Tagebuch Toskana

Schlusstag 7. Oktober 2008

Ciao, bella Italia et mille gracie

Verabschiedung Rosenberger in Verona (Quelle: SWR)

Pünktlich auf die Minute verlässt unser Sonderzug mit einem Elektrodoppelpack an der Spitze den Bahnhof Verona Nouvo Porte. Zuvor wird dem Organisator Hans-Jürgen Rosenberger für Planung und Durchführung der Reise gedankt. Dann ziehen 645 104 im grün-grauen Design und und die braune 645 090 unseren Siebenwagenzug mit einer kurzen Unterbrechung hinauf auf den Brenner.

Doppelpack (Quelle: SWR)

Ein Blick auf Trient, ein Blick auf Bozen, beide Städte glänzen im Sonnenlicht und schon sind wir an der Grenze. Auf dem Brenner werden bei strahlend blauem Himmel im schönsten Sonnenschein die Loks gewechselt.

Österreichische Krokodil (Quelle: SWR)

Nun zieht das österreichische Krokodil den Zug nach Kufstein, wie 01 1066 darauf wartet, die Pferdchen galoppieren zu lassen.

Lokwechsel in Kufstein (Quelle: SWR) 

Die Fahrt hat großen Spaß gemacht, vielen Dank an alle Beteiligten. Für mich waren Siena und die Franco-Crosti Lok die Glanzlichter, aber auch alle anderen Fahrzeuge und die Landschaft können sich wahrlich sehen lassen.

Aus dem fahrenden Zug heraus - am Inn entlang (Quelle: SWR) 

Vielen Dank, bis denn und tschüß.

Montag, 6. Oktober

Auf zu Romeo und Julia

Blick vom Zug aus auf’s Meer (Quelle: SWR)

Blaues Meer, blauer Himmel, Sonne satt und Dampf pur, so rasen wir an der Adria entlang von Rimini in Richtung Ravenna. Tagesziel ist die Stadt mit dem weltberühmten Paar, das am Ende doch nicht zusammen kommen konnte: Romeo & Julia.

Museums-Schiff in Cesenatico (Quelle: SWR)

Ein paar Minuten Verspätung am Morgen fallen nicht ins Gewicht, zumal die meisten Fahrgäste von dampfenden Eindrücken aus dem Bw von Rimini erfüllt waren. Vier Dampfrösser sind dort nebeneinander zu bewundern. Eines davon steht bereits unter Dampf. Unseres.

Dampfross wird bekohlt (Quelle: SWR)

Es wird noch bekohlt. Dabei schaufeln drei Bahnarbeiter die Kohle aus einem Güterwagen auf ein Transportband, oben auf dem Tender wird diese vom Heizer verteilt.

Lok kommt in Rimini aus dem Bw (Quelle: SWR)

Wenig später steht Lok 685.196 im Bahnhof, kuppelt an und nach einem akademischen Warteviertelstündchen setzt sich unsere Fuhre in Bewegung. Die Adria in Sichtweite geht es Richtung Ravenna. Die Lok 685.196, größte betriebsfähige Dampflok Italiens, lässt es laufen. Auch noch durch die Ebene der Emilia Romana über Ferrara bis Rovigno. Dort erfolgt der Lokwechsel auf die 740 039, welche den Zug entlang der Etsch über die Nebenbahn nach Legnago bringt.
Mit dem Bad am frühen Morgen in der Adria klappt es leider nicht. Das liegt weniger an der Adria, als am inneren Schweinehund, der sich ein wenig in die Programmgestaltung einmischt und nur wenig Lust zum Schwimmen hat.

Das Marco-Pantani Museum (Quelle: SWR)

An Radfahren werden viele Reiseteilnehmer erinnert, als der Zug Station in Cesenatico macht, Direkt vor dem Bahnhofsgebäude befindet sich das Marco-Pantani Museum. Damit wird an den größten Sohn der Stadt erinnert, an den Radrennfahrer Marco Patani, wegen seiner Kopfbedeckung auch “Pirat” genannt,, der vor einigen Jahren aus dem Leben geschieden ist.
An diesem Reisetag ist die Strecke fast von Anfang an “topfeben”, es geht durch die Poebene und durch Orte hindurch, die wir bereits auf der Hinfahrt bewundern konnten, wie Faentia und Ferrara. Die Sonne scheint, als müsse sie die vier grauen Tage zuvor vergessen machen.

Fotohalt mit der 740 039 (Quelle: SWR) 

Zahlreiche Fotohalte und Scheinanfahrten mit der 740 039 bei strahlendem Sonnenlicht lassen beste Stimmung aufkommen. Diese ändert sich auch nicht mehr, als der Zug bei Nogara wieder die Hauptstrecke erreicht und die Sonne kurz vor Verona tief rot hinter dem Horizont verschwindet.

Sonntag, 5. Oktober 2008

Von Siena nach Rimini mit drei verschienen Loks

SWR-Team in Siena (Quelle: SWR)

Die 685.089 vom Vortag bringt den Zug von Siena nach Pistoia. Auf dem Weg sind einige Fotohalte in malerischen Städtchen mit klingenden Namen wie Castellina in Chianii – Monteriggioni, Poggibonsi-San Gimignione oder Castellfiorentino.

Dampflok 685 089 (Quelle: SWR)

In Pistoia verlässt uns 685 089 und begibt sich in ihr Heimatdepot. Die Fahrgäste folgen ihr, schließlich gibt es in den Hallen und im Freigelände einige Fahrzeuge zu bewundern. Zwei Dampfloks werden im Moment aufgearbeitet, wobei Lok 640 148 einen ziemlich fortgeschrittenen Eindruck macht.

E-Lok (Quelle: SWR)

Nun hängt die E-Lok 645.023 vor unserem Zug, die uns in ziemlich flotter Fahrt von Pistoina nach Bologna bringt. Die Linie trägt einen klingenden Namen, es ist die “Porrettana”, knapp einhundert Kilometer lang, eröffnet 1864. Zahllose Kurven, Viadukte und Tunnel bringen die Züge aus der Ebene über die Berge des Apennin. Der Scheitelpunkt liegt auf 615 Meter Höhe. Insgesamt weist die Verbindung 45 Tunnel auf mit einer Gesamtlänge von 18 Kilometern.

Bahnhof Pracchia (Quelle: SWR)

Die Anzahl der Viadukte beträgt 75. Bereits 1934 wurde eine neue Linie zwischen Bologna und Florenz eröffnet, die “Direttissima”, weil die alte, größtenteils eingleisige Linie der Porrettina den Verkehr nicht mehr bewältigen konnte. Es hat aber Spaß gemacht, auf der historischen Linie in die Hauptstadt der Emilia Romana zu gelangen.

Fotografen (Quelle: SWR)

Auf dem Hauptbahnhof, Bologna Centrale, erfolgt der nächste Lokwechsel. Nun ist 685.196 am Zug und bringt uns im Laufschritt an die Adria nach Rimini zum Teutonengrill. Der ist allerdings wegen zu geringer Nachfrage geschlossen. Beinahe zumindest.

Rimini vom Strand aus gesehen (Quelle: SWR)

Aber bei Temperaturen unter 20 Grad und einer untergegangenen Sonne will sich keine rechte Bade- und Bräunungsatmosphäre einstellen. Vielleicht morgen früh.

Samstag, 4. Oktober 2008

Heute spüren wir den Herzschlag der Toskana. Wir fahren mitten hinein in diese liebliche Gegend. Ziel ist Monte Antico und die Gegend um den Montalcino. Lok 640 148 (Quelle: SWR) Mit den beiden Dampfloks vom Vortag starten wir von Siena aus auf zum Teil nicht mehr planmäßig befahrenen Strecken. Zunächst führt die Fahrt nach Asciano, ehe es durch das landschaftlich reizvolle Orcia-Tal geht. Leider macht uns ein Wasserkran einen dicken Strich durch unseren Fahrplan. Wasserfassen (Quelle: SWR) In Monte Antico ergoss sich das Wasser nicht in einem dicken Strahl, es tröpfelte nur. Ein Rinnsal, das allen Verantwortlichen mehr Schweiß auf die Stirn trieb, als Wasser in den Tender. Die Strecke wird regelmäßig von Museumszügen befahren, deshalb kam niemand auf den Gedanken eines Schadens an der Anlage, wahrscheinlich hervorgerufen durch Bauarbeiten im Gleisbereich. Nach zwanzig Minuten ist die Entscheidung gefallen, Wasserfassen erfolgt in Torreniero Montalcini. Dort wird auch die Reisegesellschaft mit toskanischen Köstlichkeiten verpflegt. Toskana Spezialitäten (Quelle: SWR) Die Stimmung ist glänzend, zumal sich auch noch die Sonne hinter den Wolken hervorwagt. Als das Büffet abgeräumt und die letzte Flasche Rotwein leergetrunken ist, rollt der Zug dennoch nicht weiter. Auch in Torreniero fließt das Wasser nicht wirklich druckvoll. Feuerwehrautos aus einem Nachbarort müssen das Wasser herholen, es gibt am Bahnhof weder Wasserkran noch Hydranten, diese sind in dieser Gegend unüblich. Die Geduld aller Beteiligten ist wieder gefragt. Auch die Wasserfestigkeit unseres Kamerateams wird unfreiwillig getestet. Kamerafrau Yvonne kann nicht rechtzeitig Reißaus nehmen und wird vom kühlen Nass überschüttet. Kamerafrau Yvonne (Quelle: klaus Kaempfe) Sie übersteht dieses Missgeschick mit viel Humor und einer klatschnassen Hose. Derweil fährt ein Teil der Gruppe mit dem Bus nach Siena, um die Stadtrundfahrt noch bei Tag zu erleben. Stadtführung in Siena (Quelle: SWR) Während sich die Busse noch durch den Verkehr kämpfen, ist unser Zug abfahrbereit und wenig später auf der Strecke. Die Spätnachmittagssonne ermöglicht einige eindrucksvolle Bilder, die ihren Abschluss in Asciano finden, wo Lok 640 003 auf der Drehscheibe eine Runde dreht. 19.30 endet dieser Reisetag am Hauptbahnhof in Siena.

Freitag, 3. Oktober 2008

Der Dampfer mit dem Schornstein auf der Seite

Lok 741.120 (Quelle: SWR)

Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt und vor den traumhaften Fotomotiven den Weckruf in aller Herrgottsfrühe. Noch in der Morgendämmerung bringt die Oldtimer E-Lok 645 090 unseren Sonderzug von Vicenza nach Faenza. E-Lok 645 (Quelle: SWR)

Dabei geht es durch die fruchtbare Ebene des längsten italienischen Flusses mit dem etwas anzüglichen Namen Po. Wenig später, bereits in den Bergen des Apennin, beginnt das absolute Glanzlicht der Reise, die Fahrt auf der “Faentina”, einer Gebirgsbahn, welche die Städte Faenza und Florenz verbindet.
Nun werden wir auch mit der Entwicklung von Attila Franco und Dr. Piero Crosti konfrontiert, die auch deren Namen trägt. Die beiden Mitarbeiter der italienischen Staatsbahn haben sich anno 1926 eine Idee patentieren lassen, bei der die Rauchgase der Dampflok nicht durch den Schornstein ausgeschieden, sondern weitergeleitet werden, dabei heizen sie mit ihren 300 Grad das Wasser im Kessel zusätzlich auf. Mit diesem System können bis zu zwanzig Prozent Kohle eingespart werden. Die Franco-Crosti Lok ist geboren.Franco-Crosti Lok (Quelle: SWR)

Ein einziges betriebsfähiges Exemplar gibt es noch in Italien. Lok 741.120. Mit ihr und der Diesel-Schublok D 341 geht es auf die Faentina. Diese einzigartige einspurige Strecke weist nicht weniger als 47 Tunnel sowie 167 Brücken und Viadukte auf. Eine wirklich herausragende Linie, die leider von Petrus ein wenig mit Schauern und grauen Wolken bedacht wird. Dennoch ist es eindrucksvoll “den Dampfer mit dem seitlichen Schornstein” vorbeirauschen zu sehen.
Auf dem Bahngelände von Borgio San Lorenzo können wir unserer Lok in aller Ruhe zuschauen, wie sie vor der letzten Etappe nach Florenz auf der Drehscheibe von allen Seiten ins rechte Licht gestellt wird. In Florenz müssen wir von der ccAbschied nehmen.
In einem neuen Dampf-Doppelpack geht es nach Siena. Dieser besteht aus der “gemixten” Dampflok 640 003, die den Tender von der Lok 640 148 zieht, und Dampflok 685 089.

Doppelpack (Quelle: SWR)

Mit ihren 1.250 PS ist sie die stärkste betriebsfähige italienische Dampflok. Zwischen Loks und unserem Zug hängt für das Personal noch ein Centoporte Wagen, einer der fast schon legendären Abteilwagen.
Sonnenuntergang (Quelle: SWR)
Begleitet von einem goldenen Sonnenuntergang werden die letzten Kilometer des Tages zurück gelegt.

Sonnenuntergang rot und lila Töne (Quelle: SWR)

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Ein Grappa, der Dampf macht

Dampfloks (Quelle: SWR)

Der Tag beginnt nicht mit dem morgendlichen Dauerlauf des Moderators, denn der hat verschlafen, schafft es aber, noch in aller Eile zu duschen und einen Kaffe zu trinken.
Fotografen in Trenta (Quelle: SWR)
Pünktlich kurz nach halb zehn startet der Dampfzug ins Val Sugana mit zwei Dampfloks der Reihe 740 (740.038 + 740.293). Es geht über die nicht elektrifizierte Strecke in Richtung Bassano del Grappa (allen Weinbrandfreunden wohl bekannt) durch die herrliche Landschaft der südlichen Dolomiten. Allerdings brauchten wir wieder ein wenig Geduld, weil wir mit unserem Zug den Fahrdienstleitern hie und da ein wenig Arbeit bereitet haben und beispielsweise in Pergine über Gebühr lange warten mussten.

Fotografen auf der Brücke (Quelle: SWR)

Auch die Sonne macht am heutigen Tag Dienst nach Vorschrift. Dennoch ist die Film- und Fotoausbeute nicht zu verachten.

In Bassano del Grappa am Fuße des 1775 Meter hohen Monte Grappa ist ein Aufenthalt von zwanzig Minuten zum Wasser fassen eingeplant. Unsere Ione Scheuble will sich die doppelte Grappa-Freude machen.
3 Grappaflaschen (Quelle: SWR)
Sie genehmigt sich in Grappa einen Grappa, begeistert sich in der Gaststätte an der Dekoration, den zahllosen verschiedenen Flaschen, die auch alle fotografiert werden, und bemerkt den Abfahrtspfiff nicht.

Das Italienische Zug-Begleitteam (Quelle: SWR)

Erst ein Anruf reißt sie aus allen Träumen. Der hinabgestürzte Grappa, macht ihr ziemlich Dampf. In allerletzter Sekunde wird der Zug erreicht. Eine gute Stunde später laufen wir in Vicenza am Rande der Poebene ein.

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Dampfloks in Geislingen

Wenn ein Kuckuck auf dem Barwagen klebt …

01 1066 in Stuttgart (Quelle: SWR)

6:35 Uhr steht der Stuttgarter Hauptbahnhof unter Dampf. Es startet der Eisenbahn-Romantik Toskana-Express auf seine erste Etappe. 610 Kilometer stehen auf dem Programm. Dampfross 01 533 der Österreichischen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte zieht unseren Siebenwagenzug. Die Dreizylinder-Schnellzug-Dampflok 01 1066 der Ulmer Eisenbahnfreunde hilft als Vorspann. Knapp 5.000 PS ziehen den Sonderzug über die Geislinger Steige nach Ulm und weiter über Augsburg nach München.

“Nach einem Wasserhalt in Brannenburg passiert der Zug in Kufstein die Grenze zu Österreich und erreicht nach schneller Fahrt durchs Inntal am frühen Nachmittag Innsbruck…..” So steht es zumindest in der Reisebeschreibung, doch aus der schnellen Fahrt wird erst einmal gar nichts, im Gegenteil. Es häufen sich 140 Minuten Verspätung an.

Rotzettel (Quelle: SWR)

An der Grenze hatte der Österreichische Wagenmeister an einem Radsatzlager des Barwagens angeblich einen “Fettaustritt” festgestellt. Und schon ziert ein “Rotzettel”, ein bahntechnischer Kuckuck, unseren Barwagen: “Dieser Wagen darf die Betriebsstelle Kufstein nicht verlassen”. Mit freundlichen Grüßen ÖBB Traktion, Gf Wagendienst West, Wagenmeister bF mobil. Unterschrift unleserlich. Mit freundlichen Grüßen stand nicht auf dem Zettel, das habe ich nur der Form halber hinzugesetzt.

Kameramann Peter Klump (Quelle: SWR)

Irgendwann haben sich die Verantwortlichen auf die Weiterfahrt geeinigt. Fortan fährt der Zug weiter mit Volldampf durch Österreich. Und der Barwagen rollt ohne technische Weh Wehchen auch weiter mit.

Östereichisches Krokodil 1020 (Quelle: SWR)

Mit Volldampf geht es über die Brenner Nordrampe bis zum Grenzbahnhof Brenner. Schubunterstützung gewährt ein österreichisches Krokodil der Baureihe 1020. Da auf der Südrampe ein Dampfverbot besteht, verabschieden wir am Brenner unseren dampfenden Doppelpack.
Italienische Oldtimer E-Lok 626.231 (Quelle: SWR)
Neue Zuglok ist eine Maschine der Baureihe 626 der FS. Der E-Lok Oldtimer bringt den Sonderzug durch das Eisacktal via Franzensfeste und Bozen nach Trient. Bedauerlicherweise hat sich die Sonne bereits am Brenner auf ihre Untergangstour begeben. Somit war der Abstiegt Richtung Bozen und Trient eine Tour durch die Dunkelheit.

Veröffentlicht unter Oktober 2008, Sonderfahrtstagebuch | Hinterlasse einen Kommentar

Bahnhof Villach (Quelle: SWR)

Villach ist der Ausgangspunkt der letzten Etappe, die mit dem dritten Fußball-Taurus beginnt. Der E-Lok mit dem spanische Farbkleid und dem Fußball-Signet steht im Gleisareal mit eine Güterzug am Haken. Begeisterung bei vielen, vor allen jüngeren Eisenbahnfans, für die es eine Herausforderung ist, alle 17 Fußball-Loks auf Chip zu bannen. 16 WM-Teilnehmer und eine UEFA-Lok.

Spanische Fußball Europameisterschafts-Lok (Quelle: SWR)

Die Sonne braucht noch halbes Stündlein, dann ist sie unser Begleiter bis zum Tauerntunnel. Danach ist der Himmel wieder weitgehend grau. Zwischendrin, in Klobnitz eine Scheindurchfahrt mit Zuglok 01533 und Schub 1110.

Scheinanfahrt in Klobnitz (Quelle: SWR)

In Salzburg verlassen uns bereits die ersten Fahrgäste. Und die nächste Sonderfahrt wirft bereits ihre Schatten voraus, obwohl es bis Anfang Oktober noch eine Weile hin ist. Dann lockt die spätsommerliche Toskana, mit verschiedenen italienischen Dampfoldtimern, von denen einige in den letzten Jahren wieder betriebfähig aufgearbeitet wurden.

Lokwechsel in Salzburg (Quelle: SWR)

In Salzburg ist der letzte Lokwechsel der Reise. 01533 der Österreichischen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte verlässt uns, sie wird ersetzt durch 23058 der Eurovapor. Eine kleine Verspätung nehmen wir mit nach Deutschland, aber sie liegt im Rahmen des Erträglichen.
An dieser Stelle sei allen Dank gesagt, die für die Organisation der Reise beigetragen haben. Es waren ereignisreiche fünf Tage, die in komprimierter Form noch einmal lebendig werden in der Eisenbahn-Romantik Folge 671 Alpindampf zwischen Tauern und Adria. Austrahlungstermin ist der 6. April 2008.
Danke und allzeit gute Fahrt.

Veröffentlicht unter Februar 2008 | 1 Kommentar

Faschingsdienstag, 5. Februar 2008

Triest an der Adria ist nur für eine Nacht unser Domizil, schon am nächsten Morgen geht es von Triest Centrale Augrisina

Bahnhof Triest (Quelle: SWR)

weiter in Richtung Wocheiner Bahn. Dennoch bringt ein nächtlicher Rundgang eine Menge Eindrücke und der Morgenspaziergang ein paar Bilder von der Straßenbahn mit einem Seilzug, die von Triest nach Opicina führt und einmalig auf der Welt sein dürfte. Im Augenblick befindet sich die Bahn in Revision, deshalb kann der Wagen nur am Endpunkt bewundert werden. Bewundernswert, dass keinerlei Graffities die im Freien abgestellte Bahn verunzieren.

Dampflok 728,022 (Quelle: SWR)

Zuglok ist wieder Dampflok 728.022, Schublok der sechsachsige E-Lok Oldtimer 626.

E-Lok Oldtimer 626 (Quelle: SWR)

Die italienischen Loks haben zwar nicht viele Kilometer vor unserem Sonderzug verbracht, haben aber eine ganze Menge an Höhenmetern überwunden.

Lokwechsel in Villa Opicina (Quelle: SWR)

Erstes Etappenziel ist der Grenzort Villa Opicina, wo wieder die Loks gewechselt werden. Vorher genießen wir noch eine Scheinanfahrt mit leichtem Einsatz der Morgensonne. Es ist der erste Tag, an dem der Himmel nicht durchgehend grau ist.

Die Fahrt auf der Wocheiner Bahn ist einer der absoluten Höhepunkt der Reise. Sie überwindet die Julischen Alpen und führt von Nova Gorica, dem ehemaligen Görz, nach Jesenice, früher Aßling. Die Wocheiner Bahn, als Fortsetzung von Tauern- und Karawankenbahn, verwindet letztendlich den Süddeutschen Raum und die ehemalige westliche Donaumonarchie mit den Hafen Triest. Die Bahn hatte im ersten Weltkrieg eine wichtige strategische Funktion. In der Folgezeit verringerte sich ihre Bedeutung, heute sind hauptsächlich Güterzüge unterwegs, aber auch noch einige Personenzüge.

Halt in Stanjel (Quelle: SWR)

Auf der Strecke gibt es einige Scheinanfahrten, wobei der Halt in Stanjel in doppelter, ja dreifacher Hinsicht ein Augenschmaus ist. Zum einen fährt unser Zug, wieder vom slowenischen Dampfdoppelpack gezogen, mit goldenem Streiflicht in die Bahnstation ein, zum anderen ist die Lage des Ortes auf einem Berg für sich genommen schon sehenswert und zum dritten finden sich sämtliche Kindergartenkinder am Bahnsteig ein. Alle dem närrischen Dienstag entsprechend bunt angezogen und verkleidet.

Kindergartenkinder am Bahnsteig (Quelle: SWR)

Nächstes Ziel ist Nova Gorica, der End- bzw. für uns Ausgangspunkt der Wocheiner Bahn. Auf dem Bahnhofsvorplatz verläuft die Grenze zwischen Slowenien und Italien. Seit 2004 ist der ehemalige Eiserne Vorhang endgültig gefallen. Man kann sich nun frei in jede Richtung bewegen und seit dem vergangenen Jahr ist auch das Zahlungsmittel einheitlich.
Grenze in Nova Gorica (Quelle: SWR)
In Nova Gorica haben Mitreisende unseres Sonderzuges die Möglichkeit auf den Fotobus umzusteigen. Kurz darauf präsentiert sich ein Rekordhalter: Die Steinbogenbrücke über den Isonzo bei der Ortschaft Salcano ist mit 85 m Spannweite die weltweit größte Brücke dieser Art. Es folgen weitere Stein- und Stahlbrücken sowie kurze und längere Tunnel. Mehrere Halte an dieser mit Kunstbauten so reich gesegneten Strecke füllen zahllose Speicherchips.

Steinbogenbrücke über den Isonzo (Quelle: SWR)

Der Wocheiener Tunnel mit 6.330 Meter Länge beschert uns einen Ausflug in den Winter. Auf der Nordseite der Julischen Alpen liegt noch Schnee. Im letzten Licht, des Tages mit einigen organgefarbenen Wölkchen am ansonsten blauen Himmel, können wir die Einfahrt in den Bahnhof Bohinsjska Bistrica fotografieren.

Einfahrt in den Wocheiner Tunnel (Quelle: SWR)

Bei absoluter Dunkelheit erfolgt der letzte Lokwechsel. In Jesenice nehmen wir Abschied von Zuglok 33-037, Vorspannlok 25-026 und dem sympathischen slowenischen Lok- und Zugpersonal. Auch Mladen Bocsic, der Leiter des Eisenbahnmuseums von Ljubljana, hat es sich nicht nehmen lassen, die letzten Kilometer mit uns zu fahren. Eine wirklich herzliche Begegnung, einer gelungenen Fahrt durch des kleine Alpenland im Südosten Mitteleuropas.

Die letzten 45 Minuten der Tagesetaqppe führen wieder durch Kärnten, wo die Hauptstadt der Narren Villach auf uns wartet.

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Rosenmontag, 4. Februar 2008

Slowenien kam nach dem ersten Weltkrieg und der Zerschlagung der Donaumonarchie zur serbische Krone. Die neue Regierung hat für die Soldaten, Bediensteten und deren Familien in Ljubljana 1923 eine serbisch-orthodoxen Kirche gebaut, es ist die einzige orthodoxe Kirche in Slowenien.
Serbisch-Orthodoxe Kirche (Quelle: SWR)

Pünktlich wieder die Ausfahrt. Diesmal mit einem dampfenden Doppelpack. Zuglok ist wie gestern 33-037, Vorspann 25-026.
Wir fahren über die alte Südbahnstrecke zum ersten Etappenziel Postojna. Kurz nach Laibach führt die Strecke durch das Laibacher Moor, auf einem 40 Meter hohen Damm, der in einer siebenjährigen Bauzeit entstanden ist. Ein Grasplateau vor den Bergen schließt an. Die Strecke wird auch der „zweite Semmering genannt.
Erste Scheinanfahrt in Borovnica. Einrucksvolle Dampfentwicklung mit zwei unterschiedlichen Dampffahnen.

Dampfender Doppelpack (Quelle: SWR)

In Postojna befindet sich ein einzigartiges, grandioses Naturwunder die Adelsberger Grotten, eine der größten und schönsten Tropfsteinhöhlen der Welt. Eine elektrische Grubenbahn führt etwa drei Kilometer hinein in das insgesamt 21 km lange Höhlensystem, das 1818 entdeckt wurde. In den etwa 5 km langen Besichtigungswegen begeistern filigrane Tropfsteinskulpturen.

Adelsberger Grotte (Quelle: SWR)

Von Postojna aus geht es weiter in Richtung Italien bis zum Grenzort Villa Opicina.

Lokwechsel in Villa Opicina (Quelle: SWR)

Dort übernimmt eine Dampflok 728.022 der FS den Sonderzug und zieht ihn bis in die norditalienische Hafenstadt Triest. An der Adria gelegen in unmittelbarer Nähe zur slowenischen Grenze.

Viadukt kurz vor Triest (Quelle: SWR)

Auch Triest wartet mit einem hochinteressanten Eisenbahnmuseum auf, das im Bahnhof der ehemaligen K&K Staatsbahnen untergebracht ist, Eröffnung 1984. In den restaurierten Räumen befindet sich eine bedeutende Sammlung von Aufnahmen, Zeichnungen und anderen bemerkenswerten Gegenständen, die Zeugnisse der Eisenbahngeschichte Triests und seines Hinterlandes sind.

Lokomotive im Eisenbahnmuseum Triest (Quelle: SWR)

Die Ausstellung besteht aus vier Sektoren. Geschichte, Bauarbeiten und elektrische Anlagen, Fahrdienst sowie Lokomotiven. Auch mehrere HO-Modellbahnanlage sind dort zu finden. Insgesamt ist es ein Museum, für dessen Besichtigung man ein paar Stunden Zeit mitbringen muss. Es lohnt sich.

Unterdessen ist die Sonne, die sich für ungefähr 20 Minuten hinter den Wolken hervorgetraut hat, untergegangen. Übernachtung im Hotel gegenüber dem heutigen Hauptbahnhof.

Triest bei Nacht (Quelle: SWR)

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Sonntag, 3. Februar 2008

Heute morgen müssen sich die Frühaufsteher ein wenig in Geduld üben, Abfahrt vom Villacher Hauptbahnhof ist 8.39 Uhr.
Hauptbahnhof Villach (Quelle: SWR)
Petrus muss in der Hauptstadt der österreichischen Fastnacht gestern Abend ein wenig zu tief ins Glas geschaut haben, denn der Himmel über Kärnten zeigt sich benebelt. Wir wollen uns am Faschingsdienstag auf der Rückfahrt auch einmal ins Faschingsgetümmel stürzen. Den Villacher Narrenruf kennen wir bereits: „Lei-Lei“ heißt er. Doch zuvor locken Karawanken und Adria.

01533 in Villach  (Quelle: SWR)

Heute liegen 102 Kilometer vor uns, die Fahrt nach Ljubljana. Zuerst geht es weiterhin durch Kärnten über Faak am See nach Jesenice, kurz hinter der Grenze nach Slowenien.

Erste Scheinanfahrt ist in Faak am See. Eine Einfahrt mit Volldampf, ein Bild mit vielen Weiß- bzw. Grautönen. Weißer Schnee, grauer Himmel dazu grauer und weißer Rauch aus dem Schornstein der 01.
Fan bei Scheineinfahrt (Quelle: SWR)
Ein Fan hat die glorreiche Idee, seine Bilder direkt am Bahndamm zu schießen, dabei steht er zwei Fotoreihen im Bild. Die lautstarken, aber im Wesentlichen noch nicht unflätigen Unmutsäußerungen veranlassen ihn sicher, beim nächsten Mal wenigere aus der Reihe zu tanzen.

Wenig später sitzen wir wieder im Zug und kurz darauf im Dunklen, es geht durch den längsten Tunnel der Bahnlinie, den Karawankentunnel. Er ist etwas mehr, als 100 Jahre alt, und knapp 8 Kilometer lang. Für seine Erbauer war er eine riesige Herausforderung, denn der Druck der Gebirgsschichten war so immens, dass der gesamte Tunnel ausgemauert werden musste. Mehrere Unglücke begeleiteten die Bauarbeiten. Insgesamt waren 14 Tote Tunnelbauer zu beklagen.

Der Karawankentunnel zeichnet sich durch eine Besonderheit aus: Mitten hindurch verläuft die Grenze zwischen Österreich und Slowenien. Hier war früher der „Eiserne Vorhang“. In Zeiten des zusammenwachsenden Europas stellt dies kein Problem mehr dar, es werden nicht einmal mehr die Pässe kontrolliert.

Lokwechsel in Jesenice (Quelle: SWR)

Die Karawankenbahn besteht aus zwei Ästen. Der westliche Teil hat seinen Ausgang in Villach, der östliche in Klagenfurt. Sie treffen in Rosenberg aufeinander und führen gemeinsam nach Jesenice, dem früheren Aßling, heute der ersten Halt auf slowenischem Boden. Dort erfolgt der nächste Lokwechsel. Lok 01533 der ÖGEG verlässt unseren Zug und das slowenische Dampfross 33 037, eine ehemalige Baureihe 52 der Reichsbahn, steht nun an der Spitze unseres Sonderzugs.
Moderation (Quelle: SWR)
Weiter geht es über Kranji und zahlreiche Fotohalte und Scheinanfahrten in die Landeshauptstadt Ljubljana. Bei einem dieser Fotohalte, der ja auch dazu benutzt wird, um anderen Zügen freie Durchfahrt zu gewähren, haben wir das Glück eine weitere Europameisterschaftslok vor die Linse zu bekommen. War gestern der Deutschland-Taurus unser Glanzlicht (natürlich neben den Dampfrössern) so erfreut uns heute die Lok des Weltmeisters Italien.

Italien-Lok (Quelle: SWR)

Wichtigste Station ist das reich ausgestattete
Eisenbahnmuseum der Slowenischen Staatsbahn.

Loksammlung (Quelle: SWR)
Die eindrucksvolle Sammlung an historischen Dampflokomotiven sowie unzählige Details der Eisenbahngeschichte Sloweniens lässt das Herz eines jeden Betrachters höher schlagen.
Tito-Lok (Quelle: SWR)
Eine besondere Rarität ist die sogenannte “Tito-Lok”, die seinerzeit den Jugoslawischen Regierungszug gezogen hat und die im ihrem blauen Farbkleid auch heute noch glänzend dasteht.
SWR-Team mit Direktor Mladen Bogic (Quelle: SWR)
Direktor Mladen Bogic, selbst ein riesiger Eisenbahnfan, führt uns mit Begeisterung durch die riesige Sammlung an Fahrzeugen und durch die Eisenbahngeschichte Sloweniens.

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Samstag, 2. Februar 2008

Lok 23058 (Quelle: SWR)

Pünktlich, wenn auch zu nachtschlafender Zeit, verlässt unser Sonderzug um 6.13 Uhr den Stuttgarter Hauptbahnhof. An der Spitze 23 058 der Eurovapor, die für die geplante, aber kurzfristig verhinderte 01 066 eingesprungen ist.

Lok 23058 (Quelle: SWR)

Über die Geislinger Steige, die mit einem zarten Schneetuch bedeckt ist, geht es über Ulm nach Günzburg, wo die Freiwillige Feuerwehr schon auf uns wartet. Es muss gelöscht werden, der Durst der 23. Am Zugende hängt Diesellok ER 20, die dem eisernen Rösslein ein wenig unter die Arme greift – um es bildlich auszudrücken.

Freiwillige Feuerwehr Günzburg (Quelle: SWR)

Unser Team ist ebenfalls hochmotiviert, hat aber am Vormittag noch nicht alle Hände voll zu tun. Hektisch wird es erst im Gebirge.
Redakteur Alexander Schweitzer, Kameramann Ulrich Nissler, Assistent Albert Gratz und Toningenieur Uwe Schober.

In München-Pasing steigt ein größerer Teil unserer Gäste zu. Insgesamt haben sich 180 Fahrgäste angemeldet. Aber sie sind ein wenig verwundert, als der Zug nicht am Bahnsteig, sondern auf einem Mittelgleis ankommt und wenig später weiterfährt. Ohne sie. Obwohl der Zug richtig angekündigt war.

Wartende Fahrgäste (Quelle: SWR)

Der Fahrdienstleiter hat uns leider mit dem nachfolgenden Güterzug verwechselt…. Glücklicherweise ist der Güterbahnhof nicht weit, deshalb kann unsere Schublok anschließend den Zug problemlos an das Bahnsteiggleis zurück ziehen. Mit etwas Verspätung geht es weiter, um beim Wasserfassen in München-Laim den nächsten Schock zu bekommen:

Der Hydrant lächelt zwar dem Zugpersonal entgegen, aber er ist abgeschlossen und kein Schlüssel weit und breit zu finden….. Unverrichteter Dinge müssen wir weiterfahren.
Hydrant (Quelle: SWR)
Zum Glück sind die Wasservorräte noch nicht völlig aufgebraucht. Kurzfristig wird der „Wasserfassauffenthalt“ nach München-Ost verlegt.

Die kleinen Missgeschicke haben auch etwas Gutes: Durch die Verspätung kann ein nachfolgender Zug fotografiert werden, an dessen Spitze die „Deutschlandlok“ steht.
Anlässlich der Fußball-Europameisterschaft in diesem Jahr in der Schweiz und Österreich sind 16 Taurus-Loks in die Farbkleider der 16 teilnehmenden Länder geschlüpft. Und eine dieser Loks fuhr direkt am Nebengleis an unserem Sonderzug vorbei.

Deutschland-Lok (Quelle: SWR)

Entlang des Chiemsees sowie über Traunstein und Freilassing wird die berühmte Festspielstadt Salzburg erreicht. Dort erfolgt der Lokwechsel auf die kohlegefeuerte Schnellzug-Dampflok 01 533 der Österreichischen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (ÖGEG). Mit Volldampf geht es von Salzburg in Richtung Bischofshofen und Schwarzach-St. Veit. Hier ist der Ausgangspunkt der Tauernbahn. Diese wurde 1909 eröffnet und war mit der anschließenden Wocheiner Bahn, die zusammen das Tauern- und Karawankengebirge überwinden, ein Gegengewicht zur Südbahn, die seit 1857 Wien mit Triest verbindet.

Teambesprechung (Quelle: SWR)

Bad Gastein und Bad Hofgastein sind berühmte Bäder, die in der k&k Monarchie als mondän galten. Berühmt geworden sind sie wegen ihrer radonhaltigen Quellen, die Rheumabeschwerden zu lindern halfen. Bad Gastein zeigt sich im Dämmerlicht von seiner winterlichen Seite.
01533 in Bad Gastein (Quelle: SWR)
Es schneit, gleichwohl muss festgestellt werden, dass auf 1.000 Meter Höhe nicht wirklich viel Schnee liegt. Aber die Flocken, der Schnee und die Atmosphäre geben der ganzen Situation einen besonderen Glanz. Bei Zauberlicht und Schneetreiben verlässt der Zug den Bahnhof Böckstein um einige hundert Meter später in den Tauerntunnel einzutauchen. Es ist der längste von 17 Tunneln der 83 Kilometer langen Linie, 8.550 Meter lang. Reiseziel des ersten Tages ist Villach.

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