Können wir uns Bilder und Musik gleich gut merken?

von Martin Korte am 20.04.2010, Kommentar hinzufügen

Es kommt auf den Lerntyp an. Es gibt verschiedene Lerntypen. Man kann hier ganz grob den haptischen Typ, den bildlichen und den akustischen Typ unterscheiden. Und die haben jeweils eine bestimmte Präferenz. Manche Menschen können sich am besten Dinge merken, indem sie sie berühren. Das sind die haptischen Typen.

Dann gibt es die bildlichen Typen und die akustischen Typen, die eben über Bilder oder eben übers Hören besonders gut lernen können. Statistisch gesehen ist der Typ Mensch, der sich bildlich etwas vorstellt, derjenige, der am häufigsten vorkommt. Das hängt ganz einfach damit zusammen, dass wir als Spezies Mensch, besonders darauf ausgerichtet sind Sehinformationen zu verarbeiten und uns diese auch bildlich vorzustellen und im Gedächtnis auch in Form von Bildern abzuspeichern. Wir haben sogar, um ein Beispiel zu nennen, ein eigenes Gehirnareal für Gesichter, das wir zur Gesichterwiedererkennung benutzen. Das ist etwa so groß wie ein 2-Euro-Stück und macht nichts anderes als Gesichter zu analysieren, um sie, wenn wir diesen Gesichtern wieder begegnen, wieder wiederzuerkennen.

Daran sieht man, welch dominante Funktion das Bildgedächtnis in unseren Gedächtnissystem hat.
Wenn wir etwas lernen, wenn wir versuchen das Gelernte uns auch noch mal visuell vorzustellen, in Form von Schemata, von Bezügen, von Abläufen, von Bildern, die beim Lernen aufgetaucht sind, so erleichtert dies den meisten Menschen den Prozess der Erinnerung später. Das heißt, für die meisten Menschen ist das bildliche Gedächtnis das dominante.

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