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Artikelarchiv für Schlagwort „ Knochen“

Ältestes Babyskelett Mitteleuropas

 
In der Uckermark, rund 100 Kilometer nordöstlich von Berlin, haben Ärchäologen einen sensationellen Fund gemacht: ein Babygrab aus der Mittelsteinzeit. Das Skelett ist 8400 Jahre alt und fast vollständig erhalten. Gestorben ist das Kind vermutlich, weil es nicht ausreichend gestillt wurde. Das haben erste Laboruntersuchungen ergeben. Bevor aber Genaueres zu Todesursache und Lebensumständen bekannt wird, […]

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Knochendetektive – Skelette erzählen ihre Geschichte

Knochendetektive – Skelette erzählen ihre GeschichteFast 70 Skelette sind bei den Bauarbeiten für das geplante Tiefdepot des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg aufgetaucht. Die Knochen stammen aus dem 15. Jahrhundert, das haben Untersuchungen ergeben. Um Kartäusermönche handelte es sich nach den ersten Vermutungen. Schließlich steht das Museum auf dem Areal eines einstigen Kartäuser-Klosters. Doch ist das […]

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Die Grube Messel – Schaufenster in die Urzeit

Die Fossilienfundstätte Grube MesselVor 47 Millionen Jahren entstand bei einem Vulkanausbruch die heutige Grube Messel bei Darmstadt. Der sich plötzlich öffnende Erdkrater füllte sich mit Wasser und wurde für viele Tiere zum Verhängnis, die in dem sauerstoffarmen und mit vulkanischen Gasen vergifteten Wasser ertranken. Ihre Kadaver sanken zu Boden und versteinerten. Die heute gefundenen Schieferplatten […]

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Napoleons Soldaten

Napoleons SoldatenIm Winter 1813/14 waren Zehntausende Soldaten auf dem Rückzug von der Völkerschlacht bei Leipzig. Napoleon hatte den Krieg gegen Preußen, Russland und Österreich verloren, jetzt wollten seine Soldaten nur noch eins: Nach Hause. Viele von ihnen stammten aus den Niederlanden, Luxemburg und Belgien, Gebiete, die Napoleon besetzt hatte und deren Soldaten ihn begleiteten.  Auf […]

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Schädel aus der Bronzezeit: Archäologische Grabungen auf einem Schlachtfeld

Mitte der neunziger Jahre findet ein Hobbyarchäologe einen Schädel mit Spuren massiver Gewalteinwirkung und einen Oberarmknochen. Er benachrichtigt die Profi-Archäologen vom Landesamt für Bodendenkmalpflege. Schnell finden sie heraus: Das hier sind die Reste der bisher ältesten nachweisbaren Schlacht Norddeutschlands, eine Sensation! Jens Wellhöner hat sie bei der Arbeit auf dem alten Schlachtfeld beobachtet.

Im Jahr 1250 vor Christus tobte im Tal der Tollense, im heutigen Ost-Mecklenburg, eine wilde Schlacht: Zwei Heere schlugen sich buchstäblich die Schädel ein. Keulen wurden geschwungen, Pfeile schwirrten durch die Luft, zerfetzten Fleisch, töteten auf der Stelle. Mitten im Getümmel kämpften auch Reiter um ihr Leben. Ein wildes Durcheinander, aus dem es kein Entkommen gab. Leichen bedeckten den Boden des Schlachtfeldes. Jahre, Jahrhunderte, Jahrtausende vergehen….

Seit 2009 graben die Forscher nach den Resten aus der Bronzezeit. In schlammiger Erde stecken Schädel und andere Teile von unzähligen Skeletten. Wohl über 300 Menschen waren an der Schlacht beteiligt. Vorsichtig bergen die Archäologen die alten Knochen, einige von ihnen zeigen noch die Spuren der Schlacht. Große Löcher von Keulenschlägen in den Schädeln, Pfeilspitzen aus spitzem Feuerstein in den Wirbelsäulen. Brutal ging es zu. Das war den Forschern schnell klar. Immer weiter graben sie sich vor und versuchen herauszufinden, worum damals so erbittert gekämpft wurde.

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