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Problem: Sicherer Passwort-Speicher gesucht

24.10.2014, von

Frau B. aus A. schrieb mir: Bei Ihrer Sendung “Buffet” habe ich gesehen dass es einen Schlüssel gibt, dass man nicht ständig das Passwort neu eingeben muss. Ich kann mir schlecht Passworte merken, das wäre für mich eine gute Alternative. Können Sie mir da weiterhelfen bzw. Infomaterial zusenden?

Andreas antwortet: es gibt ganz unterschiedliche Programme, die als Passwort-Safe taugen. Hier ein paar Links, die Reihenfolge soll keine Wertung darstellen:

Securesafe ist ein schweizer Anbieter, bei dem Sie Daten und Passwörter online abspeichern. Daher können Sie von jedem Gerät, auch mobil, drauf zugreifen.

Lastpass ist eine Erweiterung für einen Browser, ein so genanntes Add On. Diese Erweiterung muss installiert sein, damit die Passwörter gespeichert werden können.

Passwort Safe gibt es in unterschiedlichen Versionen, auch für Firmen. Mit 26 Euro kostet es aber für Privatanwender relativ viel Geld.

Keepass ist der Klassiker unter den Passwort-Speichern. Die Seite ist auf englisch, das Programm kann aber auch auf deutsch umgestellt werden.

Problem: Sichere Suchmaschinen

02.10.2014, von

Frau M. schrieb mit: Vor einiger Zeit haben Sie div. sichere Suchmaschinen ewähnt, die die Privatsphäre schützen. Ich hab vergessen mir diese zu notieren, muss mir künftig immer Stift und Papier parat legen. Würden Sie mir bitte nochmals deutschsprachige nennen?

Andreas antwortet: Gerne! Google sammelt doch recht viele Daten über unser Surfverhalten, auch wenn wir einfach nur die Suchmaschine benutzen. Es gibt aber Alternativen, die auch gute Ergebnisse liefern. Ähnlich von der Optik her sind Ixquick und Startpage. Auch wenn beide fast identisch wirken, sie liefern unterschiedliche Suchergebnisse. Ixquick leitet die Suchanfrage auch an Bing und Yahoo weiter, während Startpage Google-Ergebnisse liefert. Allerdings ohne Benutzerdaten zu sammeln.
Bei Duckduckgo soll es “absolut kein Tracking” geben, das heißt die Suchanfragen können nicht mit einander in Verbindung gebracht werden. Auch MetaGer hat sich zum Datenschutz verpflichtet. Sie ist eine so genannte Meta-Suchmaschine. Das heißt, sie reicht die Suchanfrage an andere Suchmaschinen weiter und gleicht die Ergebnisse ab. Die neue Version hat eine einfacherer Oberfläche, trägt aber das Schildchen “Beta”, sie ist also noch nicht ganz fertig.

Problem: Werbung und Popups unterdrücken

08.08.2014, von

fragandreas_01

Frau F. schrieb mir: seit kurzem habe ich neuen Laptop mit Windows 8 – ich bin nur noch am verzweifeln!!  Seit einigen Tagen habe ich Probleme mit ungewünschter Werbung, die sich nicht mehr ausschalten lässt – Popup ist deaktiviert. Im Text werden Links unterstrichen und wenn ich mit der Maus drüberfahre, ploppen Fenster auf. Lässt sich das abstellen, wenn ja wie?

Andreas antwortet: In Ihrem Browser ist wahrscheinlich eine Erweiterung (ein sogenanntes Add-On) aktiv, die für diesen Effekt sorgt. Sie können zunächst versuchen, die Browser zurückzusetzen. Wenn ich das richtig auf dem Bildschirmfoto erkenne, benutzen Sie Opera als Browser. Für den gibt es hier eine Anleitung:
http://praxistipps.chip.de/opera-vollstaendig-zuruecksetzen_29437
Beim Internet-Explorer geht das so:
http://support.microsoft.com/kb/923737/de
Hier die Anleitung für den Firefox:
https://support.mozilla.org/de/kb/firefox-zuruecksetzen-probleme-einfach-loesen
Sollte das nicht helfen, kann auch eine Schadsoftware dafür verantwortlich sein. Da würde ich Ihnen raten, den PC mit einer Rettungsssystem-DVD durchzuchecken. Die gibt es hier https://www.botfrei.de/rescuecd.html kostenlos zum herunterladen und brennen, bzw. zum Erstellen eines entsprechendenn Sticks.

Problem: Antivirus für Smartphones

18.07.2014, von

Herr M. aus E. fragt: Smartphones sind ja auch Computer, können die von Schadprogrammen befallen werden und brauche ich eine extra Antivirus-Software dafür?

Ja, auch Smartphones können von Schadsoftware befallen werden. Wobei die Apple-Produkte relativ gesehen sicherer sind. Der Apple Store ist eine weitgehend geschlossene Einrichtung, Apple hat großen Einfluss drauf, welche Apps eingestellt werden und prüft die sehr genau. Android ist da offener, hier ist es einfacher “verseuchte” Apps in den Play Store einzustellen. Antivirus-Hersteller schocken gerne mit enormen Zahlen, doch die Gefahr im normalen Leben einem Schädling zu begegnen, ist sehr überschaubar. Viele Antivirus-Programmen entdecken nur die Schädlinge, die sie bereits kennen. Oder sie produzieren Fehlalarme und verunsichern die Nutzer. In Tests reichten Sicherheits-Apps meist nicht an die Zuverkässigkeit der Desktop-Produkte heran.
Wer Apps nur aus den offiziellen Stores lädt, darauf achtet, dass die Apps länger drin sind, bekannt, bewährt und gut bewertet sind, der ist tendenziell auf der sicheren Seite. Zumal die Stores auch selbst die darin verfügbaren Apps nach Schädlingen durchsuchen.
Dennoch kann Sicherheitssoftware auf dem Smartphone sinnvoll sein. Damit lässt sich aus der Ferne etwa das Smartphone finden, sperren oder löschen. Dazu reicht auch die kostenlose Software der großen Antivirus-Hersteller.

Sinnvoll kann es sein, bei seinem Mobilfunk-Anbieter die kostenpflichtigen Zusatzdienste sperren zu lassen, nennt sich mit dem Fachbegriff Drittanbietersperre. Damit können keine unerwünschten Kosten mehr durch Schadsoftware verursacht werden.

Problem: DSL-Alternativen im ländlichen Raum

10.06.2014, von

Frau T. aus W. fragt: Wir ziehen um in einen Vorort. Dort kann ich nur einen recht langsamen DSL-Anschluss über die Telefonleitung bekommen. Was sind die Alternativen?

Andreas antwortet: Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten. Manchmal haben Kabelfernsehanbieter eine gute Infrastrukur gelegt, dann kann sich ein Komplettpaket aus Telefon, Internet und Fernsehen rechnen. Auf den Seiten der Anbieter lässt sich mit Hilfe der Adresse oft erfahren, welches Leistungen verfügbar sind. Größter Anbieter in 13 Bundesländern ist Kabel Deutschland. Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen werden von UnityMedia KabelBW versorgt, telecolumbus ist in Berlin, Brandenburg, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen und Nordrhein-Westfalen tätig.
Weitere Alternative ist Internet per Mobilfunk. Manchmal gibt es in den Vororten der Städte ein gutes Netz, UMTS (3G) mit einer Bandbreite von bis zu 40 Mbit/s dürfte an vielen Orten möglich sein, bei LTE (4G) sind es theoretisch gar 100 Mbit/s. In der Praxis liegen die Werte oft deutlich darunter. Anbieter sind hier zum Beispiel die Deutsche Telekom und Vodafone.
Wer ein eigenes Haus hat und eine Satelliten-Schüssel aufstellen darf, kann immerhin mit bis zu 22 Mbit/s im Internet surfen. Breitband über Satellit ist eigentlich flächendeckend in Mitteleuropa verfügbar. Wer mit Wohnmobil und Wohnwagen unterwegs ist, hat dann auf dem Campingplatz im Urlaub über die Schüssel neben dem Fernsehen auch Internet mit dabei und ist ggf. auch über eine Internet-Rufnummer preisgünstig erreichbar.  Anbieter sind Filiago über Astra, Astra SES mit orbitcom oder Eutelsat mit tooway. Die Preise liegen oft über denen der Kabel- und Mobilfunkanbieter, dafür ist Internet über Satellit praktisch überall möglich.

Problem: Downgrade von Windows 8 zu Windows 7

08.05.2014, von

Frau R. aus H. schrieb mir: Ich habe  mir einen neuen PC mit Windows 8 gekauft. Leider gefällt mir das überhaupt nicht. Kann ich ihn auf Windows 7 umrüsten (lasssen)?

Andreas antwortet: Es gibt eine legale Möglichkeit, statt Windows 8 das ältere Windows 7 zu nutzen. Dieser Artikel beschreibt das ganz gut. Leider  funktioniert der Link zum FAQ von Microsoft nicht mehr.
Ist Windows 8 Professional istalliert, ist eine Rückkehr zu Windows 7 Professional (oder Vista Business) also möglich. Wichtig ist, dass Sie einen gültigen Key für diese Versionen haben. Hier gibt es eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, mit wertvollen Tips, wie der Downgrade durchzuführen ist.

Problem: Microsoft stellt auch Support für Office 2003 ein

08.04.2014, von

Frau G. fragt: Ich habe im Fernsehen gesehen, dass Office auch nicht mehr sicher sei. Hängt das mit XP zusammen? Oder ist es auch bei Win7 nicht sicher? Muss ich hier eine neue Version kaufen?

Andreas antwortet: Es stimmt, dass Microsoft auch den Support für Office 2003 einstellt. Das halte ich aber nach den mir derzeit vorliegenden Informationen für nicht so kritisch. Office ist ein Anwendungspaket, Lücken und Fehler darin sind lästig, aber kein großes Risiko. Vorausgesetzt natürlich das System ist aktueller und nicht mehr XP.
Ich sehe nicht, dass Sie dringend eine neue Version von Microsoft brauchen. Sie könnten ja auch auf (kostenlose) Alternativen zurückgreifen, wie Libre Office.

Problem: Kann keine E-Mails empfangen

01.04.2014, von

Frau L. schrieb mir: Ich kann keine E-Mails mehr empfangen, kann aber versenden.  Bei Windows Live Mail erhalte ich aber eine Fehlermeldung “Verbindung zu dem Live Kalender-Dienst” unterbrochen. Was kann ich tun?

Andreas antwortet: Das kann unterschiedliche Ursachen haben. Denkbar ist, dass ein Anti-Virus-Programm die Verbindung blockiert. Das soll bei Avira und dem Mail Guard schon vorgekommen sein. Es kann auch sein, dass Ihr E-Mail-Anbieter die Daten für den E-Mail-Server geändert hat. Derzeit schalten mehrere deutsche Anbieter den unverschlüsselten Zugang zu den E-Mail-Servern ab. Informationen wie Sie das bei sich lokal umstellen können, finden Sie oft auf den Homepages der Anbieter. Da Sie ja keine E-Mails empfangen können, sollten Sie Ihren Anbieter telefonisch kontaktieren.

Ratgeber: Rechner-Neukauf wegen XP-Ende

11.02.2014, von

Immer wieder erreichen mich E-Mails, wie diese von Frau A. aus K.: Ich habe einen 7 Jahre alten PC mit Windows XP und möchte mir nun einen neuen anschaffen, obwohl der Alte noch gut läuft. (…) Eigentlich wollte ich mir nur ein Notebook kaufen, aber leider komme ich damit nicht zurecht, da ich aufgrund einer spez. Sehschwäche die kleinen Zahlen und Buchstaben nicht lesen kann. Ich habe einen 19 Zoll Bildschirm an meinem PC, der ist optimal. Ich hoffe, Sie können mir einen guten Tipp geben.

Andreas antwortet: Vor einem Neukauf ist es ratsam zu schauen, ob der bisheriger Rechner vielleicht weiterbenutzt werden kann, wenn zum Beispiel Windows 7 oder Windows 8 statt XP aufgespielt wird. Das lässt sich mit diesem kostenlosen Programm von Microsoft überprüfen. Grundsätzlich haben Windows 7 und 8 recht bescheidene Mindest-Systemanforderungen, wie 1 GHz-Prozessor, 1 GB Hauptspeicher, 16 GB freier Festplattenspeicher.  Oft läuft das System nach dem Upgrade nahezu genauso schnell wie unter Windows XP. Ob Windows 7 oder Windows 8  ist letztlich eine Geschmacksfrage. Wer XP gut kennt, kommt mit Windows 7 auf Anhieb eher besser zurecht. Wer insgesamt wenig PC-Erfahrung hat, kann sich vielleicht eher mit der Kacheloptik von Windows 8 anfreunden.
Soll es doch ein neues Gerät sein, kommt es natürlich darauf an, welche Aufgaben damit erledigt werden sollen. Für die meisten Einsatzzwecke dürften Rechner im Bereich 500 Euro ausreichend sein. Als Prozessor kommt dann häufig ein Intel Core i5 zum Einsatz, die Festplatte hat zwischen 500 GB und 1000 GB (1TB), der Hauptspeicher ist 4 GB groß. Damit lassen sich auch anspruchsvolle Büroaufgaben erledigen, Fotos bearbeiten und mal ein Video schneiden. Bei einem Desktop-Rechner sollten genügend Anschlüsse vorhanden sein, ggf. auch für einen zweiten Monitor. Optisches Laufwerk (CD/DVD/Bluray) ist praktisch, wenn größere Datenmengen dauerhaft archiviert oder weitergegeben werden sollen.
Bei einem Laptop kommt es zusätzlich auf die äußeren Abmessungen des Gerätes an. Größere Bildschirme können das Gerät unhandlich und schwer machen. Spiegelnde Displays können die Benutzung im Freien oder auf einem hellen Balkon erschweren. Sinnvoll ist es auch, die Tastatur vor einem Kauf auszuprobieren, die ist ja eingebaut. Es gibt Nutzer, die können besser auf harten Tastaturen tippen, andere bevorzugen einen weichen Druckpunkt.
Es spricht nichts dagegen, den neuen Rechner im Internet zu bestellen. Wer aber häufiger Unterstützung braucht, kauft besser bei einem Fachhändler in der Nähe, der dann bei Problemen ggf. auch mal einen “Hausbesuch” macht.

Warnung: Angeblicher Microsoft-Mitarbeiter ruft an

31.01.2014, von

Frau P. schrieb mir: Mich hat heute ein Mitarbeiter von Microsoft angerufen. Er sprach schlechtes deutsch, sagte aber Microsoft habe auf meinem Rechner Schadsoftware entdeckt. Ich sollte den Rechner hochfahren und dann seinen Anweisungen folgen. Das kam mir seltsam vor und ich habe unter einem Vorwand das Gespräch beendet. Kann das sein, dass Microsoft seine Nutzer anruft?

Andreas antwortet: Nein, das kann nicht sein. Microsoft ruft nicht an. Es handelt sich hier um eine Betrugsmasche, bei der der Anrufer eine Fernwartungssoftware installieren will, mit der er dann uneingeschränkten Zugang zum Rechner bekommt. Oder er lockt die Opfer auf eine Seite, die den Rechner mit einer Schadsoftware infiziert. Manchmal wird auch angeboten den Rechner von angeblichen Viren zu säubern, gegen eine saftige Service-Gebühr.  Wer sich weigert, wird oft sogar am Telefon bedroht, der Rechner werde gesperrt, oder ähnliches. Die einfachste Möglichkeit ist aufzulegen und sich nicht einschüchtern zu lassen.

 

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