. .

Watt oder Bauch?

14.05.2012, von

Der Mai ist gekommen, das Fahrrad muss raus. Keine Frage – wer sich jetzt nicht in den Sattel schwingt, ist selbst schuld. Schöner als im Mai ist die Natur nie. Leider fliegen jetzt auch die Pollen, was für Heuschnupfengeplagte natürlich ein Problem ist.  Gibt es eigentlich Tipps, wie man als Allergiker im Sattel halbwegs ungestreift durchs Frühjahr kommt? Radeln nur direkt nach Regengüssen? Pollenmaske? Antworten wären für alle interessant – wer also was weiß, einfach hier in den Blog stellen.

Natürlich gibt es auch von uns Tipps. Zum Beispiel das richtige Rad für die Tour. Was soll man denn nehmen – Tourenrad, Mountainbike oder sogar eine Rennmaschine? Grundsätzlich ist jedes verkehrssichere Fahrrad  Tour-de-Ländle-tauglich, da aber Streckenchef Gundolf Greule uns so gut es geht den Autoverkehr vom Hals hält, führt die Tour eben auch mal über Feld- und Waldwege. Das heißt, die Reifen müssen was aushalten. Bei Mountainbikes und Tourenräder ist die Bereifung  sozusagen serienmäßig robust, bei Rennrädern sollte man aber lieber Crossreifen aufziehen. Die sind zwar nicht billig, aber immer noch besser als dauernd Reifenflicken. Und sie halten auf feuchten Feldwegen besser die Spur.

Streng genommen passt ein Rennrad auch nicht zur Tour. Für einen 18er Schnitt braucht es keine High-Tech-Möhre, zumal es auch ein paar Nachteile gibt. Da das Rennvelo keine Schutzbleche hat, sieht man bei Regen aus wie die Sau und die schmalen Reifen machen das Handling zudem ein wenig nervös. Das kann besonders dann ein Problem werden, wenn es jemand nicht gewohnt ist, in einem Pulk zu fahren. Andererseits tut man sich mit einem Rennrad eben leichter. Pro Kilo Gewichtsersparnis spart man am Berg sechs Watt Leistung für die gleiche Geschwindigkeit. Wenn man bedenkt, dass zwischen einem Rennvelo und einem normalen Mountainbike gerne mal acht Kilogramm Differenz liegen,  bedeutet das einen Vorteil am Berg von knapp 50 Watt bei gleicher Geschwindigkeit. Was das heißt? Der eine japst, der andere pfeift locker La Paloma.

Allerdings haben viele von uns deutlich mehr Sparpotenzial am eigenen Bauch als am Rad. Im Ernst, ich denke ein modernes Tourenrad mit 24 Gängen und geradem Lenker ist für die Tour de Ländle ideal. Diese Räder gibt es grob zwischen zwölf und 15 Kilo Gesamtgewicht, wobei  man das natürlich am Geldbeutel spürt. Bei der leichten Variante geht es eben erst bei 1000 Euro los, die schweren gibt es schon so von 400 Euro an. Günstiger geht es auch noch, wobei ich da nur abraten kann. Qualität und Robustheit kostet auch beim Rad etwas. Welche Erfahrung habt ihr da eigentlich gemacht? Taugen Räder aus dem Baumarkt was?

Wem die Wattzählerei übrigens zu lästig ist und wer trotzdem locker rollen  will, für den gibt es ja noch das E-Bike. Aber auch das braucht es für einen 18er Schnitt eigentlich nicht. Schon gar nicht, wenn man jetzt langsam in die Gänge kommt. Wie  gesagt, der Mai ist gekommen, die Räder müssen raus.

Viel Spaß beim Training und bis bald.

Jürgen Löhle

Das ist die Höhe

02.05.2012, von

Hallo, liebe Radlerinnen und Radler, die aktuellen Höhenmeter für die neue Tour sind eingetroffen. Wenn Sie die gesamte Tour mitradeln, warten 3610 Höhenmeter auf Sie. Auf die einzelnen Etappen verteilt sind dies:

1. Etappe Tauberbischofsheim – Bad Friedrichshall: 590 Meter

2. Etappe Bad Friedrichshall – Bruchsal: 408 Meter

3. Etappe Bruchsal – Nagold: 936 Meter

4. Etappe: Nagold – Schramberg: 613 Meter

5. Etappe: Schramberg – Hüfingen: 680 Meter

6. Etappe: Hüfingen – Waldkirch: 333 Meter

7. Etappe: Waldkirch – Europa-Park: 50 Meter

Wir wissen nicht, ob sich diese Zahlen in Wadenumfang, Lungenvolumen oder Weizenbiereinheiten umrechnen lässt… Das wird unser Kolumnist Jürgen Löhle aber sicher gut einschätzen können…

Split weg, Radel gut

04.04.2012, von

Liebe Tourradler, na was macht die Form? Nach dem fast schon sommerlichen März müssten die Waden doch schon ein wenig Kontur haben, oder? Auf jeden Fall können wir nach dem Sonnenschein zuletzt das etwas kühlere Osterwetter verschmerzen, zumal jetzt im April die Saison ja erst so richtig in die Gänge kommt. Auf jeden Fall ist es jetzt draußen wunderbar, die Natur bunt wie frisch gestrichen und die ersten Biergärten haben auch schon auf.

 Wie sehen die Radwege aus?

Jetzt müssen nur noch die Gemeinden ein wenig  aus dem Winterschlaf aufwachen. Ich habe jedenfalls den Eindruck, dass die Radwege jedes Jahr ein bisschen später mit der Kehrmaschine vom Split befreit werden. Wie ist das eigentlich bei Euch da draußen? Bei mir auf den Fildern liegt jedenfalls jetzt noch an manchen Stellen Silvestermüll und -scherben auf den Radwegen. Das macht natürlich keinen Spaß, wenn man alle paar Kilometer den Reifen flicken muss.

Mein Tipp ist das Siebenmühlental

Ein Platten ist  zwar ärgerlich, aber kein Grund, im Frühjahr nicht zu fahren. Für alle aus dem Großraum Stuttgart hätte ich obendrein einen landschaftlich wunderschönen, kilometermäßig moderaten und bereits frei gekehrten Radeltipp. Start ist im Leinfelden-Echterdinger Stadtteil  Musberg.  Von Leinfelden kommend beginnt am Ortseingang linker Hand der komplett geteerte Bundeswanderweg Richtung Waldenbuch. An Wochenenden ist die Strecke durch das Siebenmühlental brechend voll, an Werktagen aber wunderbar. Nach acht Kilometern endet der Weg an der der Burkhardtsmühle, normal geht es noch ein Stück weiter bis Glashütte, da aber gerade eine Brücke saniert wird,  ist schon an der Burkhardtsmühle  Schluss. Von da an kurz auf die Autostraße und links Richtung Nürtingen. Man schafft die Strecke durch das Aichtal bis auf wenige Meter auf  guten Radwegen. Von Nürtingen dann auf gleichem Weg retour. Das sind dann grob 44 Kilometer mit einem zentral gelegenen Biergarten bei der Burkhardtsmühle ungefähr in der Mitte. Der Biergarten hat immer offen, wenn die Sonne lacht. Wer die Strecke kennt, kann mir gerne noch einen anderen Gastro-Tipp geben. Einfach bloggen, danke.

52 strahlend schöne Kilometer am Bodensee

Wunderbar im Frühjahr ist natürlich auch der Bodensee. Ein Vorschlag: Konstanz – Insel Mainau – Radolfzell und zurück. Etwa 52 Kilometer und erst einmal über das in allen Farben strahlende Blumenmeer auf der Mainau. Anschließend geht es weiter über Allensbach nach Radolfzell und wieder zurück. Also, liebe Tourradler, wer jetzt noch zu Hause hockt, ist selber schuld. Ich war zwar aktuell nicht da, aber ich denke mal, dass die Radwege am See zu den Feiertagen auch schon sauber sind. Wer darüber etwas weiß, kann es auch gerne hier kund tun.

Frohe Ostern und bis demnächst.

Jürgen Löhle

Nächste Seite »

Tour de Ländle

 

Der SWR ist Mitglied der ARD.

Impressum | SWR ©2012