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Das China-Syndrom

06.12.2011, von

Entschuldigung für die blog-Pause. Das Internet im Hotel läuft nicht richtig und ich war den ganzen Tag unterwegs. Da ging gar nichts.

China hält die Konferenz ganz nett in Spannung. Die Chinesen haben am Wochenende zu aller Überraschung in Aussicht gestellt, sie könnten vielleicht doch einen rechtsverbindlichen Abkommen in einer ferneren Zukunft mal zustimmen. Das kam gut an. Allerdings waren da ziemlich viele Bedingungen dabei. Und jetzt ist das Rätselraten groß: was meinen die Chinesen? Ist das nur ein Verhandlungstrick oder eine echte Wende? Bundesumweltminister Norbert Röttgen, der heute in Durban richtig angekommen ist, der hat erst mal ganz abgewiegelt. Ähnlich gestern schon die Amerikaner. Und die Beobachter der Umweltverbände scheinen hin und her gerissen. Wir halten uns daran, das mit allen Reaktionen möglichst gut abzubilden.  Alles andere ist noch Spekulation. Aber die Konferenz hat wenigstens ein Thema.

Wie gesagt: ich war heute unterwegs. Und zwar etwa 200 km nördlich von Durban in St. Lucia. Das ist eine großen Lagune, ein wundervolles Naturschutzgebiet.

Mit dem Boot in die Feuchtgebiete bei St. Lucia

Mit dem Boot in die Feuchtgebiete bei St. Lucia

Das Thema: nachhaltiger Tourismus. Südafrika ist das einzige Land, in dem es fairtrade-Tourismus gibt. Dabei soll nicht nur die Umwelt geschont werden, sondern auch mehr Geld bei den Menschen vor Ort ankommen. So ganz kann man das bei einem so kurzen Besuch nicht überblicke und beurteilen. Aber das Potential ist groß.

Flusspferde fühlen sich wohl im Brackwasser. Drei Flüsse speisen Süßwasser in die 60 km lange Lagune ein. Führen sie viel Wasser ist die Lagune süß. Führen sie wenig Wasser, dann dringt salziges Meerwasser ein.

Südafrikanischer Seeadler - Teil der enormen Artenvielfalt-.

Kommentare zu „Das China-Syndrom“

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  1. Reimund Schwarze
    schreibt am 7. Dezember 2011 01:38 :

    Dem China-Syndrom war ich gestern auch eine Zeit erlegen, heute in drr Indaba wurde klar, es sind nicht unerfuellbare Bedingungen, aber kein klares Bekenntnis zur eigenen Verantwortung, der geaenderten Realitaet. Viele Gruesse, R.Schwarze

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