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	<title>1000Antworten</title>
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	<description>Wie entsteht ein Schwarzes Loch? Was ist eine Stammzelle? Was versteht man unter dem &#039;Geburtstagsparadoxon&#039;? Jede Woche beantworten Wissenschaftler Hörerfragen in SWR2 Impuls.</description>
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		<title>Lässt sich Wetterfühligkeit beweisen?</title>
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		<pubDate>Tue, 22 May 2012 11:53:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gabor Paal</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wetterfühligkeit – das sagt sich so leicht. Oft ist es jedoch schwer, Zusammenhänge zwischen Wetter und Gesundheit wirklich zu beweisen. Manche Leute schwören darauf, dass sie bei Regen öfters Kopfschmerzen bekommen. Und da kann man natürlich jetzt nach Ursachen fahnden: Führt der niedrige Luftdruck zu irgendwelchen Verspannungen? Lässt ein plötzlicher Kälteeinbruch die Blutgefäße verengen? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wetterfühligkeit – das sagt sich so leicht. Oft ist es jedoch schwer, Zusammenhänge zwischen Wetter und Gesundheit wirklich zu beweisen. Manche Leute schwören darauf, dass sie bei Regen öfters Kopfschmerzen bekommen. Und da kann man natürlich jetzt nach Ursachen fahnden: Führt der niedrige Luftdruck zu irgendwelchen Verspannungen? Lässt ein plötzlicher Kälteeinbruch die Blutgefäße verengen? Oder beeinträchtigt die erhöhte Luftfeuchtigkeit die Atemwege? Das kann alles sein, vielleicht ist es aber auch viel banaler. Denn warum sprechen wir bei Dauerregen vom Mistwetter – weil wir Sonne lieber mögen. Sonne, das ist schönes Wetter, und schönes Wetter ist grundsätzlich erstmal gut für die Gesundheit – eben weil es schön ist, alles ist entspannter, man geht eher mal raus, und das ist alles hilft dann vielleicht auch gegen Kopfschmerzen. Aber ist das schon Wetterfühligkeit? Der positive Einfluss von Sonnenlicht aufs Gemüt gehört zu den wenigen Faktoren, für die es wirklich starke Belege gibt. Sonnenlicht hemmt die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin. Deshalb macht es wach und beugt Depressionen vor. Ebenso offensichtlich ist, dass allzu große Hitze nicht gut tut und längere Hitzeperioden gerade älteren Menschen zu schaffen macht &#8211; Notärzte wissen ein Lied davon zu singen. Und schließlich beeinflusst das Wetter im Frühjahr auch den Pollenflug – für manchen Allergiker kann ein kräftiger Regenschauer deshalb auch mal ein Segen sein. Aber damit erschöpfen sich auch schon die Zusammenhänge, die wirklich auf der Hand liegen. Wie schwierig die sogenannte Wetterfühligkeit zu beweisen ist, zeigt gerade das <a title="Kann ein Wetterumschwung Kopfschmerzen auslösen?" href="http://www.swr.de/blog/1000antworten/antwort/7455/wetterumschwung-kopfschmerzen/" target="_blank">Thema Kopfschmerzen</a>. In aufwändigen Untersuchungen fanden Forscher heraus: Ja, unter ganz bestimmten Umständen führt ein Wetterumschwung tatsächlich statistisch zu mehr Kopfschmerzen geführt, aber eben gerade nicht bei einem Kälteeinbruch, sondern im Gegenteil, wenn die Temperaturen steigen. Ein Anstieg von 5 Grad Celsius innerhalb eines Tages erhöht das Kopfschmerzrisiko um etwa 8 Prozent. Wenn es noch wärmer wird, erhöht sich auch das Risiko entsprechend. Keinen Zusammenhang konnten die Wissenschaftler beim Faktor Luftverschmutzung feststellen. Schadstoffe in der Luft sind zwar generell eine Belastung für den Körper, erhöhen aber offenbar nicht das Kopfschmerz-Risiko. Und das sind, wie gesagt, alles nur rein statistische Zusammenhänge. Die Wirkung des Wetter auf den einzelnen kann sehr unterschiedlich sein. Wegen all dieser Unsicherheiten hat der amtliche Schweizer Wetterdienst seine Biowettervorhersage vor zwei Jahren eingestellt. Zur Begründung hieß es damals unter anderem: Es besteht die Gefahr, dass Menschen, wenn sie lesen, welche Beschwerden auftreten könnten, gerade deshalb diese Beschwerden auch bekommen.</p>
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		<title>Wenn man nachts den Autorückspiegel kippt, dunkelt er die Sicht ab &#8211; wie geht das?</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 14:11:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gabor Paal</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Physik des Alltags]]></category>
		<category><![CDATA[Auto]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein normaler Spiegel besteht ja normalerweise aus einer Glasscheibe, die von hinten mit Aluminium beschichtet ist. Das Aluminium ist das, was hauptsächlich spiegelt. Wenn man aber in einen Spiegel guckt, kann es sein, je nachdem, in welchem Winkel man guckt, dass neben dem Hauptspiegelbild auch noch ein schwaches Neben-Spiegelbild erscheint. Das kommt daher, weil sich ein Teil der Lichtstrahlen eben auch an der Vorderseite der Glasplatte spiegeln und nicht erst hinten am Aluminium. Das ist beim Rückspiegel im Auto genauso. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Trick lässt sich am besten verstehen, wenn wir daran denken, was passiert, wenn wir nachts in einem beleuchteten Zimmer stehen, und durchs Fenster nach draußen schauen wollen. Was sehen wir? Vor allem: Uns selber &#8211; weil Glasscheiben eben nicht hundertprozentig lichtdurchlässig sind, sondern immer auch einen gewissen Teil spiegeln. Und wenn draußen im Dunkeln nichts zu sehen ist, sehen wir vor allem das, was sich spiegelt. Und mit diesem Effekt funktioniert der abgedunkelte Rückspiegel.</p>
<p>Ein normaler Spiegel besteht ja normalerweise aus einer Glasscheibe, die von hinten mit Aluminium beschichtet ist. Das Aluminium ist das, was hauptsächlich spiegelt. Wenn man aber in einen Spiegel guckt, kann es sein, je nachdem, in welchem Winkel man guckt, dass neben dem Hauptspiegelbild auch noch ein schwaches Neben-Spiegelbild erscheint. Das kommt daher, weil sich ein Teil der Lichtstrahlen eben auch an der Vorderseite der Glasplatte spiegeln und nicht erst hinten am Aluminium. Das ist beim Rückspiegel im Auto genauso. Der Trick ist da aber jetzt: Die Glasscheibe ist keilförmig. Das heißt, Vorder- und Rückseite der Glasplatte sind nicht parallel, sondern bilden einen kleinen Winkel von 3-5°. Das ist der Winkel, um den man in der Dunkelheit den Spiegel nach oben klappen muss, um diesen Abdunkelungseffekt zu erzielen.</p>
<p><em>Das heißt, was passiert dabei?</em></p>
<p>Ganz klar: Der eigentliche Spiegel – also die Rückseite des Glases – zeigt dann auf die Autodecke. Die ist aber, wenn es draußen dunkel, ebenfalls dunkel, das heißt, von der Decke sehe ich im Spiegel nichts. Durch das Kippen aber habe ich gleichzeitig die Oberfläche der keilförmigen Glasscheibe in genau die Position gedreht, in der sich in der Normalstellung die Rückseite befindet. Das heißt, die Vorderseite des Glases ist jetzt mein eigentlicher Spiegel – mit dem Unterschied, dass diese Glasoberfläche nur einen Bruchteil der Strahlen spiegelt. Und genau das ist es ja, was ich will – gerade weil die Glasoberfläche nur einen Bruchteil der Strahlen spiegelt, erscheinen die Lichter der Autos hinter mir ja abgedunkelt. Und damit habe ich genau den gewünschten Effekt. Der Trick ist also die keilförmige Glasscheibe im Rückspiegel. Ich nutze also die Tatsache, dass die Glasoberfläche auch ein – wenngleich schwacher – Spiegel ist.</p>
<p><em>Und bei neueren Autos – da muss man ja gar nichts mehr kippen, das geht automatisch</em></p>
<p>Das ist die Hightech-Version, da funktioniert der Effekt elektronisch und auch ein bisschen anders – da hat man keine keilförmige Glasscheibe, sondern zwei dünne Glasscheiben hintereinander. Die erste Scheibe ist einfach eine durchlässige Glasscheibe, die zweite ist der eigentliche Spiegel. Und zwischen diesen beiden Scheiben befindet sich eine spezielle Flüssigkeit, die eine Besonderheit hat: Wenn die Flüssigkeit unter Strom gesetzt wird, wird sie trüb – und damit dunkelt sie den hinteren Spiegel ab. Und dass sie unter Strom gesetzt wird, dafür sorgen spezielle sozusagen intelligente Helligkeitssensoren. Also wenn es dunkel ist, und gleichzeitig kommen helle Scheinwerfer von hinten, dann springen die Sensoren an und leiten Strom in die Flüssigkeit zwischen den Glasscheiben, so dass der Verdunkelungseffekt eintritt. Und in dem Moment ist der Effekt ist dann wieder ähnlich wie bei dem Kippspiegel: Das Licht wird dann nicht mehr im eigentlichen Spiegel reflektiert, sondern nur noch schwach an der Glasoberfläche – während der größte Teil der Lichtstrahlen ins Glas reingeht und letztlich von der trüben Flüssigkeit geschluckt wird.</p>
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		<title>Was verschenkt die Bundeskanzlerin bei Staatsbesuchen? Und was geschieht mit den Geschenken, die sie bekommt?</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 14:02:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gabor Paal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frag den Paal !]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeskanzler]]></category>
		<category><![CDATA[Geschenk]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Regel, so eine Sprecherin des Kanzleramts verschenkt die Bundeskanzlerin tatsächlich Meißner Porzellan. Bei ganz besonderen Anlässen sind die Geschenke persönlicher. Beispiel: George W. Bush hat bei seinem Abschiedsbesuch in Meseberg ein Mountainbike deutschen Fabrikats erhalten. Und letzten Herbst hat Merkel Nicholas Sarkozy einen Teddybär zur Geburt seiner Tochter geschenkt. Wer das aussucht? Da gibt es natürlich keine offizielle Behörde, kein "Bundesgeschenkeamt", sondern man kann wohl davon ausgehen, dass sich darum die Protokollabteilung im Kanzleramt kümmert. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Regel, so eine Sprecherin des Kanzleramts verschenkt die Bundeskanzlerin tatsächlich Meißner Porzellan. Bei ganz besonderen Anlässen sind die Geschenke persönlicher. Beispiel: George W. Bush hat bei seinem Abschiedsbesuch in Meseberg ein Mountainbike deutschen Fabrikats erhalten. Und letzten Herbst hat Merkel Nicholas Sarkozy einen Teddybär zur Geburt seiner Tochter geschenkt.</p>
<p>Wer das aussucht? Da gibt es natürlich keine offizielle Behörde, kein &#8220;Bundesgeschenkeamt&#8221;, sondern man kann wohl davon ausgehen, dass sich darum die Protokollabteilung im Kanzleramt kümmert. Das gleiche beim Bundespräsidenten – und wenn man sich die Geschenke anschaut, stellt man fest, die sind natürlich fast immer landestypisch und auch schon so, dass der Beschenkte sich persönlich angesprochen fühlt.</p>
<p>Nehmen wir den Papst, der hat vom früheren Bundespräsidenten Köhler eine CD mit dem Philharmonischen Quartett Berlin bekommen, im Gegenzug hat der Papst aus Rom ein Mosaikbild mit einer Abbildung vom Colloseum mitgebracht – man sieht also: allzu persönlich wird’s dann doch nicht, denn – und damit sind wir bei der zweiten Frage:</p>
<p>Was machen die Beschenkten mit ihren Geschenken? In der Regel nichts, denn sie gehören letztlich doch nicht ihnen, sondern dem deutschen Volk. Das heißt, wenn die Bundeskanzlerin einen russischen Bildband von Putin oder Medwedew, ein Teegeschirr aus China oder eine Vase aus Indien geschenkt bekommt – dann sind das Geschenke an die Amtsträgerin und nicht an die Person Angela Merkel – und das ist in den meisten Demokratien so. Es sei denn, die Sachen sind eindeutig ganz persönlich und der Wert hält sich wirklich in Grenzen. Also jetzt beispielsweise ein Teddybär zum Geburtstag des Kindes wie im Fall Sarkozy wäre in Deutschland sicher etwas, was der Beschenkte behalten dürfte. Aber ganz ehrlich: Ich denke, die meisten dürften froh sein, wenn sie nicht alles, was ihnen in ihrer<br />
Amtszeit geschenkt wurde, mit nach Hause nehmen müssen.</p>
<p><em>Das heißt, was passiert damit?</em></p>
<p>Entweder bleiben die Geschenke, wenn sie sich dafür eignen, in den Amtsräumen der Kanzlerin. Oder sonstwo im Kanzleramt, es gibt auch eigens dafür vorgesehene Vitrinen. Und dann gibt es noch die sogenannte Asservatenkammer – man könnte es wohl auch Abstellraum nennen &#8211; wo alles das hinkommt, wofür man sonst keine Verwendung hat. Der Punkt ist halt: Behalten darf die Kanzlerin die Sachen nicht, wegwerfen wäre unter Umständen ein diplomatischer Affront. Also was damit machen? Nach Ende der Amtszeit werden manchmal Geschenke gemeinnützig abgegeben. Auch dazu noch eine schöne Anekdote aus alten Zeiten: Bundespräsident Lübke hatte seinerzeit bei seinen Besuchen in Afrika regelmäßig Tiere geschenkt bekommen, Löwen, Geparden, Affen – damit konnte er in der Villa Hammerschmidt natürlich nicht viel anfangen – also kamen die in den Zoo. Ansonsten, wie gesagt, bleiben die Sachen im Besitz der Regierung, und zur Frage: Kann man die sehen? Es gab tatsächlich mal bis vor zwei Jahren eine Ausstellung im Haus der Geschichte in Bonn – die ist längst zu Ende. Aber wer weiß, vielleicht gibt’s das ja wieder mal. Kostet ja nicht viel.</p>
<p>Weitere Informationen zu dieser Ausstellung findet man unter der Adresse:<br />
<a title="Ausstellung über Staatsgeschenke" href="http://www.museumsmagazin.com/2010/01/berlin/staatsgeschenke/" target="_blank">http://www.museumsmagazin.com/2010/01/berlin/staatsgeschenke/</a></p>
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		<title>Warum werden Metallrohre und -Gewinde in Zoll angegeben, hingegen alle Abflussrohre in metrischen Durchmessern?</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 15:20:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gabor Paal</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Technik]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Metallgewinde wurden zuerst in England genormt, und zwar 1841 von Sir Joseph Whitworth. Und das hat sich zumindest bei Wasser- und Gasleitungen gehalten. Die Engländer haben damals den Standard gesetzt, und sie haben auch die ersten Gasleitungen in Deutschland gebaut. Allerdings ist dieser „Zoll“ heute nur noch eine Bezeichnung, denn das Kuriose ist: Rechnet man die Zollangaben in Zentimeter um und misst dann die Gewinde nach, stellt man fest, dass das gar nicht übereinstimmt. Ein sogenanntes „1“-Rohrgewinde“ ist nämlich nicht etwa einen Zoll breit, sondern etwas breiter. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Metallgewinde wurden zuerst in England genormt, 1841 von Sir Joseph Whitworth. Und das hat sich zumindest bei Wasser- und Gasleitungen gehalten. Die Engländer haben damals den Standard gesetzt, und sie haben auch die ersten Gasleitungen in Deutschland gebaut. Das Kuriose ist allerdings: Rechnet man die Zollangaben in Zentimeter um und misst dann die Gewinde nach, stellt man fest, dass das gar nicht übereinstimmt. Ein sogenanntes „1“-Rohrgewinde“ ist nämlich nicht etwa ein Zoll breit, sondern etwas breiter.</p>
<p><em>Wieso das?</em></p>
<p>Ein Rohr hat einen Außendurchmesser und einen Innendurchmesser. Und ursprünglich bezeichnete die Zollangabe den Innendurchmesser. Ein 1-Zoll-Rohr hatte also einen Innendurchmesser von einem Zoll, also 2,54 Zentimeter. Damals war der Stahl aber noch nicht so gut und stabil wie heute. Deshalb war die Rohrwandung relativ massiv, nämlich etwa 7 ½ mm. So ergab sich bei einem Zoll Innendurchmesser ein Außendurchmesser von 3,3 Zentimeter. Nun weiß aber jeder Heimwerker, dass die eigentlich entscheidende Größe beim Verlegen von Rohren der Außendurchmesser ist. Der Außendurchmesser bestimmt, welches Werkzeug ich brauche und wie viel Platz das Rohr in der Wand oder im Boden beansprucht. Seit dem 19. Jahrhundert hast sich nun die Stahlqualität verbessert. Dadurch ist es möglich, die Rohrwandungen dünner zu machen. Sie sind zum Teil nur noch halb so dick wie im 19. Jahrhundert. Nun wollte man aber die alten eingeführten Standardmaße behalten. Das heißt, man wollte sich weiter darauf verlassen, dass ein 1-Zoll-Rohr einen Außendurchmesser von 3,3 Zentimetern hat. Also wurden die Rohre von innen weiter. Und so ist ein sogenanntes 1-Zoll-Rohr heute nicht mehr ein Zoll breit, also 2,54 Zentimeter, sondern hat einen Innendurchmesser zum Teil von mehr als 3 Zentimetern.</p>
<p><em>Trotzdem ist es doch seltsam, dass diese Angaben noch erlaubt sind? Bei uns müssen doch sonst alle Maße in metrischen Angaben gemacht werden?</em></p>
<p>Werden sie auch: Die alte Zoll-Bezeichnung ist nur noch ein Name. Das heißt, ein sogenanntes &#8220;3/8-Zoll&#8221;-Gewinde trägt die Bezeichnung R3/8, aber definiert – in der Deutschen Industrienorm – ist die sogenannte Nennweite in Millimetern, nicht in Zoll. Generell werden diese Zoll-Angaben auch nur noch bei Rohren bis zu etwa 4 cm verwendet. Bei größeren Rohren haben sich auch im Handel die metrischen Bezeichnungen durchgesetzt. Deshalb werden auch die Abflussrohre – die sind ja weiter als die Zuleitungen – in Millimetern angegeben.</p>
<p><em>Abgesehen von Rohren findet man Zollangaben ja auch in der Computerwelt – Bildschirmdiagonalen werden in Zoll angegeben, und wir erinnern uns noch an die 3 ½-Zoll-Disketten &#8230;</em></p>
<p>Das kommt weniger aus England als aus den USA. Die haben hier die Standards gesetzt, die heute weltweit gelten. Nur dass die Zollwerte tatsächlich noch stimmen. Also ein 15 Zoll-Bildschirm hat tatsächlich eine Diagonale von 15 Zoll. Und es ging auch in den Gerichten hin und her, ob diese Angaben in Deutschland zulässig sein dürfen oder ob die Hersteller nicht doch alles nur in Zentimetern angeben müssen. Aber zuletzt haben die Gerichte gesagt: Die Verbraucher haben sich so an diese Zoll-Angaben gewöhnt, dass die im Zusammenhang mit Bildschirmen weiterhin geduldet werden können.</p>
<p>(Dank an Daniel Wosniotzka vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches)</p>
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		<title>Wie misst man im Meer den Seegang, das heißt die Höhe von Wellen?</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 15:01:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gabor Paal</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Früher – bis vor 50 Jahren – haben die Seeleute das einfach mit Augenmaß gemacht. Sie haben auf die Wellen geschaut und aufgrund ihrer Erfahrung den Seegang geschätzt. Heute gibt es dafür spezielle Bojen. Diese Bojen sind an einer Leine mit einem starken Gewicht am Meeresboden verankert. In den Bojen wiederum befinden sich Beschleunigungssensoren. Die messen ständig, ob und wie weit die Bojen sich im Wellengang nach oben und unten bewegen, und das Gleiche horizontal. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Früher – bis vor 50 Jahren – haben die Seeleute das einfach mit Augenmaß gemacht. Sie haben auf die Wellen geschaut und aufgrund ihrer Erfahrung den Seegang geschätzt. Heute gibt es verschiedene Methoden. Am wichtigsten sind Messungen mithilfe von Bojen, die an einer Art elastischen Leine am Meeresboden verankert sind. In den Bojen wiederum befinden sich Beschleunigungssensoren. Die messen ständig, ob und wie weit die Bojen sich im Wellengang nach oben und unten bewegen, und das Gleiche horizontal. Anhand dieser Bewegungen kann man den Seegang messen, das heißt nicht nur wie hoch die Wellen sind, sondern auch in welche Richtung sich die Wasseroberfläche bewegt. Normalerweise werden diese Daten über einen Zeitraum von 20 Minuten erfasst. In diesen 20 Minuten kommen mal höhere und mal niedrigere Wellen, aber nur die höheren sind von Interesse. Das heißt konkret: Von allen Bewegungen – auf und ab – wird das oberste Drittel genommen, und aus diesem Drittel wird der Mittelwert gebildet. So ist die Wellenhöhe definiert, wie sie dann auch im Seewetterbericht angegeben wird.</p>
<p><em>Wird das denn ständig gemacht?</em></p>
<p>Ja, und zwar nicht nur für die Schifffahrt, sondern zum Beispiel auch für die Betreiber von Ölplattformen oder Windparks. Für die sind diese Hinweise wichtig – gar nicht so sehr für die Windräder – die drehen sich ja hoch überm Meer. Aber für die ganze Logistik und Wartung, für die Leute, die zwischen den Offshore-Windkraftanlagen unterwegs sind und dort anlegen wollen, kann hoher Seegang zu einem Hindernis werden.</p>
<p><em>Aber das mit den Bojen funktioniert ja vermutlich nur in Küstennähe?</em></p>
<p>Je nachdem, wie man Küste definiert. Wenn wir über deutsche Meeresgebiete reden, sprechen wir über Ost- und Nordsee. Da ist der Meeresgrund bis auf ganz wenige Stellen nicht tiefer als 200 Meter. Das heißt konkret, dass es 6 Messpositionen in der Nordsee gibt und weitere 3 in der Ostsee.<br />
Was es auch schon in Ansätzen gibt, sind Radar- oder Lasermessgeräte an Land. Dabei schickt man zum Beispiel von einem Gebäude an Land aus Radarstrahlen in bestimmten Winkeln aufs Meer. Diese werden von der Wasseroberfläche reflektiert. Anhand der Zeit, die der Radarstrahl braucht, um wieder zur Radarstation zurückzukommen, können die Computer dann ausrechnen, wie weit weg die Welle war und entsprechend, wie hoch sie gewesen ist.</p>
<p><em>Und draußen auf offener See – also z.B. im Atlantik, wie macht man es da?</em></p>
<p>Da wird der Wellengang doch noch überwiegend vom Schiff aus per &#8220;Augenmaß&#8221; geschätzt, ansonsten kommen da auch Satellitenaufnahmen zum Einsatz.  Die liefern allerdings nur ein sehr grobes Bild. Immerhin: Gerade diese Satellitenbeobachtungen haben vor ein paar Jahren erst zutage gebracht, dass es auf dem offenen Meer fast jeden Tag riesige sogenannte Monsterwellen gibt – nicht zu verwechseln mit Tsunamis, die bei Erdbeben entstehen. Diese Monsterwellen entstehen durch Überlagerung von normalen Wellen, die zusammenschwappen und sich dann zu bis zu 40 Meter hohen Wellen auftürmen. Davon hatten früher auch immer wieder Kapitäne berichtet, aber erst vor wenigen Jahren konnte mit Satelliten bewiesen werden, dass fast jeden Tag irgendwo in den Ozeanen solche Monsterwellen entstehen.</p>
<p>(Danke an: Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie kann man Pubertierende, deren Gehirn sich in einer Phase der Umstrukturierung befindet, sinnvoll unterrichten?</title>
		<link>http://www.swr.de/blog/1000antworten/antwort/12524/wie-kann-man-pubertierende-sinnvoll-unterrichten/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 14:20:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karina Weichold</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
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		<description><![CDATA[Für den Unterricht an der Schule ist die Pubertät ein relevantes Thema. Durch die große Variabilität im Entwicklungsstand – kindliche Jugendliche neben jungen Menschen, die bereits sehr erwachsen scheinen – können sowohl Über- als auch Unterforderungssituationen auftreten. So können Lehrer einem älter Aussehenden mehr zutrauen, mehr fragen, ihn anders fordern als jemanden, der noch sehr kindlich wirkt. Wohl aber muss die kognitive Entwicklung – also die Hirnentwicklung, das Denken – in beiden noch nicht sehr fortgeschritten sein. Das sind nicht notwendigerweise synchron ablaufende Prozesse.
Für Lehrer ist das eine sehr große Herausforderung. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für den Unterricht an der Schule ist die Pubertät ein relevantes Thema. Durch die große Variabilität im Entwicklungsstand – kindliche Jugendliche neben jungen Menschen, die bereits sehr erwachsen scheinen – können sowohl Über- als auch Unterforderungssituationen auftreten. So können Lehrer einem älter Aussehenden mehr zutrauen, mehr fragen, ihn anders fordern als jemanden, der noch sehr kindlich wirkt. Wohl aber muss die kognitive Entwicklung – also die Hirnentwicklung, das Denken – in beiden noch nicht sehr fortgeschritten sein. Das sind nicht notwendigerweise synchron ablaufende Prozesse.<br />
Für Lehrer ist das eine sehr große Herausforderung. Wir haben eine Studie gemacht und Jugendlichen Worte gezeigt, die entweder pubertätsrelevante Inhalte hatten wie „Petting“, „küssen“ usw. oder die neutral waren, positiv oder negativ. Dann haben wir geschaut, wie sie unter der Darbietung dieser Inhalte ganz einfache semantische Entscheidungen treffen – also Entscheidungen, ob das Wort groß- oder kleingeschrieben ist. So konnten wir zeigen, dass bei den pubertätsrelevanten Inhalten gerade diejenigen, die entweder sehr frühreif oder sehr spät mit ihrer körperlichen Reife waren, länger gebraucht haben, um die Entscheidung zu treffen, ob was Wort groß- oder kleingeschrieben ist. Das heißt, pubertätsrelevante Inhalte überlagern sehr stark schulische Prozesse, denken, Entscheidungen treffen, und das ist eine große Herausforderung für Lehrer und unser Schulsystem insgesamt.</p>
<p>Inwiefern könnte man den Unterricht verändern, um diese Prozesse zu berücksichtigen?</p>
<p>Aufgrund der Unterschiede im Entwicklungstempo ist das eben sehr schwierig. Ich empfinde es beispielsweise als ein Minimum, dass man in der Lehrerausbildung die Pubertät stärker thematisiert und auf diese Variation und den Einfluss auf die kognitive Entwicklung sowie die Hirnentwicklung stärker fokussiert und Lehrer dafür sensibilisiert. Das ist eine Grundvoraussetzung, die meiner Meinung nach aber häufig nicht geleistet wird.<br />
Auf der anderen Seite müssen Lehrer auch versuchen auszublenden, ob sie einen bereits sehr großen, erwachsen aussehenden Jungendlichen vor sich haben oder jemanden, der noch kleiner ist. Denn die Größe und der körperliche Entwicklungsstand implizieren nicht, dass man tatsächlich jemanden vor sich hat, der schon erwachsen denkt oder eben noch sehr kindlich denkt.</p>
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		<title>Was passiert während der Pubertät im Gehirn?</title>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 15:54:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karina Weichold</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Pubertät]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Gehirn finden eine Reihe von Umstrukturierungen statt, die einerseits die Funktionsweise betreffen und andererseits die Struktur. Zur Struktur: Es werden sehr viele Verbindungen zwischen einzelnen Nervenzellen im Gehirn eliminiert; diese Verbindungen sterben also in sehr großer Zahl ab. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="highlight"><h3 class="hideme"><dfn>Medien</dfn></h3>
<ul class="media"><li class="audio"><a href="http://mp3-download.swr.de/swr2/impuls/1000-antworten/1000antworten_20120502_was-passiert-waehrend-der-pubertaet-im-gehirn.6444m.mp3"><dfn class="hideme">Audio:</dfn> Was passiert während der Pubertät im Gehirn?</a></li>
</ul></div>
<p>Im Gehirn finden eine Reihe von Umstrukturierungen statt, die einerseits die Funktionsweise betreffen und andererseits die Struktur.<br />
Zur Struktur: Es werden sehr viele Verbindungen zwischen einzelnen Nervenzellen im Gehirn eliminiert; diese Verbindungen sterben also in sehr großer Zahl ab. Andererseits ummanteln sich die Nervenzellen, die bestehen bleiben, mit Mark. Der Reiz kann also schneller von einer zur anderen Nervenzelle springen. Das ist eine ganz wichtige Vorbedingung, damit Denkprozesse effizienter ablaufen.<br />
Zur Funktionsweise: Wir haben Hirnbereiche wie den frontalen Kortex, der befindet sich vorn, hinter der Stirn. Dort sind Hirnareale, die sich sehr auf das Planen von Aktionen und das Treffen von verantwortungsvollen Entscheidungen beziehen. Diese Veränderungen werden sehr spät im Jugendalter abgeschlossen – wir reden hier vom 18. bis 20. Lebensjahr. Diese Hirnareale werden in einer andersartigen Art und Weise mit Botenstoffen versorgt. Es ist da erst einmal eine Art Unterstimulation auch im Bereich des limbischen Systems zu verzeichnen. Das limbische System ist ein Hirnanteil, bei dem es um die Verarbeitung von Gefühlen geht, und man erklärt bestimmte jugendtypische Verhaltensweisen mit diesen Veränderungen im Gehirn. Man sagt beispielsweise, dass diese Unterstimulation im limbischen System auch ein Grund ist, warum Jugendliche den Nervenkitzel suchen, das Risiko – um eben den Kick zu fühlen, um sich toll zu fühlen, um etwas Großartiges zu erleben. Ein Beispiel ist das U-Bahn-Surfen; aber auch der Konsum von Alkohol und Drogen wird damit assoziiert.</p>
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		<title>Gibt es neben dem Urvertrauen zwischen Kind und Eltern ein noch tieferes Vertrauen?</title>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 15:53:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karina Weichold</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pubertät]]></category>
		<category><![CDATA[Bindung]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Grundstein für eine positive emotionale Bindung zwischen pubertierenden Jugendlichen und ihren Eltern liegt im Lebenslauf natürlich deutlich vor der Pubertät. Wir reden hier von frühkindlicher Bindung, die sehr positiv ausgeprägt und sehr sicher sein sollte. Das hat einen positiven Einfluss auf den weiteren Verlauf der Beziehung zwischen Eltern und Kindern und später zwischen Eltern und Jugendlichen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="highlight"><h3 class="hideme"><dfn>Medien</dfn></h3>
<ul class="media"><li class="audio"><a href="http://mp3-download.swr.de/swr2/impuls/1000-antworten/1000antworten_10120502_gibt-es-neben-dem-urvertrauen-zwischen-kind-und-eltern-ein-noch-tieferes-vertrauen.6444m.mp3"><dfn class="hideme">Audio:</dfn> Gibt es neben dem Urvertrauen zwischen Kind und Eltern ein noch tieferes Vertrauen?</a></li>
</ul></div>
<p>Der Grundstein für eine positive emotionale Bindung zwischen pubertierenden Jugendlichen und ihren Eltern liegt im Lebenslauf natürlich deutlich vor der Pubertät. Wir reden hier von frühkindlicher Bindung, die sehr positiv ausgeprägt und sehr sicher sein sollte. Das hat einen positiven Einfluss auf den weiteren Verlauf der Beziehung zwischen Eltern und Kindern und später zwischen Eltern und Jugendlichen.<br />
Wenn der autoritative Erziehungsstil – charakterisiert durch klare Regeln und Normen einerseits und einer positiven emotionalen Bindung andererseits – über lange Jahre das Klima zu Hause bestimmt hat, besteht eine gute Wahrscheinlichkeit, dass positive Beziehungen aufrechterhalten werden.<br />
Natürlich kommt es im Jugendalter zwangsläufig zur Individualisierung, zur Individuation bzw. zum Gewinn von Autonomie. Die Jugendlichen werden natürlich immer mehr ihre eigenen Entscheidungen treffen, werden sich Freiräume erkämpfen. Es kommt auch häufiger zum Streit. Aber das ist ein ganz normaler normativer Entwicklungsprozess. Im optimalen Fall bleibt davon die positive emotionale Bindung zwischen Jugendlichen und Eltern unberührt.</p>
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		<title>Meine Tochter entwickelt, beeinflusst durch ihre Freunde, falsche Schönheitsideale. Was kann ich tun?</title>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 13:32:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karina Weichold</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Pubertät]]></category>
		<category><![CDATA[Casting-Show]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Model]]></category>
		<category><![CDATA[Schönheit]]></category>
		<category><![CDATA[Schönheitsideal]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Forschung zeigt sehr gut, welchen Einfluss das Schönheitsideal hat. Wenn man z. B. in der Pubertät Mädchen afrikanischer Abstammung, europäische und japanische Mädchen vergleicht, stellt man fest, dass die die körperlichen Veränderungen jeweils ganz anders wahrnehmen. Hier in Europa ist es so, dass gerade die Fettpölsterchen sehr viel Unmut und Unzufriedenheit hervorrufen. In Asien ist das bei einer hohen Körpergröße der Fall [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Forschung zeigt sehr gut, welchen Einfluss das Schönheitsideal hat. Wenn man z. B. in der Pubertät Mädchen afrikanischer Abstammung, europäische und japanische Mädchen vergleicht, stellt man fest, dass die die körperlichen Veränderungen jeweils ganz anders wahrnehmen.<br />
Hier in Europa ist es so, dass gerade die Fettpölsterchen sehr viel Unmut und Unzufriedenheit hervorrufen. In Asien ist das bei einer hohen Körpergröße der Fall – die Menschen wollen also eher klein bleiben. Und afroamerikanische Mädchen z. B. stehen den körperlichen Veränderungen ganz positiv gegenüber, weil das Schönheitsideal dort kein besonderes Schlanksein fordert.<br />
Wenn man nun ein jugendliches Kind hat, das sich sehr stark in eine Richtung orientiert, die vielleicht ungesund sein könnte, muss man das Gespräch suchen, die verschiedenen Vor- und Nachteile beleuchten und auch die Medien stärker unter die Lupe nehmen. So könnte man erklären, dass die allermeisten Bilder nachträglich geschönt sind, dass oft die Models in Wirklichkeit gar nicht so schlank und makellos sind, wie sie auf dem Cover einer Zeitschrift oder im Fernsehen erscheinen.<br />
Darüber hinaus kann man, falls es wirklich massive Probleme gibt, zu verschiedenen Beratungsstellen gehen. Dort bekommt man in jeder Konfliktsituation professionelle Hilfe.</p>
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		<title>Wie viel Taschengeld sollte ein 17-Jähriger bekommen?</title>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 13:08:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karina Weichold</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Pubertät]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Peer-Group]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist schwer, darauf eine konkrete Antwort zu geben. Zuerst muss man schauen, wofür der Jugendliche das Geld benötigt. Da hilft es, gemeinsam eine Aufstellung zu machen, wie er oder sie das Geld ausgeben möchte. Wichtig ist, dies gemeinsam zu tun und gemeinsam auszuhandeln. Dabei gilt es natürlich zu berücksichtigen, welchen finanziellen Rahmen man individuell zur Verfügung hat. Vielleicht sind die Vorstellungen des Jugendlichen etwas hoch angesetzt. Einen konkreten Betrag, der perfekt wäre, kann ich nicht nennen. [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schwer, darauf eine konkrete Antwort zu geben. Zuerst muss man schauen, wofür der Jugendliche das Geld benötigt. Da hilft es, gemeinsam eine Aufstellung zu machen, wie er oder sie das Geld ausgeben möchte. Wichtig ist, dies gemeinsam zu tun und gemeinsam auszuhandeln. Dabei gilt es natürlich zu berücksichtigen, welchen finanziellen Rahmen man individuell zur Verfügung hat. Vielleicht sind die Vorstellungen des Jugendlichen etwas hoch angesetzt. Einen konkreten Betrag, der perfekt wäre, kann ich nicht nennen.</p>
<p><em>Nehmen wir an, die Aufstellung sieht wie folgt aus: 50 Prozent werden für Alkoholika ausgegeben, 10 für Kinobesuche, CDs usw. Wäre das okay? Oder was denken Sie, wie eine solche Aufstellung sinnvollerweise aussehen sollte?</em></p>
<p>Es sollte sicher einen Anteil geben, der für Vergnügungen reserviert ist. Gut wäre allerdings, wenn z. B. auch Bücher mit auf dem Zettel stehen oder andere Ausgaben, die in Zusammenhang stehen mit einer sinnvollen Freizeitgestaltung oder der Berufsvorbereitung. Das könnte beispielsweise die Gebühr für einen bestimmten Sportkurs sein oder einen Kurs, um eine bestimmte Fähigkeit zu erlernen, z. B. eine Sprache.</p>
<p><em>Welchen Einfluss sollten denn die Freunde haben? Sind die und deren Vorstellungen und Ansprüche wichtiger als die der Eltern?</em></p>
<p>Jugendliche sind auf jeden Fall untereinander sehr bedeutsam, gerade während der Pubertät. In dieser Zeit, in der diese vielen Unsicherheiten im Zuge der körperlichen Veränderungen auf sie einprasseln, ist es wichtig, sich im Spiegel der Gleichaltrigen zu sehen und zu reflektieren. Zu sehen: Welche Reaktionen erzeuge ich? Werde ich gehänselt? Habe ich einen hohen Status unter meinen Peers? Was brauche ich, um einen hohen Status zu erlangen? Das sind sehr wichtige Prozesse, die man nicht unterschätzen sollte. Eltern tendieren ja eher dazu, die Peers als Konkurrenten zu sehen, gerade im Bezug auf Einfluss, um „in“ zu sein, um zur Clique zu gehören. Da sind natürlich die Peers sehr einflussreich. Aber für die Eltern kann Entwarnung gegeben werden: Wenn eine gute Beziehung da ist zwischen Eltern und Jugendlichen, dann bleiben Eltern nach wie vor einflussreich – gerade bei wichtigen Themen wie Ausbildung, Berufswahl usw.</p>
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