Luise Murmann-Kristen

Luise Murmann-Kristen ist Referatsleiterin Naturschutz und Landschaftspflege beim Regierungspräsidium Karlsruhe.

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Antworten von Luise Murmann-Kristen

Was sind die Ursachen des Bienensterbens? (06.08.2014)

Für Bienen ist der Befall mit der Varroamilbe ein großes Problem. Aber auch darüber hinaus haben sie nicht so gute Bedingungen, weil wir in der Landschaft immer weniger Säume haben, unangepasste Mahdzeitpunkte, Wiesen werden häufiger als früher gemäht, es gibt weniger Pflanzen, die zur Blüte kommen, wir haben Pestizideinsatz – das sind alles Faktoren, die den Bienen nicht guttun. Das gilt sowohl für die Honigbienen als auch für die Wildbienenarten. [...] Antwort zu "Was sind die Ursachen des Bienensterbens?" lesen »

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Ist das Thema Waldsterben heute noch aktuell oder ist der Wald wieder gesund? (06.08.2014)

Es wäre übertrieben zu sagen, dass der Wald vollkommen gesund ist. Aber die Schadstoffe, die in den 1980er-Jahren einerseits die Blätter der Bäume und andererseits den Waldboden geschädigt haben, treten heute nicht mehr in dem Maße auf wie damals. Insofern haben wir jetzt auch weniger Waldschäden. Nach wie vor wird aber der Wald jährlich von Forstseite untersucht und es wird überprüft, wie der Gesundheitszustand ist. [...] Antwort zu "Ist das Thema Waldsterben heute noch aktuell oder ist der Wald wieder gesund?" lesen »

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Wie sinnvoll ist es, Weideflächen freizuhalten? (06.08.2014)

Sie sprechen die Diskussion an um die Erhaltung der Kulturlandschaft und Offenlandschaft einerseits und die Überlassung von Flächen der Sukzession andererseits, also dass der Wald wieder entstehen kann und wir mehr Naturflächen haben. Ich würde es so sehen: Es gibt in den Wiesentälern im Schwarzwald Gemeinden, die diese Gebiete nicht nur wegen des Tourismus‘ offen und [...] Antwort zu "Wie sinnvoll ist es, Weideflächen freizuhalten?" lesen »

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Können Pflanzleitpläne zur Artenvielfalt beitragen? (06.08.2014)

Wir sind als Naturschutzverwaltung sehr damit beschäftigt, die Schutzgebiete ordentlich zu managen – zusammen mit den Natura-2000-Gebieten haben wir ungefähr 17 Prozent der Landesfläche, die unter Schutz fallen. Daher können wir uns nicht noch um die städtischen Pflanzvorgaben kümmern. Sie haben aber die Möglichkeit, dies ehrenamtlich voranzubringen. Wir sind sehr froh darüber, dass es so viele [...] Antwort zu "Können Pflanzleitpläne zur Artenvielfalt beitragen?" lesen »

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Gibt es Vorgaben zur Vermeidung von Bodenversiegelung? (06.08.2014)

Die Versiegelung nimmt noch immer zu, obwohl uns das nicht gefällt. Als Naturschutzverwaltung – Untere oder Höhere Naturschutzbehörde – haben wir die Möglichkeit, bei Eingriffen Vorgaben zu machen. Wenn jemand einen Bau durchführt, können wir z.B. in eine Nebenbestimmung aufnehmen, dass dafür an anderer Stelle entsiegelt wird. Oder es wird geprüft, ob z.B. Rasengittersteine eine [...] Antwort zu "Gibt es Vorgaben zur Vermeidung von Bodenversiegelung?" lesen »

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Wie ist es um die Wasserqualität und den Fischbestand im Rhein bestellt? (06.08.2014)

Die Wasserqualität im Rhein hat sich in den letzten Jahren verbessert. Die Fischbestände sind vorhanden. Der Lachs hatte vor allem darunter gelitten, dass die Durchgängigkeit nicht gegeben war und er nicht wandern konnte, weil er die hohen Wehre nicht hochspringen konnte. Da hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan. Die Kollegen vom Wasserbau [...] Antwort zu "Wie ist es um die Wasserqualität und den Fischbestand im Rhein bestellt?" lesen »

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Wie sinnvoll ist „urban gardening“? Sollte man es fördern? (06.08.2014)

In der Stadt pflanzen die Gartenbauämter immer mehr Nutzbäume wie Nuss- oder Kirschbäume und das Obst darf von Menschen genutzt werden. Außerhalb der Stadt werden auch Bäume verpachtet oder man kann die Ernte erwerben. Das ist aber in den Städten nur auf relativ kleiner Fläche möglich. Für den Naturschutz wichtiger sind die Streuobstwiesen außerhalb der Städte. [...] Antwort zu "Wie sinnvoll ist „urban gardening“? Sollte man es fördern?" lesen »

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Nach dem Orkan „Lothar“ hat man den Wald teilweise sich selbst überlassen. Hat sich das gelohnt? (06.08.2014)

Dazu gibt es unterschiedliche Meinungen. Wenn das Totholz stehen gelassen wird, gibt das natürlich Nischen für viele Tierarten – holzbewohnende Käfer, höhlenbrütende Vögel, etc. Damit ist dieses Vorgehen ökologisch wertvoll, auch wenn man diese Gebiete vielleicht nicht mehr als schönen, grünen Wald empfindet. Tatsächlich sind auf den Flächen, die man sich selbst überlassen hat, neue [...] Antwort zu "Nach dem Orkan „Lothar“ hat man den Wald teilweise sich selbst überlassen. Hat sich das gelohnt?" lesen »

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Wie sieht der ideale Wald der Zukunft aus? (06.08.2014)

Er wäre deutlich laufholzreicher als der heutige Wald – ich argumentiere von der ökologischen Seite her, nicht von der ökonomischen. Er hätte viel größere Altholz- und Totholzanteile. Er wäre ungleich alt, würde kleine, offene Flächen bieten, auf denen verschiedene Tier- und Pflanzenarten leben können und er wäre insgesamt viel reicher strukturiert als gegenwärtig. Antwort zu "Wie sieht der ideale Wald der Zukunft aus?" lesen »

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