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SENDETERMIN Mi, 11.1.2017 | 20:15 Uhr | SWR Fernsehen

Italien und Spanien beliebter Türkei - Niedergang eines Ferienparadieses

Wir Deutschen lieben die Türkei als Urlaubsparadies. Die Mischung aus Orient und Okzident, aus Tradition und Moderne, hat die Türkei früher zu einem attraktiven und preiswerten Ferienland gemacht. Dann kam der Umschwung: Flüchtlinge, Terroranschläge, Erdogans harte Regierungspolitik.

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Der Tourismus in der Türkei ist zusammengebrochen. Vor allem die deutschen Touristen bleiben weg. Wie trifft das die Menschen in der Türkei, die vom Tourismus leben? "betrifft" besucht Antalya. Normalerweise drängen sich hier die Touristen durch die enge Altstadt. In diesem Jahr bleiben viele Hotels geschlossen. Auch an der Küste sind die All-inklusive Hotels nur wenig gebucht.

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Niedergang eines Ferienparadieses

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Die Skyline von Istanbul. Wie viele Menschen hier leben, weiß niemand genau. Hunderttausende Flüchtlinge verstecken sich in der Stadt.

Die Skyline von Istanbul. Wie viele Menschen hier leben, weiß niemand genau. Hunderttausende Flüchtlinge verstecken sich in der Stadt.

Istanbul: Der Obelisk an der blauen Moschee - hier war der Terroranschlag auf deutsche Touristen am 12. Januar 2016

Das Wahrzeichen von Istanbul ist die blaue Moschee. Auch hier ist die Angst vor Terroranschlägen besonders groß.

Der große Bazar in Istanbul. Aus Angst vor Anschlägen gibt es strenge Sicherheitskontrollen bei den Besuchern.

Strand bei Ayvalik, Türkei: von hier aus setzten viele Flüchtlinge bei Nacht und Nebel nach Lesbos über.

Die Hoteliers der Ferienorte leiden stark unter dem ausbleibenden Tourismus, aber auch unter der gewerkschaftsfeindlichen Politik von Erdogan. Hoteliers, die vor der Pleite stehen und Hotelmitarbeiter, die ihre Arbeitsplätze verlieren, protestieren. Es gibt immer weniger Arbeit für die Türken und das in einer Situation, in der sich im Hinterland von Antalya viele Flüchtlinge angesiedelt haben, die hier Tag für Tag an der Straße stehen und auf illegale Gelegenheitsjobs hoffen. Niemand interessiert sich für sie oder hilft und ständig droht die Gefahr, dass sie verhaftet werden. Die Buchungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent eingebrochen. Länder wie Italien und Spanien sind die Gewinner. Dabei hat der Tourismus einen enormen Stellenwert in der türkischen Wirtschaft: Ein Großteil der Türken lebt davon.

Das Land, das für Europa die Flüchtlingsproblematik lösen soll, steckt in einer großen wirtschaftlichen, politischen und in einer sozialen Krise.

Sendung vom

Mi, 11.1.2017 | 20:15 Uhr

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