. . Ein Projekt vom SWR2

Haben Türken ein Geschichtsbewusstsein?

09.02.2010, von , in Karte anzeigen

İlber Ortaylı ist der bekannteste Historiker des Landes

İlber Ortaylı ist der bekannteste Historiker des Landes

Welches Geschichtsbild haben die Türken? Utku Pazarkaya hat darüber mit Prof. İlber Ortaylı gesprochen. Er ist Direktor des Topkapi-Palastes in Istanbul und damit verantwortlich für eines der historisch wichtigsten Bauten und der Hauptsehenswürdigkeiten in Istanbul. Der Topkapı-Palast war jahrhundertelang der Wohn- und Regierungssitz der Sultane sowie das Verwaltungszentrum des Osmanischen Reiches. Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk ließ  den Palast 1923 nach der Gründung der Republik in ein Museum umwandeln.

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Die "Generation Praktikum" in der Türkei

28.01.2010, von , in Karte anzeigen

Heydanur, Ayşenur und Selvet haben an der Universität in Adana studiert

Heydanur, Ayşenur und Selvet haben an der Universität in Adana studiert

Türkische und deutsche Hochschulabsolventen teilen ein gemeinsames Schicksal: Nach dem Studium finden Sie oft nur Stellen mit geringem Lohn – wenn sie überhaupt bezahlt werden für ihre oft harte Arbeit. In Deutschland wird das Phänomen offen angesprochen – da ist von der “Generation Praktikum” die Rede. Anders in der Türkei: Hier trauen sich die Hochschulabsolventen nicht, das Unrecht offen anzusprechen, dass ihnen im Praktikum oder im Referendariat widerfährt, es könnte ja schließlich die Karriere verhindern. Filiz Kükrekol hat drei Rechtsreferendarinnen in Istanbul interviewt. „Die "Generation Praktikum" in der Türkei“ weiterlesen →

Rückkehrer-Stammtisch in Istanbul

22.01.2010, von

Emine Şahin und Arda Sürel beim Tee

Emine Şahin und Arda Sürel beim Tee

Die türkischen Zuwanderer gelten als schlecht integriert. Viele fühlen sich in Deutschland unerwünscht. Mancher Deutsch-Türke träumt da von einem Leben in der Türkei. Tatsächlich wollen aber nach einer Umfrage nur vier Prozent in den kommenden zwei Jahren in ihre Heimat beziehungsweise die ihrer Eltern zurück. Auch wenn also nur wenige ihre Träume in die Realität umsetzen, in  Istanbul wächst Tag für Tag ein Rückkehrerstammtisch. Hier treffen sich nicht die Verlierer des deutschen Bildungssystems sondern fast ausschließlich gut ausgebildete junge Deutsch-Türkische Akademiker, die ihr Glück in der Türkei versuchen: „Rückkehrer-Stammtisch in Istanbul“ weiterlesen →

Neue und alte Eliten in der Türkei

18.01.2010, von

Publizisten und Verleger Murat Belge in seinem Büro

Publizist und Verleger Murat Belge in seinem Büro

Die Türkei – ist ein Land im Aufbruch. Wirtschaftlich wie politisch. Noch bis zum Zusammenbruch der New Economy 2001 lag die Inflationsrate bei 68 Prozent. Eine aktive wirtschaftsliberale Politik hat die jahrzehntelange hohe Inflationsrate auf  5 Prozent gesenkt und das Wirtschaftswachstum angeregt. Diese Wirtschaftspolitik hat  die islamisch-konservative AKP, Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung, maßgeblich vorangetrieben. Die AKP stellt die neue Elite im Land. Filiz Kükrekol hat mit dem Publizisten und Verleger Murat Belge über neue und alte Eliten gesprochen. „Neue und alte Eliten in der Türkei“ weiterlesen →

Die jüdischen Türken vom Bosporus

11.01.2010, von

Vor der Synagoge

Vor der Synagoge ( Foto: Filiz Kükrekol)

Beim überwiegenden Teil der Juden in der Türkei handelt es sich um Sepharden, also um Nachkommen der Juden, die im 15. Jahrhundert vor der Verfolgung  aus Spanien und Portugal geflohen sind. Ihr Fluchtpunkt war vielfach das Osmanische Reich. Heute noch sprechen sie Sephardisch. Sephardisch verhält sich zu Spanisch ungefähr so wie Jiddisch zu Deutsch.  Filiz Kükrekol hat die jüdischen Türken vom Bosporus in ihrer Gemeinde in Kuzguncuk besucht. „Die jüdischen Türken vom Bosporus“ weiterlesen →

Türkisch-Griechische Nachbarschaft – Interview mit Alp Arbak

09.01.2010, von

Von der Uferpromenade Bodrums aus bietet sich ein traumhafter Blick an

Von der Uferpromenade Bodrums aus bietet sich ein traumhafter Blick an

Politisch war das Verhältnis zwischen der Türkei und Griechenland immer angespannt, durch Kriege, Besatzung und zuletzt natürlich durch die Zypernfrage. Im Kontrast hierzu stehen die menschlichen Beziehungen zwischen den Bewohnern diesseits und jenseits der Grenze, vor allem an der ägäischen Küste, wo viele die Grenze als willkürlich und unnatürlich empfinden. Bestes Beispiel ist das Verhältnis zwischen der türkischen Stadt Bodrum und der griechischen Insel Kos, die nur durch wenige Kilometer Wasser voneinander getrennt sind. Alp Arbak ist Lokaljournalist in Bodrum und hat sich mit der Vergangenheit der Stadt auseinandergesetzt. „Türkisch-Griechische Nachbarschaft – Interview mit Alp Arbak“ weiterlesen →

"Hier gibt es keine Probleme" – Umfrage endet in Polizeikontrolle

08.01.2010, von

Die Landstraße von Antakya nach Gaziantep

Die Landstraße von Antakya nach Gaziantep

Europäisch aussehende Reporter mit Mikrofon in der Hand sind in einem kleinen südostanatolischen Dorf ein Publikumsmagnet und eine willkommende Abwechslung. Man gibt schnell zu verstehen, wie gut in dieser Gegend Türken und Kurden miteinander leben würden. Doch die Umfrage des SWR-Reporters Gabor Paal in der Bevölkerung endet in einer Polizeikontrolle. „"Hier gibt es keine Probleme" – Umfrage endet in Polizeikontrolle“ weiterlesen →

Arbeit als Dienst an Gott – Das Leben in Hacilar

07.01.2010, von

Geschäftsmann Mustafa Boydak in seinem Büro

Geschäftsmann Mustafa Boydak in seinem Büro

Acht Uhr dreißig: Termin beim wohl wichtigsten Geschäftsmann in Kayseri, Mustafa Boydak. Er leitet zur Zeit die örtliche Industrie und Handelskammer und ist einer der sechs Söhne des Boydak Imperiums. Einer Holding die in Möbel, Kabel und Versicherungen macht und international mitmischt. Mein Interviewpartner kommt später heißt es zunächst, dann höre ich, dass er überhaupt nicht kommt. Langsam werde ich nervös, schließlich habe ich Monate im Voraus diesen Termin ausgehandelt. Und plötzlich taucht ein Fahrer auf. Ich werde in die Firma gebracht, treffe den noch jungen und doch so wichtigen Mann schließlich in seinem Büro in Hacilar, dem reichen Vorort von Kayseri. Reich, weil hier das Industriegebiet mit 3000 Firmen angesiedelt ist und reich, weil die Menschen hier eben anders sind erklärt Mustafa Boydak: „Arbeit als Dienst an Gott – Das Leben in Hacilar“ weiterlesen →

Armenische Schule in Istanbul

07.01.2010, von

Das Esayan-Gymnasium ist eine armenische Schule

Das Esayan-Gymnasium ist eine armenische Schule (Foto: Susanne Güsten)

Fast 70.000 Schulen gibt es in der Türkei, die bekanntlich eine sehr junge Bevölkerung hat. 30 dieser Schulen sind etwas anders als die anderen. Es sind die Schulen der Armenier, Griechen und Juden, also derjenigen ethnischen und religiösen Minderheiten, deren Existenz die Türkei nach eigener Auslegung völkerrechtlich anerkannt hat und denen sie das Recht auf Wahrung ihrer eigenen kulturellen Identität zugesteht. Problemlos läuft das aber nicht, wie ein Besuch in einer Minderheitenschule zeigt. „Armenische Schule in Istanbul“ weiterlesen →

Endstation Heldenfriedhof: Die Türkei, ihre Soldaten und die Menschenrechte

06.01.2010, von

Hausfrau Zehra am Grab ihres einzigen Sohnes

Hausfrau Zehra am Grab ihres einzigen Sohnes (Foto: Susanne Güsten)

Zehntausende Menschen sind in den letzten 25 Jahren im Krieg zwischen der türkischen Armee und der kurdischen Rebellengruppe PKK getötet worden. Während tote PKK-Rebellen in aller Stille von ihren Familien beigesetzt werden, erhalten gefallene Soldaten prunkvolle Staatsbegräbnisse, an denen oft tausende Menschen teilnehmen. Doch kaum sind die „Märtyrer“, wie gefallene Soldaten in der Türkei genannt werden, unter der Erde, ist es aus mit der Solidarität. Ein Blick hinter die Fassade eines Staates, der die Armee verehrt – aber die einfachen Soldaten verachtet. „Endstation Heldenfriedhof: Die Türkei, ihre Soldaten und die Menschenrechte“ weiterlesen →

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