eigentlcih mehr ein „weiter wie gehabt + Erneuerbare oben drauf“.  an den vergangenen Wochenenden gab es aber Mittags fast genug Strom – nur aus den Erneuerbaren Quellen. Beides nebeneinander – Sonne und Kohle – vertragen Netz und Markt nicht dauerhaft.“

Ob sich tatsächlich die Erneuerbaren durchsetzen erscheint mir bei der derzeitigen politischen Großwetterlage fraglich. Ja, Siemens verkaufte gerade 84 Offshore-Windräder mit der Produktionskapazität eines halben Großkraftwerks an die Schotten. Aber: Die Kohlelobby ist stark und selbst die Atomlobby probiert es immer wieder, die Interessen ihrer Steinzeittechnologie voran zu bringen, trotz gesellschaftlich breiter Ablehnung. Wenn sich der jetzt kursierende Entwurf des Finanzministeriums durchsetzt, wäre das meines Erachtens ziemlich fatal für die Umwelt. Nur ein Beispiel, das ich aus eigener Anschauung kenne. Da überlegt ein energieintensives Unternehmen sein bisheriges umweltfreundliches Holzhackschnitzel-BHKW, das erneuert werden müsste, nicht mehr durch ein BHKW, sondern durch ein Gaskraftwerk zu ersetzen, wenn der Eigenverbrauch besteuert wird. Das umweltfreundliche Kraftwerk würde sich dann nicht mehr rechnen. Danke, Berlin.

Glückliche Kühe, arme Bauern – die Milch macht’s?!

19.05.2016, von

Bizarr: da sinkt der Milchpreis und alle sind erstaunt. Es war ja auch nicht etwa seit Jahren angekündigt, dass der Milchmarkt dereguliert wird. Und dieser Beschluss ist damals auch nicht vom Himmel gefallen. Es waren auch unsere politischen VertreterInnen, die das letztlich gebilligt haben. Oder kann sich jemand an massiven, lautstarken Widerstand erinnern, als die Beschlüsse gefasst wurden? 80 Cent pro Liter Milch würde eine mittelgroßer Hof benötigen, um nachhaltig und wirklich tierfreundlich wirtschaften zu können.

An der Schweizer Grenze habe ich so einen Hof besucht, wo die Bauern es anders machen. Ohne das Wort von den glücklichen Kühen überstrapazieren zu wollen: mein Eindruck war zumindest der von sehr entspannten Tieren, denen es unter den besonderen Bedingungen auf dem Gasswies-Hof gut geht. Finanziell ist die mutterkuhgebundene Milchwirtschaft freilich eine schwierige Angelegenheit,  gezahlt werden – immerhin, muss man ja derzeit sagen – derzeit rund 40 Cent für Biomilch. Das ist zwar das Doppelte von dem, was viele konventionelle Bauern bekommen. Aber es reicht eben bei weitem nicht aus, um eine Milchviehwirtschaft zu betreiben, bei der:

  • Kälber eben nicht wie sonst üblich binnen wenige Tage nach der Geburt von der Mutter getrennt werden, was für die Kühe und Kälber als hochentwickelte Säugetiere eine Qual ist.
  • Kälber auch säugen dürfen und nicht nur minderwertige Ersatzmilch bekommen, was natürlich einen Verlust an gemolkener Milch bedeutet
  • alle Kälber einer Herde zwischen Februar und April zur Welt kommen und damit eine optimale Futterversorgung mit frischen Weidekräutern gewährleistet bekommen. Teurer und fragwürdiger Kraftfutterzukauf über Winter ist dann kaum nötig, die Wiesen können extensiver bewirtschaftet werden, aber: es gibt eine fast zweimonatige Milchpause zwischen Weihnachten und Februar.

Eine bessere, andere Milchwirtschaft ist machbar.  Ja, sie bedeutet Mehraufwand, für die Bauern wie für Verbraucher. Aber ich bin überzeugt, dass viele Menschen für Milch und Milchprodukte mehr zahlen würden, wenn sie wüssten, was für eine friedliche und ausgeglichene Atmosphäre in einem Stall herrscht,  in dem Kälber bei ihren Müttern sein dürfen. Immerhin, einige Kuh-Patenschaften hat Familie Rutschmann auf dem Gasswies-Hof inzwischen zur Unterstützung ihres Konzepts erhalten. Das ist nicht viel, aber ein Anfang. Und gerade in den Zeiten des Milchpreisverfalls ein wichtiges Zeichen wider den Irrsinn der tierfeindlichen Massenproduktion.

Quelle: Die ganze Sendung: natürlich! vom 17. Mai 2016

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Ein Blog von Axel Weiß, SWR-Fachredaktion Umwelt und Ernährung

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