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Problem: Smartphone wird vom PC nicht erkannt

19.04.2017, von

Immer wieder erreichen mich Fragen zu Problemen bei der Verbindung zwischen PC und dem Smartphone wie diese von Herrn B.: Ich möchte Fotos vom Smartphone auf mein Notebook (Windows 7) laden. Mit einer Verbindung der beiden Geräte per USB-Kabel erkennt mein Notebook das Smartphone nicht als neues Laufwerk (wie z. B. bei USB-Sticks). Woran könnte das liegen und was kann ich machen?

Andreas antwortet: Ich sehe im Prinzip mehrere Möglichkeiten, das Problem zu lösen.
Oft stellen die Anbieter der Smartphones im Internet eine Software zur Verfügung, mit der sich sehr einfach die Daten übertragen lassen. Bei Samsung nennt sich das Smart Switch, bei LG heißt die Software LG Bridge, bei Huawei HiSuite. Bei der Installation wird dann auch immer der passende USB-Treiber installiert, so dass das Smartphone und die oft darin verbaute Speicherkarte als Laufwerk (Wechseldatenträger) erkannt werden.
Sollte das nicht klappen, und das Smartphone nicht erkannt wird, kann es an den USB-Einstellungen im Smartphone liegen. Oft erscheint nach dem Einstecken des USB-Kabels auf dem Smartphone-Schirm eine USB-Verbindungsauswahl. Hier entweder MTP (Media Transfer Protocol) oder UMS (Massenspeichermodus) auswählen.
Sollte das dann immer noch nicht klappen, kann es helfen, über Windows den Smartphone USB-Treiber neu zu installieren. Klicken Sie in der Systemsteuerung->Geräte-Manager auf „tragbare Geräte“, darunter dann auf den Namen des Geräts, mit einem rechten Mausklick „Treibersoftware aktualisieren“. Dann „auf dem Computer nach Treibersoftware suchen“ und dann „aus einer Liste auswählen“. Hier sollte der Eintrag „MTP-USB-Gerät“ stehen. Den auswählen, dann wird der Treiber neu installiert und das Smartphone sollte richtig erkannt werden.

Problem: Alter Flachbildschirm und DVB-T2HD

10.03.2017, von

Herr W. aus B. schrieb mir: mein Fernsehgerät (Flachbildschirm) ist ca. 6 Jahre alt mit einer Bilddarstellung 1.366 (B) x 768 (H) Pixel. Erfolgt bei Umstellung auf DVB-T2HD auch eine Erhöhung der Bildschirmschärfe auf 1.920 x 1080 (HD) Pixel auf meinem alten Fernsehgerät? Benötige ich für die Umstellung einen Receiver? Ich möchte auch private Sender empfangen können.

Andreas antwortet: Ihr Fernseher kann nur maximal die 1366 x 768 anzeigen, egal wie „gut“ das Signal reinkommt. Der Schirm hat einfach nicht mehr Pixel. Aber das Bild wird trotzdem besser aussehen, als vorher, weil es ja jetzt in HD ist, statt nur in SD (720 x 576 Pixel).
Ja, sie brauchen dafür einen neuen Receiver, sechs Jahre alte TVs können das neue DVB-T2HD mit Sicherheit nicht empfangen.
Für Privatsender sollten Sie darauf achten, dass im Receiver ein Freenet-Modul eingebaut ist, das steht dann drauf. Ab Sommer 2017 kosten die Privaten dann 69 Euro im Jahr.
Weitere Infos gibt es hier im Blog und bei uns auf der Seite von ARD-Digital.

Problem: Unerwünschte E-Mails

18.01.2017, von

Immer wieder haben Nutzer Probleme mit E-Mails, so wie Herr V. aus B. Er schrieb mir:
Öfters kommen Mails bei mir an, die an einen andern Namen adressiert sind. Nicht an meinen Namen, sondern z.B. an „Julia Staub“ oder andere. Ich weiß was ich damit machen muss. Wie kommt es, dass solche Mails bei mir landen?
Frau P. schrieb mir: Seit einiger Zeit bekomme ich E-Mails mit der Aufforderung, Rechnungen zu begleichen die ich angeblich bei Internet-Shops, wie Amazon getätigt haben soll. Ich bestelle dort nie, meine Bestellungen tätige ich nur auf Rechnung, da ich keine Kontodaten preisgebe. Bis jetzt habe ich diese Mails nie geöffnet und sofort gelöscht, was kann ich noch machen?

Andreas antwortet: Bei E-Mails lassen sich sehr leicht Absender fälschen oder Empfänger erraten. Die kriminellen Absender probieren entweder alle möglichen E-Mail-Namen durch (aaa.aaa@aa.de  bis zzz) oder sie haben Listen mit E-Mail-Adressen gekauft und machen sich dann noch nicht mal die Mühe, die Anrede anzupassen. Das ist nicht nur lästig, sondern kann auch gefährlich sein, denn häufig hängt an solchen E-Mails ein Anhang mit einem Schadprogramm. Oder in den Links in der E-Mail soll der Nutzer auf eine bestimmte Webseite gelockt werden, auf der auch ein Schadprogramm lauern kann. Leider lässt sich das aber nicht komplett abstellen. Wer oft von einem klar abgrenzbaren Empfängerkreis E-Mails bekommt, kann eine Positivliste einrichten, genannt Whitelist. Dann kommen ausschließlich Mails von den erwünschten Absendern durch, die auf der Liste stehen. Alle anderen Mails werden erstmal in den Spam-Ordner geschoben.
Beim beliebten (und kostenlosen) E-Mail-Programm Thunderbird geht das so: Ein neues Adressbuch erstellen, in dem Sie im Adressbuch über Datei->Neu->Adressbuch gehen, einen Namen vergeben, etwa „whitelist“, mit OK wird das Adressbuch angelegt. Jetzt kopieren Sie alle Namen aus dem normalen Adressbuch dort rein. Thunderbird hat auch einen eingebauten Filter, um so genannte Junk-Mails auszusortieren. Über die Schaltfläche mit den drei waagrechten Strichen (Hamburger Menü)-> Einstellungen->Konten-Einstellungen, dann links auf „Junk-Filter“, dort bei dem Punkt „Nachrichten nicht automatisch als Junk kennzeichnen, falls der Absender in einem der folgenden Adressbücher ist“ das zuvor erstellte Adressbuch  auswählen, in diesem Fall „whitelist“.
Künftig sollten alle E-Mails von Bekannten im Posteingang landen, die anderen im Junk-Filter. Hier sollten Sie immer mal wieder reinschauen, nicht dass Sie eine Adresse vergessen haben und die Mails somit verschütt gehen.

Problem: Laptop platt machen und System neu installieren

22.12.2016, von

Frau G fragt: Ich habe einen sehr alten Laptop, ca. 8 Jahre alt. Es ist Windows 7 drauf, von mir gekauft. Früher Vista. Jetzt ist er super langsam, irgendwas läuft ständig im Hintergrund, braucht eine Ewigkeit zum Hochfahren. Was kann ich tun? Geht es, dass ich einfach alles „lösche“ also den Computer ganz neu bestücke?

Andreas antwortet: Es sind einige Vorbereitungen nötig, bis mit der Neuinstallation begonnen werden kann. Zunächst macht es Sinn nachzuschauen, welche Programme sind installiert (Systemsteuerung->Programme und Funktionen), dann zu überlegen welche nutze ich wirklich und anschließend die entsprechenden Datenträger mit den richtigen Seriennummern der Programme bereitlegen. Auch die Windows-Setup-DVD mit Product-Key ist notwendig. Ist der Rechner mit WLAN ans Internet angeschlossen, ist auch der Name des WLAN (SSID) und der WLAN Schlüssel (meist 16 Ziffern) notwendig. Das wird während der Installation abgefragt.
Wichtig ist es in jedem Fall, ein komplettes Backup der Festplatte des Rechners zu machen, am besten auf eine externe Festplatte. Falls etwas bei der Installation schief geht, sind die Daten und der aktuelle Stand des Systems gesichert. Das geht mit einem kostenlosen Programm wie zum Beispiel „Backup & Recovery“ von Paragon.
Aus dem laufenden Windows lässt sich die Setup-DVD starten, in dem darauf das Programm „setup.exe“ doppelt angeklickt wird. Bei der Neuinstallation des Betriebssystems wird zunächst die Sprache, Zeitzone und die Tastatursprache abgefragt. Nach dem Klick auf weiter müssen die Lizenzbedingungen akzeptiert werden, mit „weiter“ wird dann die Installationsart abgefragt. Wenn Sie den Rechner komplett platt machen möchten, wählen Sie hier „Benutzerdefiniert“. Anschließend geht es um den Datenträger, auf dem Windows installiert werden soll. Hier sind alle Festplatten mit allen Partitionen aufgelistet. Bei den „Laufwerksoptionen“ lassen sich einzelne Partitionen löschen. Dann sind dort alle Daten weg. Aber, die sollten Sie ja vorher gesichert haben.
Dann beginnt die Installation, das kann eine ganze Zeitlang dauern. Der Rechner startet dabei mehrmals neu. Nun wird ein Benutzername und dann ein Passwort abgefragt, dann sollten Sie die „empfohlenen Sicherheitseinstellungen“ bestätigen. Datum und Uhrzeit bestätigen, beim nächsten Fenster werden die meisten „Heimnetzwerk“ wählen. Dann dauert es wieder, bis schließlich der Windows Desktop erscheint.
Die Arbeit ist noch nicht abgeschlossen. Als erstes sollte ein Anti-Virus-Programm installiert werden, ein kostenloses wie von Avast oder Avira reicht. Dann unter Systemsteuerung -> Windows Update nach Updates suchen, also die Aktualisierungen herunterladen. Das kann wieder eine Zeitlang dauern. Sind die installiert, dann den Rechner neu starten und wieder nach Updates schauen, installieren, etc. bis auch nach einem Neustart keine neuen Updates mehr gefunden werden.
Nun kann die Installation und die Einrichtung der Programme beginnen.
Für die gesamte Aktion geht locker ein Tag bei drauf. Der Lohn der Mühe ist ein schlankes und schnelles System, das von allem Ballast befreit, wieder mehr Freude machen dürfte.

Kaufberatung: Neuer Rechner zu Weihnachten

09.12.2016, von

Ein neuer Rechner zu Weihnachten scheint ein beliebtes Geschenk für sich oder andere zu sein. Immer wieder erreichen mich Fragen dazu, wie die von Frau R. Sie schreibt: Mein Rechner macht seltsame Geräusche (…) wenn ich einen neuen brauche, worauf soll ich beim Kauf achten?

Andreas antwortet: Grundsätzlich ist ja immer die Frage Desktop (Kiste auf oder unter dem Schreibtisch) oder Laptop (Klapprechner). Wer bereits einen guten Monitor, Tastatur und Maus hat und/oder wer den Rechner aufrüsten möchte, der ist mit einem Desktop gut bedient. Hier passen andere Grafikkarten -etwa für aufwändige Computerspiele- rein, mehrere Festplatten, der Speicher lässt sich recht einfach erweitern. Die Kiste muss gar nicht so groß sein, es gibt mittlerweile auch PCs, die vom Volumen her nicht viel größer als 1-2 Milchtüten sind. Die passen problemlos auf den Schreibtisch oder lassen sich hinten am Monitor festschrauben und belegen damit keinen zusätzlichen Platz. Von der Rechenleistung her sind das keine Raketen, sie lassen sich auch nicht so gut aufrüsten, aber für Büroaufgaben sind sie ausreichend.

Bei Laptops gilt das, was ich im Februar 2016 als Kaufberatung geschrieben habe, im Prinzip weiter. Wobei Laptops mit Windows 8.1 mittlerweile so gut wie vom Markt verschwunden sind.

Bleibt noch die Frage, lieber ein Tablet-Computer statt einem PC? Wer mal E-Mails checken und kurz beantworten will, wer nur im Internet surft oder mal ein Video aus einer der Mediatheken anschauen möchte, kann zum Tablet greifen. Es gibt dafür viele schöne Apps für Wetter, Nachrichten, etc. Die Entscheidung wie groß es ist und ob es ein iPad von Apple oder ein Tablet mit Android wird, entscheidet oft der Geldbeutel. Für mich ist ein Tablet ein „Couch-Rechner“ im Wohnzimmer um mal eben schnell was nachzuschauen. Für längere Texte und umfangreichere Recherchen nehme ich weiter sehr gerne einen „echten“ PC mit Maus und Tastatur.

Hintergrund: Das neue Antennenfernsehen DVB-T2 HD

15.11.2016, von

Immer wieder erreichen mich Fragen zum neuen Antennenfernsehen, das mit dem etwas sperrigen Begriff DVB-T2 HD bezeichnet wird. Daher hier grundlegende Informationen dazu.

Seit Ende Mai 2016 wird digitales Antennenfernsehen auch in der deutlich besseren Full-HD-Qualität in ersten Ballungsräumen ausgestrahlt. Zusätzlich zur bestehenden DVB-T-Verbreitung in der niedriger aufgelösten SD-Qualität können die HD-Programme Das Erste, ZDF sowie die Privatsender RTL, ProSieben, SAT.1 und VOX empfangen werden. Ab dem 29. März 2017 wird dann das bisherige DVB-T auf das neue DVB-T2 HD umgestellt. Dann gibt es rund 40 TV-Programme in HD. Die Umstellung soll bundesweit 2019 fertig sein, anschließend kann mit den bisherigen DVB-T-Empfängern kein Fernsehen mehr geschaut werden.

Erdgebundene Ausstrahlung
DVB-T ist die terrestrische digitale Ausstrahlung von Fernsehprogrammen, also Verbreitung über Sende- und Empfangsantennen, die auf der Erde stehen. Es wird auch Antennenfernsehen genannt oder Überall-Fernsehen. Es ist empfangbar über Dachantenne, Außenantenne am Fenster angebracht, Zimmerantenne oder auch mit einem USB-Stick am Laptop. Insgesamt empfangen ungefähr 3,8 Millionen Haushalte in Deutschland Fernsehen über Antenne. Die Technik kommt auch gerne auf Zweitfernsehern oder unterwegs zum Einsatz, zum Beispiel nutzen LKW-Fahrer DVB-T, um in Ruhepausen fern zu sehen.

Jetzt in HD
Die Fernsehschirme werden immer größer, das Antennenfernsehen wurde aber bislang nur in der Standard-Auflösung SD ausgestrahlt. Das Bild sieht darauf nicht so gut aus. HD geht nur mit einer neuen Technik. Deutschland stellt da gleich auf das neueste Verfahren um, wie Bildsignale effizient komprimiert übertragen werden können. Die Fachbegriffe lauten H.265 und HEVC. Damit werden Bilder in 1080p ausgestrahlt, der besten HD-Auflösung. Deutschland geht damit einen Sonderweg gegenüber anderen Ländern, das heißt, dass andere DVB-T2 Empfänger z.B. aus dem Ausland nicht in Deutschland funktionieren werden. Umgekehrt lassen sich mit unseren neuen Receivern die Signale aus und in anderen Ländern aber empfangen.

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Wichtig ist das Logo
Damit sich die Verbraucher orientieren können, gibt es ein grünes Logo mit dem Schriftzug DVB-T2 HD. Nur wenn das auf dem Karton oder auf dem Gerät klebt, lässt sich damit das neue Antennenfernsehen empfangen.

Privatsender kosten künftig Geld
Die Programme der privaten Anbieter werden bei DVB-T2 HD verschlüsselt übertragen. Zum Empfang ist entweder ein entsprechender Receiver notwendig oder ein Modul, das die Signale entschlüsselt und damit auf dem TV sichtbar macht. Der Anbieter freenet TV verlangt dafür ab Juli 2017 einen Preis von 69 Euro im Jahr. Die Programme der öffentlich-rechtlichen Sender werden dagegen weiterhin ohne zusätzliche Gebühren empfangbar bleiben.

Umstellung notwendig
Neben der besseren Bildqualität und der größeren Programmvielfalt bringt DVB-T2 HD weitere Vorteile. Durch die Umstellung werden Frequenzen frei, die künftig für das mobile Internet gebraucht werden. Surfen auf dem Land, die Versorgung von vielen weißen Flecken mit schnellem Internet gelingt damit deutlich besser.

Kabel, Satellit und Internet-TV nicht betroffen
Wer einen Kabelanschluss hat oder über eine Schüssel fern sieht, ist von dieser Umstellung nicht betroffen. Auch wer über das Internet schaut, braucht nicht zu tun. Handeln müssen nur diejenigen, die eine Zimmer- oder Dachantenne nutzen. Diese Zuschauer werden mit Laufbändern bereits informiert und sollten sich mit dem Gedanken anfreunden, einen neuen Receiver oder einen neuen Fernseher zu kaufen.

Weitere Infos und eine Empfangsprognose nach Postleitzahlen gibt es bei ARD Digital

Problem: Windows-Updates werden nicht geladen

02.11.2016, von

Frau B. schrieb mir: Seit zwei Monaten läuft das Update von Windows sehr langsam. Das Update für September benötigte auf Windows 7 neun Stunden und auf Vista 48 Stunden und ist immer noch nicht soweit, daß es die neuen Updates zum runterladen zur Verfügung stellt. Weißt Du da einen Rat?

Andreas antwortet: Es gibt bei Windows-Updates immer mal wieder Probleme. Mal kann ein bestimmtes Update nicht heruntergeladen werden, mal behindert ein fehlgeschlagenes Update, dass andere nachgeladen werden.  Für Windows 10 bietet Microsoft ein Programm zum kostenlosen herunterladen an, das viele Probleme lösen soll. Das funktioniert nicht immer. Sämtliche verfügbare Updates lassen sich gut mit dem WSUS Offline Update zunächst herunterladen und dann installieren. Das ist auch gut, wenn der PC neu aufgesetzt wurde und sich ansonsten stundenlang Updates ziehen würde.

Problem: Private Fernsehsender in HD

09.09.2016, von

Herr G. schrieb mir: Sie haben im Bericht von der IFA erwähnt, dass bald alle Sender nur noch in HD ausgestrahlt werden. Ich habe jeweils für mein Smartphone und Tablet die App „Zattoo TV“ dort sind alle Sender im Bezahl TV natürlich auch gesperrt. Ich kann mir ja für meinen TV eine Karte besorgen. Wie kann ich aber dann die Sender für Smartphone und Tablet auch freischalten lassen, oder müsste ich dann für beide Geräte auch nochmal bezahlen. Sie erwähnten, dass man fürs TV ein Jahresabo erwerben kann. Wo kann ich das erwerben?

Andreas antwortet: Ich hatte vom digitalen Antennenfernsehen gesprochen. Das wird es ab dem 29. März 2017 nur noch in HD geben und heißt dann DVB-T2 HD. Nach einer kurzen Probephase kosten die Privatsender Geld und sind über freenet TV zu bekommen, Kostenpunkt 69 Euro im Jahr. Kostenlos in niedriger Auflösung (SD) werden die Programme dann nicht mehr ausgestrahlt. Das brauchen Sie aber nicht, wenn Sie alles über Zattoo schauen.

Zum selben Thema kam auch eine Frage von Herrn K.: Ist der Empfang der Privatsender ab Sommer 2017 mit einem HD-Receiver für Antenne auch in SD-Qualität möglich? Denn wenn das nicht möglich ist, bleibt uns nur der Satellitenempfang, weil wir kein Kabel haben. Der Fachhandel konnte mir diese Frage nicht beantworten.

Andreas antwortet: Beim digitalen Antennenfernsehen lassen sich die Privatsender künftig den Empfang in HD bezahlen und strahlen aber gleichzeitig nicht mehr in SD aus. Beim Satellitenempfang über Astra kosten die Privaten in HD ebenfalls Geld, die Firma HD+ verlangt 60 Euro im Jahr. In SD sind sie immer noch kostenlos empfangbar, wie lange noch, ist unklar. Ich kenne keinen konkreten Termin, zu dem die unverschlüsselte Verbreitung von SD-Programmen per Satellit eingestellt wird. Es soll aber Gespräche dazu geben.

Problem: Antivirus bei Windows 10

24.08.2016, von

Frau H. schrieb mir: ich habe seit ein paar Wochen Windows 10. Freunde haben mir gesagt, ich brauche nun kein Extra-Virenschutz-Programm mehr, weil Windows 10 sicher ist. Stimmt das?

Andreas antwortet: ich würde ein Antivirus-Programm weiter empfehlen. Windows 10 ist sicherer als frühere Versionen, aber nicht gegen Schadprogramme immun. Das eingebaute Programm namens Defender ist zwar besser, als die Vorgänger-Versionen, aber immer noch nicht so gut, wie die renommierten Produkte. Sie brauchen aber kein komplettes Paket, die kostenlosen Varianten von Avast, Avira und AVG sind ebenfalls gut. Wenn Sie die hin und wieder erscheinenden Werbefenster zu arg stören, können Sie ja immer noch auf die Kaufvariante wechseln.

Ratgeber: Windows 10 noch kurze Zeit kostenlos

08.07.2016, von

Immer wieder erreichen mich jetzt Fragen zum Upgrade auf Windows 10. Microsoft drängt die Benutzer derzeit mit aufploppenden Fenstern regelrecht zum Upgrade. Ab dem 29.07.16 wird Windows 10 wohl nicht mehr kostenlos sein. Soll ich jetzt upgraden? Was passiert, wenn ich es nicht mache?

Wer seinen Rechner noch eine Zeitlang nutzen möchte, kann relativ gefahrlos auf Windows 10 wechseln, möglichst noch bis zum 29.07. Zuächst ist es wichtig, eine komplette Datensicherung durchzuführen, etwa mit dem kostenlosen Programm von Paragon, auf eine externe Festplatte zum Beispiel. Dann mit dem Media Creation Tool von Microsoft die richtige Version von Windows 10 herunterladen und auf eine DVD oder einen Stick sichern. Dann vom derzeit laufenden aktuellen Windows das Upgrade starten. Das kann dann locker eine Stunde oder auch mehr dauern, bis alles installiert ist.

Wer dann von Windows 10 nicht überzeugt ist, kann innerhalb von 30 Tagen in aller Regel problemlos wieder auf das vorherige System zurück. Das geht im Menü „Einstellungen“ bei „Update und Sicherheit“ über den Punkt „Wiederherstellen“. Da steht dann zum Beispiel „Zu Windows 8.1 zurückkehren“. Mit den Klick auf „Los geht’s“ wird das vorige System wieder zurückgespielt.

Der Vorteil einer Installation von Windows 10 bis zum 29.07. ist der, dass bei Microsoft damit eine Art Fingerabdruck von der Hardware Ihres Rechners hinterlegt wird. Der bleibt auch erhalten, wenn Sie wieder zum alten System zurückkehren. Sollten Sie zu einem späteren Zeitpunkt nochmal Windows 10 ausprobieren wollen oder eine Neuinstallation von Windows 10 planen, wird der Rechner automatisch erkannt und Sie brauchen keine Seriennummer dazu. Das Upgrade bleibt dann kostenlos.

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