Ortwin Renn

Prof. Dr. Ortwin Renn leitet das Zentrum für Interdisziplinäre Risikoforschung und nachhaltige Technikentwicklung an der Universität Stuttgart. Er ist außerdem Vorsitzender des Nachhaltigkeitsbeirats von Baden-Württemberg. Für seine Forschungen wurde der Soziologe mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem \“Distinguished Achievement Award\“ der Internationalen Gesellschaft für Risikoanalyse.

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Antworten von Ortwin Renn

Was unterscheidet den Risiko- vom Zukunftsforscher? (14.05.2010)

Wieweit betrachtet und bewertet ein Risikoforscher tatsächlich das Thema der Zukunftsforschung? Zunächst einmal: Risiken sind ja Dinge, die noch nicht stattgefunden haben. Beispielsweise das Risiko eines Schadens, eines Ereignisses, das noch nicht eingetreten ist. Von daher verbindet uns beide, dass wir ein Stück weit in die Zukunft hineinsehen. [...] Antwort zu "Was unterscheidet den Risiko- vom Zukunftsforscher?" lesen »

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Wie gut lassen sich Risikofaktoren in unserer komplexen Welt überhaupt einschätzen? (14.05.2010)

Wir können gewisse Trends feststellen und sehen, wie die sich Jahr für Jahr verändern. Ein Trend wäre zum Beispiel die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle; die gegen glücklicherweise zurück. Wir sehen die Rate des Rückgangs, müssen nicht genau wissen, warum sie zurückgehen. Aber wir können relativ genau prognostizieren, wie viele Verkehrstote es im nächsten Jahr geben wird. [...] Antwort zu "Wie gut lassen sich Risikofaktoren in unserer komplexen Welt überhaupt einschätzen?" lesen »

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Sind Männer risikofreudiger als Frauen? (14.05.2010)

Ja, das ist richtig. Allerdings gibt es Untersuchungen, die zwar zeigen, dass Männer in der Regel risikofreudiger sind. Wenn man aber die 10 Prozent risikofreudigsten Männer ausklammert, gibt es keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Das heißt, der überwiegende Teil der Männer und Frauen ähneln sich in ihrer Risikoeinschätzung. Aber rund 10 Prozent der Männer sind eben besonders risikofreudig. [...] Antwort zu "Sind Männer risikofreudiger als Frauen?" lesen »

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Wie groß sind die Risiken der Genforschung für die Landwirtschaft? (14.05.2010)

Gentechnisch veränderte Pflanzen sind ja Pflanzen, bei denen man in der Regel die gentechnischen Informationen verändert. Das kann man einerseits dadurch tun, dass man sie direkt verändert. Das ist aber selten der Fall. Vielmehr werden Gene von anderen Pflanzen oder auch Bakterien in die Pflanze miteingebracht. [...] Antwort zu "Wie groß sind die Risiken der Genforschung für die Landwirtschaft?" lesen »

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Ist Technikfolgenabschätzung das Gleiche wie Zukunftsforschung? (14.05.2010)

Das würde ich nicht sagen. Bei der Technikfolgenabschätzung - das Wort sagt es ja schon - liegt der Schwerpunkt auf Technologien, also auf Techniken, die neu eingerichtet werden. Die Frage ist, welche Folgen mit diesen Technologien verbunden sind. Wenn es unsichere Folgen sind, sind wir bereits bei der Risikoforschung. Es könnten aber auch sichere Folgen sein, dann bleiben wir bei der Technikfolgenabschätzung. [...] Antwort zu "Ist Technikfolgenabschätzung das Gleiche wie Zukunftsforschung?" lesen »

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Seit wann gibt es Risikoforschung? (12.05.2010)

Natürlich gibt es Risikoforschung in einzelnen Teilbereichen schon sehr lange. Bereits die Seefahrer des 16. Jahrhunderts haben eine Art Risikoabschätzung vorgenommen. Beispielsweise haben die Finanziers dieser Schiffe sich überlegt: Von sechs Schiffen kommen zwei zurück. Dann müssen die so viel Gold etc. mitbringen, dass sie die anderen vier Schiffe ersetzen können. [...] Antwort zu "Seit wann gibt es Risikoforschung?" lesen »

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Sind die Deutschen weniger risikofreudig? (12.05.2010)

Wir sind sicher besonders risikobewusst. Das liegt vor allem daran, dass wir viele existenzielle Risiken nicht mehr haben und deshalb weniger existenzielle Risiken als Kümmernisse pflegen können. Wir sehen aber, dass bestimmte Risiken in bestimmten Kulturen eine unterschiedliche Wertigkeit haben. [...] Antwort zu "Sind die Deutschen weniger risikofreudig?" lesen »

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Denken ältere Menschen mehr über Risiken nach als Kinder? (12.05.2010)

Ältere Menschen sind tatsächlich risikobewusster, während Kinder etwas risikofreudiger sind. Das liegt vor allem daran, dass ältere Menschen verwundbarer sind, vor allem was Unfälle betrifft. Das kennt jeder: Ein Kind fällt hin, steht auf, weint ein bisschen, geht aber weiter. Die alte Frau oder der alte Mann, der hinfällt, hat gleich einen Beckenbruch. [...] Antwort zu "Denken ältere Menschen mehr über Risiken nach als Kinder?" lesen »

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Übertreiben die Medien in der Darstellung von Risiken? (12.05.2010)

Ich möchte mich der Medienschelte nicht anschließen. Im Schließlich lesen wir ja gerne, was die Medien uns vorsetzen. Wenn die Medien Sensationen und Übertreibungen bringen, ist das genau das, was viele Leute am liebsten lesen. Sie können sich darüber aufregen und hoffen, dass es sie selbst nicht trifft. [...] Antwort zu "Übertreiben die Medien in der Darstellung von Risiken?" lesen »

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Was macht ein Risikoforscher? (12.05.2010)

Ein Risikoforscher macht zwei Dinge: Er bewertet zum einen, wie hoch die Risiken denn wirklich sind: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmter Schaden eintreten wird? Und er vergleicht das mit anderen Aktivitäten, Technologien und Ereignissen, die gleichzeitig oder parallel eintreten können. [...] Antwort zu "Was macht ein Risikoforscher?" lesen »

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