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Kaufberatung: Neues TV-Gerät

22.05.2012, von

Dieses Jahr gibt es viele Sportereignisse, die Fußball-EM oder die Olympischen Spiele, da kaufen viele sich ein neues Fernsehgerät, und so wie Herr K. aus H. fragen sich viele, welches Gerät soll es sein, was muss es haben und was ist verzichtbar.

Andreas antwortet: Zunächst geht es um die Bildschirmgröße. Gerne werden heute TV-Geräte mit 40-Zoll (ca. 1 Meter) bis 46-Zoll (ca. 1,20 Meter) Diagonale gekauft. Grundsätzlich sollte der Betrachtungsabstand bei der Größe des Geräts eine Rolle spielen. Faustregel: Bildschirmdiagonale mal 2 bis 3. Also 1 Meter Diagonale macht zwischen 2 und 3 Meter Abstand zum Gerät. Filmfreaks kaufen gerne eine Nummer größer.

Ausstattung
Das Gerät sollte sämtliche Empfangswege eingebaut haben. Das nennt sich oft Triple-Tuner. Damit lassen sich digitale Sat-Signale ebenso empfangen wie Kabelfernsehen oder DVB-T. LED-Hintergrundbeleuchtung haben sehr viele neue Modelle eingebaut. Oft ist damit das Bild nicht nur brillanter gegenüber der herkömmlichen Beleuchtung durch ein CCFL-Backlight, sie spart auch Strom. Und zwar soviel, dass sich der Mehrpreis über die Lebensdauer rechnet. Praktisch ist es auch, wenn sich über einen USB-Anschluss Fotos und Videos von einem Stick oder einer externen Festplatte abspielen lassen. Manche Geräte können auf externe Speichermedien auch das TV-Programm mitschneiden. Oft aber nur das, was gerade läuft. Für mich wäre das kein vollwertiger Ersatz für einen Festplattenrekorder.
Ich würde einen neuen TV eher nicht im Internet kaufen, sondern bei einem Händler vor Ort. Der stellt ihn mir ein und lässt mich bei Problemen nicht allein. Und ganz wichtig, ausprobieren: Was nützen die besten technischen Daten, wenn das Gerät beim Kanalwechsel ewig braucht?

Internet
Heute schon ist fast jeder zweite verkaufte Fernseher onlinefähig (Quelle: Bitkom 5/2012). Und das macht Sinn. Die wenigsten werden über den TV E-Mails schreiben oder surfen, sondern die anderen Funktionen nutzen. Wie z.B. HbbTV. diese etwas sperrige Abkürzung bezeichnet den neuen Videotext, bequem zu bedienen mit Fotos und Bewegtbildern. Außerdem gibt es damit Zugriff auf die Mediatheken, etwa auf die von SWR und DasErste. Hier lassen sich viele interessante Sendungen oder Beiträge daraus direkt mit der Fernbedienung abrufen und auf dem TV ansehen. Angeboten wird oft auch eine Online-Videothek, also Filme ausleihen über Internet und direkt anschauen. Voraussetzung ist natürlich ein (möglichst schneller) Internet-Anschluss im Haus. Die Verbindung kann entweder schnurlos über WLAN hergestellt werden, per Netzwerk-Kabel oder über ein Netzwerk über Stromstecker.

Dreidimensional
Viele Geräte können Sendungen in 3D darstellen, die stereoskopisch aufgenommen wurden. Auch wenn es um das Thema mangels Filmen etwas ruhiger geworden ist. Zum Betrachten wird noch geraume Zeit eine Brille notwendig sein. Es gibt grundsätzlich zwei Verfahren am Markt: Polfilter oder Shutter. Beim Polfilter (so wie im Kino) werden über die Polarisation des Lichts die Bilder für rechtes und linkes Auge wieder getrennt. Vorteil: Leichte und preiswerte Brillen, kein Flimmern. Nachteil: Bildauflösung und Helligkeit sind oft nicht so gut wie beim Shutter-Verfahren. Hier schaltet ein elektrischer Rolladen in der Brille abwechselnd das linke und das rechte Auge “blind”, um die Bilder entsprechend zu trennen und den dreidimensionalen Eindruck zu erzeugen. Nachteil: Die Brillen sind recht teuer, haben eine Batterie eingebaut und sind damit etwas schwerer als die Polfilterbrillen. Auch wer kein 3D schauen möchte, diese Geräte können auch sehr gut 2D-Inhalte darstellen.

Kostenfrage
Ein TV-Gerät darf je nach Größe und Ausstattung ab 500 Euro aufwärts kosten. Kaufen Sie keine Auslaufmodelle aus dem vergangenen Jahr. Die technische Entwicklung schreitet schnell voran, neue Geräte sind oft sichtbar besser und kosten nur etwas mehr. Bei einer durchschnittlichen Lebensdauer von 7 Jahren würde ich mir überlegen, ob ich mich jedesmal ärgern möchte oder was es mir wert wäre, mich zu freuen. Ich würde daher eher zu den besseren Geräten greifen. Doch deutlich mehr als 1000 Euro müssen es auch nicht sein.

Das TV der Zukunft
Viel wird derzeit darüber diskutiert, wie wir in Zukunft fernsehen werden. Eins scheint sicher, das Live-TV verliert an Bedeutung. Der Zuschauer möchte nicht das sehen, was gerade läuft, sondern das was schon gelaufen ist, aber dann wenn er Zeit und Lust dazu hat. Siehe Mediatheken oben. Nur bei Events wie Fußball-WM oder den echten großen Shows im Fernsehen muss man noch live dabei sein.
Mobile Endgeräte verkaufen sich weiter gut. Jeder zweite hat schon einen Tablet-PC oder ein Smartphone. Hier sehen manche Experten, dass sich der Zuschauer gerne Zusatzinfos zum laufenden Programm abrufen wird, Fachwort Second Screen. Wer es mal gemacht hat stellt fest, das ist ganz schön anstrengend und vom Film bekommt man nicht mehr alles mit. Die interaktiven Funktionen allerdings könnten eine Zukunft haben. Live abstimmen über eine App und dann das Ergebnis wirklich sofort zu sehen, das macht Sinn.

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Problem: Umstieg von Kabel auf Sat-TV

23.04.2012, von

Herr L. aus H. schrieb mir: Ich will schon seit geraumer Zeit von Kabel auf Satellit umsteigen. Momentan fahre ich zweigleisig. Ich habe eine digitale Anlage mit Twin-LNB, von denen ich jeweils einen Anschluß über alte verlegte Leitungen im Erdgeschoß und einen im 1. Stock angeschlossen habe. Allerdings müsste ich nun entweder neue Löcher durch Wände bohren oder am Boden über dem Flur unter denTüren hindurch Kabel legen. Gibt es noch andere Möglichkeiten für mich?

Andreas antwortet: Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten. Zum Beispiel eine so gennante Einkabellösung. Dazu brauchen Sie entweder ein entsprechendes LNB oder ein Kästchen in der Nähe der Schüssel, das die Sat-Signale ins lokale Netz einspeist. Außerdem müssen die Dosen ausgetauscht werden, weil die neuen dann programmierbar sind. Vereinfacht gesagt bekommt dann jeder Receiver einen Frequenzbereich zugewiesen, auf dem er dann die TV-Programme empfängt. Das muss die Dose “wissen” und der Receiver entsprechend eingestellt sein.
Andere Möglichkeit, wenn es wirklich nur darum geht ein Sat-Programm ohne Kabelei zu verteilen, wäre die Stromnetzlösung, wie sie beispielsweise der Hersteller devolo mit seinen dLAN TV Sat Produkten anbietet.

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Problem: Analogen Sat-Receiver entsorgen

11.04.2012, von

Herr M. aus B. schrieb mir: ich habe gerade meinen alten analogen TV-Empfänger mit einem neuen digitalen Gerät, das perfekt funktioniert, ersetzt. Meine Frage ist, kann das alte analoge Gerät recycelt oder abgeholt werden oder muss ich es in den Müll geben?

Andreas antwortet: In alten Elektrogeräten stecken viele wertvolle Rohstoffe drin, die nicht in den Hausmüll gehören. Für Privathaushalte regeln eine Rücknahme die Gebietskörperschaften (sehr schönes Beamtendeutsch), also etwa Städte, Gemeinden oder Landkreise. In aller Regel lassen sich Elektrogeräte bei Wertstoffhöfen oder Sammelstellen gebührenfrei abgeben. Nähere Ausküfte über wo und wann erteilt gerne der für Sie zuständige Abfallwirtschaftsbetrieb.

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Kaufberatung: Digitale Sat-Recevier

27.03.2012, von

Immer wieder erreichen mich Fragen, wie die von Herrn L.:
Als Stammzuschauer vom ARD Buffet möchte ich Deinen Rat in Anspruch nehmen. Wenn ich mir einen neuen Receiver mit Festplatte und Rekorder anschaffe, dann tue ich mich schwer das richtige auszuwählen. Ich möchte auch die Programme von SAT1 Sport 1 usw. in HD sehen können. Einen Receiver zur Leihe von Sky möchte ich eigentlich nicht. Was ist Deine Empfehlung für mich, welcher Receiver ist die beste Lösung ?

Hier sind meine Tipps zum Kauf eines Sat-Receivers.
Die Bandbreite reicht von der einfachen Fernsehempfangsbox für 60 Euro bis hin zu einer schicken Multimediakiste für einen tausender. Dazwischen tummelt sich ein breites Mittelfeld. Daher ist vor dem Kauf wichtig zu klären, was soll es denn sein?
Nur Empfang
Wer einfach nur Fernsehen möchte, kann zu einem einfachen Gerät für 30 bis 70 Euro greifen. Das kann auch an einem älteren Röhrenfernseher problemlos noch viele Jahre betrieben werden. Ein neuer Fernseher ist nicht unbedingt nötig.
Auch aufzeichnen
Oft soll ein Programm auch mitgeschnitten werden können. Dazu lassen sich an viele Receiver externe Speichergeräte an den eingebauten USB-Anschluss anschließen, Festplatten oder USB-Speichersticks. Diese Recevier erkennen Sie an dem Hinweis „PVR ready“. Damit wird zeitversetztes Fernsehen möglich, während die Aufnahme noch läuft schon von Beginn an schauen. Und eine Aufnahme programmieren ist damit ein Kinderspiel.
Doppeltes Lottchen
In der Oberklasse hat der Sat-Receiver zwei Empfangsteile eingebaut, dann lässt sich eine Sendung ansehen und gleichzeitig eine beliebige andere aufzeichnen. Bei der Festplatte spielt die Größe eine untergeordnete Rolle. 500 GB reichen zumeist aus. Ist die Platte größer, sammeln sich zuviele Mitschnitte an, da fällt es schwer die Übersicht zu bewahren. Oft lassen sich die teuren Receiver ins heimische Netzwerk integrieren, dann können die Aufnahmen am PC bearbeitet und ggf. auf eine DVD/Bluray gebrannt werden, um sie länger zu archivieren.
Hochaufgelöstes TV-Erlebnis
Auch wer heute noch keinen Flachbild-TV besitzt sollte zu einem HD-Receiver greifen. Der kann die „normalen“ Programme genauso gut empfangen. Damit ist man zukunftssicher, außerdem kosten die HD-Receiver nur wenig mehr.
Einige Privatsender in HD sind auf dem Astra-Satelliten verschlüsselt, sie lassen sich nur über die kostenpflichtige Plattform HD+ empfangen. Die ersten 12 Monate sind kostenlos, danach werden 50 Euro pro Jahr fällig. Die öffentlich-rechtlichen Programme sind dagegen auch in HD ohne zusätzliche Kosten frei empfangbar.
Bedienung
Probieren Sie wenn möglich das Gerät aus, bevor Sie es kaufen. Wer gerne mal durch die Programme schaltet, ist schnell genervt, wenn die Kiste ewig braucht, bis das nächste Programm erscheint. Die Fernbedienung muss eigentlich so klar aufgebaut sein, dass für die Grundfunktionen keine Anleitung nötig ist. Sind Fernseher und Sat-Receiver vom selben Hersteller, lässt sich oft mit einer Fernbedienung beides steuern. Wer häufig mit dem Sat-Receiver Radio hört, alle Hörfunkwellen der ARD werden über Astra ausgestrahlt, freut sich über eine Anzeige mit der Kanalnummer.
Marke
Wer bei seinem neuen Receiver auf ein Markengerät setzt, wird oft mit einer einfacheren Bedienbarkeit und besserem Service belohnt. Wie ein Computer lassen sich moderne Receiver updaten, damit werden Fehler beseitigt oder neue Funktionen hinzugefügt. Markenhersteller „pflegen“ ihre Modelle häufig besser.
Stromfresser
Wichtig ist auch der Stromverbrauch. Ein Watt und weniger im Standby sind gut, 10 und mehr Watt sind in jedem Fall zuviel. Der Receiver soll viele Jahre am Stromnetz hängen, wer beim Kauf nicht auf den Verbrauch achtet, zahlt über die Jahre eine Menge Geld an den Versorger, das lässt sich sparen.

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Problem: Kassetten und Schallplatten digitalisieren

26.03.2012, von

Immer wieder erreichen mich Fragen wie die von Herrn F.:
Ich will schon länger meine MC auf CD’s bringen. Am MC-Recorder habe ich Kopfhörerausgang und hinten phono und aux jeweils weiß und rot. Vorn die Tasten Phono, Tuner, Tape, CD, Aux, Mute. Bei der Verbindung Kopfhörer zu Line In am PC zucken zwar die Aufnahmebalken, aber es kommt nur ein Brummen beim Abspielen. Die Verbindung Kopfhörer(Tuner) zum Line In, bringt aber eine gute Qualität zum PC- Line Out (es entsteht keine Aufnahme).
Was mache ich falsch?

Andreas antwortet: Wir hatten das Thema jetzt in “Kaffee oder Tee”. Hier das Video aus der Mediathek dazu:

http://swrmediathek.de/player.htm?show=fdc6b750-7760-11e1-ab2f-0026b975f2e6

Und hier der Text:
Viele haben sicherlich noch etliche Schallplatten und Musik-Kassetten zu Hause. In Zeiten von MP3-Player und Musik im Haus hören von einem vernetzten PC-Laufwerk sind diese Medien nicht mehrzeitgemäß. Dazu kommt, dass Schallplatten als auch Musik-Kassetten an Qualität verlieren, je öfter sie abgespielt werden.
Da bietet die Digitalisierung der Aufnahmen eine gute Möglichkeit, diese Schätze vor einem weiteren Qualitätsverlust zu sichern.

Benötigte Hardware und Software
Kassettendeck und/oder Plattenspieler mit Vorverstärker
PC mit Soundkarte
Kabelverbindung (Cinch-Stecker auf Mini-Klinke in Stereo-Ausführung)
Software zur Aufnahme, Digitalisierung und Bearbeitung der Aufnahmen

Alternativ bieten auch verschiedene Hersteller eine Software plus einen Vorverstärker mit Digitalisierer der dann mit einem USB-Anschluss an den PC angeschlossen wird. Dadurch wird der Anschluss über die Soundkarte überflüssig und damit mögliche Fehlerquellen bei den Einstellungen der Soundkarte ausgeschaltet.

Prinzipielles Vorgehen
Ausführliche Anleitungen gibt es etliche im Internet. Mit der Suche „Kassetten oder Schallplatten digitalisieren“ findet man jede Menge Anleitungen auch um die gemachten Aufnahmen zu verbessern, z.B. um das Knistern von Schallplatten zu entfernen.

Software zur Aufnahme und Bearbeitung gibt es im Bereich der kostenlosen Freeware, dann gibt es kostengünstige Software mit völlig ausreichenden und weitreichenden Einstellungsmöglichkeiten, um den Sound der Aufnahmen zu verbessern bis hin zu teuren Profi-Programmen zur Tonbearbeitung.

Prinzipiell muss der Eingang der Soundkarte (meist Mini-Stereo-Klinke 3,5mm) mit dem Ausgang des Kassettenabspielgerätes (meist zwei Cinch-Buchsen) verbunden werden.
Die Soundkarte muss so eingestellt werden, dass der Eingang auch aktiviert ist und die Lautstärke so eingestellt wird, dass die Aufnahmen nicht übersteuert, aber auch nicht zu leise eingespielt werden.

Plattenspieler haben zwar auch einen Stereo-Cinch-Ausgang, sie können jedoch nicht direkt an die Soundkarte des PCs angeschlossen werden. Zum einen ist der Ausgangspegel zu gering, aber vor allem ist der Frequenzgang des Musikmaterials auf einer Schallplatte verfremdet. Die Tiefen werden abgesenkt, die Höhen angehoben. Diese Frequenz-Verzerrung trägt der besonderen Produktionsweise von Schallplatten Rechnung.
Die erste Aufgabe eines Entzerrer-Vorverstärkers besteht also darin, diesen verbogenen Frequenzganz wieder auf linear „zurückzubiegen“. Da magnetische Tonabnehmer nur einen geringen Pegel liefern, hebt der Entzerrer-Vorverstärker auch den Pegel auf die Höhe eines typischen Line-Eingangs an, wie man ihn gleichermaßen an Soundkarten oder Hi-Fi-Anlagen antrifft.

Besonders bedienerfreundlich sind kleine Vorschaltgeräte, an die man seine Abspielgeräte, sei es Kassettendeck oder Plattenspieler, anschließen kann und das Gerät selbst wird dann nur per USB-Anschluss an den PC angeschlossen. Damit ist quasi eine Soundkarte überflüssig und damit auch die Veränderung von Einstellungen an der Soundkarte.

Hat man dann eine Kassette oder Platte eingelesen, so kann man mit einer Software die Einzelstücke voneinander trennen, um einzelne Musikdateien zu erhalten. Darüberhinaus kann man mit der Software festlegen in welchem Format man die Stücke abspeichern möchte. MP3 ist dabei nur ein mögliches Format, dass vor allem durch die MP3-Player große Bekanntheit und Beliebtheit erlangt hat. Mittlerweile gibt es aber auch noch modernere Format, die noch weniger Daten-Verluste erzeugen und damit die Klangqualität besonders hoch erhalten.

Gleichzeitig kann man mit der Software die Musikdateien entrauschen, das Knacksen und Knistern der Platten entfernen, die Klangqualität verbessern.

Zeitdauer
Nicht zu unterschätzen ist bei der Digitalisierung der Zeitaspekt.
Pro Kassette/Schallplatte geht gerne ein ganzer Abend drauf. Die Platten oder Kassetten müssen ja in Echtzeit abgespielt und aufgenommen werden. Vorher sind einige Probeaufnahmen nötig, bis die optimale Einstellung der Klangverbesserung gefunden ist. Bis die einzelnen Lieder dann auseinandergeschnitten und mit mp3-Tags (Angaben zum jeweiligen Musikstück wie Titel, Komponist etc.) versehen sind, vergeht weitere Zeit.
Wer einfach nur “Supertramp – Breakfast in America” digitalisieren möchte, kann das Album einfacher für 5-10 Euro aus dem Netz -legal- herunterladen. Das dauert 15 Minuten und alles ist perfekt.
Der ganze Aufwand lohnt sich nur bei echten Schätzchen, die es anders gar nicht mehr gibt.

Weitere Digitalisierungsmöglichkeiten
Ähnliche Verfahren werden auch angewendet, wenn man seine alten VHS-Kassetten auf dem PC abspeichern möchte oder alte Fotos, von denen man nur Papierabzüge hat, ebenfalls auf der Festplatte abspeichern möchte.
Für VHS-Filme gibt es sogenannte Videograbber, mit denen Videorekorder und PC miteinander verbunden werden. Für Papierfotos kommt ein Flachbettscanner, für Dias ein Filmscanner zum Einsatz.

Digitalisierung als Dienstleistung
Wer den Aufwand scheut, kann auch einen Dienstleister beauftragen. Dieser säubert und digitalisiert das Material. So lassen sich Bildfehler oder Störungen leichter beseitigen oder die Klangqualität verbessern. Entsprechende Anbieter lassen sich im Internet finden. Dienstleister digitalisieren Urlaubsvideos, Fotos, Schallplatten, Musikkassetten meist schnell und professionell.
Videofilme auf VHS kosten ab ca. 10.- Euro pro Kassette, die Preise sind meist nach Qualität und Spielzeit gestaffelt.
Die Digitalisierung eines Foto-Albums mit 10 Seiten kostet um die 20.- Euro. Fotos können bei größeren Mengen schon ab 8 Cent pro Foto gescannt werden. Der Preis für ein Dia liegt bei rund 50 Cent. Die Kunden erhalten die digitalisierten Fotos in der Regel auf einer DVD.
Die Digitalisierung einer Schallplatte kostet ca. 13.- Euro pro Platte.

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Problem: Bei HD-Satelliten TV bleibt Bild stehen

14.03.2012, von

Herr K. aus N. schrieb mir: Wir empfangen Satelliten-TV mit unserem Fernsehgerät in HD-Qualität. Am LNB (8 Anschüsse) sind noch weitere 3 Receiver angeschlossen, mit denen kein HD-Empfang möglich ist. Wenn wir nun mit unserem Fernsehgerät HD schauen und jeweils einen von den anderen Receivern einschalten oder ausschalten, bleibt das HD-Bild stehen; es ist auch kein Ton mehr zu hören. Um weiter HD zu sehen, muss ich dann erst auf ein nicht HD-Programm umschalten und dann kann ich wieder auf mein HD-Programm zurückschalten. Woran kann dies liegen?

Andreas antwortet: Das sieht nach einem Fehler im LNB aus. Unsere Hausexperten für Empfangstechnik haben mir bestätigt, dass es bei einem LNB normalerweise keine Rückwirkung auf einen anderen Anschluss geben dürfte. Hier sollte eine Fachwerkstatt die Sat-Anlage überprüfen.

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Problem: QR-Code lesen

05.03.2012, von

Herr B. schrieb mir: täglich wird z.B. bei „ARD-Buffet“ auf den QR-Code hingewiesen, man muss sich dafür eine APP aufs Handy herunterladen. Wie geht das – habe von Technik kaum Ahnung.

Andreas antwortet: Ein QR-Code ist quasi eine Weiterentwicklung, des Bar-Codes, den Sie auf den Verpackungen von Produkten finden. In einem QR-Code können mehr Informationen stecken als nur die Artikelnummer, beispielsweise eine Internet-Adresse als Link. Eine App in einem Smartphone kann diesen QR-Code entschlüsseln und reicht die Internet-Adresse direkt an den Browser weiter, die Seite erscheint.
Es gibt zahlreiche Apps, auch kostenlose, die das können. Bei Telefonen mit Android-Betriebssystem sollten Sie mal im “Market” nach “QR Code” suchen, bei iPhones dito. im App Store.

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Problem: analoger DVD-Rekorder beim digitalen Empfang

02.03.2012, von

Frau L. schrieb mir:  ich empfange das Fernsehprogramm über Antenne. Da der analoge Empfang zum 30.04. beendet wird habe ich im Herbst den Empfang auf digital umgestellt. In diesem Zusammenhang habe ich mir ein neues Fernsehgerät (Grundig 40VLE 8130BG) gekauft. In diesem Gerät ist ein digitaler Recevier bereits eingebaut. An meinem alten analogen Fernsehgerät hatte ich einen DVD Recorder angeschlossen. Mit diesem Gerät kann ich Filme anschauen und mit der analogen Technick auch aufnehmen. Nun habe ich dieses Gerät an den digitalen Fernseher angeschlossen. Ich kann auch weiterhin Filme ansehen allerdings nicht aufnehmen. Wenn ich eine Sendung aufnehmen möchte kann ich das programmieren. Das Gerät schaltet auch auf Aufnahme und nimmt auch die programmierte Zeit auf allerdings bekomme ich nur schwarz und den Hinweis “kein Signal”. An was kann das liegen?

Andreas antwortet: Ihr DVD-Rekorder hat nur einen analoges Empfangsteil eingebaut. Damit kann er die digitalen Sender nicht empfangen und aufzeichnen. Dafür müssten Sie sich einen extra Digitalempfänger für den DVD-Rekorder kaufen, der dann das richtige Signal liefert. Da können Sie sich überlegen, gleich einen neuen Festplatten-Rekorder mit eingebautem Digitaltuner zu kaufen, das macht preislich nicht den Riesenunterschied.

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Hintergrund: Abschaltung des analogen Satelliten-Signals am 30. April 2012

02.02.2012, von

Immer wieder erreichen mich Fragen wie diese von Frau R.:
Ich nehme sehr viele Sendungen mit einem Festplattenrekorder auf, allerdings jetzt noch analog. Wenn die analogen Übertragungen eingestellt werden, sagte man mir, kann ich dann nur noch Aufnehmen, wenn ich gleichzeitig das gleiche Programm schaue (was ich ansehe brauche ich nicht aufzunehmen) oder aber, wenn ich nicht zu Hause bin.
Es ist aber so, dass  Abends manchmal mehrere interessante Sendungen kommen, ich ein Programm anschaue und von einem anderen Sender gleichzeitig aufnehme. Unser Kabelanbieter sagt mir, das ginge dann nicht mehr, es sei denn ich würde mir einen (noch sehr teuren) Twinreseiver zu legen. Gibt es eine andere Möglichkeit?

Andreas antwortet: Im April wird nur das analoge Satellitensignal abgestellt, das Kabelfernsehen ist davon nicht betroffen. Nach Aussage der Kabelanbieter wird das analoge Signal “noch viele Jahre” angeboten werden. Damit brauchen Sie keinen neuen Recevier.
Kabelanbieter versuchen derzeit gerne ihre Kunden zum Umstieg auf digital zu bewegen, der oft mit monatlichen Gebühren verbunden ist.
Um es nochmal klar zu sagen, wer Kabelfernsehen hat oder seine Programme über das digitale Antennenfernsehen DVB-T empfängt, ist von der Abschaltung des analogen Signals beim Satelliten nicht betroffen.
Bei Kabel kann es allerdings eine Ausnahme geben. Wenn in einer größeren Wohnanlage die Fernsehprogramme bislang aus einem analogen Satellitensignal ins häusliche Kabelnetz eingespeist werden, können die Mieter doch betroffen sein. Nämlich dann wenn eine digitale Anlage installiert wird und das Fernsehsignal künftig nur noch digital ins Haus(Kabel-)netz verteilt wird.
Es gibt Wohnungsbaugesellschaften, die den Mietern dann kostenlos entsprechende Receiver zur Verfügung stellen, andere verlangen Geld dafür. Hier hilft ein Anruf bei Ihrem Vermieter.

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Problem: Alle Daten auf PC löschen

18.01.2012, von

Frau R. schrieb mir: ich habe zwei PCs, Windows 95 und Windows 98, die ich verschenken möchte. Zuvor will ich jedoch die Daten, einige Programme etc. sicher löschen.
– Welches -möglichst kostenlose- Programm können Sie mir empfehlen? Da ich mich mit Microsoft kaum bis nicht auskenne (bin Apple-Fan).
– was sollte ich ausserdem beachten?
– ist es ratsam, die Betriebsysteme zu deinstallieren und dann neu auf einen neutralen Namen wieder
zu installieren?

Andreas antwortet: Das ist nicht so einfach. Windows besitzt keinen Selbstzerstörungsmodus. Im laufenden Betrieb kann es sich nicht selbst löschen.
Ich habe Ihnen mal einen Link herausgesucht, das Löschen mit einer Installations-DVD ist relativ sicher, wenn auch etwas kompliziert.

http://sw-guide.de/2009-02/festplatten-sicher-und-zuverlaessig-loeschen/

Sie können auch Software kaufen, mit der sich der PC von CD starten lässt, wie z.B. von Acronis das Programm True Image, da ist eine DVD mit eigenem Betriebssystem dabei. Dann gibt es den Punkt “Drive Cleanser”, damit können Sie alles löschen. Das Programm kostet allerdings ca. 60 Euro.
Wenn es Ihnen nicht drängt, es gibt auch immer mal wieder Computerzeitschriften, die so genannte Rettungs-CDs als Beilage haben. Häufig lässt sich damit der PC starten und alle Daten auf der Festplatte löschen. Das ist eine preiswertere Möglichkeit.

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