Nach dem Amoklauf in Winnenden - Ihre Reaktionen

Der Amoklauf in Winnenden hat für viel Betroffenheit gesorgt - das zeigen auch Ihre Reaktionen, die Sie uns hier geschrieben haben. Wir Danken Ihnen für Ihre Anteilnahme, für Ihre Gedanken und auch für die kritischen Aspekte, auf die hier aufmerksam gemacht wurde.

Selbstverständlich können Sie uns auch weiterhin per “Mail ins Studio”  Ihre Gedanken mitteilen.

296 Kommentare zu “Nach dem Amoklauf in Winnenden - Ihre Reaktionen”

  1. J. Haug

    Mein besonderes Mitgefühl gilt nicht nur den Angehörigen der Opfer und den Schülern der Albertville-Realschule, sondern den vielen anderen Schülern und Lehrern der Sonderschule, der Hauptschule und des Gymnasiums, die das Grauen genauso miterleben mussten, und die in fast allen Medienberichten vergessen werden.

  2. Paul Walmer ... OHNE WAFFEN KEIN AMOK !

    Heute in der Stuttgarter Zeitung zu sehen. Die Tatwaffe. Eine Beretta 92. Kaliber 9 mm Das ist für normale Pistolen das größte Kaliber. Die Beretta hat ein Magazin für 15 Schuss Munition. Das ist aussergewöhnlich viel. Was hat diese Waffe bei einem Sportschützen im Schlafzimmer zu suchen? 15 Schuss Muniton als Schutz gegen Einbrecher? Und dann das grosse Kaliber? Ich vermute Waffengeilheit beim Vater und ebenso, wie zu hören ist, beim Sohn. Als Sportschütze darf der Vater so viele Waffen besitzen, wie er will. Er hatte 15 davon. Zur Erinnerung: In Bad Reichenhall ermordete 1999 mit Waffen seines Vaters (ein Sportschütze) ein 16-jähriger 4 Menschen und verletzte den Schauspieler Lamprecht schwer. Der Amokmörder von Erfurt war selbst ein Sportschütze. …. Passenderweise hat man bei der ARD nach 18 Uhr direkt aus Winnenden zu den Sportschützen bei den Biathlon-Wettbewerben umgeschaltet.

  3. G. Landau

    Ich möchte den Täter nicht in Schutz nehmen, aber die Tatsache, dass er einen Brief an seine Eltern schrieb, zeugt doch von deren Ignoranz, ebenso die Tatsache, dass der Vater seine Waffe unverschlossen im Schlafzimmer aufbewahrt hat.

  4. Belnur Yildiz

    ICh find dasss alles was gestern passiert ist so schrecklich, denn eine alte Schulkameradin wurde auch erschossen sie lebt jetzt nicht mehr nicole ich werd dich nieee vergessen der Familie ein beileid !!!!!!

  5. Margret Fischer

    Wie kann man nur von Ignoranz der Eltern sprechen? Geht es nicht ein bisschen einfühlsamer? Kann sich nur irgendjemand vorstellen, was diese Eltern jetzt mitmachen? Sie haben nicht nur ihren Sohn verloren, sondern müssen den Rest ihres Lebens versuchen, zu verarbeiten, dass er ein Mörder ist, dass er unermessliches Leid angerichtet hat, eine Tat, die nie wieder gutzumachen ist. Das haben sie niemals nicht gewollt, sie werden nach Fehlern und Schuld suchen - und damit leben müssen. Das ist so brutal zu ertragen wie die Tat selbst.

  6. Tina H.

    Wann werden sogenannte “Sportschützen” endlich einer psychologischen Prüfung unterzogen?
    Ich hoffe, das es eine halbwegs gerechte Strafe auch für den Vater des Täters gibt!

    Mein tiefstes Mitgefühl gehört all denen, die gestern ihre Liebsten verloren haben. Die nie wieder deren Lachen hören, nie wieder ihre Kinder in den Arm nehmen können, nie wieder ein normales Leben führen können….

    Und all jenen, die diese unbegreifliche Tat mit ansehen mussten…

  7. Gerd Ziegler

    Realität gibt es immer nur für den einzelnen Menschen, das zeigt sich immer wieder. Jeder lebt in seiner ganz eigenen Welt, die er anders wahrnimmt als der Nachbar, die Freunde oder die Umgebung.
    Nur ab und zu gewähren uns Menschen einen kurzen Blick in ihre Welt und uns wird bewusst, wie unterschiedlich scheinbar Offensichtliches interpretiert wird. Wenn dann etwas passiert, das wir nicht einordnen können, in unserer Welt, beginnt die verzweifelte Suche nach einem Schuldigen. Ein Schuldiger würde uns helfen das Unglaubliche zu verarbeiten und es würde uns helfen eine gewisse Erklärbarkeit zu finden und den Eindruck zu erwecken, man könnte solche Vorfälle in Zukunft verhindern.

    Die Einen verlangen härtere Waffengesetze, beim Anderen sind die Lehrer schuld, weitere wähnen die Eltern in der Versagerrolle und ganz am Schluss findet man irgendwelche Ballerspiele, die natürlich alles erklären. Die Wahrheit ist wohl viel komplexer, als dass solche einfachen Erklärungen eine Lösung bringen könnten. Auch muss man sich wohl mit dem Gedanken anfreunden, dass solche Amokläufe nicht mit Gesetzen zu verhindern sind, und dass man sich nicht wirklich davor schützen kann.

    Wenn ein Mensch in seiner Welt, den Eindruck gewonnen hat, alle wären gegen ihn und er wäre der große Verlierer, wird er immer mehr Anzeichen für diese Wahrnehmung finden. Manche werden dabei depressiv, bei anderen entwickelt sich Hass auf alle, die einen scheinbar so mies behandeln. Kein Mensch kann im Nachhinein sagen, was alles zusammen kommen musste, das schließlich den Ausschlag gab, eine solche Tat zu planen und umzusetzen. Niemand kann im Detail erfassen, was den Täter letztlich dazu bewegt hat, aus dem Schattendasein zu treten und in einem „großen Finale“ andere mit ins Verderben zu reißen. Zu Tage treten werden wieder einzelne Aspekte, wie eben diese Ballerspiele oder die Außenseiterrolle in der Schule, der Waffennarr, der stille Junge und vieles mehr. Es werden trotzdem nur einzelne Faktoren einer komplexen Ursache bleiben, die nicht anhand ihrer Einzelteile verhindert werden kann.

    Menschen sind „Herdentiere“, die in mehr oder weniger stark ausgeprägter Form, alle nach Liebe, Anerkennung, Respekt und Zugehörigkeit streben. Allerdings werden diese Werte nicht jedem entgegengebracht. Es gibt und gab schon immer Menschen, welche zur Gruppe / Gesellschaft dazu gehören, welche die sie anführen und welche die ausgeschlossen sind.

    In der Theorie lässt sich immer leicht verlangen, dass die Außenseiter aufgenommen werden müssen, dass man sich besser um sie kümmern muss, dass man auch ihnen ein Gefühl von Zugehörigkeit geben muss usw. Aber es frage sich jeder selbst, wie er mit den Außenseitern in seinem direkten Umkreis umgeht. Wann haben Sie zuletzt den Alkoholiker zu sich nach Hause eingeladen, der nicht mit seinem Leben fertig wird, oder den schrecklichen Nachbarn, der mit allen Streit anfängt, oder den komischen Kauz, der noch nicht mal grüßt? Wie realistisch ist es also, das von Anderen zu verlangen? Schüler verhalten sich da nicht anders wie Erwachsene, Lehrer nicht anders wie Abteilungsleiter und Eltern sind nach wie vor, oft unbewusste Verstärker oder sogar Auslöser. Uns fällt das leider immer erst dann wirklich auf, wenn etwas passiert, wie jetzt der Amoklauf von Winnenden.

    Es gibt nur einen Bereich der Welt, den wir wirklich verändern können, uns selbst. In dem Moment, wo wir das tun, ändert sich auch alles andere. Aber im selben Moment, merken wir auch, wie schwer es ist, das in der eigenen Realität umzusetzen.
    Ich wünsche uns allen viel Glück dabei.

  8. Bammer, Manfred

    Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen der getöteten Personen. Der Vater des Täters gehört lebenslang eingesperrt. Ich sehe diese Tat auch als gesellschaftliches Problem. Die Politik in unserer Demokratie ist nicht fähig, die Gewalt aus den Medien, insbesondere das Internet, heraus zu halten bzw. mit hohen Haftstrafen zu belegen. Dazu ist das Strafgesetz viel zu human. Labile Charakteren, insbesondere Jugendliche, werden zum Nachahmen animiert. Dass zwei Polizeibeamte beim Versuch der Festnahme des Täters von diesem angeschossen werden können ist mir ein Rätsel, hier fehlt eine bessere Ausbildung.

  9. Minelli

    Eine solche Tat ist schrecklich und im ersten Moment bestimmt auch unverstaendlich….Aber es schockt mich doch sehr, wenn ich lesen muss, dass Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) diese Tat als “in keiner Form erklaerbar” beschreibt…Wann fangen wir eigentlich endlich an ueber die Hintergruende nachzudenken, den Grund zu suchen, warum ein 17- jaehriger Menschen erschiesst, warum ein junger Mensch so viel hass in sich traegt…Es ist doch unfassbar, das Counterstike und andere Waffenspiele dafuer verantwortlich sein sollen…Diese Wahnsinnstaten werden nicht aufhoeren, wenn unsere Gesellschaft sich weiterhin weiget dem Problem wirklich auf den Grund zu gehen.

  10. Kolumne Eins

    Eine üble Geschichte, Tragödie für die Betroffenen. Und natürlich kommt die zu erwartende “Berichterstattung” - lieber SWR, für die Überschrit “Amokläufer spielte Killerspiele am PC” solltet ihr euch gleich mehrfach schämen.

    1) Die völlig unreflektierte, wie selbstverständliche Verwendung des Begriffs “Killerspiele”, als handele es sich dabei um einen seriösen Fachterminus und nicht um einen aufgebauschten Kampfbegriff aus dem Boulevard-Arsenal. Man hätte zumindest den Anstand haben, können, dieses reißerische Kunstwort aus den Untiefen des BILD-Journalismus in Anführungszeichen zu setzen.

    2) Die Gesamtformulierung, die nahelegt, mit diesem einen Fakt sei bereits alles gesagt und erklärt. Natürlich waren - wieso bin ich nicht überrascht? - die bösen Computerspiele an allem schuld. Ist es das, was der SWR unter objektivem Journalismus und gesellschaftlichem Diskurs versteht?

    Bereits diese eine Überschrift sagt zwar leider sehr wenig über die tatsächlichen Verhältnisse, dafür aber wieder einmal sehr viel über die Geisteshaltung vieler - angeblich objektiver - “Journalisten” und Medienredakteure in diesem Land aus. So etwas hat nichts mehr mit Berichterstattung zu tun. Das ist Propaganda! Und eine öffentlich-rechtliche Anstalt wie der SWR (oder auch andere ARD-Anstalten, die immer wieder auf diesen Zug aufgesprungen sind und es auch jetzt wieder vorhersagbar tun werden) sollten sich eigentlich zu schade sein für diese armselige, inhalts- wie schamlose Form von Pseudojournalismus und Meinungsmache á la BILD-Zeitung. Das ist respektlos gegenüber den Opfern solcher Tragödien und ignorant gegenüber den wahren Problemen, die dazu geführt haben. Der wirkliche und notwendige Diskurs wird dadurch bewusst und konsequent vermieden. Eine CS-Installation auf der Festplatte - na, dann ist ja alles gesagt. Das ist einfach zu billig, als dass man es noch weiter kommentieren könnte oder müsste…

  11. T. Petermann

    Trauer und Bestürzung sitzen tief. Heute nachmittag erfolgt bei uns im Verein die Wahl des Jugendwartes, wofür ich kandidiere. Soll der gestrige Tag thematisiert werden? Ich denke ja. Gute Jugendarbeit, die über die Betreuung des Leistungssportes hinausgeht kann helfen, Kindern und Jugendlichen unter die Arme zu greifen. Die Aufgabe der Eltern, sich mit Ihren Schützlingen auseinander zu setzen kann aber nicht übernommen werden. Ich hoffe, dass ehrenamtliches Engagement für Kinder und Jugendliche wieder stärker geschätzt und gefördert wird, um Ihnen mehr Anlaufstationen und Alternativen gegenüber den Computerspielen zu bieten.

  12. Birgit

    Ich danke für den Beitrag in “Anstöße” heute früh in SWR1, dieser Beitrag sprach das aus, was ich empfunden habe. Auch das Gedicht war sehr schön.

    Mein Mitgefühl gehört all denjenigen, die gestern einen lieben Menschen verloren haben, sowohl den Angehörigen der Opfer dieses Massenmordes, als aber auch den Eltern des Täters.
    Die nicht nur ihr Kind verlieren mussten, sondern auch das Bild, das sie von ihrem Kind hatten, und fortan mit dieser schrecklichen Schuld leben müssen, mit den Gedanken, was sie hätten bemerken können / müssen. Und auch mit der Schuld leben müssen, dass die Waffe so leicht zugänglich war und dass dieser Leichtsinn so schreckliche Folgen hatte.

    Ich habe selber Kinder, und es ist so erschreckend, dass man die geliebten Kinder vor so schrecklichen Ereignissen nicht schützen kann.

    Mein tiefstes Mitgefühl an alle Opfer dieser grausamen Tat - an diejenigen, die gestern viel zu früh ihr Leben lassen mussten. An deren Angehörigen. An die körperlich Verletzten. An die seelisch Verletzten.

  13. U. Ziegler

    Ich habe Mitgefühl für die Angehörigen der Opfer, den Schülern und den Lehrern die das direkt mitbekommen haben.
    Dass jemand wie der Vater des Amokläufers seine Waffen nicht eingesperrt hat geht mir nicht in den Kopf. Ich war vor Jahren in einem Schützenverein Mitglied und es wurde allen die selber Schußwaffenbesitzer waren immer wieder gesagt, daß sie diese in geschlossenen Schränken aufbewahren müssen.
    Begreifen Familienangehörige nicht endlich dass Schußwaffen nicht wie Besteck oder ein Besen nur so hingestellt werden sollten ?

    Was mir jedoch klar war ist die Tatsache dass wieder einmal das Spiel “Counterstrike” in die Schlagzeilen kam. Mein Mann und ich, sowie mein jüngster Sohn (23) haben dieses Spiel auch schon gespielt. Jedoch haben wir diese Pixelgegner niemals als Personen sondern als Spielgegner angesehen.

    Mehr Liebe, Verständnis und Kommunikation eines Jungen der wohl vereinsamt war hätte vielleicht diese Tat verhindern können.

    Ich kann allen Eltern nur sagen, kümmert Euch um Eure Kinder so wie ihr es gerne in der Jugend gehabt hättet uns überlasst sie nicht nur dem Fernseher oder Computer, denn der kann Euch nicht ersetzen.

  14. Mutter dreier Maedchen, in Belgien wohnhaft

    Doch - Schulen und Kindergaerten sollten Hochsicherheitstrakten sein. Die Kinder waeren heute in den Armen der Liebenden.

    Meine Traenen nehmen kein Ende.

    Wohnhaft paar kurze Km von Desdemonde in Belgien und tief betroffen und erschrocken von dieser und der gestrigen in Deutschland Wahnsinns-tat, ersuche ich alle, mit Rat und Tat aktiv zu werden.

    Durch offizielle und politsche Entscheidungen (Verbot von gewaltspielen/videos, Verbot von Waffenbesitz -Siehe vorherige Beschreibung ueber Waffenbesitz. etc) sowie inofizielle Kontrolle (Neighbour watchinig, Freundeskreise, Sensibilisierung von Alarm).

    Die Deutsche Polizei (zunaechst drei Beamten, spaeter mobilisierung) scheint schnell reagiert zu haben um an Ort zu sein. Danke. Vielleicht haetten sie schneller den Taeter erschiessen sollen…

    Nein, Bischoff, obwohl gleicher Religion zugehoerig, schliese ich den Taeter nicht in meine Gebete ein, denn ich sonst erhoffe ich mir eine existierende Hoelle fuer ihn. Es gibt menschlicheTeufel. Die Taeter sollen nicht als Opfer dargestellt werden. Die Entscheidungen liegen in menschlicher Hand.

    Autoverkaufsgespraech, Autowerkstatt, Passant, Lehrerinnen, Schuelerinnen, Schueler…..

    Meine Traenen nehmen kein Ende.

  15. W. Lenke

    Was passiert ist, kann nicht mehr rückgängig gemacht werden,
    wir können als Nachbarn, Freunde, Kollegen für die Menschen da sein, wenn sie uns brauchen.
    Ich wünsche den Eltern und allen Schülern, sowie Lehrern, dass
    sie mit dem Geschehenen umgehen können. Ich wünsche den
    Seelsorgern viel Kraft, bei der Betreuung der oben genannten Menschen.

  16. C. Stitz

    Ich glaube, es muss viel früher angesetzt werden. Warum kommt es überhaupt zu Gewalt, zu einer solch unkontrollierten Gewalt? Es sind sicher nicht nur die Baller- und Tötungsspiele, wurden Signale nicht gehört, nicht gesehen? Verroht die Gesellschaft immer mehr? Wann besinnen wir uns wieder auf die wirklich wichtigen Dinge und Werte im Leben? Meine Trauer gilt den Opfern, den Angehörigen und allen, die so etwas mit ansehen mussten. Mein Unverständnis gilt dem Vater des Täters. Er wird sich eine Menge Fragen stellen lassen müssen.

  17. A. Flügel

    War ja vorherzusehen, dass man sich gleich wieder auf die “Killerspiele” stürzen würde. Die mag ich übrigens nicht und ich spiele sie auch nicht, aber ich halte sie auch nicht für den Grund allen Übels. Das ist nur Ablenkung.
    Zuallererst geht es um die Waffen und dann müsste endlich auch mal die schwierige Rolle der Medien angesprochen werden, die jedem, der so etwas macht, wochenlanges, fast ausschließliches öffentliches Interesse garantieren.
    Mir scheint, das macht die Amokläuferei an den Schulen zu einer Art von Modeerscheinung.

  18. S.Weingaertner

    Warum darf ein Mitglied in einem Schützenverein Waffen in seinem Hause aufbewahren? Wir haben ein gutes Waffengesetz, leider mit Lücken. Verbietet Waffen in privat Häusern. Egal ob Biathlonsportler oder Mitglied in einem Schützenverein
    Ich glaube nicht, daß Metaldedektoren oder Shipkarten zum Einlaß von Schulen ein Schutz sind.

  19. Sigrid Seigel

    Hallo, für die Banker ist Geld da in diesem Staat - aber nicht dafür, dass mehr Lehrer eingestellt werden können, damit die Klassen kleiner werden - es ist auch kein Geld da für Sozialarbeiter und Psychologen an Schulen. Unsere Kinder sind unsere Zukunft - erkennen das die Politiker nicht? - wer soll denn all diesen vielen an der Seele verkrüppelten Kinder helfen - wer soll sie ernähren, wenn sie älter werden und keinen Beruf ausüben können oder wollen?? Es wäre billiger optimale Betreuungen zu schaffen, damit wir gesunde Menschen in eine gute Zukunft gehen lassen können! Ich bin unendlich traurig über das was passiert ist. Mit freundlichem Gruss Sigrid Seigel

  20. Renate Renn

    Ich denke, wir machen es uns zu einfach, wenn wir nur bestimmte Computerspiele für solche Taten verantwortlich machen. Unsere ganze Gesellschaft ist geprägt von Gewalt, Ignoranz, Selbstgefälligkeit und Profitgier (siehe Banken, Manager usw.).Wenn wir in Zukunft besser und sicherer leben wollen, müssen wir alle eine neue “Kultur” von Toleranz und Friedfertigkeit gegenüber Anderen üben, in der auch Kinder wieder einen anderen Stellenwert bekommen.
    Mein Mitgefühl gilt den Opfern und deren Angehörigen, aber auch den Rettungskräften.

  21. F. Herrmann

    Ich möchte den Amoklauf von Winnenden unter dem Gesichtspunkt Verantwortung in der Erziehung bearbeiten. In unserer Gesellschaft ist oft nicht mehr ausreichende Zeit vorhanden sich in Elternhäusern ausgiebig um Kinder und Jugendliche zu kümmern. Sei es das die Menschen zwangsweise arbeiten müssen, für einen höheren Lebensstandart arbeiten wollen oder auch alleine die Erziehung stemmen müssen. Labile Jugendliche serven stundenlang unkontrolliert im Internet oder spielen am PC stundenlang Spiele (u.a. Killerspiele), von denen die Erziehungsberechtigten oft nicht wissen, um welche Spiele oder Servinhalte es sich handelt. In unserer Familie wurde gestern Abend zusammen (2 Jugendliche-19 und 20 Jahre alt, 2 Elternteile) besprochen. Unser 20 Jahre alter Sohn formulierte: „Bei einem gewissen hohem erreichten Level bei Killerspielen wird das Spiel zu Realität und das Spiel nimmt einen total gefangen und bei schwachen Persönlichkeiten will man das Spiel in der Realität spielen“. Anmerkung: Unser Söhne spielen keinerlei Spiele am PC oder im Internet, die das Thema Gewalt oder töten zum Inhalt haben. Wir als Eltern wissen in der Regel, mit welchen Themen sich beide beschäftigen. In unserer Familie sind nicht beide Eltern voll berufstätig, es bleibt viel Zeit um Probleme zu besprechen und aufzufangen. Der Preis dafür ist wenig Luxus und Geldmittel, die jeden Monat gerade so ausreichen…

    Erziehung ist Verantwortung.

    Jeder der Kinder erzieht, muss ein Umfeld schaffen, wo er rechtzeitig erkennt, wenn ein Jugendlicher den Bezug zur Realität verliert oder anders sich nicht normal verhält. Diese Verantwortung kann keiner dem jeweiligen Erziehenden abnehmen. Kommt dieser mit dieser schweren Aufgabe nicht zurecht-Hilfsangebote gibt es viele.

  22. U.Kunz

    Es ist nur grausam was dort geschehen ist! Aber ist es nicht auch ein Aufschrei!!! Ein Hilferuf - werdet wach, die ihr diese Gesellschaft bildet. Wenn ich schon höre, dass es das in unserem Bundesland gibt. Warum soll es das hier nicht geben. Die Menschen müssen endlich wach werden und merken, wir leben in einer Gesellschaft, die aufeinander angewiesen ist. Trotz Geld und Wohlstand - es gibt keine Kommunikation!! Es gibt nicht alles nur in Amerika oder dem Rest von Deutschland. Man sollte mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkommen und anfangen sich an seinem Umfeld zu beteiligen. Wen interessiert es, ob der Nachbar Sorgen hat oder krank ist. Jeder sieht nur sich - und was dabei rauskommen kann wird uns ja immer wieder deutlich vor Augen gehalten. Und was den Gebrauch von Waffen betrifft, bin ich der Meinung, diese gehören mit Sicherheit nicht ins elterliche Schlafzimmer zur freien Verfügung. Auch da gab es ja schon viele Morde im Affekt, wo man dann zur Waffe griff. Ansonsten kann ich den jetzt persönlich betroffenen Personen nur ganz viel Kraft wünschen und die richtige Hilfe zur Verarbeitung dieses Traumas. Und uns allen - dass wir wach werden und teilhaben und hinhören, wenn es vielleicht auch manchmal lästig ist oder schwer zu erkennen.

  23. Gerlinde Born

    Es ist schwer passende Worte zu finden. Mein Mitgefühl gilt all den unschuldigen Opfern und deren Angehörigen. Mein Mitgefühl gilt aber auch den Eltern von Tim. Sie haben Ihren Sohn verloren, der Schreckliches getan hat. Ich stelle es mir unheimlich schwer vor, das zu verkraften. Waffen im Elternhaus, noch dazu frei zugänglich, dafür habe auch ich kein Verständniss. Ich spreche auch als Mutter eines Sohnes, den ich liebe, und ich denke man könnte mich einweisen, wenn ich wüsste er hätte so was Schreckliches getan.

  24. Dieter Jilge

    …da Deutschland den Amerikanern, mit etwas Zeitverschiebung, alles nachmachen muss, macht auch diese Variante des “American Way Of Life” vor Europa nicht halt.
    Meiner Meinung nach werden Menschen systematisch (geplant??) desensibilisiert. Es kann nicht sein, dass man legal Material zum Umbringen von Menschen verbreiten darf. ( Videospiele, Gewaltverherrlichende Filme u.ae.) Dieser Scheiss gehoert einfach verboten und Leute die es trotzdem machen , nach Amerika deportiert. In Amerika, dem gelobten Land, bringen sich taeglich hunderte um…das ist dort schon normal. Junge Leute verbringen ihre Freizeit zunehmend vor dem Bildschirm und nicht mehr in der Natur. Der Respekt vor dem Leben generell ist schon fast verloren. Arme Welt!

  25. F.Hoffmann

    Leichter Zugang zu Schusswafffen
    Killerspiele auf dem PC
    Wahrscheinlich physiches Mobbing irgendeiner Art in der Schule

    Da brauchen wir uns über so etwas nicht mehr zu wundern

    Ich denke unser Waffengesetz in Deutschland ist gut genug, muss nur konsequent angewendet und eingehalten werden. Schusswaffen von Sportschützen gehören Zuhause in den Tresor, und nicht ins Schlafzimmer.

    Killerspiele wie Counterstrike und wie sie sonst alle heißen gehören verboten.

    Physisches Mobbing an Schulen und auf der Arbeit ist ein Problem unserer heutigen Gesellschaft, da können wir alle nur selbst daran arbeiten.

  26. Sabine Schwartzkopff

    Mein tiefstes Mitgefühl gilt den Eltern, die ihre Kinder gestern verloren, den Angehörigen der Lehrerinnen und der weitern unbeteiligt Getöteten. Ebenso den Schülern, Lehrern und allen die das Ganze gestern mit erleben mussten.
    Es ist so unbegreiflich. Ich find egal was für ein Grund er hatte, so eine wahnsinnige Tat entschuldigte reingarnix!!
    Ich find die Eltern des Jungen sind aber auch nicht unschuldig. 1. man lässt nicht einfach eine Waffe offen rum liegen wenn man weiß der Sohn ist ein Waffenarr und 2. hat der Vater seinen Sohn wohl auch immer wieder in den Schützenverein mitgenommen obwohl er dort kein Mitglied war.

    Ich find wenn Leute schon soviele Waffen zu Hause haben müssen, dass sollten ALLE wegeschlossen sein. Oder aber man hat keine Munition zu Hause.

    Laut den Radioberichten heute hat der Täter wohl noch größeres vorgehabt wenn man hört wieviel Munition er bei sich trug.

  27. Heiko Hoffmann

    Mein Dank gilt ganz besonders allen Polizistinnen und Polizisten und den Lehrkräften der Schule, die unter Einsatz ihres eigenen Lebens Schlimmeres verhindern konnten.

    Ich denke, daß die Gesetze ausreichend sind. Letztendlich liegt es doch an jedem Bürger selbst, ob er die Gesetze einhält oder nicht. Dafür kann man nicht den Staat an sich verantwortlich machen.

    Nicht nachvollziehen kann ich, warum ein erwachsener Mensch so viele Waffen haben und diese mehr oder weniger ungeschützt zu Hause einschließlich der Munition aufbewahren muß.

  28. R. Rötzer

    Was ich nicht verstehe, für Verkehrskontrollen (Falschparken, Blitzer usw.) scheint genügend Personal zur Verfügung zu stehen.

    Nur für die Kontrolle von Waffenbesitzern, das diese der Auflagen und Gesetze nachkommen ist anscheinend kein Personal vorhanden.

    Meiner Meinung nach müssten hier verschärfte (unangemeldete) Kontrollen stattfinden.

  29. Stefanie Lange

    Sein Motiv erklärt das “Warum?” nur zur Hälfte.
    Warum konnte eine solche Tat geschehen? Weil eine ganze Kette an kleineren Ereignissen, die schlussendlich zum Amoklauf gefuehrt haben, nicht durchbrochen wurde. Weder seine Probleme - die er ganz offensichtlich gehabt haben muss-, sein Interesse an Waffen und fuer einschlägige Computerspiele wurden richtig erkannt, noch der Zugang zu Waffen versperrt. Ein junger Mensch, der zu solch einer Tat fähig ist, muss sich im vornherein auffällig verhalten haben! Ja, wir muessen ueber das Verhältnis zu unseren Kindern (zu Hause und in der Schule), Gewaltverherrlichung, Waffengesetze und sowohl ueber die eigene als auch die gesellschaftliche Ignoranz nachdenken! Und etwas ändern!!!

  30. D. Völz

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    MEIN MITGEFÜHL GEHT AN DIE UNSCHULDIGEN OPFERN UND DEREN ANGEHÖRIGEN
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  31. jenny

    ich bin zwar in einem ganz anderen budesland aber als ich das gestern gehört habe da war ich fertig.heute in meiner schule wurde die deutschlandfahne auf halben mast gehängt und dann haben wir uns auch die kompletten stunden über das geschehen unterhalten.ich find es einfach nur schlimm.warum machen menschen so was.eigentlich finde es dafür keine richtigen worte.mein mitgefühl ist aber unbeschreiblich.ich muss aber auch sagen das der brief von dem jungen an seine eltern niemand war genommen hat zeigt eindeutig ignoranz was aber nicht heißen soll das deswegen diese tat zu entschuldigen ist.es gibt viele spekulationen auch in unserer schule.spekulationen die wahrscheinlich aber auch sehr unwahrscheinlich sind.computerspiele oder unterdrückung der gefühle und noch viel viel mehr ich verstehe es nicht.mein mitgefühl geht an alles opfer und angehörigen aber auch an allen anderen mitfühlenden…

  32. H. Hochedlinger

    Ein mal mehr wird hier sichtbar dass Eltern ohne Zweifel Ihre Pflicht nicht erfüllt haben. Kinder die vernachlässigt werden, geraten leicht in Situationen, die für sie selbst unkontrollierbar sind und im eigentlichen Sinne nicht zuordenbar.
    Wenn ein Kind in der Schule gemobbt wird und Lehrer dieses ignorieren/übersehen - mit WEM spricht dieses Kind darüber???Dies sind (starke) psychische Schmerzen, welchen ein Kind/Jugendlicher ausgesetzt wird. Wenn ein gutes Eltern-Kind-Verhältnis herrscht, kann es doch gar nicht zu so etwas kommen. Schlimmsten Falls, wenn das Kind Probleme hat (UND LEHRER SOWIE ELTERN DIES ERKENNEN UND NICHT ÜBERSEHEN!!!) kann man es zu einem geschulten Psychologen bringen. Wann werden Eltern lernen, dass Fernseher, Handy & Internet die ELTERN SELBST nicht und niemals ersetzen können????

  33. Kim L.

    Fragt euch doch lieber mal warum soetwas immer haeufiger geschieht, warum die jugendlichen und Kinder immer gewaltbereiter(koerperlich und psychisch!) werden.

    Es wird ihnen doch nicht anders gezeigt und vorgelebt. Überall geht es nur um Gewalt, Geld und Macht. Es faengt im TV-Kinderprogramm an und zieht sich wie ein roter Faden durch das Leben.

    Und warum? Weil sich damit viel Geld machen laesst und die TVquoten, die Absatzquoten von Spielen usw. einfach bei Themen wie Gewalt, Geld und Macht in die Höhe schnellen. Wir werden durchweg mit Themen wie Gewalt, Geld und Macht berieselt. Kein Wunder das sich die Hemmschwelle zur Gewalt senkt. Vor allem wenn die Menschen damit aufgewachsen sind und es garnicht anders kennen.

    Natuerlich schauen sich Menschen wie Tim K. eher Splatterfilme als Liebesfilme an, spielen eher Egoshooter als Sportspiele, nur gibt es Millionen Menschen die genau die gleichen Filme gucken und die genau die gleichen Spiele spielen und nicht in Ihre alte Schule gehen und sich “rächen”.

    Der ausschlaggebende Punkt ist meiner Meinung nach das soziale Umfeld und daran sollte dringend gerarbeitet werden. In den Familien selber aber vor allem in den Schulen.

    Respektiert euch gegenseitig und benehmt euch anderen gegenueber wie auch ihr behandelt werden moechtet.

    Psychische Gewalt kann um ein vielfaches grausamer sein als man denkt.

    Lernt wieder Mensch zu sein, seid nicht wie Eisbloecke und habt respekt vor dem euch gegenueber!

  34. Susanne

    Mein Mitgefühl geht an alle, die von dieser Wahnsinnstat betroffen sind und die lernen müssen, mit den Geschehnissen umzugehen - ich wünsche Ihnen viel Kraft dafür.

    Bz. der Diskussionen zu Computerspielen - es ist nun mal eine Tatsache, dass eine gewisse Art dieser Spiele bei allen Amokläufen eine Rolle spielte - und dieser Tatsache muss nachgegangen werden. Mir fehlt jegliches Verständis für diese Art von “Spielen” bei denen Spielgegner getötet werden. Das soll Spaß machen ?? Verrückt oder ?

  35. Doris Haan

    Meine Anteilnahem gilt allen Menschen die in irgendeiner Weise mit der grauenhaften Tat involviert sind. Sei es die Überlebenden, die alles miterleben mussten, Eltern die ihre Kinder verloren haben. Familien die Mutter oder den Vater nie mehr nach Hausse kommen sehen. Ebenso gehören für mich die Eltern und Schwester des Täters zu den Opfern. Sie sind für mich die Menschen, die bei aller Trauer auch noch Wut und Hass auf ihr Kind/Bruder verarbeiten müssen. So eine Bürde kann man nur mit Hilfe von anderen Menschen bearbeiten, wenn auch nie ganz verarbeiten. Egal wer betroffen ist, dass Leben wird nie wieder so sein wie es einmal war.

  36. Elke

    Welch ein Wahnsinn! Ich versuche Worte zu finden und Erklärungen, aber es macht mich extrem sprachlos. Sprachlos macht mich aber auch, die Diskussionen die geführt werden über Verbote, neue Gesetze, Sicherheitsvorkehrungen in den Schulen usw. Aber machen wir es uns nicht ein bisschen zu einfach??
    Unsere Gesellschaft ist krank, jeder denkt doch nur an sich; KINDER JA - ABER BITTE LEISE UND UNSICHTBAR. Eltern haben keine Zeit wirklich zuzuhören und Zeit intensiv mit seinen Kindern zu verbringen. (Dies muss auch nicht täglich sein). Jedes Kind egal welchen Alters hat mal Probleme, auch wenn wir Erwachsene dies als Lapalie und nicht so wichtig abtun. Das muss doch Egal sein, Zuhören. Aber leider ist es heutzutage doch nur “hipp” wenn man sagen kann “schau mal wie selbständig mein Kind schon ist”. Ich appeliere wirklich an die Gesellschaft, bitte denkt um, nehmt euch einfach mal Zeit. Nehmt Eure Kinder ernst, egal wie alt sie sind und verlangt nicht immer daß sie am besten schon bei der Geburt “kleine Erwachsene” und angepasste Menschen sind. UnAuch wir Erwachsenen sind nicht perfekt und der Nabel der Welt!

  37. Pandabär

    Wie muss sich der Vater fühlen, der durch seine “Verletzung der Sorgfaltspfichten” das Waffenrecht missachtet und die Tat in dem Umfang erst ermöglicht hat?

    Die Staatsanwaltschaft wird sicherlich die Frage beantworten, ob hier sogar der Tatbestand der “Beilhilfe zum Mord” gegeben sein könnte.

    Ich bin als Vater froh, dass ich keine Waffen besitze.

  38. A.Take

    Man spricht bei dieser Tragödie immer von einem unauffälligen Täter. Nur war er wohl so unauffällig, daß er dadurch schon wieder auffällig war.
    Und wenn ich lese, er war auch schon in der Psychatrie und hat seine Tat vorher im Internet angekündigt, dann kann ich nur sagen, die Gesellschaft hat wieder mal versagt.
    Auch die Schule, bzw. die Lehrer müssen sich fragen, was hier versäumt wurde. Aber in der heutigen Zeit scheint keine Zeit mehr für solche Schüler da zu sein. Wenn überhaupt, kümmert man sich nur um auffällige Schüler.
    Das Geschehen sollte die Politik wachrütteln, mehr Lehrer einzustellen und nicht weiter ständig bildungspolitischen Blödsinn produzieren.

  39. Ulrike

    Diese Ereignisse sind einfach schockierend und unbegreiflich.
    Kann mir aber jemand erklären, welchen Grund es überhaupt dafür geben soll, daß man als Privatperson Waffen zu Hause aufbewahrt? Warum können Mitglieder des Schützenvereins Ihre Waffen nicht im Schützenhaus aufbewahren? Ein Tresor zuhause bietet doch überhaupt keine Sicherheit - der Code kann doch jedem in der Familie bekannt sein.

  40. W.Epple

    Ich kann mich nur der überwiegenden Meinung anschließen, das der Vater des Amokläufers eine sehr große Mitschuld an dieser Tragödie hat. Wieso braucht eine Privatperson 15 Waffen mit schier unendlicher Munition zu Hause und hebt noch eine Waffe im Schlafzimmer auf? Vielleicht müssen alle Familien sich jetzt Waffen zulegen ( Deckmantel - Sportverein ) um endlich die Verantwortlichen wachzurütteln das niemand Waffen zu Hause braucht. Laut so tollen und angeblich ausreichenden Gesetzen erhält der Vater eine Strafe von max. 10.000€ für 15 unschuldige Menschenleben. Kontrolliert denn niemand die Aufbewahrung der Waffen?

  41. Iris

    war doch klar, es waren wieder die Computerspiele.
    Wie schnell sind wir mit solch einer Ursache zur Hand.
    Doch nur deshalb, weil wir, die Gesellschaft und die Politik nicht mehr richtig hinschauen und versagt haben.
    Aus Erfurt haben wir nichts gelernt, sondern nur aufgearbeitet und dann abgelegt.
    Es sei die Frage erlaubt, spiegelt sich das Verhalten der Erwachsenen iim Verhalten unserer Kinder wieder oder umgekehrt.
    Lassen sich die Erwachsene von den Kindern erziehen. Denn einem Heranwachsenden einen Halt zu geben. Werte vermitteln und Grenzen aufzuzeigen ist doch out. Vorallem an den Schulen.
    Es stellt sich auch hier die Frage, tragen die Elternhäuser die Probleme in die Schulen oder gibt es erst in den Familien Probleme, wenn die Kinder in die Schule kommen.
    Solange in unserem Schulsystem die sogenannte “pädagogische Freiheit” der einezelnen Lehrer über den Verordnungen steht, wie z.B der Tranzparenzerlass der Notenvergebungsverordnung.
    Wird es immer wieder ein Erfurt und Winnenden geben.
    Warum hat der Junge nicht seine Eltern erschossen, sondern hauptsächlich Mädchen seiner ehmaligen Schule.
    An den Vater des Jungen möchte ich sagen: das er mit seinem Waffenbesitz sein mangelndes Selbstwertgefühl aufwertet.
    Er hat sich an seinem Sohn versündigt und an den Todesopfer.
    Es soll generell Verboten werden, dass Sportschützen scharfe Munition Privat besitzen dürfen.

  42. K. Weißmann

    Warnhinweis: Berichterstattung kann töten!
    Eine wichtige Frage zum Amoklauf ist meiner Meinung nach die, inwieweit Nachahmung eine auslösende Rolle spielte.
    Dem Amoklauf in einer Erfurter Schule gingen beginnend mit Nineeleven Serien von islamistischen Selbstmordattentaten und von Amokläufen in Amerika und Europa und die detaillierte Berichterstattung darüber in den Massenmedien voraus. Vor dem Amoklauf in Winnenden wurde in kurzer Folge über mehrere tödliche Familientragödien (erweiterte Suizide) in Deutschland, über die beiden Terroranschläge in Irland und über den Amoklauf in Alabama berichtet. Das sind keine Zufälle. Das “Werthersyndrom” ist seit Goethes Zeiten bekannt, in der Neuzeit hinreichend wissenschaftlich untersucht und die Ergebnisse sprechen eine eindeutige Sprache: Eine begrenzte Zeit nach spekta-kulären Medienberichten über Selbstmorde stiegen nur in deren Verbreitungs-gebieten deutlich die Zahlen für Selbstmorde, Verkehrsunfälle und Flugzeugabstürze an. Die nähere Untersuchung der Ursachen der Unfälle und Abstürze legte verdeckte Selbstmorde und Fehlhandlungen durch übererregte labile Fahrer bzw. Piloten nahe. Es zeigte sich auch, dass das Alter der Suizidopfer, über die berichtet wurde mit denen anschließend vermehrt durch Selbstmord oder Unfall ums Leben gekommenen Menschen übereinstimmte. Storys über junge Selbstmörder führte zu jungen Folgetoten, Bericht über ältere Suizidopfer zu älteren Nachahmern. Wurde über erweiterte Suizide berichtet, also über solche, bei denen der Selbstmörder andere Menschen in den Tod mitnahm, so stieg auch anschließend die Zahl der erweiterten Suizide und die Zahl der Toten pro Unfall. Die Forscher errechneten aus ihren Statistiken, dass jede Suizidstory auf den Titelseiten im Durchschnitt 58 Menschen das Leben gekostet haben, die ohne diesen Bericht weitergelebt hätten (!).
    Wenn jetzt also viel darüber nachgedacht und gesprochen wird, welche gesellschaftlichen Bedingungen solche Katastrophen wie Amokläufe bedingen und worauf wir zukünftig präventiv achten wollen, dann sollte also unbedingt die Rolle der Medien und der Art der Berichterstattung über aufwühlende traumatische Ereignisse reflektiert und Konsequenzen gezogen werden. Beispiele dafür gibt es schon. Es gibt z. B. eine Vereinbarung zwischen den lokalen Münchner Medien zur Vermeidung von Nachahmungstaten nicht mehr über S-Bahn-Selbstmörder zu berichten.
    Wenn wir der Meinung sind, über solche Ereignisse müsse berichtet werden, dann sollten wir verbindliche Regeln in Hinblick auf die Tiefe, den Umfang und die emotionale Wirkung der Berichterstattung finden. Unterlassen werden sollte meiner Meinung nach die öffentliche Darstellung und Analyse der Täterpersönlichkeit, seiner Vorgehensweise um potentielle Täter nicht zur Identifi-zierung und Nachahmung einzuladen, die Nennung seines Namens und Sondersendungen mit allem, was Rang und Namen hat um ihm keine Bühne zu geben . Die vielen Informationen über das Geschehen und dessen Akteure haben als Allgemeinwissen sowieso keinerlei präventiven Wert -wie man leider sieht.

  43. F.

    Ich absolviere gerade mein Praxissemester an einer Schule Luftlinie zwischen Wendlingen und Winnenden, gestern ist den ganzen Vormittag bei uns die Polizei vorbei gefahren, da noch keine Informationen an Schüler, damit die Angst nicht zu groß wird.
    Heute erste Stunde, ich hatte alleine Unterricht, nur ich und die Klasse, wir sprechen gerade über den Amoklauf, die Klasse ist gefasst, alle Schüler sind anwesend. Plötzlich klopft es….was denkt ihr, was mir da durch den Kopf gegangen ist, plötzlich hatte ich furchtbare Angst, die Frage “und, willst du auch jetzt noch immer Lehrer werden” ging mir durch den Kopf.
    Zum Glück nur ein verirrter Schüler.
    Doch der Schock sitzt tief, das hätte auch bei uns passieren können, plötzlich sind Bekannte betroffen, nicht nur Menschen in Amerika, plötzlich bekommen die Opfer Gesichter, ich kenne den Weg, den der Täter gegangen sein muss….Für mich heißt die Trauerbeflaggung unserer Schule nicht nur unendlich großes Mitgefühl mit den Betroffenen, sondern auch die Bitte darum, dass so etwas schreckliches keinem mehr passieren soll, vor allem nicht in unserer Schule, aber auch nicht an all den anderen Schulen, nirgendwo,

  44. Pfalz

    Die Tatsache, dass der Täter stationär behandelt wurde und einen Brief an seine Eltern schrieb der keine Beachtung fand, macht einen doch unendlich traurig!
    Was muss mit einem Menschen passieren um so etwas schreckliches zu tun? Sich wahllos Menschen auszusuchen, sie hinzurichten und einfach weiterzulaufen in der Hoffnung das nächste Opfer zu finden!
    Ich werde nie verstehen, was in diesem jungen Mann vor sich ging.
    Mein Mitgefühl gilt allen Angehörigen der Verstorbenen, sowie den Schülern und Passanten die alles mitansehen mussten, es sind Bilder, die wohl nie wieder aus Ihren Köpfen verschwinden werden.
    Außerdem wünsche ich der Familie viel Kraft sich von dieser schrecklichen Tatsache zu erholen, auch wenn sie sicherlich in gewissem Maße eine Mitschuld trifft.

  45. Metke, Marlies

    Ich bin total bestürzt und mein tiefes Mitgefühl gilt den Eltern aller Betroffenen. Ich frage mich, was ist los mit unseren Kindern?? Versagt die Erziehung? Ich finde es muss ganz viel zu Hause getan werden, aufpassen was die Kinder tun. Es gibt ein Sprichwort ” Wehre den Anfängen”
    Auch wir haben eine 9 jährige Enkelin und es ist für uns eine Horror- Vorstellung wenn so etwas passieren würde.

    Danke für Ihre besinnlichere Musik und Ihre Berichterstattung.

    Marlies Metke

  46. Katrin R.

    Diese Tat ist ein Hilfeschrei “seht her was ihr mir angetan habt”. Diese Tat sollte alle aufrütteln, die andere, die in irgendeiner Weise nicht dem Ideal entsprechen, mobben. So schrecklich die Tat ist, so kann deutlich gemacht werden, wie man die Seelen anderer verletzt dadurch.
    Sofern das Ausgrenzen anderer in unserer Gesellschaft nicht abnimmt, kann man abwarten, bis so etwas wieder passiert.
    Man sollte sich auch mal fragen, warum Amokläufe an Schulen vor allem in den USA und bei uns so oft vorkommen.

  47. Claudia

    Im grunde genommen, eigentlich und unvermeidlich dieser Gedanke, dass leider immer erst die Augen auf die Eltern und das zu Hause geworfen wird. Kein intaktes Familienleben!!! Egoismus auf Seiten der Eltern, sich nicht um die Kinder zu kümmern, wenn Beruf und Geld im Vordergrund stehen.
    Schlüsselkind zu sein… usw usw
    So züchtet man sich in der eigenen Familie still und heimlich, ohne es zu bemerken,seinen Amokläufer!!!!!!

  48. Dietmar Mondon

    Folgekette 1: Vater Waffennarr- Sohn Waffennarr- Schießen auf Scheiben im Schützenverein - Schießen auf “Computermenschen” - Schießen auf reale Menschen …

    Folgekette 2: Mobbing an den Schulen - Gewaltverherrlichung auf Handysequenzen & TV- reale Gewalt unter Kindern …

    Folgekette 3: Chats & Blogs mit Gewalt-Verherrlichung & Bewunderung - siehe gestrige PLASBERG Sendung -
    Gewalt in Musik siehe (Rapper Kaar s.o.) - Ausleben der Gewaltphantasien

    Unsere Gesellschaft ist gefragt; wer Anderen Gewalt androht, egal in welcher Form, braucht psychiatrische Behandlung inclusive seines näheren Umfelds.

  49. Bettina Moser

    fassungslos habe ich die Meldungen gestern im Radio verfolgt. Meine Gedanken sind bei den Betroffenen. Ich wünsche ihnen alle Kraft, diesen schrecklichen Tag zu verarbeiten.
    Ich selbst bin Mutter und mein Sohn war zu der Tatzeit auch in der Schule. Ich bin froh, dass wir 50 km entfernt wohnen.
    Ich glaube, es gibt viele Menschen, die mit der Gesellschaft Probleme haben, wo es leider nur noch darum geht, in allen Lebensbereichen vorne dran zu sein. Der einzelne Mensch wird immer weniger wert. Freundschaften werden nach dem Nutzwert ausgewählt. Besonders Kinder und Jugendliche sollten nicht verheizt werden, sondern vielmehr ihren Fähigkeiten nach gefördert und anerkannt werden. Auch Freizeitaktivitäten sollten überall und für jeden genutzt werden können. Wer weiß denn, welche Möglichkeiten es gibt. Ich finde eine Welt mit Menschen erstrebenswerter als eine mit Egoisten.
    Wir müssen alle dazu beitragen, das wir glücklich sein können.

  50. M. Wörner

    Grade könnte ich mich aufregen über den Dipl.-Psychologen der gesprochen hat. Jetzt soll der Täter plötzlich das Opfer sein, weil er wohl gemobbt worden ist? Andere haben ihn also dazu gebracht sowas zu machen?? Das kann nicht sein. Jeder gerät mal in Konflikte mit dem sozialen Umfeld (vor allem in Schuljahren) - das hat’s schon immer gegeben und gibt’s auch immer wieder. Nur muss man anders damit umgehen, zurecht kommen. Aber doch nicht andere Leute ins Unglück stürzen oder für eigene Probleme auf die niederträchtigste Art zu bestrafen!!!!! Das hat ihm nie jemand gesagt. Die Würde des Menschen ist unantastbar, das Leben eines Menschen aber noch weniger!

  51. Alex B.

    Mein Mitgefühl gilt allen Angehörigen der Opfer.

    So schlimm die Tat auch ist und so sehr sie mich auch erschüttert - oder vielleicht gerade deswegen - stoßen mir einige Sätze in der Berichterstattung immer wieder sauer auf.

    Zitat SWR.de:
    “Darauf befindet sich auch eine Variante der “Counterstrike”-Kampfspiele, teilte Polizeisprecher Klaus Hinderer mit. Darin sei ein Teil des Motivs für den Amoklauf zu sehen. [...] Zu seinen Hobbys gehörte auch das Schießen mit Softairwaffen.”

    Es ist mir ein tiefes Bedürfnis, an alle zu appellieren, die sich ein Bild über diese Tat machen wollen: Weder “Kampfspiele” noch das “Schießen mit Softairwaffen” können ein Teil des Motivs sein! Ich selbst habe mich nie sonderlich weder für das eine noch für das andere interessiert und halte auch nicht viel davon. Aber in einem Ermittlungsverfahren haben solche Dinge als “wichtige” Teile des Motivs nichts zu suchen.

    Dass ein Polizeisprecher das als Teil des Motivs nennt, macht mir ehrlich etwas Angst im Bezug auf eine verantwortungsvolle und vor allem sinnvolle Untersuchung. Meiner Meinung nach ist dieser Aspekt fast nicht erwähnenswert. Wieviele Menschen spielen denn solche Spiele oder besitzen eine Softairwaffe? Bitte fragen sie einmal in ihrem Umfeld, sie werden merken, dass es mindestens jeder 2. schon einmal gespielt hat. Oder schauen sie sich die “Hart-aber-fair”-Sendung von gestern abend im Internet an: Der eingeladene Gymnasiast hat erzählt, dass er überzeugt ist dass ALLE Jungs und AUCH einige Mädchen in seiner Klasse solche Spiele spielen und auch schon an LAN-Partys teilgenommen haben.

    Nur ein paar Denkanstöße, die ich ohne Wertung lassen möchte:

    Es gibt ein altes, sehr beliebtes, bekanntes Brettspiel namens Risiko, bei dem es darum geht, den Krieg nachzustellen und die Rolle eines Feldherrn einzunehmen.

    Der Klassiker unter den Faschingskostümen: Ein Cowboy mit - und die darf sicherlich nicht fehlen - Spielzeug-Pistole. Der Freund hat sich als Indianer verkleidet und dann hat man gegeinander gekämpft. Und 5 Minuten später war man müde und hat mit seinem Orangensaft den die Mutti hingestellt hat, angestoßen.

  52. Nico Bernhard

    wenn das attentat im internet angekündigt wurde muß es ja wohl irgend eine möglichkeit geben auch dort anzusetzen.es gehören auch die zur verantwortung gezogen die sich einen spaß erlauben.wie krank muß man sein??es macht einem angst wenn in die zukunft schaut bei der heutigen gesellschaft.Ob Hartz 4 oder Wohlstandseltern,Kindererziehung war sicher noch nie einfach aber in der heutigen Zeit:Gute Nacht.Statt Matchbox wird GTA(PS) gespielt,dem spielplatz wird entweder FIFA oder Tony Hawk vorgezogen.und zuguter Letzt Medal of honor statt sich im freien zu beschäftigen.”Welcome America”.Ob Amok, Triebtäter,Kidnapper,und all die perversen Schweine dien sich unter uns aufhalten wem macht unser Rechtsstaat noch Angst??bei unsern Gesetzten selbst der Knast gleicht einem Erholungsheim…. Mein tiefstes Mitgefühl mit den Opfern und deren Angehörigen.

  53. Harald Hofmann

    Ich kann nur sagen, dass ich erschüttert bin und gleichzeitig mich bestätigt sehe, was diese irrsinnigen Kampfspiele angeht. Sie gehören mit aller Macht verboten, die Erzeuger zur Rechenschaft gezogen bzw. die Herstellung und Vertrieb unter Strafe gestellt.
    Was muss ein Privatmann erstens 14 Waffen besitzen und zweitens, wo bleibt die nach Erfurt angekündigte Überwachung und nicht angekündigte Prüfungen durch die Behörden für das ordnungsgemäße lagern von Waffen und Munition?
    Ich kann es eigentlich auch als Nichtbetroffener nicht fassen und mein ganzes Mitgefühl gehört den Eltern, Verwandten und Freunden der Opfer sowie aber auch Genesungswünsche an die Verletzten.

  54. Kerstin Schröder und Familie

    Liebes SWR 1-Team,
    unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer, deren Leben sich von einer Minute auf die andere so verändert hat, sowie den Schülerinnen und Schülern und Lehrerinnen u. Lehrern der Albertville-Realschule in Winnenden, die dieses schreckliche Ereignis miterleben mussten. Nichts wird mehr sein wie früher. Wir wünschen ihnen für die Zukunft viel Kraft und Mut auf dem Weg des “anderen Lebens”.
    Es tut uns so unendlich leid. Man ist so hilflos. Wir reden in unserer Familie viel über das, was passiert ist. Aber es geht uns sicher wie vielen Menschen, dass wir keine Antwort finden auf die Frage “Warum macht jemand so etwas?”

  55. Frank Bürkle

    Nein, die sogenannten “Killerspiele” sind sicherlich nicht der singuläre Grund für Amokläufe. Aber sie sind ein Teil des Lebensumfeldes, welches bei entsprechend labilen Menschen zum Mitauslöser für solche Taten werden können.

    Und wenn wir damit nur EINEN Ansatzpunkt für die Motivation solcher Täter haben, dann sollte man diesen auch beseitigen.

    Den Hinterbliebenen der Opfer ist es herzlich egal, ob die Counterstrikefraktion weiter ihrem Hobby frönen kann. Ihnen bleibt nur die dumpfe Ungewissheit, ob ohne die Existenz solcher Spiele nicht das Leben Ihrer Kinder hätte weitergehen können.
    Wie ignorant muß man sein, um solche Tatsachen nicht zur Kenntnis zu nehmen?

    Den Hinterbliebenen und den Verletzten sowie den Ersthelfern gilt mein Mitgefühl.

    Frank Bürkle

    PS: Herzlichen Dank an SWR1 für die herausragend einfühlsam produzierten Sondersendungen.

  56. U. Schnabel

    Menschen aus dem Leben gerissen, Angehörige aus dem Hier und Jetzt, dafür gibt es keine Worte, derzeit keinen Trost.

    Sind wir nicht alle mitschuld an solchen Tragödien? Wir als Mitglieder einer Gesellschaft, in der Menschlichkeit immer mehr in den Hintergrund rückt, Achtsamkeit gegenüber dem anderen so manches Mal fehlt.

    Warum “explodiert” ein so junger Mensch - vielleicht,weil niemand bemerkt hat, wie er seelisch “verhungert”? Absolut keine Entschuldigung für die Tat, aber ein Appel zu mehr Menschlichkeit unter Menschen.

  57. Pandabär

    10.000 € für 15 Menschenleben.

    Das Waffenrecht gehört dahingehend geändert, dass bei einem Verstoß der Besitzer wegen Beihilfe zum Mord bestraft werden kann. Das wären dann 15 Jahre Haft.

    Ich bin mir sicher, dass dann heute die 16 Menschen noch leben würden.

    Für mich nicht akzeptabel sind die Versuche der Waffenlobbyisten und natürlich auch besonders der CDU (Innenminister Rech) das Waffenrecht als angeblich so streng hinzustellen. Es hat versagt!

  58. a.kamm

    es ist schwierig das in worte zu fassen.aber mann sollte die jugend besser kontrollieren u notfallst härter bestrafen damit sie wissen was sie ihre eltern u mitmenschen antun sie wollen ja immer erwachsen sein

  59. Marcus Hock

    In meiner Trauer um die Geschehnisse finde ich diese öffentliche Suche nach Schuld fehl am Platz. Manchmal sind Schuld und Ursachen eindeutig festzustellen und daraus lassen sich präventive Maßnahmen ableiten. Doch helfen sie wirklich? Ereignisse wie gestern, oder auch andere - wie Attentate, Kriege u.s.w. sind doch nicht wirklich beherrschbar. Das sind Ausnahmesituationen, die es leider immer wieder geben wird, solange es Menschen gibt. Menschen wie Dich und Menschen wie mich. Mein Beleid den Betroffenen (zu denen auch Tims Eltern zählen)! Mein Wunsch: Ein Wertewandel.

  60. Frank P

    Mein Mitgefühl gehört all denjenigen, die gestern einen lieben Menschen verloren haben, sowohl den Angehörigen der Opfer dieses Massenmordes, als aber auch den Eltern des Täters.
    Die nicht nur ihr Kind verlieren mussten, sondern auch das Bild, das sie von ihrem Kind hatten, und fortan mit dieser schrecklichen Schuld leben müssen, mit den Gedanken, was sie hätten bemerken können / müssen. Und auch mit der Schuld leben müssen, dass die Waffe so leicht zugänglich war und dass dieser Leichtsinn so schreckliche Folgen hatte.

  61. Marius Godelet

    Mein tiefstes Mitgefühl gehört den Angehörigen. Jedoch war ich nicht sonderlich schockiert. Ich denke, dass sich in einer Gesellschaft von 80 Millionen immer irgend jemand findet, der durchdreht und um sich schießt. Jeder 13te Mensch hat eine Waffe, an eine heranzukommen ist demnach nicht schwer, nur eben ins Nebenzimmer an Papis Nachttisch.
    Die Chronologie der Amokläufe verweist meiner Meinung nach viel mehr auf die Problematik des Umfelds Schule, und nicht, wie in den Kommentaren von ein paar Leichtgläubigen hier auf dieser Seite sowie in dem Artikel des SWR, auf ein Computerspiel als Motiv. Haben sie eigentlich mal Counterstrike gespielt?
    Zwar wird man meiner Meinung nach solche Amokläufe nie ganz verhindern können, und auch die Prävention kann nur bedingten Erfolg haben (man kann eben niemanden dazu zwingen, gute Eltern zu sein oder zu haben, ein guter Erzieher zu sein oder eine stabile Persönlichkeit zu haben), es ist jedoch an den Haaren herbeigezogen, dass eines der beliebtesten Computerspiele der Welt jedes Mal aus blindem Aktionismus, schlechter Recherche und Ignoranz als Motiv herangezogen wird. Es ist einfach statistisch gesehen unwahrscheinlich, dass Counterstrike NICHT auf dem PC installiert gewesen wäre. Er hat sicher auch Windows benutzt, die anderen Amokläufer vielleicht auch. Vielleicht besteht da eine Verbindung…?
    Viele werden sich erinnern können, dass die Schulzeit nicht für jeden unbedingt Spaß und emsiges Lernen bedeutet hat, die Tatsache, dass so gut wie alle Amokläufe in Schulen stattfinden, und in diesem Fall der Großteil der Opfer weiblich sind, deutet schon viel eher auf ein Hauptmotiv hin. Es ist mir daher unverständlich, wie die Autoren dies als unklar beschreiben, aber bereits im ersten Absatz die ewigen Übeltäter, die “Killerspiele” heranzitiert werden. Irgendwo gegen muss man ja hetzen nicht wahr? Eine Kategorie übrigens, in die Counterstrike keineswegs hineinfällt, da es als taktisch basiertes, reines Multiplayer-Spiel den Gewaltaspekt gegenüber anderen Spielen, Filmen oder gar den Nachrichten herzlich wenig betont. (Deutschland hat sogar eine Counterstrike-Nationalmannschaft, eine sehr erfolgreiche zudem; in manchen Nationen sind eSports das, was hier Fußball und Formel 1 sind).
    Psychologie ist zwar nicht mein Fachgebiet, aber Mobbing in der Schule, vielleicht von einer Gruppe von Schülerinnen, oder Misserfolg in der Liebe, eine labile Persönlichkeit, soziale Isolation und eine grundlegende Enttäuschung in seinem Schulleben mögen Tim K. viel eher bewogen haben. Schließlich war er nichtmals mehr Schüler an der Schule.
    Letztendlich werden wir es nie wirklich verstehen können, wie Tim K. in so einen tiefen seelischen Abgrund gelangen konnte, dass er sich zu der Planung einer solchen Schreckenstat entschloß.
    Mit einem allgemeinen Verlust des Respekts vor dem Leben oder gar einem Computerspiel hat es meiner Meinung nach wenig zu tun, und eine erneute Welle der blinden Zensur bringt hier nichts, vielmehr sollten wir Wege finden, den sozialen Zusammenhalt, vor allem an Schulen, zu verstärken, so dass niemand ausgegrenzt und isoliert wird, so dass wir wieder miteinander leben und nicht nebeneinander her.

  62. f1

    Schusswaffen in Privatbesitz gehören grundsätzlich verboten.

  63. H.-J. Klauß

    Sie sehen Nachrichten.Was sehen Sie da?
    Mord&Todschlag-Kriege die man nicht versteht-Opferzahlen werden in hunderten/tausenden/zehntausenden angegeben.Danach der Abendkrimi,ohne Mord ist es kein Krimi.Dank amerikanischer Serien wird auch dort reihenweise getötet.
    Der Tod wird zur Quote-LIVE und in FARBE!
    20:15 sitzen Millionen vor dem Fernseher und warten auf das,was sich jeden Tag wiederholt.
    Erst wenn man selbst den Tod eines Menschen,der einem nahe steht,erleben muss merkt man die Realität,fühlt den Schmerz den kein andere fühlt,die unendlich scheinende Trauer,sieht täglich die Lücke im Lebenskreis.
    Zum trauern ist im moment keine gelegenheit,die Zeit ist knapp und alle warten auf die neuesten Nachrichten-vom Tod……
    Es betrübt mich,daß soviele Menschen die Achtung vor dem Leben verloren haben.
    Ich möchte weinen aber ich habe keine Tränen mehr!

  64. carla pankonin

    Liebe swr 1
    Es ist alles sehr schlimm.Kann man nicht einen Tag auf Werbung verzichten.Grüße,Carla Pankonin,Weinstadt

  65. S.Dobbrunz

    Vielleicht ist es jetzt an der Zeit endlich umzudenken…
    Statt künftig unsere Schulen in “Hoch-Sicherheitstrakte” umzuwandeln wäre es doch sinnvoller unsere Lehrkräfte und auch die Eltern wieder zu sensibilisieren, sie dazu aufzufordern nicht vor dem Thema “Mobbing an Schulen” die Augen zu verschließen. Es gibt heute keine Schule mehr, an der nicht in irgendeiner Form gemoppt wird. (Das gab es übrigens vor 30 Jahren auch schon nicht mehr! )
    Und das heißt nicht, dass es immer nur die Schüler sind, die ihre Kameraden und Lehrer drangsalieren, auch unsere Lehrkräfte sind bei weitem nicht alle “heilig”.
    ( Wie kann es sonst passieren, dass der Schulleiter einer höheren Schule leistungsschwankende Schüler als “Restmüll” betitelt und das in deren Beisein? )
    Anti-Mobbing-Projekte werden gestoppt nur weil das aktuelle Opfer von der Schule genommen wurde. Nicht weil die Schüler kein Interesse daran zeigen, sondern weil dieses Thema für einen Teil des Lehrkörpers zu unbequem und zu zeitintensiv ist.
    Oder weil schlicht und ergreifend das Geld für solche Projekte fehlt.
    Vielleicht hilft es ja auch schon einwenig wenn wir unseren Kindern einfach mal wieder zuhören und sie als vollwertige Menschen mit Gefühlen betrachten, statt zu versuchen ihnen in immer kürzerer Zeit immer mehr Wissen zu implantieren…

    Mein tiefes Mitgefühl gilt allen Betroffenen und Angehörigen.
    Vorallem möchte ich unseren Freunden und Bekannten in Winnenden sagen, dass wir in Gedanken immer bei ihnen sind!

  66. Pit B.

    Aufgrund der Tatsache, daß die Waffe wahrscheinlich frei zugängig im Schlafzimmer der Eltern des Täters lagerte, dazu mehrere hundert Schuß Munition, frage ich mich ob man sein Heim so dermaßen stark verteidigen muß?

    Warum war die Waffe nicht, wie vom Gesetz vorgeschrieben, in einem vor unberechtigtem Zugriff in einem entsprechenden Behältnis gelagert und die Munition nicht getrennt von der Waffe untergebracht?

    Der Verantwortliche für die Waffe gehört lebenslänglich wegen Beihilfe zum Mord hinter Gitter!

    Mein Mitgefühl gehört den Hinterbliebenen der Opfer.

    Pit B.

  67. danila wentz

    Danke für die wirklich sachlich informellen Beiträge von Herrn Professor J. Kersten.
    Alle Lehrer sollten auch den EINZELNEN Schüler besser kennen ,dessen Probleme und Stellung innerhalb einer Klasse und nicht nur dessen Leistungen -gemessen in Noten.
    Bin selber Mutter eines 17 jährigen …
    und Eltern & Lehrer sprecht mit euren Kindern bzw.mit euren Schülern immer wieder über Themen wie Gewalt ,Ausgrenzung Mobbing und FRUSTRATION!!!und sucht gemeinsam nach Lösungen.
    Mein Beileid gilt allen Angehörigen der Opfer.

  68. Dieter Stutzer

    Liebe Redaktion,

    ich bin empört über diese schreckliche Tat und kann nur sagen,dass so etwas niemals mehr wieder passieren darf. Es waren doch alles Kinder die ihr Leben noch vorsich gehabt haben. Zudem sollte man der jetzigen Regireung endlich mal klar machen, dass die NPD abgeschafft werden muss.So müssen auch gewalttätige Software abgeschafft und unterbunden werden. Den Eltern der Betroffenen Opfer spreche ich hier mein hezlichstes Beileid zu. Ich selber habe bitterlich geweint als dies gehört habe. Ich habe dadurch meinen Glauben an Gott fast verloren. Was sagte damals Jesus: Lasset die Kinder zu mir kommen denn ihnen gehört das Himmelreich. Ich bezwifle im Moment das es überhaupt einen Gott gibt der zuschaut wie Kinder einfach so abgemetzelt werden. Kinder sind unsere Zukunft und brauchen ganz besonders die Liebe der Eltern.

    Ihr lieben Eltern die ihre lieben Kinder verloren haben möchte ich sagen, gebt euren Mut zum Leben nicht auf, eure Kinder werden auch im Tod bei Euch sein, denn allein die Liebe besiegt alles und das Böse wird einfach keine Chance haben die Gewalt über die Liebe zu bekommen. Behaltet die Liebe in Euren Herzen und Euerer lieben Kinder, das wünscht Euch aus tiefsten Herzen

    Dieter Stutzer in tiefer Trauer

  69. K. H.-K.

    Ich hatte gestern Mittag an anderer Stelle geschrieben:

    16 Menschen starben heute morgen bei einem Amoklauf

    15 von ihnen sind heute morgen aufgestanden wie Du und ich.

    Vielleicht fiel ihnen heute das Aufstehen besonders schwer.
    Vielleicht hatten sie schlecht geschlafen.
    Vielleicht erinnerten sie sich eines schönen Traumes.
    Vielleicht hatten sie eine Verabredung mit dem Liebsten heute Nachmittag und waren voller Vorfreude.
    Vielleicht hatten sie sich hungrig auf den Weg gemacht.
    Vielleicht waren sie aufgeregt wegen einer bevorstehenden Klassenarbeit.
    Vielleicht hatten sie überlegt, mit der Erkältung doch lieber zu Hause zu bleiben.
    Vielleicht gab es heute morgen Streit.
    Vielleicht sind sie in der Eile grußlos gegangen.

    Nun sind sie tot.

  70. Franck K.aus der Schweiz

    Hiermit möchte ich allen Angehörigen mein tiefstes Beileid aussprechen. Einfach schrecklich. Und da kommen mir wieder die schlimmen Erinnerungen von 2001 hoch als bei uns ein Irrer ins Kantonsparlament an eine Sitzung ging und mit einer Pumpgung innert 2 1/2Min. 14 Parlamentarier erschoss! Mein Cousin fehlte an diesem Tag zum 1.Mal weil er eine dringende Sitzung in Zürich hatte.
    Das ganze einfach Wahnsinn.
    In tiefer Trauer.

  71. eva rogic

    Ich frage mich, warum die Polizei solange gebraucht hat,den Täter zustellen,wenn es denn stimmt, dass die Beamten so schnell und dann auch in so großer Anzahl am Tatort waren.Es heißt, dass die Beamten den Täter in der Schule noch gesehen hätten.Warum konnte man ihn dann bei der Flucht aus der Schule nicht eher fassen? So hätte man viellecht die weiteren Todesopfer verhindern können! Unerträglich und der Situation nicht angemessen, fand ich gestern auf der Pressekonferenz das Eigenlob der Polizei, welches doch einen großen Zeitrahmen einnahm.

    ich

  72. Anonymofant

    …leider ein anonymer Beitrag - aber aus gutem Grund.

    …unser Sohn, ein kleiner und leidenschaftlicher Balletttänzer wird in seiner Schule wegen seines Hobbys auf übelste “gemobtt”. Das reicht von kleinen Sticheleien über Prügel bis hin zu Morddrohungen. Durch eine Ironie des Schicksals hatten wir am vorabend dieses Amoklaufs wieder einmal ein Gespräch beim Rektor der Schule und kamen wieder einmal mit der selben Erkenntnis aus dem Lehrerzeimmer….. es geschieht auch weiterhin nichts!!!

    Wir wissen durch dieses Gespräch wie so oft, dass sich unser Sohn durch sein Hobby selbst in die Opferrolle gedrängt hat und er sehen soll wie er aus dieser Rolle jetzt wieder heraus findet, wir wissen weiter dass die Schule keine Pflicht hat unseren Sohn zu schützen und es auch gar nicht kann.

    Seit heute morgen höre ich im Radio Stunde um Stunde von Psychologen und Politikern, dass Lehrer diese und jene Zeichen frühzeitig erkennen und deuten müssen - wir haben hier bei uns Lehrer auf die Problematik hingewiesen und diese schieben jegliche Verantwortung weit von sich.

    So leid es mir tut - wir jedenfalls fühlen uns regelrecht von Psychologen im Radio und den eigenen Lehrern vera….t, wenn man um Hilfe bettelt und doch nichts geschieht……………..

  73. Ralf Söllner

    Ich bin Vater von 2 Kindern und seit gestern lassen mich die Gedanken an die Tragödie nicht mehr los. Jeder fragt sich wie kann präventiv vorgegangen werden oder wie kann ich mich oder meine Angehörigen schützen.

    Amok ist ein Wort aus Indonesien oder Malaysia, gehört laut WHO zu den kulturspezifischen Störungen und bedeutet eine willkürliche, anscheinend nicht provozierte Episode mörderischen oder erheblich destruktiven Verhaltens…..Viele Episoden gipfeln im Suizid (ICD 10 Forschungskriterien).
    Und damit ist das Meiste schon gesagt, es lässt sich eben nicht vorhersagen und all die wohlmeinende Kuschelpädagogik wird hieran rein gar nichts ändern. Auch keine Verbote von Egoshootern, außer es kann mir jemand erklären, weshalb dann gerade in Malaysia Amok kulturspezifisch sein soll.

    Zwei Dinge könnte man sehr rasch ändern und diese hätten eindeutig positive Wirkung:

    1. Verbot aller privaten Waffen incl. Jäger. Waffen müssten entweder direkt in Schützenheimen im Tresor gelagert und nach dem Vier Augen Prinzip entnommen und wieder zurückgegeben werden. Jäger könnten dies ebenso wie Sportschützen nutzen. Oder man lagert sie auf Polizeirevieren nach den gleichen Prinzipien. Man kann doch wirklich nicht so naiv sein, dass man glaubt die Familienangehörigen wüssten nicht genau wie der Code für das Schloss heisst, oder wo der Schlüssel liegt. So mancher Jäger käme dann ja selbst nicht mehr an seine Waffen ran. Wenn man wollte gäbe es eine rasche und leicht durchführbare Möglichkeit. Zur Erinnerung 100% der Opfer aller Amokläufe in den vergangenen Jahren wurden mit “legalen” Waffen oder bedingt durch den fahrlässigen Umgang mit ihnen erschossen. Die sogenannten illegalen Waffen sind ein Problem der (Schwer)kriminalität und nicht die von Amokläufern.

    2. Einschränkung der Berichterstattung um Nachahmungstäter zu verhindern. man muss sich doch wohl fragen warum in den USA und Europa die Täter fast ausschließlich auf Schulen ihre Opfer suchen. Die Berichterstattung, das immense Medieninteresse, die damit verbundene, wenn auch postmortale Berühmtheit etc. sind hierfür mit Sicherheit wesentliche Faktoren. Etwas, was man seit jahren erfolgreich bei Suiziden exerziert, nämlich eine eingeschränkte Berichterstattung, ist hier nicht möglich. Jeder darf sich getrost fragen warum.

    Ich bin wütend, empört, traurig und machtlos, denn ich weiss nichts wird sich wirklich ändern und die armen Opfer sind wiedereinmal nur einige in einer langen Reihe von Opfern, die folgen werden.
    Die Politiker werden nichts ändern und wollen nichts ändern, schon gar nicht in Bayern, denn schiessen und erschossen werden gehört hier spätestens seit Jennerwein quasi zur Tradition und wer damit bricht wird nicht mehr gewählt.

  74. Ellen

    Wie jeden hat auch mich diese Tat unglaublich geschockt, verängstigt und traurig gemacht. Unvorstellbar wie ein Mensch so grausame Dinge denken und auch vollbringen kann.
    Bestimmt muss man viel ändern im Umgang mit unseren Mitmenschen aber trotzdem möchte ich auch darauf hinweisen, dass Mobbing nicht immer die Erklärung ist. Vielleicht war es ja wirklich so, dass er von manchen Menschen in seiner Umgebung nicht unbedingt geliebt worden ist. Aber führt Mobbing zu so eine brutalten Tat? Kann man den Mitschülern, Lehrern wirklich so eine Last auflegen und sie dadurch mitverantwortlich machen. Ich denken nicht!!!!
    Jeder der schon selber unter Depressionen gelitten weiß, daß Menschen mit dieser Krankheit ein verschobenes Bild auf die Aussenwelt und die Beziehungen zu anderen Menschen hat. Man empfindet oft Abneigung wo keine ist. Hass wo keiner besteht.
    Bevor wir weiter den eh schon traumatisierten Mitschülern und Kindern Schuldgefühle einreden sollten wir erst die Krankheit verstehen.

  75. M.

    Es ist mal wieder das gleiche wie immer.Die Psychologen suchen die Schuld in den Computerspielen und Videos weil sie einfach nicht zugeben können das dieser Mensch total außer Kontrolle geraten ist(warum auch immer,wir werden es nur spekulier können),die Politiker im Gesetz,der Bürger bei der Polizei oder bei den Schulen/Lehrern………Meiner Meinung nach alles absoluter Quatsch!Im übrigen hat das Waffengesetz hat nicht versagt,sondern der Anwender (in dem Fall der Vater).Warum muss ein Sportschütze auch eine Waffe mit wohl über 100 Schuß im Schlafzimmer aufbewahren,zum Selbstschutz?Leider sind Waffen ein notwendiges Übel auf dieser Welt(schon alleine um einen solchen Täter aufzuhalten) der Schuldige ist immer der Anwender.Das Ausmaß der Tat ist gewaltig,und mir tun die Hinterbliebenen im tiefsten Leid!Außerdem die ganzen Einsatzkräfte und Seelsorger die sich dem ganzen Tatort stellen mussten und noch müssen.Ich wohne selber in dem Ort,habe auch Bekannte und Freunde verloren……………die Trauer sitz tief bei mir,von daher sind es gemischte Gefühle über die bescheuerten unqualifizierten Komentare auch wenn sie aus DR und Psychologen Münder entspringen!

  76. Münster

    Für diese Schreckenstat kann man noch so viele Erklärungen suchen, eine vernünftige Antwort kann niemand geben.
    M.E. ist unsere Gesellschaft “krank” und es fehlt an Werten. Die Jugend (es gibt natürlich auch Ausnahmen) weiss vor Langeweile nicht mehr was sie anfangen soll; alles ist “Stress” und um sich abzureagieren sind Killerspiele und Gewaltfilme eine willkommene Abwechslung.
    Es können noch so viele Psychologen hinzugezogen werden, wenn die Einstellung sich nicht ändert, wird es solche Vorfälle immer wieder geben.
    Meine Anteilnahme gilt den Opfern und den Familien.

  77. Gewalt-Notruf-Netzwerk e.V.

    Unsere Gedanken und Trauer sind bei den Opfern und Hinterbliebenden der Tragödie.

    Wie sich nun herausgestellt hat, war der Täter in mehreren therapeutischen Behandlungen wegen seiner Depressionen. Das bedeutet auch, dass die Eltern des Täters wußten, dass mit ihrem Sohn einiges nicht stimmt und sie bereits vieles unternohmmen hatten, um herauszufinden, was mit ihrem Sohn los ist.

    Er selbst hatte jedoch die therapeutischen Maßnahmen, so ist zu hören, immer wieder abgebrochen.

    Wer weiß, was die Eltern noch alles unternommen haben, um herauszufinden, was wirklich los ist und wie viele Therapeuten bereits aufgesucht wurden. Wie viele Therapeuten ihnen gesagt haben, dass es nur Depressionen sind, aber nicht gefährlich ist.

    In vielen Fällen ist nicht zuletzt das Unvermögen einiger selbstherrlicher Psychologen verantwortlich für solche Katastrophen, indem sie einfach weiter an Patienten herumdoktern, obwohl sie eigentlich selbst nicht wissen, was den Patienten bewegt.

    Wir denken, dass viele Katastrophen verhindert werden könnten, wenn Psychologen weniger ihre Behandlungsstrategie als die wahre einzige sehen würden, sondern tatsächlich erkennen würden, wann sie überfordert sind und den Mut haben aufzuhören mit ihrem Experiment am Patienten

    In diesem Fall ist aber dem Vater dennoch auch eine Schuld mit an der Katasrophe zu geben. Er hatte die Waffe und Munition nicht so verschlossen, dass sein Sohn der Zugang verwehrt war.

    Für dieses Versagen muss der Vater auch zu Recht zur Rechenschaft gezogen werden.

    Jedoch liegt der Hauptschuldige jetzt selbst im Grab. Er ist es der all diese Morde verübt hat. Er ist es der nicht mit dieser Welt klar gekommen ist und dafür alle anderen für sein eigenes Versagen verantwortlich macht, nur nicht sich selbst. Er ist es der meinte das er das Recht hat dafür andere Menschen bestrafen zu dürfen, zu können und zu müssen.

    Da hat nicht das System versagt. Die Verachtung und der Hass des Täters gegen alles andere ausser sich selbst und sein Unwille, an sich selbst was zu verändern, war größer.

    Ob man daraus hätte erkennen können, dass er zu so einer Tat in der Lage war, dazu muss man das Gesamtumfeld betrachten und nicht nur einzelne Fragmente

  78. rainer

    Wieso hat der Junge, der die Ankündigung erhielt, das etwas schreckliches geschieht, nicht einfach die Polizei gerufen.
    Liebe Kenner der Ursachen dieses Grauens. Killerspiele tragen zu dieser Gewalt nicht bei? Das wisst ihr ganz genau. Ich glaube niemand kann das wirklich so sagen. Ihr könnt ja auch nicht sagen, ein Straftäter tut es nicht wieder. Keiner kann das mit Sicherheit. Es lag wahrscheinlich nicht an den Eltern, an den vorhandenen Waffen und auch nicht an Mord- und Metzelspielen.
    Schuld sind sicherlich wahrscheinlicher wieder die Opfer, die er zumeist gar nicht kannte. Die hatten sich einfach nicht bewaffnet. Sonst hätte er nicht so viele “gegrillt”! Wieder geht das Grauen nur auf die Opfer über. Und Entschuldigungen für den Täter werden gesucht. Der Junge war böse und psychisch gestört. Offenbar hat er das ganze genossen. Er hat ja auch den Highscore für Deutschland geschafft. Weg mit den Sachen, die Kinder zu Mördern machen. Und Dank an die Polizei, die entgegen jeglicher Kritik ihr Leben in die Waagschale gelegt hatte. So etwas kann kein Mensch kontrolliert abwickeln ihr Besserwisser.

  79. Wülker, Anette

    Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen und allen, die mit dieser Tat von nun an leben müssen. Wie ein Psychiater gestern im Fernsehen sagte: Es gibt von nun an für diese ein Davor und ein Danach und das Leben vieler Menschen wird nicht mehr so sein wie bisher. Das weiß ich als in der Psychiatrie arbeitende Ärztin mit einer Abteilung für die sogenannten “Posttraumatischen Belastungsstörungen” nur allzu gut.
    Aber ich denke auch an die Eltern und vor allem die 15jährige Schwester des Täters, für die nun nichts mehr so sein wird, wie es war. Dass der Vater eine Mitschuld trägt, ist wahrscheinlich, aber meines Wissens war der Amokläufer von Erfurt im Schützenverein und hatte die Waffen selbst….
    Wo werden sie ihren Sohn beerdigen können, wie die Blicke und die Distanz der Nachbarn, Freunde ertragen?
    Ich habe selbst zwei fast erwachsene Kinder und habe mit ihnen geredet. Sie halten die viel zu großen Klassen und den fast unmenschlichen Leistungsdruck in deutschen Schulen (aber auch in den Elternhäusern) für einen Grund, warum solche Täter gar nicht auffallen. Wer nicht auffällig ist, fällt eben niemandem auf….
    Es wird immer nur den Weg über die Kommunikation geben, über eine warmherzige Annahme des Individuums, positive Rückmeldungen (und nicht immer nur die Fokussierung auf die Fehler und das vermeintliche Versagen), Wertschätzung. Aber das benötigt Zeit, und die ist knapp geworden. Bei den Lehrern, den Eltern (bei alleinerziehenden Elternteilen zwangsläufig) aber auch bei den Schülern. Wer kann sich da noch kümmern? Wer den Frust, die Ängste, die Wünsche des Einzelnen wahrnehmen und auffangen?
    Liebe Politiker, investiert mehr Geld in die Kinder, sie sind das größte Kapital einer Gesellschaft! Und was man in sie investiert zahlt sich für alle aus.

  80. Gabriele Silva

    Ich bin der Meinung, dass kein Schütze Munition zu Hause haben darf. Das braucht er auch nicht. Geschossen wird nur im Verein. Dieser sollte die Munition besorgen und den Schützen aushändigen. Nach Beendigung der Übung kann genau die Anzahl Patronen abgerechnet werden, die verschossen sind. Bei Auffindung von Munition im Privathaushalt würde ich sofort die Waffenbesitzerlaubnis entziehen und eine hohe Strafe dazu verhängen. So könnte man zumindest eine Tat wie in Winnenden verhindern. Sicherlich kann man sich immer noch vieles auch illegal besorgen, aber zumindest ist es erschwert.

  81. Claudia G

    Ich frage mich warum solche Leute nicht einfach von der Brücke springen und unschuldige Menschen in Ruhe lassen.
    Mein Beileid den verbliebenden Angehörigen und denen, die die Tat miterleben mussten.

    Es sollten strengere Regelungen für den Besitz einer Waffe getroffen werden.

    Warum ist es überhaupt erlaubt Waffen in seiner Wohnung zu Lagern? Ich plediere dafür, dass Waffen von Sportschützen im Schützenhaus eingeschlossen werden sollten und nur in der Zeit des Training erlaubt sind.
    Außerdem sollte man Drohungen im Internet ernst nehem und sofort die Polizei informieren.
    Viele Amoktaten wurden im Internet vorausgesagt….

  82. Ralf Schmid - Gefährdungspotential durch Großkaliber

    Zum Schießsport kann man ja sehr geteilter Meinung sein, aber mir werfen sich anhand der Presseberichte schon ein paar Fragen auf: Ist der Fun-Faktor an der Sportart umso größer, je großkalibriger das “Sportgerät” ist ? Ist es denn unbedingt notwendig, dass jemand 16 solcher “Sportgeräte” mit 4600 Schuss Munition daheim mehr oder weniger sicher deponieren muss ? Darf es einem 17 -Jährigen erlaubt sein, damit im Schützenverein schon handieren zu können ? Mit der Nachvollziehbarkeit tue ich mir da schon recht schwer…

    Dass die Sportschützen ihren Hobby immer noch nachgehen konnten, hat man aufgrund der Ereignisse der Vergangenheit (zu Recht) dass Waffenrecht verschäft und den Besitz von großkalibrigen Waffen an Auflagen gebunden (Waffenschrank, Führungszeugnis,…). Leider zeigt sich wieder, dass das nicht ausreicht. Schlamperei, Überheblichkeit und Inkonsequenz haben unmittelbar zur Katastrophe beigetragen.
    Mir bleibt nur die Hoffnung, das endlich die Politik ein Waffenrecht beschließt, dass die Interessen von Schützenvereinen und Lobbyisten nicht berücksichtigt; Auch wenn es unangenehm werden und Wählerstimmen kosten sollte…

    Für mich kann es nur eine Lösung geben, um die potenzielle Gefahr durch zu leichtem Zugriff zu minimieren: Alle großkalibrigen Waffen und deren Munition unter Verschluß -> und zwar in den Waffenschränke der Schützenvereine !!

  83. A. Mayer

    Mein Mitgefühl gilt zunächsten den Opfern und ihren Angehörigen, Dank an die beiligten Polizisten, den Mitarbeitern der Hildsdienste und den Notfallseelsorgern.

    Unfassbar ist für mich, daß das Ende des Amoklaufs in “youtube”
    zu sehen ist - wie weit sind wir gekommen?
    Hat unsere Gesellschaft keinen Respekt vor den Opfern?

  84. Walter Volz

    Als Vater von zwei schulpflichtigen Kindern war ich gestern schockiert als ich von diesem Amoklauf erfuhr. Es ist für mich aber nicht nachvollziehbar, weshalb von politischer Seite hier von Hochsichrheitstrakten oder Festungen in Bezug auf die Schulen gesprochen wird. Keiner will so etwas! Aber wir wollen alle, dass unsere Kinder sicher und unversehrt in der Schule sind. Niemand möchte Bodygards oder ähnliches in der Schule haben. Nach Erfurt wurde über Metalldetektoren nachgedacht, auch jetzt wird wieder darüber nachgedacht. WANN WIRD GEHANDELT? Waffen habe nichts an einer Schule zu suchen. Deshalb wäre es sehr angenehm wenn hier ein solches Sicherheitssystem eingeführt wird, dass wir wieder ruhig schlafen können. Danke.

  85. A.Ghali

    Ich möchte mein tiefstes Mitgefühl allen Betroffenen aussprechen, die die einen Menschen verloren haben und die die alles miterleben mußten.
    In der Hoffnung, daß nun unsere Politiker in Berlin wach werden.

  86. Uraula Isbir

    İch verfolge die live Sendung aus Waiblingen zu der grausamen Tat des Amoklaeufers. Meinw Tochter ist Schulleiterin ın Nordrheınwestfalen an einer Schule in Ge.-Buer. İch versthe die Situation über das entsetzliche Geschene auch immer aus persönlichdn Gedanken und bitte bei den Aufklaerungsarbeiten dies zu berücksichtigen: der Taeter war gemustert und doch wohl aLS VORÜBERGEHEND NİCHT WEHRDİENSTFAEHIG EINGESTUFT. iN SEİNEN g.uNTERLAGEN DER mUSTERUNG MUSS DOCH EİN FACHAERZTLİCHES gUTACHTEN SEİN. DAS İST ZU BERÜCKSİCHTİGEN FÜR DEN PSYCHİSCHEN zUSTAND. dER vATER MUSS DOCH VON DEM mUSTERUNGSERGEBNİS GEWUSST HABEN. eS İST DOCH EİNE PSYCHOLOGİSCHE bEHABDLUNG SEİNES sOHNES ERFORDERLİCH GEWORDEN AUF GRUND DES mUSTERUNGSBESCHEİDES. dER tAETER TRUG BEİ DER aUSFÜHRUNG SEİNER TAT MİLİTAERKLEİDUNG. WARUM? ES MUSS İN DİESEM FALL DİE EİNSİCHT İN DİE G-UNTERLAGEN BEİ DEM ZUSTAENDİGEN “KWEA” -NATÜRLİCH NACH GENEHMİGUNG- GEWAEHRT WERDEN.

    ALLEN bETEİLİGTEN SAGE İCH AUF DİESEM WEG - VON İSTANBUL AUS - MEİN TİEFES MİTGEFÜHL
    MÖGE GOTT ELTERN ,KİNDERN UND LEHRERN VİEL KRAFT GEBEN ABSTAND ZU BEKOMMEN. VERGESSEN İST SCHİER UNMÖGLİCH.

  87. A.S.

    Ich bin über das ganze Geschehen immer noch geschockt. Wenn man selbst Kinder hat und man überlegt es hätte des eigene Kind treffen können… nirgendwo mehr sich sicher fühlen…. nicht in einer Schule, Kindergarten…. von einer sek. zur nächsten wird einem das Leben genommen obwohl sie es alle noch vor sich hatten und sicherlich viele Träume hatten. Mir ist das alles auch sehr nah gegangen und ich wünsche den Familien und Angehörigen und Freunde viel viel Kraft. Ich würde mir als Elternteil wünschen dass Kindergärten und Schulen besser überwacht werden, damit man nicht einfachso mit Waffen eindringen kann.
    Und ich würde allen Eltern raten sich mehr mit den Kindern zu beschäftigen, aufzupassen dass Filme und Spiele altersgerecht sind. Und viel mit den Kindern reden, um auch vorhandene Probleme zu erkennen.
    Mir tut es für alle Angehörigen der Opfer sehr sehr leid.
    Ich kann auch nicht verstehen wie man als Eltern eine Waffe oder Munition einfach so in der Wohnung rumliegen lassen kann. Und wenn ein 17jähriger so viel Erfahrung mit Waffen und Schießen hat, evtl. auch im Schießverein mitgeschossen hat da muss man als Eltern doch die Augen öffen halten.
    Ich finde das alles sehr traurig. Gibt Gewalt keine Chance.

  88. Dobler Karin

    Kann mich Frau Gabriele Silva nur anschliessen.In Gedanken sind wir bei den Hinterbliebenen.

  89. Andreas Lippstadt

    Immer wieder zermartere ich mir das Hirn über das Wie und Warum dieser Tat. Doch ich finde keine plausible Antwort… Vieleicht gibt es keine…. wünsche mir eine Erklärung, wünsche mir einen Schuldigen herbei…. doch wem soll das helfen???
    Aber ich hoffe für die Angehörigen der Getöteten daß Sie irgendwann Ihren Frieden wiederfinden werden, so unvorstellbar uns das heute auch erscheinen mag. Momentan gehört Ihnen meine ganze Anteilnahme.

  90. Stephan Schnitzler

    Mein Mitgefühl gilt den Opfern und deren Angehörigen.

    Mein Dank gilt allen eingesetzten Polizistinnen und Polizisten, die unter Einsatz ihres eigenen Lebens Schlimmeres verhindert haben.

  91. Regine Maier

    Deshalb gibts Computerspiele:

    im amerik. Bürgerkrieg konnte ein Regiment fünfjundert bis tausend Mann pro Minute töten. Tatsächlich fielen während einer Schacht aber nur 1 bis 2 Mann pro Minute. Daraufhin wurde festgestellt, daß das Töten gelernt werden mußte. So wie man Piloten zuerst im Flugsimulator fliegen läßt, mußten zukünftige Soldaten das Töten nun am Simulator üben. Deshalb entwickelte man Tötungssimulatoren. So wurden nicht nur die Handgriffe eingedrillt, sondern vor allem die Einstellung und die Bereitschaft, die mit den Handgriffen zum Töten verbunden sind. Das Marine-Corps erwarb beispielsweise die Rechte auf das Computerspiel Doom und setzt es als taktisches Übungsmittel ein. Die Armee hingegen griff auf SuperNintendo zurück. Inzwischen hat die US-Armee mehrere tausend solcher Geräte, die sie rund um die Weilt zu Übungszwecken einsetzt. Sie erwiesen sich als sehr wirksam…

    Außerdem tragen das Fernsehen und Psychopharmaka einen wesentlichen Anteil an solchen Amokläufen und an Selbstmorden und Morden: Prozac verändert den Serotonin-Gehalt im Gehirn und trennt so den Mensch von seinen Gefühlen. Es wird eine “Ist-mir-doch-egal-”Einstellung entwickelt.
    Fast allen amerikanischen Jugendlichen die in Todeszellen siezten, weil sie Lehrer, Freunde oder Familienmitglieder getötet haben wurde zuvor Antidepressiva verschrieben.
    Siehe Studie von 1986 im International Journalist of the Addictions die sich mit den Nebenwirkungen von Ritalin auseinandersetzt (über 100 Nebenwirkungen!)

  92. Reinhard Thoma

    Liebes SWR1 Team,
    danke für die liebe- und rücksichtsvolle Berichterstattung. Auch möchte hier meine tiefe Betroffenheit in diesem “virtuellen Kondolenzbuch” zum Ausdruck bringen. Ich bin in Gedanken bei den Angehörigen der Opfer und auch bei den Eltern des Täters. Ich selbst habe Kinder in diesem Alter, und kann verstehen, was Mobbing in der Schule mit einem Kind macht. Meine Tochter wurde auch längere Zeit massivst von einer Klassenkameradin terrorisiert, und es verging einige Zeit, bis wir dies merkten. Wir haben dann mit vielen Lehrergesprächen das Problem aus der Welt schaffen können.
    Mein Sohn ist nun 16 Jahre alt, und es ist äusserst schwierig in seine Welt vorzudringen, da er nun dabei ist sich von uns abzugrenzen, was völlig normal ist. Das einzige, was wir jetzt noch tun können, ist beten, daß Er die “Spur” hält, und hoffen, daß wir ihm vorher genug “gutes” mitgegeben haben. Ich wünsche mir, daß der Spruch “ich, mich, meiner, mir ach Herr segne doch uns vier” immer mehr an Bedeutung verliert, und Menschen es nun schaffen auf Ihren nächsten zu achten und dessen Bedürfnisse auch ernst zu nehmen. Ganz nach dem Wort “einer achte den anderen höher als sich selbst”. Fromme Wünsche, aber es ist “des Wünschens wert”.

  93. B. Bissing

    Hallo zusammen
    Nach meiner Meinung gehören Ballerspiele ( die fast realistisch sind ! ) verboten. Die Altersbestimmung bringt nichts. Jeder kommt da rann. Und mir kann keiner sagen: man bekommt da keinen Schatten bekommt.
    Aber wir alle schauen viel zu viel weg. Ein Beispiel welches ich heute hatte.
    Kinder dürfen sich nicht in das Forum ” wer kennt wen” angemeldet. und ? Ich habe es gemeldet. Und es wurde sofort 1 Kind gesperrt. Aber ich kann keine zig 10000 melden.
    Unsere Geselschaft läßt auch alle Spinner im Internet zu.
    Wo sind die Werte unsere Geselschaft.
    Es sind Geld Geld Geld. Und nicht der Mensch mehr.
    Wenn etwas für Jugendliche kostet wird es nicht gemacht.
    Hirzu die Frage. Wir brauchen eine Wirtschaftskrise um zu erkennen daß unsere Schulen in einem schlechten zustand sind.
    Hier stimmt generell etwas nicht.
    B. Bissing

  94. r.w.

    Wir müssen nicht nur die Computerspiele verdammen. Schauen wir doch mal das Fernsehprogramm an, wie viele Krimis gesendet werden, mit größtmöglicher Brutalität dargestellt. Muß das sein?

    Und was die Kinder betrifft: wir sind keine kinderfreundliche Gesellschaft, auch wenn wir noch so viele Kinderkrippen und Ganztagesschulen einrichten. So lange uns das Geld und die Karriere wichtiger sind als die Kinder und wir keine Zeit und Kraft mehr für sie haben, werden solche Dinge immer wieder vorkommen.

    Wie sagte der Mörder: “Ich habe genug von diesem Lotterleben”. Das müßte uns sehr zu denken geben. Was für Werte geben wir unseren Kindern mit auf den Weg? Was leben wir ihnen vor?

  95. Joachim K.

    +++ Es ist für mich unfassbar. Ich kann es nicht verstehen. Mein
    Mitgefühl gilt all denjenigen die das liebste verloren, die grausame Tat erlebt und Ihr eigenes leben für andere in Gefahr
    gebracht haben.
    Wo steuern wir nur hin ??? +++

  96. volker

    Es ist schlimm was da geschehen ist. Wie in Erfurt. Wie in anderen Orten.
    Es ist aber auch schlimm was danach passiert. Wie immer.
    Da wird schwadroniert was das Zeug hergibt.
    Es kommen immer die selben Psychologen, Philosophen, Politiker, Mediziner und sonstige Personen die sich gerne reden hören zu Wort.
    Die einen wollen die Schule für immer schließen, Frau Merkel betet für die Angehörigen, unser Landesvater trieft vor Trauer, andere wollen Eintrittskontrollen an den Schulen des Landes.
    Mahnwachen und Kranzniederlegungen werden organisiert.

    Es ist schlimm was passiert ist, keine Frage. Ich möchte das nicht bagatellisieren.
    Aber es stellen sich meiner Meinung nach nur zwei Fragen, nein, die “warum macht er sowas?” ist nicht dabei.
    Das wird eh nie herausgefunden. Jeder der sich gerne in der Öffentlichkeit reden hört weiß ganz genau warum das passierte. Nur hat jeder dieser Spezialisten eine andere Meinung. Daher ist es egal was sie sagen.

    Die erste Frage ist die, wie kann man den Betroffenen helfen?
    Sicher nicht dadurch, dass man sie in die Öffentlichkeit zerrt. Dass man ihnen ständig ein Mikrophon an den Mund hält, oder eine Kamera vors Gesicht.
    Lasst die Menschen in Ruhe. Wer einen Psychologen braucht dem gebt einen an die Hand, wer einen Pfarrer braucht, dem gebt einen.
    Lasst die Menschen aber ansonsten in Ruhe.
    Ich finde es widerlich, wie alle Beteiligten ständig vor Kameras gezerrt werden, wie Horden von Medienvertretern und Politikern in die Orte einfallen.

    Die zweite Frage ist, wie kam der Junge an die Waffe?
    Wenn sein Vater die Waffen die er (rechtlich einwandfrei) hat, so wegschließt, dass sonst keiner ran kommt ist alles in Ordnung, wenn der Junge an die Waffen kommt muss der Vater bestraft werden.
    Nicht zu knapp.

    Wie kann es sein, dass ein Jugendlicher Zugang zu den Waffen seines Vaters hatte?

    Und der Satz, der arme Vater leidet genug gilt nicht.
    Wenn der Vater diese Tat durch Leichtsinn möglich gemacht hat ist es völlig egal wie er leidet.

  97. Stefan Hager

    Ich bin sehr betroffen von den Ereignissen des gestrigen Tages. Mein Mitgefühl gilt den Opfern und Angehörigen, aber auch meinen Kollegen vom Rettungsdienst und den anderen Einsatzkräften, die jetzt schauen müssen, wie sie mit den Folgen dieses extrem belastenden Einsatzes fertig werden.

    Ebenfalls betroffen macht mich aber auch dieses populistische anprangern von Sportschützen.

    @ PAUL WALMER: Nachdem Sie offensichtlich keine Ahnung haben wovon Sie reden, möchte ich hier etwas Aufklärungsarbeit leisten:
    - Eine Handfeuerwaffe mit 15 Schuß ist eben nicht außergewöhnlich, sondern normal.
    - Ein Sportschütze kann eben nicht beliebig viele Waffen Besitzen, sondern muss für jede einzelne Waffe ein Bedürfnis bescheinigt bekommen. Das muß dann von der zuständigen Behörde genehmigt werden. Mal davon abgesehen war der Täter nicht mit 15 Waffen unterwegs, sondern mit einer einzigen.
    - Zum Thema “Ohne Waffen kein Amok” noch eine Bemerkung: Wie viele Amokläufe gibt es, bei denen ein Fahrzeug als Waffe verwendet wurde? Sollen wir jetzt Autos verbieten, die schneller als Schrittgeschwindigkeit fahren, weil schnellere Autos nicht in die Hände von Privatleuten gehören?

    @ IRIS:
    - Verbot von scharfer Munition: Ja genau, der Sportschütze kann ja mit Murmeln werfen… oder mit unscharfer…..

    @ EVA ROGIC
    - Antwort: Weil der Täter bewaffnet war und auch gleich auf die Beamten geschossen hat, als diese die Schule betraten. Wenn das nicht Grund genug ist, dann weiss ich auch nicht….

    @ MARIUS GODELET
    Danke! :-)

    Menschen, die jetzt (wieder) in das Lied “Weg mit Sportschützen” oder “Computerspiele sind schuld” einstimmen, machen es sich nicht nur zu einfach, sonder verschließen sich davor, die wahren Hintergründe zu sehen.

    Es liegt mir fern, als Waffenlobbyist aufzutreten, ich plädiere jedoch mit Nachdruck für den Einsatz von Hirn in der Diskussion und warne ebenso eindringlich vor blinden Aktionismus.

    Stefan Hager
    Rettungsassistent und Sportschütze

  98. Anna

    Erstmal möchte ich mein mitgefühl allen beteiligten u den familien der opfer ausdrücken! es ist schlimm genug es im fernsehen anzusehen aber kein mensch u vorallem kein kind sollte so etwas miterleben!! auch der familie des täters möchte ich mein mitgefühl sagen! eigentlich weiß ich nicht was ich dazu sagen soll weil man über soviel brutalität u hass einfach nur erschüttert u sprachlos ist!! Ich zumindest!…. die regierung sollte sich überlegen wie sie die schulen u schüler auf solche dinge vorbereiten kann u wie im gewissen maße sowas noch besser u schneller verhindert werden könnte ( auch wenn ich von ganzen herzen hoffe das sowas bei uns nie wieder geschiet) …

  99. Michael Meyer

    Ich bin fassungslos.

    WARUM

    - lagert jemand angeblich über 4.000 (in Worten viertausend) Schuss Munition zu Hause?
    - kommt ein Sprössling irgendwie da ran?
    - verschafft sich selbiger Zugriff zu einer im Schlafzimmer (!) gelagerten Waffe?
    - kann ein 17-jähriger offenbar perfekt und zielsicher mit einer hundsordinären Waffe (nicht mal Schützenwaffe) schiessen und somit schnell und grausam innert kurzer Zeit möglichst viele Menschen töten?
    - kann der 17-jährige nachladen und innerhalb dieser Zeit wird er nicht gestellt? Oder hatte er dutzende gefüllte Magazine dabei? Und wenn ja, wie kommt er daran? Auch aus dem heimischen Schlafzimmer???
    - muss man sich angesichts dieser Tragödie diese Fragen stellen?
    - redet ein Herr Öttinger von einer “in keiner Form erklärbaren Tat”, dass es einem förmlich das Blut ins Gesicht schiesst angesichts eines solchen Kommentares??? Kennt der Herr Öttinger nicht Umstände in Familien, Medien und gesellschaftlichem Leben, wie Mobbing, Ausgrenzung, Herrschsucht und Geld, Macht und Ansehen; Dinge, die tagtäglich auch in Schulen geschehen? Ist er wirklich so weltfremd?

    Ich bin fassungslos.

  100. Franziska

    Ich wohne in der Nähe von Wendlingen, gehe in Kirchheim/Teck zu Schule und wir haben in der Schule heute morgen darüber gesprochen und eine Gedenkminute eingelegt. Es muss für die Schüler schrecklich gewesen sein,das alles mitzuerleben.
    Man kennt die Schüler von Winnenden, durch Tuniere etc.und kennt die Tatorte in Winnenden und Wendlingen, war selbst einmal dort.
    Taten, die man sonst aus Amerika hört,sind auf einmal so nah und real…. die Opfer haben nun ein Gesicht bekommen…
    Ich bin tief betroffen und möchte allen Angehörigen und Betroffenen viel Kraft für die Zukunft wünschen.

  101. Elena Spangenberg

    Wenig Liebe für Menschen von Kind aus - das ist typisch inzwischen hier im Lande. Die Kinder sind oft nicht gern willkommen. Sie werden in ihre Kinderzimmer mit multimedialer Ausstattung abgeschoben, Tür zu, die Eltern haben Ruhe. Es wird nicht auf Gefühle eingegangen, der Alltag rekapituliert. Oft ist es doch nur die Frage “Alles in Ordnung?”, auf welche man nicht unbedingt ausführliche Antworten im Alltag erwartet. Es reicht aber nicht für die emotionale Entwicklung.
    Die Kindergärten sind oft nur wie eine Aufbewahrungsstätte: ohne Entwicklungskonzeptionen und regelmäßige sinnvolle Beschäftigung.
    In der Grundschule haben viele Lehrer kein Herz für Kinder. Sie geben keine Chance, die Arbeiten zu verbessern, sind oft ungerecht, stempeln zu schnell die Kinder ab, mobben selber. Mein Sohn wurde zum Beispiel in der 4. Klasse per Kosenamen “Schlampe” von der Lehrerin zur Tafel gerufen.
    Wenn man so früh schon mit der Persönlichkeitszerstörung anfängt, wo sich die Persönlichkeit noch nicht aufgebaut hat, braucht man sich nicht wundern, dass es zur Zeitbombe wird. Ganz egal, ob dann die eigene Gesundheit oder die Gesellschaft gefährdet ist. In jedem Fall zahlen wir.
    In diesem Fall sind alle Opfer. Mein herzliches Beileid für alle.

  102. H.Melchiors

    Eltern, Geschwister und Freunde, bleibt immer im Gespräch, auch wenns phasenweise nervt!

  103. Sina Kai S.

    Warum?

    Warum mussten so viele unschuldige Menschen gehen?
    Ich glaube, dass kannst nur Du alleine verstehen.
    Woher nimmst Du dir überhaupt das Recht?
    Dachtest du, du lebst in einer Traumwelt
    oder dachtest es ist echt?

    Fühltest Du Hass, Trauer oder Wut?
    Was zum Himmel gab Dir den Mut
    so viele Menschen zu richten
    und so viele wertvolle Leben zu vernichten?

    Waren es die gewaltvollen Computerspiele?
    Gaben diese Dir regelmäßig Hiebe
    Menschen zu verletzen und Leben zu zerstören?
    Nur leider kann Dich jetzt keiner mehr hören.

    Niemand wird erfahren Warum.
    Du bist nicht mehr, Du bleibst stumm.
    Jetzt ist es leider zu spät die Antworten zu klären,
    aber durch diese Tat wird Dich keiner je verehren.

    Vor der Tat sprachst du davon
    Menschen würden dich auslachen,
    anstatt mit jemanden darüber zu reden,
    musstest du sowas machen.
    Weißt Du eigentlich, was du den Familien angetan hast?
    Was Du getan hast und durch die Folgen immernoch machst?

    Für die Medien ist das “das gefundene Fressen”,
    doch für die Familien ein Tag, der niemals wird vergessen…

  104. Erika

    Es ist traurig tragisch und ohne Worte, aber wo liegt wirklich der Fehler. Es wird heute nicht mehr danach gefragt, warum sitzen Kinder soviel vor dem PC oder Bildschirm, wie kann es sein dass 2 Klaessler in der Schule am Montag Bilder malen ” Was habt ihr am Wochenende unternommem” 85 % malt einen Fernseher oder PC.
    Kein Fahrrad oder Spielplatz. Was unternehmen Eltern heute noch mit Ihren Kindern. Es kommt immer erst der Aufschrei wenn etwas passiert ist. Doch was ist wenn z. B. der Lehrer in der Schule sagt
    ” dein Verhalten heute war nicht in Ordnung nachsitzen.” Kommt ein Anruf der Eltern mein Kind macht sowas nicht. Es fehlt an Achtung und Anstand und dies sollte auch heute noch im Elternhaus gelehrt werden. Jeder Fernseher und PC hat einen Ausschalter.

  105. charlynickel

    Waffen haben in Privathand nichts zu suchen, bevor wir Normalbürger den ersten Schrecken und auch noch den Skrupel überwunden haben uns zu verteidigen, sind wir schon längst vom Gangster erschossen worden und unsere Waffe ist nur eine Waffe mehr in Verbrecherhand.
    Zudem werden diejenigen die sich der Illusion hingeben, sie könnten sich im Ernstfall tatsächlich verteidigen, nicht die Waffe im Tresor aufbewahren, sondern eben im Nachtschrank!
    Man darf einfach nicht hinnehmen, das so etwas geschehen kann und schon gar nicht geschieht und da ist ein allgemeines Waffenverbot sicherlich der erste Schritt um so etwas zu verhindern. Der zweite, sich mal die Videospiele genauer anzusehen und der Dritte sich mal Gedanken darüber zu machen, dass sich die Technik rasend schnell entwickelt und wie wir Menschen überhaupt da mitkommen?

  106. Gordon

    Es macht doch gar keinen Sinn, über das “warum?” zu diskutieren, weil es vermutlich gar keinen gibt, der Recht hat. Oder Alle haben irgendwie Recht. Man kann sowas nicht vorhersehen oder verhindern. Nicht die unverschlossene Waffe hat die Menschen getötet, vielleicht nur vereinfacht. Nicht die Internet-Ankündigung hätte sowas verhindern können. Wenn man ständig auf sowas reagieren würde, könnte man die Polizei tagein tagaus beschäftigen.
    Das “warum” interessiert mich gar nicht, weil es nur in diesem Fall zutreffen würde, bei Robert Steinhäuser nicht.
    Allerdings regt mich auf, dass wegen solchen Rotzlöffeln mir mein eins meiner Hobbies (Computerspiele) vermiest wird. Der Täter war 17, ich zocke schon länger als 17 Jahre und hab noch nie darüber nachgedacht, irgendwen zu töten. Wenn man die Unfallstatistik ansschaut, müsste man auch Rennspiele vernieten, bei den harmlosen “Sims” kann ich die Sims in ihrer eigenen Pisse verenden lassen, das ist ja alles Ok.
    Bei Hänsel und Gretel wollte die Hexe, den Jungen essen, zum Schluss wurde sie in den Ofen geworfen, bei Rotkäppchen wurde die Oma verspeist, Max und Moritz wurden zermahlen. Ja, die guten Märchen.
    Die Diskussion is schwachsinnig.

    [Durch Redaktion bearbeitet]

  107. C. S.

    Ich sitze hier im Büro, sollte arbeiten, aber ständig kommen mir die Gedanken
    an die Kinder, die so etwas erleben mussten und mit diesem 11.03. ihr Leben jetzt leben müssen;
    an die Eltern, die hilflos bei den Kindern sind (oder sein sollten), aber auch nicht wissen, wie sie ihnen die Last lindern können;
    an die Eltern, die ihr Kind nie mehr lachen hören.

  108. oldendorp

    ..
    verkehrte welt
    ..
    während ganz deutschland in schockstarre verharrt -
    feiert die waffenschmiede HECKLER & KOCH ihr 60 jäh-
    riges firmenjubiläum..
    ..
    umdenken wäre ein erster schritt in eine friedlichere
    welt - vielleicht nur eine illusion - aber..??
    ..

  109. Grazia S.

    Es ist einfach nur schrecklich und unfassbar. Mein tiefstes Mitgefühl.
    Viele Kinder und Jugendlichen stehen unter Leistungsdruck haben familiäre Problemen und müssen mit dem Alltagsstress leben. Vielleicht wäre dies der Anfang eine Joga-Stunde in den Stundenplan einzufügen um diesen Stress durch Entspannungsübungen abzubauen. Viele Kinder/Jugendliche sind überfordert.

  110. P.Sterzik

    Krimis und Gewalt im Fernsehen gehört verboten, weil viele Jugendliche zuschauen und sich dann in der Schule prügeln, und dies wird noch als “Spiel” genannt. ich bin jetzt 40 und zu meiner Schulzeit vor 25 Jahren gab es zum Glück kein Mobbing und kein Gewalt ich hatte schöne Schulzeit - Die Lehrer können keine Werte mehr den Schülern beibringen; Hauptsache Stoff durchpauken… viele sind Gesellschaftsuntauglich auch fürs Arbeitsleben tun sich viele schwer, ich hab früher Azubis eingelernt, viele haben es nicht mal im 3.Lehrjahr geblickt, was gefordert wird.. Schulsystem ist heutzutage einfach kompliziert und für normales Leben nicht mehr zugeschnitten. Die Politik hat eindeutig auch Fehler in der Schulpolitik gemacht - allein wer ist Haup-Realschule und Gymnasium.. dadurch entsteht der Druck die sollen all bis 8. Klasse zusammen sein und dann entscheidet sich weiter was wird. Es ist einfach zuviel Druck auf die Kinder von Klein auf und das ist nicht richtig! Und Waffen für Privatleute gehören verboten, wir sind nicht in USA !

  111. Roy

    Sogenannte “Ballerspiele” zu verbieten ist kontraproduktiv. Es macht die Spiele erst recht interessant. Ein Spiel auf dem Index wird zum “must-have”. Das hat es in der Vergangenheit schon öfters gegeben. Das Spiel dann im Internet zum Download zu finden ist wirklich kein Problem. Das wird man nie unterbinden können. Verbote helfen da wirklich nicht.

  112. Andreas

    Kranke Gesellschaft? Auch wenn man Spass hat, im Schützenverein tätig zu sein, frage ich mich, wieso man 15 oder noch mehr Waffen im Haus haben muss. Und davon eine noch unverschlossen. Auch wenn das jetzt hart klingt, so halte ich das schlichtweg für krank. Timms Vater hat zu einem gewissen Teil auch Schuld auf sich geladen. Insofern ist Timm auch gewissermaßen “Opfer”, Opfer falscher Vorbilder, seien es die Eltern oder auch die Gesellschaft an sich. Gewalt ist allgegenwärtig um uns herum, die Ellenbogenmentalität nimmt immer mehr zu. Nichts desto trotz gilt mein Mitgefühl den Angehörigen und Freunden der Opfer.
    Achtsamkeit sollte nicht erst an diesem Punkt beginnen!

  113. Anonym

    “Passend” zum Thema

    Wir sind ein Notebook-Repaircenter südlich von Stuttgart mit Publikumsverkehr. Und da spielte sich heute folgendes ab:
    Mutter (ca. 50) und Sohn (ca. 17), einen Kopf grösser als sie, haben ein Notebook zur Reparatur abgegeben und mussten warten. Ich stand zufällig in der Nähe am Kaffeeautomat und musste die ganze Zeit Vorhaltungen
    der Mutter gegenüber ihrem Sohn anhören, dass er wieder mal vergessen hat, seine Hefte zu kaufen, sonstwas zu besorgen etc. Und dann kam der ausschlaggebende Satz gegenüber ihrem
    Kind: “Würde dein Vater noch leben, der würde dich von hier bis
    da (sie machte einen entsprechende Armbewegung) prügeln”.
    Verzweifelte Blicke dieses Heranwachsenden in meine Richtung.
    Ich konnte es nicht mehr mit anhören, ging dazwischen, machte sie darauf aufmerksam, dass sie doch mal ihren Blutdruck wieder
    senken solle und Ihren Sohn wie ihren Sohn behandeln soll. Ein
    dankbarer Blick des Betreffenden kam mir entgegen. Am liebsten
    wäre ich noch einiges mehr losgeworden, aber das hat mir der
    Anstand untersagt.
    Mein Kommentar: Das ist genau der Fall, wo der nächste Amokläufer herangezogen wird. Und hinterher will es dann
    keiner gewesen sein, der solch eine Tat ausgelöst hat . . .

  114. Uta Beeh

    Auch mein Mitgefühl ist mit den Angehörigen aller Opfer und der Betroffenen der grausamen Tat - aber wie pervers muß man eigentlich sein, daß man das Ende des Täters mitfilmt und dann im Internet, bzw. im Fernsehen veröffentlicht?
    Auf diese Weise macht man sich geradezu zu Komplizen des Täters, der eigentlich selbst auch ein Opfer seines eigenen Krankheitsbildes war, und die armen Eltern, die ihr Leben lang mit der Schuld ihrer Nachlässigkeit, mit dem Wissen, daß sie diese Tragödie mitverursacht haben, leben müssen, werden durch dieses Breittreten der Ereignisse und all diese schrecklichen Bilder sensationsgeiler (Möchtegern)Paparazzi zusätzlich gestraft, für die anderen Betroffenen bieten sie keinen Trost, eigentlich sollte diese Machart von Sensationsjournalismus ebenso verboten werden wie der Besitz von Schußwaffen. Denn auch die Veröffentlichung solcher grausamer Details wirkt traumatisierend und wirkt in keinster Weise tröstlich.
    Habe gestern bewußt die Nachrichtensendungen der Privatsender boykottiert, denn ich muß nicht alles sehen - wünschte, andere Menschen würden sich auch so verhalten.
    Viele Grüße und eine Gute Zeit - mögen die Zeiten besser werden Uta

  115. Martina

    ich kann nach diesem Ereigniss, dass mich zutiefst erschüttert hat, nur den Experten zustimmen, dass schon seid vielen Jahren eine Abstumpfung der Gesellschaft bei uns statt findet, an der die Medien nicht schuldlos sind. Haben wir uns z.B. bei ” der weiße Hai” noch die Augen zu gehalten, bin ich entsetzt, was selbst meine medienkritisch erzogenen Kinder in Filmen wie 300 o.ä. brutalste Szenen teilnamlos anschauen. Auch wenn ich die populären Thrillerromane lese, wird mir teils übel, da wird doch alles bis ins kleinste Detail blutigst beschrieben. Von den detailierten Sexzsenen, ohne die früher die Filme trotzdem sehenswert waen, ganz zu schweigen. Das hat nichts mehr mit modernen Zeiten ect. zu tun, wie uns die meisten Jugendlichen weiß machen wollen, zu tun. Nicht alles was mordern ist, isst automatisch gut. Und diese menschenverachtenen Shows, in denen geltungsgierige Möchtegernstars sich zum Affen machen haben nichts mehr mit dem Recht auf ein abwechlungsreiches Programm zu tun. Auch die alten Familientraditionen von damls waren die Schlechtesten nicht.

  116. Michael Sing

    Ich bin Schüler und war schockiert,als ich gestern Nachmittag das Radio einschaltete und erfuhr was in Winnenden geschah. Die gute Laune war sofort verschwunden und ich fühlte mich leer, obwohl ich nicht persönlich betroffen war. Da fragt man sich schon, wie ein Mensch so ausrasten kann. Als ich heute Morgen in die Schule kam, war die Stimmung seltsam. Fast alle waren ruhig. Wir unterhielten uns. In der Englischstunde diskutierten wir mit der Lehrerin über den Amoklauf und seine Folgen. Ich persönlich bin der Meinung, das Amokläufe kaum zu verhindern sind, da die Täter entweder auffällig auffällig oder auffällig unauffällig sind und solche Bemerkungen wie der Täter sie im Internet schrieb nicht selten vorkommen. Auch die Diskusion um Sicherheitskontrollen und Metalldetektoren in Schulen halte ich für fragwürdig, da es unmöglich sein wird jeden Morgen alle Schüler zu kontrollieren und die Wachbeamten die ersten Opfer des Amokläufers seien werden. Und selbst wenn die Kontrollen ausreichend sind, wird der Amokläufer wahrscheinlich seine Bluttat in der großen Pause oder an der Bushaltestellen durchführen. Ich bin für ein Verbot vom privaten Waffenbesitz. In Deutschland braucht keiner 15 Waffen und Munition um 1000 Menschen umzubringen. Ich finde diese Killerspiele, die wohl auch der Amokläufer von Winnenden gespielt hat, ekelig, aber viele meine Klassenkameraden haben sich heute schon wieder darüber unterhalten, wie viele sie gestern am Computer virtuell erschossen haben.

  117. Adrian

    Mein Mitgefühl gilt den Opfern und deren Familien. So eine Tat ist unbeschreiblich. Jedoch sollte man dies als Anlass zum Nachdenken nehmen.
    Aussagen wie:”…wann werden Sportschützen psychologischen Prüfungen unterzogen..” - was ist mit Amokfahrern? Muss dann jeder Führerscheininhaber…. lassen wir das.
    Ist das Ganze wieder nicht ein Beweis dafür, dass die Menschlichkeit unter uns verloren geht? Mobbing, Ausgrenzung, soziale Schichten - alles Worte, die es es nicht geben sollte. Miteinander und füreinander - das wären die richtigen Worte und vieles würde leichter laufen in unserem Leben. Wir haben verlernt miteinander zu reden, uns gegenseitig zu akzeptieren, zu respektieren. Neid, sozialer Status, Profitgier, ja nicht nachgeben (der Anwalt wird´s schon richten) Was muss noch alles passieren??? Welchen Weg haben wir uns da nur gewählt.
    So ein Amoklauf und dessen Vorgeschichte zeigen doch zu deutlich, dass wir auf dem falschen Wege sind.
    Jetzt geht ein Aufschrei durch die Welt - und bald ist die Sache für viele vergessen und wir haben wieder nichts daraus gelernt…..

  118. Sabine Wagner

    Mein Mitgefühl den Angehörigen der ermordeten Kinder und Erwachsenen.

    Ich frage mich auch, wo die Welt hinsteuert? Veränderungen können aber wirklich nur durch uns selbst bewirkt werden. Und die Politer sollten beispielhafter vorangehen.
    Veränderungen zum Besseren sind in so vielen Bereichen dringend notwendig. Und die Kinder stehen noch am Anfang des Lebens, wie wird es ihnen in der Zukunft ergehen???

    Ich sehe viel Unverstandenes in der Tat, besonders auch in der Beziehung des Sohnes zu seinen Eltern. Wenn das Kind an Depressionen leitet, braucht es Aufmerksamkeit und Liebe, nicht den Gang ins Schützenhaus.

    Für mich unverständlich ist, das in Deutschland, wo wir so viel Leid durch Gewalt in den beiden Weltkriegen verursacht und erlitten haben, Waffen und Munition in Privathaushalten und zum Hobby gelagert werden dürfen. Was ist überhaupt so gut daran, in seiner Freizeit zu schießen? Gibt es in der heutigen Zeit nicht bessere Aufgaben für die Freizeit? Was sagt die Politik zu diesen Praktiken in Schützenvereinen? Warum müssen immer wieder Menschen unter den Auswüchsen anderer leiden, nur weil sie ihren Spaß dabei haben.

    Es wird wirklich Zeit Veränderungen zu treffen besonders im Interesse der Kinder. Und bitte den Dingen auf den Grund gehen.

  119. K. Schubert

    Wir möchten an dieser Stelle den Angehörigen der Opfer unser tiefes Beileid aussprechen.
    Der Schmerz, einen geliebten Menschen so plötzlich und auf solche Weise zu verlieren, muss unfassbar sein,
    ebenso sind Worte des Trostes auch kaum zu formulieren.
    Wir wünschen ihnen von Herzen, dass sie liebe Menschen haben, die ihnen in dieser so schweren Zeit zur Seite stehen und sie halten und trösten.

    Es gibt eine Zeit der Freude, des Glücks,
    eine Zeit, beisammen zu sein,
    eine Zeit, sich zu trennen,
    eine Zeit der Stille,
    eine Zeit des Schmerzes, der Trauer
    eine Zeit der dankbaren Erinnerung.

  120. Marion M.

    Wir sind alle geschockt!!!Bin selber Mutter zweier Kinder die Schulpflichtig sind und der Tag gestern war von den Gefühlen unbeschreiblich.Meine Tochter und ich haben den ganzen Tag vor dem TV gessesen,schauten uns an und konnten keine Worte wechseln.Ich oder wir alle finden dieses sehr schlimm,aber sollten wir uns nicht alle mal Gedanken machen warum es immer schlimmer wird, denn wir haben schon eine sogenannte Elbogengesellschafft???Man kann dieses nicht immer von gewissen Spielen abmachen,ich denke das es auch ein Gesellschaftliches Problem ist,denn es wird leider nur noch weggeschaut es wird nicht mehr zugehört u.s.w.ich denke dort sollte mal angesetzt werden!!!Die Eltern jetzt anzugreifen ist nicht gut,sie sind gestraft genug!!!Mein Mitgefühl gilt den Opfern und deren Angehörigen!!!

  121. Nadja K.

    Wir sollten uns wirklich mal fragen was mit unserer Gesellschaft nicht stimmt!!!

    Natürlich erscheint die Lösung so einfach, der Junge hat Counterstrike gespielt, na klar, hat er auch Marilyn Manson gehört? Wirklich, so ein Müll!!!
    Er war in psychiatrischer Behandlung - ich würde sagen das macht ihn nicht unauffällig. Er hat die Behandlung abgebrochen - wie geht das mit 17 (braucht man da nicht das Einverständnis der Eltern oder Ärzte)?
    Natürlich wird dann noch Columbine angeführt - haben die nicht auch Gewaltspiele gespielt? Interessiert sich jemand dafür, dass diese Jungs jahrelang Prozac nehmen mussten, was Gefühle unterdrückt und Haluzinationen hervorruft?
    Wenn wir gerade bei den USA sind: Der Vorschlag Waffenkontrollen in den Schulen durchzuführen - grandiose Idee - machen die das nicht in den USA, und ist das nicht das Land mit einer der höchsten Mordraten?

    In unserem Land werden Kinder mittlerweile bereits in der Grundschule auf Erfolg getrimmt, wer nicht “funktioniert” hat ein Problem. (Wie der arme Junge, aus einem der anderen Beiträge, der nunmal Ballett lernen will - warum ist das heute noch ein Problem? wirklich, wirklich erschreckend - dieser Rektor sollte sich schämen!!!) Dann kommt die Grundschulempfehlung und die sollte doch auf jeden Fall fürs Gymnasium sein, schließlich wird angestrebt, dass man einmal in einem der großen Weltkonzerne Arbeit findet und sich gegen die Konkurrenz durchsetzen kann. Wo bleibt da eigentlich das Sozialverhalten? Sollten Kinder nicht lernen mit anderen zu teilen, Freundschaften zu schließen, hilfsbereit zu sein?
    Und: Lebt man ihnen das heute noch vor? Gibt es nicht auch immer mehr Mobbingfälle im alltäglichen Berufsleben? Vielleicht sollten wir wieder anfangen andere Menschen zu sehen, Anderssein zu akzeptieren, und offener mit Problemen umzugehen (die die meisten Menschen haben, es aber nicht mehr gesellschaftlich angesehen ist dies zuzugeben).
    Ich habe 2002 Abitur gemacht, als der Amoklauf in Erfurt stattfand. Hat sich seit dem wirklich so viel in unserer Sozialpolitik getan, und hätten wir nicht genug Zeit gehabt????

    Mein Mitgefühl gilt allen Betroffenen, und ich hoffe dass wir soziale und psychologische Präventionsarbeit betreiben und nicht weiterhin den Problemen hinterherarbeiten

  122. Elke Lutterodt

    Es gibt keine endgültige Lösung, kein Verbot der “Ballerspiele” etc. Man kann auch nicht alle Problemkinder oder Problemmenschen auffangen, aber man kann sein Möglichstes tun. Sich immer wieder um Menschen um uns herum kümmern, sie anleiten, sich mit ihnen auseinandersetzen; sie lehren auch mit Kritik umzugehen. Wir hatten bei uns an der Schule auch eine Familie, die sich permanent gemobbt fühlte. Die Lösung für diese Familie hätte nur darin bestanden, dass alle auf sie Rücksicht genommen hätten. Diese Familie inc. der Tochter hatte einfach den Blick für andere Menschen verloren und sahen nur ihre eigene Rechte. War hier evtl. auch der Fall. Nur dass in diesem Fall eine Waffe zur Verfügung stand. Daher bin ich froh, dass bei uns der Waffenbesitz nicht so einfach ist, wie zum Beispiel in den USA.

  123. Uschi Herterich

    Eine furchtbare Tat, die sicherliche viele Fragen unbeantwortet läßt. Was ist im Kopf dieses Jungen vor sich gegangen, dass er zu dieser Tat fähig war? Meine Anteilnahme gilt den Angehörigen der Opfer und denjenigen, die hautnah dieses schreckliche Ereignis erleben mussten. Aus Nächstenliebe sollten wir aber vielleicht auch an die Familie von Tim denken, die für den Rest ihres Lebens damit fertig werden muss, dass ihr Sohn/Bruden
    vielen Menschen unendliches Leid zugefügt hat, welches nie wieder gut zu machen ist. Mit dieser laste lbene zu müssen ist denke ich auch eine lebenslange Strafe.
    Was können wir alle tun, damit sich so etwas Schreckliches nicht wiederholt? Vielleicht könnten wir uns auf alte Werte besinnen die da wären Menschlichkeit, Mitgefühl, Zuneigung. Wieder mehr Aufmerksamkeit, Achtung und Verständnis dem Nächsten gegenüber, aber das ist in vieler Augen ja sooooo uncool.
    Sicherlich trifft den Vater von Tim eine Mitschuld, für die er bestimmt auch zur Rechenschaft gezogen werden wird. Darüber zu richten steht einzig und alleine der Justiz zu.
    Eine schreckliches Verbrechen wird dadurch nicht weniger schlimm, wenn man glaubt einen Schuldigen gefunden zu haben.
    Ob dieses Verbrechen zu verhindern gewesen wäre, wenn die Waffe nicht unverschlossen herum gelegen wäre, wage ich zu bezweifeln. Eher glaube ich, aber glauben heißt ja nichts wissen, dass evtl. andere Vorzeichen übersehen oder einfach nicht beachtet wurden, wo auch immer!!
    U.H.

  124. Hellweg von Kries

    Ich möchte allen Angehörigen der Opfer mein tiefes Mitgefühl zum Ausdruck bringen. Es ist schwer, als Fremder den Angehörigen in diesen schweren Stunden, Tagen und Wochen Trost zu spenden. Vielleicht hilft es Ihnen, an die guten Zeiten zu denken, die Sie mit den Opfern verbringen durften.

    Was mich zutiefst befremdet, ist die Tatsache, dass sich das Fernsehen und der Rundfunk seit gestern nur mit diesem Thema, so schlimm es ist, beschäftigt. Muss man denn die Angehörigen zu fast jeder Minute entweder via Fernsehen oder Radio mit dem Leid konfrontieren.

    Je breiter und intensiver über diese Greueltat berichtet wird, je mehr “Lehrstoff” gibt man Trittbrettfahrern.

    Ich werde in Geiste, die Opfer und die Angehörigen mit tiefen Mitgefühl in Erinnerung behalten.

    Hoffen wir auf eine bessere Zukunft.

  125. Monika K.

    …Traurig,was gestern wiederum passierte!…
    Unsere Kinder sind eben das Spiegelbild der Eltern, bzw. unserer Gesellschaft, - Profitgier, alles und noch mehr haben wollen,Fan, Fan- ohne Ende, bei so viel “lärm” werden Hilferufe der Kinder einfach überhört. Wo bleibt die nötige Liebe, die Zuneigung, Zeit, das Pflichtbewußtsen für unsere Menschen von Morgen?! Es wurde wieder einmal nicht hingesehen was das Kind tut! - Das ein 17-Jähriger nachts um “2.45 Uhr am Computer sitzt um sein labiles “ich” mit brutaler Gewalt mittels Computerspiele in negative Richtung festigt, zeigt wieder einmal mehr, daß die Eltern gar nicht wissen was ihr psychisch kranker Sohn macht.
    Nicht die Lehrer sind für die Erziehung unserer Kinder verantwortlich, nein, das sind in erster Linie die Eltern. - Jedoch ein liebevolles Miteinander der Eltern mit den Lehrern und verantwortlichen von Vereinen,- dies wäre die goldene Mitte.

    Liebe Mitmenschen, kehren wir doch zu den wahren Werten des Lebens zurück, besinnt Euch doch und helft mit. Beginnt damit zu Hause, am Arbeitsplatz, wo immer Ihr seid. - Vielleicht müssen dann nicht mehr so viele unschuldige Menschen so sinnlos sterben und soviele traurige Menschen mit ihrem Leben zurechtkommen.
    Besonders ein junger Mensch wird von seiner Umgebung geprägt, - die “LUFT” die er atmet wird ihn tragen - oder leider zerstören.

  126. G. Scholze

    Es tut so weh, das immer erst etwas passieren muss.
    Waffen gehören im Schützenheim weggeschlossen! Nicht einmal beim Militär hat man die Schußwaffe unterm Kopfkissen.
    Wie pervers muss man sein, zu Dingen Spiel zu sagen, in denen man mit Wollust Menschen killen kann. Von den Entwicklern ganz zu schweigen.

  127. Angela

    Entsetzt und tief geschockt verfolge ich die Nachrichten. Immer neue Details werden aufgedeckt: Tim K. - ein Sportschütze, ein Computerspieler, ein Mobbing-Opfer…
    Rechtfertigt das alles eine Tat, die so unbeschreiblich grausam ist, dass man sie nie verstehen kann??
    Es steht einem Menschen nicht zu, aus diesen Gründen einfach unschuldige Menschen kaltblütig zu erschießen - Game over-
    Mein Mitgefühl und meine Trauer richtet sich an alle, die bei diesem Amoklauf einen Angehörigen oder Freund verloren haben.

  128. M.S. PF

    Ich wünsche allen Betroffenen die Kraft, die sie benötigen, die schwere Zeit zu überstehen. Danke an all die Hilfskräfte, die zum Teil unter Einsatz Ihres Lebens Schlimmeres verhindert haben und das Geschehene erträglich machen.

    @ Stefan Hager:

    - Wozu benötigt ein Sportschütze 4600 Schuss Munition zu Hause ?
    - zu Hause werden immer wieder Familienangehörige (gewollt oder ungewollt) Zugang zu Waffen bekommen
    - eine Waffe mit 15 Schuss ist nicht normal, sondern von der Grundidee her zum Töten gebaut und gehört nicht in einen zivilen Haushalt
    - “Mal davon abgesehen war der Täter nicht mit 15 Waffen unterwegs, sondern mit einer einzigen”… der Sinn dieser Aussage erschließt sich mir nicht. Eine Waffe hat in diesen Fall wohl gereicht

    Ohne den Zugang zu der Waffe wären die Opfer höchstwahrscheinlich noch am Leben. Allein das rechtfertigt zukünftig keine Mordinstrumente mehr zu Hause haben zu dürfen.

  129. Klaus Homuth

    “Ich möchte ein Held sein!” - Wo sind die Vorbilder?

    Wenn wir uns fragen, warum die Tat geschehen konnte, kommen wir nicht umhin auf uns selbst zu schauen, jeder auf sich und wir gemeinsam auf das, was wir Gesellschaft oder soziale Gemeinschaft nennen. “Ich habe dieses Lotterleben satt!” drückt aus, was dieser Junge empfunden haben muss: Ein Leben ohne Sinn und Inhalt! - Ein Held zu sein liegt in der Natur eines jeden Jungen! Es ist eine genetisch angelegte Sehnsucht. Wo sind die heldenhaften Vorbilder für jungen Männer? Die Väter, die Lehrer, die Freunde, die Unternehmer, die Banker, die Politiker, oder die Helden im Computerspiel, die sich wenigstens etwas trauen und heldenhaft hinstehen, wenn auch nur virtuell. Wundert es dann, wenn junge Männer wie Tim K. in diese Scheinwelt abtauchen? - Wir sollten aufhören, die Schuldfrage zu erörtern und uns besser selbst an der Nase fassen, jeder einzelne. - Ich bin selbst Vater von zwei Söhnen, 23 und 19 Jahre alt und ich urteile nicht. Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr. Vaterschaft bedeutet Verantwortung, erfordert Zeit und Einfühlungsvermögen, besonders bei Jungen, die sich allzu oft hinter der Fassade ihres machohaften Gehabes verbergen. Dahinter verbirgt sich aber in der Regel ein ganz sensibler Kern. - Kein Erfolg wo auch immer im Leben kann ein Versagen in der Familie wett machen.

    Klaus J. Homuth, ehem. Mitglied im Landeselternbeirat Baden-Württemberg, Vors. Lernen fördern e.V. Plochingen, Coach und Unternehmensberater

  130. Oberhoffner

    Bei den meisten Kommentaren wird dem Schmerz der Eltern des Täters keine, oder zu wenig Bedeutung zugemessen. Sie haben wie alle Opferfamilien einen engen Angehörigen verloren. Zu diesem Schmerz müssen sie nun die Tat ihres Sohnes verantworten und verarbeiten. Ein schärferes Waffengesetz und Schuldzuweisungen helfen bestimmt nicht weiter. Nur durch einen sensibilisierten Umgang miteinander, in allen Bereichen des Lebens,könnte die Gesellschaft positiv verändert werden.

  131. Susanne u. Bernd Nippert

    Wir sind sehr unglücklich das so ein schreckliches unglück passieren musste… ratlos ratlos ratlos… was kann man machen… was soll man machen… wie kann man es verhindern… unsere mitgefühl gilt den angehörigen mit familien …wir würden gerne helfen mit gesprächen mit trauerbegleitung wir wären bereit unterstützung zu leisten … haben selber kinder (zusammen 6) es ist furchhtbar… nur die zeit und viele helfer können nun all denen zur seite stehen

  132. Alois P.

    Beileid an die Familien aller Betroffenen des gestrigen Ungluecks. Habe nichts gegen Sportschuetzen, aber sie muessten die Waffen verschliessen da soll der Vater auch zur Verantwortung gezogen werden. In der heutigen Gesellschaft wo die meisten keinen Funken Respekt gegenueber den anderen Mitmenschen haben ist das Unglueck von Winnende eine null Respekt-Tat.
    Wir muessen anfangen voreinander wieder Respekt zu haben und da waer vor allem auch die Schule ein sehr guter Ausbildungsplatz. Rede nicht von “was du nicht willst das man dir tut, das fueg auch…” sonder das die Kinder wieder lernen sollen die anderen Mitmenschen zu respektieren, egal in welcher form sie auch anders sind.
    Bleibt nur noch viel Kraft den Angehoerigen zu wuenschen um ueber diese harte Zeit hinwegzukommen.

  133. Martina K.

    Es wurde bisher Vieles und auch Richtiges über das/die schreckliche(n) Geschehen gesagt. So auch von den offiziellen Seiten.

    Seit langer Zeit fällt mir aber auf, dass bei solch schlimmen Ereignissen plötzlich von allen Seiten nach “Werten” verlangt wird und dass wieder “Werte” vermittelt werden müssen.

    Ich vermisse aber genau so lange schon, dass niemand konkret ausspricht, was sich hinter diesem Wort verbergen soll. So z.B. Mitgefühl für andere, Vertrauen, Ehrlichkeit, Höflichkeit, Pünktlichkeit und vieles andere mehr.

    Vielleicht können unsere Kinder und Heranwachsenden (und vielleicht auch zwischenzeitlich Erwachsene) konkret benannte Begriffe besser verstehen. Vielleicht kommen dann auch Gespräche/Diskussionen im Elternhaus, Schule, Arbeitsplatz usw. zustande, was ein einzelner sich unter konkreten ausgesprochenen Wörtern vorstellt. Man kann doch mal untereinander darüber diskutieren, was beispielsweise Vertrauen für den einzelnen bedeutet und was jeder dafür tun kann und muss.

    Wir sollten untereinander wieder mehr sprechen und uns austauschen, was eben auch bedeutet, sich Zeit für jemanden zu nehmen. Das ist für mich z.B. ein sehr wichtiger “Wert”.

  134. Martin Fuchs

    Solange man durch einen Amoklauf ein unsterblicher Medienheld wird, seinen eigenen Wikipediaeintrag bekommt, in der BILD-Zeitung 5 Sonderseiten gedruckt werden, haufenweise Sondersendungen in Radio und TV gesendet werden, und auf perversen Amokläufer-Ranglisten einen Platz in der ewigen Bestenliste bekommt, solange werden einfache Selbstmörder immer wieder auf die Idee kommen nicht im Stillen, sondern mit einer großen Show aus dieser Welt zu gehen.

    Ihre Botschaft, die totale Gesellschaftsverachtung wird ja durch die Medien ausreichend weit transportiert.

    Sicherlich ist diese Aussage nicht der einzige Punkt auf den es ankommt, aber ganz bestimmt wiegt dieser Punkt mehr als sämtliche Horrorfilme oder Computerspiele die man auf der Festplatte des Jungen gefunden hat.

    Dazu kommt der leichte Zugang zu einer Schusswaffe mit scharfer Munition - Waffen haben in der Nähe von Kindern einfach nichts zu suchen!

  135. Martin Fuchs

    Eines noch an die Generationen deren Kindheit vor 1979 stattfand:

    - Zinnsoldaten
    - Räuber und Gendarm
    - Plastiksoldaten und Plastikpanzer
    - Cowboy und Indianer (Pfeil und Bogen / Colt)
    - Piraten oder Ritter mit Holzschwerter

    Welcher männliche Deutsche über 25 hat nicht eines dieser Dinge gespielt? Das sind genausowenig Ursachen für Amokläufe wie Computerspiele.

  136. M. Mary

    Man findet keine Worte für das was da passiert ist. Ich frage mich aber warum hat ein “Sportschütze” so viel Munition zu Hause?
    Wozu brauch jemand überhaupt eine Waffe im Schlafzimmer?
    Den Vater aber jetzt zu bestrafen finde ich keine Lösung, der ist denke ich genug bestraft weiterleben zu müssen.
    Ich wünsche ihm und allen Betroffenen viel Kraft für die kommende Zeit.

  137. Regina

    Mein Mitgefühl gilt den Opfern deren Eltern, Kindern und Angehörigen sowie denen die diese furchtbare Ereignis miterleben mussten.
    Wichtig ist jetzt aber auch, sich nicht wieder in Diskussionen zu verlieren und es folgen keine Taten. Für mich stellt das Ganze auch ein Versagen unserer Politiker dar. Seit vielen Jahren ist das Thema sparen, sparen sparen aber leider an der falschen Stelle.
    Der Klassenteiler liegt bei 33, das ist haarsträubend. Wie soll bei 33 Kindern ein guter Unterricht gestaltet werden, dass jeder auch Beachtung findet? Wie soll der Lehrer die Individualität des Schülers im positiven wie im negativen bei dieser Klassenstärke erkennen?
    Dieses schreckliche Ereignis sollte unbedingt zum Anlass genommen werden, zu überdenken, ist der Klassenteiler bei 33 noch zeitgerecht??? Wir brauchen keine Hochsicherheitstrakts wir brauchen Atmosphäre zum Lernen und Leben für Kinder und Lehrer und keine 0815-Abfertigung!!!!

  138. Stephan Fischle

    Der Amoklauf ist eine furchtbare Sache. Man sollte aber auch den Eltern des Amokläufers mehr Mitgefühl entgegenbringen. Mag sein, daß der Vater nachlässig mit den Waffen umgegangen ist, aber auch diese Eltern haben ihren Sohn verloren und mit Sicherheit quälende Schuldgefühle. Aber auch diese können nichts rückgängig machen.Es wird keiner mehr lebendig und doch sind auch diese Eltern bis hierhin ein anerkannter Teil der Gesellschaft gewesen. Es stand mit Sicherheit nicht in ihrem Sinn, irgendjemand Leid zuzufügen, also sollte man auch ebenso mit ihnen umgehen.
    Diskussionen über verschärftes Waffenrecht oder Verbot der Telespiele halte ich für sinnlos (und dies nicht nur weil ich selbst Jäger bin -als solcher apelliere ich aber für den verantwortungsvollen Umgang mit den Waffen zu sorgen).
    Sinnvoll wäre es, den jungen Menschen zu einem gesunden Selbstbewußtsein und sinnvollen Beschäftigungen zu verhelfen. Die Zeit, die wir mit unserer Jugend verbringen ist die beste Investition. Hierzu zählt auch die Erziehung zu gegenseitiger Achtung und menschlichen Umgang miteinander. Auf diese Weise wird besser der Gewalt vorgebeugt als durch alle Verbote und Gesetze.

  139. Rebekka

    Ich bin tief betroffen. Ich frage mich, was einen Menschen dazu bringt, so etwas zu tun.
    Der Täter schrieb davon, ausgelacht worden zu sein. Ich finde es wichtig, dass wir uns Gedanken machen über das gängige Herziehen über Mitmenschen.
    Es ist ein Phänomen, das ich selbst als Schülerin mitbekommen habe und dieses Phänomen wird immer schlimmer. Sendungen wie DSDS lösen dies wohl nicht aus, aber sie zeigen, dass es die Läster- und Mobbing-Kultur in unserer Gesellschaft gibt.
    Deshalb wünsche ich mir nicht nur von Eltern, Lehrern und Schülern, sondern von allen Menschen die Augen aufzumachen, wenn ein Mensch gedemütigt wird, ausgegrenzt oder ausgelacht.

    Mein Mitgefühl gilt den Opfern und deren Angehörigen, und den Schülern, die diesen Tag miterleben mussten.

  140. Stefan Hager

    @ M.S. PF

    > - Wozu benötigt ein Sportschütze 4600 Schuss Munition zu Hause ?
    > ‘Mal davon abgesehen war der Täter nicht mit 15 Waffen unterwegs, sondern mit einer einzigen’ - der Sinn dieser Aussage erschließt sich mir nicht. Eine Waffe hat in diesen Fall wohl gereicht

    Genau das meine ich ja: Es ist unerheblich wieviele Waffen und wieviel Munition jemand zuhause hat. Und wenn es nur eine Waffe ist mit 10 Schuß Munition, kann diese mißbraucht werden. Genauso wie eben 1 Auto oder 1 Axt.

    > - zu Hause werden immer wieder Familienangehörige (gewollt oder ungewollt) Zugang zu Waffen bekommen

    Viel spannender ist die Frage, warum sich jemand Zugang zu einer Waffe verschafft und damit Menschen erschießt.

    > - eine Waffe mit 15 Schuss ist nicht normal, sondern von der Grundidee her zum Töten gebaut und gehört nicht in einen zivilen Haushalt

    Diese Ansicht teile ich nicht. Es gibt viele sportlicht Disziplinen der anerkannten Verbände, die ohne mehrschüssige Waffen nicht funkionieren.
    Und ob eine Waffe ein Sportgerät oder “zum Töten gebaut” ist, entscheidet wohl kaum die Magazinkapazität, sondern der der die Waffe in der Hand hat.

    > Ohne den Zugang zu der Waffe wären die Opfer höchstwahrscheinlich noch am Leben. Allein das rechtfertigt zukünftig keine Mordinstrumente mehr zu Hause haben zu dürfen.

    Dieser Argumentation folgend müssten wir also auch Küchenmesser in Privathaushalten verbieten.

    Nochmal zur Klarstellung: Ich finde es schrecklich und verabscheuungswürdig, was gestern passiert ist. Wenn man jedoch versucht die Diskussion nur daran festzumachen, ob irgendwelche Instrumente verfügbar sind oder nicht, dann ist das nicht Zielführend.

  141. Annette Rahn

    Mein tiefstes Mitgefühl gilt allen Angehörigen und Familien, die in diesem so tragischen Amoklauf ihre Liebsten verloren haben. Außerdem schenke ich höchste Beachtung der gesamten Polizeimannschaft, den Seelsorgern, den Pfarrern und auch dem 41- jährigen Gekidnappten, der die schrecklichsten Stunden mit dem Amokläufer im Auto verbringen mußte.

    Alle politischen Versuche, das Waffengesetz zu ändern oder auch mehr Schulpsychologen einzustellen, sind sicherlich nur oberflächliche Maßnahmen. Meiner Meinung nach fängt das Problem schon in den frühesten Kindheitstagen und -jahren an und ich denke unsere Gesellschaft hat sich insofern gewandelt, dass die Eltern keine Zeit und Liebe für die Kinder aufwenden möchten und die Erziehung der Kinder Tagesmütter oder Kindertagesstätten übernehmen müssen. Solche Kinder erfahren nie Liebe, sondern ausschließlich Pflege und Versorgung, die eben “fremde” Hände übernehmen. Da geht meiner Meinung nach auch die Familienpolitik in die falsche Richtung, die immer mehr Krippenplätze garantiert. Eine Vater-/ Mutter Liebe kann niemand ersetzen. Bin selbst Mutter von zwei Kindern.
    Ich bin Favorit des Buches ” Wenn aus Kinder Tyrannen werden” von Michael Winterhoff. Sehr sehr gutes Buch- Pflichtlektüre, denke ich. Gibt sehr treffend die Antwort auf das Geschehene !!!

  142. Christine P.

    Dieses ‘Warum?’ wird niemals mit einem ‘Darum!’ beantwortet werden können.

    Und was soll das Geschwafel über die Schlechtigkeit der heutigen Gesellschaft?

    ‘Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.’

    Sokrates - * 469 v. Chr.; † 399 v. Chr.

    Unser Mitgefühl gilt allen Angehörigen des Verbrechens

  143. M.T.

    Alle Gedanken,die mir persönlich durch den Kopf schießen,wurden schon von den Vorgängern reichlich beschrieben….
    Man ist wie gelähmt vor Entsetzen und es fällt mir heute schon sehr schwer,das tagtägliche zu erledigen.
    Wir haben gestern den ganzen Tag im Büro zusehen müssen,wie die B14 entlang im Sekundentakt die Polizei und Rettungskräfte dort entlang gefegt sind.Zusammen mit dem Internet ergab dies eine wirklich schaurige Erfahrung.
    Als Ehefrau eines Polizeibeamten denke ich auch in diesen Stunden an die Kollegen vor Ort,an die,die zuerst in der Schule waren……….und diese waren eben nicht vom SEK oder so, nämlich ganz “normale”kleine Streifenbeamte,die jetzt diese schrecklichen Bilder und die Angst und Verzweiflung aushalten müssen ihr restliches Leben lang.Und diese kommen schon in normalen Zeiten kaum mit der psychischen Belastung und den ganzen Umständen der Polizeireform klar,das höre ich täglich zuhause am Küchentisch.Hilfe dafür gibts trotz so vieler warmer Worte heute de facto kaum.
    Wir sollten deshalb an alle Kollegen,Rettungskräfte und Helfer ganz besonders denken,dass auch ihnen schreckliches widerfahren ist.
    Natürlich trauere ich zutiefst mit allen Eltern und Betroffenen der toten Kinder ,Lehrer und anderen Unschuldigen.
    Auch an die Eltern von Tim denke ich,aber da fühle ich eine tiefe Zerissenheit zwischen Mitgefühl und Fassungslosigkeit,da wohl daheim so vieles aus dem Ruder gelaufen war.

  144. Grab Monika

    Ich möchte mir gar nicht vorstellen, daß der Name unserer Realschule, die auch mit dem Buchstaben W beginnt an dieser Stelle stehen könnte. Meine Tochter besucht die 10. Klasse und ich weiß, welchen Leistungsdruck die Kinder aushalten müssen.
    Von allen Seiten: schulisch, gesellschaftlich, familiär.

    Doch alle Worte sind Schall und Rauch wenn nicht endlich alle an der Erziehung beteiligten Ihre Aufgabe ernstnehmen.

    Fangen wir bei den Regierenden an, die immer neue Bestimmungen auf die Schuldirektionen loslassen, ohne die Rahmenbedingungen - kleinere Klassen, mehr Lehrer etc.- gleichzeitig zu verändern. Ich bin Elternbeirat und halte die Einhaltung der neuen Prüfungsbedingungen inzwischen für eine logistische Herausforderung, der die Schulen kaum noch gewachsen sind.
    Die Lehrer haben einfach keine Zeit sich um die Kinder intensiver zu kümmern, es sind keine unterstützenden Personen wie Psychologen und Betreuer da, um Probleme jeglicher Art erkennen zu können und eine Schnittstelle zwischen Schule, Eltern und Berufswelt zu schaffen.

    Während ich dies schreibe komme ich mir ziemlich mies und wehrlos vor, da niemand die Eindringlichkeit und Notwendigkeit dieser Forderung kapiert.

    Ich appelliere an unseren Landesvater Herr Oettinger - im Interesse von uns allen - an jeder Schule einen Psychologen und einen Betreuer einzuführen. Die Kinder sind vielfach alleingelassen im Übergang ins Berufsleben. Wenn die Eltern nicht fit sind im Bewerbung schreiben etc. wird halt immer wieder weiter auf die Schule gegangen obwohl man es eigentlich nicht will. Das Problem wird dadurch verschoben und die Jugendlichen werden immer älter. Dies sind auch Kinder/Jugendliche die dann keinen Anschluß finden und was dann? Geht es so weiter?!

    Gerade dieser Jahrgang sind Kinder die, wenn sie auf weiterführende Schulen gehen , mit den Gymnasiasten der G8 und G9 2012 aus der Schule kommen. Ich möchte mal wissen, wie man diese Zahl an Absolventen dann unterbringen möchte.

    Herr Öttinger, bitte sorgen Sie für Abhilfe dieser Probleme, indem Sie die Unterstützung in den Schulen wie oben beschrieben gewähren. Das wäre ein erster Schritt dem noch viele Schritte folgen müssen. Geldmangel ist keine Entschuldigung.

  145. Anne

    Ich bin erschüttert, traurig und fassungslos. Diese Nachrichten lassen mich weinen. Meine Anteilnahme gilt in erster Linie den Angehörigen der Opfer, allen Betroffen und auch den Eltern des Täters. Unendliches Leid, das es zu verarbeiten gilt. Ich wünsche viel Kraft und soweit möglich, einen Blick nach vorne.

  146. Hugo G.

    es ist in der tat so ; immer und ausnahmslos können wir bei den eltern einen grossen ursachenbereich erkennen ; mehr teilnahme am dasein der eigenen kindern, was tun sie gerade als zweijähriges kleinkind, kleine lügen, als sechsjähriges kind, wozu lügen sie gerade : (ich war das nicht . . . ) ; teilnehmen an seinen hobbys, streiche, wissen über liebschaften, beobachten, gründe suchen, erklärungen vermitteln. ich schliesse hiermit an an martina k. zuhören, verstehen, respekt-ieren. so einen ausraster wie hier geschah lässt sich leider nicht vermeiden, es wurde ihn jedoch eigentlich leicht gemacht : von seinen eltern.
    wer braucht 15 (totmach)-waffen zuhause , 2500 schuss ?

  147. Thomas

    Jeder, der wie ich fassungslos ist über diese Gewalttat, sollte
    bedenken, dass Mobbing auch Gewalt ist.

  148. baristo

    Mein Beileid allen die ein Kind oder einen Freund verloren haben, ich wünsche ihnen alle Kraft, um diese Wahrheit und die Trauer darüber auszuhalten.
    Und ich wünsche uns allen dass wir erkennen, was wir an uns selbst ändern müssen, damit solche Ereignisse unwahrscheinlicher werden: Charaktere, die zu solchen Taten fähig sind, entstehen hier und jetzt, sie werden aus unserer Mitte geboren. Diese Taten sind keine von extern hereinbrechende Naturgewalt. Auch wenn das Innenleben, die Psyche des Täters vielleicht die grösste Rolle spielt, auch das Umfeld trägt eine Mitschuld. In einer hoffentlich nicht gänzlich utopischen Gesellschaft sollte jeder auf jeden aufpassen; sollte jeder mal über seinen Schatten springen können und auf andere zugehen; sollte man allein schon deshalb respektiert sein, weil man existiert, und nicht erst wenn man sich den Respekt und die Anerkennung verdient hat (und immer neu verdienen muss) und/oder man irgendwie dazugehört: dadurch, dass man gut aussieht, stark und sportlich ist, schlau ist, fleissig ist, in der Kirche oder in diesem oder jenem Verein ist oder sonst was. Jeder gehört dazu, und jeder hat für jeden eine mehr oder minder große Verantwortung, ob wir das glauben wollen oder nicht.

  149. a. kroworz

    Amerika ist jetzt wohl endgültig in Deutschland angekommen, nicht alleine wegen des Amoklaufes, der durch viele Umstände möglich und ausgelöst wurde. Eine nicht eingeschlossene Schusswaffe und/oder schlampig verwaltete Tresorcodes sind da nur ein puzzle teil (allerdings muss man sich die Frage stellen, warum man 15 scharfe Schusswaffen und etliche tausend patronen munition braucht). Im Prinzip ist unsere sich immer weiter negativ entwickelnde Gesellschaft schuld, maßgeblich die Mächtigen aus Politik und Wirtschaft, die für das, was für positive Kindes- und Jugendentwicklung wirklich wichtig ist, nicht mehr als Lippenbekenntnisse haben. Offensichtlich haben unsere Politiker so wenig Fantasie und Hirn, daß sie jetzt nur nach noch schärferen Gesetzen rufen können… und überhaupt nicht darauf kommen, dass völlig andere Mechanismen zu solchen Katastrophen führen. Wieder mal mehr werden nur Symptome diskutiert. In den 50-er Jahren begann die Gesellschaft in den USA sich schon diese Richtung zu entwickeln, maximaler Egoismus, maximale Rücksichtslosigkeit, Sinnlosigkeit des Lebens, ungebremster Kapitalismus unter zu Hilfenahme der Ausbeutung der Bevölkerungsteile, die sich nicht wehren können, Streben ausnahmslos nach materiellen Dingen, nur noch die Profitabilität und maximale Leistung zählt. Man versuchte, auf diese Entwicklung z.b. durch filme wie “jenseits von Eden” etc -leider erfolglos- aufmerksam zu machen.

    Die Mächtigen aus Politik und Wirtschaft unterstützen jeden Tag die Entwicklung zu noch perverserer Ungerechtigkeit. Topmanager haben ihre Schäfchen im Luxus-trockenen und können die ganze Welt in den Finanzabgrund stürzen und werden dafür noch belohnt. Die Masse der Bevölkerung wird vom Staat ausgenommen wie die berühmte Weihnachtsgans und für jede Kleinigkeit bestraft, auch Fleiß und Leistung werden bestraft. Menschen verhungern, dafür wird so gut wie nicht getan, aber wenn es Banken schlecht geht, sind plötzlich Milliarden da. Wenn diese Unmengen abgerufen werden, haftet der Steuerzahler, die Masse der Bevölkerung mit Dauer-Armut, die Politiker oder Topmanager sicher auf keinen fall. ob Zwick, Esser, Harz, Funke, etc etc, die Liste lässt sich endlos verlängern… Menschen, die durch immer mehr ungerechte Entscheidungen die Masse der Bevölkerung in den Absturz bringen, selbst aber ein Leben in Saus und Braus leben und dies auch noch ohne jedes Unrechtsbewusstsein verlangen, Funke von Hypo Real Estate z.B. hat maßgeblich mit zum Absturz beigetragen und verklagt jetzt die Bank auf 3,5 Millionen Abfindung … da kommt einem doch alles hoch…und wir glauben, Jugendliche bekommen so etwas nicht mit??? wie ignorant und dumm wollen wir unsere Jugend noch als Dummerchen ansehen, die solche Widerwärtigkeiten nicht erkennen? Menschen arbeiten 20, 25, 30 Jahre loyal und fleißig für eine Firma, werden vom Staat mit äußerst fragwürdiger Rentensicherheit konfrontiert, zur privaten Rentenvorsorge aufgerufen, aber wenn sie mit 50+ ihren Job verlieren, ist diese private Altersvorsorge egal in welcher form futsch.. harz 4 lässt grüssen… Dazu kommen dann Clübchenbildung auf dem Schulhof, Mobbing unter den Schülern, auch von den Lehrern, zum Schluss noch als Krönung Eltern, die keine Zeit für Ihre Kinder haben bzw. sich nicht um sie kümmern… und dann noch scharfe Waffen rumliegen haben.. Computerspiele, die Aggressionen anheizen und verstärken… es sind eigentliche viele Bedingungen, die zu solchen fürchterlichen Kurzschlussaktionen führen, aber unsere Gesellschaft tut wirklich alles erdenkliche, um das auch alles bereitzustellen. Der Mensch ist auch in unserer Gesellschaft nichts mehr wert, es sei denn er zeigt permanent hocherfolgreiche Leistung, egal unter welchen Bedingungen… ansonsten wird man kurzerhand aussortiert. Punkt, die Gesetze machen es möglich. Traurig, aber dieser Vorfall in Winnenden wird nicht der letzte sein, es werden mehr Vorfälle dieser Art passieren, wenn unsere Gesellschaft irgendwann mal Vernunft annimmt und für eine wirklich passable Gerechtigkeit sorgt, leider steht dies aber der Befriedigung der Luxus- und Machtgier unserer Topmanager und Politiker im Weg – und deshalb wird sich wohl nichts ändern.. ich habe heute schon Angst, um meine Kinder… Entwickelt sich unsere Gesellschaft weiter in diese Richtung, wird es immer wieder solche Katastrophen geben. … es gibt eben doch viele Menschen mit einem sehr korrekt ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, der sich ob der Ohnmacht dann andere Entladungsventile sucht…

  150. Klaus Peter Klich

    Ja, ich habe es kommen sehen. Es hat sich angekündigt. Das ich schon vor Jahren weissagte: “Deutschland wird sich zu einem zweiten Wilden Westen entwickeln, wo fast jeder ohne Waffenschein eine “Knarre” bei sich trägt, um seinen Gefühlen endlich freien Lauf zu lassen, wenn es so weitergeht mit Mobbing, zunehmenden Depressionen, Ehescheidungen, Gewalttaten an Frauen, Müttern und Kindern mit Liebesentzug in Familien, Rücksichtlosigkeit, falscher Egoismus, Gleichgültigkeit u.v.a.m.”

    Nun ist es geschehen. Unmittelbar vor unserer Haustüre. Und was machen die Un-verantwortlichen und Ohn-mächtigen in unserem angeblich freien demokratischen Rechtsstaat? Schadensbegrenzung, da ja Handlungsbedarf angesagt ist.

    Als seit fast 5 Jahren ganzheitlich privater Förderlehrer, fast 60 Jahre jung, der ich als Aussteiger bis hin in führende Stellungen in freier Wirtschaft und öffentlichen Dienst jahrzehntelang gemobbt worden bin, aber meine Seele keine Schaden genommen hat, am 15. Februar 2002 mit der Anti-Mobbing-Initiative Heilbronn in der Abendschau des damaligen SDR-Fernsehen auftreten durfte, habe ich mich auf meinen Lebens-weg gebracht. Seitdem sind etwa 50 junge Menschen vom blinden Kind, Vorschulkind, geistig behinderten Jungen bis zu Abiturienten mit mir gemeinsam mit Begeisterung und frischem MUT in ihr Leben getreten und bewältigen es auch wirklich.

    Nur wenn z. B. Mütter glauben, auf dem Rücken ihrer Kinder ihre Karriere zu leben, ohne Rücksicht auf Verluste und ich dann zu hören bekomme: “Wissen Sie, ich habe jetzt keine Zeit mehr für meine Kinder (zwei 8-järige Zwillinge). Sie gehorchen mir nicht, lernen nicht und machen, was sie wollen. Dafür habe ich Sie als privater Förderlehrer eingestellt. Und der Vater schauet stumm, auf dem ganzen Tisch herum.

    Oder ein 11-jähriger Junge, dessen Vater wegen einer anderen Frau ausgezogen ist, seine Mutter Hartz IV-Empfängerin mit einer kleineren Schwester vollkommen überfordert ist. Der Bruder des Vaters jetzt bestimmt, wo’s lang geht in Strenge und Härte, Druck ausübt und ich noch von ihm vorgeschrieben bekomme in ebenso strenger Härte, wie ich den Jungen schnellstmöglich auf Fordermann zu bringen habe. Nein, so geht das nun wirklich nicht. Wer Druck ausübt und sich Druck auflädt, macht bekanntlich Fehler. Ich habe den Onkel zur Rede gestellt; denn nicht nur dieser Junge, nein, alle Kinder und Jugendlichen, die ich bislang ein Stück ihres Weges begleiten durfte, haben durch meine Liebe, die ich Ihnen gegeben habe, immer ihr Ziel erreicht. Erfolg ist eben nicht Geld verdienen, sondern mit ganzem Herzen dabei zu sein.

    Wann lernen wir Menschen endlich die Ursachen anzuschauen, nicht wegzuschauen, es still zu schweigen, ja gar zu leugnen, sprich mit MUT = Mit Uns TUN = Tag Und Nacht der WirKlichkeit in die Augen zu schauen? Leicht ist das nicht, sicherlich. Jedoch wenn wir ständig nur Symptome bekämpfen = Oberflächenkos-metik betreiben, dies ist und bleibt Stillstand = Rückschritt.

    Wir Erwachsenen können von der Neugier der Kinder noch viel lernen, was nichts anderes bedeutet als den Durst, den Heißhunger zu stillen, wie eine Mutter ihren Säugling an ihrer Brust stillt. Die Geborgenheit, Wärme, Zuneigung, Gerechtigkeit, Offenheit, Ehrlichkeit, Vertraulichkeit, Nähe, das Für- und Miteinander, Verzeihen, Vergeben, Vergessen, kurz um die Liebe Gottes wieder Einkehr hält in unseren Herzen und Seelen, erst dann ist wieder wirklich Frieden auf Erden. Es ist ein langer, mühsamer aber sich lohnender und zudem der einzige Weg aus diesem sich anbahnenden und bereits in der Bibel angekündigten Endzeit. Don’t hesitate reinkarnate = zögere nicht, wieder geboren zu werden.

    In unserer globalisierenden Gesellschaft, deren Kehrseite jetzt unaufhörlich durch die ersten Boten der Weltwirtschaftskrise deutlich zu Tage treten, ist das Blutbad von Winnenden, dies sage ich Ihnen hiermit als Jünger Jesus der Neuzeit mit Namen Klaus Peter Klich oder Nikolaus Petrus Wirklichkeit, nur der Anfang. Amerika läßt grüßen, von dem wir Deutschen ja alles unbedenklich kopieren. Daher sind wir nicht zufällig in der Weltstatistik von Amokläufen gleich an zweiter Stelle hinter den Amerikanern.

    “Das große Ziel der Bildung ist nicht Wissen sondern Handeln”, sagte bereits der britische Psychologe und Philosoph Herbert Spencer (1820 - 1903)

  151. Rainer

    “Scheiße, Bernd, es reicht mir, ich habe dieses Lotterleben satt. Immer dasselbe, alle lachen mich aus, niemand erkennt mein Potenzial. Ich meine es ernst, Bernd, ich habe Waffen hier und ich werde morgen früh an meine frühere Schule gehen und mal so richtig gepflegt grillen. Vielleicht komme ich ja auch davon, haltet die Ohren offen, Bernd. Ihr werdet morgen von mir hören. Merkt euch nur den Namen des Orts: Winnenden. Und jetzt keine Meldung an die Polizei, keine Angst, ich trolle nur.”

    Und jetzt macht SWR1 mit Berichten rund um die Uhr genau das, was der Täter sich erträumt hat, Publicity! Gibt es jemanden, der die Redaktion mit Sachverstand und -kompetenz berät oder folgt SWR1 nur dem Herdentrieb des Boulevard-Journalismus. SWR1 sollte darüber berichten aber es irgendwann gut sein lassen sonst kippt das Ganze und Nachahmungstäter werden animiert. Die Schule ist Tatort kann aber nicht für alle Missstände unserer Gesellschaft herhalten und der SWR1 sie auch nicht lösen. (Geschrieben von keinem Lehrer)

  152. Benedikt Petschl

    Der Amoklauf in der Tat eine sehr schreckliche Sache, so viele Menschenleben einfach ohne Sinn ausgelöscht. Das ist sehr traurig und nicht zu begreifen. Nun fragen sich alle nach den Ursachen dieser Tat. Doch wissen wir sie eigentlich nicht schon, und wollen sie nur nicht wahrhaben? Amokläufe sind doch eigentlich ein Phänomen der jüngeren Geschichte, könnte es vielleicht mit der sich wandelnden Gesellschaft zu tun haben? Natürlich die Hauptschuld hat der Täter, aber was muss erst geschehen, dass dieser überhaupt soweit kommt ein solches Verbrechen durchzuführen? Das Zeitalter von elektronischen Medien und Internet verändert den Umgang der Menschen miteinander. Die gesellschaftlichen Treffpunkte nehmen ab. Jeder ist für sich daheim vor seinem Computer oder Fernseher. Dies begünstigt soziale Aus- und Abgrenzung, die Menschen vereinsamen, verlieren den Bezug zu Anderen, und basteln sich ihre eigene Realität, was manchmal katastrophale Folgen haben kann. Doch muss auch jeder von uns sich ein Stück der Schuld solcher schrecklichen Vorfälle selbst zuweisen. Denn wer hat nicht selbst schonmal einen Anderen gemobbt oder ausgegrenzt, war schlecht zu einem? Mobbing ist ein Phänomen, dass es früher in diesem Umfang auch nicht gab. Es entsteht genau durch die aufkommende soziale Verkümmerung. Früher wurden die Leute auch mitgezogen und integriert, wenn sie auch etwas anders waren, oder komische Ansichten hatten. Heute gibt es die “Gesellschaften” die gerne unter sich bleiben, und anders denkende ausgrenzen. Aber so geht das nicht. Jeder von uns muss Opfer bringen, muss sich arrangieren, wenn so etwas nicht mehr vorkommen soll. Der Stärkere muss dem Schwächeren die Hand reichen. Wir müssen miteinander nicht nebeneinander leben.

  153. Daniel S.

    ich möchte zu erst mein Mitgefühl an alle angehörigen und den davon betroffenen aussprechn…
    ich selbest bin 17 und schüler einer 10. klasse. ich konnte es gar nicht fassn als ich das im radio gehört habe. Zum Waffnlager von dem Vater bin ich einfach nur ratlos, wieso man so viele waffn braucht und man mit ner waffe im schlafzimmer schlafn muss.
    psychologen wären sicher eine lösung um solche schrecklichen taten mehr zu vermeiden, auch eine verschärfung im waffengetz wäre nicht unbedeutend, dass man z. B. als Sportschütze nur noch wenige bzw. gar keine waffen mehr zu hause haben darf.
    wolln wir bloß alle hoffen das sich das nicht mehr wiederholt…

  154. Andrea aus Oppenweiler

    Man findet nicht die richtigen Worte! Kälte, Wut, Angst und leider auch Hass bestimmen immer mehr unseren viel zu schnelllebigen Tagesbalauf. Viele Fragen verlangen “seit gestern” noch mehr nach Antworten und keiner wird sie je bekommen. Warum?

    Aus Zeitnot? Hatten die Eltern des Täters keine Zeit für Ihren Sohn? Zeit für Gespräche, Zeit für Probleme? War keine Zeit da, die Mordwaffe einzuschließen?

    Mein Mitgefühl gilt dem ganzen Schulzentrum Winnenden, den Eltern und Angehörigen und den Freunden der Opfer.

    Allen Betroffenen und Helfenden wünsche ich Zeit und Kraft zum verarbeiten dieses furchtbaren, gestrigen Tages.

  155. Armin

    Ich möchte den Opfern und deren Angehörigen mein zu tiefst empfundenes Beileid ausdrücken. Es ist so schwer überhaupt Worte zu finden, dieses zu tiefst unmenschliche Verbrechen zu bergreifen, denn so tief bin ich schockiert, dass ein Jugendlicher von gerade 17 Jahren schon so viel Haß in seinem Herzen hat, dass er fähig ist, das Leben anderer Menschen zu zerstören. Der Haß gegen das Leben hat wahrscheinlich den Platz in seinem Herzen eingenommen, anstatt die Liebe, Güte und Demut zum Leben. Seine Tat war ein Ausdruck des Bösen auf Erden.Und der Täter selber ist Sklave und Ausführender des Bösen geworden. Wir sollten unser Wertesystem in unserer Gesellschaft überdenken und dem Leben auf unserer Erde mehr Respekt entgegenbringen. Die Verrohung der Gesellschaft ist schon weit fortgeschritten. Ist diese Tat nicht auch ein Spiegelbild unserer Gesellschaft ? Die Menschen achten sich nicht mehr und sind in ihrem Verhalten in vielerlei Weise brutal und rücksichtslos geworden. Die Bibel gibt uns viele Antworten bezüglich des Zusammenleben der Menschen. Aber für viele Menschen hat die heilige Schrift keine Bedeutung mehr, so dass Haß gegen das Leben anstelle der Liebe für das Leben an die Stelle tritt.

  156. Margarete Kaltenbach

    Ach Martin Fuchs, wie recht Sie doch haben…
    … und schauen wir einmal in einem Jahr, wie das Horrorszenario/Winnenden unseren Alltag verändert hat, was geblieben ist von all den Forderungen unserer “Experten”, von den Versprechen, den präventiven Maßnahmen, nach denen Politiker rufen, um unsere fehlgeleitete Jungend weg vom PC zurück zur Natur zu bringen. Ich sags Ihnen - und Sie wissen es natürlich auch - nichts wird sich ändern. Bis uns der nächste Amoklauf erneut erschüttert und alles wieder von vorne heruntergebetet wird. Frau Merkel (bzw. ihr Nachfolger) wieder für die Angehörigen beten…. Es ist ein Trauerspiel.

  157. Babette

    ein ist klar, die Eltern sind genauso schuld wie der Jungen. der Vater hätte besser seine Waffen im Schutzenverein gelassen.

    die Politiker und Lehrer sollen in der Schule Leute einsetzen, die nur die Kinder mit Schulpass reinkommen können. es könnte Arbeitlose mit geringere Zahlung dafür eingesetzen werden.
    ich als Großmutter habe Angst dass irgendwann auch meine Enkelkinder was passieren kann.

  158. Klaus Kiene

    Da ist ein Jugendlicher durchgeknallt (so sagt man wohl) und hat Tod und unendliches Leid über viele Familien,Klassenkameraden und unschuldige Menschen gebracht.
    Dafür kann man nur tiefstes Mitleid haben, aber ich denke er hat auch furchtbares Leid über seine eigenen Familienmitglieder gebracht und auch denen gehört unser Mitgefühl.
    Da sind besonders die Mutter und der Vater, die sicher ihr “Bestes” gegeben haben um ihm ein anständiges Leben zu ermöglichen und jetzt sind sie auch Opfer und haben ebenfalls ein zerstörtes Leben vor sich. Schuldgefühle werden sie den Rest ihres Lebens begleiten und sie werden kaum eine Erklärung für die Tat ihres Sohnes finden.
    Wir sollten auch sie in unsere Gebete einschließen. Ist läge nicht an uns sie mit Verurteilungen zu belasten. Denken wir an den Satz: Denn wer ohne Schuld ist werfe den ersten Stein.

  159. Thomas Weber

    Wieder einmal eine Wahnsinnstat, mit der sich jemand unsterblich gemacht hat. Ein Held war. Mächtig war. Die Rache des bisher machtlosen. Und letztendlich nur ein Spiegel unserer zynischen Gesellschaft.
    Wir müssen gar nicht bis Counterstrike gehen, schalten wir nur mal 20.15 die öffentlich rechtlichen Fernsehsender und 4 oder 5 private ein, was sehen wir: an einem Abend so um die 5-500 Tote, auf mehr oder wenig phantasievolle Weise niedergemetzelt vom “Helden” des Films. Medien schaffen Realität, in unserem Gehirn. Wir leben in einer Welt, in der wir pro Tag mehr Tote zu Gesicht bekommen wie Menschen in einem Kriegsgebiet und das völlig normal finden, seit Jahrzehnten. Mich wundert eher, dass sowas nicht öfter vorkommt.
    Letztendlich wieder einmal Werte, nur das zählt: In welcher Welt wollen wir leben, welche Welt schaffen wir uns. Was ist uns wichtig?
    In tiefer Trauer und Mitgefühl.

  160. Andrea

    Nun lief erneut ein Junge Amok, diesesmal hat es eine Schule in Winnenden getroffen. Natürlich gibt es erneut Diskussionen darüber, ob die Tat hätte verhindert werden können, der Ruf nach schärferen Waffengesetzen wird wieder lauter, die Videospiele kommen erneut ins Gespräch. Die vermeintlich “schuldigen”. Man sollte die oberflächliche Betrachtung tauschen gegen eine ernsthafte und sich wirklich überlegen, warum es immer wieder in Deutschland zu solchen Amokläufen Jugendlicher kommt.

    Verantwortung, Anstand, Respekt vor anderen Menschen Hilfsbereitschaft und vieles mehr sind doch heute so gut wie nicht mehr vorhanden. Weder in der Gesellschaft (verantwortungslose gierige Manager, Politik der Wilkür, Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit für viele) noch in der Erziehung. Die Anerkennung von christlichen Werten wird nur noch milde belächelt, es regiert Egoismus, Zynismus, Ellenbogengesellschaft und die soziale Kälte schreitet weiter voran.

    Die Wirtschaft bestimmt die Politik, natürliche/notwendige Autoritäten werden abgebaut.

    Begreifen unsere Politiker überhaupt, daß es im eigenen Land genügend Probleme gibt ?? Schönreden und wegsehen ist keine Lösung !!!

    Mein tief empfundenes Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen und denen, welche die Tat miterleben mußten. Auch den Polizisten, Rettungskräften usw.

    Trotz allem sollte man aber auch die Eltern des Täters nicht vergessen.

  161. Tino Walther

    Die momentanen Lösungsideen der Politik sind in meinen Augen völlig daneben - sie packen nicht das Übel an der Wurzel, sondern “provozieren” womöglich noch mehr.
    Mehr Sicherheit und Kontrolle an den Schulen; mehr Überwachung und bessere rechtliche Regelung für Sportschützen - glaubt denn wirklich irgendjemand, dass das jenes momentane Probleme zukünftig verhindert?

    Nach diesen Tagen darf einfach nicht mehr weggeschaut werden.
    Mir gehen seit Tagen mehrere Fragen durch den Kopf: gab es vor 30 oder 40 Jahren weniger Sportschützen und wenn nicht, warum gab es damals so gut wie keine Amokläufe von Schülern? Warum geht die Politik nicht mal auf die soziale Schiene und untersucht, was die Jugendlichen heutzutage motiviert, Computerspiele mit Waffen zu spielen?

    In meinen Augen wird ganz klar der erzieherische Aspekt in der heutige Zeit vernachlässigt.
    Vielleicht gab es vor 30 oder 40 Jahren deshalb keine Amokläufe, weil die Frau in der Regel zu Hause war und sich um die Erziehung der Kinder kümmerte. Diese hatten dann wahrscheinlich keine Zeit auf Mordgedanken zu kommen.
    Das Gleiche in der DDR: dort gab es sehr viele Kindergärten; die Kinder und Jugendlichen waren - trotz arbeitender Eltern - unter pädagogischer Aufsicht (das WIE ist dabei ein anderes Thema).
    Und heute? Heute sind beide Elternteile arbeiten, oder gar nicht, oder nur ein Elternteil und das andere lebt woanders…und die Zeit für die Erziehung der Kinder fällt unten durch. Die Eltern heute haben auf Grund arbeitsmarkt- und sozialpolitischer Einschränkungen verständlicherweise (fast) keine Zeit mehr, sich mit Ihren Nachkommen zu beschäftigen. Und wenn, dann erfordert es unwahrscheinlich viel Kraft…und wer hat die heute noch? Und ist es dann nicht auch fast normal, dass sich Kinder in ihre Welt zurück ziehen, mit den Möglichkeiten die sie heute haben (noch mehr Möglichkeiten als vor 30 Jahren) und auch bereitwillig von den Eltern bekommen?

  162. Andrea Schwarz

    Mein tiefes Mitgefühl gilt allen Angehörigen, die bei diesem Amoklauf einen geliebten Menschen verloren haben. Nicht vergessen darf man die Familie des Täters für die sich auch schlagartig das Leben verändert hat. Ich hoffe, dass Gott den Angehörigen der Opfer irgendwann die Kraft gibt, dem Täter zu vergeben und somit auch seinen Angehörigen.
    Wir wohnen im Elsass und die Schule, die meine 14jährige Tochter besucht, ist eingezäunt. Zwar kommen sich die Schüler manchmal wie im Gefängnis vor, aber ich sehe es auch als Schutz gegen unbefugten Zutritt. Meines Erachtens müssten auch die deutschen Schulen schwerer zugänglich gemacht werden.

  163. Spinger Heike

    Ich verstehe nicht, dass die Berichterstattung derart groß und ausführlich ist. Es ist kein Wunder, dass es Trittbrettfahrer und womöglich Nachahmer geben wird, denn man kann anscheinend so zu einer- wenn auch grausigen- Berühmtheit gelangen.
    Auch aus Rücksicht auf die Betroffenen sollte die Berichtersattung etwas feinfühliger sein.
    Aus meiner Arbeit als Pädagogin weiß ich, dass sicher nicht nur Gewaltvideos die Ursache sein kann. Verantwortungsvoll erzogene Menschen werden dies niemals tun- mit oder ohne Gewaltvideos.

  164. H.Wittmann

    Unsere Tochter w a r Lehrerin. Sie und einige ihrer Studienkolleginnen gehen “am Krückstock”
    Es wäre sehr gut, wenn die Lehrer sich um die VErmittlung von Inhalten kümmern könnten und sich nicht ständig mit Erziehungsmaßnahmen herumschlagen müßten.Leider ist es doch so, dass viele Eltern ihrem ERziehungsauftrag nicht nachkommen. In NRW gibt es an einer Schule eine Person (Erzieherin und ausgebildete Künstlerin) Wenn sich Schüler danebenbenehmen müssen sie das Klassenzimmer verlassen und sich bei dieser Erzieherin melden. Diese bespricht dann den Sachverhalt und versucht die Dinge aufzuarbeiten. Bei mehreren Wiederholungen gibt es ein Treffen von Schüler, Lehrer, Eltern und Rektor.
    Das ist m.E. eine sinnvolle und billige Einrichtung.
    Es wäre in BW dringend erforderlich dass sich hier etwas tut.

  165. A.Maier

    Einige meiner Gedanken:

    1. Es ist unfassbar, wie gedankenlos und ignorant die Eltern diese Jungen mit ihren Waffen umgegangen sind.
    2. Was braucht ein Mensch so viele Waffen ? Ist nicht schon der Vater “auffällig” ?

    Meine Forderung: Waffen in Deutschland nur noch an Sicherheitskräfte, Soldaten und Jäger (da geht`s halt wohl nicht ohne). Wer im Schützenverein schießen will (nichts dagegen) soll die Waffen dort aufbewahren oder Vereinswaffen nutzen, zu den Schießzeiten trainieren (wenn auch andere dabei sind) und dann dort wieder verwahren. Waffen haben nichts im HAus von Privatleuten verloren.

  166. Christian S.

    Als Realschullehrer und Vater fühle ich mit allen Betroffenen mit:
    den Eltern, die Ihr Kind verloren haben, sowie allen Angehörigen,
    den Kindern und Partnern der getöteten Lehrerinnen und Erwachsenen,
    den Polizisten, die unter Einsatz ihres Lebens schwer verwundet wurden, sowie ihren Angehörigen,
    den Schülern die ihre Klassenkameradinnen verloren haben, diese grausame Tat mit ansehen und Angst um Ihr Leben haben mussten,
    den Lehrern, die auch Angst um ihr Leben haben mussten.

    Ich denke aber - und das verzeihe man mir - auch an die Eltern des Mörders, besonders den Vater, der nicht nur seinen Sohn durch Selbstmord verloren hat, sondern damit leben muss, dass sein Sohn Menschen, darunter viele Kinder, getötet hat - ermöglicht durch seine Nachlässigkeit, die Waffe sachgemäß wegzuschließen, der sein Leben lang mit der Frage kämpfen wird: “Warum habe ich nicht …?” und keine Antwort bekommen wird.

    Und ich denke an die Personen, die durch ihren Umgang mit dem Mörder ihn immer mehr ins Abseits gedrängt haben und letztlich Mitschuld an dieser Tat haben.

    Und zuletzt denke ich an die Waffenfanatiker und Spielehersteller, deren Haut so dick zu sein scheint, dass sie nicht begreifen, wie groß ihre Mitschuld an dem Massaker ist.

    Wie wünschte ich, dass wir alle aufwachen und feststellen, dass alles nur ein böser Traum war!

  167. Roland

    Mein herzliche Anteilnahme an alle Betroffen und viel Kraft die Ereignisse zu verarbeiten.
    Jeder macht sich sicher Gedanken wie so etwas passieren kann, sucht Gründe und Erklärungen und vor allem einen Schuldigen.
    Für mich stellt es sich als ein gesellschaftliches Problem dar, für das wir leider von Zeit zu Zeit bedauerlicher Weise einen Spiegel vorgehalten kriegen. Da sich niemand die Vorfälle erklären kann, wäre mein Vorschlag z. B. Jugendliche zwischen 15-25 Jahren zu befragen, was sie glauben, was einen Menschen dazu bringt, so etwas zu tun.
    Ich bin mir sicher, es gibt mehr Aufschluß wo angesetzt werden könnte, nur müßte sich dann im Denken von uns allen einiges ändern. (Ich habe das Experiment mit meinem 19 Jährigen Sohn gemacht)Hier wäre vor allem die Politik gefordert, die die Weichen stellt. Aber so lange es Politiker gibt, die es richtig finden, dass jemand für 5-6 Euro die Stunde arbeitet, so lange es Richter gibt, die jemanden wegen 1,30 Euro seiner Existenz berauben und Unternehmer, die versuchen unliebsame Mitarbeiter wegen einem Brotaufstrich los zu werden usw…….,
    Jugendliche haben sehr gute Antennen für slche Dinge, Eltern oft wenig Zeit, weil selbst dem Leistungsdruck nicht gewachsen, Ihren Kindern zuzuhören, Nähe und Hilfe zu vermitteln.
    Schärfere Gesetzte werden nichts bringen, auf der anderen Seite braucht kein Mensch Ballerspiele, und gewaltverherrlichende Filme, aber hier werden eben auch Milliarden umgesetzt.

  168. Susanne Metzger

    Ich finde diese Tat einfach schrecklich und meine Gedanken sind bei den Opfern und deren Angehörigen.
    Waffen gehören nur in die Hände der Polizei, Bundeswehr, Zoll und Bundesgrenzschutz. In privaten Händen haben scharfe Waffen nichts zu suchen. Schützenvereine sollten verpflichtet werden, dass die Mitglieder (wenn man dann schon so einem Hobby nachgehen muß) die Waffen in den Vereinsheimen lagern müssen, natürlich mit verschärften Auflagen zur Aufbewahrung.

    Was mich aber noch viel mehr bestürzt ist diese Mediengeilheit der Menschen.
    Da wird gedrängelt und geschoben nur um gut im Bild zu sein.
    Da positionieren sich die Leute vor der Kamera als ob sie zum Casting gehen.
    Laufen wie blöd, mit starren Blick, immer vor der Kamera hin und her.
    Mütter geben Interviews und erzählen, dass ihre Töchter zu Hause sitzen und weinen und völlig fertig sind. Da frag ich mich: “Frau was hast du im Fernsehen zu suchen - warum bist du nicht bei deinem Kind” ?
    Einfach widerlich und beschämend diese Mediengeilheit.

  169. Gabriele G.

    Neben Trauer und großem Mitgefühl für alle Angehörigen habe ich ebenso große Wut.
    Das Waffengesetz in Deutschland muß unbedingt geändert werden.
    Waffen haben nichts in einem Privathaus/Haushalt verloren!
    Lehrer können nicht alleine verpflichtet werden die Bedürfnisse /Sorgen von Kindern/Schülern zu decken.(Ich bin keine Lehrerin).Eltern müssen sich auch Ihrer Pflicht und Aufgabe für das eigene Kind bewußt werden!!!

  170. Kerstin

    Ich möchte mein Mitgefühl an alle Angehörigen und Familien widmen die durch eine schreckliche Tat ihre liebsten verloren haben.

  171. Barbara M.

    Der Schock sitzt auch bei mir sehr tief!
    Ich habe auch zwei Kinder in der Realschule, eins davon in der 10. Klasse. Diese Schüler bereiten sich schon seit Monaten auf ihre Abschlussprüfung vor, bewerben sich um einen Ausbildungsplatz, planen ihre Zukunft. Und nun ist für einige alles aus, die Mitschüler, die das mitansehen mussten, sind schwer traumatisiert. Wie werden sie die Zukunft leben können?
    Wie werden die Eltern und Verwandten die Zukunft leben können?
    Ich wünsche allen Anghörigen, Freunden und Überlebenden, dass sie einen Weg in die Zukunft finden, mit dem sie leben können!
    Ich wünsche aber auch, dass unsere Schulen sicherer werden! Jeder kann da reinschlappen wie er will. Das geht in keiner Firma! Ich möchte meine Kinder, die ich bis heute unter auch oft schwierigen Bedingungen groß gezogen habe, nicht durch so eine Sch… verlieren. Alle Menschen haben Probleme, aber es gibt auch sehr viele Möglichkeiten zu helfen heutzutage! Wir müssen nur Augen und Mund öffnen. Wie viele Menschen tun so, als ob es ihnen gut ginge? Wird uns nicht oft genug in den Medien vermittelt, dass jeder glücklich, schön und wohlhabend sein kann, und dass das Leben eine rosarote Wolke ist? Wer das nicht hinkriegt, ist eben ein Versager…

    Danke denen, die sich schützend vor die anderen gestellt haben, sie unter Gefahr für das eigene Leben in Sicherheit gebracht haben! Alle Achtung für solche Standhaftigkeit!

    Danke allen Lehrern, die sich für ihre Schüler einsetzen und sich jeden Tag auf’s Neue einer unberechenbaren Gefahr aussetzen!

    Große Trauer um jeden einzelnen Menschen, der es nicht geschafft hat, zu entkommen. Unschuldige Opfer - Opfer unserer Gesellschaft?!?!?!?!

  172. Jens P.

    Ich habe überhaupt kein Verständnis dafür, warum jemand eine Schusswaffe haben muss. Schusswaffen sind Werkzeuge zum Töten auf Distanz und keine Sportgeräte.
    Und zum Thema “Ballerspiele”: Solche Spiele gehören generell verboten. Im Virtuellen töten ist oftmals der Anfang. Das senkt die Hemmschwelle und prägt den Charakter von Jugentlichen. Altersbeschränkungen sind dabei wirkungslos. Wer als Jugentlicher solche Spiele haben will, bekommt sie auch auf Umwegen.
    Selbstverständlich tragen die Medien auch wieder einmal dazu bei, das der nächste Amoklauf möglicher Weise noch schlimmer wird. Irgend wo sitzt vielleicht ein Jugentlicher, der gerade von seiner Freundin verlassen wurde, der durch die Prüfung gefallen ist. Der grübelt jetzt schon, was er noch anstellen muss, damit die ganze Welt endlich einmal sieht, wie sehr ER leidet. Die Tat von Winnenden sollte dann natürlich dabei verblassen.
    Also liebe Radio- und Fernsehsender. So schwer es fällt: Kurze Berichterstattung und solche grausamen Taten nicht bis ins Detail ausschlachten. Dieser grenzenlose Vouorismus garantiert dem Amokläufer, dass auch sein letzter, kranker Wunsch erfüllt wird.

  173. Rolf

    Ich möchte den Opfern und deren Angehörigen mein zu tiefst empfundenes Beileid ausdrücken. Es ist so schwer überhaupt Worte zu finden.Habe selber einen 16 jährigen Sohn.
    Im Moment ist dies alles unbegreifbar und gleichzeitig macht es mich nachdenklich.
    Meine Anteilnahme gilt auch den Polizisten und Hilfskräften.
    Mir ist bis heute nicht klar warum so etwas geschehen kann.Frage mich ob die Eltern überhaupt Zeit für ihre Kinder haben oder hatten.Es wäre doch bestimmt möglich gewesen Signale zu erkennen.
    Man sollte nicht das Waffengesetz anprangern sonder die die es nicht befolgen.

  174. Véronique (Elsass)

    Am erste Danke am alle Helfer, meine beileit an die Familien… Mehr sichereit fur Waffen ?? Sie mussen deklariert sein und im ein geschlossene Koffer sein ja.. nicht vergessen es gibts Schwarzmarkt fur Waffen und dann ??? Was machen die Eltern mit ein Junge die hat schon PsysicheProblème ???lass man ihnene eine Komplette Arsenal ?? Danke am unsere Nachbar BW als die Polizei formiert sind fur diese Amaukproblèm weil wie ein gesagt hat : die Spézialist von Polizei sind weit und diese Zeit hatte vieleicht noch Leben gekostet. Danke dazu

  175. Gabriele

    Meine innige Anteilnahme gilt allen Betroffnen,dieser grausamen Tat.Danke allen Einsatzkräfte die zur Hilfe die vor Ort sind.Es ist mir unbegreiflich,warum die Eltern nicht bemerkt haben,wie es um ihr Kind steht.Wenn Eltern nicht merken,das mit ihrem Kind etwas nicht stimmt,wer soll es dann??Wohlhabende Eltern,na super,geht nur um Geld und Ansehen und keine Zeit für die Kinder.Weshalb muß man überhaupt Waffen im Haus haben??gehört wohl zum guten Ton.Zu den sogenannten Ballerspielen bin ich anderer Meinung,ich glaube eher,das Jugendliche nicht durch die Spiele gewalttätig werden,sondern das die Spiele von gewaltpotenzialen Jugendlichen gesucht wird.Trotzdem gehört dieser Mist verboten.Der Täter ist auch zum Teil Opfer seiner Eltern,was ich auf keinen Fall als Entschuldigung deuten möchte,diese Tat ist unverzeilich.Den Angehörigen wünsche ich viel Kraft und Gottes Hilfe

  176. Jens Kern

    Guten Tag !!!
    38Jahre Alt aufgewachsen ohne Vater.

    Ich möchte mein Mitgefühl allen Angehörigen der Opfer sagen.es tut selber in meinem Herzen Weh als Vater einer 1 Jährigen Tochter.

    Die Grösste Schuld liegt in unserer Politik.
    Kinder was sind Sie wert?
    Heutzutage müssen die Eltern beide Arbeiten das Sie über die Runde kommen.Als Ersatz weil man wenig Zeit für die Kinder hat beschenkt man Sie.
    Wo bleibt die LIEBE,aufmerksamkeit,das offene Ohr für ihre Probleme,Nöte,es ist fast ganz verschwunden.
    Im Tv kommt nur noch Hass,Tote,du mußt der beste Sein,wenn du nichts hast bist du nichts.Was soll das ?

    Ich habe Angst,das mein Kind so weiter aufwächst.
    Liebe Politiker könnt ihr noch Ruhig schlafen,oder seit ihr schon so stumpf.

    Das Ausland braucht Geld(Deutschland schickt Geld)(WAHNSINN).
    Und unser Land braucht Kinder wo das Gefühl haben das Sie etwas wert sind.Investiert das Geld in unsere Kinder,weil die brauchen WIR.
    Und Liebe Politiker hört endlich auf zu diskutieren,sondern bewegt endlich etwas grosses,ALLE ZUSAMMEN.

    Ps:Dank an die Polizei und allen Einsatzkräften ihr habt grosses geleistet,mein grosses Mitgefühl den Angehörigen aller Opfer(Gott segne Sie Bitte)
    Auch die Eltern des Täters wollen wir nicht vergessen.Ihr Leben ist auch zerstört.

  177. Uschi

    Andrea 17:43 möchte ich zustimmen. Nun sucht man wieder Schuldige. Jemand möchte den Vater gleich lebenslang hinter
    Gitter bringen. Es ist doch zuerst einmal klar: wer eine Tat begeht, der ist schuldig. Von seinem Tischtennistrainer war heute zu hören, daß der Junge doch mit dem Vater wohl guten Kontakt hatte. Und ich bin sicher: hätte es zu Hause keine Waffe gegeben, er hätte sie sich leicht besorgen können. Natürlich will ich damit nicht sagen, daß es richtig ist, so viele Waffen zum teil noch ungesichert überhaupt zu besitzen. Tim K. hat schon vor einem Jahr seine Schule abgeschlossen. Da kann man auch nicht den Lehrern oder wem schuld geben. Ich erinnere mich an unsere Französischlehrerin, die haben wir auch echt gehaßt. Heute weiß ich, daß sie Alki war. Aber wieso hätten wir dann irgendwelche Leute auf der Straße, im Geschäft, Mitschüler oder andere Lehrer umbringen sollen? Ich weiß, was es heißt, echte Depressionen zu haben. Aber da zerstört man sich eher selbst als andere. Natürlich sieht man dann alles schwarz. Aber trotzdem: kein Grund zum morden. Vor allem muß man Hilfe annehmen, die hat er abgelehnt. Er war sogar im Sportverein, hat aber keinen Kontakt gesucht. Ja, es stimmt, daß die Menschen oft nicht aufeinander achten und sehen, daß jemand vielleicht Freundschaft braucht. Und wenn er bei Mädchen nicht gelandet ist, hallo, er war 17. Da gibt es noch viele Chancen. Und ganz bestimmt kann man nicht von einem Mädchen erwarten, daß es Freundschaft mit einem Jungen anfängt, wenn sie nicht will. Nur, damit er nachher nicht Haß auf Frauen entwickelt. Ich befürchte, daß viele junge Menschen heute keinerlei Schwierigkeiten mehr ertragen mögen. Alles soll sofort, so wie sie es sich vorstellen, funktionieren. Abwarten, Geduld, auch mal zurückstehen - das ist zur Reife wichtig.
    Heute las ich im Fernsehen auf einem Schild an der Schule: “Gott wo warst du?” Na ja, nun ist auch noch Gott schuld. War bei Adam und Eva schon so. Aber ehrlich, könnte Gott nicht viel eher sagen: “Mensch, wo warst du?” Gott will man weder in der Schule noch bei Spiel und Spaß haben. Man ist ihn gerne los aus Angst, er könnte uns den Spaß verderben. Aber, wenn wir Menschen dann so richtig was verderben, dann ist Gott wieder schuld. Gott liebt uns Menschen und möchte uns ein erfülltes Leben schenken, aber wir sind frei, nach seinem Willen zu handeln und uns ein solches Leben schenken zu lassen. Ja, wir können Gott auch klagen, wenn so unverständliche Dinge geschehen, aber anklagen - das wäre in der Tat völlig unangebracht. Es wäre sicher besser, zu überlegen, wie wir den Angehörigen Trost spenden können, ihnen helfen. Und die Eltern des Täters einfach so zu verurteilen ist auch nicht gerecht. Sie werden ein Leben daran zu tragen haben und sich bestimmt immer Vorwürfe machen - egal, was sie tatsächlich falsch gemacht haben. Übrigens: es gibt weder Eltern noch Lehrer noch Kinder noch Schüler noch sonst wen, der immer alles richtig macht. Wir alle leben von der Vergebung.

  178. Lena P.

    Ich find einfach keine Worte für solch eine Tat.
    Mein tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer, aber auch Schwerverletzten,Schüler, Lehrer der Schle die as miterlebt habn und mein Dank gilt der Polizei die trozalledem schnell vor Ort war und auch den Rettungskräften.Viel Kraft wünsche ich den Hinterbliebenden.

  179. Anne

    Die Betroffenheit bei jedem einzelnen ist groß. Die Diskussionen die jetzt kommen sind wichtig und notwendig.
    Doch ich bin mir sicher, maximal 2 Wochen, dann beherrscht wieder die Finanzkrise (oder ähnliches) unsere Nachrichten… Wie wäre es, wenn wir alle, vorallem die PolitikerInnen sich jetzt mal ernsthaft mit der Verrohung der Sitten und der ständigen Präsenz von Gewalt unter Jugendlichen befassen würden?
    Erfurt, Columbine…all diese Ereignisse schienen fast vergessen.
    Wie wäre es, wenn man mal nicht über Reformen von Waffengesetzen und ähnlichem nachdenken würde, sondern über die Daseinsberechtigung von Schusswaffen überhaupt?

  180. Michael

    pasiert halt in dieser Zeit,
    abgesehen davon werden jährlich tausende von Kindern getötet und das bewust /(abgetrieben)
    und es verhungern jährlich tausende Menschen in Afrika weil sie nichts zu essen haben …

    ich glaub es wird immer mehr katastrofen und
    schreckliche dinge geben

    man braucht in dieser Zeit werte auf die man sich verlassen kann.
    am Schluss, wenn alles vorbei ist zählt nur noch auf was das Leben gegründet ist

  181. Rosemarie Huber

    Mir stockt der Atem - ein Leben das weggeworfen wurde und viele mitnahm. Für mich ist das wie ein Hilferuf der viel zu spät kam. Wie muss es in der Seele von Tim ausgesehen haben? Was hat er in seinem kurzen Leben erfahren dass er soweit gekommen ist dass er nur noch diesen einen Ausweg sah? Wie hat er gelebt? Wurde er geliebt? Wem wollte er es endlich mal zeigen? Er tut mir ebenso leid wie die unschuldigen Opfer - irgendwo ist auch er ein Opfer.

  182. Dieter B.

    Mir fehlen auch einen Tag nach dieser furchtbaren Tat noch die Worte, für diese unglaubliche Tragödie.
    Innerhalb weniger Minuten wurde aus dem verträumten und liebeswerten Winnenden ein Ort, der sehr lange an diesen 11. März 2009 zu tragen hat.
    Für viele Menschen wird es nicht mehr so sein wie es einmal war.
    Ich möchte auf diesem Wege mein tiefstes Mitgefühl den Angehörigen und Freunden der Ofper aussprechen.

  183. R.Z.

    ich lebe in stuttgart. nach dem ersten schock war mein zweiter gedanke, gott sei dank ich kenne niemanden in winnenden.
    doch dann erzählt ein bekanter daß seine nichte in die albertvill realschule geht. und der lebensgefärte meiner schwester hat einen arbeitskolegen verloren. plötzlich steht das unbegreifliche neben mir. mein mitgefühl gilt allen betroffen. ich würde mir wünschen, daß wir mit verurteilungen sparsammer wären und mehr hilfe leisten und annehmen würden

  184. R.

    R.

    Wer ist schuld?

    Na, klar, der Täter natürlich!

    Er allein?

    Und da gehen jetzt die Meinungen sehr durcheinander.
    Da gibt es die Gutmenschen, die, wie immer, den Täter als das arme Opfer sehen.
    Seltsam, dass sich da wieder besonders die Psychologen hervortun, die in diesem Fall anscheinend auch eine wichtige Rolle spielen: Behandlungsabbruch? Doch nicht durch einen rechtlich Unmündigen, oder?
    Oder durch seine Eltern?
    Als gesetzliche Vertreter hätten sie dies gekonnt. Nur, warum sollten sie das tun, wenn sie ihrem Kind hätten helfen wollen?
    Oder waren es die Experten selbst, die wieder einmal keine unmittelbare Gefahr gesehen haben?

    Zurück zu den Eltern:
    Der Sohn nimmt brieflich Kontakt zu ihnen auf, ist das ein Indiz für Nähe?
    Wohl kaum, wenn es sie anscheinend nicht gestört hat, wenn ihr Kind zwischen 2 und 3 Uhr morgens suspekte Spiele spielt.
    Vielleicht hatten sie ihr Kind auch nur durch die falsche Schulwahl überfordert und der Abschluss ließ zu wünschen übrig. Abschluss ja, Perspektive nein?
    Der offensichtlich ungehinderte Zugang zu tödlichen Waffen sagt ein Übriges.

    Und da wären wir bei der ersten Lobbyistengruppe, den Sportschützen:
    Als erwiesen gilt, dass die meisten Amokopfer in der BRD durch legale private Waffen ums Leben kamen. Schlussfolgerung: Keine privaten legalisierten Waffenlager für Sportschützen (s. Erfurt, s. Winnenden). Waffen und Munition nur bei den Vereinen unter strengen Auflagen! Selbst die BW schläft nicht mit ihren G3!

    Lobbyistengruppe Nummer 2, die Egoshooter-Vertreter:
    Natürlich stimmt es, dass nicht jeder Spieler Amok läuft. Na ja, auch nicht jeder Raucher verliert sein Raucherbein oder bekommt Lungenkrebs. Echt tröstlich! Stimmt wirklich hoffnungsvoll (Ironie off).

    Unsere Politiker:
    Kein Sommerloch, aber alle scharren sofort wieder mit den Hufen (und folgen den Empfehlungen ihrer huldvollsten Lobbyistengruppe).
    Sollte man da nicht vielleicht über kleinere Klassenmesszahlen und verbindliche Anstellung von Sozialarbeitern an allen Schulen nachdenken, besser noch, diese fordern? (Peanuts im Vergleich zur Unterstützung der Banken!).

    Unsere Boulevardpresse dürfen wir nicht vergessen:
    Ein Extratank roter Farbe für die Titelseite erhöht die Auflage.
    Marktwirtschaftlich schon ok, aber was ist durch diese Hervorhebug einer grauenvollen Tat mit den Nachahmungstätern???

  185. Joachim Bruederle

    Ich bin echt schockiert was es passiert wurde! Ich war damals in der BBW in Winnenden. ist nicht weit weg .. unglaublich! Mein Beleid für die Familie!

    und was ARD und SWR gestern so gemacht das finde ich nicht richtig!

    Nachverlässigung der Informationsrecht für Hörbehinderte Zuschauerinnen im SWR wegen AMOKLAUF

    Ich muss einen Kritik ausüben vor allem beim Schlagzeilen und Extra Sendungen werden nicht für die Hörbehinderten ZuschauerInnen untertitelt zb Amoklauf in Winnenden. In Winnenden und Umgebung von Winnenden leben sehr viele Hörbehinderte Bürger. und SWR untertitelt sich nicht und nun es ist eine Nachlässung der Informationsrecht im Gefahrmitteilung. Die Gefahrmitteilung muss stetes an alle Bürger im Not gewaehrleistet werden und auch an die Hoerbehinderten ZuschauerInnen. Alleine Videotext und Internet reicht es NICHT! Sie brauchen nicht empfehlen dass die hoerbehinderte ZuschauerInnen auf Videotext und Interent. Nur das gilt alle sollen Sich gleich behandelt werden. ARD untertitelt sehr viele Sportsendungen aber Aktuelle Ereignisse haben die Vorrang! Sport ist nicht so wichtig. Kopfschnütteln!

  186. Manfred

    Das Mitgefühl mit den Eltern des Täters hält sich bei mir in Grenzen. Sicher haben sie die Tat ihres Sohnes nicht gewollt, aber durch das Vorhandensein der Waffen und Unmengen von Munition im Haushalt mitverursacht. Was hat das Zeug dort zu suchen?
    Schüler und Eltern sollten in Zukunft ein Recht haben zu erfahren, in welchen Haushalten von Mitschülern sich scharfe Waffen und Munition befinden.

  187. Manni

    Mein tiefstes Mitgefühl gilt den Betroffenen, Familie, Freunden und Mitschülern. Allen Hilfskräften wünsche ich, dass sie diesen grausem Einsatz gut verarbeiten können.

  188. Anonym

    Es ist unfassbar was gestern geschehen ist meine gedanken sind bei den Eltern die Ihre kinder auf eine so grausame weise verloren haben ich habe aber kein mitgefühl für die Eltern des jungen meine gedanken sind bei den Eltern und den Schülern und Lehrern und allen die in Winnenden wohnen

  189. Ich

    Es ist unfassbar. Denn es ist nahe. Wenn tausende von Kilometer dazwischen liegen, nimmt man es achselzuckend zur Kenntnis.

    Mein Mitgefühl gehört allen, die diesen Schrecken miterleben mussten - und besonders denen, die einen Angehörigen verlieren mussten - auch den Eltern des Buben, der den Schrecken verbreitete.

    Ich war unterwegs, hatte den ganzen Tag beim Autofahren Radio gehört, war also informiert, ohne Bilder zu sehen - und sah heute morgen im französischen Fernsehen, wie der Junge zwischen PKWs zu Boden ging.

    Wie kann jemand in so einer Situation sein Handy zücken, das aufnehmen, diese Sequenz dann noch an die Medien verkaufen - und diese das dann auch noch senden? Ich weiß nicht, ob die öffentlich-rechtlichen diese entsetzliche, wenn auch sehr undeutliche Szene gesendet haben, aber ich weiß, dass es von einem privaten deutschen Sender gesendet wurde.

    Gibt es keine Grenzen?

  190. M.Gawer

    Jeden Tag sterben Tausende von Menschen auf dieser Erde; durch Hunger, Durst, in Gefängnissen, an verhinderbaren Krankheiten, in Kriegen.
    Kaum passiert etwas, wie es gestern geschah, redet man von Trauer. Sterben in Afrika Kinder an Aids oder ertrinken oder verdursten an europäischen Außengrenzen Einwanderer, denkt darüber leider kaum jemand nach.

    Die Betroffenen müssen selbst mit ihrer Trauer fertig werden. Vielleicht wollen sie auch gerne ihren Lieblingsradiosender hören, Musik von alten Zeiten, nachdenken, diese Welt verlassen, eigentlich trauern, doch werden alle drei Minuten in die Realität zurückgeholt. Die Angehörigen haben es schwer genung. Warum lässt man ihnen nicht ihre Trauer?

  191. Oliver

    ich finde es echt das letzte das politiker jetzt gleich wieder die ego-shooter dafür verantwortlich machen wollen.
    es gibt millonen menschen die sie spielen aber nur einige wenige laufen amok.
    was verbieten wir den dann noch alles?
    in deutschland wird sowie so schon entschieden in das recht der spieler eingegriffen.für deutschland müssen blut- und splater- effekte raus programmiert werden, frei gegeben sind sie so wieso erst ab 18 Jahren.
    ich, über 30, darf nicht selbst entscheiden ob ich das will oder nicht! (unfair)
    Das ist Typisch, alle über einen Kamm zuscheren.
    Dann müsten auch alle Politiker in den Knast! Denn wenn einer sich Geld in die eigene tasche steckt sind sie ja alle so, ODER NICHT?!? denkt mal drüber nach liebe politiker!

  192. biwak

    Computerspiel sind Nicht schuld an einem Amoklauf

  193. Gundula Schoop

    …. wir sind bestürzt, wir sind traurig, wir sind ratlos….

    wir werden morgen ein Kreuz, eine Rose, eine Kerze in unserer Arztpraxis in Freudenstadt aufstellen….

    beide sind wir für andere Menschen da, mein Mann Arzt, ich Krankenschwester…

    es sind so viele Faktoren…

    allen Betroffenen unser Mitdenken, unsere Fürbitten

    Gundula und Dr. Peter Schoop

  194. ursula kretschmer

    Mit viel Angst und großer Bestürzung haben wir die Nachricht vom Amoklauf in Winnenden mitverfolgt. Was ist das für eine Welt, was zählt ein Menschenleben?
    Unsere Gedanken sind bei den Menschen, die ihr Liebstes verloren haben, wünschen viel Kraft und vielleicht auch ein bißchen Gottvertrauen, obwohl man in solch einer Lage sich fragen möchte, wo war da der liebe Gott?
    Dank all den Menschen, die ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben und versucht haben, noch unter Einsatz ihres eigenen Lebens noch schlimmeres zu verhindern.
    Hoffentlich machen sich viele Eltern Gedanken und kontrollieren ihre Sprößlinge, was sie spielen mit Computer und eventuell auch, mit welchen sogen.Freunden sie ihre Freizeit verbringen. Auch sollten sich die Eltern mehr um ihre Kids kümmern, sich mit ihnen beschäftigen und nicht nur an ihren geldlichen Werten festhalten. Es ist manchesmal besser, wenn einige Eltern keine Kinder in die Welt setzen, da diese sich meist dann selbst überlassen sind.
    Eigentlich gibt es ein kleines Hilfsmittel, um eine Schule ein bißchen abzuschirmen. Nachdem es 8Uhr ist, kann man doch Schuleingangstüre abschließen, der Hausmeister ist vorort und kann dann immer noch kontrollieren, wenn jemand das Schulgebäude unbefugt betreten will. Zumindestens ist das ein kleiner,aber auch wirkungsvoller Schutz, Leuten Einhalt zu gebieten, die Schule zu betreten. Früher war das eigentlich an der Tagesordung, daß der Hausmeister kontrollmäßig beim Einlaß der Schüler vorort war. Abgesehen davon bei dem heutigen Stand der Technik und Überwachung, aber dies ist eben mit viel Geld und Aufwand verbunden, was die einzelnen Kommunen ja nicht haben.
    Im übrigen tut es uns nicht gut, daß dieser Amokläufer auch noch unseren Namen trägt. Gott sei Dank haben wir mit dieser Familie nichts zu tun , obwohl mir die Eltern dieses Jungen ebenfalls leid tun, trotz einer großen Mitschuld des Vaters.

  195. Philipp

    Ich stande heute vor einer Gruppe von Kindern und musste ihnen gestehen auf Fragen von Ihnen keine Antwort geben zu können. Wie sollen erst die Kinder diese ganze Geschichte vestehen und verarbeiten können wenn es Erwachsene nicht richtig können ? Ich hoffe aus diesem Vorfall in Winnenden werden richtige Entscheidungen getroffen auch wenn keiner sagen kann wie dieses aussehen.
    Mein Mitgefühl gehört allen denen die dieses erlebt haben, im besonderen der Familien der Opfer.

  196. Bettina Glauner

    Mein Mitgefühl gilt allen Angehörigen und Freunden der Opfer!
    Wir sollten ALLE uns mehr um unsere Kinder kümmern - nicht nur fordern -(überfordern) sondern zuhören - auch auf die leisen Töne.
    Daher fand ich es schade ,dass heute in den Schulen meiner Jungs 14 +17 Jahre in keinster Weise über das Geschehen gesprochen wurde.Es wäre ein Anfang gewesen - von den Lehrern einmal zuzuhören.

  197. Karlheinz Schulz

    Ich möchte jetzt auf keinen Fall diese fürchterliche Tat gutheißen, aber manchmal liegen die Ursachen auch in der Schule selbst. Vor 8 Jahren wurde meine Tochter in der Realschule über lange Zeit übel gemobbt, sie traute sich auch nicht, daheim was zu sagen. Das Ergebnis war dann ein totaler Nervenzusammenbruch und anschließende Therapie über mehrere Monate. In der Schule aber wurde das alles unter den Teppich gekehrt, die Übeltäter mit einer lächerlichen Strafe belegt. Am Ende blieb die Haupt-Mobberin an der Schule und unsere Tochter musste die Schule wechseln, weil sie es in dieser Klasse keinen Tag länger ausgehalten hätte! Sie konnte dann in einer Realschule im nächsten Ort ohne Mobbing ihren Abschluss machen. Aber muss man sich da wundern, wenn da unter solchen Voraussetzungen mal irgendwann ein Schüler ausrastet, weil er jahrelang gemobbt wird und dann glaubt ihm das keiner, und er hat niemanden, dem es das anvertrauen kann. Schulpsychologen sind nach meiner Meinung dringend nötig, und außerdem muss in den Schulen wieder der richtige Umgang miteinander gelehrt werden.
    Mit freundlichen Grüßen
    K.H. Schulz, Neckarsulm

  198. Horst

    Jetzt sind wieder die Sportschützen, die Videos, die Computerspiele, Handyvideos,… Schuld an diesem Amoklauf.
    Am besten alles schnell verbieten, gell!
    Ich halte es aber für unwahrscheinlich, dass Sich damit die persönlichen Ängste, Sorgen, Proleme und/oder Krankheiten von potentiellen Amokläufern lösen lassen.
    Ich kannte Tim nicht!!!
    Vielleicht war er ein Typ der nicht gern im Mittelpunkt stand. Vielleicht wäre er aber gern dort gestanden hat es aber nie geschaft, weil er in der Schule, beim Sport, im Freundeskreis,… Mittelmaß war. Vielleicht konnte er sich nicht gut “Vermarkten” und kam deshalb auch bei den Mädchen nicht gut an?!?
    Jetzt sitzt er Tag für Tag alleine Zuhause, die Eltern sind schwer beschäftigt oder kümmern sich nicht um Ihn.
    Vielleicht will er das auch garnicht.
    Wer ist für Seine Sorgen da? Wem kann er sich öffnen und anvertrauen? Keiner ist da der Ihn und seine Ideen und Gedanken ernst nimmt. Dazu der gesellschaftliche Druck erfolgreich zu sein. Aber wie bekommt er die nötige Zuneigung und Aufmerksamkeit?
    Aber es wird am Besten sein wir verbieten Schützenvereine, Videospiele und Actionfilme dann wird es eine so grauenvolle Tat nicht mehr geben.

    Bitte nicht falsch verstehen. Ich verabscheue diese Tat auf´s Äusserste und ich bin sehr taurig über das was hier geschehenn ist.

    Ich bin aber der Meinung dass sich die Gesellschaft selbst hinterfragen sollte bevor voreilig wieder Verbote gefordert werden.

  199. Myriam L.

    Wieder ist ein Junge Amok gelaufen. Wieder ist eine unerklärliche Tat passiert.
    Ich bin selbst noch Schülerin eines Gymnasiums in Baden-Württemberg und musste heute morgen zu meinem Erschrecken festellen, dass die meisten Schüler keine Möglichkeit bekommen hatten ,mit ihren Lehren und Eltern über das Vorgefallene zu sprechen.
    In dem Buch, das für alle auslag, um ihre Anteilnahme auszusprechen, kamen solche Einträge zustande. Zitat:”Wie dumm kann man sein!”, “Wenn Dummheit wehtun würde, wär der längst gestorben!”.
    Meiner Meinung nach sind das Reaktionen von Schülern ,die noch zu jung sind ,um sich in die Psyche eines menschen zu versetzten, der derartiges tut.
    Aber genau aus diesem Grund muss man als Lehrer oder Erziehungsberechtigter mit den Kindern darüber sprechen und sie über die Hintergründe aufklären.
    Dieser Jugendliche wurde Jahrelang ausgegrenzt und gemobbt.
    Spricht man mit den Kindern nicht über diese Problematiken, werden solche Taten nie ein Ende nehmen.
    Man muss alle darauf aufmerksam machen, dass dieser Junge Hilfe gesucht hat, aber diese nicht in genügender Weise bekommen hat.

  200. Uwe Büttner

    Mein Mitgefühl gilt den Familien und Freunden der Opfer dieses tragischen Tages. Warum mussten so viele Menschen sinnlos sterben wegen? Ich kann einen solchen Menschen einfach nicht verstehen - was mag wohl in seinem Kopf vorgegangen sein.

    Ich kann es auch irgendwie nicht nachvollziehen, dass ein Privatmann so viele Waffen und Munition zu Hause lagern kann. Da stellen sich viele Fragen! Für mich trägt der Vater mit die Verantwortung durch seinen sorglosen Umgang mit Waffen und Munition.

  201. Wilfried

    Schlimm was dort passierte. Kranker Mensch der mit seinen Frust und der Gewißheit das alle Medien darüber ausführlich berichten, sich mit dieser schlimmen Bluttat aus der Welt verabschiedete. Das die sensationsgeilen Berichterstattungen besonders der privaten Medien Nachahmungstäter auf dem Plan rufen, ist doch wohl nicht von der Hand zuweisen. Laufend wird man mit irgendwelchen blöden Komentaren von unqualifizierten Menschen vollgemüllt. Als Krönung noch das Video vom Tod des Schützens. Absolut Geschmacklos.

  202. Conni

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    danke für diese interaktive Auseinandersetzung zum Thema.

    Anregung:

    Als ich aufgrund eines Brennpunktes (ARD) von dem Unglück erfuhr war bei mir folg. Gedanke vorherrschend:

    - war der Junge psychisch krank?
    - haben sich die Eltern um ihn gekümmert?

    Das nun der erste Punkt zutrifft: Zufall.
    Aber der zweite Punkt entfällt fast in allen journalist. Befragungen. Der Vater war Unternehmer. Die Mutter…?
    Waren beide Elternteile berufstätig? Wer gab dem Jungen “Zuwendung” / “sein Ohr”…

    Ich selbst bin 4o Jahre alt. Nich im geringsten hätten wir in dem damaligen Alter des Täters daran gedacht, jemanden “zu töten”/”Schaden zuzufügen”. Auch bei Mega-Frust.
    Alles m.E. eine Frage der Erziehung/Werte zu verstehen/zu akzeptieren… Auch der Glauben (christl. Erziehung) hilft hier.
    Hatte hier unsere Generation Glück, dass die Eltern sich um uns kümmerten - selbst wenn es “geburtenstarke Jahrgänge” waren?

    Die Problematik der Erziehung der Eltern bleibt zu außen vor; in Einzelfällen müssen beiden Elterteile arbeiten (Finanzierung der Wohnung); im Rahmen der Emanzipation* werden Kinder schon in die “Kinderkrippe” im BABYalter geschoben… Fremde Personen kümmern sich um die Erziehung (nicht die Eltern) etc. …
    Aber mann/frau traut sich nicht mehr dies zu artikulieren.
    Die Schule kann die Erziehung NICHT übernehmen. Auch Ganztagesschulen nicht…

    Summarizing:
    Alles m.E. keine Frage von Waffengesetze etc. - sondern eine Frage der KERNfamilie. Aber gibt es diese in Deutschland noch? Warum haben die Eltern nicht “reagiert” wenn Sie über die pysch. Problematik des Kindes wußten? Spätestens mit dem “Befund” der Musterung bei der Bundeswehr? Warum wurden die “Waffen” im Hause aus diesem Grunde nicht weggeschlossen…?

    Beste Grüsse
    und in Trauer
    Conni

    _____
    *der (Ehe)- Mann kann auch die Ganztagesbetreuung übernehmen (allerdings erst nach wiss. Untersuchungen nach 18 Monaten…)

  203. Familie Minzer

    16 unschuldige Menschen, die ihr ganzes Leben noch vor sich hatten…mitten aus dem Leben gerissen!

    WARUM? Diese Frage wird uns wahrscheinlich niemand beantworten können und dennoch fragen wir uns, warum dieser Mensch so etwas schreckliches tun kann? Niemand kann genau sagen, was ihn zu seiner Tat bewegt hat, trotzdem werden wir nie begreifen können, warum dabei Menschen sterben mussten, die unschuldig sind…unschuldig gestorben.

    Wir denken an die Angehörigen und Freunde der Opfer…sie alle haben eine schwere Zeit vor sich und werden wahrscheinlich nie begreifen können, warum ein Wahnsinniger Jugendlicher ihre Mitmenschen so gewaltsam mitten aus dem Leben riss…

  204. Heinrich Wiedmann

    Dieser Amoklauf wird erfahrungsgemäß bei den Politikern außer Mitleidsgefühle und Trauer nichts bewirken, in Richtung des Schulsystems wird weiterhin nichts positives unternommen, es werden auch nicht mehr Lehrer eingestellt werden um die Klassen kleiner zu machen. kein Kind geht heute wirklich noch gern zur Schule der Leistungsdruck ist sehr Hoch, Lehrstellen, gibts nur noch für die Besten. Das kann wohl nicht die Zukunft sein. Im Fall Tim K. sind seine Eltern
    mitschuldig, wenn man schon weiß das der Sohn Psychologische Therapie braucht, dann Haben diese Waffen im Haus sowieso nichts zu suchen. Unsere Gesellschaft, und das Unterrichtssystem das muß sich alles ändern….
    Gruß H.Wiedmann

  205. J.

    1000 Worte, 1000 Berichte, 1000 Kommentare … ich kann diese schrecklichen Geschehnisse einfach nicht begreifen…

    …allen Betroffen mein tiefstes Mitgefühl

  206. Ilona

    Kinder wurden schon immer an Schulen gehänselt,doch hatten sie früher nicht die Möglichkeit sich nach der Schule allein in ihren Kinderzimmern vor den Computer zu setzen und Gewaltspiele zu spielen die Ihre Hemmschwellen senken und ihre Agressionen steigern.Meiner Meinung nach sollten sich Eltern mehr um Ihre Sorgfaltspflicht kümmern,denn viele sind doch erleichtert wenn die Kids schön still in ihren Zimmern sitzen und keine Arbeit daheim machen.Mein Mitgefühl gilt allen betroffenen und ich hoffe das viele Eltern durch diesen Amoklauf aufgerüttelt werden und sich mehr um die Probleme ihrer Kinder kümmern….schade das so etwas passieren muß

  207. Walter

    Solche Amokläufe sind genauso schrecklich, wie ein furchtbarer Unfall.

    Bei dem ganzen verstehe ich dann aber eines nicht. Wenn bei einem Verkehrsmittel ein defektes Maschinenteil gefunden wird, wird der Hersteller mit Millionen-Klagen aufgrund seiner Produkthaftung zur Rechenschaft gezogen. Wann endlich werden die Hersteller und Vertriebsorganisationen von Horrorvideos und Ballerspielen wie Counterstrike für die Auswüchse ihrer Produkte in die Verantwortung genommen ?

    Diese sind doch die wirklichen Verursacher und dann auch noch die Profiteure aufgrund der kostenlosen Werbung im Zuge der Berichterstattung. Die Gewinne der Hersteller von Ballerspielen und Horrorvideos müssten vollständig für die Behandlungskosten der physisch und psychisch Verletzten und für Schmerzensgeld verwendet werden. Bei uns lässt man aber lieber die Kranken- und Rentenkassen zahlen und somit die Versicherten und ihre Arbeitgeber.

    Der Versuch, die Schuld auf gleichgültige Elternn, Lehrer und Umfeld zu schieben, ist doch nur ein billiges Ablenkungsmanöver. Diese sind doch auch nur Opfer und für ihr ganzes Leben gezeichnet.

    Ich bin mal gespannt, wie dieses schreckliche Ereignis in den Wahlkämpfen 2009 für Machtspielchen missbraucht wird.

  208. Michaela

    Sind es nur die Spiele - nur die Waffen - ist es der Vater - die Mutter - …………??????
    ist es nicht auch die (schulische) Gesellschaft - die Kinder, die andere nicht akzeptieren, diejenigen, die andere mobben, hänseln - sind es nicht auch die Hormone - ist es Liebe - Eifersucht - sind es Depressionen, Ängste - ist es unsere schnelllebige Zeit voller Technologie????

    Was ist es wirklich?
    Ist es nicht von allem etwas?
    Junge Menschen, junge Männer, die Frustration in sich tragen, die so groß ist, dass diese zu Aggression wird?! Was sind die Auslöser?

    Eltern können das nicht immer erkennen. Jeder Mensch hat mehrere Rollen, die er ausfüllt. Gut ausfüllt - gut spielt. Zuhause war Tim wahrscheinlich ein guter Sohn. Eltern merken nicht immer, wie ihre Kinder in anderem Umfeld sind.

    Der Vater hat ihm vertraut - wie viele andere Väter auf dieser Welt ihren Söhnen/Kindern vertrauen.

    Berücksichtigen wir bitte auch die Gruppenzwänge und die Umwelt und vieles andere mehr, denen unsere Kinder (und auch wir Erwachsenen) unterliegen.

    Schuld - wem soll man die Schuld geben - keiner hat hier alleine die Schuld. Wie gesagt, meiner Wahrnehmung nach ist es ein Konstrukt von vielen Kleinigkeiten, die zu dieser schrecklichen Tat geführt hat.

    Leid - Leid hat diese Tat über so viele(s) gebracht. Über Lehrer, Schüler, Geschwister, über Eltern, über die Eltern von Tim.

    Unsägliches Leid muss aber auch er in sich getragen haben, dass er zu einer solchen Tat überhaupt fähig war. Ich möchte Tim nicht in Schutz nehmen, es ist schrecklich, was er tat, wie er es tat, wie dies alles geschehen ist - was war seine Motivation?

    Was aber tun wir, dass so etwas nicht noch einmal passiert - können wir überhaupt etwas tun wenn augenscheinlich alles in Ordnung ist und Menschen ihrer erwarteten Rollen nach außen gerecht werden? Wer erkennt? Wie erkennt man in einem solchen Fall?

    Fragen über Fragen - Gibt es Antworten?

  209. Harald

    Trauer

  210. Jedermann

    Mein Mitgefühl gilt natürlich all jenen, die einen geliebten Menschen verloren haben. Es ist einfach unfassbar, was da geschehen ist. Als Familienvater wird es mir ganz klamm ums Herz.
    Jeder Mensch, der gewaltsam ums Leben kommt, ist einer zuviel. Mich wundert nur, dass solch eine schreckliche Tat nicht öfters passiert. Was in unserer Gesellschaft fehlt ist der Respekt vor den Anderen und deren Gefühlen. Alles ist nur “Ich” bezogen, der andere ist doch egal.
    - Liegt einer am Boden wird weitergetreten, natürlich wird das ganze auch mit dem Handy gefilmt.
    - Mobbing ist überall fast der Normalzustand.
    - Auf Gefühle anderer wird keinerlei Rücksicht genommen.
    - Arbeiter und Angestellte müssen teilweise einen unmenschlichen Arbeitsdruck aushalten.
    - Andererseits haben Millionen von Menschen keine Arbeit.
    Diese Auflistung muss einem doch zu denken geben, ob in unserer Gesellschaft alles richtig läuft. Ich meine in den Mittelpunkt gehört in allen Lebenslagen der Mensch in seinen ganzen Variationen, mit all seiner Wärme und Menschlichkeit. Die Zeit des Turbokapitalismus sollte endlich vorbei sein, denn wir alle sehen was er aus uns macht : Humankapital.

    Wie lange dauert es bis so etwas in der Fabrik, im Amt, auf dem Marktplatz, im Zug oder sonst wo nochmal passiert.

    Da muss sich was ändern, IN UNS ALLEN !

  211. C.

    Ich bin der Meinung dass es keine Notwendigkeit gibt Schusswaffen jeglicher Art zu Hause aufzubewahren! Egal ob es sich da um Polizei, Jäger, Security-Personal und schon gar nicht um “Hobby-Schützen” handelt. Jeder Polizist tritt seinen Dienst an und geht normalerweise zuerst zu seiner Dienststelle. Jeder Jäger plant seine Jagd und geht eigentlich nicht spontan jagen. Jeder beginnt zu arbeiten und hört auch wieder auf. Wenn also jemand eine Waffe bei seiner Arbeit benötigt, müssten diese in der Arbeits-, Dienststelle abgeholt und nach der Arbeit wieder dort deponiert werden. Als Folge kämen die Kids nicht zu solchen Waffen. Auch ist ein jeder sog. Sport-, bzw. Hobbyschütze in einem Verein. Auch dort müssten die Waffen verbleiben und nur dort in Einsatz kommen.
    So wäre ein sehr großes Gefahrenpotenzial beseitigt.

  212. A. Unfried

    Ich bin Leitung in einem Kindergarten in der Nähe des Tatorts .
    Ich denke die Kleinen bekommen auch vielmehr mit als man denkt.AberSie sind noch so sensibel,das sie sogar erkennen was auch Ursache war : Im Gesprächskreis sagte eines der Kinder ” DER war wohl allein und darum sehr traurig und wütend.
    Vieleicht hat den auch jemand geärgert. “Und ich glaube es liegt nicht nur an Gewaltspielen, oder Waffenzugang, sondern auch der Vermittlung von Werten in unserer Gesellschaft. Ergo in der Erziehung. Auch die Menschen die lieber wegsehen als hinsehen wenn ein Mensch nicht in die Norm passt. Helfen , nee lieber nach dem eigen Ego schauen.

  213. Susanne

    Mein Mitgefühl gilt allen, allen Opfern.
    Was muss ein Kind an Einsamkeit, Traurigkeit aushalten bis die Wut so groß ist das es nur noch Rache kennt?
    Die Tat ist mit nichts zu rechtfertigen und es gibt keine Worte dafür wie man das Geschehene ungeschehen machen könnte.
    Aber wir sollten uns alle mit der Verurteilung eines Menschen zurückhalten den wir nicht kannten und der uns bis gestern eigentlich auch föllig egal war.
    ich werde das Gefühl nicht los, das der Täter bevor er Täter wurde vielleicht auch Opfer war, zumindest in seinen Augen.
    Lasst seine Eltern in Ruhe, ich denke sie machen sich genug Vorwürfe. Kein Vater und keine Mutter erzieht sein Kind zum Killer. Wie gesagt, mein Mitgefühl gilt allen Opfern.
    Beten wir lieber und achten uns das so etwas nicht wieder passiert

  214. Johann Sonnberger

    …auch ich bin fassungslos und glaube, beinahe den Verstand zu verlieren. Als Vater (und als ganz normaler Mensch) zweier Kinder (11/14) ist das pure Entsetzen und Grauen in mir. Was geschieht um mich herum? WOZU braucht jemand eine Waffe (oder man sagt ja, das sei ein Sportgerät) zu Hause. Meine Gedanken sind ruhelos und kehren immer wieder zu diesen Kindern (und auch den anderen Opfern) zurück. Diese Kinder haben noch in kaum einer Art am Leben teilgenommen und wurden Opfer einer Gesellschaft, die NICHT in der Lage ist, zu sagen: wer ballern will, soll das auf dem Schießplatz und auch dort seinen Kram ( sogenannte Sportgeräte cal. 9mm) deponieren. Wie krank muß jemand sein, der sich zuhause ein solches Teil einlagert? Bei dieser Gelegenheit mölchte ich ganz herzlich der Firma Heckler und Koch zum 60 jährigen Firmenjubiläum gratulieren. Wahrlich ein denkwürdiges Ereignis…..im Übrigen, liebe Fa. Heckler und Koch, wir haben ja noch ca. 80 MIO Bundesbürger, und weltweit noch ein zigfaches, also wohlan…Ich hoffe und appelliere an unsere politisch Verantwortlichen, endlich dieser Clique von Schießwütigen den Garaus zu machen und diese “Sportgeräte” zu ächten und die Besitzer dieser Teile SOFORT und unmißverständlich aufzufordern, diese unter Kontrolle einzulagern. Mein Beileid gilt ALLEN Beteiligten, auch der Familie des Amokläufers, unschwer kann man sich vorstellen, in welche Situation diese Familie geraten ist. Bitte an alle, die hier lesen, vergesst das nicht. Vielleicht können wir besseren Zeiten entgegensehen, wenn endlich jemand (nicht Herr Schäuble), sich ein Herz fasst und diesem “Schützenvereinstreiben” in unserem Land sehr konkrete Vorschriften macht, wie und wo solch ein Gerät zu lagern ist. Nochmals, ich verstehe NICHT so recht, wie eine Waffe cal.9mm als Sportgerät deklariert werden kann….das wurde zum Töten gebaut…..

  215. Emilia

    Wir können nicht auf den nächsten Amoklauf warten, um wieder ein wenig aufgerüttelt zu werden. Wir müssen diese Ereignisse vorbeugen und uns die Hintergründe klar machen. Was zählt ist das Gefühl, in dieser Welt gebraucht zu werden. Wir müssen unseren Kindern und Jugendlichen viel mehr Liebe und Anerkennung schenken.

  216. Rainer Schwarz

    Weshalb ist es überhaupt notwendig in Schützenvereinen mit
    großkalibrigen Waffen zu schießen. Das ist unnötig wie sonstwas
    Das geht mit Luftdruck genauso gut und man kann niemand ernsthaft verletzen, auch KK und Vorderlader sind akzeptabel aber nicht diese Mörderwaffen. Also weg damit, das hat mit Spoert nichts zu tun

  217. T. Hauenschild

    Hiermit möchte auch ich den Angehörigen der getöten Schüler, Lehrer, Passanten und des Mitarbeiters des Autohauses mein Beileid aussprechen. Ich kann es absolut nicht nachvollziehen, wie jemand soviele Waffen kaufen und in den eigenen 4 Wänden aufbewahren durfte (wenn er diese Waffen für seine Tätigkeit im Schützenverein gebraucht hatte, wäre es sehr schlau gewesen, diese auch allesamt in einem geeigneten Tresor im Schützenverein aufzubewahren!).
    Ich würde vorschlagen, ein Spendenkonto einzurichten, um zumindest den traumatisierten Klassenkameraden einmal eine Klassenfahrt in nächster Zeit zu ermöglichen, um mal für einige Zeit aus dieser belastenden Umgebung herauszukommen.

  218. Michael

    In einer neoliberalen Welt, in der kein Platz für menschliche Schwäche ist, in der ein “Überlebenskampf” schon mit dem Übertritt in die weiterführende Schule beginnt (dreigliedriges Schulsystem), in der die Dummen (aber Skrupellosen) das Sagen haben und in der asozialem Verhalten á la Dieter Bohlen oder auch all der Manager, Lobbyisten und sonstigen Abzocker, nicht entschieden widersprochen wird, kann man doch nicht ernsthaft annehmen, ausgerechnet die Schule, in der sich all das ansammelt und in vielen Fällen konzentriert, sei eine Insel der Glückseligen.

    Mein Mitgefühl gilt allen Hinterbliebenen - auch der Familie des Täters.

  219. Manuela

    Als Mutter zweier Kinder hat mich diese Wahnsinnstat sehr erschüttert. Denn dies kann sich zu jeder Zeit an einer beliebigen Schule wiederholen.

    Jeder fragt nun nach dem warum und sucht einen Schuldigen.
    Es ist mir unerklärlich wie ein Vater, wenn er schon Waffen in Besitz hat, diese nicht alle unter Verschluss hält - unverzeihlich.
    Was hilft hier denn eine Verschärfung der Waffengesetze-nichts.
    Auch die Schulen in Hochsicherheitstrakte umzuwandeln halte ich als total überzogen.
    Aber es sollte nicht möglich sein, dass jeder eine Schule betreten kann, ohne dass er durch eine Pforte oder Kontrolle muss.
    Auch sollten diese Baller- und Gewaltspiele vom Markt.
    Allgemein wäre bei vielen von uns etwas mehr Sensibilität und Einfühlungsvermögen gegenüber unseren Mitmenschen gefragt.

    Mein tiefes Mitgefühl gilt den Eltern, die ihr geliebtes Kind verloren haben und für die nichts mehr so sein wird wie es einmal war. Auch den Angehörigen, Mitschülern und allen Betroffenen wünsche ich viel Kraft mit dem Erlebten fertig zu werden und den Schmerz und die Trauer zu ertragen.

  220. Thomas Volk

    Man muss den “Experten” deutlich widersprechen, die gebetsmühlenhaft in den Medien betonen, das deutsche Waffengesetz sei streng genug.
    Mir ist es völlig unverständlich, wieso ein “Sportschütze”, laut Gesetz eine großkalibrige Faustfeuerwaffe besitzen darf.
    Für den Schießsport, sofern man dabei von Sport überhaupt sprechen kann, reichen doch Waffen mit kleinem Kaliber oder Luftdruckwaffen aus.
    Mit einer solchen Waffe können sicher ebenfalls Menschen verletzt oder sogar getötet werden, ein Massaker wie in diesem Fall wäre aber mit Sicherheit nicht möglich gewesen.Wir werden auch in Zukunft, bei aller Vorsicht und mit allen präventiven Maßnahmen, solche singulären Ereignisse nicht völlig ausschließen können.
    Aber wir können es den zukünftigen Tätern erschweren an todbringende Waffen zu gelangen.

  221. Lukas Sandkühler

    Hiermit möchte ich allen Angehörigen der Opfer, aber natürlich auch den Eltern von Tim, mein tiefstes Beileid aussprechen.
    Auch allen Helfern und Einsatzkräften wünsche ich viel Kraft, das Erlebte zu verarbeiten.
    Hier ein kleiner Auszug aus dem Buch “Wer hat unseren Kindern das Töten beigebracht?” von Dave Grossman und Gloria deGaetano:
    Wie konnte es passieren, dass der 14-jährige Michael Carneal bei seiner Bluttat im US-Bundesstaat Kentucky eine Pistole stahl und dann in eine Gruppe von Schülern schoss, wobei er mit acht Schüssen achtmal traf, darunter fünf Kopfschüsse? Er hatte jedoch zuvor noch nie mit einer echten Handfeuerwaffe geschossen. Die Antwort lautet: Im zarten Alter von 14 Jahren hatte er das Töten buchstäblich tausendmal geübt. Sein Übungsplatz waren so genannte «Ego-Shooter»- Videospiele. Grossman, der an der US-Militärakademie in Westpoint verantwortlich für die Kampf­ausbildung der Soldaten war, erkannte hier einen erschreckenden Zusammenhang: «Ego-Shooter»-Spiele ähneln auf grausame Weise den Videosimulatoren, die bei Polizei und Armee dazu dienen, die Zielfähigkeit und die Bereitschaft zum Töten zu erhöhen, und zwar mit durchschlagendem Erfolg.
    Auch Tim hat sich mit solchen Computerspielen beschäftigt. Ich als Vater von drei Kindern werde es zu verhindern wissen, dass solche Spiele den Weg in unser Haus finden.

  222. Johann Sonnberger

    Ich möchte noch einen Nachtrag, adressiert an Herrn Stefan Hager (Rettungsassistent und Sportschütze) schicken.Herr Hager, ich habe gedient und weiß, wie eine Waffe cal 9mm ausschaut, vor allem wie sie wirkt. Es macht mich (nochmals)krank, zu hören, das sei (mit einem magazin mit 15 Schuß) ein Sportgerät. Herr Hager, haben Sie das Maß verloren?
    DAS IST EIN MORDGERÄT!!!! Egal, ob Sie ein Rettungsassistent sind, oder nicht…

  223. E. Hintz

    Plötzlich war es kein normaler Tag mehr. Blankes Entsetzen machte sich breit! Sprachlosigkeit! Ich höre immer wieder, dass Waffengesetze verschärft werden müssen, dass Computerspiele verboten werden müssen, dass das Internet sicherer werden muss, dass Schulen bewacht werden müssen! Alles mehr oder weniger richtig und auch mehr oder weniger durchführbar. Ich höre nichts, dass die hohe Poltik gefordert werden muss. Für die Rettung von Banken stehen Milliarden bereit, obwohl doch angeblich zu viele Schulden vorhanden sind. Wo sind die Milliarden für unsere Zukunft, nämlich unsere Kinder??? Wann werden endlich die Klassengrößen verringert und mehr Lehrer/innen eingestellt, dass dies möglich ist? Dann hätten die Lehrkräfte auch nicht mehr soviel “laute” Störenfriede auf einmal, die den Unterricht stören und sie könnten sich auch den stillen,leisen, introvertierten Kindern und Jugendlichen widmen. Mit weniger Schülerinnen und Schüllern in einer Klasse würden eben auch die “ruhigen” auffallen und wahrgenommen werden. Pädagogen würden vielleicht vermehrt merken, dass still und leise nicht unbedingt mit bedingungslos brav abgehakt werden kann. Wann ändert sich unsere Gesellschaft dahin, dass nicht nur die lauten und starken Mitmenschen was wert sind? Wann begreifen wir, dass z. B. psychisch auffällige Menschen und ihr Umfeld nicht verrückt sind sondern vielleicht ganz einfach Hilfe brauchen ohne gleich abgeurteilt zu werden? Wann wird der Schwache als Glied in einer Kette akzeptiert? Vielleicht nach Winnenden? Ich glaube nicht daran aber es wäre schön wenn man in diesem Zusammenhang überhaupt von schön sprechen kann.

  224. Julian B.

    Guten Abend,
    Ja, mein Mitgefühl gilt allen Eltern und allen Schülern die ihre Freunde bei dem Attentat verloren haben! Ich war sehr geschockt als ich von dem Amocklauf erfahren habe, und ich bin es immer noch, mir fällt es verdammt schwer darüber zureden auch wenn ich Nicht betroffen bin.

    Liebe Grüße
    Julian B

  225. Max Ludwig

    Zuerst möchte ich den Angehörigen der Opfer und des Täters, der ganz bestimmt auch ein Opfer war, mein Beileid aussprechen, auch wenn ich sie nicht kenne.

    Dann folgen eine Richtigstellung:

    Die Tat wurde NICHT angekündigt. Der Herr Innenminister Irgendwas von Irgendwo hat Müll verlauten lassen. Der sogenannte Beweis, der keiner ist, war eine Bildbearbeitung. Es ist echt bitter, dass Staats- und Medieninstitutionen auf soetwas hereinfallen.

    und eine Reaktion auf den Kommentar von Herrn Lukas Sandkühler:

    Ich spiele selbst Ego-Shooter. Ich esse Brot und trage Unterwäsche. Noch dazu studiere ich und lese (unregelmäßig) Die Zeit und die Berliner Zeitung (seriöse Zeitungen, also nicht solchen Schund wie die BILD). Bin ich deshalb ein potenzieller Amokläufer? Ich denke nicht. Eigentlich sollte ich eine Entschuldigung von Dave Grossman und Gloria deGaetano und vielleicht sogar Ihnen fordern, aber ich hoffe die Einsicht in die Falschaussage reicht.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Max L.

    PS: Wie soll man bitte mit einer Computermaus zielen üben?

  226. Sylvia

    Ich bin traurig und erschüttert dass ein junger Mensch so voll Haß auf andere und vielleicht auch auf sich selbst hat.
    Warum fragt man sich, warum hat niemand gemerkt dass auch Tim leidet, man auch ihn verletzt hat … nicht körperlich aber mit Worten, oder NICHTBEACHTEN, nicht zugehört hat. WARUM ???
    Bitte nicht falsch verstehen, ich verabscheue diese Tat und kann sie auch nicht verstehen…
    Unsägliches Leid und Schmerz legt sich über die Herzen der Angehörigen der Opfer, der Schüler und Lehrer die das ganze Mitanschauen mußten, die Angst bin ich der /die NÄCHSTE.

    Mein ganzes Mitgefühl gehört allen Opfern, den Eltern die ihr Kind nicht mehr in den Arm nehmen können und sagen ich hab dich lieb.Auch den Eltern von Tim denn die fragen sich WARUM
    sie müssen damit leben den anderen in die Augen schauen — mit Schuldgefühl.
    Jedes Leben ist ein Geschenk; egal wie kurz,egal wie zerrbrechlich. Ein Geschenk welches für immer in unseren Herzen weiterleben wird.

  227. Peter Albrecht

    Das geistige Umfeld des Amokläufers und seiner für diese Tat mitverantwortlichen Eltern bekommt deutlichere Konturen wenn man hier Beiträge von Leuten liest, die sich nicht einmal von dieser Tat davon abhalten lassen, privaten Schusswaffenbesitz zu bagatellisieren bzw. öffentlich zu verteidigen.
    Der Hinweis, eine Schusswaffe sei nur eine unter vielen möglichen Mordwaffen (vom Messer bis zum Besenstiel) ist nicht nur ein Zeichen von Zynismus sondergleichen, sonder entbehrt jeglicher Argumentationsgrundlage. Schusswaffen sind einzigartig in deren Zerstörungskraft bzw. Gefährlichkeit gerade weil sie auf Grund ihrer technischen Beschaffenheit solche Gewalt- und Allmachtfantasien wie die eines Amokläufers hervorbringen. Nur Schusswaffen gewährleisten die gezielte, reibungslose uns letztendlich klinische Zerstörung von Menschenleben.
    Durch ein Generalverbot von privatem Waffenbesitz werden die sozialpsychologischen Ursachen der Gewalt in unserer Gesellschaft zwar nicht beseitigt, die Umsetzung von solchen Gewaltfantasien in Taten jedoch wesentlich erschwert.

  228. Philipp Lenzen

    Winnenden ist überall !

    So lange…

    Menschen sich gegenseitig be- und verurteilen, Mitmenschen mobben, sich für besser halten als andere, wird es irgendwo immer ein Winnenden geben.

    Politiker ihre eigenen Bedürfnisse zu wichtig nehmen, immer besser wissen was andere tun sollten, immer nur reden, reden, reden ohne etwas zu bewirken, wird Winnenden sich wiederholen.

    „Führungskräfte“ korrupt handeln, Profit wichtiger ist als ihre „Untergebenen“, wird Winnenden immer real bleiben.

    Menschen mit brennenden Kerzen auf einem Marktplatz stehen und für den Frieden beten, selber aber keinen Frieden in sich und mit sich selber haben, wird uns Winnenden ständig begegnen.

    Menschen im Alltag den Blick und das Gefühl für respektvollen Umgang mit ihren Mitmenschen vermissen lassen, ist Winnenden immer sehr nahe.

    Menschen die so etwas wie das hier schreiben belächelt werden, wird jedes gute Gespräch als Hilfe für den Anderen erstickt.

    Kirchen mit sich selbst beschäftigt sind und in ihren eigenen sozialen Einrichtungen selbstgefällig Mitarbeiter ausbeuten, können sie keinen Frieden stiften…

    Ärzte und Therapeuten nur ihrem Honorar hinterher rennen müssen, werden sie Menschen nicht wirklich heilen können.

    Medien überwiegend negative Berichterstattung und Gewalt veröffentlichen, kann sich Winnenden wiederholen.

    Menschen Probleme damit haben einem anderen Menschen zu sagen: Hey ich akzeptiere und liebe dich ohne Bedingungen, einfach weil es dich gibt und ich mich mit dir zusammen im WIR freuen kann, wird sich Winnenden immer wiederholen.

    Diese Reihe lässt sich fortsetzen.

    Philipp Lenzen

  229. Vikar Stefan Fischer

    Gott,

    geschockt, voller Angst, Trauer und Ratlosigkeit stehen wir vor Dir angesichts der schrecklichen und unfassbaren Ereignisse in der Winnender Schule.
    Sie gehen über unseren Verstand und unseren Glauben.

    Wir kommen zu Dir mit unseren Fragen:
    Wie konnte so etwas nur passieren?
    Wo war Deine helfende und schützende Hand?
    Wo warst Du Gott - und wo bist du jetzt?
    Wir suchen nach Trost, nach Gründen für Zuversicht.
    Wir rufen: Gott - hast Du uns verlassen?

    Wir beklagen sechzehn Menschenleben.
    Wir klagen Dir den Tod von Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrern und „Unbeteiligten“. Wir trauern mit den Eltern und Angehörigen. Da ist kein Trost.
    Wir klagen Dir unsere Unsicherheit und Angst. Es hätte auch uns treffen können.
    Wir rufen zu Dir: Höre unsere Fragen, höre unsere Klagen!

    Wir bitten Dich:
    Sei mit den Eltern, Geschwistern und Angehörigen!
    Wer kann trösten, wenn nicht Du, großer Gott!
    Lass sie nicht allein!
    Schenke den Verantwortlichen Worte und Weisheit, Zuversicht, Kraft und Phantasie.

    Wir bitten Dich: Hilf uns in unserer Angst und Unsicherheit. Tröste uns in unserer Trauer und Mittrauer.
    Lass uns nicht allein!

    Amen!

  230. D.Hirsch

    Alle schauen nur darauf, was geschehen ist.
    Es ist schrecklich, und noch schrecklicher ist es, dass es vor unserer Haustür geschehen ist.

    Unbegreiflich ist es für die Angehörigen der Opfer, schmerzerfüllt und schier unüberwindlich, das Geschehnis. Sie alle haben mein ehrliches Mitgefühl.

    Ob es für die Eltern des Täters überhaupt noch eine Perspektive gibt. Sie müssen nicht nur eigene Schuldgefühle und Versagen aushalten, etwas falsch gemacht zu haben, sie müssen auch den Zorn, die Wut, das Unverständnis der Angehörigen der Opfer aushalten. Kann man das überhaupt aushalten?

    Ob Computerspiele oder leicht erreichbare Waffen schuld sind? Ob die Tat hätte verhindert werden können, wenn keine Waffe greifbar gewesen wäre? Ich habe das Gefühl es wird viel am Kern vorbeigeredet.

    Ich denke das hätte nichts genutzt. Der Junge war so frustiert, war so verrannt in eine Situation, der hätte, wenn keine Waffe halt ein Auto genommen und Menschen zusammengefahren. Hauptsache der aufgestaute Frust explodiert irgendwie.

    Hat sich schon mal jemand gefragt, ob nicht auch in seinem Hause der stille unaufällige Junge sitzt, winzige Zeichen gibt, die keiner versteht, Wünsche äußert für die keiner Zeit hat. Könnte es nicht sein dass zu Hause die Zeitbombe tickt, und man verdrängt alles?

    Wie viele stille unauffällig Jungen gibt es, die nur den Wunsch haben, verstanden zu werden, so genommen zu werden wie sie sind.

    Aber unsere Gesellschaft ist durch wissenschaftliche - oft weltfremde - Pläne, Hypothesen, Strategien voll auf Kommunkations ausgerichtet. Doch es wird auch immer wieder Menschen geben, die anders sind, still und ruhig, nur wenig Kommunikation brauchen, gerne im Stillen arbeiten und dafür Anerkennung wollen, die mehr Zuneigung, Liebe, Verständnis brauchen als andere - und die so akzeptiert werden wollen. Man muss sie nur erkennen.

    Ob nicht auch ein gewisser Zwang von Lehrplänen, soziale Kälte, unpersönliche unflexible Abhandlung von Lehrplänen, Leistungsdruck junge Menschen in eine Sackgasse führt.
    Blick zurück: Früher ging es doch auch ohne Bestnoten seinen Weg zu finden. Heute zählen nur noch Zertifikate und Bestnoten. Früher gab es auch noch für die in der Zweiten und Dritten Reihe eine Chance. Und heute …?

    Jugendliche mit Noten ab 3 finden keinen Ausbildungsplatz. Nach der Lehre haben nur die Besten eine Chance. Arbeitslose werden als Faulenzer abgestempelt. Es wird eingebläut in Handwerk und Sozialen Diensten kann man kein Geld verdienen. Ideelle Werte zählen nicht mehr. Kinderreiche Familien werden als assozial abgestempelt. Alte sind nichts mehr wert. Familien mit Kindern leben am Existenzminimum und werden durch geringere Rente, durch volle Steuerbelastung, wenn die Kinder 18 sind belastet. Mütter oder Väter können sich, um die normalen Lebenshaltungskosten bezahlen zu können, kaum noch leisten dass nur einer arbeitet und der andere sich um die Kinder kümmert. … Hier könnte man unendlich aufzählen.

    Fazit - Es muss sich was in der Gesellschaft ändern. Platz eins braucht die Familie und Soziales, danach kommt erst Geld und Karriere. Das Füreinander muss gestärkt werden, die Achtung des Menschen, die Würde des Menschen, das Verstehen und die Toleranz für das Anderssein, das Helfen, soziales Verhalten - all das muss wieder aus der Mottenkiste herausgeholt werden. Profit gehört an die letzte Stelle, wenn überhaupt.

    Nicht nur nehmen - Geben zählt! Das gilt auch für Politiker, die vom Sparen reden und sich die Taschen mit Diäten voll machen.

    Wie in diesem Forum schon einmal an anderer Stelle erwähnt. Steckt das Geld in die Kinder und ihre Umgebung. Kinder sind das beste Fundament für die Zukunft - nicht Banken, Aktienmärkte, Mammutunternehmen mit Supermanagern die unmenschliche Preise und Löhne diktieren und mit Arbeitsplätzen pokern und ehrliche Existenzen, auch die von Jugendlichen, kaputt machen.

    Darüber sollten sich die Politiker mal Gedanken machen.

  231. Berta-Sophie

    Wo bleibt die Liebe in unserem Leben? Durch die Liebe wachsen wir und durch die Liebe ist es uns möglich, die kleinen und großen Fehler unserer Freunde(innen), Bekannte und Mitmenschen zu vergeben. Durch die Liebe ist es uns möglich trost zu erfahren.
    Wir sind so in der Gier nach Wohlstand, Freizeit und sonstigen Aktivitäten gefangen, dass wir keine Zeit mehr haben in uns zu zu suchen, nach der Stille, nach unserer Identität, nach unseren Gefühlen und Wünschen.
    Wir gehen grußlos aneinander vorbei, kein Lächeln das Mut macht oder einfacht sagt, hei ich habe dich wahrgenommen, wir haben keine Zeit oder keinen Mut miteinander zu reden.Wir beschränken uns nur noch aufs funktionieren und allem und allen gerecht zu werden, außer uns selbst.
    Ich trauere mit den Eltern der Opfer sowie mit den Eltern des Täters und wünsche uns allen, dass wir vergeben können.

  232. heike

    Ich sende allen Menschen, die dieses Unglück miterleben mussten, mein tiefstes Mitgefühl - insbesondere den Angehörigen der Schülerinnen und Schüler, der Lehrerinnen und den beiden Männern, die Opfer dieser scheußlichen Tat wurden. Ich wünsche allen den Beistand und die Kraft, diese schmerzliche Zeit zu überstehen und einen angemessenen Weg zu finden, mit diesem Schicksal wieder in den Alltag zu kommen.

    Dieses Geschehen wird uns trotz vieler Hintergründe vermutlich immer uneinsichtig bleiben. Wichtig ist, dass wir alle mitwirken, dass sich eine solche Tat nicht mehr wiederholt. Jeder für sich sollte schauen, was er zu einem Leben beitragen kann, in dem jeder Beteiligte seinen Schutzraum und das Vertrauen in das Leben findet.

    Vielleicht können wir durch strengere Waffengesetze, strengere Regulierungen für Gewaltspiele und -medien und Eingangskontrollen an Schulen etwas erreichen. Wenn jemand aber die Absicht hat, so eine Tat zu begehen wird er trotz allem einen Weg finden.
    Deshalb schaut, wie wir eine Welt schaffen können, in der es nicht nötig ist, seinem Frust durch so eine Tat los zu werden. Schaut in die Elternhäuser, in die Schulen, in die Kindergärten und schaut bei euch allen selbst - zu Hause, in der Freizeit und in der Arbeit.
    Überlegt euch, wie ihr Eltern, die beide aus finanziellen Gründen arbeiten müssen, die Möglichkeiten gebt, für ihre Kinder da zu sein und ihnen den Rückhalt zu geben.
    Überlegt euch, wie ihr den Lehrern, die ständig mit neuen Verwaltungsakten, Lehrplanänderungen, überfüllten Klassen die Kraft gebt, ihre Schüler als Menschen wahrzunehmen (wenn Lehrer sich im Schulhaus nicht grüßen, sich gegenseitig mobben, Zickenkrieg führen, überfordert und ausgebrannt sind - woher sollen sie dann die Kraft nehmen, sich individuell um ihre Schüler zu kümmern?????).
    Überlegt euch, wie ihr an eurem Arbeitsplatz mit euren Kollegen umgeht.
    Überlegt euch, wie ihr im Supermarkt mit den anderen Kunden und den Verkäufern umgeht.
    Jeder von uns trägt die Verantwortung dafür, dass wir in einer Welt leben können, in der es keine Angst und keinen Hass geben muss. Seid euch dessen bewusst.

    Heike

  233. Markus M.

    Ich bin selbst Schüler in der Stufe 12 eines Gymnasiums in NRW.
    Was in Winnenden passiert kann man sich nicht vorstellen, immer wíeder sagt man sich “An unserer Schule würde so etwas nie passieren”, aber dennoch kann man sich nie sicher genug sein, und auch wenn die Lehrer, zumindestens an unserer Schule, für den Ernstfall eines Amoklaufes vorbereitet sind und sich sogar mit geheimen Codes verständigen könnten, hat man doch vor allem direkt nach so einem Vorkommnis ein leicht mulmiges Gefühl in die Schule zu gehen.
    Ich finde es ist zudem von enormer Wichtigkeit, dass die Lehrer darüber mit den Schülern reden, meiner Ansicht nach in einer offenen Runde. Auch wenn das dann wie bei mir heute 3 Lehrer hintereinander machen wollen, finde ich sollte soetwas Pflicht sein, vor allem bei Schülern der unteren Klassen, Grundschule, Unterstufe etc.

  234. Danni

    Es ist wie in einem Albtraum,leider kann man daraus nicht mehr
    erwachen.Meine beiden Kinder fragen mich weshalb macht jemand so etwas?Ich bin so traurig!Sprachlos!Menschheit ändere dich!Seit nicht alle so ICH bezogen,denkt auch einmal an die anderen,nicht nur an euch!Wir denken an alle die da gestern unschuldig ihr Leben verloren haben,die verletzt wurden,Körperlich und Seelisch.In unseren Gedanken sind wir bei euch!Denkt alle daran ihr seid nicht alleine!
    Die Zeit macht nur vor dem Teufel halt!

    Wir denken an Euch
    Danni,Axel,Henrik und Ronja

  235. achim krause

    lieber swr. bin auf der palme.

    boese eltern, boeser junge, boese ballerspiele. bin vor jahren ausgewandert, weil mich die deutsche gesellschaft mit ihrer scheinheiligen selbstverwirklichungs- und individualisierungsverherrlichung angekotzt hat. kein sozialgefuege, familie - sie wird durch regularien, kosten und ihr gesellschaftlich manifestiertes asylantendasein im eigenen land bestraft. schaut euch um: asozial, weil 1-2 kinder. bitte ??? und die ganzen individualisten, kinderlosen und kinderhasser die in den letzten stunden kommentare verfasst haben. fragt jemanden, der sich auskennt, mit kindern. zb eltern. wer, glaubt ihr, hat den hoechsten einfluss auf die entwicklung eines kindes - sagen wir mal - ab dem zeitpunkt der einschulung ?? oh ja, das seid ihr alle! ich habe die erfahrung gemacht mit meinem inzwischen fast 17jaehrigen sohn. da kannst du werte vermitteln wege aufzeigen, offen sein fuer dies und anderes kritisieren. alle anderen, ausser den in der regel arbeitenden eltern, verbringen mehr zeit mit deinem kind und hinterlassen ihren einfluss.

    und da bin ich schon beim thema lehrer, was ist mit den lehrern? alle superqualifiziert, hypersensibel, sozialdynamisch, polydurabel aber extremgestresst und teflonbeschichtet. gelaechter in der nordkurve! da koennte ich beispiele nennen aus der schullaufbahn meines sohnes die die qualifikation des lehrkoerpers (die lehren ja auch nicht mehr sondern “beschulen” humanmaterial waehrend der sabbatfreien tageslichtperioden) gleichsetzt mit … na ja. sind vielleicht nicht alle so … bla bla .
    die verantwortung der lehrer, als stellvertreter der eltern in vielerlei hinsicht und vor allem als partner in der erziehung ist ja wohl komplett von der agenda, oder?
    an alle, die auf lehramt studieren wollen, weil “du geiles geld” bekommst, mehr ferien hast als irgend jemand im land, und es keinen wirklich interessiert, ob du fuer die arbeit als “teilzeiteltern” auch nur ansatzweise geeignet bist:
    sein lassen !!
    lehramtsstudium erst ab 30 J! erst mal lebenserfahrung sammeln!

    hallo eltern! wisst ihr, was euer teenie jetzt gerade macht???
    ich bin weiss gott nicht pietaetlos. aber “schuld” sind alle !

  236. S. Hartmann

    Ich würde mich freuen, wenn diese entsetzliche Tat endlich dazu führen würde, dass wir offen über die wirklichen Ursachen solcher Amokläufe sprechen. Es geht hier nicht um strengere Waffengesetze oder Gewalt verherrlichende Computerspiele, die natürlich fördern, aber keinesfalls als Ursache für die Problematik angesehen werden können. In Wirklichkeit geht es doch hier um die Verzweiflungstat eines Menschen, der sich gekränkt und missachtet, ungeliebt, ausgestoßen gefühlt hat. Wir sollten nicht so tun, als sei dies ein Einzelschicksal. Wir leben in einer gnadenlosen Leistungsgesellschaft, die u.a. verlangt, dass Kinder wieder in ein Raster der Konformität gepresst werden. Wer dem vorgegebenen Leistungsmuster nicht entspricht, der taugt angeblich nichts. Unsere Leistungsgesellschaft ist gnadenlos und mustert aus, wer scheinbar oder real nicht ins Raster passt. Wertschätzung, gegenseitiger Respekt und die Öffnung für die vielseitigen Talente der Menschen, ihrer Einzigartigkeit sind nicht mehr gegeben. Alle Kinder müssen die vorgegebenen, teilweise völlig überzogenen Leistungsanforderungen erfüllen, und alle, die dem nicht entsprechen sind scheinbar nichts wert, haben keine Chance, keine Daseinsberechtigung. Kinder werden allein gelassen mit diesen Gefühlen der Ohnmacht und der Minderwertigkeit, denn leider erleben die Erwachsenen die Welt nicht anders. Wir haben doch alle längst kapituliert. Wer erlebt sich heute noch als selbstwirksam? Ist es nicht eher so, dass wir uns zunehmend fremdbestimmt, zur Marionette degradiert fühlen? Aber Kinder sind unsere Zukunft. Wir haben nicht das Recht ihnen ihre Träume, ihre Einzigartigkeit und ihr Recht auf Selbstverwirklichung zu zerstören. Wenn wir dies tun, handeln wir in höchsten Maße unmoralisch und üben eine Form der Gewalt aus, die unausprechlich ist. All unsere psychologischen und pädagogischen Erkenntnisse über die optimalen Förderbedingungen,um das Beste aus jedem Menschen herausholen zu können, haben wir längst über Bord geworfen. Wir wissen im Grunde genau, wie eine menschenwürdige Schule und Arbeitswelt aussehen müsste, und handeln täglich wider besseres Wissen. Lassen uns in Schablonen pressen. Werden krank. Depressiv. Aggressiv. Magersüchtig und lebensüberdrüßig. Was muss noch alles passieren, damit wir endlich wieder den längst gewonnenen Erkenntnissen der Psychologie, der Pädagogik und Moral Rechnung tragen und wir das Beste aus jedem Individuum zu Tage fördern und miteinander offen reden? Nach Lösungen suchen? Wer bestimmt welche Leistung eine gute ist? Wer bestimmt den Wert? Wer bestimmt, was Leistung ist? Wir müssen wieder die Verantwortung für uns selbst und unsere Kinder übernehmen. Wir dürfen es nicht länger zulassen, dass sie dieser Form der Zerstörung ausgesetzt bleiben. Wir sind es uns und ihnen schuldig. Nicht dieser Junge war krank, sondern die Gesellschaft, in der er lebte hat ihn krank werden lassen. Sich mit der Pathologisierung des Einzelnen aus der Verantwortung zu stehlen, ist allzu billig.

  237. S. Hartmann

    Abschließend würde ich allen Interessierten empfehlen den Roman von Jodi Picoult “19 Minuten” zu lesen. Die beispielhafte Geschichte für einen Amoklauf.

  238. H-J . u. R . Reuner

    In diesen schweren Stunden
    besteht unser Trost oft nur darin ,
    liebevoll zu schweigen und
    schweigend mitzuleiden .

    Unser tiefes Mitgefühl gilt
    besonders den Angehörigen ,
    Mitschülern und Freunden .

  239. Andrea K.-S.

    Worte fehlen, unfassbar und doch das Bedürfnis sich mitzuteilen, mit sich selbst ringend, jeder für sich verarbeitend, Sinn und Ablenkung im Alltag suchend, einfach weiter machen um nicht ständig in Tränen auszubrechen, nichts wird mehr sein wie vorher, für all die, die das Schreckliche miterleben mussten, und erst recht für jene, die es nicht überleben durften, ihnen blieb keine Zeit sich zu verabschieden, herausgerissen aus dem Einzigen was der Mensch besitzt und dem Wertvollsten zugleich, das Leben an sich. Wie krank und hilflos muss ein Mensch sein, der so handelt. Wie grausam für die Menschen aus nächster Nähe, wenn selbst für uns aus der Ferne alles andere verstummt. Absolute Hilflosigkeit breitet sich aus, die Zeit scheint still zu stehen, aber ein Zurück ist ausgeschlossen. Mein zu tiefst empfundenes Mitgefühl gilt all denen, die nun versuchen müssen das Geschehene zu verarbeiten auch wenn es wohl nie ganz gelingen wird in der innigsten Hoffnung, dass sich so eine Tat nie mehr wiederholen wird. Dazu müssen wir alle beitragen, auch wenn noch völlig unklar ist wie dies geschehen soll. Die Not anderer ist niemand ins Gesicht geschrieben. Sich mitzuteilen hilft, jetzt im Moment, und es hätte vielleicht auch dem Täter geholfen.

  240. Sarah

    Es gibt keine Worte,die beschreiben können,wie furchtbar dieses schreckliche Ereignis ist!
    Deshalb versuche ich auch garnicht es in Worte zu fassen!
    Ich möchte aber allen Betroffenen,sowohl Familien,Freunden,Bekannten,Lehrern und eigentlich der ganzen Welt mein tiefstes Bedauern und wirkliches Mitgefühl aussprechen!
    Ich selbst habe vor kurzem von der einen auf die andere Minute durch ein schreckliches Unglück den liebsten und wichtigsten Menschen meines Lebens verloren und kann sehr gut nachvollziehen,wie es sehr sehr vielen Menschen jetzt geht!
    Ich weiss,dass für sehr viele Menschen gerade eine Welt zusammenbricht (für Eltern,Geschwister,Eheleute,Freunde,Bekannte,…)und dass ich diesen Schmerz nicht lindern kann,aber ich möchte den Menschen,die jetzt so unerträgliches Leid ertragen müssen zumindest mein ganz ehrliches Mitgefühl aussprechen!
    Auch der Schwester des Täters gilt mein absolutes Mitgefühl,denn sie wird (ausser dass sie ihren Bruder und wahrscheinlich auch einige Freunde verloren hat) eine sehr sehr schwere Zeit vor sich haben!Aber ihr kann man wirklich nichts vorwerfen/sie kann nichts dafür und wird irgendwie doch dafür büßen müssen!
    Ich schicke allen viel Kraft,dieses schreckliche Ereignis irgendwie verarbeiten zu können und kann nur sagen:
    Alleine schafft man das wohl kaum,also holt euch BITTE Hilfe!
    Alles alles Gute

  241. S. Dufner

    Die Suche nach dem/den Schuldigen läuft auf Hochtouren - wieder einmal! War es der nachlässige Vater, lückenhafte Waffengesetze oder gar ein “Killerspiel”? Bestimmt wird man sich bald eine Theorie zurechtgelegt haben. Der Vater wird bestraft, vielleicht werden ein paar Gesetze weiter verschärft oder man führt die Videoüberwachung an den Schulen ein. Hauptsache man “tut” etwas. Und wieder wird eine zeitlang Ruhe einkehren - eine zeitlang!

    Wann endlich erkennen wir, daß es nicht den “einen” Schuldigen gibt? Eine Gesellschaft, die den Wert eines Menschen in Leistung * Zeit misst, muss sich nicht wundern, daß bereits unter jungen Menschen ein hoher Frustrationspegel aufgebaut wird. Warum musste die Schulzeit (G8) verkürzt werden? Ach ja: das Produkt aus Leistung * Zeit wird so noch optimiert! Warum sind Lehrer überfordert? Genau: Leistung * Zeit lässt keinen Raum für Fortbildung und schon gar nicht für zusätzliche Stellen! Warum haben Eltern keine Zeit und Kraft mehr für ihre Kinder? Klar: Leistung * Zeit des langen Arbeitstages verbraucht schon alle Energie!

    Und was, wenn die erwartete Leistung bei einem Menschen ausbleibt? Ist sein Wert dann gleich Null? Wieviel Frust ist eigentlich notwendig, daß jemand zum Alkoholiker wird, oder daß er sich vor einen fahrenden Zug wirft? Wieviel, daß jemand zum Amokläufer wird?

    Warum werden viele Millarden Euro in Banken, nicht aber in unsere Kinder investiert? Zu kleine Rendite?

    Das Wertegefüge unserer Gesellschaft ist nicht mehr stimmig! Vielleicht waren die christlichen Werte ja doch nicht so schlecht? Immerhin werden wir von Gott nicht nach Leistung * Zeit bewertet, ihm sind alle Menschen wichtig und wertvoll! Dies zu erfahren wünsche ich besonders all jenen jungen Menschen, die sich vielleicht auch die Frage nach dem “was bin ich eigentlich wert?” stellen.

    Den Verantwortlichen in Familie, Politik und Wirtschaft wünsche ich Weitblick bei dem was nun weiter entschieden wird. Vielleicht werfen Sie ja doch einmal einen Blick ins neue Testament der Bibel. Sie werden garantiert viele Hinweise auf ein tragfähiges und sinnvolles Wertegefüge für alle Lebensbereiche finden.

    Meine tiefe Anteilnahme gilt all denen, die bei diesem Amoklauf einen geliebten Menschen verloren haben und auch denen, die diesen Amoklauf miterleben mussten! Ich wünsche Ihnen allen viel Kraft und Gottes Beistand um dies alles zu verarbeiten!

  242. R. Ruggiero

    Für mich ist die Ursache des Verhaltens dieses Jungen ziemlich klar. Äußere Ursachen, wie Videospiele u.s.w sind nicht der Auslöser für diese Tat. Der Junge ist im Kern seiner Persönlichkeit verletzt worden, daher seine Depressionen. Wer kann ihn denn wohl verletzt haben ?
    Nun ,gegen wen richtet sich in erster Linie seine Aggression ?Auf wen schoß er ? Er schoß nicht “wahllos”, wie dumme Kommentatoren behaupten, sondern ziemlich gezielt.
    So viele “hochintelligente” Psychologen und ein “Professor der Militär- Psychologie”, die nichts als Geschwätz von sich geben, aber unfähig sind , aus den gegebenen F a k t e n Schlußfolgerungen zu ziehen .Jemand aus der Schule hat ihn verletzt. Es ist naheliegend, daß das ein Mädchen oder eine Frau war. Denn weshalb schoß er denn wohl vorwiegend gezielt auf Mädchen bzw. Frauen??? -
    ——————————-

    Ich halte es ebenso für falsch, die Ursache für diesen Amoklauf darin zu sehen, daß der Vater seine Waffe im Nachtkasten aufbewahrte.
    Ganz egal wie scharf die Gesetze gemacht werden, es wird immer Leute geben, die eine Waffe im Schlafzimmer aufbewahren, aus dem einfachen Grunde, weil - falls einmal Einbrecher im Hause sind - die Waffe griffbereit sein muß und niemand die Zeit hat ,erst einmal aus dem Schlafzimmer hinzunterzugehen und den Waffentresor aufzuschließen. Glauben Sie, die Einbrecher warten darauf ?-
    Waffengesetze noch mehr verschärfen ?
    Die diesbezüglichen Vorschriften haben ja eh schon schildbürgerhafte Ausmaße angenommen

  243. Ein von Sorge erfüllter Vater

    Erst Erfurt, dann Winnenden.

    Wann wird der nächste Jugendliche einen Massenmord minutiös planen und in die Tat umsetzen?

    Wann wird der nächste Jugendliche einen Pflasterstein von der Brücke auf ein Auto werfen, in dem eine Mutter mit ihrem Baby sitzt?

    Wann wird der nächste Jugendliche seinen Lehrer Krankenhausreif zusammenschlagen?

    Wann wird der nächste Jugendliche einen Rentner auf dem Bahnsteig zum Krüppel treten?

    Anstatt jede Schule, Schwimmbad oder öffentliches Gebäude in einen Hochsicherheitstrakt mit bis an die Zähnen bewaffneter Security auszubauen (wer soll/kann das bezahlen?), sollte man das Übel an der Wurzel packen und Geisteskranke jugendliche Gewaltverbrecher und Massenmörder so frühzeitig wie möglich entlarven und aus dem Verkehr ziehen!

    Vielleicht sitzt der nächste Massenmörder gerade in der Schule neben Deiner Tochter oder Deinem Sohn.

    Vielleicht sitzt der nächste Massenmörder gerade an Deinem Geburtstagstisch neben Deinem Baby.

    In den Schulen sitzt das Übel.
    Deshalb muß das Übel auch in den Schulen bekämpft werden!

    Warum werden keine regelmäßigen (und bezahlbare!) Psychologische Untersuchungen in den Schulen durchgeführt?

    Nur so ist frühzeitig eine abnorme Verhaltensstörung des Jugendlichen zu erkennen und zu behandeln.

    Nur so kann vermieden werden, das morgen Deine Tochter oder Dein Sohn nicht mehr von der Schule nach Hause kommt!

  244. S. R. Wiebeler

    Leider wird diese, besonders im Anbetracht der enormen Medienschlacht wohl auch beim nächsten Amoklauf zum Verhängnis werden.
    Die Qualität der Amokläufe nimmt, besonders an Schulen an Qualität zu.
    Dieses mag durchaus darauf beruhen, das so mancher Täter die Aufmerksamkeit sucht.
    Seht her was ich gemacht habe.
    Für eine Leiche wird der nächste Täter aber nicht die gewünschte Aufmerksamkeit erhalten.
    Seit geraumer Zeit kann man in der Szene der Bewunderer dieser Taten, ein wer bietet mehr beobachten.

  245. Roland Schreiber

    Leider Höre ich sehr viel von dem Täter in allen Medien wer aber Fragt wie es den Einsatzkräften geht die diese Schrecklichen Bilder sehen Mußten. Ich kenne viele der Kollegen die dort im Einsatz waren persönlich.
    Ich bin betroffen über das Leid was eine Waffe in den Händen eines Menschen Anrichten kann mein Mitgefühl und Trauer gilt allen jenen die Betroffen sind und um Ihre Kinder ,Mütter ,Väter ,Ehefrauen und Männer Weinen. Aber meine Gedanken sind auch bei all den Helfern die da waren um zu helfen Freunde und Kollegen des DRK Rems Murr, Stuttgart Ludwigsburg und aus allen umliegenden Kreisen! Ihre arbeit wird leider immer als viel zu selbstverständlich angesehen.

  246. Ulrich E. Bohn

    Nach dem Drama von Winnenden wissen nun alles wieder alles besser: Rufe nach Politik und schärfere Gesetze (Waffenverbote), Rufe nach mehr Staat (Überwachungen und Schulhauskontrollen), Rufe nach Psychologen (was haben die eigentlich bei Tims Behandlungen erreicht?). Aber wer bitte ruft endlich wieder nach einer Werte-Erziehung in den Elternhäusern und in den Schulen? Und wer ruft endlich nach der Verantwortung aller Medien und Medienhersteller?

  247. Klaus Kiene

    Jeder ist gefordert! Wo stehst Du selber? Wie hälst Du es selber mit der Liebe zu Deinem Nächsten? Jetzt zu weinen ist sehr bequem- aber morgen? Was tust Du für Deinen Nachbarn oder Deinen Mitschüler? Du fragst nach dem Staat? Der kann es nicht richten? Du bist selber gefordert! Gehe auf Deinen Nächsten zu und helfe!!! Dann trittst Du dafür ein solche furchtbaren Taten zu verhindern. Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst!!!

  248. Elisabeth M.

    Mein Schwiegervater war ein guter Jäger, er hatte meines Wissens 6 Gewehre. An diese wären seine Kinder niemals herangekommen. Mein Schwager wie auch andere Verwandte sind ebenfalls Jäger. Dass sie scharfe Munition brauchen, leuchtet ein.
    Kann mir aber irgend jemand sagen, warum in einem Schützenverein hobbymäßig mit scharfer Munition geschossen wird? Und wenn es denn notwendig ist, warum diese nicht von Mal zu Mal an Ort und Stelle im Vereinsheim ausgegeben/verkauft wird? So wie sie ge- bzw. verbraucht wird?

  249. Eusebia

    Was für eine gute Nachricht das es durch den Einsatz von den Spezialeinheiten “noch schlimmeres” verhindert werden konnte, das besonnene Lehrer die Notfallpläne für Amokläufer umsetzten, “Frau Koma kommt.”

    Wie erbärmlich das es ganz offenbar keine “Medienabwehr-Notpläne” gibt, warum muss ich, die ich Nachrichten schauen, den Trauernden derartig auf die “Pelle” rücken, das ich mich schäme? Muss das sein? Wird meine Betroffenheit dadurch größer, weil ich “näher” am Lied bin? Wohl kaum.

    Natürlich gibt es den ein oder anderen Sender der sich einer “Selbstkontrolle” unterwirft, seine Reporter nicht in die Kirche schickt, aus Takt, aus Achtung vor den Trauernden, aber was ist mit denen die sich nicht genötigt sehen, sich auf Abstand zu halten?
    Eine Selbstkontrolle wäre wichtig, aber sie wird es sicherlich nicht geben.
    Deshalb mein Aufruf an Kirchen und Gemeinden bitte erarbeiten sie auch einen Notfallplan gegen taktlose Reporter damit die Trauer nicht verschachert wird, damit man in Ruhe trauern und Gedenken kann.

  250. Anette Merz

    Ich frage mich,was alles im Leben eines Menschen passieren muss, dass er sich so von sich und allem Menschlichen entfernt, um zu töten und solch ein unbeschreibliches Unheil anzurichten. Ich wünsche den Angehörigen der Opfer und allen, die nun mit diesem Trauma leben müssen, viel Kraft und Menschen in ihrem Umkreis, die sie schweigen lassen, wenn ihnen nach Schweigen ist, ihnen zuhören, wenn sie reden möchten und sie trösten, wenn ihnen nach Weinen zumute ist.

    Das Unglück ist unfassbar und es kommt noch die schlimme Tatsache dazu, dass der Täter nun sein Ziel erreicht hat, Aufmerksamkeit zu bekommen, sogar weltweite. So sehr ich für die Pressefreiheit bin, aber in solchen Fällen müsste es ein gesetzliches Verbot geben, unzählige sensationslüsterne Reportagen und Interviews auf allen Sendern über die reine Nachricht hinaus zu senden bzw. in Sensationsmeldungen in den Printmedien zu veröffentlichen. Etliche Trittbrettfahrer zeigen jetzt schon, wie sehr sie sich von diesem Medieninteresse animiert fühlen. Ich finde, hier hat der Schutz der Allgemeinheit Vorrang vor der Pressefreiheit

  251. Sabrina Sillke

    Ich kann es immer noch nicht begreifen WAS passiert ist!!!
    Die Frage nach dem Warum wird wohl für immer bleiben!!!
    Meine Gedanken und Anteilnahme sind bei den Familien und Freunden der Opfer. Aber auch bei den Mitschülern, Lehrern, Rettungskräften, Polizisten und ALLEN die diese schlimmen Stunden miterlebt haben!!! Und auch bei der Familie von Tim K.! Sie haben nicht nur einen Sohn verloren. Sie müssen damit leben mit den Vorwürfen! Nicht nur mit Ihren eigenen sondern auch mit denen der andren Menschen! Werden sie je ihres Lebens wieder froh??? Auch ich werde es NIE verstehen was Tim K. dazu bewegt hat so zu handeln!
    Ich wünsche den Familien, Angehörigen, Freunden, Lehrern, Rettungskräften, Allen die es erlebt haben von ganzem Herzen viel Kraft!!!

    In stiller Anteilnahme
    Sabrina aus Lörrach

  252. Gaby Hörzer

    Ich bin fassungslos, entsetzt, wütend, ohnmächtig! Ich kenne diese Gefühle sehr genau. Vor sechseinhalb Jahren kam meine Tochter Nadine (21J.) bei einem Verkehrsunfall ums leben.
    Ich bin im Gebet, mit meinen Gedanken bei all den Trauernden, den Opfern. Schweigend umarme ich alle Betroffenen.
    Nach einer zweijährigen intensiven Aufarbeitung leite ich beim DRK eine Selbsthilfegruppe für “Trauernde Eltern.”
    Ich versuche einfach nur da zu sein.
    Es wird nie mehr so sein wie es war! Wir lernen aber mit der Zeit damit umzugehen.

  253. Jonathan Bühler

    Ich bin unendlich traurig über diese schreckliche Tat. Es ist so schwer hierfür die passende Worte zu finden.
    In was für eine Welt leben wir eigentlich, wo nur noch Gier,Geiz,Ignoranz,Macht…………und und und. Aber die Menschlichkeit und der Respekt seinem mitmenschen gegenüber auf der Strecke bleibt !! Seit Gestern hat sich auch mein Leben verändert. Ich bin tief bedrückt über das geschehene und habe tiefes mitgefühl für die Eltern der Kinder,Brüder,Schwester,Neffen,Nichten,Großeltern und alle die Ihre liebsten verloren haben.Mein mitgefühl gilt auch für die Eltern vom Täter.

  254. Jürgen Ebelt

    ich habe davon gelesen, daß solch verwirrte Menschen sich nichts mehr wünschen, als einmal im Leben berühmt zu sein. Es gibt anscheinend Foren, in denen solche kranke Menschen dazu ermuntert werden, durch eine solch schreckliche Tat wenigstens einmal im Leben eine Berühmtheit zu werden.
    DSDS lässt grüßen!
    Besonders schrecklich fand ich die Nachricht, daß man sich sogar darüber Gedanken macht, ob ein solcher Amoklauf vielleicht verfilmt wird und wer die besten Schauspieler dafür seien!
    Es ist zwar keine Hilfe für die kranken (noch nicht) Täter, da ist das soziale Umfeld (Eltern, Verwandte, Freunde) gefordert, aber als sofortige Maßnahme für Nachahmer fordere ich:

    1. Ein Verbot, daß der Name des Täters in den Medien erwähnt wird.
    2. Der Grabstein des Täters darf keinen Namen tragen
    3. der Ort des Begräbnisses darf nicht veröffentlicht werden
    4. Der Täter darf auf keinem öffentlich zugänglichen Platz beerdigt werden

    Damit wäre dem Hauptmotiv von Nachahmern vorgebeugt!

    Wenn es nach meiner persönlichen Betroffenheit ginge, würde ich sogar fordern, daß die Geburtsurkunde und alle gespeicherten Daten gelöscht werden, die Staatsbürgerschaft aberkannt wird, so daß die Existenz des Täters aus dem allen Registern verschwindet, als ob er nie geboren worden wäre!

    Wenn Geltungsbedürfnis wirklich das Motiv ist, dann muss die Gesellschaft diesen gefährdeten und kranken Menschen klar machen, daß sie woanders Hilfe suchen müssen.

    In diesem Zusammenhang möchte ich auch an die Medien apellieren, die eigene Berichterstattung zu überdenken!
    Natürlich denkt man an Einschaltquoten,
    Man denkt auch an die Betroffenen!
    Aber ins Verhältnis gesetzt: Ein Flugzeugabsturz mit 100 Toten ist nicht 5x länger in den Medien. Die Betroffenen sind aber genauso betroffen!

    Aber ist es nicht so: Hier war es ein kranker Mensch, bei dem die behandelnden Ärtze (und das soziale Umfeld) versagt hben, dort sind es Ingenieure, die ein Restrisiko nicht ordentlich bearbeitet haben.

    Ich will damit sagen:
    Mit der Aufmersamkeiten der Medien wird die Absicht des Täters erfüllt!
    Gleichzeitig werden Nachahmer ermuntert, die latent vorhandenen Fantasien auszuleben!

    Wenn Herr Öttinger Betroffenheit zeigt, finde ich das ja gut!
    Aber bitte die Kameras au!
    Ansonsten werde ich den Verdacht nicht los, daß die Politiker auf Kosten von den leidenden und hilfsbedürftigen Betroffenen nur Wahlkampf machen.
    Das finde ich pervers!

    Aber als verantvollungsvoller Sender wissen Sie ja auch, wo der Knopf zum Ausschalten ist!

    Noch ein Wort an die Eltern:
    Wer so viele Waffen besitzt und seinem Sohn auch noch das präzise Schiessen in den Kopf beibringt, gehört für mich in eine geschlossene Anstalt.

  255. Gabi Müller

    Wieviele Menschen werden schon als Babys von ihren Eltern abgelehnt? Viele dieser Menschen haben keine Chance sich als gefühlsvolle und liebenswerte Wesen wahrzunehmen. Sie sind im Bezug auf ihr soziales Verhalten lebensbedrohlich behindert! Unsere Gesellschaft sperrt diese (wenn sie diese asozialen Menschen erkennt) wenn möglich in geschlossene Heime (Heilpädagogische Einrichtungen ect.) lebenslang weg. Aber manchmal (vermutlich sehr oft) fällt so eine menschliche tickende Zeitbombe erst viel zu spät auf und richtet..unsere Gesellschaft. Jetzt denken wir (vorübergehend) wieder über Werte und Moral nach.. Verantwortung für unsere Kinder übernehmen heisst für mich menschliche Werte leben..

  256. Stephan Schnitzler

    Nachdem ich gegen Mittag schon mein Mitgefühl ausgedrückt habe und die Beiträge hier über Schuld/Killerspiele/Waffengesetz u.a. aufmerksam verfolgt habe, möchte ich auf anderes aufmerksam machen. Ich hoffe, daß allen dort geschädigten Kindern/Lehrern/Polizei- und Rettungskräften, eine professionelle psychologische Unterstützung zur Verfügung steht, um das Erlebte einigermaßen verarbeiten zu können.

  257. Olaf Adami

    Liebe Mitmenschen,

    zunächst möchte ich allen Betroffenen des jüngsten Amok-Laufs meine aufrichtige Anteilnahme bekunden. Ein solch schreckliches Ereignis erschüttert jeden Beteiligten bis in das Tiefste der eigenen Existenz, berührt es doch einen Bereich des Lebens der sich dem Verstand komplett entzieht. Es gibt keine wirkliche Antwort auf die Frage nach dem Warum. Man kann es nur annehmen so wie es ist. Und das ist ganz bestimmt eine der schwersten Aufgaben die einem Menschen gestellt werden können. Meine besten Wünsche begleiten Euch!

    Dann möchte ich - inmitten der Nachbeben dieser Katastrophe - jenen meiner Vorkommentatoren herzlich danken, die eine weitläufigere Sichtweise zu den Hintergründen dieser Bluttat ausgedrückt haben. Eure Beiträge sind sehr wertvoll und sollten einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden!

    Jenen aber, die hier sofort und unreflektiert Schuld zuweisen und nach Rache schreien möchte ich sagen, daß mit noch mehr Regulierung und weiteren Sicherheitsvorkehrungen wirklich niemandem gedient ist. Wer das verlangt, reagiert zwar in einer durchaus nachvollziehbaren Weise, doch verkennt dabei den tatsächlichen Ernst der Lage. Was uns hier in tragischer Weise vor Augen geführt wird ist tatsächlich nur die ‘Spitze des Eisbergs’ und keinesfalls eine unrühmliche Ausnahme im gesellschaftlichen Zusammenleben. Es erfordert jedoch deutlich mehr Mut sich an der eigenen Nase zu packen und einmal genau nachzuforschen, in wie weit man selbst zu dieser unseren ‘Ungesellschaft’ beigetragen hat, die dazu führt, daß unsere Kinder langsam alle mehr oder weniger durchdrehen müssen!

    Und dann möchte ich mich noch ganz persönlich an Dich, ‘Tim K.’ wenden, der Du Dir gerade so viel Hass und Abscheu und nackte Wut auf Dich gezogen hast. Du weißt, ich kann Deine Taten im Einzelnen nicht gut heißen, denn sie widersprechen allem was gut zu nennen ist und darüber hinaus trafen sie unschuldige Menschen. Doch ich weiß auch, dass Du das selbst jetzt ganz genau weißt. Dennoch möchte ich Dir sagen, daß ich Dich nicht verurteile, weil ich gut verstehen kann was zu Deinem Amoklauf geführt hat. Es gibt einen Punkt im Leben eines jedes Menschen an dem er sich entscheiden muß, ob er sich dem jeweils vorherrschenden System unterordnet oder nicht. Du konntest Dich nicht unterordnen, weil Du innerhalb des Systems keinen lebenswerten Weg mehr für Dich sehen konntest. In soweit lagst Du auch tatsächlich goldrichtig. Nur die Konsequenz welche Du daraus gezogen hast, die lag leider total daneben, denn ein lebenswertes Leben läßt sich nicht dadurch erschaffen, daß man Leben nimmt. Nun gut, für diesen Irrtum wirst Du jetzt geradestehen, dessen bin ich mir sicher. Und was von Dir hier bleiben wird ist eine breite Spur des Leids, soviel ist auch sicher. Aber trotz alledem hast Du mit Deiner schrecklichen Tat auch ein Gutes getan, nämlich dafür gesorgt, daß unserer Gesellschaft wieder einmal ein glasklarer Spiegel vorgehalten wird, der nichts beschönigt und eines ganz deutlich macht: WIR KÖNNEN NICHT SO WEITERMACHEN WIE BISHER!
    Ich wünsche Dir und uns von Herzen, daß Dein überdeutlicher Hilfeschrei jetzt von uns nicht wie üblich abgehandelt wird. Ein paar Wochen Medienrummel, ein Haufen überflüssiger Kommentare und noch mehr scheinheilige Absichtserklärungen unserer Führungsriegen, und dann bleibt doch wieder alles wie es vorher war. Dann hätte Deine Tat wirklich keinen Sinn gehabt!

    Wir stehen heute als Menschen an einer bedeutsamen Schwelle. Wir müssen uns entscheiden, ob wir weiterhin den ’schönen’ Illusionen aufsitzen wollen, die wir und unsere Gesellschaft erzeugt haben und die wir für ‘das Leben’ halten. Wir müssen uns jetzt ganz genau überlegen, ob unser System überhaupt noch den Menschen dient, welche darin existieren müssen. Oder ob es nicht doch höchste Zeit ist ein paar grundlegende Rahmenbedingungen so zu verändern, daß wir möglichst bald Teil einer Welt werden, deren Basis Vertrauen und Mitgefühl ist; deren oberstes Gesetz die Wertschätzung eines jeden Lebens ist, die jedem Geschöpf dieses Planeten ein Leben in Würde und Zuversicht garantiert und einen neuen Raum erschafft, in dem Platz für alle ist!

    Wir haben - einmal die ganze Menschheit betrachtet - längst alle Mittel und jedes Know How um diesen Planeten binnen 10 Jahren zu einem echten Paradies für alle seiner Geschöpfe zu machen. Und niemand hält uns davon ab, außer wir selbst. Es wird nicht ‘von oben herab’ regnen und niemand wird es für uns tun, während wir bequem und übersatt vor der Glotze sitzen und uns vom nächsten und übernächsten Amok-Lauf (etc.pp.) einen wohligen Schauer über das kaum mehr vorhandene Rückgrat laufen lassen!

    Wenn wir also in Zukunft auf solche Horrormeldungen verzichten wollen, dann ist jetzt jeder einzelne Mensch gefragt sich ganz persönlich nicht mehr teilnahmslos dem alten System unterzuordnen, sondern mit dem was sie oder er hat, an genau der Stelle wo sie oder er stehen, das zu tun was ihr und ihm das eigene Ge-Wissen aufträgt, auch wenn das anderen lächerlich oder sogar verrückt erscheinen mag!

    ‘Der Mensch der Zukunft wird ein Liebender sein, oder er wird nicht mehr sein.’ Mit diesem Zitat von Dr. Christina Kessler möchte ich mich nun verabschieden und wünsche allen Lesern meiner Zeilen den unbeugsamen Mut das eigene Herz in die Hand zu nehmen und für eine wahrhaft menschliche Zukunft einzustehen. Erst dann wird es keinen ‘Tim K.’ mehr brauchen.

    Mit besten Grüßen

    Olaf Adami

  258. Jürgen Ebelt

    Ich habe gerade noch den Link gefunden:
    “Wer war Tim K”

    man soll ja immer positv beginnen!

    Deshalb der Vorschlag: “Wer sind die Eltern von Tim K”
    Das wäre vielleicht ein positver Beitrag: “macht was draus”!

    Ansonsten meine Meinung, wie im vorherigen Kommentar:

    Tim- K kat keinen Namen!
    Er hat nie existiert!
    Kein Mensch wir um Ihn trauern!
    Kein Mensch wird sich an seinen Namen erinnern
    Er ist kein Held!
    keiner wird wissen, wo sein Fleisch begraben liegt!
    Tim K ist ein Versager, dem nicht zu helfen war, weil er die Angebote nicht angenommen hat!
    Also doppelter Versager!
    Es gibt ihn nicht, und es wird ihn nie wieder geben!

    Meine Tochter hat mir heute berichtet, daß bei der Schule sehr viele e-mails mit Drohungen eingingen.

    Bitte sagt Euren Kindern, daß das kein Spiel ist!
    Und bitte lieber SWR:

    Stellt Eure Berichterstattung ein, oder nur noch auf dem 3. Programm!
    Das sehen die Kinder nicht!

    Und bitte: macht Tim-K zur Unperson!
    Keinen Namen, keinen Lebenslauf!
    Sagt doch einfach, wie es ist: Ein Psychopat, ein Kranker, ein Arschloch,..
    Aber bitte kein Verständnis! Das ermuntert nur Nachahmer.

    Wie ich gesehen habe gibt es haufenweise Trittbrettfahrer!

    Das muss natürlich diskutiert und aufgearbeitet werden!

    Aber muss das jetzt sein?

    Nur weil die Einschaltquoten stimmen?

    Ich habe in einem Interview mit dem Deutschlandfung gehört, daß in den nächsten 3 Monaten mit Nachahmungstaten gerechnet werden müsse!
    Ist das nicht eine direkte Folge der Berichterstatung?

    Wie sieht es da mit der Verantwotung der öffentlich-rechtlichen Medien aus?
    Wenn ein ebenso kranker Mensch durch die Berichterstattung und ie damit verbundene öffentliche Aufmerksamkeit animiert wird, eine ähnliche
    Tat zu vollbringen?

    Wäre es nicht viel besser, wenn man solchen Menschen eine Perspektive bieten könnte?
    Ich weiss, das bringt keine Quote, aber man könnte am nächsten Morgen noch sein eigenes Spiegelbild ertragen!

  259. A.S.

    Es gibt keine Worte.

  260. David Jaschke

    Ich möchte hier zuerst einmal den Opfern gedenken und deren Angehörigen, deren Freunden und Bekannten mein Beileid aussprechen. Hierzu zählt aber ebenso die Familie des Täters. Auch dessen Eltern haben einen schweren Verlust erlitten.

    Hier jetzt nach strengeren Gesetzen schreien hilft uns doch nicht wirklich weiter. Ich selbst bin legaler Waffenbesitzer, bin ich deshalb ein potenzieller Verbrecher. Bei manchen Kommentaren, die man hier ließt kommt es einem fast so vor.
    Hier werden einfach Unwarheiten verbreitet ohne sich richtig zu informieren. Selbst in den Medien war gestern (nicht SWR) über 2 Stunden von einem, vom Vater legal besessenen Maschinengewehr die Rede, hier lese ich dass es sich bei der Waffe um das stärkste Pistolenkaliber handelt. Man muss hier sehr aufpassen, dass man hier aus einer zu verstehenden Hilflosigkeit und Wut zu einer Pauschalisierung und Stimmungsmache übergeht.
    Es steht außer Frage, dass diese Tat aufgearbeitet werden muss, jedoch sollte man sich an Fakten halten. Und Fakt ist, dass die Waffe weggeschlossen gehört. In den dafür gesetzlich vorgeschriebenen Waffenschränken verwart wäre der 17 Jährige nicht an die Waffe gekommen.

    Ich denke in einer solchen Situation sollte man vielmehr daran denken, warum ein 17 Jähriger sein eigenes Leben so wegwirft. Was bewegt jemanden in diesem Alter dazu sein Leben als nicht mehr lebenswert zu erachten. Und hier sollten wir uns alle an der eigenen Nase fassen und überlegen wie wir unsere Mitmenschen behandeln. Und auch die Medien sind gefordert.
    Fast den ganzen Tag wird von sämtlichen schrecklichen Ereignissen auf unserer Welt berichtet, eine pessimistische Einschätzung der Zukunft jagt die nächste. Wo bleiben eigentlich Nachrichten die zeigen was das Leben wert ist. Wo sind Berichte die zeigen was für Tolle Dinge auf dieser Welt passieren.
    Auch gerade in einer solchen Situation sollte einmal versucht werden schöne Ereignisse in den Vordergrund zu stellen.
    Man stumpft doch heute zwangsläufig vollkommen ab.

    Wenn dann alle ungünstigen Zufälle zusammentreffen, dann passieren solch schreckliche Taten. Hier sollten alle selbst nachdenken wie man gegen soetwas vorgehen kann und alle sollten so etwas als Anlass nehmen ihre zwischenmenschlichen Beziehungen zu überprüfen und gegebenenfalls zu kitten. Die Opfer wird das nicht retten und die Angehörigen nicht trösten, jedoch könnte diese Tat so helfen dass sich etwas zum Positiven ändert, ob im Gesellschaft zu verbessern und solche Taten zu verhindern.

  261. Sabine

    Ich bin zur Zeit in Neuseeland und habe die Nachrichten aus der Heimat mit Entsetzen aufgenommen… fuer so etwas gibt es wirklich keine Worte….

  262. Paul Walmer : Medien wie Heuschrecken

    Es gibt Bilder, die zeigen, dass Fernseh- und Radioteams und viele andere Medienleute wie Heuschrecken über Winnenden hereinfallen. Jeder braucht Bilder, jeder will Originaltöne. Hauptsache vor Ort und aus dem Ort. Im SWR wurde gestern Abend der Chef von Kärcher interviewt. Der gute Mann ist zwar in Winnenden, hat aber mit dem Vorfall überhaupt nichts zu tun. Ein ungutes Beispiel, mit welchen Wahn die Medien über alles und jeden herfallen.
    Im ZDF hatte man zuwenig Bilder von Winnenden, da mussten dann Beteiligte aus Erfurt vor die kamra. ES IST AUCH DIE GEILHEIT DER MEDIEN, DIE DEN AMOKTÄTERN DIE AUFMERKSAMKEIT BRINGT, DIE SIE MIT DER TAT BEWIRKEN WOLLEN.

  263. Lukas Sandkühler

    Nachtrag zu dem Kommentar von Herrn Max Ludwig:

    Da Sie die Botschaft offenbar nicht verstanden haben, empfehle ich Ihnen, das Buch von Dave Grossman und Gloria deGaetano zu lesen. Vielleicht begreifen Sie dann, um was es hier eigentlich geht.

    Mit freundlichen Grüßen
    Lukas Sandkühler

  264. Andreas Meyer

    Schrecklich was passiert ist. Es hilft keinem weiter, jetzt strengere Gesetze zu fordern und Vorverurteilungen zu machen. Die Eltern des Täters haben einen weiteren Sohn. Von daher ist es falsch von falscher Erziehung zu sprechen. Und wenn jemand an Waffen ran kommen will, dann wird jemand das auch schaffen.

    Viel wichtiger ist, zu erfahren, was die Gründe für diese Tat sind. In der heutigen Zeit geht es doch nur noch um Macht, Geld, gut aussehen, möglichst erfolgreich zu sein und dass man angepasst ist. Viel zu schnell werden manche ausgegrenzt.

    Wenn man sich jetzt die Frage stellt, woher unsere Kinder das dann haben? Von uns Erwachsenen. Wir leben ihnen vieles vor.

    Bevor also jemand die Eltern und den Täter verurteilt, sollten wir uns alle an die eigene Nase fassen und fragen, was kann ich tun, damit sowas nicht passiert.

    Mein Mitgefühl allen Angehörigen.

  265. Stormy Monday

    Sind wir das Land der Experten und Besserwisser? Hat eigentlich mal jemand mit gezählt, wie viel „Experten“ und Experten gestern im Radio interviewt wurden? Einer schlimmer als der andere, ein G’schwätz hohler als das andere und ein Beitrag überflüssiger als der andere. Muss das denn sein? Kann man denn nicht mal still sein? Muss man denn wirklich alle 10 Minuten einen neuen Beitrag bringen? Es waren wirklich nur sehr wenige gute Beiträge zu hören. Paul Walmer (siehe Beitrag nebenan) hat schon Recht. Die Geilheit der Medien ist schlimm.

  266. Edith Seemann

    Erst einmal spreche ich den Trauerfamilien mein aufrichtiges Beileid aus.Psychologen und Psychiater glauben teilweise garnicht was man erlebt,ich bin selber in Behandlung weil ich was erlebt habe.Man darf Tim nicht die alleinige Schuld geben,man wird einfach nicht verstanden von Psychologen.Und dass treibt dann in den Wahnsinn mit oder ohne Medikamente so ist es hab dass am eigenen Leib erfahren bei den Psyochtherapeuten.Nochmals drücke ich mein tiefes Mitgefühl für Tim K. und seine Familie und die Opferfamilien aus.

  267. A Ditter aus B am R

    Traurig - und tragisch !!!!!!
    Aber leider auch immer wieder das Gleiche traurige Spiel in den Medien - Wie und was da berichtet wird ist immer peinlich:

    “Er hatte auch Counter Strike auf dem Rechner …” -

    Wenns denn doch so einfach wäre …
    Er hat auch Tischtennis gespielt:
    Also fordere ich ein Weltweites Verbot von Tischtennis und Computerspielen.

  268. J.Kleboth

    Alarmsignal !

    Diese schreckliche Tat ist für die meisten Menschen unbegreiflich und unerklärlich. Ist dies aber nicht schon ein Zeichen, dass wir schon – oft aus Selbstschutz - so abgestumpft sind und die Zusammenhänge nicht mehr sehen?
    Das als Amoklauf bezeichnete Verbrechen war in Wirklichkeit kein Amoklauf. Es war eher eine Kriegshandlung, ein Terrorangriff. Terror ist der Krieg des kleinen Mannes! Es war ein Racheakt, eine Vergeltungsaktion, kein unkontrolliertes, spontanes Herumballern. Dieser junge Mensch war kein Psychopath und ist nicht als Massenmörder geboren, er wurde zum Massenmörder gemacht! Dass er wegen Depressionen in psychotherapeutischer Behandlung war, sagt nur eines, dass ihm dieses Leben zu schaffen machte. Vielleicht hat er deshalb die Behandlung abgebrochen, weil ihm klar wurde, dass nicht er, sondern die Gesellschaft krank ist, aber kein Arzt weit und breit, der diese Gesellschaft behandelt.
    Wir haben uns offensichtlich an diesen Zustand gewöhnt, dass er uns als normal erscheint. Müssten wir als gesunde Menschen, die ihre Kinder lieben, nicht laut aufschreien, wenn wir den Schund und Schmutz sehen, dem unsere Kinder tagtäglich im Internet und in den Medien ausgesetzt sind?
    Müssten wir nicht auf die Barrikaden gehen, wenn einerseits immer mehr Menschen ausgebeutet werden, die trotz Arbeit um ihre Existenz bangen müssen, andererseits die Gewinner dieses Systems nur noch das Problem haben, wie sie möglichst steuerfrei ihre Millionen anlegen können.
    Dürfen wir wirklich wegschauen wenn hunderttausende Kinder und Frauen als Sexsklaven missbraucht und gefoltert werden?
    Unsere Gesellschaft ist krank! Die so genannten Killerspiele sind Ausdruck unserer Doppelmoral. Töten ist strafbar. Aber wir geben unseren Kindern abscheuliche Machwerke, die das Töten in immer realistischerer Weise trainieren und diskutieren über Altersbegrenzungen. Es muss ohne wenn und aber das Gebot: „Du sollst nicht töten!“ gelten, für Kinder, für Jugendliche und erst recht für Erwachsene, da sie Vorbildfunktion haben sollten! Allein diese unsinnigen Argumente, dass diese „Spiele“ für gefestigte Personen ungefährlich wären, zeigt unsere selbstzerstörerische Geisteshaltung. Diese Haltung ist gegen das Leben gerichtet. Natürlich haben sie eine verrohende Wirkung. Dies ist in vielen wissenschaftlichen Studien nachgewiesen. Spiele haben neben dem Unterhaltungswert immer auch einen Lerneffekt! Töten darf kein Spiel sein!
    Wenn wir nicht radikal unsere selbstmörderische Geisteshaltung aufgeben, wird es weitere solche schrecklichen Vorkommnisse geben!
    Wir müssen nicht nur den Werteverlust beklagen, sondern wir müssen gegen diesen unseligen Zeitgeist etwas tun. Dazu gehört engagiertes Eintreten für Werte, dazu gehört das Vorleben dieser Werte, dazu gehört der Kampf gegen Unmenschlichkeiten auf jeder Ebene. Dazu gehört auch das Eintreten gegen die permanenten Tabuverletzungen. Wir müssen unser geistiges wie materielles Konsumverhalten kontrollieren! Wir müssen wieder lernen, zwischen gut und böse zu unterscheiden! Gegen den Mist in manchen Fernsehkanälen hilft nur eines: abschalten!

    Josef Kleboth

  269. Boxi

    was sollen all die schlauen Sprüche ? Rückgängig machen diese auch Nichts mehr. Wenn jemand wirklich was tun will, soll er sich an die Krisenhotlines wenden und nachfragen was er tun kann um all dieses Leid zu lindern. Hoffentlich ziehen heute die Medien aus Winnenden ab und wir können das Schreckliche aufarbeiten. Es wird Wochen, Monate und Jahre dauern bis die Wunden vernarbt sind. Schmerzen werden Sie ewig. Wir können keine Martinshörner und Besserwisser mehr hören. Und wie sich die Presse vor der Schule und auch danach in den Trauerfeiern aufgeführt hat - man würde gerne über die Reporter kotzen !!!

  270. Gert Widmann

    Ich bin der Meinung, dass die Albertville-Schule nicht wieder für den Unterricht genutzt werden sollte. Das Gebäude sollte abgerissen werden und dort ein Park zum Gedenken angelegt werden. Die Stadt verfügt sicherlich über ausreichende Freiflächen um dort eine neue Schule aufzubauen – und in der heutigen Zeit sollten gerade dafür genügend finanzielle Mittel vorhanden sein.

    Die anstehenden Prüfungen sollten den Schülern, welche sie ablegen wollen, möglich und zugänglich gemacht werden, bei Nicht-Erreichen der Prüfungsziele diese jedoch als nicht abgelegt gewertet werden.

    Im schlimmsten Fall (was diese Prüfungen angeht) verlieren diese Schüler ein Jahr – was ist das schon im Vergleich….

  271. Andreas

    Mein ganzes Mitgefühl gehört den Familien und Freunden aller Getöteten und Verletzten und denjenigen, die Zeugen dieser Tat werden mussten.

    Schade nur, dass nun größtenteils nach oberflächlichen Antworten und Motiven gesucht wird. Dunkle Ecken des Internets und Gewaltspiele sind in meinen Augen nicht der Grund für solche Taten sondern maximal Katalysator. Wir sollten eine Schicht tiefer gehen und uns fragen, ob mit unserer Gesellschaft etwas nicht stimmt. Und zwar jeder von uns in seinem eigenen Umfeld.

    Aber es ist natürlich bequemer an der Oberfläche zu kratzen und mit dem Finger auf andere zu zeigen.

  272. Britta

    Es ist einfach unendlich Traurig!!
    Immer wieder muß ich Weinen wenn ich diese Bilder sehe.
    Es ist kaum vorstellbar welch unsagbares Leid über die Menschen gekommen ist.Mein aufrichtiges Mitgefühl meine Trauer meine Tränen (auch die meiner Familie,Sohn 17,Tochter 14 und Mann) und das nicht verstehen dieser Tat gilt allen Opfern,Verletzten,Angehörigen,Lehrern,Freunden,Einsatzkräfte aber auch den Eltern des Täters!!! Einfach allen Menschen die jetzt Trauern und sich immer wieder dieselbe frage stellen:WARUM?????????
    Ich wünsche uns allen viel KRAFT um diese schweren Stunden zu überstehen.

  273. Volker Hauck

    …der morgen 2 nach winnenden
    nur ein alptraum?
    nein, realität!
    …und der Himmel weint

    trauer,
    betroffenheit,
    hilflosigkeit,
    …und der himmel weint

    so viele hoffnungsvolle Leben zerstört
    so viele seelen verwundet
    wie lange braucht heilung?
    …und der himmel weint

    an alltag nicht zu denken!
    es hätten unsere kinder sein können
    zu gelähmt um wütend zu sein
    …und der himmel weint

  274. Norbert Neumann

    Mitgefühl und Kritik
    Meine aufrichtige Anteilnahme gilt allen betroffen Menschen die durch diese Tat in Angst, Schrecken und Verzweiflung gestürzt wurden. Eine Tat wie diese lässt sich nicht begreifen und ohne den Täter auch nie vollständig erklären. Wir können hier immer nur Vermutungen anstellen und wild spekulieren.
    Daher gilt meine Kritik den Medien und den Ermittlern, hier wird doch nur noch nach SCHULDIGEN gesucht. Das Internet, die Computer, Begeisterung für Waffen…was kann man hier nicht alles wieder mal hervor holen und durch den Dreck ziehen. Sportler, Jäger, Biathleten lassen sich doch so schön vorzeigen und vorverurteilen, dabei werden dann geschickt Halbwahrheiten verbreitet - Hauptsache eine aktuelle Story zum Thema “Schießen, Waffen und Gewalt.”
    Dabei wird nicht erzählt wieviele Menschen mit Familie einen Sport betreiben, die dafür eine Waffe besitzen und benutzen, es aber keine Probleme, keine Amokläufe gibt. NEIN, es werden Einzelfälle herausgepickt und dann wird mit einem großen Knüppel auf alle eingeprügelt. TOLL - Weiter so!
    Solche Berichte helfen weder den Eltern, Ehegatten noch den Kindern die bei dieser Tat einen geliebten Menschen verloren haben, noch helfen sie den Eltern des Täters und schon garnicht tragen sie etwas zur Klärung der Tat bei!
    Vielleicht sollten wir einmal umkehren und uns auf die wichtigen Dinge besinnen, denn Schützenvereine, Schützen, Jäger, Waffensammler zu verteufeln verhindern keinen Amoklauf! Da hilft es schon mehr, wenn wir uns wieder mit unseren Kindern beschäftigen und wenn wir keine Videos veröffentlichen wo zu sehen ist wie geschossen wurde, wer geschossen hat, wie der Täter starb.
    Es hilft nicht wenn man die Dinge so oft verschiebt, verbiegt und verfälscht, bis der gewünscht Effekt ereicht und genug Geld mit verkauften Zeitungen und Einschaltquoten verdient wurde.

  275. Michael Nether

    Hat eigentlich schon mal jemand nach der Rolle des Vaters gefragt?
    Wenn einer 16 Gewehre im Schrank hat, hat er doch vermutlich
    keinen Platz mehr für seine Tassen…

  276. Michael Nether

    Wenn mein Vater 16 Gewehre im Schrank gehabt hätte, wer weiss,
    was aus mir geworden wäre.

  277. sabine

    Wieder einmal wird die Frage gestellt, was ist mit den Jugendlichen und Kindern in unserem Land eigentlich los - sind sie womöglich eine tickende Zeitbombe.
    Seit dem ich selber Mutter bin, also Erziehungsberechtigte wie es so schön heisst und ständigen Kontakt zu anderen Eltern, Erziehern, Lehrern und “pädagogisch tätigem Personal” habe, stelle ich mir allerdings eine ganz andere Frage: WAS IST EIGENTLICH MIT DEN ERWACHSENEN LOS?
    Ich finde es nahezu erschreckend, was aus Erwachsenenmund über Kinder, deren Welt, deren Bedürfnisse und den UMGANG mit ihnen auf den Elternabenden und in Gesprächen auf den Schulfluren (und nicht zuletzt in den Medien und von den diversen “Experten”) von sich gegeben wird.

    Wenn man eine Mutter oder ein Vater ist, der zu Hause ist und die Kinder VERSORGT (nicht Unterbringung ORGANISIERT) wird man in Deutschland von anderen Erwachsenen im harmlosen Fall gemoppt und ausgegrenzt!
    In einer zweiten Stufe werden Äußerungen wie “hinterwäldlerisch”, “aus dem vorigen Jahrhundert” (übrigens auch von Politikern, Männern wohlgemerkt) “Heimchen am Herd” bis hin zu “Eva Hermannmutter (soll heißen Nazimutter) losgelassen.

    Der Alltag der meisten Kinder sieht dann so aus: Von der Geburt bis zur Stufe 3 Jahre UNTERBRINGUNG in einer Kinderkrippe (nach dem Willen von Frau Von der Leyen). Dies geschieht nicht zum Wohle des Kindes, sondern damit “Eltern Beruf und Familie miteinander vereinbaren können”. Danach wechseln die Kinder in den Kindergarten, im Idealfall bis 17 Uhr, warum, damit die Eltern Beruf und Familie miteinander vereinbaren können. Dann wechseln sie zur Grundschule am besten mit anschließender Hortunterbringung bis 17 Uhr, warum, man ahnt es schon. Danach beginnt der Kampf um`s Übertrittszeugnis, denn Hauptschule geht ja gar nicht und hat das Kind dies mit diversen Nachhilfen geschafft, kommt eh G8, wo der Unterricht sich bis in die Nachmittagsstunden hineinzieht oder Hausaufgabenbetreuung stattfindet. Wer früher heimkommt, findet eine leere Wohnung, wo der PC und Fernseher anwesend sind.
    Alles aber halb so wild, denn die Eltern halten während des Tages Handykontakt, tauschen sich also ganz modern mit ihren Kindern aus und organisieren schon mal aus der Ferne das Abendessen, die eine gemeinsame Mahlzeit, die dann alles wieder raushaut. Wenn sich alle am Abend treffen, beginnt nämlich die tollste Zeit, die “Qualitätszeit” - ALLES LEERER WAHN. Auf der Strecke bleiben die Kinder mit ihren Bedürfnissen nach Aufmerksamkeit und Zuwendung und FÜRSORGE und zwar von den ELTERN und nicht von fremden Menschen, die große Gruppen von Kindern “verwalten”.
    Es ist schon mal der Ausdruck vom “staatlich finanzierten Erziehungsdrückebergertum” in die Runde geworfen worden, Kinder mutieren zu sehens zu einer “Anschaffung”, die mit fortschreitender Lebensdauer ständige Unterbringungsprobleme nach sich zieht, ein permanentes Problem, das von genervten Eltern gelöst werden muss.

    Wer allerdings zu Hause bleibt (also auf angebliche Selbstverwirklichung im Beruf und damit auf zusätzlichen Konsum und gesellschaftliche Anerkennung VERZICHTET), für die Kinder kocht, womöglich noch mit Nachtisch wie die Oma früher, sie am Nachmittag selber betreut, fragt, wie`s in der Schule war, Mau-Mau mit ihnen spielt (das geht gar nicht, da werden sie ja womöglich von ihren Gleichaltrigen pardon, der peergroup ausgegrenzt, Playstation, Nintendo, Wii, Killerspiele, Internetchat, Fotohandy, PSP Box, das muss schon alles sein, dafür geht man ja schließlich arbeiten, man kann`s ja eh nicht verbieten blablabla), mit ihnen lernt (geht auch nicht, keine professionelle Nachhilfe, nicht Status fähig), mit ihnen über persönliche PROBLEME redet (das geht allerdings überhaupt nicht, denn Kinder tauschen sich besser mit den Freunden aus oder gehen zu einem Experten, dem Schulpsychologen nämlich), der ist in Deutschland wirklich auf dem falschen Dampfer, das ist kein Lebensentwurf, der hier noch Unterstützung findet.

    Die Zeche zahlt allerdings die Gemeinschaft, denn zu unserer Gesellschaft gehören zunehmend Kinder und Jugendliche, die keine zwei Sätze mit Subjekt, Prädikat, Objekt von sich geben können (Hammer!!), die sich nicht der Situation gerecht benehmen oder kleiden können, die nicht mehr, wie es so schön heißt, “Ausbildungsfähig” sind, die nicht in der Lage sind, eine Anweisung eines Erwachsenen oder eines Mitmenschen zu befolgen, ohne anschließend Mordgedanken auszubrüten, die emotional abgestumpft sind, die sich ins Koma saufen.

    SCHÖNE NEUE WELT

  278. René Konopka

    Als erstes möchte ich mein tief empfundenes Beileid aussprechen.
    Leider wurden in allen Beiträgen für mich nur an der Oberfläche für die Ursachen gekratzt.
    Die wirklichen Ursachen sind viel tiefer zu suchen, in der Gesellschaft bzw. in diesem System welches immer mehr Individualisten hervorbringt und jeder sich selbst der nächste ist.
    Es ist ein System wo die Eltern mit der Erziehung der Kinder teilweise überfordert sind, weil Sie selber genügend mit sich zu tun haben.
    Der Leistungsdruck in unserer Gesellschaft ist emenz hoch.
    Unser Wertesystem stimmt nicht mehr.
    In dieser Gesellschaft wird leider der Wert eines Menschen an äußerlichen Werten und nicht an inneren Werten gemessen.
    Diesen unangenhemen Fragen sollen und müssen wir uns stellen.

  279. L. Seiler

    Bei manchen Krebserkrankungen kommt nach 7 Jahren oft auch eine Wiederholung. Erfurt - Winnenden
    Ich denke, wenn die Menschheit nicht erkennt, um was es geht, gibt es Wiederholungen. Man fängt schon wieder mit Schuldzuweisungen an (das kann der Mensch sehr gut und auch die Medien).
    Ich denke, da ich eine behinderte Tochter habe und nach dem Krieg vieles im Behindertenbereich verändert wurde, vor allem Respekt, sehe ich in dem Bereich JUGEND die gleiche Entwicklung.
    Auch hier haben wir schon ÜBERZEIT im Umdenken und Verändern - bei Schule, Elternhaus, Gesellschaft.
    Es kann doch nicht sein, dass ein “Ausgegrenzter” sich so Respekt verschaffen muß. Wir alle sind gefordert, jeden Menschen zu respektieren und Achtung vor jedem Leben zu haben.
    Ich möchte noch anmerken, dass der SWR der Sender für mich ist, der gut mischt - mit pos. und neg. Nachrichten.

  280. Doris Wirtz

    Es ist schlimm genug, was da passiert ist. Die Betroffenen tun mir leid, sie haben mein vollstes Mitgefühl.
    Aber ich muss sagen, ich kann es so langsam nicht mehr hören. Schon bei Unfällen verachte ich Gaffer und sonstige blutrünstige Zuschauer, aber über die Medien wird man ja zwangsweise zum „Gaffer“ gemacht. Man hört nichts anders mehr als Amoklauf, man hört morgens die neuesten Erkenntnisse, die dann am Abend wieder dementiert werden u.s.w. Es würde doch reichen, einmal am Tag zu berichten, aber bitte Tatsachen, keine Spekulationen, Gerüchte oder sonstige „Bild-Zeitung-Berichterstattung“.
    Danke auch N. Neumann, ich teile Deine Ansichten.

  281. Preiss

    Seit ewigen Zeiten wird von den Lehrern in den Schulen, Psychologie nach der Rasenmähermethode betrieben.
    Niemand will die Wahrheit hören. Viele Lehrer tragen erhebliche Mitschuld.

  282. Irene Ursula Mach

    Mein tiefes Mitgefühl gilt dene, welche - wie auch immer - durch diese Tat verletzt wurden.

    Gestern wurde in einem Bericht die Frage gestellt, weshalb Deutschland - hinter den USA - den zweiten Platz weltweit bei solchen schrecklichen Ereignissen hält.

    Könnte es sein, dass die Ursache dieses Verhaltens darin zu suchen ist, dass bei uns ein Männerbild anerzogen und gelebt wird, welches immer noch den - steinzeitlichen - “starken Mann” feiert und fordert?

    Ein Junge, welcher seelisch krank ist, wird doch immer noch als Simulant verlacht. Er hört allenfalls Mahnungen wie “reiß Dich zusammen” oder wird als “Memme” verlacht. Als Junge - als Mann - darf “mann” nicht sensibel sein, darf “mann” nicht nachdenklich oder gar deprimiert sein, darf “mann” schon gar nicht in fachärztlicher Behandlung eines Psychiaters oder Psychotherapeuten sein.

    Ein “Mann”, welcher vielleicht künstlerische Potentiale in sich trägt, welcher überdurchschnittlich sensibel ist, darf sich des Spottes seiner Mitschüler sicher sein.

    Es wird allerhöchste Zeit, dass unsere Gesellschaft es den Männern möglich macht, Menschen zu werden. Wohin “Männer” wie Bush und andere seiner Gattung die Welt gebracht haben, sieht man an allen Ecken und Enden. Kriege, Machtdemonstrationen, Kämpfe um den Platz des Leithammels.

    Männer, werded Menschen. Frauen, macht den Männern klar, dass ihr Menschen sucht, keine Leithammel oder Herrenmenschen.

    Es wird Zeit dafür, dass die Menschlichkeit über den Bizeps den Sieg davonträgt.

  283. Stefan

    Erschreckend wie schnell nach so einer schrecklichen Tat die einfachen Ursachen in der Diskussion sind. Je nach eigenem Antrieb wahlweise das böse Internet, die Killerspiele, berufstätige Eltern, das zu freie Waffengesetz, die bösen Medien … etc.. Vielleicht sollten wir (die Gesellschaft) einmal versuchen, die heutige Kultur, die Probleme, die Werte, die Ideale, die Anforderungen etc. der heutigen Jugend zu verstehen. Die Welt und die Gesellschaft hat sich gewandelt, vielleicht zu schnell um dem gedanklich folgen zu können … aber einfache Ursachen und Lösungen sind ja so bequem …

    LG Stefan

  284. E. Schodt

    Die Tragödie ist erschütternd, aber die Effekthascherei der Medien nur wenige Minuten danach ist einfach nur ekelhaft.
    Man sollte den betroffenen Angehörigen das ersparen und der Polizei die nötige Ruhe gönnen, alle Hinweise und Spuren erst einmal zu sichern.
    Unsere Gesellschaft ist sowieso schon sehr schnelllebig und durch die Medien - immer vornedran und auf dem neuesten Stand sein - wird das Ganze noch hochgespielt.
    Die fast schon minütlichen Meldungen erzeugen bzw. beschleunigen alles dermaßen, dass meiner Meinung nach, das Interesse schon nach 2 Tagen so “gesättigt” ist, dass es schon fast abstumpft. Traurig, aber wahr !!!
    Tragen die Medien nicht auch noch dazu bei, dass sich Trittbrettfahrer, wenn auch anonym, aber dennoch, “präsentieren” können?
    Wenn ein Vater als Sportschütze so einen “sorglosen” Umgang mit seinen Waffen treibt und das bei einem schon psychisch vorgeschädigten Sohn, sollte dieser erst mal in die Verantwortung genommen werden.
    Gönnt also bitte allen Betroffenen und den Angehörigen die Ruhe, das ganze zu verarbeiten !!!
    Und vor allem meine Bitte, nicht alles auf “Killer- und Ballerspiele” schieben, sondern Eltern mehr um Fürsorge gegenüber ihrem Nachwuchs und wieder mehr Eigenverantwortlichkeit zeigen.

  285. C.Blatter

    Im ersten Moment bin ich schockiert und fühle mit, denen ihr Leben von jetzt auf nachher sich verändert, ohne daß sie mit-reden können.
    Jedoch sehe ich es als Aufforderung an uns alle, sich Gedanken zu machen, wie z.Bsp: wie gehe ich mit meinem Mitmenschen um? Interessierem mich auch seine Sorgen, Probleme und will nicht nur meine Ruhe. In unserem Ort bekomme ich immer wieder mit, wie sich Leute vor Auseinandersetzungen scheuen. Sie wollen keinen Ärger. Oder die Aussage, ist doch nicht so schlimm. Ob es über die Schule, Verein o.sonstiges geht. Nur um den vermeintlichen Frieden zu erhalten, bleiben viele nur still. Diese Menschen reden oft über den anderen schlecht und sind sich offenbar nicht bewußt, was sie damit anrichten. Es ist ja alles in Ordnung. Diese verwundern sich dann später, warum ist der jetzt so oder wie jetzt beim Ammoklauf in Winnenden. Wie konnte das passieren. Der Großteil davon ist vielleicht so ein Mensch, der nachlässig Kommentare über andere fallen läßt und sie damit verletzt, ausgrenzt, wie wenn derjenige Krätze hat.
    Ich selber empfinde Wut über die Ignoranz. Es zählt in unserer Gesellschaft vor allem, wie man aussieht, was man leistet, wie klug man ist, wieviel “Freunde” man hat, wie angesehen man ist.
    Ich kenne auch Leute, die sich nur zu denen halten, die in der Gemeinde angesehen sind und sich von denen abwenden, die nicht ihren Mund über Ungerechtigkeit halten. Diese Leute halten sogar ihre Kinder dazu an, sich zu denen zu halten, die wo was zählen und ja nicht dem zu helfen, der angegriffen wird.
    Der wird ausgegrenzt und links liegen gelassen. Er ist ja selber schuld. Dass jemand Ausenseiter ist und wird ist auch Mitschuld von den anderen, nicht er alleine. Denn entweder du paßt in eine gewisse Schablone und hälst vor allem deinen Mund oder du wirst als Spinner und Ausenseite deglariert.

  286. A.Kuch

    Ich habe großes, großes Mitleid mit den Opfern und Angehörigen, habe auch viele Tränen um diese Menschen geweint,ich bin fassungslos, ich habe aber auch viele Tränen um Tim K. geweint, auch er ist ein Opfer. Ein Opfer unserer Gesellschaft. Warum hat keiner seine Hilferufe gehört? Warum hat keiner seine Ängste wahrgenommen? Wann reagieren endlich einmal die Lehrer auf Mobbing, und nehmen dieses Thema ernst? Das Elternhaus alleine kann es nicht bewältigen. Aber diese Hilferufe, Ängste wahrnehmen und mit diesem Menschen aufarbeiten kostet viel, viel Zeit und auch viel Kraft. Warum ist keiner mehr bereit diese Zeit und Kraft in einen Menschen zu investieren? Ist es ein Mensch nicht wert? Er bringt ja in diesem Moment kein Profit ein, nein, er raubt einem kostbare Kraft und Zeit, welche man vielleicht haben möchte um den eigenen Profit zu steigern.
    Das Elternhaus wurde mit dieser Situation alleine gelassen, wie weit können Eltern ihren Kindern helfen mit Mobbing umzugehen? Wie weit lassen sich Kinder von ihren Eltern helfen? Wir haben selber 3 Kinder die jetzt zum Glück im Berufsleben stehen, wir haben Lehrerterror und Mobbing von Mitschülern durchgemacht, als Eltern stößt man ganz schnell an Grenzen den eigenen Kinder zu helfen. Die Kinder merken man unterstützt und liebt sie, das ist eine Hilfe, aber als Eltern haben wir keinen Einfluß auf Lehrer und auf Mitschüler. Aber Lehrer haben Einfluß auf die Schüler, aber auch dies kostet wieder Zeit und Kraft. Sind die Lehrer heute nicht mehr bereit über ihre Lehrtätigkeit hinaus auch den Menschen vor sich wahrzunehmen? Ich möchte nicht die Schuld an dieser Tat alleine den Lehrer zu schieben, wohl ein jeder im Umfeld von Tim trägt ein gewisses Maß an Schuld.
    Mein ganz besonderes Mitgefühl gehört seinen Eltern und Verwandte, für die sicher auch eine Welt zusammengebrochen ist.

  287. Peter Albrecht

    Herr Neumann, sie schreiben:
    “Schützenvereine, Schützen, Jäger, Waffensammler zu verteufeln verhindern keinen Amoklauf!”
    Da haben Sie vollkommen Recht: nicht verteufeln sollte man sie, sondern VERBIETEN.
    Die sozialpsychologischen Ursachen der Gewalt wird man dadurch wahrscheinlich nicht beseitigen, wohl aber die materiellen Grundlagen für die Entfaltung eines derartigen Tötungspotentials.

  288. Mutter von 4 Kindern

    Die Eltern des Täters haben wahrscheinlich die Erkrankung des Sohnes unterschätzt. Alleine schon deswegen, dass sie die Waffen im Haushalt nicht sachgemäß aufbewahrt haben, wohl wissend, dass sie ein psychisch krankes Kind in einem Maximalismus-Alter haben.
    Und über Depressionen wurden sie wohl auch schlecht aufgeklärt. Gerade im Herbst/Frühling (Umschaltzeit) verschärfen sich die Anzeichen der Krankheit. Sie haben definitiv ihre Aufsichtpflicht verletzt. Aber auch die Betreuer des Jungen haben schlecht gearbeitet. Wieso wurde die ambulante Behandlung aus der Acht gelassen? Weil in Deutschland jeder Depressive selbst entscheiden kann !?! ob er Behandlung annimmt!!! Das Vorsorgesystem und das Elternhaus haben versagt, haben den Jungen nicht ernst genommen. Es war wahrscheinlich ihnen bequem, dass er so leise und introvertiert war. Ein russisches Sprichwort sagt: “Im stillen Wasser ist Teufel”, wahrscheinlich analog zu “Stille Wasser sind tief”.

    Wann fangen endlich an, die Psychologen und Psychoterapeuten menschlich und interdisziplinär zu arbeiten, die Eltern umfassend über die solchen Krankheiten aufzuklären? Depression heiß es doch, dass Gefahr eines Suizides hoch ist!!! Deswegen wird ja behandelt!!! Und Amoklauf ist es doch eine grausame Form davon!!!!!!!!
    Desweiteren gibt es Psychopharmaka, die Suizidgedanken verstärken, statt sie zu verhindern. ZDF hat im Herbst einen ausführlichen Beitrag dazu gebracht.
    Schrecklich ist das alles!

  289. Michael Reiser

    Zunächst möchte ich mein Mitgefühl mit den Angehörigen der Opfer, den Angehörigen des Täters und allen, die durch das Wüten des Täters bedroht und verängstigt wurden. Nach einer solchen Tat stellt sich immer die bohrende Frage nach dem Warum und ob dies nicht hätte verhindert werden können. Schnell werden vermeindliche Ursachen wie der private Waffenbesitz und/oder sog. “Ballerspiele” gefunden. Nach dem Amoklauf in Erfurt wurde so auch folgerichtig das Waffenrecht verschärft und die Zugänge zu solchen Spielen beschränkt.
    Den großspurigen Ankündigungen folgten hautsächlich Verbote. Präventive Maßnahmen, wie Schulpsychologen und Schulsozialarbeiter, die auch Geld kosten, blieben seltener.
    Oft scheint es, dass solche Amokläufe von bislang unauffälligen Menschen quasi, wie aus heiterem Himmel passieren. Doch sind die Täter wirklich so unauffällig, gibt es keine Anzeichen im Vorfeld die darauf hindeuten könnten, dass hier gravierend “etwas nicht stimmt”?
    Eine Studie von Dr. Jens Hoffmann zu Amokläufen und schweren Gewalttaten an Schulen kommt zu dem Ergebnis, dass “in allen Fällen deutliche Risikomerkmale im Verhalten und in der Kommunikation der Täter im Vorfeld der Tat identifiziert werden konnten”. Hier denke ich, wäre der Ansatzpunkt, an dem man präventiv tätig werden muß. Die Jugendlichen schweben ja nicht im luftleeren Raum sondern sind Teil in ein oder mehreren Systemen (Familie, Schule …) Ich denke die oft zitierte Kultur des Hinschauens ist der Schlüssel, dass solche Taten künftig zu verhindern sind, da sie in der Regel alle eine “Vorlaufzeit” von Wochen oder Monaten haben. Lehrer und sonstige Bezugspersonen müsten hinsichtlich der identifizierten Risikomerkmale von potentiell gefährdeten Jugendlichen geschult werden, Jugendliche im Hinschauen sensibilisiert werden wie z.B. durch sog. Streitschlichterprogramme. Ziel ist nicht eine Kultur des gegenseitigen Bespitzelns, sondern der gegenseitigen Achtsamkeit.

    Und was die “einfachen” Lösungen angeht:
    Inzwischen gilt es als wissenschaftlich belegt, dass sog Ballerspiele keine Amokläufe auslösen. Sie können eine Rolle spielen, aber nur wenn viele andere Faktoren hinzukommen.

    Und das Regulieren am Waffenrecht wirkt sich auf Sportschützen aus, die legal Waffen besitzen. Ein Blick in die Kriminalstatistik, genauer in die mit Schusswaffen verübten Verbrechen zeigt, dass die Anzahl der mit legalen Waffen begangenen Verbrechen verschwindend gering ist. Das im Amokfall von Winnenden ein Verstoß gegen das aktuell geltende Waffenrecht vorliegt scheint klar. Waffen sind vor dem Zugriff Unbefugter zu sichern. Punkt.
    Und das ein Verbot vom legalem Waffenbesitz nicht zur Verhinderung solcher Taten führt zeigt ein Blick nach England oder auch Australien. Länder in denen seit es dem Verbot mehr und nicht weniger Verbrechen mit Schusswaffen gibt.

    Das Theme ist nicht der legale Waffenbesitz oder irgendwelche Computerspiele, sondern was junge Menschen in eine Lage bringt in der sie keinen anderen Ausweg mehr sehen und warum die beteiligten Bezugspersonen und wir alle diese Not offenbar nicht erkennen.

    Michael Reiser
    Sozialarbeiter und Sportschütze

  290. Patrick Merkle

    Auch ich möchte an aller erster Stelle den Angehörigen der Getöteten und Verletzten mein aufrichtiges Mitgefühl aussprechen. Hierzu gehören auch die Eltern und die Schwester des Täters. Auch deren Leben hat der junge Mann zerstört. Mein großer Respekt gehört den Kollegen, die als erste Streifenwagenbesatzungen vor Ort waren und sich sofort dazu entschlossen haben in die Schule einzudringen. Dass, obwohl der Täter schon auf sie gefeuert hat, obwohl sie keiner Spezialeinheit angehören, sondern normale Polizeibeamte sind, obwohl sie außer ihrer normalen Schutzweste keinerlei besondere Schutzausrüstung zur Verfügung hatten und obwohl ihnen in diesem Moment mit Sicherheit klar war, dass sie dieses Vorgehen mit hoher Wahrscheinlichkeit mit ihrem eigenen Leben bezahlen müssen. Wie man hört haben sie den Täter genau durch dieses Vorgehen zur Flucht gezwungen und damit verhindert, dass er sein Blutbad in der Schule fortsetzen konnte. Hierfür gebürt Euch mein absoluter Respekt und meine Dankbarkeit!

  291. Sebastian Glatt

    Es ist unumstritten dass dieser Junge ein sehr grausames und fürchterliches Verbrechen begangen hat, hervorgerufen durch eine psychische Krankheit. Es ist ebenso fürchterlich wie die Angehörigen der Opfer mit diesem schrecklichen Geschehen jetzt umgehen müssen.
    Allerdings ist es auch sehr grausam und fürchterlich, im Internet und im Fernsehen die letzten 2 Minuten seines Lebens zu zeigen. Niemand denkt dabei auch an die Mutter, Vater und die Schwester, die diese Bilder sehen.
    Muß das sein?

  292. Katrin R.

    Warum wird in den Schulen nicht mal soziales Verhalten unterrichtet ?
    Immer nur irgendwelches theoretisches Wissen, von dem man das meiste eh wieder bald vergißt !
    Warum wird den Schülern nicht mal beigebracht, wie man sich gegen Mobbing wehren kann ?
    Warum unterdrücken Lehrer die eh schon Schwachen auch noch ? Warum sagte eine Lehrerin zu Tim: Wenn du so weitermachst landest du bei der Müllabfuhr ? Wie muß man sich fühlen wenn einen alle als Looser bezeichnen ?
    Die Schule ist für mich so was vom wahren Leben entfernt !

  293. Frieder

    Sehr traurig!! Und so viele selbsternannte Experten geben schlaue Lösungen von sich: Wenn man ….
    Ich frage mich, was haben Großkalibrige Waffen, die über das Kleinkalibermaß hinausgehen, in Sportvereinen zu suchen.
    Den Schießsport stelle ich Grundsätzlich in Frage.

  294. Lore

    Mutter von 2 Kindern. Vormittags berufstätig, damit wir überhaupt unseren monatlichen finanziellen Verpflichtungen nachkommen können.
    Nachmittags bin ich dann zu Hause, was dann mit finanziellen Abstrichen verbunden ist. Leider muss ich mich aber immer wieder vor den Kindern rechtfertigen, warum wir uns keinen Urlaub, etc …. leisten können. Weil Leben mit 4 Personen unwahrscheinlich teuer ist und die Politik ihren Beitrag dazu leistet, dass Familien noch mehr geschröpft werden, siehe Mehrwertsteuererhöhung.
    Abwrackprämie, dass ich nicht lache!!!! Für Familien gibt es pro Kind einmalig 100,-€. Sehr hilfreich. Kindergelderhöhung 10,-€, auch mehr als spendabel. Lohnsteuerklasse V für die arbeitende Frau, dass der Staat auch gleich kräftig abkassieren kann. Welche Frau kann es sich noch leisten, ihre Kinder zu Hause zu betreuen und zu kümmern???? Als ich gestern aber unsern Kultusminister Rau im Interview hörte, war ich nur noch fassungslos über soviel Ignoranz. 50 % mehr Lehrer für die betroffene Schule. Wie großzügig, vielleicht müssen wir vor Dank auch noch den Boden küssen. Meine Tochter geht in die 6. Klasse Gymnasium G8. Seit ihrem Schulwechsel (Notenschnitt 2,0 Grundschule) ist von dem begeisterten, lebensfrohen, lernfrohem Mädchen nichts mehr übrig. Ich erkenne sie nicht mehr wieder . Überforderte Lehrer! Willkür bei der Notengebung nach Sympathie. Schüler werden auch von Lehrern fertig gemacht, es sind nicht immer nur die Mitschüler!! Stundenausfälle !! Motto an der Schule: Friß oder stirb! Bullemielernen!!!! Man frißt den Stoff in sich rein, um ihn dann nach der Arbeit wieder auzukotzen .Im Studium geht es grad so weiter.So Habe ich Gymasim vor 20 Jahren nicht erlebt. 90% ihrer Hobbys hat sie innerhalb von einem Jahr aufgegeben. Wobei ich dachte, soziale Kontakte wären soooo wichtig. Bin nur froh, dass ich es mir noch finanziell leisten kann, sie nach Schulschluß mit Gesprächen und Zureden auffangen zu können.
    Lieber Herr Rau und sonstige Verantwortlichen: „ Sie hatten genug Zeit, die Zustände an den Schulen zu verbessern ( kleinere Klassen, Lehrplanentrümpelung, mehr Lehrer..etc).
    Passiert ist nichts!!!
    Übrig bleiben hunderte depressive, lebensmüde, junge Menschen, die von überforderten Eltern nicht aufgefangen werden. Flüchten sich in die virtuelle Traumwelt. Ein paar Wenige explodieren und rütteln die Gesellschaft wach.
    Einen kurzen Moment, dann ist wieder alles beim Alten!!!!

  295. ulrich

    Alkoholprobleme? Alkohol verbieten!

    Verstoß gegen das Waffenrecht? Den (auch illegalen) Besitz verbieten.

    Probleme in der Erziehung? Das Versagen der Erziehung zu verbieten.

    ……

    UNSERE Demokratie entlässt IHRE Kinder ……

  296. Karl - Heinrich

    Was ist los in Deutschland? Anscheinend warten alle darauf das etwas schreckliches passiert um dann ihren Senf dazugeben zu können. Natürlich ist das was der Junge gemacht hat schrecklich und auch die Eltern haben unverantwortlich gehandelt indem eine Waffe nicht unter Verschluss gelagert wurde, was übrigens die Pflicht eines Waffenbesitzers und im besonderen eines Sportschützen ist. Ich stelle mir eher die Frage, wie kam der Junge an die Munition, mehr als Hundert Schuss sollen es gewesen sein. Das soviel im Nachtisch gelagert war ist wohl unwahrscheinlich. Auch die „Ballerspiele“ die bestimmt schon jeder zweite Junge als Zeitvertreib kennen gelernt hat sehe ich nicht als Auslöser dieser Tat. Um so etwas Schreckliches zu tun muss ein Mensch bis auf das schlimmste gereizt, oder verzweifelt sein. Aber auch dann greift nicht jeder zur Waffe und bringt damit andere Menschen um. Wie oft passiert es, das ein Kind verzweifelt ist und nicht weis wie es seine Probleme beheben kann? Wie viele Waffen sind in Deutschland nicht unter Verschluss? Wie viele Kinder sind in Schützenvereinen und lernen dort den Verantwortungsvollen Umgang mit Waffen?
    Stellen wir uns einmal vor, alle Schusswaffen wären weg, sind damit auch die Potenziellen Täter weg, nein die finden andere Möglichkeiten.
    Ist ein Mensch erst einmal zu solch einer Tat bereit, findet er auch eine wirkungsvolle Waffe.
    Vorbeugen ist angesagt, unterhaltet euch mal wieder mit eueren Kindern, kümmert euch um deren Probleme, und ihr könnt viel bewegen.