Sendung vom Mittwoch, 10.3.2010 | 20.15 Uhr | SWR Fernsehen
Den Blickpunkt der Angehörigen nimmt der Film ein, er lässt die Betroffenen zu Wort kommen, ihre Erinnerungen, ihre Fragen, ihre Forderungen. Er begleitet sie bei dem Versuch, ins Leben zurückzufinden. Ein schwerer Weg.

Weiterleben - Elena Altmann hat drei Freundinnen verloren und wurde selbst schwer verletzt.
Ich hab zu den Sanitätern gesagt: Grade sind meine drei besten Freundinnen gestorben,
erzählt das Mädchen, das selbst von fünf Schüssen verletzt wurde. Ich habe einfach etwas gesucht, was ich von meiner Tochter noch spüren kann,
sagt eine Mutter, die noch einmal das Klassenzimmer ihrer Tochter sehen wollte.
Nichts ist mehr so wie es war
Wenn ich an meine Tochter denke, muss ich lächeln. Sie hätte nicht gewollt, dass ich nur noch traurig bin,
tröstet sich eine andere.
Sie sind alle zu Opfern geworden am 11. März, als ihre Kinder, Geschwister, Mitschüler ermordet wurden.
Ihren Blickpunkt nimmt der Film ein, er lässt die Betroffenen zu Wort kommen, ihre Erinnerungen, ihre Fragen, ihre Forderungen. Er begleitet sie bei dem Versuch ins Leben zurückzufinden.
Zerstörung und Schreckens-Verarbeitung
Da ist die Mutter, die Fotos ihrer Tochter ins Internet gestellt hat. Damit etwas übrig bleibt von ihrem Kind.
Da ist der Notarzt, der das Bild der toten Schüler nicht mehr aus dem Kopf bekommt.
Da ist der Vater, der ein Aktionsbündnis gründet, damit Gewaltvideos und Schusswaffen in Privathaushalten verboten werden.
Ein Jahr nach dem Amoklauf zeigt Autor Stefan Maier, was mit den Menschen in Winnenden passiert ist. Die Dimension der Zerstörung auf der einen Seite, die Verarbeitung des schrecklichen Geschehens auf der anderen Seite.
Ein Film von Stefan Maier
Letzte Änderung am: 22.02.2010, 09.46 Uhr