Wagenbach Verlag
Der 1965 gestorbene große deutsche Lyriker war eine Ausnahmeerscheinung zwischen Ost und West. Er schreibt keine Naturgedichte, sondern Gedichte über Landschaften, die von der Geschichte gezeichnet sind. Bobrowski bezieht sich auf das klassische Versmaß, auf Hymne und Elegie im Sinn des 18. Jahrhunderts – manche dieser Gedichte beginnen mit einer Anrufung, oft in einer einzigen Zeile: „Ebene“, „Wildnis“, „Feuer“, „Zeichen“. Mit seiner zeitlosen Form abseits jeglicher Innerlichkeit ist Bobrowski absolut zeitgenössisch. (Helmut Böttiger) [mehr zu: von Helmut Böttiger (Berlin): JOHANNES BOBROWSKI: Nachbarschaft]