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Die Helden sind heillos verkopft, jung, beste Freunde. Zumindest bis Veronica kommt. Tony verzweifelt an ihr und Adrian kriegt sie. Aber er stirbt, und Tony merkt schmerzhaft: Er hat nichts kapiert. Julian Barnes berichtet von den Brüchen und der darunterliegenden dunklen Seite der Jugend – Für die Novelle hat er gerade den Man Booker-Prize bekommen.
Zum Autor:
Julian Barnes, geboren 1946, arbeitete nach dem Studium moderner Sprachen zunächst als Lexikograf, dann als Journalist. Barnes, der zahlreiche europäische und amerikanische Literaturpreise erhielt, zuletzt den David-Cohen-Preis, hat ein umfangreiches erzählerisches Werk vorgelegt, zuletzt den Roman »Arthur & George« und »Nichts, was man fürchten müsste«.
„Hört mal, Freunde! Es ist wirklich nicht gut, mich so zu verehren. Ich bin so wie ihr alle, nur besser.“ Was er schrieb, war grotesk und gefährlich. Daniil Charms lebte als Exzentriker im stalinistischen Russland. Er liebte die Drogen und die Liebe, seine Kleidung war wie seine Texte: Unangepasst. Zufall und Widerstand retteten Charms‘ Texte für die Nachwelt, jetzt liegt mit den Briefen und autobiografischen Schriften die Werkausgabe vollständig auf Deutsch vor.
Zum Autor:
Daniil Charms wurde 1905 als Daniil Iwanowitsch Juwatschow in St. Petersburg geboren. Er war Gründungsmitglied der avantgardistischen Künstlergruppe OBERIU, die nach zwei Jahren 1930 verboten wurde. Um der Zensur zu entgehen, schrieb er Literatur für Kinder, wodurch er seinen Lebens unterhalt nur notdürftig bestreiten konnte. Charms wurde mehrfach verhaftet und aus St. Petersburg (Leningrad) verbannt. Er starb 1942 im Gefängnis.
Ein Eiskeller, ein Ehepaar, ein Dienstmädchen. Zum Schluss heißt es: „Jeder ist eine Insel“. „Menuett“ ist eine Dreiecksgeschichte voller Kälte und eine Erzählung über den Versuch, dieser Kälte zu entkommen. Der flämische Schriftsteller Louis Paul Boon (1912-1979) war erst Kommunist und wurde später Pessimist. Sein „Menuett“ erschien 1956 und gilt als Antwort der flämischen Literatur auf die „Lolita“ Nabokovs.
Zum Autor:
Louis Paul Boon (1912–1979) ist einer der bedeutendsten flämischen Schriftsteller und gilt als »Erneuerer der flämischen Prosa«. Er schrieb Romane, Erzählungen, Epigramme, Fabeln, Hörspiele, Essays, Monographien und arbeitete als Journalist und Regisseur. Seinen trockenen Realismus setzte er jener Prosa entgegen, die soziale Widersprüche verleugnete oder ästhetisierte. In den siebziger Jahren war er mehrmals für den Literaturnobelpreis im Gespräch, außerdem wurden ihm zweimal der belgische Staatspreis verliehen sowie der Constantijn-Huygens-Preis für sein Gesamtwerk.
Deutschland und Russland im 20. Jahrhundert. Kirill Bergerow alias Carl Berger, befreit als wolgadeutscher Rotarmist ein KZ und landet später im sibirischen Gulag. Er überlebt auch das und trifft am Bodensee den Schweizer Autor Felix Philipp Ingold. Erinnert und belegt erzählt Ingold eine unglaubliche Lebensgeschichte vor dem Hintergrund der Weltgeschichte.
Zum Autor:
Felix Philipp Ingold lebt und arbeitet nach langjähriger Lehr- und Forschungstätigkeit als Schriftsteller, Publizist und Übersetzer in Romainmôtier/VD. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen gehören der Petrarca-Preis für literarische Übersetzung, der Ernst-Jandl-Preis für Lyrik, der Erlanger Preis für Übersetzung als Poesie, der Berner Literaturpreis Spezial und der Basler Lyrik-Preis. Zuletzt sind von ihm erschienen der Prosa- und Gedichtband Gegengabe (2008), die zweisprachige Werkausgabe des Lyrikers Anatol von Steiger: Dieses Leben (Russisch/Deutsch, 2008) sowie Faszination des Fremden: Eine andere Kulturgeschichte Russlands (2009).
Wolfgang Herrndorf schickt seinen Helden in die Wüste. er verliert sein Gedächtnis – und findet nichts besseres als den Tod. Seinen Weg kreuzen ermordete Europäer, rätselhafte Schmuggler und Menschen, die zu allem bereit sind, nur nicht zur Hilfe. Herrndorfs neuer Roman ist die so spannende wie rätselhafte Variante des erfolgreichen literarischen Roadmovies „Tschick“.
Zum Autor:
Wolfgang Herrndorf, 1965 in Hamburg geboren, hat Malerei studiert und unter anderem für die «Titanic» gezeichnet. 2002 erschien sein Debütroman «In Plüschgewittern», 2007 der Erzählband «Diesseits des Van-Allen-Gürtels» und 2010 der Roman «Tschick», der zum Überraschungserfolg des Jahres avancierte. Wolfgang Herrndorf wurde u.a. mit dem Deutschen Erzählerpreis (2008), dem Brentano-Preis (2011) und dem Deutschen Jugendliteraturpreis (2011) und dem Hans-Fallada-Preis (2012) ausgezeichnet.
Am Ende sagt der Held „Ja, ich will“. Er sagt es zum Leben. Aber bis dahin ist es ein weiter und steiniger Weg, auf dem er fast alle Freunde und die Familie verliert. Ein großer amerikanischer Autor über sein so geiziges wie snobistisches Ostküsten-Alter Ego - der dritte Roman des ehemaligen Anwalts Louis Begley über Schmidt.
Zum Autor:
Louis Begley wurde am 6. Oktober 1933 unter dem Namen Ludwik Begleiter als Sohn polnischer Juden in einer kleinen Stadt im Osten Polens (heute Ukraine) geboren. Er selbst und seine Mutter entgingen, als katholische Polen getarnt, dem Holocaust. Nach dem Ende des Krieges kam die Familie wieder zusammen. Vier Monate blieben sie in Paris, wo Vater und Sohn Englisch lernten. Im März 1947 siedelte die Familie Begleiter in die USA über und ließ sich in Flatbush/Brooklyn nieder, wo sie den Namen Begley annahm.1950 erhielt Louis Begley ein Harvard-College-Stipendium und wurde damit zum Harvard College zugelassen; 1954 legte er sein Examen in Englischer Literatur ab. Von 1956 bis 1959 studierte er an der Harvard Law School und arbeitete im Anschluss bis zum Jahr 2004 als Anwalt in der Kanzlei Debevoise & Plimpton. Ende der sechziger Jahre arbeitete er bei der französischen Niederlassung von Debevoise in Paris. 1991 legte Louis Begley seinen ersten Roman vor. Seine Werke wurden in 15 Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet. Louis Begley lebt in New York.
Den Kindergarten erträgt der eigenbrödlerische Held nur einen Tag, dann bleibt er traumatisiert zuhause. Doch dieses Zuhause gibt es nicht mehr lang, denn die Eltern bauen. Andreas Maier setzt seine umfangreiche Selberlebensbeschreibung aus der Wetterau fort, jetzt beschreibt der Ich-Erzähler die alltägliche Katastrophe einer Kindheit in Bad Nauheim.
Zum Autor:
Andreas Maier wurde 1967 im hessischen Bad Nauheim geboren. Er studierte Altphilologie, Germanistik und Philosophie in Frankfurt am Main und ist Doktor der Philosophie im Bereich Germanistik. Er lebte wechselweise in der Wetterau und in Südtirol. Andreas Maier wohnt in Frankfurt am Main.
Walter Boehlich (1921-2006) war Gelehrter, Kritiker, Polemiker von Rang. In den 50er und 60er Jahren definierte er als Cheflektor des Suhrkamp-Verlags den literarischen Kanon Deutschlands, dann überwarf er sich mit Unseld und erklärte fortan, was es hieß „links“ zu sein. „Ausgewählte Schriften“ des großen Gelehrten über Marcel Proust, die Wiedervereinigung und den langen Schatten brauner Germanistik.
Zum Autor:
Der Literaturkritiker, Essayist, Übersetzer und Verlagslektor Walter Boehlich, geboren 1921 in Breslau, gestorben 2006 in Hamburg, studierte Philologie in Bonn und wurde Assistent von Ernst Robert Curtius. Er schrieb über Jahrzehnte regelmäßig unter anderem für "Die Zeit", die FAZ und "Titanic". Bei S. Fischer erschienen die von ihm herausgegebenen Jugendbriefe an Eduard Silberstein von Sigmund Freud sowie seine Übersetzung von Virginia Woolfs Mrs Dalloway .
In Amerika gibt es mehr als Wolkenkratzer. Das entdeckten die russischen Satiriker Ilja Ilf und Jewgeni Petrow 1935. Im grauen Ford T legten sie 16000 Kilometer durch die USA zurück, trafen Hemingway, besuchten Indianer und schrieben im Gestus der Verblüffung das, was man heute Blog nennt. Amerika aus der Sicht zweier staunender Ethnographen.
Zu den Autoren:
Ilja Ilf (1897 bis 1937) und Jewgeni Petrow (1903 bis 1942) arbeiteten in den zwanziger Jahren zusammen mit Michail Bulgakow und Juri Olescha für satirische Zeitungen. Mit den beiden Satiren Zwölf Stühle (1928) und Das Goldene Kalb (1931) wurden sie zu den meistgelesenen Autoren ihrer Zeit. Ein 1982 entdeckter Kleinplanet wurde nach dem populären Autoren-Duo benannt: 3668 IlfPetrow.
"Ngugi wa Thiong'o transportiert, ohne den Effekt falscher Naivität, die afrikanische Tradition literarischer Mündlichkeit ins Zentrum aktueller Tagesnachrichten. Denn sein Roman ist, wenn auch geformt als phantastische Parabel, eine Operation am offenen Herzen von Weltwirtschaft und Weltpolitik." (Ursula März)
Zum Autor:
Ngugi wa Thiong o wurde 1938 als Sohn einer Bauernfamilie in Kamirithu/Limuru in Kenia geboren. 1967 wurde er Dozent für Literatur an der University of Nairobi, wo er bis 1977 lehrte. Wegen seiner kritischen Auseinandersetzung mit dem postkolonialen Kenia und eines regierungskritischen Theaterstücks wurde er 1977 ohne Anklage inhaftiert und erst nach einer Kampagne von Amnesty International ein Jahr später aus dem Gefängnis entlassen. Nachdem sein Leben unter dem Regime von Daniel arap Moi bedroht wurde, ging er 1982 ins Exil nach London. 1989 übersiedelte er in die USA, wo er heute an der University of California in Irvine Englische und Vergleichende Literaturwissenschaften lehrt.
„Balzac lässt grüßen. Ein scharfsichtiger, scharf gewürzter Gesellschaftsroman aus der unmittelbaren deutschen Gegenwart, ein bisschen Denver-Clan, ein bisschen Bayreuth-Zirkus. Aktuell auch insofern, als die Tätigkeit des Ghostwriters eine wichtige Rolle spielt.“ (Ursula März)
Hier können Sie nochmal die vergangenen Bestenlisten als PDF-Format anschauen:
Letzte Änderung am: 15.01.2009, 12.11 Uhr
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