. . Ein Projekt vom SWR

Sanktionen gegen Russland – ökologisch betrachtet

08.09.2014, von

Auf englisch, aber wem das kein Hindernis ist, erwartet hier eine lesenwerte Betrachtung aus Russland über die Sanktionen gegen Russland, Korruption, ihre “ökologischen” Auswirkungen – und die Querverbindungen zwischen russischem und europäischem Geld.

Our dirty money puts a black stain on the reputations of politicians and civil servants the world over. Because of this, the introduction of sanctions against several Russian companies and businessmen could actually improve both the natural environment in Russia, and the financial situation in the wider world; and even in Russia itself. Only, while making this list, it is necessary to keep in mind the need for financial monitoring – stop the flow of dirty money, sanitised with the help of European companies and banks.

via The ecology of sanctions | openDemocracy.

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Drohnenverbot in US-Nationalparks

05.09.2014, von

 

Seit Anfang des Sommers haben alle US-Nationalparks fliegende Kameras fast ausnahmslos verboten. Drohnen unerwünscht, bei Strafe übrigens.

Im Zion Nationalpark soll damit unter anderem unnötiger Stress für das dort beheimatete Dickhornschaf vermieden werden. TouristInnen hätten die Tiere häufig mit Drohnen gestört, so die Verwaltung der Nationalparks.Ganz anders sieht das bei Genehmigungen für Projekte zum Erhalt bedrohter Tierarten aus. In Sumatra sollen fliegende Kameras die Zerstörung des Regenwaldes dokumentieren und illegalen Holzeinschlag verhindern. In Sibirien werden die wenigen übrig gebliebenen Schneeleoparden mit Drohnen aus der Luft beobachtet. Auch das russische Militär hilft nach staatlichen Medienberichten mit 15 Drohnen aus. Das deutsche Helmholtz Zentrum für Umweltforschung in Leipzig hat zahlreiche weitere Anwendungsgebiete ausgemacht.

via Immer mehr Verbote von touristisch genutzten Kameradrohnen in Nationalparks | netzpolitik.org.

Game für Trashgeeks: Recycling Master

01.08.2014, von

Spielerisch Müll sortieren – wer’s braucht: da gibt’s ‘ne App für:

Ihr habt keinen Plan, wo und wie alte Smartphones, zerfledderte Notebooks und durchgelaufene Socken entsorgt werden? Nicht so gut, aber dafür gibt es ja die Recycling Master-App.

via Recycling Master Kostenloses Casual-Game für iOS Android.

Geld gesucht für “Passion for Planet”

29.07.2014, von

Mal ein sinnvolles Investment für die viele vagabundiere Kohle auf diesem Planeten: Fünf Tierfilmer im Mittelpunkt eines Crowdfunding-Projekts:

Passion for Planet ist ein einzigartiges Kino-Dokumentarfilmprojekt. Wir begleiten fünf der weltweit erfolgreichsten Naturfilmer auf ihren riskanten Abenteuern und folgen ihnen in die entlegensten Regionen der Erde.

via Passion for Planet.

Luxemburger Schüler erfinden Solar-Dreirad

17.07.2014, von

SchülerInnen auf dem Weg zum Solar Campus der Goerlitz-Stiftung am Samstag in Koblenz. Der Weg ist im Internet anzugucken.  Coole Sache.

Das e-lectrike solar  ist ein dreirädriges Liegerad, welches von Schüler in einer außerschulischen Aktivität als Pedelec (Pedal Electric Cycle) umgebaut wurde. Ein Grossteil seiner Antriebsenergie wird von einem mitgeführten Solarpanel geliefert. Dadurch entstand ein Fortbewegungsmittel der sogenannten „sanften Mobilität“, das im Idealfall keine Energie aus dem öffentlichen Stromnetz benötigt und somit keine Emissionen verursacht – weder lokal noch kraftwerksseitig, also: 0 g CO2.

gesehen bei:

http://www.e-lectrike.lu.

Mehr Artenvielfalt nach Bonn

09.07.2014, von

Gute Idee, der Weltbiodiversitätsrat. Nur: Werden den Vorschlägen auch Umsetzungen folgen? Zweifel sind angebracht.

Am Uno-Standort Bonn ist eine weitere internationale Einrichtung angesiedelt worden. Wie das Bundesumweltministerium in Berlin mitteilte, wurde das Sekretariat des Weltbiodiversitätsrats IPBES am Dienstag eröffnet. Nach dem Vorbild des Weltklimarats IPCC dient der Biodiversitätsrat der wissenschaftlichen Politikberatung, in diesem Fall aber zum Thema biologische Vielfalt. Er soll der Politik Handlungsoptionen zum Schutz und zur Nutzung der Biodiversität aufzeigen.

via Weltbiodiversitätsrats IPBES der Uno: Sekretariat in Bonn eröffnet – SPIEGEL ONLINE.

Programm-Ende: Umwelt-Versammlung für die UNO

23.06.2014, von

Die Umwelt war jahrzehntelang ein Stiefkind der UNO, erkennbar daran, dass keine dauerhafte Organisation sich um Umwelt kümmert, sondern “nur” ein “Programm”, die UNEP. Damit soll jetzt Schluss sein. Die UNO bekommt eine Umweltversammlung. Whew.

Die Umweltversammlung der Vereinten Nationen muss da weiter machen, wo die UNEP aufgehört hat. Die Botschaft muss sein: Ohne ökologische Ressorcenschonung wird es keinen ökonomischen Zugewinn für die Menschheit geben. Dass dies immer noch nicht allen klar ist, zeigt die aktuelle Debatte ums Fracking: Um fossile Rohstoffe zu gewinnen, werden Sand, Chemikalien und große Mengen Wasser unter hohem Druck in den Boden gepresst – der ökonomische Nutzen wird mit einem schweren ökologischen Schaden erkauft.

via klimaretter.info – Politik – “Endlich kein ‘Programm’ mehr” – klimaretter.info.

Umweltfreundliche Städte?! Sechs Vergleiche.

21.06.2014, von

Wie grün ist eine Stadt? Wieviel CO2 wird emittiert, wieviel Energie eingespart? Exemplarische Antworten gibt’s grafisch nett aufbereitet für sechs Großstädte zwischen New York und Stockholm bei HouseTrip.

Wir haben uns gefragt, welche urbane Metropole die „ökologische Nasenspitze” vorn hat? Oder anders ausgedrückt: Welche Stadt ist die umweltfreundlichste der Welt?

via Einmal tief Luft holen bitte: Die umweltfreundlichsten Städte der Welt | Trip+ – Inspiration und Insidertipps von HouseTrip.

Russische Regierung setzt Umweltaktivisten unter Druck

17.06.2014, von

Üble Nachrichten aus Russland: die 1989 gegründete NGO “Ecodefense” wird von der russischen Regierung jetzt als vom Ausland gesteuert eingestuft und damit faktisch der Willkür des Staatsapparats preisgegeben. Ihr “Vergehen”: Widerstand gegen den Bau eines AKW in der Nähe von Kaliningrad.

Die NGO sagt über sich selbst: Wir sind politisch nicht aktiv, dienen keinen ausländischen Interessen; unser Ziel: Umwelt und Menschen schützen.

In einer lupenreinen Demokratie à la Russland scheint das offenbar bereits zuviel zu sein – zumindest, wenn’s um Ressourcen wie Energie geht.

Ecodefense has never been involved in political activities and has never served any “foreign interests.” Our goal is to protect the environment and people and we intend to use all legal avenues at our disposal to defend our honest name in court.

via Russia cracks down on anti-nuclear movement | GreenWorld.

Sonnensteuer – und als nächstes die Atemluft?

12.06.2014, von

Ein energiepolitischer Offenbarungseid, die Erzeugung von eigenem Strom mit einer vierzigprozentigen Umlage belegen zu wollen, wie unsere Koalition das plant. Von wegen Reform des EEG: ein Murks ist das. Kraft-Wärme-Kopplung und weiterer Ausbau der Solarenergie werden damit absehbar massiv vermindert. Als jemand, der in Bangladesh gesehen hat, welche Auswirkungen der Klimawandel auf die Ärmsten dieses Planeten hat, die schlichtweg absaufen oder von Wirbelstürmen erschlagen werden, gegen die die jüngsten Unwetter in NRW vernachlässigbar harmlos sind, geht mir das Messer in der Tasche auf.

Unsere Realpolitik hofiert nach wie vor die Kohlewirtschaft und be- und verhindert dezentrale innovative Ansätze. Und hab’ ich das richtig gelesen: auch für Hausdachanlagen unter 10kW soll künftig Sonnensteuer anfallen? Ich hör’ den Amtsschimmel wiehern und die NSA freut sich über neue Daten von den Kontrolleuren auf Hausbesuch (“Soso, Sie haben also 6000 kW verbraucht mit vier Personen, das ist aber ein bischen viel im Jahr, finden Sie nicht? Lassen Sie mal schauen, was machen Sie denn so?”)

Als nächstes wird dann das Gemüse aus dem Hausgarten bei Verzehr mehrwertsteuerpflichtig oder wie wär’s mit einer kleinen Atem-Steuer? Jeder hat jeden Tag 1.000 Atemzüge frei, danach fällt Steuer an. Und wer nicht zahlen kann, tja, dann…

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Ein Blog von Axel Weiß, SWR-Fachredaktion Umwelt und Ernährung

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