Antworten für Stichwort „Antike“

Woher kommt der “springende Punkt”? (25.02.2010)

Bei diesem Ausdruck müssen wir sehr weit zurückgehen, nämlich zum griechischen Philosophen Aristoteles. Der arbeitete bereits empirisch. Unter anderem interessierte er sich für den Ursprung des Lebens. Er hat Hühnereier untersucht um herauszufinden, wann aus dem, was man zum Frühstück verzehrt, etwas wird, worin ein Küken sitzt. Daher nahm er der Henne jeden Tag ein Ei weg und schlug es auf. So stellte er fest, dass am ersten Tag noch nichts zu erkennen war. Am zweiten Tag auch nicht. Irgendwann sah er dann einen kleinen roten Punkt, der pulsierte. [...] Antwort zu "Woher kommt der “springende Punkt”?" lesen »

Verbundene Medien

Wie viel “Römer” steckt noch heute in uns? Gibt es noch Nachfahren berühmter Persönlichkeiten der Antike? (01.12.2009)

Die gibt es ganz sicher in Hülle und Fülle, aber wir kennen sie nicht. Erst mal zur Frage: Wie viel Römer steckt in uns? Die Frage kann man zunächst historisch angehen: Die Römer waren ja hier im Südwesten Deutschlands zahlenmäßig immer eine Minderheit, auch wenn sie zeitweise geherrscht haben. In den römischen Armeen wiederum waren ja nicht nur Römer, da waren Iberer darunter, Afrikaner, Menschen vom Balkan, alle möglichen anderer Völker, die die Römer als Barbaren bezeichnet haben. Also schon von daher haben die Römer nicht viel an Genen hinterlassen. [...] Antwort zu "Wie viel “Römer” steckt noch heute in uns? Gibt es noch Nachfahren berühmter Persönlichkeiten der Antike?" lesen »

Verbundene Medien

Wieso ist der Mittelfinger der “böse” Stinkefinger? (01.10.2009)

Das geht auf die Antike zurück. Die Römer kannten den Finger als digitus impudicus, also digitus, Finger und impudicus heißt im wahrsten Sinne des Wortes schamlos oder „unverschämt“, also es war schon der unverschämte Finger, und das war er nicht nur im Volksmund, sondern auch in der Literatur. Der Dichter Martial erwähnt den Finger gleich mehrfach: Eines seiner Epigramme handelt z.B. von einem Menschen, der so kerngesund war, dass er seinem Arzt den Stinkefinger gezeigt hat: ostendit digitum sed inpudicum. Und da wusste offenbar jeder, was damit gemeint war. Wer diese Geste genau erfunden hat, weiß man nicht [...] Antwort zu "Wieso ist der Mittelfinger der “böse” Stinkefinger?" lesen »

Verbundene Medien

Jemandem “Hals- und Beinbruch” wünschen. Kommt das aus dem Jiddischen? (17.08.2009)

Ja, das ist vollkommen korrekt. „Barokh“ oder „brokhe“ und „hatslokhe“ sind jiddische Segensworte, die eigentlich „Heil und Segen“ heißen. Wie viele andere jiddische Ausdrücke, die zum Beispiel durch Journalisten in Umlauf gebracht worden sind, hat man das nicht so gut verstanden. So dachte man, dass das so ein bisschen wie „Hals- und Beinbruch“ klingt, aber eigentlich hatte es mit den Segensworten zu tun. Es hängt aber auch mit einer interessanten Art von Aberglauben zusammen. [...] Antwort zu "Jemandem “Hals- und Beinbruch” wünschen. Kommt das aus dem Jiddischen?" lesen »

Verbundene Medien

Gibt es international gültige Redewendungen? (03.02.2009)

Es gibt eine unglaublich große Anzahl von Redewendungen, die z. B. im ganzen Abendland beliebt sind. Also alles, was aus der Bibel kommt, ist international genau gleich. Und neulich erzählte eine Frau, die mit einem Spanier verheiratet ist, dass sie mit ihrem Mann um eine Redewendung stritt. Sie sagte, dass das doch eine deutsche sei und der Spanier sagte nein, das ist doch unsere Redensart! Aber es war eben auch in diesem Fall eine biblische Redensart. [...] Antwort zu "Gibt es international gültige Redewendungen?" lesen »

Verbundene Medien