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Ein Meisterwerk der russischen Literatur: 1935 erschienen, ein Jahr vor dem Tod seines Verfassers. Ein Roman, der davon erzählt, worauf der Sozialismus keine Antworten hatte: das Spießertum einer Kleinstadt, das Erwachen der Sexualität.
Zum Autor:
Leonid Dobycin wurde 1894 im baltischen Ljucin als Sohn eines Arztes und einer Hebamme geboren. Er ist Autor von 23 Erzählungen und zweier kleiner Romane. Sein Werk liegt auch in Russland erst seit 1999 vollständig vor. 1923 begann er zu schreiben. Während der "Formalismus"-Debatte, die auch zur Absetzung von Schostakowitschs Oper "Die Lady Macbeth von Mzensk" führte, traf Dobycin der Vorwurf, sein Roman "Die Stadt N." sei ein "feindliches" Werk. Nach einer Schriftstellerversammlung im Jahr 1936, wo sein Werk einer vernichtenden Kritik unterzogen wurde, verschwand er spurlos. Man weiß nicht, ob er sich umgebracht hat oder vom Geheimdienst ermordet wurde.
Letzte Änderung am: 26.01.2010, 14.53 Uhr
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