Martin Korte

Prof. Dr. Martin Korte erforscht an der Technischen Universität Braunschweig die zellulären Grundlagen der Gedächtnisbildung. Am Zoologischen Institut untersucht er an Tiermodellen, was in und an den Gehirnzellen genau vor sich geht, wenn Tiere und Menschen etwas lernen oder auch vergessen. Mit öffentlichen Vorträgen und als Sachbuchautor versucht der Neurobiologe, Erkenntnisse der Hirnforschung auch einem breiten Kreis an Interessierten – speziell auch an Schulen und Bildungseinrichtungen – zugänglich zu machen.

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Antworten von Martin Korte

Was passiert bei einem Blackout im Gehirn – und was kann man dagegen tun? (21.04.2010)

Einen Blackout hat man häufig in Situationen, die man als stressbehaftet erlebt. Was dabei passiert ist, dass enorme Mengen von Glukokortikoiden, dazu gehört zum Beispiel das Kortisol, ausgeschüttet werden, die dafür sorgen, dass dem Gehirn und der Muskulatur viel Energie zur Verfügung gestellt wird [...] Antwort zu "Was passiert bei einem Blackout im Gehirn – und was kann man dagegen tun?" lesen »

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Kann das Gedächtnis nach einem Schlaganfall wieder normal funktionieren? (21.04.2010)

Die Regenerierbarkeit des Gehirns nach einem Schlaganfall ist enorm, viel größer als man noch vor 10 oder 20 Jahren gedacht hat. Menschen, die durch eine Schlaganfall die Sprache verloren haben oder die Beweglichkeit einer Hand oder eines Beines, können diese zu einem nicht unerheblichen Teil wiedererlangen [...] Antwort zu "Kann das Gedächtnis nach einem Schlaganfall wieder normal funktionieren?" lesen »

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Was passiert, wenn man sein Gedächtnis verliert? (21.04.2010)

Das "Gedächtnis" verliert man nicht, denn es gibt ganz verschiedene Gedächtnissysteme. Wir haben mindestens vier Gedächtnissysteme, nämlich das autobiografische Gedächtnis, das Faktengedächtnis, ein prozedurales Gedächtnis, mit dem wir vor allem motorische Abläufe abspeichern und wir haben ein Wahrnehmungsgedächtnis. Jedes dieser Gedächtnissysteme können wir verlieren [...] Antwort zu "Was passiert, wenn man sein Gedächtnis verliert?" lesen »

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Warum gibt’s eigentlich ein Kurz- und ein Langzeitgedächtnis? (20.04.2010)

Unser Gehirn wird mit einer riesigen Anzahl von Information bombardiert. Die meisten dieser Informationen sind unwichtig, sind nur von kurzer Dauer. Aufgrund dieser Problematik muss das Gehirn sich immer sehr beschränken darin, welche Informationen denn letztendlich abgelegt werden [...] Antwort zu "Warum gibt’s eigentlich ein Kurz- und ein Langzeitgedächtnis?" lesen »

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Kann das Namensgedächtnis schon mit Mitte 30 nachlassen? (20.04.2010)

Das ist ein ganz normaler Vorgang, dass die Gedächtnisleistung schon nach dem 25. Lebensjahr leicht abnimmt. Und zwar ist das gar nicht so sehr eine Frage, dass wir etwa Namen nicht mehr abspeichern können, sondern unsere Konzentrationsspannen werden schon kürzer. Also meistens, wenn wir etwa den Namen eines Schauspielers nicht erinnern können, haben wir ihn auch nie bewusst eingespeichert [...] Antwort zu "Kann das Namensgedächtnis schon mit Mitte 30 nachlassen?" lesen »

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Kann Drogenkonsum zu irreversiblen Schäden in der Gedächtnisleistung führen? (20.04.2010)

Beim Drogenkonsum kommt es natürlich darauf an welche Drogen man genommen hat. Wenn man also Ecstasy plus verwandte Drogen genommen hat, ist es in der Tat zu beobachten, dass es eine Verminderung der Gedächtnisleistung gibt. Und da kann es manchmal Monate bis Jahre dauern, bis sich die wieder normalisiert [...] Antwort zu "Kann Drogenkonsum zu irreversiblen Schäden in der Gedächtnisleistung führen?" lesen »

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Hilft Schokolade beim Lernen? (20.04.2010)

In der Tat hat Schokolade dadurch einen positiven Effekt aufs Lernen, weil die Energie, die in Schokolade drin ist, langsam an den Körper abgegeben wird. Im Unterschied zum Beispiel zum Traubenzucker, dessen Wirkung nach 15 Sekunden bereits verpufft ist. Also auch Extrembergsteiger haben Schokolade dabei und keinen Traubenzucker [...] Antwort zu "Hilft Schokolade beim Lernen?" lesen »

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Wie lernt man am besten eine Fremdsprache? (20.04.2010)

Die Antwort ist relativ einfach, die Umsetzung relativ schwer. Am besten lernt man eine Fremdsprache im Kontext des Landes welche Sprache man lernen möchte. Wenn man also Englisch lernt, am besten in einem englischsprachigen Land. Weil wir immer beim Lernen, aber insbesondere beim Sprachenlernen lernen im sozialen Kontext. Und der ist natürlich am ehesten gegeben, in dem Land, dessen Sprache man lernen möchte [...] Antwort zu "Wie lernt man am besten eine Fremdsprache?" lesen »

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Können wir uns Bilder und Musik gleich gut merken? (20.04.2010)

Es kommt auf den Lerntyp an. Es gibt verschiedene Lerntypen. Man kann hier ganz grob den haptischen Typ, den bildlichen und den akustischen Typ unterscheiden. Und die haben jeweils eine bestimmte Präferenz. Manche Menschen können sich am besten Dinge merken, indem sie sie berühren. Das sind die haptischen Typen [...] Antwort zu "Können wir uns Bilder und Musik gleich gut merken?" lesen »

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Kann man denn auch im Schlaf – also unbewusst – lernen? (20.04.2010)

Man kann unbewusst im Schlaf nicht Neues lernen. Das heißt, es nützt nichts dabei eine Audio-CD zu hören oder irgendein Buch unters Kopfkissen zu legen. Das wird sich nicht irgendwie ins Gehirn hinein morphen. Aber es stimmt in der Tat, dass wir nachts lernen und zwar intensiv [...] Antwort zu "Kann man denn auch im Schlaf – also unbewusst – lernen?" lesen »

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