. . Ein Projekt vom SWR2

Die schwarzen Sklaven der Osmanen

05.01.2010, von

Die „Afrikastämmigen Türken“ sind eine Minderheit

Die „Afrikastämmigen Türken“ sind eine Minderheit

Als US-Präsident Barack Obama im April dieses Jahres die Türkei besuchte, da wurde er von einer Gruppe Türken besonders herzlich willkommen geheißen: Die “Afrikastämmigen Türken” bemühten sich um ein Treffen mit dem Staatsgast. Das klappte nicht, doch einmal mehr rückte eine kleine Minderheit in den Mittelpunkt des Interesses, über die noch vor wenigen Jahren kaum jemand etwas wusste: „Die schwarzen Sklaven der Osmanen“ weiterlesen →

Die Erinnerung an die Armenier in der Osttürkei

05.01.2010, von

Vereinsvorsitzender Ikram Kali vor den Ruinen des alten Van

Vereinsvorsitzender Ikram Kali vor den Ruinen des alten Van (Foto: Susanne Güsten)

An die Massaker an den Armeniern im untergehenden Osmanischen Reich denkt die Welt, wenn es um die ostanatolischen Ereignisse von 1915 geht. In Ostanatolien ist das anders. Dort leben heute keine Armenier mehr. Und die moslemische Bevölkerung erinnert sich vor allem an das eigene Leid, das ihr von Armeniern zugefügt wurde.
Susanne Güsten begab sich in der osttürkischen Stadt Van auf Spurensuche. „Die Erinnerung an die Armenier in der Osttürkei“ weiterlesen →

Der Imam von Kos

04.01.2010, von

Imam auf Kos: Shoukri Damadoglou vor seinem Haus im "Türkenviertel" Platani

Imam auf Kos: Shoukri Damadoglou vor seinem Haus im "Türkenviertel" Platani

Die Dodekanes – das sind die 12 ehemals türkischen Inseln im Ägäischen Meer, die heute zu Griechenland gehören, obwohl sie viel näher am türkischen Festland sind. Nach dem ersten Weltkrieg musste das Osmanische Reich sie an die Italiener abtreten, im zweiten Weltkrieg wurden die Inseln von der Deutschen Wehrmacht besetzt, die wiederum am Ende des Krieges von den Briten vertrieben wurde. Die Briten übergaben die Inseln schließlich den Griechen. Aber noch heute leben Türken auf diesen 12 Inseln, die meisten davon auf Rhodos und Kos. Kos liegt nur wenige Kilometer vom türkischen Festland entfernt, und entsprechend eng sind die Beziehungen zur Türkei. Deutlich wird das am Beispiel des Imams, der in Kos für die türkischen Muslime zuständig ist. „Der Imam von Kos“ weiterlesen →

Mehr Verbindendes als Trennendes zwischen der türkischen Hafenstadt Bodrum und der griechischen Insel Kos

03.01.2010, von

Früh am Morgen warten Touristen und Einheimische auf die Abfahrt nach Kos

Früh am Morgen warten Touristen und Einheimische auf die Abfahrt nach Kos

Der Verlauf der griechisch-türkischen Staatsgrenze im Ägäischen Meer mutet auf den ersten Blick merkwürdig an. Doch die wechselvolle Geschichte im ersten und zweiten Krieg hat dazu geführt, dass selbst die Inseln unmittelbar der türkischen Küste heute zu Griechenland gehören, obwohl sie viel näher am türkischen Festland sind. Und so pflegen die Inseln bis heute regen Kontakt zu ihren benachbarten türkischen Städten: Rhodos vor allem mit Marmaris, Kos vor allem mit Bodrum. „Mehr Verbindendes als Trennendes zwischen der türkischen Hafenstadt Bodrum und der griechischen Insel Kos“ weiterlesen →

Erinnerungen eines Armeniers

02.01.2010, von

Sarkis Cerkezyan in seinem Haus in Kumkapi (Foto: Susanne Güsten)

Sarkis Cerkezyan in seinem Haus in Kumkapi (Foto: Susanne Güsten)

Schwer haben es die Armenier, wie der Mord an dem armenischen Journalisten Hrant Dink vor zwei Jahren wieder zeigte. Leicht haben sie es nie gehabt, das zeigt das Leben des armenischen Schreiners Sarkis Cerkezyan, der alle Tiefen des armenischen Schicksals in der Türkischen Republik miterlebt hat. Cerkezyan starb in diesem Sommer im Alter von 94 Jahren. Susanne Güsten konnte kurz vor seinem Tod mit ihm über seine Erinnerungen sprechen. „Erinnerungen eines Armeniers“ weiterlesen →

Einheit der Christen: Konstantinopel macht ernst

02.01.2010, von

Orthodoxer Gottesdienst in der Patriarchatskirche Sankt Georg

Orthodoxer Gottesdienst in der Patriarchatskirche Sankt Georg (Foto: Susanne Güsten)

Von Konstantinopel – dem heutigen Istanbul – aus stieg das Christentum einst zur Weltreligion auf, in Konstantinopel vollzog sich die Spaltung der Christen in Ost- und Westkirche, und Konstantinopel soll nun auch die einigende Kraft sein, um die Kirchenspaktung zu überwinden. Tausend Jahre Schisma sind genug: Vom Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel geht die Initiative zur Wiedervereinigung des Christentums aus. „Einheit der Christen: Konstantinopel macht ernst“ weiterlesen →

Alte und neue Rituale auf der Amazoneninsel

01.01.2010, von

Giresun Adasi,  seit 3000 Jahren Kultstätte im Schwarzen Meer

Giresun Adasi, seit 3000 Jahren Kultstätte im Schwarzen Meer

In der Nähe des Städtchens Giresun an der Schwarzmeerküste liegt die kleine Insel Giresun Adasi. Angeblich hat sie schon vor 3.000 Jahren dem sagenumwobenen Frauenvolk der Amazonen als Kultplatz gedient. So jedenfalls steht es bei Homer. Später bauten die griechisch-orthodoxen Mönche dort ein Kloster. Und heute feiern die Einheimischen jedes Jahr im Mai das Aksufest, ein Ritual, in dem sie der Muttergöttin Kybele ihre Aufwartung machen. Eva Schindele hat sich die Insel angeschaut. „Alte und neue Rituale auf der Amazoneninsel“ weiterlesen →

Mit dem Überlandbus von Kayseri nach Ankara

31.12.2009, von

Eine Überlandbusfahrt in der Türkei ist nicht zu vergleichen mit einer Busfahrt in Deutschland

Eine Überlandbusfahrt in der Türkei ist nicht zu vergleichen mit einer Busfahrt in Deutschland

Ein gut ausgebautes Schienennetz findet man in der Türkei nicht. Während der 34. Sultan, Abdühlamid der II. den Bau der legendären Bagdadbahn noch vorantrieb und Straßenbahnen baute, konzentrierten sich seine Nachfolger auf den Ausbau des Straßennetzes. Sie alle waren den Entzückungen des Automobils verfallen. Doch nicht jeder konnte sich ein Auto leisten. Also stiegen die Türken die nicht an das Bahnnetz angeschlossen waren in Busse. Eine Überlandbusfahrt in der Türkei ist nicht zu vergleichen mit einer Busfahrt in Deutschland. Filiz Kükrekol ist eingestiegen in einen Bus von Kayseri nach Ankara.  „Mit dem Überlandbus von Kayseri nach Ankara“ weiterlesen →

Atomkraft in der Türkei

30.12.2009, von

Anti-Atomkraft-Proteste in Istanbul

Anti-Atomkraft-Proteste in Istanbul (Foto: Susanne Güsten)

Sonne, Wind und Wasser hat die Türkei in Hülle und Fülle, ihren Energiebedarf deckt sie bisher aber vorwiegend aus Kohle, Öl und Ergdas. Um mit der steigenden Nachfrage nach Strom mitzukommen, will die Regierung nun in die Atomenergie einsteigen. Die Bevölkerung ist von dieser Aussicht weniger begeistert. Ein Bericht von Susanne Güsten. „Atomkraft in der Türkei“ weiterlesen →

Urbane Transformation in Süleymaniye

30.12.2009, von

Hier standen früher überall Häuser

Hier standen früher überall Häuser

Die Süleyman-Moschee ist eine der schönsten Moscheen Istanbuls. Weil Istanbul 2010 europäische Kulturhauptstadt wird, wird sie zur Zeit fachgerecht restauriert. Das umliegende alte Viertel hat nicht so viel Glück. Zwar soll auch das ehemalige Gelehrtenviertel schöner werden. Aber hier geht die Stadtverwaltung nicht mit Pinsel und Spachtel vor, sondern mit Baggern und Bulldozern  – und das, obwohl Süleymaniyeseit 1985 auf der UNESCO-Welterbeliste steht und es jede Menge denkmalgeschützte Bausubstanz gibt. Julia Haungs über die urbane Transformation made in Istanbul. „Urbane Transformation in Süleymaniye“ weiterlesen →

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