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SENDETERMIN Di, 24.8.2010 | 1:25 Uhr | SWR Fernsehen

Ein brisantes Prestige-Objekt Nürburgring

Welche Besuchermagneten sollten für hunderte von Millionen Euro installiert, welche Geldgeber mit welchen Methoden gewonnen werden? Der Autor traf Manager, Politiker und Figuren, die das schnelle Geld verdienen möchten.

Formel 1: Beim Großen Preis von Deutschland am Nürburgring fahren die F1-Piloten zukünftig mit dem ringracer, der schnellsten Achterbahn der Welt, um die Wette.

Formel 1: Beim Großen Preis von Deutschland am Nürburgring fahren die F1-Piloten zukünftig mit dem ringracer, der schnellsten Achterbahn der Welt, um die Wette.

Der Nürburgring - die einst faszinierendste, aber auch gefährlichste Rennstrecke der Welt. Jedes Jahr jagen tausende von Fans über die berühmt-berüchtigte Nordschleife. Alle zwei Jahre macht der Formel-1-Zirkus hier Station. Und nun auch noch das: der Nürburgring als brisantes Prestige-Objekt, eine finanzielle Achterbahnfahrt, aus der so manche Mitfahrer herausgeschleudert wurden. Die Landesregierung von Rheinland-Pfalz will hier einen Freizeitpark installieren, der jährlich zehn-, wenn nicht sogar hunderttausende Besucher anlockt und für regionale Attraktion und Arbeitsplätze sorgt.

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Bilder aus der Sendung:

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Der Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz, Kurt Beck (SPD), spricht am Mittwoch (02.12.2009) in der Staatskanzlei in Mainz auf einer Pressekonferenz.

Der Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz, Kurt Beck (SPD), spricht am Mittwoch (02.12.2009) in der Staatskanzlei in Mainz auf einer Pressekonferenz.

Der britische Formel-1-Fahrer Jenson Button von Brawn GP fährt vor dem Deutschen Sebastian Vettel von Red Bull beim GP Deutschland am Nürburgring (Archivfoto vom 11.07.2009)

Boris Becker äußert sich am 28.05.2009 während einer Pressekonferenz der Nürburgring GmbH in seiner Rolle als neuer Nürburgring-Markenbotschafter vor Journalisten. Die Tennislegende Becker hält weiterhin die rheinland-pfälzische Landespolitik in Atem. Die SPD wies die Kritik der CDU an der Verpflichtung des Ex-Tennisstars als Nürburgring-Botschafter zurück. Die CDU-Opposition im Landtag hatte der SPD-Landesregierung mit Blick auf Becker vorgeworfen, Geldverschwendung unter den Teppich kehren zu wollen.

Das Luftbild vom 09.07.2009 zeigt den Neubaukomplex des Projekts Nürburgring 2009, im Hintergrund die Nürburg. Der Untersuchungsausschuss zur Nürburgring-Affäre ist am Mittwoch (16.09.23009) in Mainz zu seiner ersten Sitzung zusammengekommen. Er soll mögliche Fehler und Verantwortlichkeiten bei den Querelen um das Prestigeprojekt «Nürburgring 2009» der rheinland-pfälzischen SPD-Landesregierung klären. Die Privatfinanzierung des gut 300 Millionen Euro teuren neuen Freizeitzentrums an der Rennstrecke in der Eifel war spektakulär gescheitert.

Die DTM-Piloten kämpfen am Sonntag (16.08.2009) nach Rennstart auf dem Nürburgring bei Nürburg um die Plätze.

Doch wie wollten Ministerpräsident Kurt Beck und sein früherer Finanzminister das alles finanzieren? Welche Besuchermagneten sollten für hunderte von Millionen Euro installiert, welche Geldgeber mit welchen Methoden gewonnen werden?

"betrifft"-Autor Christoph Würzburger hat mehrere Monate recherchiert. Er traf auf Menschen, denen der "Mythos Ring" noch etwas bedeutet, auf Manager, die ihre Aufgabe wohl überschätzt haben, auf Politiker, die ein zu großes Rad drehen wollten, und auf Figuren im Halbdunkel, die überall auftauchen, wo es schnell etwas zu verdienen gibt.

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Di, 24.8.2010 | 1:25 Uhr

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