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Briefe aus Istanbul

Julia Haungs über den Dächern von Istanbul

Julia Haungs über den Dächern von Istanbul

Tausche Kurpark, Therme und Café König gegen Blaue Moschee, Hamam und Sultanahmet Köfte. Für zwei Monate lässt Julia Haungs Baden-Baden hinter sich und lebt in Istanbul – einer der zur Zeit angesagtesten Städte der Welt. Die 31-Jährige arbeitet seit 2006 als Redakteurin, Moderatorin und Autorin beim SWR2 Journal. Zur Zeit ist sie an den Istanbuler Radiosender Açık Radyo “ausgeliehen”. Im Türkei-Weblog berichtet Julia Haungs über die Erfahrungen in ihrer neuen Umgebung: von der Arbeit in der fremden Redaktion, über ihren Kampf mit der türkischen Sprache bis hin zu den Herausforderungen des alltäglichen Wahnsinns in Istanbul.

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Kommentare zu „Briefe aus Istanbul“

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  1. Melami
    schreibt am 9. Januar 2010 19:26 :

    Als die Türkei Gastland in der Frankfurter Buchmesse war, war ich auf die eingeladene Gäste neugierig. Bei dem Gast Dichter Ismet Özel war als “Autor von Aufsätzen” zu lesen.Was unter anderem zufolge hatte dass der Dichter die Einladung abgelehnt hat.
    Was ich merke, ist, dass entweder die türkische Berater hier in Deutschland nicht ihrer Aufgabe herangewachsen sind oder es gibt hierzulande grosse Mängel bzgl. der literaturlandschaft dieses Landes. Dieser Dichter ist-auch wenn er mit seinen Essays viel für Wirbel sorgt-ein grosser Dichter. Ich bin mir sicher , dass auch Orhan Pamuk zumindest einige Zeile des Dichters Ismet Özel auswendig kennt. Er sollte schon wie ein grosser “Weltdichter” betrachtet werden.

    einige übersetzte Zeile lauten:

    “Die anatomische Kenntnis, die unsere Galle mit unserer Börse verbindet
    Kastrierte Geschichte, Brandstifter-Mathematik, geistig behinderte Grammatik
    Ja, diese organisieren sich heimlich und zeichnen
    Den Spruch auf unsere Stirn:Tuberkulose läßt die Produktion sinken”

    Oder andere:

    “Ohne zu weinen
    Ohne die Sprache zu verlieren
    Ohne meine geballte Faust gegen die Nacht zu öffnen

    Ohne mich und die Liebe vor dem Sonnenaufgang zu beschämen
    ohne mir einen anderen Talisman als mein Herz anzustecken
    möchte ich sprechen.”

    Ich hatte seine allererste Zeile, die er als er 18 Jahre alt war gedichtet, folgenderweise übersetzt:

    Selbst die Toten gönnen wir die Ruhe nicht

    “der frische stehst du nicht meinen die toten sie können nicht anders
    da niemand aus dieser jahreszeit treten möchte
    da die saat ihre müdigkeit von tag zu tag verbirgt
    ist die saat der friedlichste schlaf der kinder”

    “Über die schlechte Lage eines Landes sind nicht die Politiker sondern die Dichter schuld, denn die Politiker können nicht das Bewusstsein darüber haben, welches die Dichter haben.”

    Der Dichter wir in einigen Jahren 70

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