Andreas Kruse

Prof. Andreas Kruse ist Direktor des Institutes für Gerontologie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Er gilt als einer der führenden Alternsforscher in Deutschland und ist Mitglied in mehreren nationalen und internationalen Kommisionen, u.a. der Altenberichtskommission der Bundesregierung und der Menschenrechtskommision für Ältere der Vereinten Nationen. Für seine Verdienste im Bereich der Alternsforschung bekam er 2008 das Bundesverdienstkreuz verliehen.

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Antworten von Andreas Kruse

Besteht ein erhöhtes Risiko an Altersdemenz zu erkranken, wenn bereits die Eltern erkrankt sind? (22.07.2011)

Der genetische Faktor spielt auf jeden Fall eine wichtige Rolle, doch dürfen andere Faktoren nicht vernachlässigt werden bei der Risikobewertung. Wichtig ist, sich die körperliche und geistige Individualität zu erhalten. [...] Antwort zu "Besteht ein erhöhtes Risiko an Altersdemenz zu erkranken, wenn bereits die Eltern erkrankt sind?" lesen »

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Wie lange kann ich als älterer Mensch studieren? (22.07.2011)

Wir kennen Menschen, die mit 80 oder 85 Jahren an Untersuchungen teilnehmen die zeigen, dass sie Aufgaben bewältigen können, die ganz neue Lern- und Denkstrategien erfordern. Ein großer Fehler ist es, sich immer mit jungen Menschen zu vergleichen. Entscheidend ist vielmehr, an sich selbst Lernschritte und neue Aspekte der Wahrnehmung wahrnehmen zu können. [...] Antwort zu "Wie lange kann ich als älterer Mensch studieren?" lesen »

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Altersstarrsinn – ist das nur ein Klischee? (22.07.2011)

Man muss differenzieren und darf nicht zu stark verallgemeinern. Wenn man eine Einstellung korrigieren will, die man über viele Jahre aufgebaut hat, ist das mit einer erheblichen Neuorientierung verbunden, die nicht jeder bringen möchte und die auch einen sehr hohen Aufwand erfordert. Menschen sollten sich deswegen schon frühzeitig die Motivation aneignen, offen zu sein für Neues und eigene Einstellungen und Haltungen zu korrigieren. Wenn das gelingt, bleibt die offene Einstellung in der Regel im Alter erhalten. [...] Antwort zu "Altersstarrsinn – ist das nur ein Klischee?" lesen »

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Wie kann die Gesellschaft von der Kompetenz Älterer profitieren? (22.07.2011)

Sehr gut ist, wenn ältere Menschen zusammen mit den Unternehmen überlegen, ob es Arbeitsfelder gibt, in denen sie als ältere Menschen leistungsfähiger sind als in denen, die sie aktuell zu verantworten haben. Von tempoorientierter Arbeit wissen wir, dass diese eine besondere Altersverletzlichkeit einschließt und gerade älteren Menschen schwerfällt. Hier wäre es sinnvoll, wenn die älteren Menschen in Bereiche wechselten, die sehr viel Wissen, Überblick, Reflexion, Kommunikation mit anderen erfordern. [...] Antwort zu "Wie kann die Gesellschaft von der Kompetenz Älterer profitieren?" lesen »

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Wie sinnvoll ist die Rente mit 67 oder 70? (22.07.2011)

Das ist für die Alternsforschung ein ebenso schwieriges Thema wie für die Politik, weil wir sehr viele Aspekte berücksichtigen müssen. Unsere Argumentation geht in folgende Richtung: Mit zunehmendem Lebensalter nimmt die Vielfalt der Kompetenzformen, der Leistungsformen, der Lebensstile zu. [...] Antwort zu "Wie sinnvoll ist die Rente mit 67 oder 70?" lesen »

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Was sind die Potenziale bzw. Entwicklungsmöglichkeiten des Alterns? (22.07.2011)

Potenziale bedeutet nicht, dass Menschen schon über bestimmte Fähigkeiten, Fertigkeiten und Wissen verfügen, sondern dass sie die Möglichkeit haben, diese weiter auszubilden; und das bis ins hohe Lebensalter hinein. Aber unter der Bedingung, dass Menschen unter guten Arbeits-, Bildungs-, und Erziehungsbedingungen gelebt haben, können wir davon ausgehen, dass es solche Entwicklungsmöglichkeiten im Alter gibt und sich damit nach und nach auch Kräfte und Stärken des Alters ausbilden können. [...] Antwort zu "Was sind die Potenziale bzw. Entwicklungsmöglichkeiten des Alterns?" lesen »

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Wir werden immer älter – was bedeutet das konkret? (22.07.2011)

Hier kommen zwei Aspekte zum Tragen: 1. Die durchschnittliche Lebenserwartung von neugeborenen Mädchen und Jungen nimmt kontinuierlich zu. Es gibt Bevölkerungswissenschaftler die sagen, ein heute geborenes Mädchen hat eine Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent 100 Jahre alt zu werden; ein neugeborener Junge hat eine Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent, 95 Jahre alt zu werden. Das ist eine bemerkenswerte Zunahme in der Anzahl der Lebensjahre, auf die wir im Durchschnitt gerechnet blicken können, wenn wir neugeboren sind. [...] Antwort zu "Wir werden immer älter – was bedeutet das konkret?" lesen »

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Ab wann spricht die Wissenschaft von „Alter“? (22.07.2011)

Aus der Sicht der Biologie, Medizin oder Psychologie können wir diese Frage eigentlich nicht beantworten. Denn gerade diese Disziplinen heben immer wieder hervor, dass wir unterscheiden müssen zwischen „Alter“ auf der einen Seite und „altern“ auf der anderen. Das macht deutlich, dass „altern“ einen Prozess darstellt, der über den gesamten Lebenslauf anhält; ein Prozess des kontinuierlichen Gestaltwandels. Es gibt also kein Alter, ab dem wir sagen könnten: Nun beginnt das Alter. Wir müssen uns sehr viel mehr auf diese kontinuierlichen, d. h. allmählich verlaufenden Veränderungsprozesse einstellen. [...] Antwort zu "Ab wann spricht die Wissenschaft von „Alter“?" lesen »

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