Hans-Joachim Gehrke

Prof. Dr. Hans-Joachim Gehrke, geb. 1945, gilt als einer der einer der profiliertesten deutschen Althistoriker.Seit 2008 Präsident des Deutschen Archäologischen Instituts und Honorarprofessor für die Fächer Alte Geschichte und Klassische Philologie an der Freien Universität Berlin. Gehrkes Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der griechischen Antike, die Historische Landeskunde des zentralen und östlichen Mittelmeergebietes, die sozialen Konflikte und die soziale Integration, die interkulturellen Beziehungen sowie Geschichtsvorstellungen und kollektive Identitäten.

Photo von Hans-Joachim Gehrke

Antworten von Hans-Joachim Gehrke

Mit welchen Ziffern bzw. mit welchem Zahlensystem rechneten die Griechen? (31.03.2010)

Die Griechen waren Meister der Geometrie und dabei spielen die Zahlen gar keine entscheidende Rolle. Ansonsten bewegten sie sich aber wie wir oder auch die Römer in einem Dezimalsystem. [...] Antwort zu "Mit welchen Ziffern bzw. mit welchem Zahlensystem rechneten die Griechen?" lesen »

Verbundene Medien

Wie stellt man sich ein römisches Forum vor? (31.03.2010)

In den griechischen und römischen Städten gab es eine Selbstverwaltung durch die Gemeinde. Die klimatischen Bedingungen der Mittelmeerregion lassen es zu, dass man sich auf einem öffentlichen Platz traf, der immer weiter ausgestaltet wurde. Der Platz stellt den Mittelpunkt des Kultes, der Religion dar und man findet dort auch politische Gebäude. [...] Antwort zu "Wie stellt man sich ein römisches Forum vor?" lesen »

Verbundene Medien

Warum haben die Germanen die römische Bäderkultur nicht übernommen? (31.03.2010)

Es gab durchaus Germanen, die sehr wohl mit der Badekultur umgehen konnten. Wir wissen, dass seit dem 3. Jahrhundert Germanen in wachsendem Maße als Heerführer hohe Ränge in der römischen Gesellschaft bekleideten. Die übernahmen natürlich auch den römischen Lebensstil. Das ist eine Frage der sozialen Schichtung. [...] Antwort zu "Warum haben die Germanen die römische Bäderkultur nicht übernommen?" lesen »

Verbundene Medien

Gab es Kreuzigungen ausschließlich im Orient oder auch in Europa? (31.03.2010)

Die Kreuzigung war eine besonders schlimme und perfide Art der Hinrichtung, die im Orient bereits vor den Römern Praxis war und von den Römern übernommen wurde. Die Römer praktizierten sie dann zum Beispiel auch in Italien, und zwar immer dann, wenn eine besondere Illoyalität begangen worden war, zum Beispiel von Sklaven. Antwort zu "Gab es Kreuzigungen ausschließlich im Orient oder auch in Europa?" lesen »

Verbundene Medien

Brot und Spiele – panem et circenses. Was bedeutet dieser Ausdruck? (31.03.2010)

Das Zitat stammt aus einer Satire des Römers Juvenal aus dem 1. Jahrhundert nach Christus, der sich ein bisschen darüber lustig macht. Man muss aber sehen, dass in Rom eine riesige Bevölkerung lebte, sicherlich über eine Million Menschen. Und die unter vormodernen Bedingungen zu versorgen, war ein großes Problem. Antwort zu "Brot und Spiele – panem et circenses. Was bedeutet dieser Ausdruck?" lesen »

Verbundene Medien

Teile und herrsche – divide et impera. Wie ist diese Redewendung zu interpretieren? (30.03.2010)

Auf der einen Seite steht eine bedingungslose Unterwerfung nach dem Motto: „Willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein.“ Wenn man ein römischer Freund war, musste man mit den Römern auch durch dick und dünn gehen. Wenn man dagegen kein römischer Freund war, war das ziemlich ungemütlich. Nachdem die Römer ihre Herrschaft aber wirklich etabliert hatten, bliebt ihnen nichts andere übrig, als sehr vieles abzugeben und Aufgaben zu delegieren. Denn Sie müssen bedenken, dass das Römische Reich riesengroß war[...] Antwort zu "Teile und herrsche – divide et impera. Wie ist diese Redewendung zu interpretieren?" lesen »

Verbundene Medien

Wie sah die „spätrömische Dekadenz“ tatsächlich aus? Wie ist sie zeitlich festzumachen? (30.03.2010)

"Spätrömisch" – das bezeichnet einen Zeitraum von 500 bis 600 Jahren. Aber das kann ja nicht einfach "dekadent" sein, zumal die römische Kultur eine der erfolgreichsten Kulturen ist, die die Weltgeschichte überhaupt kennt. Von Dekadenz spricht man häufig in Bezug auf zwei Epochen der römischen Geschichte. Das eine ist die späte römische Republik, etwa im 1. Jahrhundert vor Christus. Da wissen wir viel von Caesar, Sex und Völlerei. Die Römer fangen an, sich mit der Feder im Hals zu kitzeln, damit sie noch mehr essen können. Das kann man meinetwegen "dekadent" nennen. [...] Antwort zu "Wie sah die „spätrömische Dekadenz“ tatsächlich aus? Wie ist sie zeitlich festzumachen?" lesen »

Verbundene Medien