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Obacht Apfelschorle

12.03.2012, von

Na also, geht doch. Der Frühling kommt. Langsam zwar, aber sicher und manchmal auch schon mit Macht. Und das heißt? Genau – raus aufs Rad. Genießen, Sonne in den Speichen und sich dabei gleichzeitig auf die Jubiläumstour vorbereiten  - besser könnte es doch gar nicht sein. Wie man hier im Blog lesen kann, sind ja einige schon eifrig dabei, sammeln Kilometer und Form. Und was macht ihr anderen alle da draußen? Wie sind die Beine, was gibt es für Tipps? Wäre doch schön, wenn wir hier im Blog ein lebendiges Forum auf den Weg bringen könnten. Also schreibt, ihr könnt auch Fragen stellen oder einfach berichten, was satteltechnisch im Moment so läuft.  So geht die Zeit bis zum Start am 28. Juli auch schneller vorbei. Und interessanter.

Was man jetzt aber auf jeden Fall tun sollte, ist mit dem Rad fahren anzufangen. Und zwar regelmäßig, also mindestens zweimal, besser dreimal die Woche. So früh im Jahr sollte man sich dabei aber noch nicht zu sehr schinden, eher Spaß haben als Tempo bolzen,  Kilometer fressen oder Programme abarbeiten. Also locker bleiben, zumal viele der Regeln im Bereich der Fitness, die wir oft glauben, einfach falsch sind.

Acht Stück Würfelzucker

Hier ein paar Beispiele, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:  Apfelschorle nach dem Radeln ist gut.  Falsch:  Ein halber Liter Apfelschorle enthält ungefähr acht Stück Würfelzucker. Besser ist alkoholfreies Bier. Die Elektrolyte stimmen und die Kalorien sind niedriger. Wer sonst  noch einen sportiven Ernährungsirrtum kennt, einfach hier kommentieren. Ich bin gespannt.

Wann beginnt die Fettverbrennung?

Nächster Irrtum: Die Fettverbrennung beim Sport beginnt frühestens nach 20 Minuten. Auch falsch:  Ob wir die nötige Energie bei der Bewegung aus dem Körperfett holen oder vorhandenen Zucker  verbrennen, entscheidet alleine die Intensität. Auf Deutsch: Bei leichtem Ausdauertraining wird von der ersten Sekunde an Fett in Energie verwandelt. Wer dagegen hart an seiner Leistungsgrenze trainiert, nimmt dem Körper die Chance, Fett zu verbrennen. Warum? Ganz einfach – das Verbrennen von Fett braucht auch Energie, die aber nicht mehr da ist, wenn der Sportler Vollgas gibt.

Muskelkater – weitermachen oder pausieren?

Noch ein häufiger Irrtum: Muskelkater entsteht durch Milchsäure in der Muskulatur.  Und das einzige was dagegen hilft, ist sofort weiterzumachen. Stimmt leider auch nicht: Bei Muskelkater handelt es sich um Mini-Verletzungen der Muskelfasern durch Überlastung. Diese Mikrotraumen entzünden sich und lösen den Schmerz aus. Deshalb sollte wer Muskelkater hat, sich zwei, drei Tage nicht belasten bis der Schmerz weg ist. Was aber stimmt: Ein trainierter Muskel hält mehr aus, die Schwelle, bei der es zu den Verletzungen der Fasern kommt, steigt durch Training an.

 

Das soll es so früh im Jahr mal gewesen sein mit den Irrtümern. Ich würde mich aber freuen, wenn ich meiner Sammlung noch ein paar hinzufügen könnte. Also munter bloggen. Und darüber hinaus heißt es jetzt aber erst einmal –  Training aufnehmen, dabei aber entspannt bleiben, nicht übertreiben und ganz viel Spaß haben.

Bis demnächst.

Jürgen Löhle

Die schönsten Bilder der Tour

03.02.2012, von

Schöne Landschaften, witzige Situationen, Radler in Feierlaune – wir suchen Ihr schönsten Tourbild aus 25 Jahren Tour de Ländle. Die ersten Bilder sind schon da. Durchforsten Sie Ihre Bilder und schicken Sie uns online Ihr Tourfoto. Wir verlosen Woche für Woche eine SWR4 Tasse.

Auf ins Jubiläum

16.01.2012, von

Neulich am Silvesterabend  hat mir ein guter Freund um Mitternacht mit einem merkwürdig gedätschten Gesichtsausdruck zugeprostet. Seine sparsame Mimik lag aber nicht am Alkohol, sondern am Kalender der Mayas, der bekanntlich am 21. 12. 2012 endet. Das wäre ja nichts Besonderes, aber angeblich soll da auch die Welt untergehen. Sagen zumindest mein Kumpel und ein Film von Roland Emmerich.

Gemach, gemach. Ich habe in den letzten 54 Jahren etwa 15 prognostizierte Weltuntergänge schadlos passieren lassen und ich denke das wird im Dezember auch wieder so sein, weshalb ich lieber mit der Vorbereitung auf die Tour de Ländle beginne. Der so genannte Winter, der ja nichts weiter ist als ein etwas kühler Herbst, taugt ja bisher dazu, so dass ich mich schon ein klein wenig eingefahren habe für eine Tour, die  etwas ganz Besonderes werden wird. Nein, keine Untergangsfahrt in klaffende Erdspalten, sondern eine  interessante Jubiläumstour von Tauberbischofsheim in den Europapark nach Rust. 25 Jahre gibt es die „Ländle“ nun schon, der Erfinder Heinz Waldmüller ging 1985  mit 80 Radelfans auf Tour und konnte damals nicht ahnen, dass die Idee zu dem wird, was man heute einen Mega-Event nennt. Zumal es nach der zweiten Auflage 1986 erst einmal drei Jahre keine Tour gab. Jetzt fahren bis zu 2000  Radler am Tag im Feld, etwa 200 Menschen arbeiten hinter den Kulissen, damit die Radler kompetent geführt und verpflegt  über die Etappen kommen, abends ein Quartier haben und unterhalten werden.

Und für die Jubiläumsfahrer haben sich die Straßentüftler um Gundolf Greule eine Strecke quer durchs Land ausgedacht. Start ist am 28. Juli im Nordosten in Tauberbischofsheim. Vom Taubertal führt die erste Etappe ins Unterland nach Bad Friedrichshall. Von dort aus geht es nach Bruchsal, ehe es dann kerniger wird. Die dritte Etappe endet in Nagold von dort aus geht es nach Schramberg und wer den Schwarzwald kennt, der weiß, dass sich da schon mal ein paar knackige Anstiege vor die Räder schieben. Von Schramberg führt die Strecke auf die Baar nach Hüfingen und von dort aus startet die sechste und vorletzte Etappe nach Waldkirch im Breisgau. Am Freitag dem 3. August geht es zum Finale in den Europa-Park in Rust. Am südlichen Rand des Ortenaukreises liegt dann das Ziel der Jubiläumstour 2012. Und wer nach einer Woche im Sattel noch fit ist, kann sich seine Muskeln in Fahrgeräten durchschütteln lassen, in die man mich nur ohnmächtig oder gefesselt reinbringt. Ich werde lieber sanft mit einem Schiffle durch ein Märchenland schaukeln.

Also, liebe Radfans. Die Tour steht, die Anmeldung für Dauerteilnehmer startet am 1. März 12. März. Bis dahin sollte man übrigen schon  ein  paar Kilometer in den Beinen haben, auch wenn man es in den ersten zwei Monaten im Jahr ruhig ein wenig  gemächlicher angehen lassen kann. Aber ein bisschen was ist besser als gar nichts.  So ein- bis zweimal pro Woche ein Stündchen darf es schon sein. Mein Freund hat das Training auch schon aufgenommen. Und seine Laune ist auch wieder besser,  weil vor dem Weltuntergang ja noch die Jubi-Tour steht. Und da man bekanntlich immer dann aufhören soll, wenn es am schönsten ist, hat der Weltuntergang seinen Schrecken eh verloren.

Bis bald.

Jürgen Löhle

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Tour de Ländle

 

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