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Problem: Microsoft stellt auch Support für Office 2003 ein

08.04.2014, von

Frau G. fragt: Ich habe im Fernsehen gesehen, dass Office auch nicht mehr sicher sei. Hängt das mit XP zusammen? Oder ist es auch bei Win7 nicht sicher? Muss ich hier eine neue Version kaufen?

Andreas antwortet: Es stimmt, dass Microsoft auch den Support für Office 2003 einstellt. Das halte ich aber nach den mir derzeit vorliegenden Informationen für nicht so kritisch. Office ist ein Anwendungspaket, Lücken und Fehler darin sind lästig, aber kein großes Risiko. Vorausgesetzt natürlich das System ist aktueller und nicht mehr XP.
Ich sehe nicht, dass Sie dringend eine neue Version von Microsoft brauchen. Sie könnten ja auch auf (kostenlose) Alternativen zurückgreifen, wie Libre Office.

Problem: Kann keine E-Mails empfangen

01.04.2014, von

Frau L. schrieb mir: Ich kann keine E-Mails mehr empfangen, kann aber versenden.  Bei Windows Live Mail erhalte ich aber eine Fehlermeldung “Verbindung zu dem Live Kalender-Dienst” unterbrochen. Was kann ich tun?

Andreas antwortet: Das kann unterschiedliche Ursachen haben. Denkbar ist, dass ein Anti-Virus-Programm die Verbindung blockiert. Das soll bei Avira und dem Mail Guard schon vorgekommen sein. Es kann auch sein, dass Ihr E-Mail-Anbieter die Daten für den E-Mail-Server geändert hat. Derzeit schalten mehrere deutsche Anbieter den unverschlüsselten Zugang zu den E-Mail-Servern ab. Informationen wie Sie das bei sich lokal umstellen können, finden Sie oft auf den Homepages der Anbieter. Da Sie ja keine E-Mails empfangen können, sollten Sie Ihren Anbieter telefonisch kontaktieren.

Ratgeber: Rechner-Neukauf wegen XP-Ende

11.02.2014, von

Immer wieder erreichen mich E-Mails, wie diese von Frau A. aus K.: Ich habe einen 7 Jahre alten PC mit Windows XP und möchte mir nun einen neuen anschaffen, obwohl der Alte noch gut läuft. (…) Eigentlich wollte ich mir nur ein Notebook kaufen, aber leider komme ich damit nicht zurecht, da ich aufgrund einer spez. Sehschwäche die kleinen Zahlen und Buchstaben nicht lesen kann. Ich habe einen 19 Zoll Bildschirm an meinem PC, der ist optimal. Ich hoffe, Sie können mir einen guten Tipp geben.

Andreas antwortet: Vor einem Neukauf ist es ratsam zu schauen, ob der bisheriger Rechner vielleicht weiterbenutzt werden kann, wenn zum Beispiel Windows 7 oder Windows 8 statt XP aufgespielt wird. Das lässt sich mit diesem kostenlosen Programm von Microsoft überprüfen. Grundsätzlich haben Windows 7 und 8 recht bescheidene Mindest-Systemanforderungen, wie 1 GHz-Prozessor, 1 GB Hauptspeicher, 16 GB freier Festplattenspeicher.  Oft läuft das System nach dem Upgrade nahezu genauso schnell wie unter Windows XP. Ob Windows 7 oder Windows 8  ist letztlich eine Geschmacksfrage. Wer XP gut kennt, kommt mit Windows 7 auf Anhieb eher besser zurecht. Wer insgesamt wenig PC-Erfahrung hat, kann sich vielleicht eher mit der Kacheloptik von Windows 8 anfreunden.
Soll es doch ein neues Gerät sein, kommt es natürlich darauf an, welche Aufgaben damit erledigt werden sollen. Für die meisten Einsatzzwecke dürften Rechner im Bereich 500 Euro ausreichend sein. Als Prozessor kommt dann häufig ein Intel Core i5 zum Einsatz, die Festplatte hat zwischen 500 GB und 1000 GB (1TB), der Hauptspeicher ist 4 GB groß. Damit lassen sich auch anspruchsvolle Büroaufgaben erledigen, Fotos bearbeiten und mal ein Video schneiden. Bei einem Desktop-Rechner sollten genügend Anschlüsse vorhanden sein, ggf. auch für einen zweiten Monitor. Optisches Laufwerk (CD/DVD/Bluray) ist praktisch, wenn größere Datenmengen dauerhaft archiviert oder weitergegeben werden sollen.
Bei einem Laptop kommt es zusätzlich auf die äußeren Abmessungen des Gerätes an. Größere Bildschirme können das Gerät unhandlich und schwer machen. Spiegelnde Displays können die Benutzung im Freien oder auf einem hellen Balkon erschweren. Sinnvoll ist es auch, die Tastatur vor einem Kauf auszuprobieren, die ist ja eingebaut. Es gibt Nutzer, die können besser auf harten Tastaturen tippen, andere bevorzugen einen weichen Druckpunkt.
Es spricht nichts dagegen, den neuen Rechner im Internet zu bestellen. Wer aber häufiger Unterstützung braucht, kauft besser bei einem Fachhändler in der Nähe, der dann bei Problemen ggf. auch mal einen “Hausbesuch” macht.

Warnung: Angeblicher Microsoft-Mitarbeiter ruft an

31.01.2014, von

Frau P. schrieb mir: Mich hat heute ein Mitarbeiter von Microsoft angerufen. Er sprach schlechtes deutsch, sagte aber Microsoft habe auf meinem Rechner Schadsoftware entdeckt. Ich sollte den Rechner hochfahren und dann seinen Anweisungen folgen. Das kam mir seltsam vor und ich habe unter einem Vorwand das Gespräch beendet. Kann das sein, dass Microsoft seine Nutzer anruft?

Andreas antwortet: Nein, das kann nicht sein. Microsoft ruft nicht an. Es handelt sich hier um eine Betrugsmasche, bei der der Anrufer eine Fernwartungssoftware installieren will, mit der er dann uneingeschränkten Zugang zum Rechner bekommt. Oder er lockt die Opfer auf eine Seite, die den Rechner mit einer Schadsoftware infiziert. Manchmal wird auch angeboten den Rechner von angeblichen Viren zu säubern, gegen eine saftige Service-Gebühr.  Wer sich weigert, wird oft sogar am Telefon bedroht, der Rechner werde gesperrt, oder ähnliches. Die einfachste Möglichkeit ist aufzulegen und sich nicht einschüchtern zu lassen.

 

Problem: Digitale Fernsehprogramme auf Röhren-TV

30.12.2013, von

Frau F. aus B. schrieb mir: Derzeit werden nach und nach analoge Fernsehprogramme aus dem Kabel genommen. Manche Dritte Programme sind dann nur noch digital empfangbar. Ich habe ein altes TV-Gerät, das noch gut funktioniert. Ist es einfacher und preiswerter ein Zusatzgerät anzuschaffen oder besser gleich einen neuen Fernseher?

Andreas antwortet: Ins digitale Kabelfernsehen werden alle öffentlich-rechtlichen Sender eingespeist, auch alle dritten Programme, nicht sämtliche regionalen Fenster, aber die Hauptprogramme. Auch die Digitalsender wie etwa Einsfestival EinsPlus oder Tagesschau24 und die drei digitalen Kanäle zdf.kultur, zdf_neo und ZDFinfo sind ebenfalls drin. Dazu jede Menge Privatsender und Programme aus dem Ausland. Insgesamt etwa 70 Stück.

Set-Top-Box notwendig
Wer mit seinem älteren TV-Gerät digitales Kabelfernsehen empfangen möchte, der braucht einen Receiver, ein Zusatzkästchen, auch Set-Top-Box genannt. Der Fachbegriff hier heißt DVB-C, DVB ist die Abkürzung aus dem englischen für Digital Video Broadcast also digitale Fernsehausstrahlung und das C steht für Cable.

Anschlussfrage
Die Antennenleitung wird ähnlich angeschlossen wie beim Videorekorder: Antennenkabel aus der Dose in den Receiver und von dort in den Fernseher. Es kommt drauf an, welche Anschlüsse der Fernseher hat. Wenn das Gerät 20 Jahre und jünger ist, müsste ein SCART-Anschluss dran sein. Dann sollte der DVB-C Empfänger auch einen SCART- Anschluss haben. Die passenden Verbindungskabel gibt es in jedem Elektromarkt, über die wird Bild und Ton übertragen. Der Fernseher wird auf „AV“ gestellt und zeigt dann die digitalen Programme. Umgeschaltet wird dann am Digitalempfänger, nicht mehr am Fernseher. An ältere Flachfernseher ohne eigenes DVB-C Empfangsteil passt ein HD-Receiver mit HDMI-Anschluss, hier ist dann ein entsprechendes HDMI-Kabel nötig.

Kein Abozwang
Auch wenn der Kabelbetreiber einem immer gerne ein Abo verkaufen möchte, für „normales“ digitales Kabelfernsehen ist kein Abo nötig. Es reicht, ganz normaler Kabelkunde zu sein.

Einmalige Anschaffung
Einfache DVB-C Empfangsboxen gibt es ab etwa 30 Euro, ein HD-Receiver kostet ab 50 Euro. Markengeräte kosten etwa das Doppelte, lassen sich oft aber deutlich einfacher bedienen. Auch das Verbindungskabel zwischen Box und Fernseher ist für die Bildqualität wichtig, es  darf pro Meter ruhig zwischen 5 und 10 Euro kosten. Alles in allem fängt digitales Kabelfernsehen also grob gesagt bei einmaligen Kosten von 50 Euro an.

Sicher kann es einfacher sein, gleich ein neues TV-Gerät zu kaufen. Aufgrund der Vielzahl der Modelle fällt es mir schwer, hier konkret eins zu empfehlen. Ich würde ein Markengerät kaufen und es auf jeden Fall vor dem Kauf beim Händler ausprobieren, ob Sie auch gut damit zurecht kommen.

Hintergrund: Windows XP ist bald nicht mehr sicher

30.10.2013, von

Immer wieder erreichen mich Fragen zur Sicherheit von Windows XP, wenn Microsoft den Support einstellt. Wie diese von Herrn T. aus M.: Welche Auswirkungen hat es denn bzw. was kann schlimmstenfalls passieren, wenn ich dann Windows XP einfach weiternutze – auch ohne künftige Updates?

Andreas antwortet: Microsoft stellt den Support für Windows XP am 8. April 2014 ein. Das heißt, Sicherheitslücken, die danach bekannt werden, stopft Microsoft nicht mehr. Sicherheitsexperten gehen davon aus, dass Hacker eine ganze Liste mit Lücken von Windows XP haben. Die Lücken nutzen sie dann aus, um Schadsoftware auf den XP-Rechnern zu installieren. Es ist davon auszugehen, dass eine große Zahl an XP-Rechnern dann “verseucht” sein dürfte. Da diese Lücken nicht mehr gestopft werden, kann es den Angreifern immer wieder gelingen, in den Rechner einzudringen. Anti-Viren-Programme helfen da nur wenig, weil -vereinfacht gesagt- direkt das Betriebssystem betroffen ist.
Microsoft selbst hat in seinem “Security Intelligence Report” von Ende Oktober festgestellt, dass Windows XP sechs Mal anfälliger für Malware sei, als aktuelle Betriebssysteme wie Windows 8.
Sinnvoll ist es da, rechtzeitig auf ein neueres Windows upzugraden. Es muss nicht Windows 8 sein, auch Windows 7 gilt als deutlich sicherer, verglichen mit XP. Direkt Windows 7 oder 8 über ein altes XP-System zu installieren ist nicht möglich. Siehe diese Meldung von Microsoft zum Upgrade auf 8.1. Ich empfehle daher, bei Microsoft im Download-Center zunächst den so genannten “Upgrade Advisor” herunterzuladen und zu überprüfen, ob die neuere Version auf dem XP-Rechner überhaupt laufen würde. Für Windows 7 geht das hier. Bei Windows 8.1 gibt es hier eine Seite, die die wichtigsten Fragen beantwortet, unter der Frage “Kann Windows 8.1 auf meinem PC ausgeführt werden?” gibt es den Link zum herunterladen des Programms. Wenn alles weiter funktioniert, anschließend sämtliche Daten sichern, den Rechner “platt” machen und das neue System auf die “saubere” Platte frisch aufspielen. Dann die Daten, wie Dokumente, Bilder, Videos, etc. auf das neue System kopieren.
Für Windows 8.1 endet laut Microsoft der erweiterete Support übrigends am 10.01.2023, für Windows 7 am 14.01.2020.

Problem: Windows-Product Key nicht mehr lesbar

23.10.2013, von

Herr F. aus N. schrieb mir: Nach einem Festplattendefekt möchte ich Windows7 neu aufspielen. Auf der Unterseite von meinem Laptop ist ein Aufkleber von Microsoft mit dem Product-Key, den ich brauche um Windows wieder zu aktivieren. Leider ist der Key nicht mehr lesbar. Was nun?

Andreas antwortet: Der einfachste Weg ist, sich an den Microsoft-Support zu wenden. Das geht auch telefonisch, wenn der Rechner nicht mehr funktioniert. Dann ein möglichst gutes Foto von dem Aufkleber machen und nach Aufforderung an den Support mailen. Bei mir ging das überraschend schnell, nach einem halben Tag hatte ich den kompletten Key zugemailt bekommen und konnte Windows damit aktivieren.

Problem: pdf-Dateien in Word-Dokumente umwandeln

19.09.2013, von

Frau Z. aus B. schrieb mir: Ich habe viele Dokumente als pdfs eingescannt. Jetzt möchte ich diese Texte gerne bearbeiten. Soll ich diese jetzt abtippen? Bitte nicht. Gibt es eine Möglichkeit pdfs in veränderbare Word-Dokumente zu verwandeln? So ein “Ich erkenne die Schrift-Programm”? Sowas muss es doch geben, oder?

Andreas antwortet: Ja, eine solche Software gibt es. Die Fachleute nennen die Methode OCR, optical character recognition. Auf deutsch: Texterkennung. Wie gut das klappt hängt davon ab, wie das Ausgangsmaterial, also das eingescannte Dokument, aussieht. Reiner Text mit hohem Kontrast relativ gerade ausgerichtet eingescannt wird sehr gut erkannt und wird mit nur wenigen Fehlern auch von einfacher Software übergewandelt. Problematisch kann es etwa bei Artikeln aus Zeitschriften sein, wenn im Dokument Text, mehrere Bilder, ein Textkasten, Zwischenüberschriften, Grafiken etc. sind. Damit kommen die teueren Programme besser zurecht. Bei vielen Scannern ist eine mehr oder weniger gut geeignete Software mit im Karton.
Wer einen Google-Konto hat, kann ein pdf-Dokument bei Google Docs hochladen und dort über den Punkt “Datei öffnen mit…” Google-Docs auswählen. Dann wird die Datei umgewandelt.
Es gibt jede Menge kostenlose Programme, die einen guten Job machen.
Wer zahlreiche und gestaltete Dokumente umwandeln möchte, sollte auf kommerzielle Produkte zurückgreifen, wie zum Beispiel OmniPage von Nuance oder FineReader von Abbyy.

Problem: Computer startet nicht richtig

09.08.2013, von

Frau N. schrieb mir:  Plötzlich erscheint beim PC hochfahren ein neues Erscheinungsbild. American Megatrends, Datum steht auf  7. Januar, Uhrzeit ist auch falsch. Wie werden wir dieses Programm los und woher kommt es?

Andreas antwortet: Vermutlich handelt es sich um einen älteren Computer. Auf der Hauptplatine ist eine kleine Batterie, die den Grundspeicher (BIOS) mit Strom versorgt. Wenn diese Batterie leer ist (nach 4-6 Jahren), “vergisst” der PC die Grundeinstellungen, wie Datum und Uhrzeit, welche  Geräte eingebaut sind usw. Hier würde ich Ihnen empfehlen, mit dem PC einen Fachhändler zu besuchen. Der kann die Batterie austauschen und die Grundeinstellungen wieder vornehmen. Dann sollte der Rechner wieder normal laufen.

Problem: Datenschutz bei offenem E-Mail-Verteiler

31.07.2013, von

Frau B. schrieb mir: Ist es gegen den Datenschutz, wenn in E-Mails alle Empfänger zu lesen sind. Mich stört es, wenn meine Adresse unter vielleicht 30 anderen Empfängern zu finden ist. Oft sind es Mails von Vereinen. Und es dauert nicht lange, dann erhalte ich sog. Spams. Ich selbst verschicke per BCC, wenn es mehrere Empfänger sind. Kann es sein, dass ich einen Datenschutz-Hinweis an diese Absender geben darf mit der Bitte um Einhalten des Datenschutzgesetzes?

Andreas antwortet: Ich würde den Absender darauf hinweisen. Der baden-württembergische Datenschutzbeauftragte Jörg Klingbeil hat das Problem aufgegriffen. Es handle sich “datenschutzrechtlich um eine unbefugte Datenübermittlung”, schieb er in einer Pressemitteilung. Es sei keineswegs ein Kavaliersdelikt, die Adressen für jeden sichtbar in die Mail zu schreiben. Klingbeil erinnerte an ein Bußgeld, das eine E-Mail-Versenderin in Bayern zahlen musste, weil der Verteiler offen sichtbar war, ohne dass die entsprechenden Einwilligungen vorgelegen hätten.
Aber es gibt ja das Feld BCC, für eine sogenannte Blindkopie. Stehen hier die E-Mail-Adressen drin, ist der Verteiler für die anderen unsichtbar. Mit BCC sind Sie, was den Datenschutz angeht, auf der sicheren Seite.

Link zur Pressemitteilung als pdf

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