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Die aktuelle Folge von Literatur im Foyer

Fernsehen im SWR

Kritikertreffen 2010
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Bestenliste Februar 2012

30 Literaturkritiker und -kritikerinnen nennen monatlich - in freier Auswahl - vier Buch-Neuerscheinungen, denen sie "möglichst viele Leser und Leserinnen" wünschen, und geben ihnen Punkte (15,10,6,3).

Die Addition ergab für Februar 2012 folgendes Resultat (in Klammern die Position der Januar-Bestenliste):

Platz 1 (-) 146 Punkte HANS JOACHIM SCHÄDLICH: Sire, ich eile

Rowohlt Verlag
Leichtere Lektüre
Der große Voltaire ist verliebt. Die schöne und kluge Émilie du Châtelet hat ihn verzaubert. Doch dann stirbt sie im Wochenbett. Voltaire flüchtet vor der Trauer an den Hof Friedrichs des Großen und erlebt seine schleichende Demontage. Vom Dreamteam unter den Dichtern und Denkern bleibt in Hans Joachim Schädlichs Novelle wenig übrig. [mehr zu: HANS JOACHIM SCHÄDLICH: Sire, ich eile]

Platz 2 (-) 75 Punkte SHERWOOD ANDERSON: Winesburg, Ohio

Manesse Verlag
Mittelschwere Lektüre
Ein Reporter, eine Kleinstadt, groteske Figuren und jede Menge Geschichten. „Es geht darum, dass jeder auf der Welt Christus ist – und alle gekreuzigt werden.“ Von Hemingway bis Philipp Roth hat Sherwood Anderson Schriftsteller begeistert und beeinflusst. Jetzt erscheint das Werk gleich zweimal neu - bei Schöffling übersetzt und kommentiert von Mirko Bonné und bei Manesse übersetzt von Eike Schönfeld und kommentiert von Daniel Kehlmann. [mehr zu: SHERWOOD ANDERSON: Winesburg, Ohio ]

Platz 2 (-) 75 Punkte SHERWOOD ANDERSON: Winesburg, Ohio

Verlag Schöffling & Co.
Mittelschwere Lektüre
Ein Reporter, eine Kleinstadt, groteske Figuren und jede Menge Geschichten. „Es geht darum, dass jeder auf der Welt Christus ist – und alle gekreuzigt werden.“ Von Hemingway bis Philipp Roth hat Sherwood Anderson Schriftsteller begeistert und beeinflusst. Jetzt erscheint das Werk gleich zweimal neu - bei Schöffling übersetzt und kommentiert von Mirko Bonné und bei Manesse übersetzt von Eike Schönfeld und kommentiert von Daniel Kehlmann. [mehr zu: SHERWOOD ANDERSON: Winesburg, Ohio ]

Platz 3 (-) 41 Punkte Charles Dickens: "Große Erwartungen"

Carl Hanser Verlag
Pip liebt die schöne und ziemlich anspruchsvolle Estella. Doch dem angehenden Schmied fehlen Geld und Stil. Dann kommt ein unbekannter Gönner und beschließt, Pip zum wahren Gentleman zu machen. - Der reifste und  versponnenste aller Dickens-Romane – neu übersetzt von Melanie Walz pünktlich zum 200. Geburtstag am 7. Februar. [mehr zu: Charles Dickens: "Große Erwartungen"]

Platz 4 (-) 36 Punkte NORA BOSSONG: Sommer vor den Mauern

Carl Hanser Verlag
Mittelschwere Lektüre
Liebesgedichte, Heimatgedichte, Naturlyrik – Nora Bossong unternimmt poetische Reisen von Worpswede über Assisi bis zur Wallstreet, quer durch Zeit und Raum. Für ihren zweiten Gedichtband hat die junge Lyrikerin vom SWR und dem Land Baden-Württemberg den Peter Huchel-Preis 2012 zugesprochen bekommen [mehr zu: NORA BOSSONG: Sommer vor den Mauern]

Platz 5 (-) 34 Punkte STEWART O´NAN : Emily, allein

Carl Hanser Verlag
Leichtere Lektüre
Emily Maxwell ist 80. Sie wohnt in Pittsburgh, die Kinder sind aus dem Haus und ihr Leben ist ziemlich leer. Dann bricht die Schwägerin zusammen – und Emily wagt ein neues Leben. Kleine Schritte, begleitet von großen Gefühlen. Stewart O’Nans Fangemeinde wird auch mit diesem Buch weiter wachsen. Diesem Autor lernt man zu glauben, egal, worüber er schreibt. [mehr zu: STEWART O´NAN : Emily, allein]

Platz 6 (-) 28 Punkte NICHOLSON BAKER: Haus der Löcher

Rowohlt Verlag
Leichtere Lektüre
Der englische Literaturwissenschaftler Nicholson Baker lässt seinen sexuellen Obsessionen gerne freien Lauf – nach „Vox“ und „Fermate“ hat er jetzt zum dritten Mal zugeschlagen: „Sie wurde in einen Wusch von Flaumigkeit gesogen, und dann landete sie und kondensierte, und vor ihr im Gras war ein Schild: ‚Willkommen im Haus der Löcher‘“. [mehr zu: NICHOLSON BAKER: Haus der Löcher]

Platz 7 (5) 25 Punkte WOLFGANG HERRNDORF: Sand

Rowohlt.Berlin Verlag
Mittelschwere Lektüre
Wolfgang Herrndorf schickt seinen Helden in die Wüste. Etwas Besseres als den Tod findet er dort aber nicht. Stattdessen verliert er sein Gedächtnis. Seinen Weg kreuzen tote Europäer, rätselhafte Schmuggler und Menschen, die zu allem bereit sind, nur nicht zur Hilfe. Herrndorfs neuer Roman ist die rätselhafte Variante des erfolgreichen literarischen Roadmovies „Tschick“. [mehr zu: WOLFGANG HERRNDORF: Sand]

Platz 8 (-) 24 Punkte SHERKO FATAH: Ein weißes Land

Luchterhand Literaturverlag
Mittelschwere Lektüre
Bagdad in den 30er Jahren – Anwar träumt vom Reisen, von schönen Häusern und von Mirjam – doch dann muss er 1941 mit dem Großmufti von Jerusalem nach Berlin. Der in 1964 in Ost-Berlin geborene Kurde Sherko Fatah verknüpft Abenteuer- und Entwicklungsroman vor einem weltumspannenden Panorama. [mehr zu: SHERKO FATAH: Ein weißes Land]

Platz 9 (1) 21 Punkte JULIAN BARNES: Vom Ende einer Geschichte

Verlag Kiepenheuer & Witsch
Leichtere Lektüre
Die Helden sind heillos verkopft, jung, beste Freunde. Zumindest bis Veronica kommt. Tony verzweifelt an ihr und Adrian kriegt sie. Aber er stirbt, und Tony merkt schmerzhaft: Er hat nichts kapiert. Julian Barnes berichtet von den Brüchen und der darunterliegenden dunklen Seite der Jugend – Für die Novelle hat er gerade den Man Booker-Prize bekommen. [mehr zu: JULIAN BARNES: Vom Ende einer Geschichte]

Platz 10 (9-10) 18 Punkte ILJA ILF/ JEWGENI PETROW: Das eingeschossige Amerika

Eichborn Verlag
Mittelschwere Lektüre
In Amerika gibt es mehr als Wolkenkratzer. Das entdeckten die russischen Satiriker Ilja Ilf und Jewgeni Petrow 1935. Im grauen Ford T legten sie 16000 Kilometer durch die USA zurück, trafen Hemingway, besuchten Indianer und schrieben im Gestus der Verblüffung das, was man heute Blog nennt. Amerika aus der Sicht zweier staunender Ethnographen. [mehr zu: ILJA ILF/ JEWGENI PETROW: Das eingeschossige Amerika]

Persönliche Empfehlung im Februar von Lothar Müller (Berlin): ENDRE ADY: Gib mir deine Augen

Arco Verlag
"Ferne Sprache, nahes Land: das ist Ungarn für uns. Jetzt gibt es eine schöne zweisprachige Ausgabe zum Werk des Dichters Endre Ady (1877-1919). Die Gedichte sind irgendwo zwischen der ungarischen Ebene, Budapest und Paris angesiedelt. Manchmal werden darin die Stoßseufzer ‚Ich kenne dieses wüste Feld / Die ungarische Öde‘ durch Liebeslieder ausbalanciert ‚Mein Wagen fliege, ihr neuen Frauen, / Die Februarsonne strahlt...‘. Und man erfährt, was der Ungar sagt, wenn er am Boden ist: ‚Ist der Ungar am Boden, dann sagt er: / Das wollte ich so‘“
(Lothar Müller) [mehr zu: von Lothar Müller (Berlin): ENDRE ADY: Gib mir deine Augen]

Bestenliste Februar

30 Literaturkritiker und -kritikerinnen nennen monatlich - in freier Auswahl - vier Buch-Neuerscheinungen, denen sie "möglichst viele Leser und Leserinnen" wünschen, und geben ihnen Punkte .

Aris Fioretos erhält den „Preis der SWR-Bestenliste“ für seinen Roman „Der letzte Grieche“ Literatur im Foyer Preis der Bestenliste 2011

Der Schriftsteller Aris Fioretos erhält den Preis für „Der letzte Grieche“, der im März 2011 auf der SWR-Bestenliste stand. [mehr zu: Preis der Bestenliste 2011]

Thea Dorn (lInks) und Felicitas von Lovenberg Rücken an Rücken in die Kamera schauend Literatur im Foyer

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