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		<title>Merapi &#8211; der Feuerberg</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 13:37:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thomaskruchem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Berg aus erkalteter Lava und Asche, heiße aufsteigende Wolken und die Angst vor einem neuen Ausbruch – der Merapi auf der indonesischen Insel Java zählt zu den gefährlichsten Vulkanen dieser Welt. Für Wissenschaftler ist er ein ehrfürchtiges Forschungsobjekt, für die umliegende Bevölkerung Ausdruck höherer Mächte. Opfergaben sollen die mächtigen Geister besänftigen, um Menschen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.swr.de/blog/planerde/2010/03/08/merapi-der-feuerberg/merapi-der-feuerberg-foto-thomas-kruchem/" rel="attachment wp-att-505" title="Merapi - der Feuerberg (Foto: Thomas Kruchem)"><img src="http://www.swr.de/blog/planerde/files/2010/03/merapi533-150x150.jpg" alt="Merapi - der Feuerberg (Foto: Thomas Kruchem)" align="left" /></a>Ein Berg aus erkalteter Lava und Asche, heiße aufsteigende Wolken und die Angst vor einem neuen Ausbruch – der Merapi auf der indonesischen Insel Java zählt zu den gefährlichsten Vulkanen dieser Welt. Für Wissenschaftler ist er ein ehrfürchtiges Forschungsobjekt, für die umliegende Bevölkerung Ausdruck höherer Mächte. Opfergaben sollen die mächtigen Geister besänftigen, um Menschen und Landwirtschaft vor einer neuen Katastrophe zu bewahren. Eine Audio-Bildergalerie von Thomas Kruchem.<span id="more-507"></span></p>
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		<title>Kampf um den Regenwald West-Papuas</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 12:15:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thomaskruchem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umwelt]]></category>

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		<description><![CDATA[West-Papua: Mangroven, Torfmoore und Regenwälder nahe der Küsten; eine bis über 5000 Meter aufragende, großenteils bewaldete Bergkette im Inland. Für die rund 1,5 Millionen Melanesier ist der Regenwald nicht nur Nahrungsgrundlage, sondern auch ein Ort der Begegnung, der jedoch zunehmend bedroht ist. Bergbau, Palmöl-Industrie, die wachsende Zahl malaiischer Immigranten, aber auch die Verlockungen der Städte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.swr.de/blog/planerde/2010/02/11/kampf-um-den-regenwald-west-papuas/arbeiter-einer-oelpalmenplantage-in-west-papua-foto-thomas-kruchem/" rel="attachment wp-att-503" title="Arbeiter einer Ölpalmenplantage in West-Papua ( Foto: Thomas Kruchem)"><img src="http://www.swr.de/blog/planerde/files/2010/02/westpapua400-150x150.jpg" alt="Arbeiter einer Ölpalmenplantage in West-Papua ( Foto: Thomas Kruchem)" align="left" /></a>West-Papua: Mangroven, Torfmoore und Regenwälder nahe der Küsten; eine bis über 5000 Meter aufragende, großenteils bewaldete Bergkette im Inland. Für die rund 1,5 Millionen Melanesier ist der Regenwald nicht nur Nahrungsgrundlage, sondern auch ein Ort der Begegnung, der jedoch zunehmend bedroht ist. Bergbau, Palmöl-Industrie, die wachsende Zahl malaiischer Immigranten, aber auch die Verlockungen der Städte haben viele Papua entwurzelt. Einen gewissen Halt scheint den Papua nur ihr christlicher Glaube zu geben. Eine Audio-Bildergalerie von Thomas Kruchem.<span id="more-504"></span></p>
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		<title>Bis zur Ausrottung: der illegale Handel mit Wildtieren in S&#252;dostasien.</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 10:30:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>berndmusch-borowska</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umwelt]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Ausmaß des illegalen Handels mit Wildtieren und Tierprodukten ist enorm. Offiziellen Angaben der ASEAN zufolge wurden allein im vergangenen Frühjahr knapp zehntausend lebende oder tote Wildtiere sichergestellt. Ein Vertreter der südostasiatischen Staatengemeinschaft befürchtet gar eine Ausrottung zahlreicher Tierarten, sollte die illegale Jagd nicht gestoppt werden. Wichtiger Umschlagplatz für gewilderte Tiger und andere geschützte Tierarten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.swr.de/blog/planerde/2009/11/13/bis-zur-ausrottung-der-illegale-handel-mit-wildtieren-in-suedostasien/wildlife-protection-unit-der-umweltstiftung-wwf/" rel="attachment wp-att-501" title="Wildlife-Protection-Unit der Umweltstiftung WWF"><img src="http://www.swr.de/blog/planerde/files/2009/11/wildtierschutz-einheit-600x.jpg" alt="Wildlife-Protection-Unit der Umweltstiftung WWF" align="left" /></a>Das Ausmaß des illegalen Handels mit Wildtieren und Tierprodukten ist enorm. Offiziellen Angaben der ASEAN zufolge wurden allein im vergangenen Frühjahr knapp zehntausend lebende oder tote Wildtiere sichergestellt. Ein Vertreter der südostasiatischen Staatengemeinschaft befürchtet gar eine Ausrottung zahlreicher Tierarten, sollte die illegale Jagd nicht gestoppt werden. Wichtiger Umschlagplatz für gewilderte Tiger und andere geschützte Tierarten ist Malaysia. Von dort berichtet Südostasien-Korrespondent Bernd Musch-Borowska.</p>
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		<title>Sport mit Tradition: Falknereien am Persischen Golf .</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Oct 2009 07:40:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>carstenkuehntopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Jagd mit Falken ist bei den Golf-Arabern ein beliebter Sport. Die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate gibt jedes Jahr Millionen für die Pflege dieser Tradition aus. Ein Falkenhospital in Abu Dhabi bietet hochmoderne Behandlung, im Falken-Souk von Dubai gibt es jedes erdenkliche Zubehör. Ein zugereister Schotte verdient mit Falken seit Jahren gutes Geld: Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.swr.de/blog/planerde/?attachment_id=489" rel="attachment wp-att-489" title="Ein Falkenhospital in Abu Dhabi"><img src="http://www.swr.de/blog/planerde/files/2009/10/hospital-1_400-150x150.jpg" alt="Ein Falkenhospital in Abu Dhabi" align="left" /></a></p>
<p>Die Jagd mit Falken ist bei den Golf-Arabern ein beliebter Sport. Die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate gibt jedes Jahr Millionen für die Pflege dieser Tradition aus. Ein Falkenhospital in Abu Dhabi bietet hochmoderne Behandlung, im Falken-Souk von Dubai gibt es jedes erdenkliche Zubehör. Ein zugereister Schotte verdient mit Falken seit Jahren gutes Geld: Die Vögel halten die Anlagen von Luxushotels in Dubai &#8220;taubenfrei&#8221;. Carsten Kühntopp hat die &#8220;Falken-Szene&#8221; in Abu Dhabi und Dubai besucht.<span id="more-496"></span></p>
<p>Ein paar schmucklose, einstöckige Bauten in der Wüste unweit des Flughafens &#8211; das ist das Falkenhospital von Abu Dhabi, das größte der Welt; etwa viereinhalbtausend Falken werden hier jedes Jahr behandelt.</p>
<blockquote><p>Das sind also alles die Häuser, wo die Falken hospitalisiert werden. Also, wir können über hundert Falken hospitalisieren. Im Moment haben wir 93 hier stationär aufgenommen.</p></blockquote>
<p>Zeit für die Visite. Krankenhausdirektorin Doktor Margit Müller ist auch die Chefärztin. Einige ihrer Patienten hocken nebenander auf Stangen, andere haben ein Einzelzimmer, so wie Alia, ein Weibchen, das zur Mauser hier ist.</p>
<blockquote><p>Hallo Alia! Sie hat ein sehr starkes Temperament, um es mal vorsichtig zu sagen.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.swr.de/blog/planerde/2009/10/24/sport-mit-tradition-falknereien-am-persischen-golf/margit-mueller/" rel="attachment wp-att-490" title="Margit Müller"><img src="http://www.swr.de/blog/planerde/files/2009/11/margit-muller.jpg" alt="Margit Müller" align="right" /></a>Margit Müller aus Bayerisch-Schwaben lebt seit acht Jahren in Abu Dhabi. Für ihre Arbeit an der Spitze des mehr als 50-köpfigen Krankenhausteams erhielt sie kürzlich eine hohe Auszeichnung der Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate. Umgerechnet etwa 18 Millionen Euro gibt der Staat jedes Jahr zur Förderung der Falknerei aus &#8211; diese alte Tradition soll nicht sterben.</p>
<blockquote><p>Früher, als die Beduinen noch in der Wüste gelebt haben, haben sie die Falknerei benutzt, um Fleisch für die Familie zu erjagen, und dadurch konnten die Familien überleben. Das heißt, die Falknerei hier in den Emiraten war kein Sport, weil hier ist es wirklich die Beduinen-Tradition.</p></blockquote>
<p>Ein Falke apportiert nicht &#8211; vielmehr bringt er ein Beutetier zur Strecke, und dann muss der Falkner schnell hinterher und sich die Beute schnappen. Wer in Abu Dhabi oder Dubai einen oder sogar mehrere Falken besitzt, der besitzt in der Regel Vögel aus der Zucht; doch noch immer sind es recht wilde Tiere, bei denen alle uralten Instinkte funktionieren.</p>
<blockquote><p>Wir reden hier fast nur von Weibchen. Das ist eine ganz, ganz große Besonderheit im Tierreich, dass bei den Falken die weiblichen Tiere ein Drittel größer sind als die männlichen Tiere. Für die Falknerei werden vor allem weibliche Tiere benutzt, da diese Tiere, weil sie größer und stärker sind, auch größere Beute schlagen können. Mehr Beute heißt mehr Essen für die Familie. Und die Männchen &#8211; sind auch nett, sind halt kleiner und zierlicher, und die können zwar auch schön fliegen, aber dadurch, dass sie wirklich schwächer sind, können sie natürlich wirklich nur kleine Beute schlagen.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.swr.de/blog/planerde/2009/10/24/sport-mit-tradition-falknereien-am-persischen-golf/hamad-al-ghanem-2/" rel="attachment wp-att-493" title="Hamad al-Ghanem"><img src="http://www.swr.de/blog/planerde/files/2009/11/hamad_2.jpg" alt="Hamad al-Ghanem" align="left" /></a></p>
<p>Spätabends im Garten eines Luxushotels in Dubai. Hamad al-Ghanem will Freunde zum Plausch bei einer Wasserpfeife treffen. Einer seiner Falken, ein Weibchen namens Mirage, sitzt still auf einem kleinen Kissen auf dem Tisch. Ghanem liebt es, am Wochenende in die Wüste zu fahren und zu jagen.</p>
<blockquote><p>Etwa zwei Wochen lang richte ich den Falken ab. Dann gehen wir in die Wüste. Ich nehme die Haube ab und lasse den Falken fliegen. Ich sehe: Er hat eine Trappe erlegt! Ich muss jetzt schnell hinterherkommen, denn er fängt sofort an zu fressen. Als ich beim Falken ankomme, hat er keine Angst vor mir &#8211; er kennt mich ja. Vorsichtig nehme ich den Vogel von der Beute und setze ihm wieder die Haube auf. Nun muss er noch eine Jagd machen &#8211; natürlich nicht 20 Jagden, sondern nur zwei oder drei, bis er müde ist. Schließlich bekommt er sein Fressen &#8211; vielen Dank! &#8211; und morgen geht es weiter.</p></blockquote>
<p>Ghanem, in den Vierzigern, lebt von den Erträgen, die die Investitionen seiner Familie bringen. Also hat er viel Zeit für sein Hobby, die Falknerei. Er liebt die Traditionen und widmet sich mit Hingabe ihrer Pflege. Je höher die Wolkenkratzer in Dubai werden und je komfortabler sein Leben ist &#8211; desto wichtiger sind ihm die alten Bräuche und Sitten. Mit dem Falken in der Wüste zu jagen, für ein paar Tage unter freiem Himmel zu sein und sich nur von dem erjagten Fleisch zu ernähren &#8211; das bedeutet, den Vorfahren und ihrer Lebensart wieder ganz nahe zu kommen, sagt Ghanem.</p>
<p><a href="http://www.swr.de/blog/planerde/2009/10/24/sport-mit-tradition-falknereien-am-persischen-golf/david-steadjpg/" rel="attachment wp-att-491" title="david-stead.jpg"><img src="http://www.swr.de/blog/planerde/files/2009/11/david-stead.jpg" alt="david-stead.jpg" align="right" /></a>Der Brite David Stead verdient sein Geld in Dubai mit Falken. Schon als kleiner Junge war er von diesen Tieren besessen &#8211; da lebte er noch in Schottland. Nun ist er Ende Dreißig und hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht: Er leitet die Firma &#8220;Falknerei-Dienstleistungen Al-Hurr&#8221;. Große Hotels mieten ihn und seine Vögel &#8211; damit er die Tauben vertreibt. Vor bald zehn Jahren, als Stead nach Dubai kam, war das eine ziemlich neue Idee. Der Erfolg gab ihm recht. Welches Hotel hat kein Problem mit Tauben und ihren Hinterlassenschaften!</p>
<blockquote><p>Angenommen, rund um ein Gebäude leben eintausend Tauben, und du versuchst, sie mit dem Gewehr abzuknallen: Erwischen wirst du vielleicht zehn. Die anderen 990 verschwinden für fünf Minuten &#8211; dann kommen sie wieder, denn sie kennen die Verbindung nicht -  zwischen dem Knallen eines Schusses und der Tatsache, dass Onkel Humphrey plötzlich nicht mehr da ist! Wenn du aber einen Falken aufsteigen lässt, dann macht dieser Falke jeder einzelnen Taube absolute Todesangst &#8211; denn das kennen sie!</p></blockquote>
<p>Einige Zeit lang lässt Stead seinen Falken um einen Hotelturm fliegen, dann sind alle Tauben verschwunden, für ein paar Tage zumindest, und Stead fängt seinen Vogel wieder ein, indem er eine Beute an einem Seil über dem Kopf kreisen lässt. Hält er seine Falken also künstlich hungrig? Nein, sagt Stead.</p>
<blockquote><p>Wenn dein Falke ständig Hunger hat, ist er schwach. Wenn er nicht in bester Verfassung ist, taugt er nicht für die Arbeit. Die Falken müssen Gewicht haben, kräftig sein und gut im Saft stehen. Natürlich trainieren wir Falkner die Tiere durch den Magen: Wir wiegen sie täglich und geben ihnen entsprechend zu fressen. So können wir berechnen, wann sie das nächste Mal hungrig sein werden und können sie genau dann fliegen lassen.</p></blockquote>
<p>Auch ein anderes Vorurteil stimme nicht, sagt Stead &#8211; dass nämlich die Falken ständig ihre Haube auf hätten, die sogenannte Burka, und dass sie meistens in der Dunkelheit leben müssten. In Wirklichkeit trügen die Tiere die Haube nur während des Transports, das beruhige sie.</p>
<p><a href="http://www.swr.de/blog/planerde/2009/10/24/sport-mit-tradition-falknereien-am-persischen-golf/hospital/" rel="attachment wp-att-494" title="Hospital"><img src="http://www.swr.de/blog/planerde/files/2009/11/hospital_2_400.jpg" alt="Hospital" align="left" /></a>Zurück im Falkenhospital von Abu Dhabi. Dr. Margit Müller gibt einem Pfleger Anweisungen. Mehr als eintausend Euro kostet ein Falke, für die besten Vögel geben Wohlhabende an die 30-tausend Euro aus. Je wohlhabender die Golf-Araber in den letzten Jahrzehnten wurden, desto größter wurde der Aufwand zur Pflege gesunder und zur Versorgung kranker Falken. Immer mehr Tierhalter bringen ihre Falken nicht erst dann ins Hospital, wenn sie krank sind, sondern kommen regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen. Die meisten lieben ihre Vögel über alles, sagt Müller.</p>
<blockquote><p>Die kommen jeden Tag, um den Vogel zu besuchen, und wenn sie es nicht machen können, wenn sie wirklich verhindert sind, dann rufen sie an, und dann fragen sie: Oh, wie ist heute das Gewicht von meinem Falken, und wieviel hat sie gefressen, hat sie die Medizin gut vertragen, und geht es ihr heute ein bisschen besser, ist sie ein bisschen munterer, ist sie ein bisschen aktiver, und das zeigt auch, wie sehr sie die Falken lieben.</p></blockquote>
<p>Dass der Staat die alte Kultur und die Traditionen nach Kräften fördert, zeigt Wirkung: Immer mehr junge Emiratis interessieren sich wieder für die Falknerei, berichtet Müller. In vielen Familien ist es üblich, dass der Vater einen älteren Falken, der nicht mehr zur Jagd verwendet wird, an den Sohn weitergibt. Mit diesem recht zahmen Tier lernt der Sohn dann die richtige Handhabung. Falken gelten in Arabien als edel, und häufig werden sie wie Familienmitglieder behandelt.</p>
<p><a href="http://www.swr.de/blog/planerde/files/2009/11/hamad_1.jpg" title="Hamad al-Ghanem"><img src="http://www.swr.de/blog/planerde/files/2009/11/hamad_1-150x150.jpg" alt="Hamad al-Ghanem" align="right" /></a>Das bedeutet, dass er zum Beispiel zuhause mit im Wohnzimmer sitzen kann, das heißt, die Familie schaut fernsehen, und der Falke sitzt daneben und guckt halt auch mit zu &#8211; dass die auch wirklich integriert sind. Das heißt, es gibt Falken, die haben ihren eignen Platz im Auto, da darf sonst keiner sitzen, das ist ausschließlich für den Falken reserviert.</p>
<p>Jetzt, im Herbst, beginnt die neue Saison. Jagdgesellschaften machen sich auf den Weg nach Pakistan, Marokko oder Kasachstan, mitsamt Falken, erzählt Hamad al-Ghanem.</p>
<blockquote><p>Wer fliegt, der kann seinen Vogel am Arm mit in die Kabine nehmen, also in der First oder Business Class &#8211; natürlich nicht in der Economy, weil da der Platz fehlt. Wenn du mehrere Tiere dabei hast, fliegen sie in einer Box im Frachtraum mit.</p></blockquote>
<p>Im großen Stil ist die Jagd mit Falken in den Emiraten nicht mehr möglich, aber in anderen Ländern geben die Regierungen vor, wieviele Beutetiere erjagt werden dürfen, und die Falkner aus Abu Dhabi oder Dubai sind herzlich willkommen.</p>
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		<title>Diamonds not forever: die Wirtschaftskrise – eine Chance f&#252;r Sierra Leone?</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Oct 2009 07:35:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>alexanderbuehler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit sieben Jahren herrscht Frieden in Sierra Leone. Doch die enormen Diamantenvorkommen sind nach wie vor kein Segen für die Region. Die Menschen profitieren nicht vom Rohstoffexport, aber sie schuften weiter in den Minen, weil es keine andere Arbeit gibt. Doch durch die weltweite Finanzkrise sind nun auch die Preise für Diamanten in den Keller [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.swr.de/blog/planerde/?attachment_id=483" rel="attachment wp-att-483" title="090926-diamonds.jpg"><img src="http://www.swr.de/blog/planerde/files/2009/10/090926-diamonds-150x150.jpg" alt="090926-diamonds.jpg" align="left" /></a>Seit sieben Jahren herrscht Frieden in Sierra Leone. Doch die enormen Diamantenvorkommen sind nach wie vor kein Segen für die Region. Die Menschen profitieren nicht vom Rohstoffexport, aber sie schuften weiter in den Minen, weil es keine andere Arbeit gibt. Doch durch die weltweite Finanzkrise sind nun auch die Preise für Diamanten in den Keller gerutscht &#8211; höchste Zeit für das ärmste Land der Welt, endlich umzudenken und den Fluch der Edelsteine loszuwerden. Aus Sierra Leone berichtete Alexander Göbel.<span id="more-489"></span></p>
<blockquote></blockquote>
<p dir="ltr">Die Zeiten sind vorbei, als in den 1990er Jahren Rebellen der Revolutionary United Front die Diamantenfelder in Sierra Leone besetzten, um mit den edlen Steinen Waffen zu kaufen und gegen die Bevölkerung Krieg zu führen. Seit sieben Jahren herrscht Frieden in Sierra Leone. Doch die Diamanten sind nach wie vor kein Segen für die Region – im Gegenteil. Die Menschen profitieren nicht vom Rohstoffexport, aber sie schuften weiter in den Minen, weil es keine andere Arbeit gibt. Doch durch die weltweite Finanzkrise sind nun auch die Preise für Diamanten in den Keller gerutscht – Zeit für das ärmste Land der Welt, endlich umzudenken und den Fluch der Edelsteine loszuwerden. Wenn es nicht schon zu spät ist.</p>
<hr size="2" width="100%" />
<blockquote></blockquote>
<p>Hier im braunen Schlamm liegt er versteckt: der Rohstoff, der die Reichen und Schönen auf der Welt so magisch anzieht. Vor mehr als 70 Jahren wurde hier der erste Diamant gefunden. In den Diamantenminen von Kono.</p>
<p>Mit gekrümmtem Rücken stehen zehn Männer bis zur Hüfte in einem Wasserloch der Kensay-Mine. Diamanten werden hier mit Schaufel, Eimer und Sieb an der Erdoberfläche gefördert – eine Knochenarbeit – für eine Schale Reis pro Tag:</p>
<hr size="2" width="100%" />Abubakarr Dukri träumt von einer Kakaoplantage in seinem Heimatdorf.</p>
<blockquote><p><strong>Abubakarr Dukri</strong><br />
&#8220;Natürlich will ich wieder Farmer sein, aber keine Chance, wer hilft mir denn, aus den Minen rauszukommen &#8211; weißt Du – ein leerer Sack bleibt nicht stehen. Und deshalb suche ich weiter nach Diamanten. Auch wenn ich keine finde.&#8221;</p>
<hr size="2" width="100%" /></blockquote>
<p>Die dreckige Brühe, in der die Männer stehen, ist völlig verseucht. Giftige Lösungsmittel, Würmer, Flussblindheit. Abubakarr wäscht das Sieb aus. Sein Kollege Freeman prüft, ob sich unter den kleinen Steinchen ein Diamant verbirgt. Fehlanzeige.</p>
<hr size="2" width="100%" />
<blockquote><p><strong>Freeman</strong><br />
Was sollen wir denn machen?  Wegen des Kriegs konnten wird nicht in die Schule gehen, und im Dorf wollen sie uns nicht mehr sehen, weil wir Soldaten waren. Deswegen bleibt uns nur dieses verdammte Glücksspiel.<br />
Doch die Geschäfte gehen schlecht, schon seit Jahren, der Diamantenboom ist längst vorbei. Und jeder weiß es.</p>
<hr size="2" width="100%" /></blockquote>
<p><a href="http://www.swr.de/blog/planerde/2009/10/02/diamonds-not-forever-die-wirtschaftskrise-eine-chance-fuer-sierra-leone/090926-diamonds_hand_zoomjpg-2/" rel="attachment wp-att-485" title="090926-diamonds_hand_zoom.jpg"><img src="http://www.swr.de/blog/planerde/files/2009/10/090926-diamonds_hand_zoom1-150x150.jpg" alt="090926-diamonds_hand_zoom.jpg" align="right" /></a></p>
<p>Im Krieg waren die Diamanten eine blutige Währung, dann nutzten findige ausländische Konzerne die Übergangsphase, um der Regierung Schürfkonzessionen für lächerliche Preise abzukaufen – nicht selten gegen kräftige Schmiergelder. Privatisierung und extreme Korruption haben dazu geführt, dass der Edelstein-Export nur noch 2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes von Sierra Leone ausmacht. Und doch ist das Land auf seine Bodenschätze angewiesen. Ein großer, ein historischer Fehler, sagt Abu Brima vom Netzwerk für Gerechtigkeit und Entwicklung.</p>
<blockquote><hr /></blockquote>
<blockquote><p> Es ist ein Riesennachteil für uns &#8211; wir haben uns von einem Wirtschaftssektor abhängig gemacht, den wir noch nicht einmal selbst managen und kontrollieren konnten – wir hatten keine Ahnung und taten das, was die ausländischen Konzerne uns diktierten. Wir haben anderen in die Hände gespielt, uns selbst in die Obhut der Ausbeuter begeben, das ist für mich die größte Schande. Aber so war’s.</p>
<hr size="2" width="100%" /></blockquote>
<p>Und heute? Sierra Leone muss schon wieder für seinen Rohstoffreichtum büßen. Denn die Finanzkrise hat auch den Edelsteinmarkt fest im Griff. Die Preise sind eingebrochen. Im ersten Halbjahr 2009 haben die Exporte offiziell nur noch bescheidene 70 Millionen US-Dollar eingebracht, weniger als die Hälfte des vergleichbaren Zeitraums vom Vorjahr. Konzerne wie die südafrikanische Koidu Holdings haben erst ganze Regionen durch ihre unterirdischen Sprengungen verwüstet – nun entlassen sie Arbeiter.</p>
<p>Deswegen ist Tom Yomah so wütend: Er hat genug davon, für einen Hungerlohn im giftigen Wasser zu stehen. Seinem Präsidenten Ernest Bai Koroma würde er das gerne ins Gesicht sagen. Vor fast genau zwei Jahren hat er für ihn gestimmt, damit sich die Lage in Kono endlich verbessert. Geschehen ist nichts.</p>
<blockquote><hr size="2" width="100%" /> <strong>Tom Yomah</strong><br />
Der Präsident ist so etwas wie mein Vater! Ernest Bai Koroma, bitte hilf uns! Wir brauchen hier Landwirtschaft! Vergiß` die Diamanten. Sie sind ein Fluch!  Wenn ich Saatgut bekomme und ein bisschen Land, dann pflanze ich hier morgen Reis, direkt auf der Diamantenmine. Nur mit Landwirtschaft kommen wir hier weiter!</p>
<hr size="2" width="100%" /></blockquote>
<p>Keiner versteht die verzweifelten Lohnsklaven besser als Titus Brima von der GTZ, der deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit. Er will, dass die Männer mit der Schaufel das eigene Feld bestellen, statt nach Diamanten zu graben und Spielball eines teuflischen Geschäfts zu sein, das Sierra Leone so lange nichts als Krieg und Zerstörung gebracht hat.</p>
<blockquote><hr size="2" width="100%" /> <strong>Titus Brima</strong><br />
Ich appelliere an alle, die im Westen mit Diamanten handeln  &#8211; wenn es Ihnen irgendwie möglich ist, hören Sie damit auf, so schnell es geht. Sie haben unser Land ruiniert. Und wenn das mit diesen Rohstoffen so weitergeht, dann wird Afrika eines Tages versinken.<br />
Musik Diamonds are forever&#8230;</p>
<hr size="2" width="100%" /></blockquote>
<p><a href="http://www.swr.de/blog/planerde/2009/10/02/diamonds-not-forever-die-wirtschaftskrise-eine-chance-fuer-sierra-leone/090926-diamonds_mannsiebt_zoomjpg/" rel="attachment wp-att-486" title="090926-diamonds_mannsiebt_zoom.jpg"><img src="http://www.swr.de/blog/planerde/files/2009/10/090926-diamonds_mannsiebt_zoom-150x150.jpg" alt="090926-diamonds_mannsiebt_zoom.jpg" align="left" /></a></p>
<p>Acht Monate im Jahr regnet es in Sierra Leone, hunderttausende Hektar fruchtbare Sümpfe für den Reisanbau liegen brach und  sind verwildert, die Traumstrände ungenutzt. Dazu gibt es ein Heer von Menschen, die mehr als seit einem Jahrzehnt nicht mehr auf dem Feld arbeiten – oder nie etwas anderes gelernt haben, als eine Waffe zu benutzen.</p>
<hr size="2" width="100%" />
<blockquote><p><strong>Brima</strong><br />
Sierra Leone könnte ein reiches Land sein! Mit fruchtbarem Boden! Leider haben wir weder die Technologie, noch das Know How, um diesen Boden auch zu nutzen. Und wann, wenn nicht jetzt, sollten wir damit anfangen? Dieses Land hat einmal so viel Reis und Getreide produziert, dass wir satt geworden sind – und jetzt? Wir sind abhängig von Entwicklungshilfe und auf Almosen aus der ganzen Welt angewiesen. Sierra Leone macht keine Fortschritte, das Land fährt im Rückwärtsgang!</p>
<hr size="2" width="100%" /></blockquote>
<p>Zyniker sagen, Sierra Leone sei bereits heute ein reiches Land &#8211; mit den Entwicklungshilfemillionen werde jeder Einwohner mit rund 50 Dollar subventioniert. Doch noch nicht einmal ein Drittel des Haushalts kann die schwache sierra-leonische Wirtschaft selbst stemmen. Die Straßen sind zerstört, es gibt kaum Strom, die Landwirtschaft liegt am Boden. Sierra Leone muss teuren Reis aus China und Indien importieren, Palmöl aus Malaysia, Tomaten und Zwiebeln aus Holland. Gleichzeitig gibt es keine verarbeitende Industrie, um Maniokpulver oder Saft aus Mangos, Orangen und Ananas herzustellen, die an jeder Ecke wachsen. Die Diamanten &#8211; sind jedenfalls keine Lebensversicherung mehr. Handelsminister David Carew vergräbt sein Gesicht in den Händen</p>
<blockquote><hr size="2" width="100%" /> <strong>Carew<br />
</strong> Das ist traurig, aber wahr. Und trotzdem sitzen wir hier und tun nichts. Auf einer Prioritätenliste von eins bis zehn sollten die Diamanten keine Rolle mehr spielen. Es ist ein Weckruf für uns alle, uns endlich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Und Investoren zu finden, die uns dabei helfen, zu einem gesunden Agrarstaat zu werden.</p></blockquote>
<hr size="2" width="100%" /><a href="http://www.swr.de/blog/planerde/?attachment_id=487" rel="attachment wp-att-487" title="090926-diamonds_diamantengrube_zoom.jpg"><img src="http://www.swr.de/blog/planerde/files/2009/10/090926-diamonds_diamantengrube_zoom-150x150.jpg" alt="090926-diamonds_diamantengrube_zoom.jpg" align="right" /></a>Einige US-amerikanische und chinesische Konzerne haben da anderes vor – sie kaufen im großen Stil bestes sierra-leonisches Ackerland – nicht für Reisfelder, sondern für den Anbau von Biokraftstoffen. Auch Abu Brima vom Netzwerk für Gerechtigkeit und Entwicklung fürchtet, dass das so genannte „landgrabbing“ die nächste Plage für Sierra Leone sein könnte. Gerade deshalb müsse dringend gegengesteuert werden. Die momentane Weltwirtschaftskrise könne man  &#8211; mit dem Mut der Verzweiflung – nur als Segen begreifen. Es traue sich nur niemand, das laut zu sagen.</p>
<blockquote><hr size="2" width="100%" /><strong>Brima </strong><br />
Dies ist das einzige Land unter der Sonne, in dem Steine wertvoller sind, als Menschen!  Für die Minen haben viele Familien ihr Farmland aufgeben müssen, das Trinkwasser ist verseucht, die Fischbestände sind zurückgegangen. Und deswegen glaube ich: die Finanzkrise zwingt uns jetzt, endlich nachzudenken. Es gibt keinen Grund mehr, an den Diamanten zu hängen! Die Regierung muss nach Alternativen für die Menschen suchen, damit dieses Land sich endlich weiter entwickelt!</p></blockquote>
<hr size="2" width="100%" /> Viel Zeit bleibt Sierra Leone nicht mehr. Denn nach den Diamantenfluch lauert bereits die nächste Gefahr. Vor der Küste wurde gerade Öl gefunden&#8230;und das schwarze Gold ist für Afrika schon lange kein Segen mehr.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Br&#252;gge, Brel und Bier &#8211; Eine Bier-Reise durch Belgien</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 10:46:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>christopherplass</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>

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		<description><![CDATA[Mehr als 700 verschiedene Biersorten soll es in Belgien geben. Das Land ist übersät mit vielen kleinen und kleinsten Brauereien, in denen der Bierkultur gehuldigt wird. Und ob Bierkünstler oder Biertherapeut &#8211; die Belgier treten den Beweis an: es kommt beim Brauen nicht nur auf Wasser, Hopfen und Malz an, sondern auf die richtigen Typen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-478" href="http://www.swr.de/blog/planerde/2009/09/08/bruegge-brel-und-bier/beim-fassanstich-bildquelle-dpa/" title="Beim Fassanstich (Bildquelle: dpa)"><img align="left" src="http://www.swr.de/blog/planerde/files/2009/09/bier_480-150x150.jpg" alt="Beim Fassanstich (Bildquelle: dpa)" /></a>Mehr als 700 verschiedene Biersorten soll es in Belgien geben. Das Land ist übersät mit vielen kleinen und kleinsten Brauereien, in denen der Bierkultur gehuldigt wird. Und ob Bierkünstler oder Biertherapeut &#8211; die Belgier treten den Beweis an: es kommt beim Brauen nicht nur auf Wasser, Hopfen und Malz an, sondern auf die richtigen Typen, die etwas daraus machen. Christopher Plass ist durch die belgische Bier-Landschaft gereist.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Spaniens Tourismusbranche in der Krise</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Sep 2009 09:39:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>reinhardspiegelhauer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Massenhaft freie Betten, günstige Preise, viel Platz an den Stränden und kein Gedrängel in Kneipen und Restaurants &#8211; Auch ohne die Bomben der ETA haben Touristen Spaniens Küsten in diesem Sommer weitaus weniger gestürmt als sonst. Nicht die Angst vor dem Terror der baskischen Separatisten, sondern die Furcht vor Arbeitslosigkeit oder sinkendem Einkommen war der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.swr.de/blog/planerde/2009/09/03/spaniens-tourismusbranche-in-der-krise/demonstration-gegen-die-eta/" rel="attachment wp-att-476" title="Demonstration gegen die ETA"><img src="http://www.swr.de/blog/planerde/files/2009/09/eta400-150x150.jpg" alt="Demonstration gegen die ETA" align="left" /></a>Massenhaft freie Betten, günstige Preise, viel Platz an den Stränden und kein Gedrängel in Kneipen und Restaurants &#8211; Auch ohne die Bomben der ETA haben Touristen Spaniens Küsten in diesem Sommer weitaus weniger gestürmt als sonst. Nicht die Angst vor dem Terror der baskischen Separatisten, sondern die Furcht vor Arbeitslosigkeit oder sinkendem Einkommen war der Grund dafür, wie Reinhard Spiegelhauer berichtet.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>China: ein Jahr nach dem Erdbeben</title>
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		<pubDate>Fri, 15 May 2009 12:10:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>astridfreyeisen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>

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		<description><![CDATA[China-Korrespondentin Astrid Freyeisen schildert ihre Erlebnisse im Erdbebengebiet, und auch, wie das Ereignis China verändert hat: So gehen die Medien seit der Katastrophe deutlich kritischer mit der Regierung um als vorher. Aus der Stadt Beichuan ist eine Geisterstadt geworden, ein &#8220;modernes Pompeji&#8221; &#8211; sie wird künftig nur noch als Museum dienen. Etwa 88 000 Menschen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.swr.de/blog/planerde/2009/05/15/china-ein-jahr-nach-dem-erdbeben/astrid-freyeisen-ard-korrespondentin-in-china/" rel="attachment wp-att-470" title="Astrid Freyeisen, ARD-Korrespondentin in China"><img src="http://www.swr.de/blog/planerde/files/2009/05/freyeisen_1_zoom-150x150.jpg" alt="Astrid Freyeisen, ARD-Korrespondentin in China" align="left" /></a>China-Korrespondentin Astrid Freyeisen schildert ihre Erlebnisse im Erdbebengebiet, und auch, wie das Ereignis China verändert hat: So gehen die Medien seit der Katastrophe deutlich kritischer mit der Regierung um als vorher.<span id="more-480"></span></p>
<hr size="2" width="100%" /><a href="http://www.swr.de/blog/planerde/2009/05/15/china-ein-jahr-nach-dem-erdbeben/eine-familie-gedenkt-der-erdbebenopfer-in-der-stadt-beichuan/" rel="attachment wp-att-471" title="Eine Familie gedenkt der Erdbebenopfer in der Stadt Beichuan"><img src="http://www.swr.de/blog/planerde/files/2009/05/gedenken-4_zoom-150x150.jpg" alt="Eine Familie gedenkt der Erdbebenopfer in der Stadt Beichuan" align="right" /></a>Aus der Stadt Beichuan ist eine Geisterstadt geworden, ein &#8220;modernes Pompeji&#8221; &#8211; sie wird künftig nur noch als Museum dienen. Etwa 88 000 Menschen kamen vor einem Jahr in der südwestlichen Provinz Sichuan ums Leben. Mancherorts leben die Menschen noch in Zelten, anderswo geht der Wiederaufbau gut voran.<!--more--><br />
<hr />Zu hören ist Astrid Freyeisen im Gespräch mit Moderator Gábor Paál am Samstag, 16. Mai 2009, von 20:10 bis 22:00 Uhr in SWR 1.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Traditionelle und orthodoxe Medizin auf den Philippinen</title>
		<link>http://www.swr.de/blog/planerde/2009/04/03/traditionelle-und-orthodoxe-medizin-auf-den-philippinen/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Apr 2009 08:50:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thomaskruchem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medizin]]></category>

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		<description><![CDATA[Die alte Frau fährt mit einer Kerze über den Teller. Ruß lagert sich ab; die Frau fährt nun mit dem Teller über Gesicht, Brust und Bauch des auf dem Sofa liegenden jungen Mannes, hält schließlich den Teller ins Licht und prüft, ob sich im Ruß Gestalten abzeichnen. Da ist ein Zwerg in Deinem Haus, neben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.swr.de/blog/planerde/2009/04/03/traditionelle-und-orthodoxe-medizin-auf-den-philippinen/der-glaube-versetzt-berge-auf-den-philippinen-wo-die-menschen-eine-tiefe-beziehung-zu-heiligen-und-geistern-pflegen-foto-thomas-kruchem-2/" rel="attachment wp-att-273" title="Der Glaube versetzt Berge auf den Philippinen, wo die Menschen eine tiefe Beziehung zu Heiligen und Geistern pflegen. (Foto: Thomas Kruchem)"></a><a href="http://www.swr.de/blog/planerde/2009/04/03/traditionelle-und-orthodoxe-medizin-auf-den-philippinen/der-glaube-versetzt-berge-auf-den-philippinen-wo-die-menschen-eine-tiefe-beziehung-zu-heiligen-und-geistern-pflegen-foto-thomas-kruchem-3/" rel="attachment wp-att-275" title="Der Glaube versetzt Berge auf den Philippinen, wo die Menschen eine tiefe Beziehung zu Heiligen und Geistern pflegen. (Foto: Thomas Kruchem)"></a><a href="http://www.swr.de/blog/planerde/2009/04/03/traditionelle-und-orthodoxe-medizin-auf-den-philippinen/der-glaube-versetzt-berge-auf-den-philippinen-wo-die-menschen-eine-tiefe-beziehung-zu-heiligen-und-geistern-pflegen-foto-thomas-kruchem-4/" rel="attachment wp-att-276" title="Der Glaube versetzt Berge auf den Philippinen, wo die Menschen eine tiefe Beziehung zu Heiligen und Geistern pflegen. (Foto: Thomas Kruchem)"></a><a href="http://www.swr.de/blog/planerde/2009/04/03/traditionelle-und-orthodoxe-medizin-auf-den-philippinen/rachel-glaubt-dass-geisterheilerin-josephina-escecha-ihre-mutter-von-quaelenden-kopfschmerzen-heilen-kann-foto-thomas-kruchem/" rel="attachment wp-att-277" title="Rachel glaubt, dass Geisterheilerin Josephina Escecha ihre Mutter von quälenden Kopfschmerzen heilen kann. (Foto: Thomas Kruchem)"></a><a href="http://www.swr.de/blog/planerde/2009/04/03/traditionelle-und-orthodoxe-medizin-auf-den-philippinen/der-glaube-versetzt-berge-auf-den-philippinen-wo-die-menschen-eine-tiefe-beziehung-zu-heiligen-und-geistern-pflegen-foto-thomas-kruchem/" rel="attachment wp-att-272" title="Der Glaube versetzt Berge auf den Philippinen, wo die Menschen eine tiefe Beziehung zu Heiligen und Geistern pflegen. (Foto: Thomas kruchem)"></a><a href="http://www.swr.de/blog/planerde/2009/04/03/traditionelle-und-orthodoxe-medizin-auf-den-philippinen/der-glaube-versetzt-berge-auf-den-philippinen-wo-die-menschen-eine-tiefe-beziehung-zu-heiligen-und-geistern-pflegen-foto-thomas-kruchem-5/" rel="attachment wp-att-314" title="Der Glaube versetzt Berge auf den Philippinen, wo die Menschen eine tiefe Beziehung zu Heiligen und Geistern pflegen. (Foto: Thomas Kruchem)"><img src="http://www.swr.de/blog/planerde/files/p1020184_600.thumbnail.JPG" alt="Der Glaube versetzt Berge auf den Philippinen, wo die Menschen eine tiefe Beziehung zu Heiligen und Geistern pflegen. (Foto: Thomas Kruchem)" align="left" /></a>Die alte Frau fährt mit einer Kerze über den Teller. Ruß lagert sich ab; die Frau fährt nun mit dem Teller über Gesicht, Brust und Bauch des auf dem Sofa liegenden jungen Mannes, hält schließlich den Teller ins Licht und prüft, ob sich im Ruß Gestalten abzeichnen.<span id="more-271"></span></p>
<blockquote><p>Da ist ein Zwerg in Deinem Haus, neben der Tür. Du hast ihn versehentlich gestreift; aber er ist nicht wirklich böse. Wenn Du ihm nichts tust, tut er Dir auch nichts. Die Geister in Deinem Haus sind wirklich sehr freundlich.</p>
<hr /></blockquote>
<p>Entspannt lächelnd steht der junge Mann auf, legt, während ihm die Frau noch ein Kreuz auf die Stirn zeichnet, eine Kokosnuss auf den Tisch, verabschiedet sich. – Irusin, ein Städtchen im Süden der philippinischen Insel Luzon. Josephina Escecha ist traditionelle Heilerin, eine von 250.000 auf den Philippinen. Mit dem eben praktizierten Ritual „Santiguar“, sagt Josephina, prüfe sie, ob ein Patient von Geistern besessen sei. Geister gebe es in jedem Haus – schöne Gestalten, sphärische Erscheinungen, verhutzelte Zwerge; Geister, die dem Menschen dann zuleibe rücken, wenn er sie verletzt; sie aus Versehen tritt, ihnen Wasser über den Kopf schüttet oder einen Baum fällt, in dem sie wohnen. – Über 80 Prozent der Filipinos gehen, sind sie krank, erstmal zu ihrem Heiler, berichtet Eddie Dorotan, Arzt und Leiter des Vereins LIKAS. LIKAS versucht, Brücken zu schlagen zwischen traditioneller und moderner Medizin. Letztere ist sehr teuer auf den Philippinen und…</p>
<hr />
<blockquote><p>Die westliche Medizin hat das Problem, dass sie sehr kalt, formell und unpersönlich wirkt. „Was ist Dein Problem? Hier hast Du Dein Medikament. Tschüs“, heißt es beim Arztbesuch. Ein traditioneller Heiler dagegen spricht mit Ihnen; er nimmt Anteil an Ihren Problemen, gibt Ihnen Ratschläge und betet mit Ihnen; kurz, es entsteht eine persönliche Bindung zwischen Heiler und Patient.</p>
<hr /></blockquote>
<p><a href="http://www.swr.de/blog/planerde/2009/04/03/traditionelle-und-orthodoxe-medizin-auf-den-philippinen/der-glaube-versetzt-berge-auf-den-philippinen-wo-die-menschen-eine-tiefe-beziehung-zu-heiligen-und-geistern-pflegen-foto-thomas-kruchem-2/" rel="attachment wp-att-273" title="Der Glaube versetzt Berge auf den Philippinen, wo die Menschen eine tiefe Beziehung zu Heiligen und Geistern pflegen. (Foto: Thomas Kruchem)"><img src="http://www.swr.de/blog/planerde/files/p1020178_600.thumbnail.JPG" alt="Der Glaube versetzt Berge auf den Philippinen, wo die Menschen eine tiefe Beziehung zu Heiligen und Geistern pflegen. (Foto: Thomas Kruchem)" align="right" /></a>&#8230;.mit oft verblüffender Wirkung. Traditionelle Medizin auf den Philippinen, sagt Eddie Dorotan, definiert Gesundheit als Balance zwischen Körper, Gefühl und Verstand. Was diese Balance störe – zum Beispiel Hitze, Kälte, Ängste oder ein schlechtes Gewissen – mache krank, wogegen die Heiler verschiedene Mittel einsetzen: Massage, genannt „Hilot“, bei Verkrampfungen; gegen Migräne, Rheuma und Menstruationsbeschwerden; „Santiguar“-Rituale gegen erzürnte Geister, Heilpflanzen gegen Infektionen.</p>
<hr />
<blockquote><p>Als ich klein war, flößte mir meine Mutter ganz selbstverständlich den vom Heiler verschriebenen Sud aus Heilkräutern ein, wenn ich Durchfall, Fieber oder Husten hatte. Mittlerweile untersucht das pharmakologische Institut der „University of the Philippines“ unsere Heilpflanzen; und das Gesundheitsministerium hat bereits 20 von ihnen als medizinisch wirksam anerkannt.</p>
<hr /></blockquote>
<p><a href="http://www.swr.de/blog/planerde/2009/04/03/traditionelle-und-orthodoxe-medizin-auf-den-philippinen/der-glaube-versetzt-berge-auf-den-philippinen-wo-die-menschen-eine-tiefe-beziehung-zu-heiligen-und-geistern-pflegen-foto-thomas-kruchem-3/" rel="attachment wp-att-275" title="Der Glaube versetzt Berge auf den Philippinen, wo die Menschen eine tiefe Beziehung zu Heiligen und Geistern pflegen. (Foto: Thomas Kruchem)"><img src="http://www.swr.de/blog/planerde/files/p1020190_600.thumbnail.JPG" alt="Der Glaube versetzt Berge auf den Philippinen, wo die Menschen eine tiefe Beziehung zu Heiligen und Geistern pflegen. (Foto: Thomas Kruchem)" align="left" /></a>Nur auf den Philippinen vorkommende, aber auch bei uns bekannte Pflanzen wie Kampfer, Zitronengras, Oregano und das Öl der Kokosnuss. – Die gegenüber traditioneller Medizin offene Haltung der Regierung gründet auf einem Gesetz von 1997, das die wichtige Rolle traditioneller Heiler im Gesundheitswesen ausdrücklich anerkennt. Wirksame und sichere Methoden der traditionellen Medizin sollen gefördert werden; ein – inzwischen gegründetes – „Institut für traditionelle und alternative Gesundheitsfürsorge“ soll Ärzte, Apotheker und Pflegepersonal in traditionellen Techniken ausbilden, Heilpflanzen erforschen und Medikamente daraus entwickeln. Auch der Verein LIKAS fördert die Kooperation zwischen orthodoxer und traditioneller Medizin, indem er, zum Beispiel, hygienisch einwandfreie Pflege- und Behandlungstechniken vermittelt.“, erklärt LIKAS-Mitarbeiterin Esther Lastilla. „Wir erlernen von ihnen ihre Techniken, diskutieren mit ihnen aber auch über deren Grenzen, empfehlen in bestimmten Fällen die Überweisung an einen Arzt und raten ab von gefährlichen Praktiken.“</p>
<hr />
<blockquote><p>Nach der Durchtrennung der Nabelschnur, zum Beispiel, streuen manche Heilerinnen Asche oder Salz auf den Nabel des Babys. Davon raten wir ab – und auch von der Praxis des so genannten „Tandok“: Traditionelle Heiler saugen dabei, nach Hunde- oder Schlangenbissen, die Wunde aus, um so Tollwut oder eine Vergiftung zu verhindern. Wir raten den Heilern, stattdessen den Patienten sofort ins Krankenhaus zu überweisen; denn Bisse von Schlangen und tollwütigen Hunden sind sehr gefährlich.</p>
<hr /></blockquote>
<p>“Na ja”, lächelt Heilerin Josephina Escecha.</p>
<hr />
<blockquote><p><a href="http://www.swr.de/blog/planerde/2009/04/03/traditionelle-und-orthodoxe-medizin-auf-den-philippinen/rachel-glaubt-dass-geisterheilerin-josephina-escecha-ihre-mutter-von-quaelenden-kopfschmerzen-heilen-kann-foto-thomas-kruchem/" rel="attachment wp-att-277" title="Rachel glaubt, dass Geisterheilerin Josephina Escecha ihre Mutter von quälenden Kopfschmerzen heilen kann. (Foto: Thomas Kruchem)"><img src="http://www.swr.de/blog/planerde/files/p1020095_600.thumbnail.JPG" alt="Rachel glaubt, dass Geisterheilerin Josephina Escecha ihre Mutter von quälenden Kopfschmerzen heilen kann. (Foto: Thomas Kruchem)" align="right" /></a>Es gibt aber auch Fälle, wo Ärzte ihre Patienten zu uns schicken, weil sie einfach nicht wissen, was mit denen los ist. Ich zum Beispiel wurde mal zu einer Frau gerufen, die kurz davor stand zu gebären, aber sich irgendwie verkrampft hatte. Auf Bitte des Arztes habe ich daraufhin ein „Santiguar“ durchgeführt – woraufhin sich die Frau entspannte und ihr Baby ohne Probleme gebar.</p>
<hr /></blockquote>
<p><a href="http://www.swr.de/blog/planerde/2009/04/03/traditionelle-und-orthodoxe-medizin-auf-den-philippinen/der-glaube-versetzt-berge-auf-den-philippinen-wo-die-menschen-eine-tiefe-beziehung-zu-heiligen-und-geistern-pflegen-foto-thomas-kruchem-4/" rel="attachment wp-att-276" title="Der Glaube versetzt Berge auf den Philippinen, wo die Menschen eine tiefe Beziehung zu Heiligen und Geistern pflegen. (Foto: Thomas Kruchem)"><img src="http://www.swr.de/blog/planerde/files/pict3777_600.thumbnail.JPG" alt="Der Glaube versetzt Berge auf den Philippinen, wo die Menschen eine tiefe Beziehung zu Heiligen und Geistern pflegen. (Foto: Thomas Kruchem)" align="left" /></a>Josephina hat auch einen Mann, der nach einem Schlaganfall gelähmt war, wieder zum Laufen gebracht, berichtet LIKAS-Mitarbeiterin Joji Orbase. Fünf Monate lang massierte sie den Mann mit in erhitztem Zitronensaft gelöstem Extrakt bestimmter Pflanzen. „Josephina ist ein Naturtalent“, sagt Joji Orbase. „Sie spürt, was den Menschen fehlt. Andere Heiler dagegen müssen noch Einiges lernen.“</p>
<hr />
<blockquote><p>Es gibt traditionelle Heiler, die böse Geister zu vertreiben suchen, indem sie ihren Patienten Schmerz zufügen. Während einer Art Exorzismus schlagen sie den Patienten zum Beispiel. – Wir diskutieren solche Praktiken mit den Heilern – dies aber nicht von oben herab, sondern indem wir mit den Heilern Erfahrungen austauschen und ihnen so gar nicht erst das Gefühl geben, sie würden kritisiert oder in die Enge getrieben.</p></blockquote>
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		<title>Indonesien will auf der Vulkan-Insel Java Atomkraftwerke bauen</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Mar 2009 08:58:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thomaskruchem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>

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		<description><![CDATA[Yogjakarta in Zentral-Java; ein von Tempeln gesäumter Park mit einem idyllisch gelegenen Konferenzzentrum. Während draußen der Eismann Erfrischungen aus seinem blau-weiß-gelben Wägelchen anbietet, tagt drinnen eine Umweltkonferenz mit vielleicht tausend Teilnehmern. Organisationen wie „Greenpeace“, „Friends of the Earth“ und das Netzwerk WALHI sind vertreten; es geht um den Raubbau am tropischen Regenwald, um die Verpestung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.swr.de/blog/planerde/2009/03/04/indonesien-will-auf-der-vulkan-insel-java-atomkraftwerke-bauen/die-konferenz-ueber-akws-auf-java/" rel="attachment wp-att-443" title="Die Konferenz über AKWs auf Java"><img src="http://www.swr.de/blog/planerde/files/2008/10/p1030378_600-150x150.jpg" alt="Die Konferenz über AKWs auf Java" align="left" /></a>Yogjakarta in Zentral-Java; ein von Tempeln gesäumter Park mit einem idyllisch gelegenen Konferenzzentrum. Während draußen der Eismann Erfrischungen aus seinem blau-weiß-gelben Wägelchen anbietet, tagt drinnen eine Umweltkonferenz mit vielleicht tausend Teilnehmern. Organisationen wie „Greenpeace“, „Friends of the Earth“ und das Netzwerk WALHI sind vertreten; es geht um den Raubbau am tropischen Regenwald, um die Verpestung indonesischer Städte mit ungeklärten Abwässern und Abgasen – und um Atomkraftwerke.<span id="more-434"></span></p>
<p>Vier Kraftwerke mit einer Kapazität von je 1,2 Gigawatt will die Energiebehörde BATAN auf der dicht besiedelten Insel Java bauen, drei davon auf dem Territorium des Dorfes Balong. Eine Horror-Vorstellung für die Bewohner des Dorfes, die deshalb eine Delegation zu dieser Konferenz entsandt haben – mit dem Anliegen, dass man ihnen hilft beim Widerstand gegen die Atommeiler.</p>
<blockquote><p>In unserem Dorf leben 1500 Familien &#8211; die meisten von ihren Reisfeldern, Kokospalmen und Gummibäumen. All diese Menschen sollen umgesiedelt werden, wenn die Atomkraftwerke gebaut werden. Sie werden dann arbeitslos sein und kein Zuhause mehr haben. Ähnlich wird es den Fischern entlang der Küste ergehen, wenn das Kühlwasser der Kraftwerke die Temperatur des Meerwassers steigen lässt.</p></blockquote>
<p>Hilflos schüttelt der Bauer Aris Susanto den Kopf, während sein Freund, der Ingenieur Arif Zayyin, Dimensionen der Bedrohung beschreibt:</p>
<blockquote><p><a href="http://www.swr.de/blog/planerde/2009/03/04/indonesien-will-auf-der-vulkan-insel-java-atomkraftwerke-bauen/die-konferenz-ueber-akws-auf-java-2/" rel="attachment wp-att-444" title="Die Konferenz über AKWs auf Java"><img src="http://www.swr.de/blog/planerde/files/2008/10/p1030353_600-150x150.jpg" alt="Die Konferenz über AKWs auf Java" align="right" /></a>Die Druckwasserreaktoren, die die Atombehörde bauen will, brauchen sehr viel Kühlwasser &#8211; je etwa 2,5 Millionen Liter pro Minute. Dies Wasser wird nach Gebrauch direkt ins Meer geleitet und erhöht die Meerwassertemperatur vor der Küste – um bis zu 9 Grad. Mangroven und Korallenriffe, die Kinderstube unserer Fische, werden zu Grunde gehen. Hinzukommt, dass Java, wie ganz Indonesien, auf dem so genannten „Ring des Feuers“ liegt. Der Untergrund hier ist geologisch extrem aktiv; und jederzeit kann auch der von unserem Dorf nur wenige Kilometer entfernte Muria-Vulkan ausbrechen.</p></blockquote>
<p>Ein Vulkan, dessen letzter großer Ausbruch zwar 2000 Jahre zurückliegt, der aber nach wie vor aktiv ist. Das belegen immer wieder Erdbeben und Gas-Eruptionen an den Flanken des Muria. – „Der Vulkan und auch die vielen Erdbeben auf Java verkörpern keinen Grund zur Sorge“ hat an der Universität von Bandung Professor Abdoessoeki Prihadi gesagt – ein für die Energiebehörde tätiger Geologe.</p>
<blockquote><p><a href="http://www.swr.de/blog/planerde/2009/03/04/indonesien-will-auf-der-vulkan-insel-java-atomkraftwerke-bauen/die-konferenz-ueber-akws-auf-java-3/" rel="attachment wp-att-445" title="Die Konferenz über AKWs auf Java"><img src="http://www.swr.de/blog/planerde/files/2008/10/p1030370_600-150x150.jpg" alt="Die Konferenz über AKWs auf Java" align="left" /></a>Nach den Daten meiner Analyse entsprechen die Standorte der geplanten Kernkraftwerke durchaus den Kriterien der Internationalen Atomenergiebehörde. Die geologischen Risiken sind als akzeptabel zu bewerten. Sicher, jeden Tag haben wir hier in Indonesien Erdbeben. Aber das Risiko für die Atommeiler ist, wie meine Daten zeigen, kalkulierbar. Außerdem müssen Sie die große Bevölkerung auf Java und deren Energiebedarf sehen. 70 Prozent aller Indonesier leben hier. Und für die müssen wir eine tragfähige Energieversorgung aufbauen.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.swr.de/blog/planerde/2009/03/04/indonesien-will-auf-der-vulkan-insel-java-atomkraftwerke-bauen/die-konferenz-ueber-akws-auf-java-3/" rel="attachment wp-att-445" title="Die Konferenz über AKWs auf Java"></a><a href="http://www.swr.de/blog/planerde/2009/03/04/indonesien-will-auf-der-vulkan-insel-java-atomkraftwerke-bauen/der-deutschstaemmigen-professor/" rel="attachment wp-att-446" title="Der deutschstämmigen Professor"><img src="http://www.swr.de/blog/planerde/files/2008/10/p1020741_600-150x150.jpg" alt="Der deutschstämmigen Professor" align="right" /></a>Eine Energieversorgung aus Atomkraftwerken, meint Prihadi – weil Kernkraft einfach billiger und umweltfreundlicher sei als fossile Brennstoffe wie Kohle oder Öl. Atomkraft-Gegner verweisen derweil auf ein riesiges, noch gar nicht angetastetes Potenzial an Erdwärme, Wind- und Wasserkraft in Indonesien. Zu diesen Gegnern zählen führende Wissenschaftler des Landes, die am 23. Februar 2008 eine energische Resolution gegen Atomkraftwerke auf Java verabschiedeten. Unterzeichnet hat die Resolution auch Franz Magnis Suseno, ein aus Deutschland eingewanderter Jesuiten-Pater und Philosophie-Professor.</p>
<hr size="2" width="100%" />Magnis Suseno verweist auf jene Schlamm-Eruptionen in Ost-Java, die vor zwei Jahren 50.000 Menschen obdachlos machten – eine durch schlampig durchgeführte Erdölbohrungen verursachte Katastrophe, die ein Schlaglicht werfe auf den überaus nachlässigen Umgang der Indonesier mit Risiko-Technologie.</p>
<blockquote><p>Ein Atomkraftwerk ist nur dann sicher, wenn es in einem höchsten Grad von Disziplin, technische Exaktheit und Gehorsam gegenüber den Normen und Anordnungen gemanagt wird. Und das ist in Indonesien einfach in der allgemeinen Kultur nicht gegeben. Hier ist eine Kultur der „Shortcuts“, oder man macht es etwas einfacher, oder man übersieht eine kleine Regelung; und das kann bei einem Atomkraftwerk bereits überaus gefährlich sein. Also, wir sind der Meinung, dass nicht vorausgesetzt werden kann, dass die notwendige Arbeitsdisziplin zu sichern ist. Der zweite Grund ist die überragende Rolle der Korruption in Indonesien. Es ist wahrscheinlich nicht einmal sicherzustellen, dass ein solches Kraftwerk genau nach den Zeichnungen hergestellt wird; dass der Beton die nötige Qualität hat, die metallischen Teile und so weiter.</p>
<hr size="2" width="100%" /></blockquote>
<p><a href="http://www.swr.de/blog/planerde/2009/03/04/indonesien-will-auf-der-vulkan-insel-java-atomkraftwerke-bauen/der-konferenz-ueber-akws-auf-java/" rel="attachment wp-att-447" title="Der Konferenz über AKWs auf Java"><img src="http://www.swr.de/blog/planerde/files/2008/10/p1030371_600-150x150.jpg" alt="Der Konferenz über AKWs auf Java" align="left" /></a>Skepsis gegenüber den Bau von Atommeilern auf Java gibt es auch innerhalb der indonesischen Regierung, insbesondere im Umweltministerium. Allmählich jedoch scheinen sich die Befürworter durchzusetzen. 2006 vereinbarte Indonesien eine nukleare Kooperation mit Südkorea; in Kalimantan und West-Papua werden Uranförderstätten exploriert; die Mehrheit des Parlaments hat sich grundsätzlich für Kernkraftwerke ausgesprochen – wenngleich verbindliche Beschlüsse zum Bau bislang nicht vorliegen. – Dessen ungeachtet beobachten die Bewohner des Dorfes Balong voller Sorge, wie immer neue Experten der Energiebehörde bei Ihnen auftauchen, um allerlei Bohrungen und Messungen vorzunehmen. „Aber wir werden uns zu wehren wissen“, sagt mit geballter Faust der Bauer Ali Arifin.</p>
<blockquote><p>Insbesondere unsere Frauen engagieren sich gegen die Pläne der Atombehörde, weil sie Angst haben, missgebildete Kinder zu bekommen. Eine Demonstration mit 6000 Teilnehmern haben sie im September 2007 organisiert &#8211; unterstützt von der größten muslimischen Organisation Indonesiens, „Nahtadul Ulama“. „Nahtadul Ulama“ hat kürzlich den Bau von Atommeilern auf Java zum „Haram“ erklärt, zu einer Sünde gegen Allah.</p></blockquote>
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