Gesammelte Erzählungen und Reportagen
"Verglichen mit ihren Erzählungen nimmt sich "Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch", Solschenizyns 1962 bahnbrechender Gulag-Roman, wie eine Jugendherbergskoje neben einem Nagelbrett aus. (...) Mit dieser Sammlung von Texten gehört Angela Rohr endgültig zu den Autoren, die das 20. Jahrhundert, "dies Wolfshund-Jahrhundert“, wie Ossip Mandelstam es nannte, den Schafen erzählen." (Elke Schmitter)
Zur Autorin:
Die Österreicherin Angela Rohr (1890 – 1985), unter ihren früheren Namen Angela Hubermann und Angela Guttmann expressionistische Dichterin, Dadaistin und Freundin Rainer Maria Rilkes, verschlug es nach Versuchen in der Psychoanalyse 1925 nach Moskau und Sibirien. Von hier aus schrieb sie Feuilletons für die Frankfurter Zeitung und andere deutsche Blätter.
In den Literaturgeschichten des Expressionismus galt die Dichterin bis heute als verschollen. Sowohl ihre frühe Prosa und die journalistischen Schriften als auch ihre späten Texte werden hier erstmals gesammelt und im Rahmen des Gesamtwerks vorgestellt.
Letzte Änderung am: 28.06.2010, 16.45 Uhr