Über diesen Blog

Unmotiviert!Oh nein, nicht noch so ein Abnehm-Blog!!

Gibt es da nicht schon genug von? Tausende Bildschirmseiten gefüllt mit leidens- und entbehrungsreichen Geschichten rund um Speckfalten und Schokoladengelüsten? Menschen, die sich für ein paar Klicks und hämische Ratschläge quasi-öffentlich als Frustesser und Sportmuffel outen?

Ich gebe es zu, die Welt hat vermutlich nicht gerade auf mich gewartet. Ich aber auch nicht darauf, mein Leid mit ihr zu teilen! Und hätte ich nicht Ende letzten Jahres eine Stelle in der Redaktion von SWR Fernsehen aktiv übernommen, Euch und mir wäre dieser Blog erspart geblieben.

Dass mir dieser Job zum Verhängnis werden würde, hätte ich mir eigentlich aber auch gleich denken können. In einem Büro mit sportgestählten Kollegen, deren Körperfettanteil prozentual wahrscheinlich unter dem von Light-Bier liegt, nicht aufzufallen, obwohl der eigene BMI die Grenze zur Adipositas schon haarscharf schrammt – und das in einer Sportredaktion … Lächerlich!!!

O.K., hätte ich mich unauffälliger verhalten, ich hätte Schlimmeres vielleicht verhindern können. Irgendwie muss ich aber wohl mal in einem Nebensatz erwähnt haben, dass ich ja eigentlich schon gerne ein paar Kilos verlieren würde. Und dass ich jedes Mal hechele wie eine Schwangere kurz vor der Entbindung, wenn ich mich das eine Stockwerk ins Büro hochgekämpft habe, konnte ich leider auch nicht komplett verbergen.

Und jetzt steh ich da. In einem Moment fortgeschrittener geistiger Umnachtung habe ich zugesagt, mich zwecks Kilobekämpfung auf die Straße zu begeben. Zu prostituieren im Namen des Körperfetts. Und das Ganze nicht nur zu meinem, sondern gleich zum Vergnügen unserer ganzen Internetcommunity. Jeder Fortschritt oder Rückschlag muss gnadenlos dokumentiert werden.

Ein Ziel muss ich noch definieren, sagt mein Kollege Jens. Um glaubhaft zu wirken. Dass ich nicht lache! Glaubhaft! Ich glaub das ja selbst noch nicht! Mir reicht es vorerst, wenn ich eine Viertelstunde am Stück laufen kann, ohne anzufangen zu hyperventilieren. Aber für alle, die hinterher mit dem Finger auf mich zeigen wollen, wenn es doch nicht geklappt hat: 12 Kilo! Jawoll: 12!! Soviel weniger hatte ich in meinem letzten Strandurlaub und ich habe mich ohne Ganzkörperverhüllung an den Strand getraut. Wenn das kein Wort ist?!

Also, auf in den Kampf.

Unterstützend heischend,
Eure noch etwas flügellahme Fee

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