Antworten für Stichwort „Musik“
Warum tanzen wir? (27.10.2011)
Darf ich Helmut Kohl zitieren? Der hat mal gesagt: „Ich tanze, um dem Weibe näherzukommen.“ Aber auch losgelöst vom Altkanzler ist die Evolution des Tanzens ein interessantes Phänomen. Dass wir uns zu Rhythmen, mit denen wir beschallt werden, passend bewegen – das ist etwas zutiefst Menschliches: Kein Tier macht das! Und es führt zu der Frage zurück, warum der Mensch überhaupt Musik macht. Wenn man das in der Evolution zurückverfolgt, spricht vieles dafür, dass die frühen Menschen in dem Moment musikalisch wurden, als sie angefangen haben, in Gruppen zu leben. Das war vor ungefähr zwei Millionen Jahren. [...] Antwort zu "Warum tanzen wir?" lesen »
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Was bedeutet “Ukulele” und woher kommt sie? (13.10.2011)
Die Ukulele sieht aus wie eine kleine Gitarre, hat aber nicht sechs sondern meistens nur vier Seiten. Die sind auch anders gestimmt als bei einer Gitarre. In englischsprachigen Ländern gibt es fürs Stimmen eine kleine Eselsbrücke, eine Melodie, erzählt die amerikanische Ukulelespielerin Ingrid Michaelson. My Dog has Flees - Mein Hund hat Flöhe, das bezieht sich auch auf den Namen des Instruments [...] Antwort zu "Was bedeutet “Ukulele” und woher kommt sie?" lesen »
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Gibt es in allen Kulturen Gesang? (09.12.2010)
Ja, es gibt überall Gesang. Nach heutigem Kenntnisstand gibt es fast überall Musik im weiteren Sinne; also neben dem Gesang auch Musikinstrumente. In sehr viel weniger Kulturen gibt es allerdings eine Form des Aufschreibens, der Notation dieser Musik. Am verbreitetsten sind sogenannte Perkussionskulturen, die Instrumente verwenden, auf denen man trommelt. Auch der Tanz ist in allen Kulturen zu finden. [...] Antwort zu "Gibt es in allen Kulturen Gesang?" lesen »
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Wie groß ist der Einfluss von Musik auf die Funktion unseres Gedächtnisses? (20.04.2010)
Generell muss man sagen, dass die gedächtnissteigernde Wirkung von Musik eher kurzfristiger Natur ist. Was man aber feststellen kann ist, dass Menschen, die Musik hören - wenn es Musik ist, die nicht zu sehr ablenkt, das heißt der Sprachanteil sollte gering sein - ständig Sequenzen miteinander assoziativ verknüpfen, also um etwa Melodien zu erkennen. Das machen wir zwar automatisch, aber für das Gehirn ist das eine ganz schöne Herausforderung [...] Antwort zu "Wie groß ist der Einfluss von Musik auf die Funktion unseres Gedächtnisses?" lesen »
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Warum wird in Moscheen nicht gesungen? (19.03.2010)
Eine Form des Gesangs ist die Koranrezitation. Die wird leider viel zu wenig praktiziert und wahrgenommen, weil man richtig gut sein muss. Erstens muss man dafür den Koran auswendig können, zweitens muss man eine entsprechende Ausbildung und die entsprechende Stimme haben. [...] Antwort zu "Warum wird in Moscheen nicht gesungen?" lesen »
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Was bewirkt, dass wir uns etwas merken? Wie können Lehrer und Erzieher Kinder dabei unterstützen? (23.07.2009)
Die einfachste Antwort: Man merkt sich, was einen interessiert, was einem persönlich nahe geht, was die Sinne anspricht. Wenn einem Dinge bereits bekannt vorkommen ist die Wahrscheinlichkeit ebenfalls höher, dass man sie sich merken. Denn dort sprechen wir von einer Assoziationsbildung. Das heißt, man bekommt im Kopf eine Art Aha-Erlebnis: „Das ist so ähnlich wie damals“ oder „so ähnlich wie schon einmal“. Wenn dann die entsprechende Neuigkeit auch noch von Interesse ist, einen also persönlich anspricht oder die Neugier weckt, kommt es zu einer Aktivierung von Gehirnregionen, die mit Emotionen zu tun haben, sich also darauf spezialisiert haben, die Dinge näher zu analysieren. Und mit dem näheren Analysieren geht einher, dass die sich besser im Gehirn verankern, dass man sich diese Dinge besser langfristig merken kann. [...] Antwort zu "Was bewirkt, dass wir uns etwas merken? Wie können Lehrer und Erzieher Kinder dabei unterstützen?" lesen »
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Warum höre ich Musik aus einem Radio mit Kabelanschluss zeitverzögert? (12.03.2009)
Diese Frage sollten wir natürlich als Radiomacher beantworten können. Ich kenne jetzt die genauen Umstände bei Ihrem Kabelanbieter nicht, aber für solche Zeitverzögerungen gibt es im wesentlichen zwei Faktoren, die vermutlich bei Ihnen auch beide zusammenkommen. Das eine ist, dass die Kabelanbieter das Signal, das sie über ihre Kabel weitergeben, ihrerseits vom Satelliten holen. Der Satellit bewegt sich etwas über 30.000 Kilometer über der Erde – wenn man davon ausgeht, dass sich die Signale mit Lichtgeschwindigkeit bewegen – das Licht bewegt sich mit 300.000 km in der Sekunde – dann braucht schon der einfache Weg zum Satelliten einer zehntel Sekunde. Vom Satelliten zurück auf die Erde noch mal eine zehntel Sekunde. Macht zwei zehntel Sekunden. [...] Antwort zu "Warum höre ich Musik aus einem Radio mit Kabelanschluss zeitverzögert?" lesen »
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Fast alle Komponisten waren Männer. Hat das mit dem Gehirn zu tun? (07.11.2008)
Fast alle Schachgroßmeister sind auch Männer. Von tausend sind, glaube ich, sechs oder neun Meisterinnen. Jetzt hat man lange gesagt: Na ja, das ist eben eine männliche Sache. Es geht um räumliches Vorstellungsvermögen, da sind auch die Männer besser, und, und, und ... Wir kennen da die Theorien. Wenn man das aber mal genau untersucht, da stellt sich heraus, dass dort, wo Frauen von Anfang an genauso gut im Schach gefördert werden wie Männer, da sind die Leute genauso gut, d. h., es ist mindestens ein ganz großer selektions- und geschlechtsspezifischer Förderungseffekt am Werk und möglicherweise gar keine natürlich Begabung. Also da muss man sehr vorsichtig sein. Und bei Musik ist das ähnlich. ... Antwort zu "Fast alle Komponisten waren Männer. Hat das mit dem Gehirn zu tun?" lesen »
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Kann man eine nicht vorhandene Begabung durch Üben ausgleichen? (06.11.2008)
Man kann sehr viel ausgleichen und ganz wichtig ist z. B. die Einstellung dazu. Ein ganz schönes Beispiel zur Mathematik: Wenn man deutsche Schüler fragt: „Wer ist gut in Mathematik?“, dann sagen die: „Na ja, wer begabt ist.“ Wenn man Südkoreaner fragt: „Wer ist gut in Mathematik?“, dann sagen die: „Wer viel lernt.“ Also lernen die Koreaner ganz viel Mathematik, weil die sagen: „Wenn ich viel lerne, dann bin ich auch gut.“ Ergo: Die sind auch gut! Weil die alle nicht gleich die Flinte ins Korn werfen wenn sie mal schlecht in Mathematik sind und dann sagen: „Ich bin halt unbegabt“. Antwort zu "Kann man eine nicht vorhandene Begabung durch Üben ausgleichen?" lesen »
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Kann die Gehirnentwicklung von Kleinkindern durch das Hören von Mozartmusik beeinflusst werden? (06.11.2008)
Kann die Gehirnentwicklung von Kleinkindern durch das Hören von Mozartmusik beeinflusst werden? Musik wird schon ab der etwa 25. Woche vom Kind wahrgenommen. Wir wissen auch, dass sich das Kind bereits im Mutterleib sich Musikstücke bis nach der Geburt merken kann. Und wir wissen vor allem, dass Musik Kindern guttut. Ob das Hören der Musik von Mozart jedoch - wie einer Studie vor rund 10 Jahren behauptet wurden - auch gut für die mathematischen oder sprachlichen Fähigkeiten des Kindes ist, ist fraglich. Antwort zu "Kann die Gehirnentwicklung von Kleinkindern durch das Hören von Mozartmusik beeinflusst werden?" lesen »