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Jeden ersten Dienstag im Monat wird in SWR2 Literatur die SWR-Bestenliste vorgestellt.

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SWR-Bestenliste Februar 2012

Aus der Jury diskutieren die Literaturkritiker Kirsten Voigt, Elmar Krekeler und Sigrid Löffler (Mod) über ausgewählte Bücher

Platz 1: Hans-Joachim Schädlich: Sire, ich eile
Platz 2: Sherwood Anderson: Winesburg, Ohio
Platz 5: Stewart O'Nan: Emily, allein
Platz 7: Wolfgang Herrndorf: Sand

Fernsehen im SWR

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Hier die aktuelle Bestenliste zum Download

Februar 2010

Die unten aufgeführten 30 Literaturkritikerinnen und -kritiker nennen monatlich - in freier Auswahl - vier Buch-Neuerscheinungen, denen sie „möglichst viele Leser und Leserinnen“ wünschen, und geben ihnen Punkte (15, 10, 6, 3). Die Addition ergab für den Februar folgendes Resultat (in Klammern die Position der Januar-Bestenliste):

1.

LEONID DOBYČIN: Die Stadt N.

117

(-)

Roman. Aus dem Russischen von Peter Urban.

Punkte

 

Friedenauer Presse, 230 Seiten, € 22,50**

 

 

Ein Meisterwerk der russischen Literatur: 1935 erschienen, ein Jahr vor dem Tod seines Verfassers. Ein Roman, der davon erzählt, worauf der Sozialismus keine Antworten hatte: das Spießertum einer Kleinstadt, das Erwachen der Sexualität.

 

 

 

 

2.

THOMAS BERNHARD/ SIEGFRIED UNSELD: Der Briefwechsel

98

(4.)

Suhrkamp Verlag, 869 Seiten, € 39,80**

Punkte

 

Der Verleger und sein Autor: eine Berufsbeziehung als  Beziehungsdrama um Anerkennung, die sich in Geld misst, um große Literatur, die einiges mit Größenwahn zu tun hat.

 

 

 

 

3.

ALISSA WALSER: Am Anfang war die Nacht Musik

91

(-)

Roman. Piper Verlag, 256 Seiten, € 19,95**

Punkte

 

Wunderheiler, Magnetiseur, Wissenschaftler oder Scharlatan?- Franz Anton Mesmer war im Wien des 18. Jahrhunderts berühmt und berüchtigt. Er bekommt eine prominente Patientin: die Tochter von Hofrat Paradis, Pianistin, Sängerin und seit einem tragischen Erlebnis in der Kindheit vollständig erblindet.

 

 

 

 

4.

ULRICH RAULFF: Kreis ohne Meister

83

(9.)

Stefan Georges Nachleben. Eine abgründige Geschichte

Punkte

 

Verlag C. H. Beck, 544 Seiten, € 29,90**

 

 

Ulrich Raulff, Direktor des Deutschen Literaturarchivs in Marbach, hat seinen Blick auf das Nachleben Georges gerichtet. Auf die Zeit nach 1933. Der Meister ist tot. Der Kreis zerfällt. Die jüdischen Mitglieder müssen ins Exil, andere schließen sich den Nazis an.

 

 

 

 

5.

ULRIKE DRAESNER: Vorliebe

30

(-)

Roman. Luchterhand Literaturverlag,  320 Seiten, € 19,95***

Punkte

 

Harriet liebt Mathematik und ihre wohlgeordnete Familie. Doch dann fährt ihr Freund zufällig Peter an, die Jugendliebe. Plötzlich verschieben sich die Bahnen, die Konstellationen. Gleichungen gehen nicht mehr auf. -  Liebe in den Zeiten der Zahlen.

 

 

 

 

6.-7.

ADAM HASLETT: Union Atlantic

25

(-)

Roman. Aus dem Englischen von Uda Strätling.

Punkte

 

Rowohlt Verlag, 400 Seiten, € 19,90*

 

 

Boston 2002 statt Wall Street 2008: Die Katastrophe ist die gleiche. Ihr Unheld: Doug Fanning, Investmentbanker, clever, gutaussehend und vor allem skrupellos und risikobereit. Er baut eine Protzvilla, die so leer ist wie sein Inneres. Und er scheint nur einen Gegner zu haben: die Nachbarin. Altreich trifft neureich.

 

 

 

 

 

JANET MALCOLM: Tschechow lesen

25

(-)

Eine literarische Reise

Punkte

 

Aus dem Amerikanischen von Anna und Henning Ritter.

 

 

Berlin Verlag, 208 Seiten, € 19,90**

 

 

Mit Tschechow  reisen - nach Petersburg, Jalta, Moskau.

Zuerst verschwindet der Koffer, dann ist die Wirklichkeit unerwartet schäbig, ganz anders als in den Büchern. Aber vielleicht ist dieser Verlust genau der Schlüssel zur literarischen Welt Tschechows?

 

 

 

 

8.

KRISTOF MAGNUSSON: Das war ich nicht

24

(-)

Roman. Kunstmann Verlag, 288 Seiten, € 19,90**

Punkte

 

Ein Bestsellerautor in der Schreibkrise, seine Übersetzerin, die davon lebt, dass das nächste Buch erscheint, und ein Investmentbanker, der mit ganz kleinen Betrügereien beginnt. Und dann begegnen sie sich alle in Chicago...

 

 

 

 

9.

ALEXANDER PUSCHKIN: Eugen Onegin

18

(-)

Ein Versroman von Alexander Puschkin

Punkte

 

Aus dem Russischen von Sabine Baumann. Vorwort, Einleitung und Kommentar von Vladimir Nabokov.

 

 

Stroemfeld Verlag, 2 Bände, 1632 Seiten, € 98,00***

 

 

Das Großwerk der russischen Literatur mit dem enzyklopädischen Kommentar des ebenfalls großen Vladimir Nabokov, der Eugen Onegin ins Englische übersetzt hat - das Ergebnis einer lebenslangen Auseinandersetzung.

 

 

 

 

10.

ALAN PAULS: Die Vergangenheit

16

(-)

Roman. Aus dem Spanischen von Christian Hansen.

Punkte

 

Klett-Cotta Verlag, 640 Seiten, € 24,90*

 

 

Buenos Aires in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts: Rimini und Sofia haben sich getrennt. Eine Befreiung. Rimini lernt eine jüngere Frau kennen. Aber dann kehrt Sofia zurück. Der Beginn eines erregenden Alptraums.

 

 

 

 

 

Persönliche Empfehlung im Februar von Hubert Spiegel (Frankfurt):

 

JOHANN FRIEDRICH NAUMANN: Die Vögel Mitteleuropas

 

Eine Auswahl. Herausgegeben mit einem Essay von Arnulf Conradi.

 

Eichborn Verlag, 520 Seiten, € 79,00

 

"Es ist eines der schönsten Bücher der letzten Jahre, und es erinnert an ein vergessenes deutsches Genie, wie sein Herausgeber ohne Übertreibung im Vorwort schreibt. Johann Friedrich Naumann zählt zu den exemplarischen Forscherfiguren des neunzehnten Jahrhunderts, und Arnulf Conradi hat für den Band „Die Vögel Mitteleuropas“ eine exemplarische Auswahl aus dem Werk des Begründers der deutschen Vogelkunde getroffen, die sowohl den Forscher wie auch seinen gefiederten Gegenstand aufs Schönste würdigt."(Hubert Spiegel)

*** (vermutlich) schwierigere Lektüre
** (vermutlich) mittelschwere Lektüre
* (vermutlich) leichtere Lektüre

Diskussionssendung zur „Bestenliste“ im Hörfunk:

SWR2 Literatur
Dienstag, 2. Februar um 22.05 Uhr
über Bücher der Februar-Bestenliste diskutieren
Ursula März, Caroline Neubaur, Hubert Winkels; Moderation: Helmut Böttiger

Literatur im Fernsehen:

Freitag, 5. Februar um Mitternacht im SWR Fernsehen
Wiederholung am Sonntag, 7. Februar um 10.15 Uhr in 3sat
„Literatur im Foyer“ mit Felicitas von Lovenberg
Gäste: Alissa Walser und Arno Geiger

Freitag, 19. Februar um Mitternacht im SWR Fernsehen
Wiederholung am Sonntag, 21. Februar um 10.15 Uhr in 3sat
„Literatur im Foyer“ mit Felicitas von Lovenberg
Gäste: Clemens Meyer und Moritz Rinke

Freitag, 26. Februar um Mitternacht im SWR Fernsehen
"Literatur im Foyer" mit Thea Dorn
„Das Böse nebenan“
Gäste: Gisela Friedrichsen und Heidi Kastner

http://www.SWR.de/bestenliste

Letzte Änderung am: 27.01.2010, 15.55 Uhr

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