Ghanafrika
Stellen Sie sich mal vor, Deutschland wäre das letzte europäische Team im WM-Viertelfinale. Und Franzosen, Spanier, Italiener, ja selbst Engländer und Holländer, würden bedingungslos hinter dem DFB-Team stehen und mit den deutschen Fans um den Einzug ins Halbfinale fiebern. Klingt total bizarr, nicht wahr, trotz Europäischer Union und Euro. In Afrika ist ein solches Szenario nicht absurd. Der ganze Kontinent formiert sich heute Abend hinter Ghana. Das letzte im Turnier verbliebene afrikanische Team will gegen Uruguay ins Semifinale einziehen.

Titel der Johannesburger Times vom 2. Juli
“Africa United” heißt die Parole von Marokko bis zum Kap. Heute sind rund eine Milliarde Afrikaner Ghanaer. Die Johannesburger “Times” titelte über der Nationalflagge Ghanas: “We Ghana win it!” Nomvula Mokonyan, Premier der südafrikanischen Provinz Gauteng, machte die ghanaische Mission zur Chefsache und rief seine Landsleute noch einmal dazu auf, den “Black Stars” den Rücken zu stärken. In Pretoria organisierte die Provinzregierung ein Konzert, um alle auf das große Ereignis einzustimmen. In den Straßen aller afrikanischen Staaten werden ghanaische Fahnen gehisst.
Deren Farbgebung Rot-Gelb-Grün symbolisiert die panafrikanische Idee eines politisch vereinten Kontinents und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Nationen. “Wir verstehen uns als ein und dasselbe Volk, mit einem gemeinsamen Ziel und einem gemeinsamen Schicksal”, sagt der Präsident des ghanaischen Fußballverbandes, Kwesi Nyantakyi. In sportlicher Hinsicht werde ich beides nachher mit Afrika teilen. Lo siento, Uruguay, tut mir Leid: Aber auch ich bin heute ein Ghanaer.
Frank Menke
Nigeria – nur eine Frage der Zeit

Nigerias Fußball ist gerade eine traurige Geschichte
Um es gleich voranzustellen: Ich bin ein großer Fan des afrikanischen Fußballs. Also, ein Anhänger und Bewunderer des afrikanischen Fußballs in seiner ursprünglichen Art. Wie er auf den Straßen, Plätzen und Spielfeldern des Kontinents gespielt wird. Mit Freude, Spielwitz, Eleganz und der Fähigkeit zur Improvisation. Weniger Spaß macht die Beobachtung, was seit Jahren mit dem afrikanischen Fußball auf professioneller Ebene angestellt wird. Dass afrikanische Teams in der Weltspitze nach wie vor nichts gewinnen, liegt vor allem an der Selbstherrlichkeit und am Egoismus der Funktionäre.
Die Ankündigung von Nigerias Staatspräsident Goodluck Jonathan, die Verbandsspitze aufzulösen und das Nationalteam zwei Jahre lang von internationalen Wettbewerben zurückzuziehen, ist nur wieder so ein Beispiel. Zum einen bringt so ein Bann die Mannschaft sportlich nicht weiter, zum anderen hätte er kurzfristige Folgen, die auch nicht im Sinne Mr. Jonathans sein können.
Denn: Wenn der Staatspräsident bei seiner Entscheidung bleibt, kann die FIFA laut ihren Statuten nicht anders, als den nigerianischen Fußballverband ebenfalls auszuschließen. Das hieße aber auch, dass die Nachwuchs-Frauenmannschaft Nigerias nicht bei der am 13. Juli beginnenden U-20-WM der Frauen in Deutschland teilnehmen kann. Ebensowenig würde die U-17-Frauenauswahl des Landes trotz geschaffter Qualifikation bei der U-17-WM in Trinidad und Tobago im September diesen Jahres auflaufen. Wenn zudem Nigerias Herren-Nationalteam tatsächlich zwei Jahre gesperrt wird, kann es möglicherweise auch nicht an den Qualifikationsspielen zur WM 2014 in Brasilien dabei sein.
Dies alles wird das fußballverliebte Volk Nigerias schlicht nicht hinnehmen. Ein Aufstand der Bevölkerung gegen die Regierung wäre unausweichlich. Goodluck Jonathan wird seinen Bann also – wenn nicht alles aus dem Ruder läuft – sehr rasch irgendwie zurücknehmen oder modifizieren. Denn er will vielleicht jetzt Stärke demonstrieren, doch er möchte auch ganz gern seinen Posten behalten. Und Anfang des nächsten Jahres sind Präsidentschaftswahlen in Nigeria. Er wird bis dahin lange verkündet haben, dass Nigeria der internationalen Fußballfamilie erhalten bleibt.
Olaf Jansen
Ewiggestriger "lekker Voetball"?
Ein Artikel von mir in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) hat interessante Reaktionen ausgelöst. Ich habe mich mit der Spielweise der holländischen Mannschaft beschäftigt und meinen Unmut formuliert. Holland macht bei dieser WM erstmal hinten dicht, spielt sehr effizient, unspektakulär – ich finde: total langweilig – und gewinnt alles.

Die "langweiligen" Niederländer gewinnen
“Lekker Voetball” war früher, heute geht’s vorrangig ums Tore-Verhindern. Irgendwann gibt’s vorne eine Lücke oder einen Geniestreich von Arjen Robben und schon ist der Sieg im Sack. Auf diese Strategie sind auch noch andere Mannschaften abonniert, zum Beispiel der niederländische Viertelfinal-Partner Brasilien, dem unter Dunga das Zaubern gründlich abgewöhnt wurde. Das habe ich kritisiert, weil ich keine Lust habe, mir siebzig, achtzig Minuten lang perfekt funktionierende Defensiv-Maschinen anzugucken.
Fußball ist für mich zu einem deutlich wahrnehmbaren Prozentsatz auch Spektakel mit Tricks und prickelnden Torraum-Szenen. Dabei verkenne ich nicht den Wert einer gut arbeitenden Verteidigung, ich will aber nicht nur Ödnis, sondern auch Spaß-Fußball sehen. Als gelungenes Beispiel für die Kombination beider Tugenden sehe ich bei dieser WM ausgerechnet die früheren Nur-Kämpfer und Geradeausläufer aus Deutschland.
Meine Kritik hat böse Reaktionen ausgelöst. Quintessenz: Du bist spätestens in den Neunzigern stehengeblieben, du hast den modernen Fußball nicht begriffen, und der ist eben schnell, athletisch, eng und effektiv. Dazu hätte ich zwei bis drei Fragen: Ist der “moderne Fußball” allein deswegen gut, weil er so gespielt wird? Ist das Ergebnis das alleinige Maß aller Dinge, auch für den neutralen Beobachter, der sich mit keiner der beiden Mannschaften als Fan identifiziert? Bin ich ein rettungsloser gestriger Idealist, der sich kreativen, schönen Fußball wünscht?
Oder, um mal einen größeren Zusammenhang herzustellen: Muss die heutige Arbeitswelt, in der es in vielen Bereichen nur noch um widerspruchsloses, humorfreies Funktionieren geht, unbedingt eins zu eins auf den Fußball übertragen werden? Auf die Antworten bin ich sehr gespannt, und jetzt muss ich dringend Schluss machen, denn da klingelt gerade der mobile Pflegedienst.
Zu Besuch beim Media Briefing

Media Briefing in Soccer City - im TV
Kürzlich war ich beim täglichen “Media Briefing” der FIFA, das immer um 11 Uhr vormittags im Presseraum des Soccer City Stadions stattfindet. Kollegen hatten mich ja bereits vorgewarnt, dass dies die möglicherweise überflüssigste Veranstaltung der WM sei – die Befürchtungen wurden bestätigt. Es waren etwa 15 Journalisten gekommen, die fast allesamt Fragen zu den bisherigen Schiedsrichterleistungen des Turniers hatten. Allein: Sie bekamen keine Antwort. FIFA-Sprecher Nicolas Maingot antwortete stets, dass sich die FIFA nicht zu diesem Thema äußere.
Das heutige Media Briefing habe ich mir am Bildschirm im Sendezentrum IBC angesehen. Die heute ausbleibenden Antworten der FIFA kann man auch aus der Ferne betrachten, dachte ich mir. Und so war es auch: Bevor eine Runde von Funktionären aus Afrika ein wenig über die Bedeutung der WM für den ganzen Kontinent diskutierte, durften die etwa zehn erschienen Journalisten allgemeine Fragen stellen.
“Volunteers sollen ihre WM-Akkrediterungen verkauft haben. Was unternehmen die Organisatoren gegen solchen Wildwuchs?”, wurde gefragt. “Das ist verboten”, antwortete der Pressemann des lokalen Organisationskomitees. “Team-Offizielle bereits ausgeschiedener Mannschaften sollen Eintrittskarten verkauft haben. Was gedenkt die FIFA zu tun?” “Das ist nicht erlaubt. Wir werden die Teams darauf hinweisen”, antwortete FIFA-Sprecher Nicolas Maingot. “Was unternimmt die FIFA im Fall des englischen Journalisten, der den Kabinenbesuch eines englischen Fans organisiert haben soll?”, wurde dann noch gefragt. “Ist nicht Sache der FIFA, sondern der Polizei”, so Maingot. Damit war die Fragerunde beendet. Ich werde auch nächstes Mal allenfalls am TV zuschauen.
Becks für England?

Probesitzen für den neuen Job? David Beckham.
Armes England: Peter Taylor, Sven-Göran Eriksson, Steve Mc Claren und seit 2007 Fabio Capello - seit der Jahrtausendwende herrscht auf der Trainerbank der “Three Lions” dröge Sachlichkeit, kein Glamour, keine Emotionen. Der Schwede Eriksson sorgte wenigstens durch seine Sexaffäre mit der TV-Moderatorin Ulrika Johnson für etwas Aufregung, um von den Schwächen der Nationalelf abzulenken. Deren Leistungen standen übrigens immer im krassen Kontrast zur Erwartungshaltung der Fans und der Medien, die England stets als Topfavorit anreisen sah und sich dann über ein frühes Ausscheiden wunderte.
Die hoch-gelobte Premier League ist jedoch nur ein starkes Quartettspiel (ManU, Chelsea, Liverpool und Arsenal). Dank der Petrodollars kommt jetzt noch Manchester City hinzu, es bleibt aber dabei, dass die englischen Spieler überwiegend eine Nebenrolle innehaben. Ein Problem, das übrigens auch Italien betrifft, wo Inter Mailand ja praktisch ohne einen heimischen Ragazzo das Triple holte.
Cappello, der sich noch sträubt und dabei vielleicht an seine geschätzten 15 Millionen Pfund Abfindung denkt, wird gehen müssen. Noch ziert sich der Verband ein wenig, doch Glamourboy David Beckham scharrt schon mit den Hufen. Die mächtige Yellow Press auf der Insel wird alles daran setzen, Capello raus- und “Becks” hineinzuschreiben. Der 35-jährige und seine Angetraute Victoria sind schließlich der Traum eines jeden Boulevard-Journalisten. Endlich wieder Glanz und Glamour für “Engee-laand”, wenn schon nicht auf dem Spielfeld, dann wenigstens daneben. Diego Maradona hat es ja vorgemacht: Erst WM-Maskottchen, dann WM-Trainer!
Peter Mühlfeit
Benny hilft gegen Lagerkoller

Benny und Kollegen bei der Arbeit
Heute ist wieder schlechtes Wetter in Johannesburg – 13 Grad und bedeckter, grauer Himmel. Aus Deutschland schwappen Meldungen von sonnigen 30 Grad und mehr herüber – Aaaarrrgh. Das befeuert den Lagerkoller, der sich hier langsam aber sicher ausbreitet. Das Leben ist eben eingeschränkt, reduziert sich im wesentlichen auf’s Hotel und unsere Arbeitsplätze im IBC. Dem riesigen Sendezentrum, in dem auch die Büros von ARD und ZDF untergebracht sind.
Ein paar Zahlen zum IBC: Es hat eine Fläche von 75.000 Quadratmetern, 1.900 Kilometer Kabel versorgen 30 Interview- und 50 Sende-Studios. Umrahmt werden diese von hunderten von Büro-Containern. “Ein wichtiger Ort. Hier werden die Journalisten arbeiten, essen, trinken und schlafen”, erzählte OK-Chef Danny Jordaan ein paar Tage vor WM-Beginn anlässlich der Eröffnung stolz. Von Lagerkoller hatte er nicht gesprochen.
Was hilft gegen Lagerkoller am besten? Richtig: eine vernünftige Mahlzeit. Und die gibt’s nicht etwa in der riesigen Kantine für die rund 13.000 akkreditierten TV- und Hörfunkjournalisten aus aller Welt. Nein, wer den Durchblick hat im IBC, der geht mittags bei Benny und seinen Kollegen vom Grillstand essen. Die grillen ab mittags um 12 im Innenhof des IBC, was die Kohlen hergeben. Hähnchenkeulen, Schweinesteaks und Würste – alles frisch. Rund 2.000 Stück pro Sorte. Da gehe ich jetzt hin.
Doppelpass-Könige gegen Geistesabwesende
Nie habe ich mich so gerne geirrt wie mit meinen Sorgen und Ängsten vor dem England-Spiel. Was für ein phantastische - und ehrlich gesagt so nicht zu erwartende – Leistung der deutschen Mannschaft! Spielerisch leicht marschierten die schwarz-weißen Doppelpass-Könige durch die Reihen der hüftsteifen Engländer. Nicht die Spur von Angst, wie noch gegen Ghana, lähmte ihre teuren Beine. Von Anfang an übernahmen Schweinsteiger, Özil und Co. die Initiative und signalisierten dem verdutzten Gegner: “We will win!” Und in der zweiten Halbzeit zogen sie ein Konterspiel auf, wie es perfekter kaum sein kann.
Wie um den Kritikern der Löwschen Personal-Politik die lange Nase zu zeigen, schossen wieder Klose und Podolski die ersten beiden Tore. Es war ein Triumph und gleichzeitig eine Demütigung der Engländer. Die zeigten nur eine starke Viertelstunde - die fünfzehn Minuten vor dem Halbzeitpfiff - wirkten aber ansonsten merkwürdig körperlos und geistesabwesend, als hätten sie vor dem Spiel noch schnell ein paar Runden Whisky-Poker gespielt. Eine unwürdige Vorstellung! Jene Engländer, inklusive ihres Trainers, die jetzt das nicht anerkannte “umgekehrte Wembley-Tor” als Hauptgrund für die Niederlage ausmachen, halten sich vorsichtshalber beide Hände vor die Augen. Der Konjunktiv war im Fußball schon immer so deplatziert wie der Papst in der Love-Parade, die Fakten lauten schlicht: 4:1. Wieder ein historischer Turnier-Sieg gegen die Engländer! Auch Schottland und Irland sollen im Freudentaumel liegen.

Da wenn's drauf ankommt: Klose nach dem 1:0
Am Abend durften wir dann zugucken, wie Argentinien die lateinischen Brüder aus Mexiko besiegte, dabei schöne Tore machte, aber auch keinen Fußball vom anderen Stern spielte. Und schon wieder gab es mit dem anerkannten klaren Abseitstor für Argentinien eine haarsträubende Schiedsrichter-Fehlentscheidung. Es ist alles unfassbar, ich beginne mich auf die durchweg guten Schiedsrichter-Leistungen in der Bundesliga zu freuen. Die FIFA, immerhin, hat es jetzt aufgegeben, die Realität zu ignorieren und spricht von Konsequenzen.
Ich selber war immer ein Gegner der elektronischen Hilfsmittel im Fußball, weil ich den dahintersteckenden Drang zur Perfektion nicht leiden kann. Aber angesichts der dicken Bolzen beim wichtigsten Turnier der Welt muss jetzt zumindest die Torkamera her.
Ich habe das menschliche Auge beim Fußball immer für überfordert gehalten, bei Schiedsrichtern, Reportern und Zuschauern, aber solch schlimme Anfälle von Pupillen-Katarrh in Serie wie bei dieser WM habe ich noch nicht erlebt; sie schreien nach einer technischen Antwort.
Durban verbindet

Surfen lernen am Strand von Durban
In Durban ist es sommerlich – auch im südafrikanischen Winter. Die Stadt liegt günstig am Indischen Ozean und ist ganzjährig als Sommerdestination zu nutzen. Heißt: Man kann auch schwimmen gehen. Oder surfen üben. Das machen gerade ein paar Engländer. Die sind – wie ich finde – ein wunderbares Joint Venture eingegangen mit einheimischen Jugendlichen, die ansonsten am Strand und auf der Straße der Stadt leben.
“Wir bringen euch Fußball aus dem europäischen Lehrbuch bei, dafür zeigt ihr uns, wie man surft”, lautet die Verabredung – die großartig funktioniert. Jeden Tag geht die Gruppe der rund zehn Engländer vormittags zusammen mit den Kids auf den Fußballplatz, um sich nachmittags dem Surfbrett zu widmen.
Gut – bei den Engländern handelt es sich nicht um eine unsortierte Horde von Fans, sondern um eine Abordnung eines sozialen Fußballprojekts. Was so ein bisschen die Spontaneität der Geschichte schmälert. Trotzdem – die Aktion findet ohne materielle Interessen statt und ist einfach völkerverbindend. So soll WM sein, oder?
Fußballer an der Schauspielschule

Ein neuer Star am Rugby-Himmel? Philipp Lahm.
Südafrika ist ein guter Gastgeber und wird das auch nach dem allzu frühen Ausscheiden sein. Davon darf man getrost ausgehen, doch die wirkliche Begeisterung für “the beautiful game” wird sich bei vielen Südafrikanern, insbesonder der weißen Bevölkerung, weiter in Grenzen halten. Das macht die Lektüre der Wirtschaftszeitung “Business Daily” deutlich: ”Die WM-Spiele dienen als starke Erinnerung, dass Rugby ein Spiel für harte Männer und Fußball eins für Schauspieler ist”, schreibt die Journalistin Zeena Isaacs und legt den Finger brutal in die Wunde: “Einen Spieler zu beobachten, wie er angesichts eines an ihn herankommenden gegnerischen Spielers zu Boden geht, um einen Elfmeter zu erheischen, ist erbärmlich.”
Treffender kann man es nicht formulieren, der Fußball ist in der Tat in der Gefahr, zur Abnahmestelle für die Juillard School in New York City zu werden. Zu den Absolventen der berühmten Schauspielschule zählen “Supermann” Christopher Reeve und “Batman” Val Kilmer. Vermutlich würden die meisten Fußballer wegen “overacting” allerdings den Abschluss nicht schaffen, denn allzu theatralisch wälzen sie sich auf den Boden und tun so, als ob sie regelmäßig von Mike Tyson niedergestreckt würden.
Die Schiris tragen ihren Teil dazu bei, denn sie pfeifen oft zu kleinlich und gerade bei dieser WM ist ein Foul ja direkt mit einer gelben Karte verbunden. Tretereien oder der unsägliche Ellenbogen-Einsatz - gerade bei Zweikampfduellen in der Luft – müssen energisch unterbunden werden, aber noch sollte etwas Körperkontakt zum Fußball dazgehören. Ansonsten könnten “Jogis Jungs” ja zum Rugby umschulen, vor dem Spiel gegen Ghana hat das ja schon ganz gut geklappt.
Peter Mühlfeit
Neues vom Schwarzmarkt

Schwarzmarkt in Sandton
Hatte ich gestern behauptet, auf dem Ticket-Schwarzmarkt sei nichts mehr los? Alles Quatsch, das Geschäft mit den Eintrittskarten scheint jetzt in den K.O.-Runden erst richtig loszugehen. Wie Jünger pilgern die Fans (vor allem englische) in Sandton im Moment zur Ecke Grayston/West Road, um mit den – zumeist mit mindestens zwei I-Phones gleichzeitig herumhantierenden - Jungs Verhandlungen aufzunehmen.
Derzeitiger Kurs für Deutschland gegen England: Umgerechnet 320 Euro. USA gegen Ghana ist schon für 140 Euro zu haben.

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