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Problem: Umstieg auf Windows 10

17.12.2015, von

Immer wieder erreichen mich Fragen zu Windows 10. Ein paar will ich hier beantworten:

F: Es hieß am Anfang, man soll noch warten mit einem Umstieg auf Windows 10, bis die Kinderkrankheiten ausgemerzt sind. Wann ist das soweit?
A: Seit Mitte November 2015 gibt es eine neue Version, die von Microsoft mit der Versionsnummer 1511 bezeichnet wird. Darin sind einige Punkte besser als in der allerersten Version. Sie können also umsteigen. Was jetzt besser ist, steht zum Beispiel hier bei heise.de

F: Ich habe Windows 10 installiert, jetzt funktioniert mein Drucker/Scanner/Maus nicht mehr. Was tun?
A: Das ist eine Treiberfrage. Die Hersteller bieten gerade für ältere Geräte keine Windows-10-Treiber zum herunterladen an. Fragen Sie gezielt beim Hersteller nach, per E-Mail. Wenn genügend Nutzer das tun, vielleicht merkt der Hersteller, dass es sich lohnen würde. Ansonsten können Sie folgendes versuchen: Gerät vom PC abklemmen, Stecker ziehen, in der Systemsteuerung (Geräte Manager) deinstallieren. Rechner neu starten. Gerät wieder anstöpseln. Manchmal wird es dann erkannt und der windowseigene Treiber installiert. Ansonsten funktioneren manchmal auch die Treiber von Windows 7 oder 8.1.

F: Ich habe seit ein paar Wochen Windows 10 auf meinem PC, leider muss ich nun feststellen, dass der PC immer langsamer wird. Im Internet surfen macht gar keinen Spaß mehr. Was kann ich tun?
A: Eine Neuinstallation ist immer die sauberste Möglichkeit, die aber am meisten Zeit verschlingt. Sie können es auch mit „ausmisten“ versuchen. Die Zeitschrift PCGamesHardware hat hier eine umfangreiche Liste, mit Möglichkeiten zu schrauben.

F: Ich habe auf meinem PC Windows 10 runtergeladen, komme langsam zurecht. Ich habe noch einen Laptop mit XP den ich zwar selten benutze, jedoch hätte ich auch hier gerne Windows 10. Wie kann ich in den Genuß eines kostenlosen Windows 10 kommen, gibt es einen Umweg über Zwischenspeicher vom PC auf USB Stick?
A: Es ist fraglich, ob Windows 10 auf alten Geräten läuft. Wenn Sie älter als 5-7 Jahre sind, kann das ein Problem sein. Und: Windows 10 bekommen Sie nur kostenlos, wenn Sie von Windows 8.1 oder Windows 7 upgraden. Sonst kostet das System ca. 50 Euro bis 100 Euro, ja nach Ausführung. Direkt über einen Stick geht das leider nicht.

F: Windows 8.1 nervt mich ständig, ich solle auf Windows 10 umstellen. Das will ich nicht. Lässt sich das nicht abstellen?
A: Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Je nach dem wie versiert Sie sind können das Zwangs-Upgrade verschieben oder verhindern. Die Kollegen von chip.de haben da ein paar Tipps zusammengestellt.

F: Windows 10 gefällt mir nicht, ich will mein altes System wieder haben. Wie komme ich zurück zur vorherigen Version?
A: Unter Einstellungen, Windows Update, Wiederherstellung, gibt es einen Punkt der heißt (z.B.) „zu Windows 8 zurückkehren“. Das geht bis zu 30 Tage nach der Installation von Windows 10.  Dann wird das vorherige System wiederhergestellt und Windows 10 entfernt.

F: Wie kann ich bei Windows 10 den Store wieder installieren? Der reagiert nicht mehr.
A: Ich habe im Forum bei Dr. Windows dazu eine Anleitung gefunden, die aber nicht ganz einfach ist.

Ratgeber: Tipps zum erfolgreichen Anbieterwechsel

16.11.2015, von

Wer jahrelang nicht seine Telefonrechnung überprüft, legt meistens drauf. Oft gibt es mehr Leistung zum selben Preis oder ein ähnlicher Vertrag ist deutlich günstiger zu haben. Nach einem Preisvergleich kommt dann meist der Anbieterwechsel. Der kann schief gehen (so wie bei mir), häufig geht aber alles glatt, wenn Sie paar Tipps beachten.

Nicht selbst kündigen
Wenn Sie einen neuen Anbieter etwa mit einer Preisvergleichsseite gefunden haben, sollten Sie bei seinem bisherigen Anbieter anrufen und erfragen, wie lange Ihr jetziger Vertrag noch läuft. Hier können Sie durchaus durchblicken lassen, dass Sie kündigen möchten. Keinesfalls sollten Sie aber direkt kündigen, sondern das immer den neuen Anbieter machen lassen. Planen Sie genug Zeit dafür ein, innerhalb eines Monats kann der Wechsel schief gehen.

Nummer mitnehmen
Am selben Ort können Sie Ihre Telefonnummer zum neuen Anbieter mitnehmen, mit dem Fachbegriff  „portieren“ genannt. Dazu gibt es oft ein Anbieterwechselformular, das genau ausgefüllt werden muss. Wichtig sind dabei, dass Name und Anschrift exakt so angegeben werden, wie sie beim alten Anbieter registriert sind. Geben Sie darauf auch sämtliche Rufnummern an, die Sie mitnehmen möchten. Schicken Sie es am besten per Post oder faxen es an den neuen Anbieter. Ein Foto als Anhang einer E-Mail kann unter Umständen nicht richtig erkannt werden. Fragen Sie nach ein paar Tagen beim neuen Anbieter nach, ob auch wirklich alle Unterlagen vorhanden sind oder ob noch was fehlt.

Möglichst ohne Unterbrechung
Hat der alte Anbieter mitbekommen, dass Sie wechseln wollen, darf er die Versorgung nicht einstellen, auch wenn der alte Vertrag bereits ausgelaufen ist. So steht es im Gesetz. Der bisherige Anbieter muss solange weiterversorgen, bis der neue übernommen hat. Am Tag der Umstellung darf es zwar zu einer Unterbrechung kommen, die darf aber insgesamt nicht länger als einen Tag dauern.

Beschwerde
Sollte es doch zu einer längeren Unterbrechung der Versorgung kommen, sollten Sie sich bei der Bundesnetzagentur schriftlich beschweren. Ein entsprechendes Formular gibt es online auf der Webseite, sowie eine Rufnummer zu einer Hotline der Bundesnetzagentur. Dass es durchaus Probleme beim Wechsel geben kann, zeigt die Zahl der Beschwerden, die 2014 bei 28.000 lag.

Nochmal in eigener Sache: Andreas wieder online

13.11.2015, von

Seit dem 12.11.15 am späten Nachmittag bin ich wieder online. Die Schaltung hat geklappt, der neue Anbieter hat die Versorgung aufgenommen. Danke an alle, die im Hintergrund sämtliche Hebel dafür in Bewegung gesetzt hatten! So waren es statt der befürchteten 33 Tage nur 11 Tage ohne Internet.

Es ist dann schon komisch, wieder online zu sein. Die Rechner ziehen sich stundenlang updates, ich kann wieder Audio-Streamingdienste nutzen, Musik ertönt über mein Multi-Room-System in allen Räumen und das Telefon klingelt! Huch. Irgendwie war es auch ganz schön oldschool so ohne Internet. Ich werde die Zeit in Erinnerung behalten, aber nicht vermissen.

In eigener Sache: Andreas offline

04.11.2015, von

Wie ein DSL-Anbieterwechsel so richtig schief gehen kann.

Ich bin privat bei mir zuhause seit 2.11.2015 13.08 Uhr ohne Telekommunikationsversorgung. Mein alter Anbieter (O2) hat die Leitung gekappt, mein neuer Anbieter (Telekom) sie noch nicht geschaltet. Nächster möglicher Termin 4.12.2015. Viereinhalb Wochen ohne Internet, WLAN und Festnetz, 33 Tage, wenn alles gut geht. Der ARD Multimedia-Experte ist privat ohne Internet und kann nichts dagegen tun.

Die Geschichte im Detail. Ich hatte das so genannte Triple-Play, Mobilfunk, Festnetz und Internet bei O2. Ich war mit der Mobilfunkversorgung von O2 lange schon unzufrieden, weil ich in Gebäuden, im Zug und auf größeren Veranstaltungen kein ausreichendes Netz hatte. Die Verträge waren am Auslaufen, also kam ich auf die glorreiche Idee, den Anbieter komplett zu wechseln, ins „beste Netz“ zur Telekom. Schon der Wechsel des Mobilfunks war mehr als holprig. Es war klar, dass ich zu der Zeit als die neue SIM-Karte mir zugeschickt werden sollte, auf der Messe IFA in Berlin sein werde. Aber kein Problem, an der Telekom-Hotline sagte man mir zu, dass ich die Karte einfach rechtzeitig vorher zugeschickt bekommen werde. Sie kam aber nicht. Am 2.9.2015 versuchte DHL-Express mir die Karte zuzustellen, ich war aber nicht da. Drei weitere Zustellversuche von DHL-Express schlugen fehl. Der Bote kam einfach nicht in dem Zeitfenster wie mit der Hotline vereinbart, sondern ein einem Fall anderthalb Stunden früher. Am 13.09.2015 endete mein Vertrag bei O2, ab 14.09.2015 ca. 9 Uhr war ich ohne Mobilfunk und ohne mobiles Internet. Ein Tag offline, das geht ja gar nicht. Ich habe an der DHL-Hotline getobt (was sonst wirklich nicht meine Art ist), ohne Ergebnis. Nein, eine weitere Zustellung am selben Tag sei einfach nicht möglich. Tags drauf, am 15.09.2015 standen dann (ohne dass es vereinbart war) morgens zwei DHL-Express-Mitarbeiter vor der Tür und drückten mir freudestrahlend die neue SIM-Karte in die Hand. Zwei Wochen, um eine Express-Sendung zuzustellen, wird aus meiner Sicht dem Begriff Express nicht gerecht. Und ein Tag offline im Mobilfunk, ich dachte das sei schlimm. Es sollte aber noch schlimmer kommen, denn ich wollte ja auch mit DSL und Festnetz wechseln.

Am 21.09.2015 beauftragte ich bei der Telekom mit dem Paket Magenta Zuhause M den Anbieterwechsel. Meine Rufnummer wollte ich behalten, die kann ja portiert werden. Gleichzeitig kündigte ich rechtzeitig und zeitlich ausreichend bei O2 zu Ende Oktober, was sich schließlich als Fehler herausstellen sollte. Am 25.09.2015 schickte ich der Telekom das Anbieterwechselformular, fragte ein paar Tage später an der Hotline nach, ob alles klar sei, ja es sei alles klar. Einen Monat (!) später, am 22.10.2015 erhielt ich einen Anruf von der Telekom, es würde noch das Anbieterwechselformular fehlen. Nein, ich hatte das nicht gefaxt, ich habe privat kein Faxgerät, sondern gemailt. Offenbar auch ein Fehler. Am selben Abend noch kontaktierte ich die O2-Hotline und bat den Termin für die Umstellung um einen Monat zu verschieben, auf Anfang Dezember. Das wurde mir auch so zugesagt. Ich bin mir da deshalb so sicher, weil ich noch nachgefragt hatte, ob sich der Vertrag nicht etwa um zwölf Monate verlängere, nein, hieß es, nur einen Monat.

Am 2.11.2015 schaltete schließlich O2 meinen DSL-Anschluss trotzdem ab. Nichts zu machen, die Leitung sei weg, hieß es an der O2-Hotline. Weg ist weg. Kurios: Meine Rufnummer gibt O2 für den neuen Anbieter aber erst zum 4.12. frei, ich hatte ja die Kündigung um einen Monat verschoben… Da ist einiges schief gelaufen, von beiden Anbietern.

Rechtlich gesehen darf O2 die Versorgung eigentlich gar nicht einstellen. Es gibt da klare Vorgaben von der Bundesnetzagentur. Das nützt im Zweifel nichts, wenn die Leitung weg ist und der Anschluss tot. Neu zu schalten würde es 20 Werktage dauern, hieß es bei O2. Dann ist es auch Ende November. Jetzt habe ich die Wahl, meine geliebte private Rufnummer behalten oder schnell wieder einen neuen Internet-Anschluss. Wenn ich schon „Stornierung des jetzt laufenden Auftrags“ und „Neubeauftragung“ höre, dann denke ich bin ich mit den derzeit avisierten 33 Tagen offline noch gut bedient.

Ich bin nicht allein betroffen, 28.000 Beschwerden über Probleme beim Anbieterwechsel sind im Jahr 2014 bei der Bundesnetzagentur eingegangen. Dieses Jahr wird es mindestens eine Beschwerde mehr sein, nämlich meine.

Das sagen die Netzbetreiber zu meinem Fall:

Stellungnahme O2:
Aufgrund der von Ihnen beschriebenen Verzögerungen beim Portierungsvorgang ist es prozesstechnisch leider nicht mehr möglich, den Anschluss weiterzuversorgen. Wir bemühen uns, mit der Deutschen Telekom schnellstmöglich eine Lösung herbeizuführen. Wir bedauern die Ihnen entstandenen Umstände und möchten Ihnen in der Zwischenzeit einen kostenfreien Surfstick für die Internetnutzung zur Verfügung stellen.

Stellungnahme Deutsche Telekom:
Hallo Herr Reinhardt,
 wir können sehr gut nachvollziehen, dass Sie verärgert sind. Ihre konkreten Fall lasse ich anhand der persönlichen Daten derzeit prüfen.
Zum Grundsätzlichen: Wir wissen dass die Prozesse beim Wechsel zwischen den Anbietern noch nicht in allen Fällen so funktionieren, wie sie sollten. Gemeinsam mit unseren Wettbewerbern müssen wir weiter daran arbeiten. Richtig ist aber auch: Von den jährlich mehr als drei Millionen Anbieterwechseln in Mobilfunk und Festnetz laufen die allermeisten problemlos. Konkrete Fallzahlen zu den Problemfällen liegen mir nicht vor. Zu den erwähnten 28.000 Beschwerden kann ich allerdings sagen, dass diese sich nicht nur auf den Anbieterwechsel beziehen, sondern alle Probleme beinhalten.
 Die Prozesse des Wechselns sind im Festnetz technisch sehr komplex und teilweise sind immer noch manuelle Arbeiten nötig, was leider auch zu Fehlern führen kann. Hinzu kommt, dass die Kunden auch nicht immer vollständige bzw. korrekte Angaben machen. Die Telekom hat bereits Verbesserungsmaßnahmen getroffen: Als einer der ersten Anbieter hat die Telekom im Oktober 2013 die vollautomatische Wechsel-Schnittstelle fertiggestellt. Zudem haben wir mit den größten Wettbewerbern einen zusätzlichen Eskalationsprozess für Kundenbeschwerden zum Anbieterwechsel gestartet. Im Telekommunikationsmarkt gibt es rund 400 Anbieter. Deshalb ist es nicht ganz einfach, vollautomatische Prozesse für den Anbieterwechsel im Festnetz zu etablieren, wie es ihn im Mobilfunk bereits gibt.
Die Bundesnetzagentur hat in ihrer Pressemitteilung selbst darauf verwiesen, dass wir uns „aktiv an der branchenübergreifenden Erarbeitung und Einführung effizienterer Prozesse zur langfristigen Verbesserung des Anbieterwechsels“ beteiligen. Das werden wir mit Nachdruck weiterhin tun. Der Wechselprozess muss für die Kunden reibungslos funktionieren.
 Aber: Geben Sie ihren Zuschauern/Lesern bitte auch mit auf den Weg, dass diese bitte nie selbst kündigen sollten. Das sollte immer der neue Anbieter machen. Damit kann man einige Stolpersteine aus dem Weg räumen.

Problem: Häufige Sicherheitswarnungen nerven

29.09.2015, von

Frau K. schrieb mir: Seit einiger Zeit ist arbeiten mit meinem Laptop sehr nervig und zeitraubend.
Dauernd kommen Sicherheitswarnungen und updates von Windows und Luke Filewalker und widersprüchliche Meldungen. Microsoft meldet z.B., Avira sei ausgeschaltet, dabei meldet mir Avira, ich sei geschützt. Mein Vetter meint, der 6jahre alte PC mit Windows Vista wäre die Ursache, ich solle ihn ersetzen, doch ich denke, wenn die Ursache bei Avira (neuerdings Launcher von Avira ) liegt, wird das Problem auch mit neuem Windows Laptop sich erneut einstellen. Haben Sie einen Rat?

Andreas antwortet: ich glaube nicht, dass die Probleme mit dem Alter des Notebooks zusammenhängen.
Diese können aber die Ursache in Windows Vista haben. Es kann sein, dass an dem System etwas derart verstellt ist, dass es nicht mehr richtig funktioniert.
Ich würde Ihnen raten, vor einem Neukauf das vorhandene Gerät wieder auf den Auslieferungszustand zurück zu versetzen. Dann sollte es wieder richtig funktionieren.
Dazu sollten Sie zuvor Ihre Daten alle sichern und anschließend alle Programme neu aufspielen. Aber das müssten Sie ja beim Umzug auf einen neuen Rechner ebenfalls machen.
Das ist eine Menge Arbeit und vielleicht ist es ja einfach Avira, das die Probleme verursacht.
Sie können als erstes vielleicht mal probeweise Avira deinstallieren und einen anderen Virenscanner installieren. Beispielsweise Avast.
https://www.avast.com/de-de/index
Die kostenlose Version reicht normalerweise aus.
Wie das geht, habe ich gerade kürzlich in Kaffee oder Tee gezeigt.
http://swrmediathek.de/player.htm?show=960ad280-65f6-11e5-93b5-0026b975f2e6

Problem: Windows 10 späht Nutzer aus

16.08.2015, von

Immer wieder erreichen mich E-Mails, in denen Fragen gestellt werden wie diese: Ich habe gelesen, dass Windows 10 das Nutzerverhalten überwacht. Sogar Tastatureingaben sollen zu Microsoft geschickt werden. Jetzt hat auch die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz die Nutzer zur Vorsicht gemahnt. Lässt sich die Datensammelwut denn gar nicht eindämmen?

Andreas antwortet: Wer bei der Installation die Express-Einstellungen wählt, der erlaubt Microsoft viele Daten zu sammeln, was am Rechner geschieht. Das fängt beim Namen, Adresse und Telefonnummer an, Standort des Geräts, besuchte Webseiten, E-Mails, was auf der Tastatur getippt wird, Kontakte zu anderen Nutzern, und endet nicht bei dem, was im Internet gekauft wurde. Microsoft sagt, die Daten würden ausgewertet, damit sich der Rechner einfacher und besser bedienen lasse. Auch die Werbung könne damit besser auf die Nutzerinteressen zugeschnitten werden. Die meisten Späh-Funktionen lassen sich ausschalten, auch ein Microsoft-Konto ist nicht zwingend erforderlich. Klar, damit geht ein wenig Komfort bei der Bedienung von Windows 10 flöten.

In Start->Einstellungen->Datenschutz finden sich die meisten Möglichkeiten, die Privatsphäre besser zu schützen. Von der eindeutigen Werbe-ID über Kamera und Mikrofon bis hin zu Feedback und Diagnose reicht die Palette. Gleich beim ersten Punkt „Allgemein“ können der erste und der dritte Schalter auf „aus“ gestellt werden. Wer sich hier weiter durchklickt, kann viele Einstellungen vornehmen. Im Zweifel lieber zuviel ausschalten. Wenn dann etwas nicht richtig funktioniert, lässt es sich ja wieder einschalten.
Microsoft sieht auch vor, dass Freunde in meiner Kontaktliste mein WLAN mitnutzen können. Dazu ist es so eingestellt, dass der WLAN-Schlüssel mit anderen geteilt wird. Das ist oft nicht sinnvoll. Ausschalten lässt es sich unter Start->Einstellungen->Netzwerk und Internet->WLAN->WLAN-Einstellungen verwalten, in dem der zweite Schalter auf „aus“ gestellt wird.

Datenschützer bemängeln, dass Microsoft sich von vorneherein viele Rechte einräumt, die der Nutzer mühsam wieder ausschalten muss. Andersherum wäre es wünschenswerter, dass zunächst alles ausgeschaltet ist, und der Nutzer bewusst seine Daten preisgeben kann, um mehr Komfort zu bekommen.

[Nachtrag: Es gibt von der Software-Firma O&O das kleine Programm ShutUp10, das die wichtigsten Einstellungen beim Datenschutz erledigt. Es ist kostenlos und kann nach dem Herunterladen und entpacken ohne Installation auf dem Rechner einfach gestartet werden. ]

Hintergrund: Windows 10 – Für wen der Umstieg lohnt

10.07.2015, von

In den vergangenen Tagen erreichen mit immer wieder E-Mails, wie die von Herrn R. aus L. Er schrieb mir: Sie haben vor vielen Wochen bei “Kaffee oder Tee” über das neue Windows 10 gesprochen. (…) Auf meinem Laptop habe ich Windows 8.1 installiert und kann zum arbeiten auf das Erscheinungsbild Windows 7 zurückgreifen. Nun bietet Microsoft an Windows 10 gratis herunter zu laden. Soll ich das tun? Oder besser bleiben lassen?

Andreas antwortet: Sie können sich Windows 10 herunterladen, müssen es ja nicht sofort installieren. Sie können ja warten, was noch andere Medien darüber berichten. Langfristig ist Windows 10 für Microsoft die Zukunft.
Hier weitere Hintergrundinformationen zu Windows 10.

Mit der Version 10 will Microsoft das verbreitete und beliebte Windows 7 mit dem gefloppten Windows 8 sinnvoll kombinieren.  Und das scheint gelungen. Das System wirkt auf den ersten Blick aufgeräumter als Windows 7, die Kacheln von Windows 8  haben sich ins Startmenü zurückgezogen. 10 lässt sich flüssig bedienen, viele werden damit auf Anhieb zurechtkommen. Aus Sicht von Microsoft ist der Sprung so groß, dass die Versionsnummer 9 glatt übersprungen wurde.

Voraussetzungen
Wer die automatischen Updates bei Windows 7 und 8 eingeschaltet hat, dem ist vielleicht ein neues Windows-Symbol in der Taskleiste aufgefallen. Mit einem Klick darauf kann sich jeder ein Upgrade reservieren. Das wird dann nach dem 29. Juli nach und nach in Etappen mit dem Windows Update auf die Rechner gespielt. Es muss nicht sofort installiert werden. Es gelten für die Ausstattung des Rechners im Grunde die selben Voraussetzungen, wie bei Windows 7 und 8. Weil auch nur von diesen Systemen ein Upgrade möglich ist, müsste 10 auf vielen Rechnern laufen. Für die 32-Bit-Version sollten mindestens 16 Gigabyte Festplattenspeicher und 1 Gigabyte Arbeitsspeicher vorhanden sein, bei der 64-Bit-Version sind 20 Gigabyte auf der Festplatte und 2 Gigabyte Arbeitsspeicher notwendig. Wer noch Windows XP oder Vista benutzt, kann nicht kostenlos upgraden, offizielle Preise gibt es aber noch nicht.

Das ist neu
Bei Windows 10 hat sich viel getan. Das Startmenü ist wieder da. Das haben viele Windows-8-Nutzer vermisst. Mit Cortana gibt es erstmals auch auf einem PC eine digitale Assistentin, die aufs Wort hört. Sie beantwortet Fragen, trägt Termine ein oder stellt personalisierte Nachrichtenseiten zusammen. Der Internet Explorer als Browser fällt weg, dafür gibt es ein schlankeres Programm mit Namen Egde. Zudem ist Windows unter der Haube nochmal deutlich sicherer geworden. Es wird kein Windows 11 mehr geben, 10 wird immer weiterentwickelt. Wirklich gelungen ist, dass künftig Windows auf allen Geräten identisch beschriftet ist und sich identisch bedienen lässt, egal ob Windows Smartphone, Tablet oder PC.

So steigen Sie um
Wenn die Grunddaten für Windows 10 auf dem Rechner gelandet sind, gibt es eine Mitteilung vom System, dass es installiert werden kann. Vor der Installation von Windows 10 ist es sinnvoll, ein Komplett-Backup vom aktuellen System zu machen. Sollte beim Upgrade etwas schief gehen, ist wenigstens der Rückschritt auf das bisherige System möglich. Oft gibt es zum neuen System auch neue Treiber, schauen Sie also nach ob zum Beispiel für Drucker, Scanner, Grafikkarte beim Hersteller bereits Windows 10 Treiber bereitgestellt werden. Im Normalfall funktionieren aber auch die bisherigen Treiber weiter. Windows 10 kann entweder komplett neu aufgespielt werden, dann sind alle Daten und Programme weg. Es funktioniert aber erstaunlich gut, Windows 10 über das vorhandene Windows drüber zu installieren. Es sollten alle Programme weiterhin funktionieren, auch alle Daten sollten noch da sein. Der ganze Upgrade-Prozess kann insgesamt mehrere Stunden dauern. Dabei wird der Rechner mehrfach neu gestartet, der Nutzer muss aber nichts weiter tun. Anschließend sollte aber der Rechner nochmal komplett heruntergefahren und neu gestartet werden. Auch dann kann es sein, dass es noch etwas hakt, daher sollte man den Rechner einfach noch etwas in Ruhe lassen, bis alle Vorgänge abgeschlossen sind.

Problem: Browser-Erweiterung loswerden

05.06.2015, von

Herr E. schrieb mir: Gelegentlich erhalte ich die Aufforderung zum Download für http://fnvfox.appspot.com/thankyou.html
Was hat es damit auf sich?

Andreas antwortet: mit dieser Erweiterung für den Firefox können Sie Videos und Spiele herunterladen, die in der Programmiersprache Flash geschrieben sind. Oft schmuggelt sich diese irgendwie und ungewollt in den Firefox. Wenn Sie das Add-On loswerden wollen, können Sie den Firefox zurücksetzen.

Sollte das keinen Erfolg haben:
Laden Sie sich Malwarebytes herunter, installieren es und lassen es mal laufen.
Sollte das nichts bringen, können Sie das Programm wieder deinstallieren und es mit dem AdwCleaner nochmal probieren.

Problem: Geschwindigkeit des Internet-Anschlusses messen

08.05.2015, von

Herr R. schrieb mir: Ich habe einen Internet-Anschluss bei einem Kabelanbieter. Dort habe ich ein Produkt mit 32 Mbit/s gebucht. Der Aufbau von Internetseiten kam mir jedoch meist sehr langsam vor. Nun hat mir jemand geraten, dass ich mal einen Speedtest machen soll. Wie kann ich messen, wie hoch meine Internet-Geschwindigkeit wirklich ist?

Andreas antwortet: Das ist nicht so einfach, denn gemessen wird nicht die echte Geschwindigkeit des eigenen Anschlusses, sondern nur die Geschwindigkeit zum Anbieter des Tests. Es hilft nur, mehrere Tests bei unterschiedlichen Anbietern durchzuführen, zu unterschiedlichen Tageszeiten an unterschiedlichen Wochentagen. Das gibt dann eher ein Bild, als ein einzelner Test.
Die Bundesnetzagentur bietet einen Test an unter dem Stichwort Initiative Netzqualität. Leider muss dafür Java auf dem Rechner installiert sein, damit der Test laufen kann.
Beim Anbieter speedtest.net gibt es viel Werbung. Außerdem wird hier zum Testen das Browser-Plugin Flash verwendet, das ein Sicherheitsproblem sein kann.
Komplett ohne Plugins kommt die Seite wieistmeineIP aus, leider ist die Werbung auch hier recht dominant.
Die Seite SpeedOf.Me nutzt den modernen Webstandard HTML5 und läuft daher in allen aktuellen Browsern. Hier werden unterschiedliche Dateigrößen jeweils mehrfach rauf- und runtergeladen. Das Ergebnis ist anschaulich, die gemessenen Werte decken sich mit denen anderer Anbieter.

Problem: Speicherplatz auf C:\ freigeben

10.04.2015, von

Frau G. aus P. schrieb mir: Nachdem unser PC seinen Geist aufgegeben hat, haben wir uns einen neuen PC gekauft. Wir hatten das Glück, dass die Festplatte nicht kaputt war und diese in den neuen PC eingebaut werden konnte, sodaß alle unsere Daten da waren. Wir haben auch unsere benutzten Programme auf die Festplatte C: installiert (eigentlich ganz wenige) und jetzt kam immer die Nachricht (z.B. beim Anschauen von Filmen) dass die Festplatte C: nicht genügend Speicherplatz hat. Auch konnten keine neuen Programme z.B. Nero installiert werden. Ich habe jetzt mal nachgeschaut und gesehen, dass auf dieser Festplatte alle Programme zweimal installiert sind – einmal unter C: Programme und einmal unter C: Programme (Files83). Jetzt traue ich mich nicht etwas zu löschen – aber ich glaube daher ist diese Platte so extrem voll. Kann ich eines von beiden löschen? In der Systemsteuerung sind die Programme nur einmal aufgelistet – was ja auch Sinn macht.

Andreas antwortet: zunächst würde ich Ihnen raten mal nachzusehen, wo denn die Pfade hinlaufen, also welche Programme gestartet werden, wenn Sie auf das Symbol klicken. Das geht so: im Startmenü auf das Symbol mit der rechten Maustaste klicken, im Punkt Eigenschaften sehen Sie den Pfad. Wenn da alle Programme im Ordner C:\Programme liegen, dann dürfte der andere Ordner überflüssig sein.
Auch dazu noch ein Rat: Benennen Sie den Ordner doch mal um, bevor Sie ihn löschen. Dann sehen Sie, ob es Fehlermeldungen gibt. Sollte alles laufen wie normal, können Sie ja nach einiger Zeit den überflüssigen Ordner löschen.
Sie können auch in Windows die Systemfunktion „Datenträgerbereinigung“ durchführen. Auch das gibt zusätzlich Speicherplatz frei. Hier hat Microsoft beschrieben, wie das funktioniert.

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