Tag10: Der Kronleuchter-Saal in der Kölner Kanalisation
Was haben wir den Monarchen früher nicht alles gewidmet. Prunkvolle Paläste, Bibliotheken mit dem Wissen unserer Zeit, Denkmäler, Schulen und Universitäten. Auch in Köln dachte man an die Herrscher. Für Kaiser Wilhelm II. haben die Kölner einen Kronleuchtersaal eingerichtet. Und zwar in der Kanalisation. Meine Aufgabe heute: Ich folge dem Weg allen Wassers in der Domstadt und suche diesen Saal. „Tag10: Der Kronleuchter-Saal in der Kölner Kanalisation“ weiterlesen →
Tag 9: Bielefeld gibt es doch
Ich muss mitten rein. Ich muss nachweisen, dass es hier in Bielefeld wirklich Menschen gibt, Gebäude, Geruch, Lärm, etwas zum Anfassen, und deshalb bin ich in der großen Eingangshalle der Universität. Hier erledigen hunderte Studenten, was eben an einer Uni so alles zu tun ist: Lernen, Kopieren, Kaffee trinken, Essen, Freunde treffen und so weiter.Warum bin ich hier? Ich soll heute einem hartnäckigen Gerücht auf die Spur kommen: der sogenannten Bielefeld-Verschwörung. Danach gibt es die Stadt und ihre Bewohner gar nicht.
Tag 8: Zwischen Elend und Sorge
Der Schnee reicht mir bis zum Knie. Um mich herum ist alles weiß bis auf das dunkle Braun und Grün der Tannen. Niemand sonst ist hier draußen im Wald unterwegs zwischen Sorge und Elend. Kein Geräusch ist zu hören, wenn ich stehen bleibe. Es gibt nicht mal Spuren im Schnee und der Weg ist nur zu erahnen.
Ein alter Witz hat mich tief in den Harz geführt. Er spielt zu Zeiten des real existierenden Sozialismus und war gerade noch so erlaubte Gesellschaftskritik.
Frage: Wo ist der Sozialismus zu Hause? Antwort: Zwischen Sorge und Elend.
Tag 7: Fremde Nachbarn – das zweigeteilte Görlitz
Ich stehe im Niemandsland. Auf der neuen Altstadtbrücke zwischen Görlitz und Zgorzelec, zwischen Deutschland und Polen. Unter mir rauscht die Neiße über eine Staustufe. Ich bin am östlichen Rand des Landes, weil ich herausfinden soll, was der Zipfelbund ist.
Die Frage ist leicht zu beantworten. Man muss nur Kai Grebasch fragen. Er macht für die Stadt die Öffentlichkeitsarbeit. „Tag 7: Fremde Nachbarn – das zweigeteilte Görlitz“ weiterlesen →
Tag 6: Bube, Dame, König, Ass: Die Skatstadt Altenburg
18? – Ja – 20? – Bin dabei – 2? – ja – 3? – ja – 4? – Da muss ich passen. Das Spiel beginnt. Früher habe ich im Physik-Unterricht Skat gespielt, unter der Bank versteht sich. Heute darf ich mich messen mit Skatbrüdern aus dem Vorstand des Vereins “Grand” oder wie man hier sagt “Grang Altenburg”. Wir haben uns in der Kneipe der Gartenanlage Fortuna getroffen. Neben uns haben sich zwei dutzend ältere Herren in Dreiergruppen an die Tische verteilt. Gelacht wird hier nicht. Skat ist kein Spiel. Skat ist ernst. Hier werden vier Mal im Jahr Streitfälle geschlichtet und die gibt es genug. Man gibt mir deutlich zu verstehen, dass ich mich beeilen soll mit meinen Fragen. Denn heute steht das traditionelle Turnier der Weihnachtsfeier an, das mich natürlich nichts angeht. Meine erste Lektion: Im Verein ist Skat kein Spiel, sondern ernst. Sehr ernst. „Tag 6: Bube, Dame, König, Ass: Die Skatstadt Altenburg“ weiterlesen →
Tag 5: Witze, Würste, Wallfahrten: Zu Besuch in Tuntenhausen
Also, eins muss ich mal sagen: Ihr habt vielleicht Ideen! Ich zitiere aus einer E-Mail: “Fahren Sie doch mal nach Tuntenhausen und schauen, wo die Tunten hausen.” Wie lustig. Aber gut, das war unser Deal. Also ab auf die A9 und ganz nach Süden. Tuntenhausen ist ein kleines Dorf. Ein paar Straßen, ein paar Betriebe, ein Bäcker. Über allem steht die mächtige Wallfahrtsbasilika mit den zwei neogotischen Spitztürmen. In der Luft liegt ein Hauch feuchter Erde und frischer Gülle.
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Tag 4 : Erlangen – heimliche Hauptstadt der Erfinder

Auch ein Patent: So hat man auf dem Weg zum Skifahren freie Hände - und die Aufmerksamkeit der Sportsfreunde sicher.
Bruno Götz hat eine skurrile Sammlung. Da ist zum Beispiel das Modell der Weißwürste mit integriertem Senf. Oder ein Skistock, den man auf dem Kopf tragen kann. All diese Dinge gemeinsam: Es gibt ein Patent dafür – und deshalb stehen sie auch alle in einer Vitrine beim TÜV Rheinland in Nürnberg, einem Partner der Patentämter. Bruno Götz leitet die Abteilung Patente und Normen und will mit den skurrilen Sammelstücken aus aller Welt auf seinen Job aufmerksam machen. „Tag 4 : Erlangen – heimliche Hauptstadt der Erfinder“ weiterlesen →
Tag 3: Harte Prüfung für Weg und Wandersmann
Ein herrliches Wetter – um zuhause zu bleiben. Im Wetterbericht laufen Sturmwarnungen. Regentropfen prasseln auf das Auto-Dach, die Scheibenwischer laufen auf höchster Stufe. Ausgerechnet heute habe ich mich für eine mehrstündige Wanderung verabredet. Das ist Reporterglück. Aber es muss ja weitergehen mit Königs Weg.
Also auf ins Freie. Ich treffe Liane Jordan vom Deutschen Wanderverband. Das ist der Dachverband der deutschen Wandervereine. Insgesamt hat er rund 600.000 Mitglieder. Frau Jordan testet Wanderrouten und vergibt Zertifikate für so genannte Qualitätswege. Wir wollen heute den Ederhöhenpfad prüfen, von Beddelhausen bis Hatzfeld, zwei Dörfer an der Grenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Hessen, an den Ausläufern des Rothaargebirges.
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Tag2: Die Reise zum Mittelpunkt Deutschlands
Medien
Es könnte ja im Prinzip ganz einfach sein: man nimmt sich eine Landkarte zur Hand, schätzt grob, wo die Mitte eines Landes und dann fährt man da hin. Aber es ist viel komplizierter – wie ich jetzt weiß. Es gibt viele verschiedene Orte in Deutschland, die sich “Mittelpunkt des Landes” nennen, alle entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Das Verzwickte daran: Alle Gemeinden haben im Prinzip recht, denn sie alle können sich auf eine bestimmte Berechnungsmethode stützen. Ich habe mir drei der Orte rausgepickt und bin auf die Suche gegangen. „Tag2: Die Reise zum Mittelpunkt Deutschlands“ weiterlesen →
Tag 1 in Herrenberg: König schlägt die Stunde
Das war Tag eins. Fazit: Das Auto funktioniert, der Reporter funtkioniert. Die Technik leider noch nicht ganz. Immerhin habe ich mit der Bettdecke überm Kopf hoffentlich sendbare Audioqualität erreichen können. Man lernt nie aus.
Trotzdem war der Morgen in Herrenberg, der ersten Station absolut gelungen. Ich habe gleich drei erste Erfahrungen gesammelt!
Tag 1 in Herrenberg: König schlägt die Stunde
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