Das „Nickerchen“ lässt sich nicht immer realisieren. Es gibt aber Kulturen von denen man weiß, dass die Menschen während des Tages ein wenig schlafen – in Asien sieht man das ab und an. Sind Schlafgewohnheiten auch kulturell bedingt?
Ja, unbedingt. Da gibt es gravierende Unterschiede. Der größte ist sicherlich der zwischen westlichen Industriegesellschaften und östlichen Kulturen oder Naturvölkern, wo man selbstverständlich am Tag schläft. Auch in Asien ist es nicht so, dass man ein bisschen mehr schläft – das kennen viele, die in Japan oder in China waren – da schläft man am Tage fast überall. Wobei es da sicherlich auch genetische Unterschiede gibt, sodass die Leute dort eher einschlafen können.
Aber es ist auch kulturell bedingt, weil es ja auch mit der Sichtweise zusammenhängt: Wie sehe ich den Schlaf? Bei uns ist ja jemand, der am Tage schläft, ein „Penner“; das gilt als Arbeitsverweigerungshaltung, weil man das immer mit „nicht leisten“ verbindet. Während es in anderen Kulturen heißt, wenn jemand am Tag einschläft: Donnerwetter! Der hat wohl so viel gearbeitet, dass er jetzt müde ist. – Da wird das also als Leistungsnachweis gesehen. Das ist also sicherlich kulturell sehr unterschiedlich. In diesen östlichen Kulturen sieht man den Schlaf als etwas Positives an.
Das wird bei uns wahrscheinlich noch etwas dauern, bis man mittags ein Viertelstündchen im Büro schlafen kann.





























































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Kommentare zu „Sind Schlafgewohnheiten kulturell bedingt?“
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