“On the Road” in Cannes

 

Auf und davon (Bilder: Festival)

Lange Zeit war es still um die „Beat Generation“, die die amerikanische Literatur der frühen 1950er Jahre maßgeblich repräsentierte. Eine Literatur, die sich wie ihre Autoren, den Konventionen verweigerte und damit zu neuen Ufern aufbrach. Dann aber als Teil der modernen Literaturgeschichte abgelegt wurden. In den letzten Jahren haben Filme über die „Beatniks“ Allen Ginsberg („Howl“, Rob Epstein/Jeffrey Friedmann, 2010) und William S. Burroughs („William S. Burroughs: The Man within“, Yoni Leyser, 2010) eine Renaissance der „Beat Generation“ eingeleitet. Vor zwei Jahren  ist im vergangenen Jahr das Hauptwerk dieser literarischen Strömung „On the road“ von Jack Kerouac in einer integralen Übersetzung erschienen. Bei den Filmfestspielen von Cannes 2012 hat die Verfilmung des autobiographisch gefärbten Romans „On the road“ von Jack Kerouac Premiere. Regie führte der Brasilianer Walter Salles. Weiterlesen

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Cannes: Aufgehellt aber blutig…

 

Noch etwas frisch am Strand...

 Während sich draußen die Wolken verziehen, geht es im Saale heftig zur Sache. In absolut coolen Bilder schickt der neuseeländische Regisseur Andrew Dominik (“The Assassination of Jesse James by the coward Robert Ford”) einen sensiblen Killer aus. Weil er seine Opfer nicht leiden sehen kann, bringt er sie lieber aus der Distanz um. Daher der Titel des Films “Killing them softly”. Das heißt nicht, dass sich der Macher bei seiner Schlachtplatte optischer Zurückhaltung befleißigt hätte. Er geht in die Vollen und zielt auf die Magengrube der Zuschauer – etwa wenn er einen abgetrennten Kopf in Zeitlupe durch die zerborstene Windschutzscheibe eines Autos segeln lässt. Lecker! Weiterlesen

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Resnais in Cannes: “Vous n’avez encore rien vu”

 

Warten auf "Eurydice"... (Bild: Festival)

 

Seit 1954 dreht Alain Resnais Filme. Er war einer der Wegbereiter der „Nouvelle vague“: mit „Hiroshima mon amour“ (1958) und „Letztes Jahr in Marienbad“ (1961) setzte er Zeichen für eine Erneuerung der Filmsprache. Avantgardist ist der inzwischen 90jährige Resnais geblieben. Gestern Abend hatte bei den noch bis zum Wochenende dauernden Filmfestspielen von Cannes sein neuer Film „Vous n’avez encore rien vu/Ihr werdet euch noch wundern“ Premiere.

Der erfolgreiche Schriftsteller Antoine d’Anthac ist bei der Reinigung seines Jagdgewehrs zu Tode gekommen. Kein Unfall, sondern von langer Hand geplanter Selbstmord. Telefonisch informiert sein Sekretär eine Reihe prominenter Schauspieler, die mit dem Verstorbenen eine Jahrzehntelange persönliche und berufliche Beziehung verbunden hat. Sabine Azema, Mathieu Amalric, Pierre Arditi, Michel Piccoli und Lambert Wilson haben alle in Antoines bekanntesten Stück „Eurydice“ in unterschiedlichen Inszenierungen mitgespielt und damit Karriere gemacht. In seinem Testament bittet er sie jetzt in seine weitläufige Villa. Sie sollen sich eine DVD mit einer aktuellen Version des Stücks durch ein junges Ensemble ansehen.

Für alle Beteiligten ist die Konfrontation mit dem Stück „Eurydice“, dem sie nach wie vor emotional eng verbunden sind, ein Deja-vu-Erlebnis. Obwohl sie der unbefangene Umgang der jungen Kollegen mit dem vertrauten Text zunächst irritiert, nehmen sie schließlich die Stichworte auf und klinken sich aus der eigenen Erfahrung in die Handlungsabläufe ein: Zum Beispiel Sabine Azéma, die mit ihrer Verkörperung der Titelrolle bejubelt wurde, ebenso wie ihr Partner Lambert Wilson.

Natürlich gibt es den Dichter Antoine d’Anthac nicht: bei dem Stück, das in Alain Resnais neuem Film die entscheidende Rolle spielt handelt es sich um „Eurydice“, das Jean Anouilh 1941 geschrieben hat. Seine moderne Variation des klassischen Stoffes von Orpheus und Eurydike entstand unter dem Eindruck der Beschäftigung mit C. G. Jung und dem Existentialismus.

Resnais machte daraus in „Vous n’avez encore rien vu/Ihr werdet euch noch wundern“ ein atemberaubendes Spiel auf unterschiedlichen Ebenen: Die unendlichen Möglichkeiten große Literatur – wie die Jean Anouilhs – immer wieder neu zu interpretieren. Das ist am Ende die Erfahrung der Profis, die sich alle selbst spielen, mit einer neuen Generation, die für sich neue Zugänge findet. „Ihr werdet euch noch wundern!“ Ein großartiges, abgeklärtes Alterswerk. Ähnlich wie bei den Spätwerken Hitchcocks, Chaplins oder Clint Eastwoods spielen auch bei Resnais inzwischen die formalen Aspekte der Inszenierung keine Rolle mehr – sie sind perfekt! So das jetzt ein kühnes inhaltliches Konzept umgesetzt werden kann: ein 90jähriger Alain Resnais ist neben der Literatur  - nach wie vor  - von den unerschöpflichen Möglichkeiten der Sprache des Films fasziniert. Fasziniert sein, immer wieder aufs Neue! Vielleicht ist das das Geheimnis ungebrochener Kreativität. „Ihr werdet euch noch wundern“ ist ein Film zum niederknien schön!

 

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Blaubarts achte Frau

Gary Cooper & Claudette Colbert in "Blaubarts achte Frau"

1922 war der äußerst erfolgreiche Ernst Lubitsch  der erste deutsche Filmemacher, der von Hollywood abgeworben wurde. Als die Nazis 1933 in Deutschland an die Macht kamen, war der Jude Ernst Lubitsch bereits in Übersee einer der großen Regie-Stars. Er hatte sich mit seinen eleganten Komödien einen Namen gemacht. Sofort engagierte sich Lubitsch für Kolleginnen und Kollegen, die vor der braunen Schreckensherrschaft in die USA geflohen waren. So beschäftigte er 1938 bei „Bluebeard’s eighth wife“ neben den Komponisten Friedrich Hollaender („Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“) und Werner Richard Heymann („Ein Freund, ein guter Freund“) auch den Drehbuch-Autoren Billy Wilder, der bisher Schwierigkeiten hatte, im amerikanischen Filmgeschäft Fuß zu fassen. Obwohl weniger bekannt als die Lubitsch-Filme „Ninotchka“ und „Sein oder Nichtsein“ gehört „Bluebeard’s  eights  wife“ zu den Meisterwerken des Regisseurs. Jetzt gibt es diese Perle zum ersten Mal in Deutschland auf DVD.

Michael Brandon (Gary Cooper) ist Millionär und Schwerenöter was das andere Geschlecht betrifft. Eben wieder einmal geschieden, steht er beim Kauf eines Pyjamas allerdings alleine da. Das Problem ist, dass er nur eine Schlafanzugjacke und keine Hose haben möchte. So fühlt er sich im Bett am wohlsten. In der Herrenunterwäsche-Abteilung eines feinen Kaufhauses in Nizza gibt es aber nur Ober-und Unterteil zusammen.

Seinem Sexappeal verdankt es Brandon, das ihm eine junge Frau (Claudette Colbert) – umwerfend charmant – zur Hilfe kommt und die Pyjama-Hose kauft. Natürlich ist das der Beginn von mehr als nur einer wunderbaren Freundschaft. Wobei der Vater der Dame (Edward Everett Horton) eine nicht unwesentliche Rolle spielt.

Einer Heirat zwischen Michael Brandon und Nicole de Loiselle steht also nichts mehr im Wege. Die Braut ist schon etwas beunruhigt, dass sie Ehefrau Nummer acht sein wird. Ihr mulmiges Gefühl wird verstärkt, als Brandons Leidenschaft für sie bereits kurz nach der Hochzeit merklich abkühlt. Doch eine moderne Powerfrau lässt sich nicht so einfach abservieren…

„Blaubarts achte Frau“ ist ein typischer Lubitsch-Film. Ganz und gar dem „Lubitsch-Touch“ verpflichtet, von dem Francois Truffaut einmal sagte, er sei wie ein Schweizer Käse und jedes „Loch“ genial. Lubitsch verstand es, die prüde amerikanische Zensur durch Auslassungen zu unterlaufen. In aller Unschuld präsentierte er auf den ersten Blick harmlose Komödien, die es aber in sich haben. In diesem Fall ist es der Pyjama ohne Hose. Über sowas hat man im Nordamerika vor dem Zweiten Weltkrieg nicht öffentlich gesprochen.

Mit Billy Wilder hatte Lubitsch bei „Blaubarts achte Frau“ seinen Meisterschüler gefunden, der sich ebenfalls auf die Formulierung hinterlistiger Zweideutigkeiten verstand. Das rasante Tempo und der elegante Witz im Geschlechterkampf machen den Film zu einem zeitlosen Vergnügen, dem man nicht anmerkt, der er vor über 60 Jahren gedreht wurde. Endlich gibt es ihn auf DVD – auch mit dem englischen Original. Gary Cooper und Claudette Colbert authentisch in einem Film, mit den am schnellsten gesprochenen Dialogen der Filmgeschichte.

„Blaubarts achte Frau“ von Ernst Lubitsch und Billy Wilder ist eine Wohltat für jede Lebenslage, die DVD bei Winkler Film erschienen. Sie kostet zirka 16 Euro und sollte immer griffbereit sein!

 

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Cannes im Regen und 2x Liebe

Das hat es seit Langem nicht gegeben: Landunter in Cannes zur Festspiel-zeit: Landregen und Windböen. So unwirtlich kann die Cote d’Azur im Mai sein. Fliegende Händler mit Regenschirmen haben Konjunktur. Durchweicht der Rote Teppich zum Palais du Festival. Polizisten einer Eliteeinheit dirigieren mit stahlhartem Blick, durchweichter Galauniform und Trillerpfeife die Menschenmassen und den Straßenverkehr. Unter dem Regenschirm und sichtlich frierend begrüßte Festivaldirektor Thierry Frémaux seine Gäste Michael Haneke und die Schauspielerlegenden Emmanuelle Riva (89) und Jean-Louis Trintignant (82). Im Mittelpunkt des heutigen Tages zwei großartige Filme von zwei Meistern in der Kunst des Filmemachens: “Liebe” von Michael Haneke und “Like someone in love” von Abbas Kiarostami, der sich damit wohl entgültig aus dem Iran verabschiedet hat. Weiterlesen

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Cannes zur Halbzeit: Unbeständig

 

Die Zukunft kündigt sich an der Croisette an: da wildert einer weiter trashig in Italien...

 

Böig auffrischende Winde mit Schauerneigung machen Cannes in diesen Tagen eher ungemütlich. Hat sein Gutes: also Kinowetter. Aber was da geboten wird, ist wie das Wetter draußen durchwachsen und ebenfalls meistens keine reine Freude: das Programm des Wettbewerbs legt den Schluss nahe, dass hier unbesehen geordert wurde. Weil sich A: das Darsteller-Ensemble auf dem Roten Teppich gut macht oder B: der Regisseur schon öfter Gast an der Cote d’Azur war.

Zu A zählt sicher der Teenager-Schwarm Shia LaBeouf, der zusammen mit Tom Hardy, Guy Pearce und Mia Waskowska zum Personal des Prohibitions-Westerns “Lawless” gehört, der von harten Männern  in den 1930ern erzählt und unter Anderem das Publikum darüber aufklärt, dass das mit dem Kehle durchschneiden doch schwieriger ist, als bisher ange-nommen. Der meistens vitalen  Kollegin von einer Münchner Tageszeitung soll dabei schlecht geworden sein.

Der Star für den Glamour und hinter der Kamera ein Freund des Hauses Fremeux, das kulminiert sich in dem Dänischen Film “The Hunt” mit Mads Mikkelsen und Regisseur Thomas Vinterberg. Mikkelsen spielt einen kinderfreundlichen Kindergärtner und Sonntagsjäger, der im heimischen Forst mit Kumpeln auf Hirsche ansitzt.

Da setzt die fünfjährige Klara, weil sie sich von dem Jäger nicht genügend ästimiert fühlt, das Gerücht in die Welt, er habe ihr seinen “Willy” gezeigt. Da ist es aus mit der Jagdkumpanei und Mads wird als vermeintlicher Pädophiler gejagd. Hochdramatisch und absehbar. Zum Schluß wird fast alles gut und Sohnemann Jungjäger. Hallali – wir kennen das aus mancherlei “Tatorten”. Aber in Cannes?

Vor vier Jahren erntete Matteo Garrone mit seiner dokufiktionalen Bestseller-Verfilmung “Gomorra” großes Lob in Cannes. Er wußte mit den Meriten leider nicht viel anzufangen. Sein neuer Film im diesjährigen Programm heißt “Reality” und erzählt die Passionsgeschichte eines schlichten neapolitanischen Fischers, der unbedingt zu “Big Brother” will. Gefilmt mit einem Hang zum Neorealismus vermittelt der zudem um-ständlich inszenierte Film die Botschaft, das beim Fernsehen nicht alles Gold ist, was glänzt. Auch das haben wir schon einmal gehört… Die Musik hat immerhin Alexandre Desplat beigesteuert – also – wie meine Nach-barn zu Linken wie zur Reichten – Augen zu und  entschlummern…

Der einzige Lichtblick der letzten Tage kommt aus Rumänien: der neue Film von Cristian Mungiu (“4 Monate, 3 Wochen, 2 Tage”), Palmengwinner 2007! “Beyond the hills” ist der Titel einer Ballade über das Verhängnis einer geschlossenen Gesellschaft, Tauwetter und das Inhumane jeglicher Dogmen. Bezwingend und lange nachwirkend, weil es dem Regisseur gelingt, eine Gesellschaft des Übergangs mit bisher nie gesehenen Bildern  zu beschreiben: “…der Winter nimmt einmal wieder kein Ende”, sagt einer am Schluss des Films und ordert eine Autowäsche!

Heute bietet Cannes ein ganz breites Spektrum: von Haneke (“Liebe”) bis Dario Argento. Der italienische Schmuddelfilmer hat (Huch wie originell!!)”Dracula” in 3D verfilmt – mit – man staune – unserem Thomas Kretschmann als Fürst der Finsternis. Der Mann schreckt wirklich vor nichts zurück, macht aber auf jedem Roten Teppich eine ausgezeichnete Figur…

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Seidls “Paradies: Liebe”

Die Lover warten schon... (Bilder: Festival)

Der Österreichische Filmemacher Ulrich Seidl nennt sich selbst auf seiner Homepage einen „Sozialpornographen“. Seine Arbeiten sind durch die Bank gewöhnungsbedürftig und nichts für prüde, zarte Gemüter. In  „Tierische Liebe“ (1995) führte er Menschen vor, die mit ihren Lieblingen eine erotische Beziehung verbindet. Ein Paar lässt sich beispielsweise von ihren kopulierenden Pudeln inspirieren; ein Einsamer findet nicht nur platonische Liebe bei seinem Hamster. In die Abgründe kleinbürgerlicher Schrecken tauchte Seidl besonders gnadenlos in „Hundstage“ (2001) ein. Gestern Abend hatte bei den diesjährigen Filmfestspielen von Cannes sein neuestes Werk „Paradies: Liebe“ Premiere. Der erste Teil einer Trilogie. Weiterlesen

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Prügelreiter in Ägypten & Müll in der Türkei

"After the battle" Ägypten wohin?

Eine Ägyptische Reiterstaffel kam im Februar 2011 zu unrühmlicher Bekanntheit, nach dem sie von Agenten des Mubarak-Regimes angestiftet, in die Demonstationen auf dem Tahrir-Platz  geloppierte und die Reiter auf die Demonstranten mit ihren Peitschen eindroschen -dann allerdings überwältigt und ihrerseits verprügelt wurden. Da das ganze weltweit medial zu sehen war, sind die Männer seitdem als Kollaborateure verrufen und werden entsprechend gesellschaftlich ausgegrenzt. Davon handelt “After the battle”, bei dem sich der angesehene ägyptische Regisseur Yousry Nasrallah um eine wenig bequeme Sichtweise auf die Revolution im vergangenen Jahr bemüht: er nimmt sich der “Verlierer” an. Seit 2007 verfolgt Fatih Akin mit der Kamera, wie eine der schönsten Landschaften an der türkischen Schwarzmeer-Küste durch eine unsachgemäßig angelegte Mülldeponie systematisch ruiniert wurde. Allem Widerstand der örtlichen Bevölkerung zum Trotz. So deprimierend seine Langzeit-Dokumentation “Müll im Garten Eden” im Prinzip ist, zeigt sie doch, wie in der Türkei ein Umweltbewußtsein wächst, das von der Administration auf Dauer nicht mehr ignoriert werden kann. Das Akin seinen Film überhaupt ungehindert realisieren konnte, signalisiert eine Veränderung des Bewußtseins in türkischen Behörden im Umgang mit kritischen Medien. Weiterlesen

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Cannes am morgen.. Erster Tag

 

Morgens um Acht dürfen auch normal sterbliche Journalisten auf den Roten Teppich des Palais du Festival zur ersten Pressevorführung...

Dasselbe verführerische Licht der Cote d’Azur kurz darauf auf der Leinwand des Grand Théatre Lumiere bei Jacques Audiards neuem Film “De rouille et d’os”, der nebenan in Antibes und Nizza gedreht wurde. Nach “Der Prophet” wieder ein großer Film, der lange nachwirkt – dank seiner nie gesehenen Montage, den Sprüngen zwischen den Handlungs-ebenen, einem unvergleichlichen Rhytmus. Das nimmt den Zuschauer mit auf die Reise an den Rand der Gesellschaft. Da flirrt das Meer im Sonnen-licht, wirkt alles Hell und Klar. Doch den Menschen ist ihr Leben alles andere als Hell und Klar. Da ist das Dunkle, die Ausnahme von der Regel das Alltägliche. Ohne an Klippen des Sentimentalen zu geraten, bleibt Audiard wieder beim Wesentlichen… Weiterlesen

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Cannes: “Moonrise Kingdom” zur Eröffnung

 

Das Team von "Moonrise Kingdom" heute Morgen beim Foto-Shooting (Bilder: Festival)

Mr. Fox ist gebildeter Fuchs mit guter Kinderstube und liebevoller Familienvater. Leider treibt ihn eine heimliche Leidenschaft in die Hühnerställe der Nachbarschaft. Da erwacht das Tier in ihm und das hat dramatische Folgen: Davon, wie es seinen Kindern überlassen bleibt, die komplizierte Lage zu retten, handelt „Der fantastische Mr. Fox“, dem vorletzten Film von Wes Anderson. Ebenso wie in „Rushmore“, „Die Royal Tenenbaums“ und „The Darjeeling Limited“ erzählt der unkonventionelle amerikanische Regisseur in seinen Filmen vor allem schräge Familiengeschichten. Heute eröffnete sein jüngster Film „Moonrise Kingdom“ die 65. Filmfestspiele von Cannes. Ab nächster Woche ist er dann auch in den deutschen Kinos zu sehen… Weil Anderson alle Erwachsenen-Rollen mit Prominenz für den Roten Teppich besetzte, machte sich sein Werk allein deshalb zum idealen Eröffnungsfilm… Weiterlesen

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